13. August 2011 Lesezeit: ~2 Minuten

Zurücklehnen und anschauen: Gulp.

Manchmal stößt man an die Grenzen der Fotografie, wenn man merkt, dass man eigentlich eine Bewegung, eine Sequenz von Bildern machen müsste, um das festzuhalten, was man zeigen will. Willkommen in der Welt der Stop-Motion.

Dabei werden viele Bilder oder Fotos, die sich vom jeweils vorherigen nur um kleine Abweichungen unterscheiden, zusammengesetzt und ergeben nacheinander eine Bewegung. Fast wie im Film, nur mit weniger Bildern pro Sekunde, wodurch die charakteristische Art der etwas abgehackten Bewegungen entsteht.

Ein ziemlich gelungenes Beispiel dieser Technik im Schnittfeld von Film und Fotografie ist der Kurzfilm „Gulp“, über einen Fischer und sein Tageswerk, den wir Euch nachfolgend ans Herz legen wollen. Also Kopfhörer aufsetzen, zurückgelehnen und anschauen, bevor Ihr weiterlest.

Nachdem ich diesen amüsanten Kurzfilm das erste Mal ansah, machte mich die letzte Einstellungen stutzig: Aufgenommen auf einem Nokia N8? Ja, richtig. Das Team, das hinter diesem Film steckt, hat sich einen ganz besonderen Rahmen abgesteckt:

„Gulp“ ist nicht nur mit der Kamera eines Nokia-Handys fotografiert worden, sondern hat auch darüber hinaus eine spannende Entstehungsgeschichte, denn sie spielt an einem Strand von Wales und nicht in einem Studio.

Dort wurde mit einem echten Boot, einem Menschen als Seemann und Sandkünstlern, die in über 1000m² Sand die Kulisse malten, gearbeitet. Damit ist „Gulp“ der Stop-Motion-Film mit dem bisher größten Set.

Hinter dieser Produktion steckt übrigens Aardman Animations, die bereits Wallace & Gromit, Shaun das Schaf und andere Knetfiguren zum Leben erweckt und auf die Leinwand gebracht haben. Natürlich haben sie auch das kleinste Stop-Motion-Video gemacht. Aber das ist eine andere Geschichte…

Habt Ihr schonmal mit bewegten Fotos oder Stop-Motion gearbeitet oder kribbelt es Euch nun in den Fingern, es sofort auszuprobieren?

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10 Kommentare

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  1. Wenn ich mich recht erinnere (hab das bereits vor ein paar Tagen angesehen), sprechen die im Making-Of sogar korrekterweise von „Pixilation“. „Stop-Motion“ ist lediglich ein Begriff, der besagt, dass man Einzelbilder schießt und führt nicht zwangsläufig zu abgehackten Bewegungen und kann theoretisch auch mit 50 Bildern/Sekunde oder 100 Bildern/Sekunde gemacht werden (egal, ob sinnvoll oder nicht).

    Bitte verbreitet nicht die falschen Begriffe für die beschriebenen Techniken in eurem Blog, sonst gewöhnen sich das zu viele Leute an. Danke.

  2. Danke für´s Zeigen. Ist schon interessant, mit welchem Aufwand solch ein Filmchen gemacht wird. dabei kann man sowas auch mit Photoshop und einem kleinen Studio alleine inszenieren. Und keiner, aber auch keiner wird im Nachherein wissen und sehen, wie und mit welcher Cam das Video enstanden ist. Ich persönlich finde den Aufwand und die Kosten viel zu hoch für so ein einfaches Video.
    LG aus Berlin Jörg

    • Das ist kein einfaches Video, das ist Werbung – und da ist der Aufwand erst mal egal :) Spätestens, wenn man sowas wie Tiefenunschärfe oder rauschfreies Filmen im Dunkeln, haben diese Handy-Dinger eh keine Chance mehr, deshalb muss Nokia zu diesen „Tricks“ hier greifen…

  3. schöner „werbe-clip“, war mir bis heute nicht bekannt. und das, obwohl ich selbst ein stolzer besitzer eines N8 ;)

    Stop-Motion hab ich selbst mal fürs studium mit einem kommilitonen zusammen gemacht. leider, warum auch immer, beim hochladen durch youtube sehr verzogen…
    aber falls es jemanden interessiert:
    http://www.youtube.com/watch?v=74r5eDBTkwc

    beste grüße
    chsp