30. Juni 2011 Lesezeit: ~2 Minuten

Wanderausstellung: World Press Photo


1. Platz Nature Single, Foto: Thomas P. Peschak

Positives von der Bahn hört man selten, umso schöner ist es, dass sie der unabhängigen, gemeinnützigen Organisation World Press Photo Foundation einen Platz für ihre Ausstellung bietet.

World Press Photo veranstaltet alljährlich den weltweit größten Wettbewerb für Pressefotografie. Die Wanderausstellung der Siegerbilder wird ab Juli auch an sieben deutschen Bahnhöfen zu sehen sein. Es handelt sich um 177 Fotos aus neun Kategorien.

Wo und Wann?
München Hbf 01.07. – 11.07.
Mannheim Hbf 15.07. – 25.07.
Stuttgart Hbf 29.07. – .08.08.
Köln Hbf 19.08. – 29.08.
Halle Hbf 02.09. – 12.09.
Braunschweig Hbf 16.09. – 26.09.
Berlin-Friedrichstraße 14.10. – 24.10.

Für alle Österreicher gibt es die Ausstellung auch vom 09. September bis 09. Oktober 2011 in Wien WestLicht – Schauplatz für Fotografie und vom 25. November – 18. Dezember 2011 im Congress Center Innsbruck.


World Press Photo des Jahres 2010, Foto: Jodi Bieber

Der World Press Award wird bereits seit 1955 vergeben. Das Hauptanliegen der Foundation ist die Unterstützung und internationale Verbreitung der Arbeiten professioneller Pressefotografen. Das Porträt der verstümmelten Afghanin Bibi Aisha wurde zum World Press Photo des Jahres 2010 gekührt. Ich glaube fast jeder hat es seit dem mindestens einmal gesehen.

Die prämierten Bilder geben einen Rückblick auf die großen Ereignisse des letzten Jahres. Nicht nur Bilder aus Konfliktgebieten, sondern auch Naturaufnahmen sowie Bilder aus Kultur, Sport und Wissenschaft zeigen dabei die gesamte Bandbreite der Reportagefotografie.


1. Platz General News Single, Foto: Ricardo Venturi

Passender wäre es sicher, die zum Teil sehr schockierenden Bilder in einem ruhigeren Rahmen, als die eines Bahnhofes, sehen zu können. Wir raten auf jeden Fall davon ab, schnell mal vor der nächsten Reise bei der Ausstellung vorbei zu schauen. Die Bilder brauchen Zeit. Auch und vor allem Zeit nach dem Ansehen.

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10 Kommentare

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  1. Die Ausstellung war bereits in Zürich und ich habe sie besucht. Sie ist wie jedes Jahr sehr beeindruckend.
    Der Besuch liess bei mir jedoch ein schales Gefühl zurück. Fast alle Bilder (ausser Sport und Natur) zeigen Szenen aus Kriegen, Armut, Gewalt oder anderen Abgründen der Menschheit. Ich bin nicht der Meinung, dass man vor diesen Themen die Augen verschliessen sollte, aber auf so kompakten Raum so viel davon zu sehen, bewirkte, dass ich die Ausstellung ziemlich niedergeschlagen verlies.
    Irgendwie finde ich es schade, dass das schöne, ästhetische News-Bild bei der World Press Photo Ausstellung so untervertreten ist.

  2. „Halle Hbf 02.09. – 12.09.“

    Ist Halle in NRW oder Halle an der Saale gemeint? Wenn es ersteres ist, würde ich unglaublich gerne mal vorbeischauen.
    Aber komisch, dass die Städte fast alle nur im Westen liegen (also außer Berlin eben), so als ob Ostdeutschland unwichtig ist, tze, tze. Ziemlich diskriminierend.

    • Gute Frage, Nashi. Die Seite der DB verweist auf Halle(Saale) Hbf, wenn man „Halle Hbf“ eingibt. Wenn ich das richtig sehe, hat Halle in NRW keinen „Hbf“, sondern nur einen Bahnhof, der „Halle (Westf.)“ heißt. In der Tat eine etwas irreführende Angabe.

    • „Fast alle im Westen“ – so viele Städte sind es insgesamt gar nicht, und so wahnsinnig toll ist die Auswahl ebenso wenig. Wenn ich schon die Kombination Mannheim, Stuttgart, München seh – die Konzentration auf einen Fleck ist da deutlich zu hoch. Warum nicht bspw. Nürnberg und Flensburg?

  3. Letztes Jahr fand die Ausstellung bereits im Stuttgarter Hbf statt und ich muss sagen, dass man am gewählten Ort sehr viel Ruhe und Zeit findet, die Ausstellung in aller Ruhe anzuschauen (öhm…doppeltgemoppelt). Ausgestellt wurden die Bilder in der kleinen Schalterhalle (ggü. Gleis 2/3), wo eh recht wenig los ist.

  4. Die Ausstellung läuft noch bis zum 10.7. in Berlin, Willy Brand Haus.
    Da hat man die Ruhe für die Bilder.

    Eine Etage höher die sehenswerte Ausstellung von dem Fotojournalisten Max Scheler.

    Perso mitbringen.