kwerfeldein
01. Juli 2011 Lesezeit: ~4 Minuten

Das ist doch nur ein Schnappschuss.

Ich möchte heute mal etwas loswerden, was mir schon seit einiger Zeit immer wieder sauer aufstößt. Vorab möchte ich sagen, dass ich mit diesem Artikel niemanden persönlich angreifen möchte. Meine Gedanken richten sich an die Allgemeinheit und sollen im Idealfall zum Nachdenken anregen, aber nicht werten.

So gerne ich mich in Foto-Foren und Communities herumtreibe, manchmal verdirbt es mir den Spaß daran, meine fotografischen Ergüsse dort einer Beurteilung auszusetzen. Immer wieder laufen mir Fotografie-Nerds über den Weg. die glauben, alles fotografische Wissen dieser Welt für sich gepachtet zu haben und dass man ausschließlich mit überheblichen Beiträgen dazu beitragen kann, dass sich ein ambitionierter Anfänger (weiter-)entwickelt.

Dass dabei nicht selten das Gegenteil geschieht und sich der ein oder andere Newbie eingeschüchtert schnell wieder aus dem Staub macht oder seine Beiträge mit der Bitte, Milde bei der Ver..äh..Beurteilung walten zu lassen einleitet, scheint man in der Szene als Kollateralschaden hinzunehmen. Sind wir zu krass, bist du zu schwach.

Hier mal ein paar willkürlich herausgefischte Zitate, die mir so oder in ähnlicher Form immer wieder im Netz begegnen:

  • „Ist das Dein Ernst?“
  • „Was soll das sein?“
  • „Bitte anders bearbeiten. So geht das gar nicht“.
  • „Ein Fall für den Papierkorb!“

Die Krönung jedoch, die in mir mittlerweile nur noch ein debiles, schallendes Lachen hervorruft, ist:

„Das ist doch nur ein Schnappschuss!“

Schnappschüsse sind offensichtlich die ultimativen Krebsgeschwüre der Fotoszene. Warum ein solcher automatisch mit Stümpertum gleichzusetzen ist, konnte mir bisher aber noch niemand wirklich erklären. So mancher Schnappschuss hat meiner Meinung nach mehr Seele als das drölfzigste am Reißbrett komponierte Werk.

Kritisiert man dann derart arrogant formulierte Tiefschläge, wird man mit Aussagen wie „Du lernst doch nichts dazu, wenn man dir Zucker in den Allerwertesten bläst und dich nicht darauf hinweist, was du falsch machst“ abgespeist.

Nein, aber ich lerne daraus, dass es wohl besser ist, meine Fotos von denjenigen beurteilen zu lassen, die fähig sind, mich und das, was ich tue mit Respekt und Konstruktivität zu behandeln. Ich bin in der Lage, Kritik anzunehmen und ich bin offen gegenüber Verbesserungsvorschlägen.

Jedoch akzeptiere ich nicht, dass man mir durch plakative Oberflächlichkeiten suggeriert, dass es wohl besser sei, meine Kamera in die Bucht zu werfen und mir ein anderes Hobby zu suchen.

~

Neben aller kritischen Schärfe, die sich durch diese Zeilen zieht, gehört es aber auch dazu, dass ich mich selbst reflektiere. Es ist noch gar nicht lange her, dass mir jemand Fotos zeigte, die er bzw. sie einfach so auf einer Hochzeit geschossen hatte. Keine Auftragsarbeit, sondern nur so zum Spaß.

Voller Stolz präsentierte mir die Person ein paar Fotos und ich hatte nichts Besseres zu tun, als mich auf Fehlersuche zu begeben, Mängel festzustellen und diese auch zu äußern.

Plötzlich fand ich mich in einer Diskussion wieder, in der mir die betreffende Person deutlich zu verstehen gab, dass es darum ging, mir ein paar Bilder zu zeigen. Nicht darum, sie von mir prüfen zu lassen und einer Bewertung auszusetzen. Sie hatte recht und ich habe daraus gelernt, dass es nicht richtig ist, den Anspruch, den man an sich selbst hat, auf eine Stufe mit dem zu stellen, den man an andere hat.

Bezogen auf den Umgangston in diversen Communities heißt das: Wenn es das Ziel ist, dass der, der seine Fotos zeigt und zum Abschuss freigibt, sich schlecht fühlen und sein Hobby in Frage stellen soll, dann sind Zitate wie die oben genannten allesamt Volltreffer.

Wenn aber angestrebt ist, in themenspezifischen Foren einen respektvollen und konstruktiven Umgang zwischen Profis, Semiprofis und Hobbyisten zu pflegen, sollten manche Leute versuchen, ihre Umgangsformen zu überdenken und sich ins Gedächtnis zu rufen, wie sie angefangen haben und ob es ihnen gut damit gegangen wäre, wenn man ihren ersten Bildern den Stempel „unfähig“ aufgedrückt hätte.

Meiner Meinung nach könnte etwas mehr Mut dazu, sich selbst in seiner Art und Weise wie man seine Gegenüber behandelt, zu hinterfragen, nicht schaden.

~

Wenn Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt oder anderer Meinung seid… die Kommentarfunktion ist Euer Freund. ;)

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78 Kommentare

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  1. Danke für den hilfreichen Text. Ich kann auch nichts Schlimmes am Schnappschüsse machen erkennen, aber einige Mitglieder besonders in großen Foren haben sich das zur Aufgabe gemacht. Genauso übrigens wie bei Equiptmentfragen. Wenn ein Neuling eine Frage stellt, welche Kamera oder Objektiv er holen soll, sind die Antworten schnell bei irgendwelchen L-Serien oder Vollformatkameras, weil man ja mit anderer Technik angeblich nichts machen könne… -.-

  2. Hm, so hart habe ich das eigentlich noch nie erlebt, aber da es auch hier bei kwerfeldein.de immer wieder zu solchen „nettiquette“-Aufrufen kam, sollte man vielleicht doch auf der Hut vor verletzenden Kommentaren sein… oder ich bin einfach zu selten in Foren unterwegs ;-)

  3. danke für diese wertvolle ansage – wenn ich mir des öfteren diese schnöseligen kommentare anschaue, die auf den einschlägigen plattformen zu finden sind, möchte ich am liebsten mit dem nassen handtuch losziehen und dieses den kommentatoren um die leeren köpfe hauen. kritisieren ist mindestens genauso eine kunst wie fotografieren, und das gilt nicht nur für das beurteilen von bildern sondern quer durchs ganze leben. das dilemma ist, dass kaum einer dazu in der lage ist, sich mal in sein gegenüber hineinzuversetzen und zu verstehen, wie destruktiv das eigentlich ist, was er selbst da gerade von sich gibt, wenn er mit der dicken keule über andere herzieht. empathiefähigkeit nennt man das glaube ich, und die zählt nach meinem dafürhalten zu einer der wesentlichsten sozialen fertigkeiten. die sind aber auch irgendwie im aussterben begriffen…

  4. Ich bin anderer Meinung.

    Ich habe prinzipiell dieselbe Erfahrung gemacht wie du, dass ich meine mittelmässigen Anfängerbilder in Communities gestellt habe, und eine weite Bandbreite an Reaktionen erfuhr.

    Allerdings habe ich nicht dieselbe Konsequenz gezogen wie du.

    Ich denke, es macht einfach einen Unterschied, ob man seine Fotos „irgendwohin“ hochlädt, einfach um den letzten Urlaub oder ein Bild das man sehr mag seinen Freunden zu zeigen, oder ob man seine Fotos bewusst in eine solcher Communities hochlädt, in denen 80% der Mitglieder den Anspruch haben, sich und andere zu verbessern, ihre eigenen Bilder kritisieren zu lassen und andere Bilder ebenfalls zu kritisieren.

    Du hast insofern recht, als dass die Kommentare, die du zitiert hast, in keinster Weise sachliche Kritik sind, die einem weiterhelfen. Allerdings lese ich aus deinem Text (vielleicht missverstehe ich ihn ja), dass du von deinen Bildern überzeugt bist und eigentlich nur positives von anderen hören möchtest. Dann wärst du in solchen Communities aber definitiv falsch ;-)

    • Den Eindruck hatte ich jetzt nicht. Insbesondere aufgrund folgender Stelle:
      „Ich bin in der Lage, Kritik anzunehmen und ich bin offen gegenüber Verbesserungsvorschlägen.“

      Gruß,

      Timo

    • Hi Ines :)

      ja, da hast Du mich etwas missverstanden – ich bin nämlich alles andere als selbst von meinen Bildern überzeugt. Gibt dazu auch einen kleinen Artikel auf meinem Blog.

  5. Wenn du mich fragst ist das ein typisch deutsches Phänomen, das übrigens auch in anderen Bereichen des Lebens anzutreffen ist (z.B. wissenschaftliche Konferenzen, auf denen vorzugsweise an der Methodik herumgemäkelt wird). Aus irgendeinem Grund fühlen wir Deutschen uns stets zum Kritiker berufen, anstatt Ergebnisse einfach mal auf uns wirken zu lassen.
    Eines der schönsten Dinge an Flickr ist, dass dort Kommentare meist eher aus dem Bauch heraus gegeben werden, und weniger von hinter der technischen Brille – außer, man fragt spezifisch nach technischer Kritik. Aber selbst dann ist diese spezifischer, freundlicher und weniger vernichtend als in typischen rein deutschen Fotoforen. Das jedenfalls ist meine Erfahrung.

  6. Ich habe mich zwar nie von solchen Kommentaren entmutigen lassen und meine Bilder auch nur selten in Foren zur Diskussion gestellt, jedoch triffst du den Nagel auf den Kopf!

    Eine Bekannte von mir, erzählte mir neulich, dass sie keine Lust mehr hat zu fotografieren, weil ein bestimmtes Forenmitglied ihre Makrofotos immer heruntermacht. (Dabei sind ihre Bilder meiner Meinung nach ausgesprochen gut.)

    Dabei sollte man auch bedenken, dass auch mit technisch oder gestalterisch nicht perfekten Bildern, Freunden und Bekannten (die selbst nicht fotografieren) eine Freude machen kann. Und darauf kommt es letztlich an.

    Gruß,

    Timo

    • ja seh ich auch so
      auszug von timo
      = Dabei sollte man auch bedenken, dass auch mit technisch oder gestalterisch nicht perfekten Bildern, Freunden und Bekannten (die selbst nicht fotografieren) eine Freude machen kann. Und darauf kommt es letztlich an.=

      spass am leben
      frage dich wenn du gestorben bist ob du freude gehabt hast?
      frage dich ob du anderen eine freude gemacht hast?

      na dann is ja alles klar
      lg conny

  7. Es ist eigentlich unmöglich, ein Bild zu „bewerten“, solange man nicht weiß, wofür dieses Bild überhaupt genutzt werden soll.

    Ohne Ziel ist ein Bild einfach nur ein Bild. Erschreckend viele fangen dann an, willkürliche Ziele für jedes Bild zu setzen, dass sie sehen: Schärfe, Komposition, Inhalt. Doch solange nicht klar ist, was mit dem Bild überhaupt passieren soll, ist das alles nur an den Haaren herbeigezogen.

  8. die die so denken wie du es beschrieben hast haben meist kaum einen sinn für die fotografie….und da können mich nun auch alle verurteilen..fotografie ist mehr als scheiß pixel und mega brennweiten aber wer das nicht erkannt hat und meint er sei ein durchblicker nur weil er eine arsch teure ausrüstung hat und den dicksten boliden in der hand hält der ist für mich echt unwichtig…und die fotos meist nichtssagend…

    ich sage dir nun einmal wie ich damit umgehe und das nun schon fast 27 jahre…

    „Dein NEID ist MEINE Anerkennung !
    Dein HASS mein STOLZ !
    Und wenn du HINTER meinem Rücken über mich redest
    DANKE ich dir …
    das DU mich zum Mittelpunkt
    DEINES Lebens machst !!
    DENN durch DICH gewinne ich an Stärke!!!!

    -tanzt Ihr Nutten, der Könich hat Laune
    -man schmeiße mit Kaviar damit der Pöbel darauf ausrutsche“

    und den satz hier kennen und begreifen die meisten eh nicht und werden es auch nicht….

    „Die Tatsache, dass eine (im konventionellen Sinn) technisch fehlerhafte Fotografie gefühlsmässig wirksamer sein kann als ein technisch fehlerloses Bild, wird auf jene schockierend wirken, die naiv genug sind zu glauben, dass technische Perfektion den wahren Wert eines Fotos ausmacht.“
    – Andreas Feininger-

    ich bin nun an einem punkt der fotografie angekommen da langweilen mich perfekte fotos nur..und da sind wir bei dem eigentlichen thema und unterschied zwischen den die fotos machen und denen die „bilder“ machen….fotografieren ist etwas magisches und das geht den meisten in der digitalen welt verloren.

    als ich mit 14 jahren mit der fotografie anfing da wurden „wir“ als spinner und „weicheier“ verspottet und heute wo alles so schön einfach, alles am besten auf „A“ und ab damit in Photoshop, ist meint jeder er sei ein fotograf und hat von der eigentlichen art keine ahnung.

    mach weiter und laß dich nicht unter kriegen die meisten verschwinden von ganz alleine.

    jedoch auch die fraktion die dauernd schön, toll, astrein etc. in den unterschiedlichsten ausschmückungen schreibt wenn sie ein foto von einem sehen sind doch nur die die auch wieder kommentare von einem haben wollen und was soll ich mit solchen anmerkungen die nur darauf aus sind auch eine anmerkung von mir zu bekommen…da geht es nicht ums foto da gehts um die klicks nicht mehr und nicht weniger..leider

    ja wir sollten uns alle ein bisschen an die eigene „linse“ fassen.

    klasse artikel

  9. Ich kann dem Beitrag nur zustimmen — aus eigener Erfahrung in verschiedensten Bereichen (z.B. auch wie GABI meinte aus dem wissenschaftlichen Bereich [siehe Reviews von Papern]).

    Ich gebe hier mal einen Auszug aus einer Diskussion aus dem heise Foto Forum wieder, in dem (*Werbung mach*) Gott-sei-Dank unkonstruktive Kritik wie die absolute Ausnahme sind. Solche Kritik ist für mich auch auf ein Zeichen sich mit einem Bild und der Person, die dieses Bild gemacht hat, nicht auseinandersetzen zu müssen.

    So, hier mein Beitrag aus dem heise Forum:

    Ich finde Kritik ist sehr wichtig, sehe aber zu direkte und pointierte Kritik immer etwas kritisch (auch wenn sie sachlich formuliert ist). Viele Leute können dadurch demotiviert werden, was ja nicht Sinn der Sache sein kann.

    Das Problem in so Foren ist, dass man den gegenüber nicht
    wirklich kennt, nicht weiß wie er Kritik aufnimmt. Solange ich das
    nicht weiß, versuche ich behutsamer mit der Arbeit anderer umzugehen
    (schließlich lässt man sein „Baby“ von anderen bewerten). Nicht aus
    dem Grund, dass ich Angst vor „Rache“ hätte, sondern weil ich den
    anderen nicht demotivieren will. Meiner Erfahrung nach nehmen die
    meisten Leute Kritik besser auf (psychologisch), wenn sie damit
    verbunden wird was man gut findet (und sei das „Lob“ noch so klein;
    man muss ja nicht gleich „kuscheln“). Mir geht das da genauso.
    Einerseits hat man seine Kritik platziert, andererseits demotiviert
    man den anderen nicht. Wenn ich jemanden besser kenne und weiß, dass der-/diejenige auch mit mehr Kritik umgehen kann, dann traue ich mich auch mehr zu kritisieren.

    Ich persönlich bin kein verfechter der unreflektierten Aussage:
    „Jeder muss mit jeder Kritik umgehen können.“ Jeder der kritisiert
    hat meiner Meinung nach auch eine gewisse Verantwortung,
    zumindest solange er den anderen noch nicht kennt. Mit dieser Meinung
    bin ich vielleicht in der Minderheit.

    Hört sich alles ein wenig nach „Gutmensch“ an, ich weiß. Bin aber
    auch Vegetarier und daher öfter mit dem „Vorwurf“ „Gutmensch“
    konfrontiert.

    Soweit von mir.

    Christopher

  10. Naja, kommt drauf an WO du die Bilder hochlädst. Einfach nur bei Flickr oder in der Tat bei Gruppen die qualitativ hochwertige Bilder bevorzugen? Dann muss man sich nicht wundern. Mir pers. ist das noch nie passiert, dass ein Bild komplett zerissen wurde, nur die Kommentare schränken sich ein. Mir als Anfängerin würde es allerdings im Traum nicht einfallen Bilder bei Fore o.ä. hochzuladen wo sich nur Profis tummeln. Das tue ich mir nicht an ;)
    Natürlich ist es nicht okay dumme Kommenare abzugeben, der Ton macht die Musik und gegen konstruktive kritik sollte in der Regel keiner was gegen haben.
    Mich würde jetzt interessieren wo genau du deine Bilder hochlädst (ausser bei Flickr).
    Gruß Martha

  11. Generell kann ich das Geschriebene nachvollziehen und bestätigen. Selbst ‚knöpfe‘ ich mir ab und zu ein Bild vor, das Potential und Talent zeigt, aber auch, dass der Fotograf/die Fotografin dort noch ‚ausbaufähig‘ ist. Dan geht Lob mit konstruktiver, argumentierter Kritik einher. Und immer mit Respekt, ohne Oneliners, wie wir die oben lesen. So sollte es in einem Fotografieforum m.E. zugehen (und würde ich es selbst auch schätzen, was immer ein Leitfaden bei der Kritik an Anderen sein sollte).
    Es bleibt aber ein Gradwanderung, denn man weiss nie, mit welchen Ansprüchen jemand seine Bilder dort hochlädt. Ich finde Flickr und Fotocommunity keine Foren, um Bilder mit Freunden zu teilen. Dafür gibt es andere Wege. In genannten Foren zeigt man seine Bilder der ganzen Welt und sie hängen quasi in einem virtuellen Museum. Da gehören m.E. Bildchen von Hund, Katz und Kind nur bedingt hin (das heißt, wenn sie einen fotografischen Anspruch erfüllen sollten). Die FC finde ich da auch viel zu viel in Richtung Foto-Facebook abgleiten. Geht es darum Kumpel zu finden und Lob zu ernten? Oder will man sich (konstruktiv) mit anderen Fotografen austauschen? Das Problem ist eindeutig: Die Foren haben einfach eine zu große Bandbreite und sollten sich vielleicht etwas mehr differenzieren, je nach Anspruch der Fotografen.
    Zum Schluss: Die Sprüche, die oben zitiert werden kommen einfach von Leuten, die auch im normalen Leben ein etwas merkwürdige Kommunikationsstil vorzeigen. Die Fotografenwelt ist (immer noch) voller Machos, die ihr Ego an der Kamera, der Länge des Objektivs (Freud, Freud!!!) aufpolieren müssen. Das war so, ist so und wird wohl so bleiben. Solche Leute sollte man einfach negieren und wenn man sich davon bei seiner Fotoleidenschaft stören lässt, sagt das auch etwas über einen selbst. Für wen fotografiert man schließlich in erster Linie??? Wenn man sich selbst dann auch noch (ehrlich) fragt, warum man die Bilder eigentlich in so einen Forum hochlädt, kommt man schon schnell zu wesentlichen Erkentnissen über sich selbst, wobei die primitiven Aüßerungen Anderer auf einmal zu unvermeidlichen, dennoch unwichtigen Nebenerscheinungen verkommen.

  12. Ich bin bekennender Schnappschuss-Fotograf. Obwohl das laut Definition ja recht paradox zu sein scheint ;)
    Ich fotografiere aber auch nicht (oder nur selten) für andere. Dementsprechend selten stelle ich Bilder in die Öffentlichkeit, für die ich Kritkik, Verbesserungsvorschläge oder Lobhudelei möchte ;) Und wenn, dann kann ich mit Kommentaren, die in meinen Augen „das Thema verfehlen“ sehr gut leben ;)

    Kennt wahrscheinlich jeder, aber trotzdem möchte ich es nicht unerwähnt lassen. -> http://www.invitationtohang.com/
    Chase Jarvis‘ Mammut-Schnappschuss Projekt. Genau mein Ding ;)

    Viele Grüße und macht Schnappschüsse ;)

    Sebastian

  13. Hallo Kai,

    ich kann Dir als Anfänger und Laie nur vollstens zustimmen. Es scheint aber auch einfach ein typisch deutsche Art zu sein alles erst mal schlecht zu bewerten. Konstuktive Kritik ist nicht unser Ding, scheint mir.

    Jetzt mir bleibt nur, wenn ich mal groß und toll sind, es besser zu machen :-)

    Viele Grüße und herzlichen Dank für Deine immer lesenwerten Beiträge,
    Thomas

  14. Also ich bin schon sehr lange sehr skeptisch, was Fotocommunities angeht und bin ein Hasser von Foren!
    Prinzipiell bin ich jemand, der Leuten positiv gegenübersteht und zunächst auch einfach nur die Bilder, sofern sie mich ansprechen, schön findet. Oft hebe ich nur hervor, was ich an einem Bild schön finde. Bei anderen Sachen schweige ich, denn ich denke, dass ein positives Feedback jemanden die Motivation bringt, eine Sache weiter zu machen und darin besser zu werden.
    PS
    Als absoluter Olympus-Fan muss ich mir sowieso die ganze Zeit Quark anhören, daher hab ich bei solcher Kritik mittlerweile ein dickes Fell ;)

  15. Ist das nicht auch der Neid, der aus den destruktiven Kritikern spricht?
    Für mich ist Fotografie Kunst, die aus der Seele spricht. Man öffnet sein innerstes Auge, zeigt den Betrachtern das was man selber sieht. Es ist dann äußerst verletzend solche nichts aussagenden, unsachlichen Kritiken abzubekommen. Wer die Fotografie nur als reine Technik sieht, ist denke ich, schnell auf dem Weg solch ein non konstruktiver Kritiker zu werden, denn ohne Gefühl, Seele gepaart mit technischen Erfahrungen wird ein Foto nicht zu einem beeindruckenden Foto.

    Auch schlimm finde ich, NIE kommentare auf gepostete Fotos zu erhalten!!!

  16. Hallo,
    also ich bin nicht in Foto-Communities unterwegs. Kritik und Anspruch können lähmen und darum schätze ich auch die wirklich guten Beiträge zur Sicht auf Fotografie hier bei kwerfeldein.

    Auf der anderen Seite führt die digitale Welt, Fotohandys usw. zu einer unübersichtlichen Bilderflut. Da stört es mich oft, wenn Massen von Bildern veröffentlicht, hochgeladen, also gezeigt werden, einfach von der Speicherkarte, ohne Auswahl……zwischendurch noch ein paar verwackelte, falsch belichtete. Auch wenn diese Fotos für denjenigen von Bedeutung sind, für den Betrachter sind sie es nicht und führen zu Verdruss. Ich glaube, in diesen Fällen ist ein Hinweis auch für den Ersteller hilfreich und scheinheiliges „tolle Bilder“ ist falsch. Auswählen, selbst kritisch beurteilen führt hier zu besserer Aufmerksamkeit. Eine Diskussion über Kunst ist dabei nicht hilfreich, auch ein „Künstler“ wählt aus.

  17. Ich denke, verlgeichbare Erfahrungen haben die meisten, die Bilder in Communities / Foren hochladen bereits gemacht. Ich kenne den Frust, wenn man ein Bild zeigt, welches einem selbst gut gefällt und dann nur im Staccato hört, was alles schlecht unf falsch dran ist.
    So etwas schmeichelt sicher nicht dem Ego, ist es jedoch manchmal trotzdem lehrreich. Dies aber nur dann, wenn es konkrete Aspekte sind, die kritisiert werden. Hier bin ich mit dir einer Meinung: rundum Schläge wie „Das Bild ist nicht zu retten“ etc. helfen bestimmt niemandem sich zu verbessern und dazu zu lernen.

  18. Ermüdend ist vor allem die Tatsache, dass viele sich dazu berufen fühlen nach Fehlern statt nach dem Guten zu suchen. Können wird oftmals dazu benutzt, Unzulänglichkeiten aufzudecken. Meine Erfahrung: Um so kritischer der Betrachter, um so weniger kann er! Eigentlich schade!

  19. Die Mehrheit der Menschen fotografiert nicht!
    Die Anspruchslosigkeit dieser Mehrheit in Bzug auf Fotografien verblüfft mich immer wieder.

    Wir, die fotografierend Minderheit, will der Anspruchlosigkeit Werte aufdrucken.

    Was für ein Blödsinn!

  20. Im Internet weiß man leider oft nicht, mit wem man es zu tun hat. Deswegen habe ich mir angewöhnt, erst mal ein bisschen zu überlegen und im Zweifel lieber auf einen Kommentar zu verzichten.
    Oft sind Fotografen überhaupt nicht an ehrlicher Kritik interessiert. Wozu also meine Zeit verschwenden? Und wenn man eh nichts besseres als „tolles Bild“ zu schreiben hat, kann man es doch auch gleich bleiben lassen und das Foto einfach zu den Favoriten hinzufügen.

  21. Hallo Kai,

    Ich bin (wohl zum Glück!?) nicht in solchen Foren unterwegs. Beschäftige ich mich doch erst seit kurzem mit der „Fotografie“ und mache wohl zu 98% eher Schnappschüsse. ;-)
    Als Neuling nur solche Kommentare zu hören trägt wohl nicht gerade dazu bei, sich über seine Arbeit zu freuen und ev. ein paar konstruktive Kritiken umzusetzen. Da bleibe ich doch lieber dabei, meine Bilder nur auf meinem Blog zu veröffentlichen und mich selbst darüber zu freuen. ;-D Also liebe Profi’s seid doch lieb zu den kleinen Newbies, so wart ihr schließlich am Anfang auch mal. (Und bei gegenseitigem Respekt wird der kleine Newbie dann umso lieber bei euch mal nachfragen um an eurer Weisheit teilhaben zu dürfen –> darum lese ich bei kwerfeldein auch so gerne! ;-D)

    Liebe Grüße
    Christina

  22. Ich kann diesen Artikel sehr gut nachvollziehen. Bei längerem Lesen im DSLR-Forum kam ich genau zu dieser Einschätzung. „Andere“ Fotos werden nicht geduldet von den dort ansässigen „Päpsten“. Die Meinung darüber, was ein gutes Foto ausmacht, wird zu oft an technischen Parametern festgemacht. Da wird wegen minimaler Farbstiche lamentiert, die ich bei besten Willen, wenn überhaupt, dann als künstlerisches Gestaltungsmittel erkenne. Bilder werden mit der Lupe auseinander genommen und nicht in ihrer Gesamtheit betrachtet. Wenn dann noch bekannt wird, dass das Objektiv keinen Roten Ring und kein „L“ im Namen hatte, ist es ganz aus.

    Mir haben es die unperfekten Fotos genauso angetan. Was nutzt mir das perfekteste Foto, wenn die Aussage langweilig ist. Ich füge meinen Bildern meist künstlich Farbstiche hinzu. Höhen ausgerissen, keine Information in den Schatten…? Who cares, solange das Bild eine Aussage hat.

    Ich beurteile Fotos nicht nach der Technik, die bei der Aufnahme dahinter steht, sondern nach dem, was anschließend auf dem Bild ist. Es ist klar, dass manche Aufnahmen nur mit großem Aufwand machbar sind. Aber die Urlaubsfotos werden nicht besser, wenn ich mit einer 1D umherziehe statt einer Kompakten. Und wenn ein unerfahrener Fotograf seine Fehlerchen macht, so tragen doch diese auch zur Gesamtaussage bei (Unschärfe, Verwackeln, Finger im Bild :D ).

    Ich habe vor kurzen mein komplettes Pentax-Equipment verkauft (K-x und GX10, 50mm 1,4, 50-135mm 2,8, 17-55mm 2,8, Blitz etc) und knippse jetzt mit einer Finepix X100 rum. Ich bin äußerst zufrieden. Weg vom Equipmentsportler, hin zudem was sich für mich besser anfüllt, nämlich Straßen- und Naturfotografie mit Schnappschusscharakter. Meine Bilder gefallen mir. Alles ist gut :D

    • Aktuelles Beispiel für meine Ausführungen zum DSLR – Forum:

      http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=900140

      Die Protagonisten haben Gott sei Dank noch die halbwegs die Kurve bekommen. Aber auch das nur, weil ein Nutzer sogar den Moderator ermahnt hat, der mit dem klassischen Einzeiler den Threadowner schon gerichtet hatte (Beitrag 4). Eine einfache Argumentation über die Aussagekraft der Bilder hätte gereicht… Am Ende auch noch die Schnappschussargumentation. Da hätten wir dann alles dabei.

      • Wobei Steffen schon der meiner Meinung nach beste Moderator des Forums ist und normalerweise immer ausführlichst alles beschreibt.
        Aber jeder hat mal seinen schlehcteren Tag.

        Schöner Artikel übrigens, nur ob er viel ändern wird?
        (Große) Foren sind halt leider so, egal um welches Thema es geht.

        Ein positives Beispiel ist das Makro-Forum..da geht es sehr gesittet zu auch wenn es selbst da immer Ausreißer gibt.

  23. Jeder der Bilder hochlädt wird solche Erfahrungen gemacht haben.
    Man sollte auf solche Kommentare nicht viel geben und jeder muß dann für sich entscheiden ob man dort weiter aktiv ist.

    Wenn ich Bilder veröffentlicht habe und jemand kommentiert, schaue ich wer das ist und dann kann man meist das Kommentar richtig einordnen.
    Jemand der schreibt „alles schlecht, neues Bild und vorher neue Kamera kaufen“ ist nicht mal der Blick ins Profil wert.

    Denke das ist auch eine phsyologische Frage – wer steht hinter solchen Kommentaren und demnach sind es zimlich viele kranke Menschen, die sich im Netz rumtreiben und Bilder schlecht machen.

    Allerdings gibt es wohl ebenso viele wirklich schlechte Bilder wie schlechte Kommentare. Da ist dann wirklich der persönlichen Anspruch gefragt.

    Du hast wohl einige Kommentare des Internetpöbels bekommen und das spricht dann für das Forum oder Community – also – Zeit zu gehen.

  24. Hallo Gemeinde,
    schon beim lesen der ersten Zeilen fiel mir ein Beitrag aus einer Blogcommunity ein in dem es darum ging wie man mehr Zugriffe auf seine eigene Blogseite bekommt. Ein Tipp u.a. war dass man auf anderen Blogs negative Kommentare veröffentlichen sollte um quasi das Interesse auf sich zu lenken. Frei nach dem Motto ….. Was macht den diese Pfeife für Fotos ….. und zack…. schon einen Zugriff mehr auf der eigenen Seite….
    Sowas funktioniert garantiert und wo geht das einfacher als bei einer Bildkritik????

  25. Jaja… das alte Thema! :-)
    Ich hatte vor einiger Zeit auch mal über „Erbarmungslose Kritiker und Berufsjubler“ geschrieben (den Artikel findet ihr mit einem Klick auf meinen Namen).
    Jajaaa… das alte Thema! :-)

  26. „Ein gutes Foto muss reproduzierbar sein“ – so, oder so ähnlich, habe ich mal gelesen, macht den Unterscheid zwischen Amateur und Profi aus. Völliger Schwachsinn, meiner Meinung nach. Wie sonst kämen die ganzen Fotoreportagen zustande? Es gibt sehr gute Schnappschüsse – und sehr gute „gestellte“ Fotos. Gibt es überhaupt schlechte Fotos?

    Wenn mir etwas an einem Bild „negativ“ auffällt, dann frage ich nach, warum die-/derjenige das so gemacht hat. Manchmal lerne ich dann, dass ich Bilder auch anders lesen kann; manchmal lernen andere, dass Bilder anders gelesen werden können, als gedacht.

    Beleidigungen oder Besserwisserei kann ich, genau wie Du, Kai, nicht haben – die Leute kommen dann auch schnell auf meine In-Head-Ignore-List.

    So, und nun noch einen schönen Tag, TGIF!

  27. Das ist mal ein Kommentar der so manchem „Profi“ nicht gefallen wird. Aber mal im Ernst, die großen Bilder von Robert Capa oder auch Inge Morath waren nicht gestellt, es waren „Schnappschüsse“. Für mich kommt ein gutes Bild aus der Situation heraus, wenn ich da noch stundenlang verschlimmbessern muß, was soll das.
    So, und jetzt weiter so und ein schönes Wochenende wünscht,

    der Robby

  28. Ohhhh… wie mir dieser Artikel aus der Seele spricht.
    Aus diesem Grund bin ich auch aus Foto-Communities ausgestiegen. Es war nicht nur frustrierend, zum Teil grenzte es an psychischen Terror.
    Ich bin zwar kein Profi, aber dennoch fotografiere ich gern. Auch ohne Ausbildung und Studium.
    Ebenso bewege ich mich nicht auf einer kreativen Schien, eher auf der dokumentarischen.
    Aber auch aus diesem Grund ist eine objektive, nicht beleidingende und schon gar, ein herabwürdingender Kommentar nicht unbedingt hilfreich, sein Schaffen zu defamieren.

  29. Nach durchlesen der zahlreichen Kommentare hier unter diesem Artikel bin ich jetzt doch mittelmäßig überrascht. Kaum jemand outet sich hier als einer der hier angesprochenen Kritiker. Der Großteil der Autoren sieht sich hier mehr als Opfer denn als Täter, waren früher in irgendwelchen Communitys und haben selbige zwischenzeitlich aus genanntem Frust verlassen.
    Warum sind die FC’s,MK’s, Flickr’s ect. dieser Welt dann noch so gut besucht ? Hand aufs Herz, wer hat hier noch nicht ein Bild kritisiert ?
    Ich oute mich gerne als einer der Kritker, ich bin in diversen Onlineplattformen aktiv dabei und schreibe neben positiven Kommentaren durchaus auch kritische Worte zu einem Bild.
    Allerdings und das ist jetzt das große „aber“, ich versuche immer sehr konstruktiv meine Kritik zu verfassen. Wenn ich schon sage „Das Bild gefällt mir nicht“, dann begründe ich dies auch, versuche auch einen Lösungsansatz zu nennen, wie ich persönlich an das in meinen Augen „Fehlerbehaftete“ Bild herangegangen wäre.

    Ob der Fotograf sich im Anschluss meiner Kritik anschließt oder nicht, das liegt dann noch immer in seiner Entscheidung. Wichtig ist, der Ton macht die Musik.
    Ich mags auf der anderen Seite auch nicht, wenn meine eigenen Bilder nur mit „toll, großartig,super“ betitelt werden, im Gegenteil, aus konstruktiver Kritik erkenne ich dass sich der Betrachter wirklich mit meinem Bild auseinander gesetzt hat, entsprechend dankbar bin ich mit seiner genannten Kritik. Auch wenn ich natürlich nicht immer diese Kritik teile, aber damit muss man leben.

    Ich gehe sogar einen Schritt weiter und das mag zugegeben etwas provokativ klingen:
    Ein Fotograf der ein Bild in einschlägigen Fotoplattformen präsentiert, Plattformen die eine Kommentarfunktion besitzen, muss man nun mal IMMER damit rechnen, dass neben Bauchpinseleien auch mal kritische Töne fallen. Wer sich hier zu stark persönlich angegriffen fühlt, sollte überlegen ob er seine Bilder nicht besser einem erlesenen Personenkreis präsentiert, aus denen er keine Angriffe entgegen seiner Natur erwartet.

    Natürlich sollten sich auf der anderen Seite manche Bildkritiker mal überlegen ob Ihre Form der Kritik eigentlich angemessen ist. Ein Satz wie „ist für die Tonne“ ist in der Tat völlig daneben, solch ein Satz ist schon direkt beleidigend und vor allem kann sich der Fotograf hiervon überhaupt nichts „kaufen“.

    Ich persönlich habe mit meiner Art Kritik zu vergeben positive wie auch negative Erfahrungen gemacht. Viele Leute haben sich bei mir bedankt für klare konstruktive Kritik, denn so konnten sie evtl. eingeschlichene Fehler beim nächsten Mal unterbinden oder gar die fotografische Entwicklung weiter voranbringen.

    Auf der anderen Seite bin ich in vielen Augen auch der „Buhmann“ weil ich eben nicht nur der Bauchpinsler bin“, hier hatte ich schon die ein oder andere nicht immer angenehme Auseinandersetzung, weil manche Leute schlicht Kritikresistent sind. Da helfen auch noch so konstruktive Worte nicht weiter.
    Im großen und ganzen passt ein Motto zwischen Fotograf und Bildkritiker:
    „Wie man in den Wald hineinschreit, so schallt es auch zurück“.

    • Ich finde es gibt nichts besseres als konstruktive Kritik, ich kann ebenfalls mit kommentaren wie nice shot, excellent, great nicht viel anfangen. Allerdings wundert mich immer wieder, wie flickr in diesem Kontext von Kritik IRGENDEINER ART genannt wird. Wer kommentiert da schon kritisch, noch dazu unaufgefordert?
      Von welchen Communities ist denn genau die Rede? Spontan fällt mir eigentlich nur das DSLR-Forum ein.

  30. « The day and the age of digital cameras has given rise to a wild herd of photographers that are skilled in doing but not seeing. »

    Ich bin jetzt mal ketzterisch :
    DSLR = Elektronenrasterpraktikantenhilfstechnikerforum, um den Geheimnissen der chromatischen Aberration auf die Schliche zu kommen bei 8×12 Meter-Abzügen

    fotocommunity = ohne allerneuestes Profigerät wirds eh nie was werden und stundenlange Nachbearbeitung ist eine Du-darfst-hier-sonst-vorher-einfach-mal-nicht-mitspielen-Voraussetzung

    flickr = Hier könnten ihre 12 357 Gruppeneinladungen stehen

    treklens/-earth/-nature = Bauchpinsel-Kindergarten

    … und bei allen hilft, sich einen ‚Bekanntenkreis‘ aufzubauen, und dann per mail zu kritteln oder loben …

    H

  31. „Schnappschüsse sind offensichtlich die ultimativen Krebsgeschwüre der Fotoszene.“

    – Ich hab grundsätzlich nichts gegen Schnappschüsse. Genauso wie bei Konzeptfotografie o.ä. gibt es hier gute und schlechte. Manche Schnappschüsse erkennt man als Schnappschuss, aber es ist alles andere als „nur“, sondern einfach magisch. Manche Schnappschüsse sind aber Schnappschüsse die einfach „drauf gehalten“ und langweilig sind, das äußere ich dann auch so, wenn das meine Meinung ist.

    „Es ist noch gar nicht lange her, dass mir jemand Fotos zeigte, die er bzw. sie einfach so auf einer Hochzeit geschossen hatte. Keine Auftragsarbeit, sondern nur so zum Spaß.

    Voller Stolz präsentierte mir die Person ein paar Fotos und ich hatte nichts Besseres zu tun, als mich auf Fehlersuche zu begeben, Mängel festzustellen und diese auch zu äußern.

    Plötzlich fand ich mich in einer Diskussion wieder, in der mir die betreffende Person deutlich zu verstehen gab, dass es darum ging, mir ein paar Bilder zu zeigen. Nicht darum, sie von mir prüfen zu lassen und einer Bewertung auszusetzen.“

    – Ich lasse mich auch manchmal dazu verleiten, versuche aber stets auch zu berücksichtigen aus welcher Motivation heraus ein Bild entstanden ist. Wird es bei Flickr hochgeladen gehe ich erst einmal davon aus, dass das Foto auch einen künstlerischen Wert haben soll und versuche auch dementsprechend mit konstruktiver Kritik zu reagieren. Schickt mir jemand (der sonst eher weniger fotografiert) ein Foto mit dem Kommentar „Ich habe gestern eine Blume fotografiert, guck mal“ werde ich wahrscheinlich das Augenmerk auf die Blume legen, aber wenn ich sehe, das Foto ist total überbelichtet werde ich das wohl auch erwähnen à la „Nächstes Mal solltest du etwas auf die Belichtungszeit achten, aber hübsche Blume“. Schickt mir jemand ein Foto mit dem Kommentar „Guck mal, seit gestern haben wir diese schöne Blume im Garten“ werde ich mich nur auf die Blume konzentrieren, und selbst wenn die Bildkomposition schnarchlangweilig ist, das außer Acht lassen, sofern man die Blume erkennt, kann ich beurteilen ob ich sie schön finde oder nicht, aber um das Foto geht es an dieser Stelle nicht.

    Es kommt also auf den Kontext, auf die Situation, auf den Fotografen usw usf an. Etwas Einfühlungsvermögen bin ich da schon bemüht zu zeigen.

    @Björn: „“Ein gutes Foto muss reproduzierbar sein” – so, oder so ähnlich, habe ich mal gelesen, macht den Unterscheid zwischen Amateur und Profi aus. Völliger Schwachsinn, meiner Meinung nach. “
    – Meiner Meinung nach auch!

    Der Point.

  32. Ich bin der Ansicht, dass man Kritik vertragen können muss, wenn man seine Werke zur Diskussion stellt. Natürlich hört niemand gerne, wie schwach seine Ergebnisse sind; aber an der Kritikfähigkeit kann jeder arbeiten. Leider gibt es aber einige Leute, die Kritik nicht wirklich hören wollen. Ja, sie sagen, man solle Verbesserungsvorschläge machen; aber wenn solche Vorschläge kommen, wenn sich herausstellt, dass der erste Versuch eben nicht der ganz große Wurf ist, sondern möglicherweise sogar relativ schlecht gelungen ist, dann kapitulieren sie.

    Auf der anderen Seite gehört es natürlich auch dazu, dass man als Kritiker konstruktiv bleibt. Zu behaupten, das Ergebnis sei Mist, hilft niemandem wirklich weiter. Ich halte zwar wenig davon, Ergebnisse zu beschönigen; wenn etwas schlecht ist, sollte man es äußern, sofern nach Kritik gefragt wurde. Aber man sollte Kritik eben vernünftig aufbauen. Erstmal das nennen, was an Fotos gut ist; dann das, was verbesserungswürdig ist; und die Verbesserungsvorschläge müssen so formuliert sein, dass sie hilfreich und umsetzbar sind, ggf. mit Quellen, über die sich der Kritisierte weiteres notwendiges Fachwissen aneignen kann.

    Wobei sich das selbstverständlich nicht alleine auf Fotos erstreckt (die ich persönlich schon mangels ausreichend Fachwissens höchstens auf sehr niedriger Ebene kritisieren kann), sondern auf so ziemlich jede Leistung.

  33. Ich war nie besonders aktiv in Fotocommunities, besonders, weil ich meist Events fotografiere und dadurch nie einzelne Fotos, sondern immer ganze Alben entstehen, die ich dann lieber bei Picasa oder gar nicht hochlade. Ich denke allerdings, dass Schnappschüsse deshalb der Feind vieler Fotografen sind, weil sie zufällig entstehen. Mich nervt das doch selber – da gehe ich hin, fotografiere ein Konzert, mache 400 Fotos und vom Schlagzeuger ist kein gutes dabei. Jemand anders geht hin, macht nur bei jedem dritten Song ein paar Fotos und hat zufällig das perfekte Schlagzeugerfoto. Das nervt. Es ist aber kein Grund dann auf den Fotografen einzuschlagen, der kann ja nix dafür… und vielleicht ist genau das der Grund, warum man für seine Schnappschüsse dann zu hören kriegt, das man nix kann.

  34. Danke für den Artikel, Kai. Sehe ich ganz genauso.

    Übrigens findet man dieses Phänomen nicht nur in der Beurteilung von Fotos. Auch die ein oder andere Website, auf der man Kommentare hinterlassen kann, hat hin und wieder damit zu kämpfen ;-)

  35. Ich habe es mir schon lange angewöhnt, bei Fotos, die mir irgendwie so garnix sagen, auch garnix zu sagen… ich klicke einfach weiter und erfreue mich am nächsten Foto… oder auch nicht. Andere Arbeiten, die mir zusagen, kommentiere ich auch schon mal einfach nur mit „Excellent“, „Nice work“, oder was auch immer. Einfach um meinen Gesamteindruck kundtzutun, einfach um den Fotografen zu vermitteln „hey, deine Arbeit gefällt mir“.
    Es gibt natürlich auch Arbeiten, die mich zu umfangreicheren Kommentaren verleiten, bei denen ich vielleicht sogar ins Detail gehe und Vergleiche zu anderen großen oder auch kleineren Persönlichkeiten in der Fotografie anstelle. Wie auch immer… eines mache ich nie… ich gehe niemals jemanden persönlich an! Lieber verzichte ich – wie eingangs erwähnt – auf ein Kommentar. Tut ja nicht weh! ;-)

  36. Wir sind schon „die Leute in Foren“?

    Irgendwelche Fremden, die sich im Schutz der Anonymität, oft aus einer Laune heraus äußern. Ich kenne Ihren Stil nicht, ich kenne Ihren Geschmack nicht und ich kenne Ihr wirkliches Können nicht…

    Ich habe immer mehr Freude mit Bekannten von Angesicht zu Angesicht meine Bilder zu diskutieren oder einfach nur zu betrachten (wichtige Unterscheidung).

  37. Wow.. ich bin grad etwas baff über über Euer Feedback – egal ob positiv oder kritisch. Freut mich total – Danke! Komme im Moment nicht wirklich mit dem Lesen hinterher, werde mir aber in den nächsten Tagen die Zeit nehmen. So rein grundsätzlich, ohne speziell auf einzelne Comments einzugehen: „Der Ton macht die Musik“ – das wollte ich mit meinem Artikel eigentlich sagen. Kritik ist super und wenn ich mein Zeug in diversen Foren zeige, setze ich natürlich auch voraus, dass man sich damit beschäftigt und bin mir auch darüber im Klaren, dass das durchaus kritisch sein kann. Die Art und Weise ist mir einfach nur manchmal (nicht überall und nicht immer) zu überheblich, besserwisserisch und oberflächlich. That´s it.

  38. Wenn einer meint, jeden Tag fünf Fotos seiner Katze in fünf verschiedenen Ecken posten zu müssen und ich keine Möglichkeit habe, die Bilder auszublenden, dann sind das Schnappschüsse, die dort nichts verloren haben und auch durchaus zu Recht ohne weiterführende Kritik heruntergesaut werden dürfen. Definitiv. Ähnliches gilt natürlich für Blumen- und Feuerwerksfotos.

  39. Ich habe schon immer gern fotografiert, um meine Arbeit zu dokumentieren oder auf Reisen. Vor ungefähr 6 Jahren habe ich die FC durch Zufall im Internet gefunden. Ich kam gerade von einer Reise nach Neuseeland zurück und dachte, ich hätte tolle Fotos.
    Die ersten Kommentare: Das Wasser läuft aus dem Hafen.
    Viel zu „mittig“. Die Stromkabel hätte ich weggestempelt.

    Tja, und dann habe ich das Bild gerade gerückt und noch einmal eingestellt. Sah schon besser aus. Und so ging es weiter. Mein Ehrgeiz war angestachelt, mein Interesse an der Fotografie überhaupt. Ich musste zuerst einmal sehen lernen. Und ich war dankbar für jede Kritik.

    Heute weiss ich was und wie ich fotografieren will. Schnappschüsse gehören dazu. Ich entwickele meinen eigenen Stil, experimentiere und erlebe immer wieder Überraschungen. Wenn ich einen Rat brauche, wende ich mich an Fotofreunde, von denen ich weiss, dass sie bestimmte Themen oder Techniken besser beherrschen als ich.
    Ab und zu stelle ich ein Foto ein, um mit meinen Fotofreunden in Kontakt zu bleiben. Und ich schaue mir sehr gerne Fotos an, um mein Auge zu schulen.
    Schnappschüsse machen Spass, weil sie so spontan und lebendig sind.
    Warum denn nicht?
    Für Anfänger ist die FC eine ideale Spielwiese, und der eine oder andere findet dort vielleicht den Einstieg in die Fotografie.

    Ansonsten ist es doch so wie im nicht virtuellen Leben.
    Kritisieren will ebenso gelernt sein wie der Umgang mit Kritik.

    Schönes Wochenende und viele tolle Schnappschüsse¡

  40. Den Mr. „Besserwisser“ gibt es überall! Ich habe eine fotocmmunity verlassen um in eine andere zu gehe, wo andere sich mit mir an meinen Bildern freuen. In Foren in Flickr, wo Mr. „Besserwisser“ sein Bestes von sich gibt, steige ich aus und überlasse ihn sich und seinen Ergüssen. Wenn ich solche Kommentare wir oben finde, schriebe ich dagegen und schriebe was mir gefällt.
    Ich liebe Bilder … das ist wichtiger als alles Andere!

  41. puh, dieses gejammere…

    wer nicht beurteilt werden will, sollte nicht veröffentlichen. kritik unter der gürtellinie kommt sehr selten vor. und wenn, muss man das aushalten und nicht rumheulen. sorry…

  42. Da ist wieder dieses Thema, das mir schon oft durch den Kopf ging. Nicht nur bezüglich der Kritik an Fotos oder anderem visuellen digitalen Material, sei sie nun besserwisserisch oder sachlich und höflich formuliert. Manche Menschen, und es gibt leider zu viele dieser Sorte, die sich selbst noch nicht gefunden haben, neigen zu eisener und fast schon kaltblütig-destruktiver Kritik. Zum Glück kann ich inzwischen sagen, dass ich diese Menschen kannte, Vergangenheitsform. Es gibt da immer einen kleinen feinen Unterschied, der mich entweder zuhören oder kopfnickend weggehen lässt. Diesen Unterschied kann man in Worten oder auch in unterschwelliger Betonung finden. Aus diesem Grund bevorzuge ich inzwischen die direkte live-Kritik, wo man auch schnell mal nachfragen kann, wenn man meint etwas falsch verstanden zu haben. Es ist doch wirklich so, dass man geschriebenes falsch verstehen kann und auf der anderen Seite schnell mal etwas schreibt, das eigentlich gar nicht so gemeint war. Klar ist ein Spruch wie „Ein Fall für den Papierkorb!” absolut inakzeptabel und oberflächlich. Aber wo es Gutes gibt, gibt es auch immer schlechtes. In Fotografie-Foren geht es oft um Probleme, Besserungsvorschläge, Equipmentwahl etc. Und wichtig ist auch: über negatives kann länger gesprochen/geschrieben werden, als über positives. Lies nur mal die Gesundheitsforen durch :)
    Bin begeistert von deinem Artikel – mehr davon bitte!

  43. Hallo Kai,

    damit nimmst du mir die Worte aus dem Mund. Mir ging es auch schon so. Hab dann auch mal ne unruhige Nacht gehabt deswegen. Aber nach der Betrachtung meines Bildes habe ich gesagt, so schlecht ist es nicht und hab es dennoch gezeigt. Naja manches nimmt man sich eben zu sehr zu Herzen. Ich für mein Teil zeige die Bilder die mir gefallen. Freu mich aber immer wieder riesig, wenn ein Bild in die Favoriten der anderen Fotografen landen oder gar in Galerien eingeladen werden, wie kürzlich auf flickr. Das gibt Mut weiter zu machen und zeigt, dass die Arbeit, die ich mache, so schlecht nun auch nicht sein kann. Gerade als Anfänger ist für mich solch kleiner Erfolg sogar noch schöner als ein Kommentar. Aber dennoch ist da kein Platz für mich, mich an diesen Lorbeeren auszuruhen, denn das nächste Bild kann wieder ganz andere Reaktionen hervorrufen. Darum mache ich weiter und versuche mich weiter zu entwickeln, auch wenn es manchmal schwer ist.

  44. Jep, gerade bei einer bekannten deutschen fotocommunity kann man Kommentare lesen die nicht respektvoll sind.
    Die schlimmsten Kommentare werden von Leuten abgegeben, deren eigenen Bilder noch nicht einmal bei twitter, fac. ect. veröffentlicht werden sollten.

    G
    Thomas A.

  45. Ich habe mit den Kommentaren eher die andere Erfahrung, dass es kaum Kritik gibt und nur Lobhudelei. Das bringt mich überhaupt nicht weiter. Sicher muss Kritik sachlich sein. Sicher schmerzt es, wenn das selbst als schön empfundene Bild von anderen anders gesehen wird. Aber nur so kann man sich weiterentwickeln. Wenn ich Bilder ins Netz stelle, dann will ich auch kritische Hinweise dazu haben, die vernünftig begründet sind. Das habe ich leider viel zu wenig gefunden im Netz. Ob ich sie beachte und mein Bild ändere, entscheide ich dann immer noch.

  46. Hi, das Thema ist so vielschichtig, wie die Gründe, einer Community beizutreten.

    Ich will in einer Community nicht kritisieren, ich schaue mich nach Leuten um, die Bilder machen, die ich toll finde. Ich suche keine Bilder, die ich nicht mag. Beispiel: Wieso sollte ich HDRs beurteilen? Ich würde an HDRs wohl genau das kritisieren, was andere daran toll finden, weil ich sie meist nicht mag.

    Ich zeige meine Bilder dort, damit die Leute mich einordnen können und sehen können, was ich mache. Nicht, damit sie meine Bilder auseinander pflücken. Wenn ich das wollen würde, würde ich meine Bilder gezielt und ausdrücklich erwünscht Kritik aussetzen, bei jemandem, dem ich zutraue, dass er das Zeug dazu hat. Das allerdings beurteile ich höchst subjektiv, denn jemand, der sein Leben lang bunte Makro-Käfer-Fotos macht (und seien sie noch so technisch perfekt), wird mit meinen s/w Aufnahmen sicher nichts anfangen können.

    Ich mag 500px, weil ich dort einfach „liken“ und „disliken“ kann. Letzteres tue ich höchst selten und nur, wenn ein Bild mich unangenehm berührt. Ich kommentiere nur die Bilder, die mir gefallen. Es liegt in der Natur der Sache, dass die von mir Kommentierten möglicherweise eines der meinen kommentieren,so ihnen eines gefällt. Wir teilen, was wir mögen und das ist gut so.

    Ich liefere mich nicht einer Kritik von jemandem aus, den ich gar nicht einschätzen kann, weil ich so gut wie nichts von ihm weiß, warum auch? In anderen Lebensbereichen würde ich das doch auch nicht tun!

    Und an dieser Stelle zitiere ich nochmal den Matthias von oben:

    “…wo sich andere mit mir an meinen Bildern freuen….ich liebe Bilder…..das ist wichtiger als alles Andere!”

  47. Eine heisse Diskussion, und die Leute, die hier ihre Kommentare schreiben, haben wohl alle ihre guten oder weniger guten Erfahrungen gemacht.
    Für einige von uns ist es ein heisses Eisen, andere haben irgendwo ihre Nische gefunden.
    Wir alle lieben Bilder. Das ist es, was uns verbindet.
    Danke an KWERFELDEIN.

  48. Irgendjemand hat irgendwo einen Link hinterlassen, nun bin ich hier und habe fast alles gelesen. ;-)

    Ich muss sagen das ich in fast allen Punkten zustimme. Ich für meinen Teil werde mich nie als Fotograf bezeichenen, das wäre eine Beleidigung für die Menschen die den Job gelernt haben und eine Prüfung abgelegt haben. Ich bin nur ein Bildermacher mit handwerklichem Anspruch an das Ergebnis.

    Meine Frage an Euch ist folgende: War irgendjemand von Euch in letzter Zeit mal in der FC ? Speziell im Menchenchannel ? Wie bitte soll man die Trolle dort behandeln ? Schleimen und den Schrott weiter ertragen ? Oder etwas sagen und vielleicht Jemanden vergraulen ? Dort tummeln sich Muttis, Papies, Omis, Opis, Kinder die mit ihren Handys herum knipsen, Vorstadtpseudomodelle und andere Zeigefreudige Personen. Was diese Herschaften zeigen ist meistens handwerklicher Müll ohne jede emotionale Werte und hat mit Fotografie nix zu tun. Oder es gibt die User die im Ansatz interessante Bilder machen und wenn man dann etwas sagt ( pro und contra ) gibt es sofort Keile.

    Wenn ich dann Jemandem sage das es bestenfalls ein Schnappschuss ist aber keine Fotografie, habe ich kein schlechtes Gewissen denn es ist eine Community für Fotografieinteressierte und kein privates Album für die stolze Mutti mit ihrem Erstgeborenen usw.

    Als ich mit meiner ersten Kamera durch die Welt war es ein Hobby für Wenige, heute im Zeitalter von Internet, Handycam und bezahlbaren ordentlichen Digicams oder aus DSLR glaubt Jede(r) der es sich leisten kann ein FOTOGRAF zu sein. Solange sich solche Trolle in Communitys für Fotografieinteressiert herumtreiben und dort die Umwelt belästigen, werde ich meine Meinung sagen, notfalls auch mit harten Worten. Meine Erfahrung mit solchen Menschen ist das die meisten nur die Plattform verwechselt haben und absolut nicht wissen wollen was sie anders machen könnten damit das Ergebnis emotional und handwerklich ansprechend ist.

    Also wenn ich es auf den Punkt bringe:

    Ein Schnappschuss kann absolut eine Schöne Sache sein, handwerklich OK oder besser und mit sehr hohem ( persönlichem ) emotionalen Wert.

    Ein Schnappschuss kann auch in jeder Beziehung absoluter Müll sein.

    Es ist natürlich nicht leicht den Unterschied zu erkennen wenn man nicht einmal die richtige Plattform wählt.

    Der Kritisierende muss es auch nicht besser können, manchmal sieht ein Unbeteiligter das Ganze realistischer und ohne den Stress beim Bildermachen, alles besonders gut zu machen

    cu
    Wolfgang

  49. Danke für Deinen Artikel.

    Zum Glück ist mir das bisher noch nicht so oft passiert. Außer Kommentare dazu, dass ich mir doch mal bitte eine ordentliche Kamera kaufen soll, denn das geht ja mal gar nicht, dass ich meinen Spiegel nicht vorauslösen kann. Pech nur, dass die Kamera gar keinen Spiegel hat, da es eine Kompaktkamera ist.

    Viel schlimmer dagegen ist es der Tochter eines Arbeitskollegen ergangen. Sie ist noch 17 und hat gerade vor knapp einem Jahr angefangen Fotos zu machen. Sie ist stolz auf ihre Bilder aber noch nicht ganz so gefestigt, was schlecht formulierte Kritik angeht. In einem Forum wurde sie von jemanden vorgeschlagen bei einem Wettbewerb teilzunehmen. Sie selbst hatte ihre Aufnahme nicht gut genug gefunden, um an einem Wettbewerb teilzunehmen. Ihr Foto wurde in der Luft zerrissen, es ging bis hin zu persönlichen Beleidigungen. Ich weiß nicht, was all diese Leute, die sich scheinbar für absolute Profis halten, tun würden, wenn man ihren Kindern das schreibt, was sie dort geschrieben haben. Ihr Vater war jedenfalls außer sich und das Mädchen am Boden zerstört und hat lange keine Bilder mehr eingestellt.

    Ich denke, dass es eine Gradwanderung ist mir den Bildkommentaren. Zum einen nervt mich, wenn ich unter einem Bild 20-mal stehen habe: „Gefällt mir“ oder „Ganz nett“. Dann kann ich die Bilder auch einfach Arbeitskollegen zeigen. Die sagen auch nichts anderes. Entweder aus Angst mich zu verletzen oder einfach, weil sie mit Fotos nichts viel anfangen können. Ich wünsche mir schon konstruktive Kritik. Aber Beleidigungen oder dieses überhebliche „kauf Dir mal eine ordentliche Kamera“ nervt genauso. Wenn man sich dann die Profile solcher Leute ansieht schreiben sie stolz, dass sie eine Mark 5D II mit einem riesigen Objektivpark besitzen. Fotos entstehen dann doch nur mit einem 70-200mm, immer nur mit Blende 2,8 (da sie es können) und die Bilder sind oft dann doch nichtssagend.

    Ich will niemanden auf die Füsse treten, der eine top Kamera besitzt. Selbstverständlich nicht jeder Besitzer einer top Kamera schreibt so etwas oder macht nichtssagende Fotos.

    Mich regt nur furchtbar auf, dass es Menschen gibt, die scheinbar die Weisheit mir dem Löffel gefressen habe. Eventuell technisch perfekte Fotos machen, aber nie experimentieren und Leuten, die den Mut haben zu experimentieren dann eine Beleidigung vor die Füsse knallen. Oder Leute, die scheinbar meinen, zum Fotografieren braucht es zwingend eine Kamera aus dem hohen Preissegment. Wobei die Kamera doch nur ein Werkzeug ist und jeder selber wissen muss, welches Werkzeug er benötigt um das zu erreichen, was er möchte. Und Leute, die vergessen haben, dass jeder mal anfangen musste und wie es sich anfühlt, unsicher, aber stolz seine ersten Gehversuche zu präsentieren.

    • Nadine , ich glaube bei Dir kann man schreiben was man will, sorfälltig mit Vorschlägen oder auch hart und direkt, es ist alles eine Beleidigung weil negativ.

      Es ist ziemlich egal womit die Bilder gemacht werden, wenn der User nicht damit umgehen kann wird es meist nur Müll. Und wenn Die Tochter von der Du geschrieben hast es nicht wollte warum ist dasnn ein Bild von ihr in einem Wettbewerb gelanden und geblieben ? doch wohl weil sie sich gepinselt fühlte und es zu gelassen hat. Dann darf sie auch hinterher nicht heulen. Wer wie DU auch mal seinen Kollegen seine Bilder zeigen will sollte ein Online Album anleben aber nicht in einer Community für Fotgrafieinteressierte uploaden. Da gibt es Ansprüche an die handwerkliche Qualität und man muss mit unbequemen Kommentaren rechnen und leben.

      Dutzi Dutzi hilft Niemandem weiter nur dem Ego.

      Nix für ungut

      Wolfgang

  50. …hmm….wieder einmal eine schwierige materie. zweifelslos sind despektierliche kommentare zu eingestellten fotos weder erwünscht noch zeugen sie von intelligenz. auf der anderen seite wissen wir alle, dass sich im netz vielerlei gesindel herumtreibt, welches im schutze der anonymität seine eigene bedeutungslosigkeit zum ausdruck bringen möchte.

    sobald man den kontakt zu öffentlich zugänglichen medien sucht, ist man angreifbar. das muss man leider akzeptieren, so schmerzhaft und ungerechtfertgt dies auch sein mag.

    warum stellen wir (ich nehme mich da nicht aus) unsere bilder ins internet? ist es nicht letztlich unsere eigene eitelkeit, die uns antreibt? die sehnsucht nach anerkennden worten? muss fotografie zwingend öffentlich stattfinden? oder wäre es auch denkbar, seine werke lediglich einem auserwählten, vertrauenswürdigem publikum, wie z.b. freunden oder auch verwandten per e-mail zu präsentieren, um die gewünschten streicheleinheiten zu erhalten.

    möchte man dennoch seine bilder in eine community einstellen, so kann ich ausschliesslich 500px.com empfehlen. es ist die einzige mir bekannte seite, auf der ein internationales publikum zu 90% in englischer sprache miteinander kommuniziert. das bewertungssystem der macher ist konkurrenzlos und äusserst clever ausgelegt. missbrauch, bsw. durch despektierliche kommentare werden durch dieses system auf ein minimum beschränkt.

    fakt bleibt aber: wer sich öffentlich präsentiert ist und bleibt angreifbar. leider.

  51. …danke für die zeilen. ich habe dieses phänomen in allen bereichen der forenkultur beobachtet. es gibt eben menschen die meinen sie seien die geschmackspolizei oder aber technisch so versiert dass sie alles beurteilen und werten können.
    schnappschüsse sind super und so manches große werk der fotografie war/ ist ein schnappschuss der aber die weihen der kunst erhalten hat. das wichtigste beim bild bleibt die emotion die festgehalten wurde und / oder das gefühl das beim betrachten aufkommt.

  52. Wow, was für ein Feedback….

    Ich würde mich gerne dem Kommentar von Wolfgang anschliessen.
    Egal ob FC oder View oder sonstwas. Diese Foren haben zum Grossteil mit ernsthafter Fotografie nicht viel zu tun.
    Das sind „Geldverdienmaschinen“ für die, die sie betreiben.
    Wer sich wirklich gute Arbeiten zum Vorbild nehmen will, dem empfehle ich die Seite des BFF.

    Gruss

    Hendrik

  53. Vielen Dank für diesen Beitrag. Du sprichst – oder schreibst – mir aus der Seele. Ich habe in einer Community noch ganz andere Kommentare erhalten, die mich sehr erstaunt und schlussendlich auch geärgert haben. Schaut man sich nämlich die Bilder der zum Teil „sehr unhöflichen und überheblichen Kritiker“ an, versteht man schlicht die Welt nicht mehr. Mir scheint, dass es da draussen in der virtuellen Welt hunderte von vermeintlich „berufenen“ Individuen gibt, die sich vorgenommen haben alles nieder zu machen, was nicht von ihnen selbst stammt. Eigentlich schade.

  54. klasse artikel! spricht mir aus der seele.

    egal, wo man fotos hochlädt, hat niemand anderes zu entscheiden wie ein foto sein muss. das entscheidet der fotograf selbst. wenn es anderen leuten nicht passt, kann man das zwar äußern, aber natürlich auf zivilisiertem weg.

    es macht einfach keinen sinn jemandem vorzuschreiben wie man seine fotos zu machen hat bzw. wie man seine fotos bearbeiten muss.

    wäre doch auch langweilig, wenn jedes foto gleich aussieht.

    negative sprüche einfach ignorieren. die leute wissen es eben nicht besser!

  55. Es ist der gefühlt 38. Beitrag auf kwerfeldein, der sagt: „Du kannst es doch, mach weiter!“ mit x Beipflichtungen mit Händehalten im Kreis und so weiter.

    Ich habe mit Gewissheit viele belanglose Bilder gemacht, aber keine so harsche Kritik gefangen. Vielleicht sollte man sich den Tonfall in einer Community ansehen, bevor man sich sprichwörtlich Honig auf den Bauch schmiert und dann entschlossen einen Ameisenbau umarmt.

    Scheiße! Schaut euch zur Inspiration Bilder an, lest mal einen Feininger o.ä., meidet die Blogs, etc. der publizierenden Halbwissenden und zieht vielleicht mal mit Leuten los, die fortgeschrittener sind, aber redet nicht immer drüber, kackt auf Denkanstöße, macht Fotos und wenn sie euch gefallen ist alles super.

  56. Blogartikel dazu: Kayamaran

  57. Blogartikel dazu: Tschüss 2011 | Kayamaran

  58. Der Artikel ist zwar bereits ein paar Tage alt, ich kann das Geschriebene jeoch aus eigener Erfahrung in den letzten Monaten und Wochen nur bestätigen!

    Klar, kann man nicht erwarten, Zucker in den Allerwertesten… Ihr wisst schon. Und wenn ich meine „Werke“ der Allgemeinheit vorlege, darf ich mich auch nicht wundern, wenn diese bewertet. Wir Menschen können schließlich nicht anders als alles und jeden zu bewerten. ;) Aber Respekt – und wenn’s gut läuft auch Konstruktivität – darf ich verlangen.

    Wie so oft sollte man sich der eigenen Subjektivität bewusst sein. Die wenigsten unter uns sind aber leider dazu in der Lage. Schlecht machen, plakative Aussagen treffen, z. T. verletzen ist ja auch viel einfacher als zu sagen: „Ich persönlich würde…“ Dann nämlich müsste man sich zunächst mit sich selbst beschäftigen…

    Und wenn sich hier irgendein mehr oder weniger ambitionierter Hobbybildermacher (ich nenne mich gar nicht und andere auch nur unter ganz bestimmten Aspekten „Fotograf“) darüber aufregt, dass FC und andere öffentlich zugänglich sind, kann ich nur sagen: Gründe eine geschlossene Community und tobe Dich da aus! Kein Problem, da bist Du unter Deinesgleichen… Das ist aber noch lange kein Grund für oben angesprochenen Tonfall bzw. eine derartige Ausdrucksweise.

  59. Ich wurde auch wegen einiger meiner Schnappschüsse regelrecht zerissen! Weil offenbar kaum einer etwas damit anzufangen weiß und alle nur nach „perfekten“ inszenierten Fotografien suchen.
    Schade eigentlich….