kwerfeldein
11. April 2011 Lesezeit: ~1 Minute

Wärst Du gerne Berufsfotograf?

Heute Morgen haben wir in der Sidebar eine neue Umfrage gestartet. Darin bekunden (zur aktuellen Stunde) ca. 88% der kwerfeldein.de-Leser, dass sie keine Berufsfotografen sind. Und um genau diese 88% geht es in der heutigen Diskussion.

Realität und Lebenswunsch können nah beieinanderliegen. Aber auch extrem weit auseinander. Als Hobbyfotograf kann man zufrieden sein – oder „unglücklich verliebt“. Oder auf dem besten Weg, aus dem Hobby den Beruf zu machen.

Ich kenne viele Hobbyfotografen, die nie und nimmer diesen Weg einschlagen würden. „Auf Kommando kreativ sein, der ganze Druck, das ist nichts für mich“, höre ich des Öfteren, „das wäre das Ende meiner fotografischen Freiheit“.

Nun, alles hat seine Vor- und Nachteile und ich möchte hier gar nicht Stellung beziehen und großmäulig verkünden, was besser oder schlechter ist. Viel eher möchte ich Euch Lesern den Ball zu spielen mit der Frage im Titel:

Wärst Du gerne Berufsfotograf?

Wenn ja: Was versprichst Du Dir davon?
Wenn nein: Warum ist das so?

Ihr dürft gerne weit ausholen und uns Eure Position begründen. Wir wissen, dass jeder ganz anders auf das Thema reagiert und genau diese Vielseitigkeit macht es interessant.

Wir von der Redaktion sind schon sehr gespannt auf Eure Antworten!

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85 Kommentare

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Netiquette: Bleib freundlich, konstruktiv und beim Thema des Artikels. Mehr dazu.

  1. ja, wäre ich gern. weil ich dann mehr zeit mit dem thema verbringen könnte und somit viel mehr wissen darüber hätte.

    und nein, weil ich mich dadurch unter enormen druck setzen würde, was meiner bescheidenen kreativität abträglich wäre.

    man sieht – alles nicht so einfach. ;)

  2. Ganz klar Nein! Die Begründung ist einfach. Wenn ich Berufsfotograf wäre, dann wird mir gesagt was ich zu fotografieren habe. Ich bekomm vorgeschrieben wann und wo das sein soll. Und das möchte ich nicht, ich möchte frei sein, selbst entscheiden wohin ich gehe und auch wann und wie. So kann ich auch mal spontan Nachts meine Kamera schnappen und durch die Landschaft streifen. Man ist dann einfach auf nichts angewiesen und muss auf nichts achten, man macht einfach das was man gerade tun will. Darum bleibe ich gern Hobbyfotograf. :)

    Beste Grüße aus Dresden

    • Versteh ich voll und ganz. Aber man kann ja trotzdem parallel noch Hobbyfotograf bleiben und das fotografieren, was man will. Dadurch bekommt man ja neue, individuelle Ideen, also finde ich das sogar ziemlich wichtig.

  3. Auf keinen Fall!

    Ich habe das Vergnügen viele Jahre Erfahrung in einem kreativen Beruf zu haben. Ich bin Architekt. Diesen Beruf habe ich studiert, dort habe ich Erfahrung, dort war und bin ich erfolgreich. Trotzdem habe ich mich auch in diesem Beruf längst von der kreativen Seite wegbewegt. Nicht, weil sie mir keinen Spaß machen würde oder weil ich nicht erfolgreich gewesen wäre, sondern weil Kreativität bei aller Liebe die man zu Ihr entwickelt (und entwickeln muss) auch Leidenschaft erfordert. Leidenschaft, die einen so fesselt und bindet, dass kaum Raum für andere Lieben bleiben. Für eine Familie zum Beispiel oder für ein Hobby.

    So bin ich nun längst in einem managementorientierten Zweig meines Berufs angekommen und habe seither – ja – die Fotografie als Liebhaberei entwickelt. Bin also buchstäblich ein Amateur und will das auch bleiben. Denn die Liebhaberei richtet sich (ihr Objektiv) meist auf ein Sujet, dass mir zu teuer ist, um es durch einen brotlosen 250%-Job zu gefährden: die Familie.

  4. Nein. Aber garnicht, weil meine Kreativität einschränkt würde, sondern schlicht und einfach, weil ich mich nicht durchweg mit Fotorafie beschäftigen will, weil es sonst meiner meinung nach die Fotografie ihren Glanz für mich verliert. Einfach jeden Tag mich mit dieser Materie beschäftigen zu müssen wäre nichts für mich. Lieber den Beruf und ssseine Hobbys ein bisschen voneinander trennen.

  5. Hallo, ich kann mich der Meinung von „Marcel“ nur anschliessen. Wollte vor ein paar Jahren eine Ausbildung zum Fotografen anfangen, habe mich dann aber nach einem sehr langem Gespräch mit einem befreundetet Berufsfotografen, dagegen entschieden. Ich denke wenn man tun muss was man eigentlich garnicht möchte dann vergeht einem ganz schnell die Lust am fotografieren. Ich bin gern Hobbyfotograf denn so kann ich meine eigenen Ideen und Konzepte umsetzen ohne aus „dem Rahmen“ zu fallen.

    Liebe Grüße aus Landolfshausen (nahe Göttingen)

    André

  6. Eine interessante Frage! Ganz klar kann ich beantworten, dass ich es mir im Moment auf keinen Fall vorstellen könnte, mein Hobby komplett zum Beruf zu machen. Aber ich weiss natürlich nicht, wie ich in 5 oder 10 Jahren darüber denke. Gegen ab und an mal einen kleinen Auftrag (wir haben ja ein Nebengewerbe, so dass ich darüber abrechnen kann) habe ich aber überhaupt nichts. Wobei ich in der Menschfotografie noch nicht so weit bin, dass da so viele Aufträge kommen und ohne Studio ist man weniger flexibel, wenn das Wetter oder die Location nicht zusagen. Mit Blümchen verdient man eh kein Geld und für tolle, herausragende Landschaftsfotografie habe ich zu wenig Zeit. Es gibt Tage, da würde ich schon gerne mehr machen und mir ein kleines Zubrot dazu verdienen, an anderen Tagen bin ich einfach nur froh Amateur zu sein ohne Druck, ohne Zwang. Ich warte einfach ab, wohin mein Weg mich letztendlich führt ohne es zu planen. LG Frau Zausel

  7. nein, weil ich mich dafür entschieden habe, fotomedienlaborant zu sein. ich bin also genauso nah an der quelle. ich fotografiere sehr viel und gerne selber… habe aber so im labor mehr zeit für meine sachen, sehe viele inspirierende sachen anderer.
    ich bin also nah genug am fotografen und kann dennoch selber entscheiden was und wie ich fotografiere.

  8. Lieber Martin,

    ich bin Bildjournalistin, im Moment aber nur ein bisschen – wenn das geht. Ich fotografiere journalistisch, wenn es sich ergibt, und genau das genieße ich am aktuellen Status: Ich bin nicht darauf angewiesen, Geschichten hinterher zu jagen oder Aufträge anzunehmen, die mir nicht behagen.

    In meiner aktiven Zeit als Fotografin für eine täglich erscheinende Boulevardzeitung habe ich jeden Tag zwischen drei und acht Termine wahrgenommen. Außer Sport – dafür hatten wir unsere Spezis – war thematisch alles dabei: Vom Besuch auf dem Bauernhof, auf dem Kühe mit klassischer Musik beschallt wurden, damit mehr Milch floss, bis zum Red-Carpet-Termin konnte einen an einem einzigen Tag alles treffen. Wohl dem, der darauf vorbereitet war – auch klamottentechnisch.

    Das war eine sehr ergiebige und spannende Zeit, aus der ich mir viel mitgenommen habe. Als 20jährige hatte ich auch noch den Drive, jeden Termin anzunehmen und alles was ich erlebte, wie ein Schwamm aufzusaugen. Wenn der Tag 48 Stunden gehabt hätte, hätte ich auch diese Zeit voll ausgenutzt.

    Allerdings wird dieser Elan auch irgendwann gebremst. Irgendwann gehen einem die Ideen aus. Die Lust, wirklich jeden Termin mitzunehmen (auch wenn sich jeder Termin finanziell lohnte), schwindet unter dem täglichen Druck, kreativ und anders sein zu müssen, als die Kollegen der anderen Tageszeitungen.
    Irgendwann hat man das 100. Kaninchenzüchtervereinsfest fotografiert, irgendwann sind auch die tollsten Promis nur noch Normalsterbliche, irgendwann hat man kein Interesse mehr daran, schon wieder einen Baukran hochzuklettern für die totale Totale, und alles was einen einst gekickt hat, um diesen Job zu machen, ist – weg.
    Dann ist man nicht mehr stolz auf das große Aufmacherfoto auf der 3, sondern man ärgert sich über den üblen Beschnitt, den der Layouter zu verantworten hat – der den Sinn des Fotos aber ad absurdum führt. Und dabei darf man sich noch freuen, dass man Fotograf ist. Bei den Textern wurde manchmal so viel ungeschrieben, dass nur noch der Autorenname von einem selber stammte.

    In dieser Phase legte ich die Kamera beiseite und orientierte mich beruflich um. Aus meiner Leidenschaft war Fließbandarbeit geworden. In einer Zeit, wo das Foto noch einen besonderen Wert darstellte.

    Heute fotografiere ich, wie gesagt, wenn es sich ergibt. Seltener für die Medien, öfter für private Zwecke, oder auch mal eine Firmenreportage. Und ich nehme nur das an, was mich selbst interessiert. Und was in meinen Zeitrahmen passt.
    Und genau hier zwickt es natürlich: Da die Geschichte erzählt werden will, die Nachbearbeitung einer runden Reportage nochmal zusätzlich Zeit und Muße in Anspruch nimmt, die Verschlagwortung und Beschreibung jedes Bildes eine gewisse Akribie verlangt, klafft die Schere Aufwand/Honorierung heute einfach extrem auseinander.

    Wer den Anspruch hat, Qualität abzuliefern, und wer die Fähigkeiten und Mittel überhaupt hat, das zu tun, braucht vor allem sehr gute Kontakte, die den wahren Wert eines guten Fotos/einer guten Fotoreportage zu schätzen wissen – und viel viel Glück.
    Bis dahin ist es ein langer Weg, und wer es geschafft hat, wird trotzdem täglich neu um sein Honorar und seine Anerkennung kämpfen müssen. Denn die Flut der Fotografen – auch der guten Fotografen – schwillt täglich weiter an.
    Dazu sei das Interview mit Andreas Trampe, einem der beiden stern-Bildchefs, empfohlen: http://www.bildwerk3.de/2011/04/11/die-schiere-anzahl-der-bilder-explodiert-interview-mit-stern-bildchef-andreas-trampe/

    Um also auf die Frage zu antworten: Ja, ich wäre sehr gern Berufsfotografin. Wenn ich mir die Themen aussuchen könnte, die nötige Zeit dafür investieren könnte, und das alles finanziert bekäme.
    Also: Nein.

    Sandra Schink

    • Hallo Sandra,

      was Du uns hier berichtest ist für mich nicht nur absolut authentisch, sondern aus meiner Sicht bringst Du zugleich alle wichtigen Fakten zusammen. Auch die Pressearbeit beschreibst Du wohl für die meisten aller Fälle recht zutreffend.

      Genau in dem Punkt des „Geld verdienen müssen“ unterscheiden sich dann wohl auch Profi und Amateur. Somit ist der Passbildautomat am Bahnhof dann auch ein echter Vollprofi… ;-)

      Das was Du am Bildjournalismus geniesst kann ich gut nachempfinden…

      Viele Grüße
      Sascha

  9. Ich betreibe die Fotografie nach vielen Jahren der reinen Hobby-Fotogrfafie seit kurzem nebenberuflich.
    …Anmeldung beim Finanzamt, etwas Werbung machen und hin und wieder den einen oder anderen Auftrag annehmen. Mal ein Foto für die regionale Presse, mal die eine oder andere Hochzeit dazu, Musiker im Portrait oder beim Auftritt… Dort wo ich mich am liebsten „austobe“. Wobei ich mich um meine Aufträge eigentlich eher selber kümmere.

    Ich fotografiere also nur, wozu ich auch Lust und Laune habe. Das ist einfach wunderbar. Und nicht davon leben zu müssen (im heutigen Zeitalter der Bilderflut…) befreit mich ungemein.

    Überwiegend fotografiere ich auftragsmäßig in Kitas, erstelle dort möglichst natürliche und spontane Portraits von den Kindern. Die üblichen gestellten Kinderportraits (womöglich noch mit Verkleidung und ähnlichen „Scherzen“…) haben mich nie sonderlich beeindruckt. Und nach einem kleinen „Testballon“ in der Kita unserer Jungs und der folgenden Begeisterung der Eltern entschloss ich mich zu dem Schritt, die Fotografie nun „Semiprofessionell“ nebenberuflich zu betreiben. Somit kann ich nicht nur meine Unkosten decken, sondern euch noch ein, zwei Euro dazu verdienen. Ganz legal, unkompliziert und je nach persönlicher freier Zeit, Lust und Laune.

    Ich fotografiere zwar auch beruflich viel, jedoch nicht um mit den Fotos Geld zu verdienen. Und so soll es auch blieben.

    Ich möchte keineswegs mein Hobby zum Brotberuf machen müssen. Ich liebe diese Freiheit meiner momentanen Situation. Ein großes „Geschenk“, für das ich sehr dankbar bin.

    Liebe Grüße an euch alle,
    Enrico

  10. Ja, würde ich auf jeden Fall mal für eine gewisse Zeit probieren. Solange, bis die Mauern zu hoch werden, um sie zu überwinden.

    Ich Liebe das/mein Leben und die Menschen. Nur meine Sicht auf bestimmte Dinge im Leben wären bestimmt nicht von Vorteil für den Kunden und seine Produkte. Jeden Tag sehe ich die Sachen aus einem anderen Blickwinkel, weil ich jeden Tag das Leben kennen lerne.

    So würde sich auch die Sicht auf ein Produkt stetig ändern und ich würde den Auftrag nie abschließen ;)

    LG Mark

  11. Die Frage lässt sich gar nicht so einfach beantworten. Versuchen würde ich es schon gern. Nur, immer auf Bestellung kreativ sein ist bestimmt nicht einfach. Außerdem, jetzt hat man die Freiheit Bilder so zu gestalten wie man es für richtig hält. Anders wenn man Aufträge umsetzen muss.
    Jeder Beruf hat Vor- und Nachteile. Es kommt auf einen Versuch an.
    Ich könnte mir gut vorstellen im Bereich der Stockfotografie aktiv zu werden. So „umgeht“ man das Problem mit den Aufträgen. Nur muss man dann ein sehr feines Gefühl entwickeln, welche Bilder die Kunden sehen und kaufen möchten.

    Beste Grüße aus Dresden, Ronny.

  12. Ja, ich würde gern, mit dem was ich gern mache Geld verdienen…. Ob das gleich für den Lebensunterhalt reichen muss, also ein Vollzeit-Berufsfotograf? Nein, dass braucht es nicht. Aber mein Wunsch wäre es schon, wenn ich meinem Hobby nachgehen könnte und die Kosten dafür wieder rein kämen.

    brandus

  13. Ich fotografiere Hochzeiten nebenberuflich und sage ebenfalls stets: Nein, ich möchte kein hauptberuflicher Fotograf sein.

    Dass die hauptberufliche Tätigkeit zu Kosten der Kreativität und Freiräume geht, stimmt aus meiner Sicht nicht. Wer über die Rubrik des „Allround-Fotografen mit ansässigem Studio“ hinaus denkt, wird schnell auf Spezialisierungen kommen.
    Und in spezialisierten Bereichen leben die Fotografen von Kreativität. Egal ob Hochzeiten, Business-, Produkt-, Food-, Architektur-, Fashionfotografie etc. ohne Kreativität und Abwechslung läuft da nichts. Kunden in solchen Bereichen wollen Individualität und Innovationen.

    Wer nicht auf Kommando kreativ sein kann, sollte entweder nicht hauptberuflicher Fotograf werden, gut in seinen Standards sein oder sich gründlich vorbereiten und Ideen sowie Umsetzung durchplanen.

    Warum ich kein hauptberuflicher Fotograf sein will? Es gibt zu viele gute Amateurfotografen! Durch die immer günstiger und qualitativ besser werdenden Kameras, kann es sich demnächst, wenn nicht sogar bereits jetzt, jeder leisten eine Kamera zu kaufen, mit der je nach Veranlagung brilliante Aufnahmen gemacht werden. Immer wieder entstehen so mit günstigster Ausrüstung und oft ohne großartiges Hintergrundwissen Aufnahmen, bei denen sich so mancher umsehen muss.

    Als hauptberuflicher Fotograf muss man erstmal dagegen ankommen können. Das fordert das typische eines Selbstständigen, nämlich alles selbst zu machen und das ständig. Es gibt immer wieder Ausnahmen, die sich Assistenzen, Teams und für sich fotografierende Vertreter organisieren können, doch da muss man auch erstmal hinkommen.

    Darüber hinaus am Beispiel Hochzeiten festgemacht: ich glaube kaum, dass ich mit 50 oder mehr Jahren noch auf Hochzeiten als Fotograf so rumtanzen könnte, wie heute, wenn überhaupt. Das ist ein Knochenjob, auch wenn er wahnsinnig vielfältig und unterhaltsam ist.
    Zudem entfernt man sich mit dem Alter immer mehr von dem Alter der Brautpaare und das muss auch schon wieder gewollt sein, einen Fotografen auf der Hochzeit zu haben, von dem die Gäste nicht denken, dass er ein Freund ist der fotografiert, sondern der Vatter…

    Wer bei hauptberuflicher Fotografie an ein allgemeines Studio denkt, wo von der persönlichen Portraitfotografie über Passbilder bis Hochzeiten alles abgedeckt wird, hat sicherlich Recht, dass sowohl die Kreativität leidet (Passbilder), als auch eine massive Abhängigkeit zum gefragten Produkt entsteht (man muss alles mitnehmen, um sich mit Kleinstbeträgen über Wasser zu halten).

  14. P.S.: Ich genieße darüber hinaus die finanzielle Unabhängigkeit und einfach auch mal nicht zu fotografieren, wenn man es mal wieder „übertrieben“ hat.

    Als Selbstständiger wohl auch kaum in größerem Maße möglich!

  15. Ich bin schon seit einigen Jahren Jahren Vollzeit-Fotograf und möchte es nicht missen. Da ich Stockfotos mache, also nicht auf Kundenauftrag fotografiere, sondern mir meine Models und Motive selbst aussuche, kann ich sogar ziemlich frei entscheiden, WAS ich fotografieren will.

    Natürlich muss es sich trotzdem gut genug verkaufen, damit ich davon leben kann, aber was wäre die Alternative? Ein Bürojob mit festen Arbeitszeiten und Mitarbeitern, die man sich nicht aussuchen kann?

    Deswegen: Ich bin zufrieden als Berufsfotograf.

    • Hi Robert,

      klingt plausibel und vor Deiner Arbeit als Stockfotograf habe ich großen Respekt. Ich kann mir gut vorstellen, dass es – vermutlich wie in den meisten anderen Berufen auch – aber auch so manche Durststrecke gibt oder die kreative Phase einmal endet.

      Für Dich ist Professionalität vermutlich zugleich Ansporn als auch Markenzeichen? :-)

      Viele Grüße
      Sascha

  16. Nein, definitiv nicht. Für mich ist fotografieren gerade der Ausgleich zu meinem Beruf, der schonmal ziemlich stressig werden kann. Und dann finde ich es umso entspannender, wenn ich einfach mal ohne große Erwartungen die Kamera in die Hand nehmen kann und einfach mal ab damit in die Natur gehen kann.
    Würde ich das berufsmäßig machen wäre es auch nicht mehr „mein“ Foto, denn es müsste ja dann dem Kunden gefallen – mir nicht zwingend.

  17. Eine sehr schwierige Frage.

    Ich würde das sehr gerne beruflich machen. Dann aber Auftragsfotografien für Events (Konzerte, Sport, Festivals etc.).
    Und nebenbei dann noch Studioportrait und Hochzeitsfotografie. :D :D :D
    Damit wäre ich denke ich ganz gut bedient. ;)

    Allerdings werde ich dann sicherlich hierfür keine Zeit für „kreative Pausen“ haben. Und natürlich muss man sich erstmal irgendwie einen Namen machen. Alles nicht so einfach und kommt auch nicht von heute auf morgen. Ich mag es im Moment einfach wenn ich fotografieren kann wann und was ich will und mir keinen Gedanken zu machen muss damit mein Geld zu verdienen.

    Mich würde einmal interessieren wieviele Quereinsteiger es in der Fotografie gibt die vorher mal etwas ganz anderes gemacht haben und die nun von der eigenen Fotografie (reine Fotografie, Aufträge mit Bearbeitung usw.) leben könne.

  18. hm, die frage hätte heisen dürfen „wärst du gerne erfolgreicher berufsfotograf“ ..damit damit hätten sich wohl alle anderen fragen ergeben..

    trotzallem, wer wünscht sich nicht (s)ein hobby (der 88% wegen) in berufliche schienen zu lenken…

  19. Nein, ich wäre nicht gern Berufsfotograf. Bzw. doch aber ich will nie davon abhängig sein und das machen müssen wo ich kein bock drauf habe. Ich will gerne Fotos machen auf die ich bock habe und Aufträge auf die ich bock habe aber nicht Aufträge machen müssen die mir gar nicht schmecken solange das nicht möglich ist werde ich nie mein Hauptjob als Webentwickler aufgeben.

    Ich respektiere Fotografen die damit ihr Brötchen verdienen und dann Monate lang Aufträge machen müssen wo sie eigentlich nicht richtig Lust drauf haben, aber ich hätte da viel zu viel angst das mir dann der spass an der Fotografie verloren geht und ich einfach in Routinen stecken bleibe und mich nicht weiter Entwickel.

  20. Gute Frage! Stichworte die mir hierzu direkt in den Kopf schießen sind: Unabhängigkeit. Motivation. Kreativität. Stil. Umgang mit Medien. Hobby zum Beruf machen. Perfektionieren. Lernen. Lebensunterhalt. Freie Arbeiten. Risiko.

    Ok, als Berufsfotograf kann man sich wohl nicht immer das aussuchen, was man selbst fotografieren möchte. Aber besteht nicht hier der (An)Reiz der Geschichte? Eine Aufgabenstellung zu erhalten und diese dann umzusetzen? Eben mit den eigenen Ideen und Kreativität anzureichern und umzusetzen? Wenn der Auftraggeber selbst ein 100% vorgefertigtes Bild vom Ergebnis haben würde warum macht er das Foto nicht selbst? Warum buchen Menschen (bestimmte) Fotografen? Ist es nicht so, das ein Portfolio – sprich die Arbeiten eines Fotografen – für sich sprechen und somit (bestimmte) Menschen ansprechen? Folgen aus Aufträgen nicht eventuell weitere Aufträge?

    Leider habe ich damals nicht den „Mut“ gehabt Fotografie zu studieren, sicherlich fehlte mir damals auch einiges an Wissen und Geld. Und ich fühle mich dadurch heute eher “unglücklich verliebt”.

    Allerdings frage ich mich auch – wieviele Fotografen gibt es heute eigentlich und können die von Ihren Aufträgen existieren? Kann man seine Brötchen noch damit verdienen – auch wenn man nicht gleich ein Herr Rakete ist?

    Ich denke ein Protfolio kann man sich nur mit der Zeit aufbauen, genauso wie man seinen eigenen Stil finden kann sowie zu hoffen, das dieser Anklang findet und dem Wunsch potenzieller und zahlungswilliger Kunden entspricht und dennoch anders sein als andere. Also gehören neben den Auftragsarbeiten genauso gut freie Arbeiten zum Alltag oder sollten es meiner Meinung nach.

    Neben dem finanziellen Risiko ist halt auch das „Risiko des Versagens“… wie also könnte man bei einer Hochzeit z.B. den Verlust der Bilder wieder gutmachen oder erklären oder was wenn man nicht den Geschmack trifft? Was gibt es da für eine Haftung? Man kann das Ereignis ja nicht mal so wiederholen!?

    Ich würde es schon gerne ausprobieren – kann man das auf dem 2. Bildungsweg – muss man das denn noch lernen oder kann man nicht loslegen – wie sollte man sich verhalten? Wie geht man das an? Wo informiert man sich?

    Wohl keine richtige Antwort sondern eher ein Brainstorming :-) aber ja der Traum bleibt… nur noch nicht zu Ende geträumt oder drüber nachgedacht!

  21. Tach!

    „Heute Morgen haben wir in der Sidebar eine neue Umfrage gestartet.“

    Anregung: schreibt doch sowas in Zukunft in einen kurzen Artikel, dann landet es auch im RSS-Feed!

    Gruß!

  22. Ich wäre gerne Berufsfotograf, jedoch mit einer Einschränkung: Wenn Berufsfotograf, dann bitte zeitlich befristet. Ich stehe noch vollkommen am Anfang des Fotografierens. Mein Vorankommen scheitert vor allem an den begrenzten, mir zur Verfügung stehenden, zeitlichen Ressourcen. Von einer beruflichen Tätigkeit als Fotograf würde ich mir vor allem eines Erhoffen: persönlichen Fortschritt und ein Mehr an Zeit um die Fotografie für mich zu vertiefen. Wenn das geglückt wäre, würde ich dann aber gerne wieder in meinen derzeitigen Job zurück. Der macht mir nämlich auch sehr viel Freude.

  23. Hallo in die Runde,
    ich befinde mich momentan in der Schwebe zwischen Abitur und Studium (wenn es denn gut geht Fotografie) und verbringe diese Zeit mit einem 6-Monatigen Praktikum bei einem Mode- und Werbefotografen.

    Ich kann ganz klar sagen: Ja, ich wäre gerne Berufsfotograf.

    Bevor ich dieses Praktikum begann, fürchtete ich auch, dass durch den Schritt in die Berufsfotografie vielleicht die Lust am Fotografieren geringer wird und der Spaß verloren geht. Was ich während des Praktikums bisher gelernt habe ist, dass dies sicher nicht passieren wird, sollte es bei mir denn irgendwann soweit sein, diesen Schritt machen zu können.

    Was ich tagtäglich erfahre, inklusive Buchhaltung, Akquise, Vor- und Nachbereitung, entspricht genau meinen Vorstellungen und schreckt mich keinesfalls ab.

    Natürlich hat besagter Fotograf das Glück fest am Markt platziert zu sein, einen festen Kundenstamm sein eigen zu nennen und auch Zeit für freie Arbeiten zu haben, was sicher nicht jeder Fotograf von sich behaupten kann. Eine Position, die man ersteinmal erreichen muss. Es kann natürlich auch ganz anders laufen.

    Außerdem erledige ich für eine kleine Agentur immer wieder ein paar kleine Jobs. Nichts besonderes bisher und größtenteils ist auch nicht viel Kreativität gefordert, es gibt meist klare Anweisungen und Erwartungen. Allerdings ist es neben der künstlerischen Seite auch ganz klar und besonders das Handwerk, das mir freude bereitet. Der Umgang mit dem Licht, Perspektiven und auch der Postproduktion.

    Ich habe meine Entscheidung also längst getroffen und werde diesen Weg gehen, soweit ich es schaffe. Sollte ich mein Ziel, von der Fotografie leben zu können, nicht erreichen, ist es schade. Doch es bleibt das Hobby und die Gewissheit es versucht zu haben.

  24. Fotograf im klassischen Sinne der Auftragsfotografie möchte ich sicher nicht sein. Weder Portrait- noch Hochzeits- noch Werbefotograf.

    Was ich mir vorstellen würde, wäre Künstler mit/in der Fotografie, also eigene Projekte verfolgen. Allerdings gehört als Künstler ja auch immer die komplette Vermarktung und Verkauf dazu, was auch nicht ohne ist.

  25. “Auf Kommando kreativ sein, der ganze Druck, das ist nichts für mich” oder “das wäre das Ende meiner fotografischen Freiheit”

    Ausreden, ernsthaft das sind ausreden!!! Die Leute wollen nicht zugeben das sie Angst haben. Wobei ich die Angst sehr gut verstehen kann, besser als der Quark oben.

    Ich will kein Berufsfotograf werden, weil ich meinen Job echt gerne mache.
    Der Schritt in die Selbständigkeit ist immer hart, egal was man tun will. Ich muss hier sogar zugeben das ich es mir leichter vorgestellt hatte.
    Wer meint er fotografiert gerne und macht es gut der sollte es ruhig ausprobieren, sofern er keine bessere Berufsalternative hat!
    Zumal heute brauchbare Kameras nicht mal mehr teuer sind. Lass euch mal ein Angebot für eine gute Büroausstattung (Schränke, usw.) machen, dann können wir über Geld reden.

    MfG
    Ronny D. – Steuerberater

  26. Hallo,

    bei mir ist es so, dass ich sehr gerne mit Fotografie mein Geld verdienen würde, aber ich möchte mich dennoch nicht, wie du schon erwähnt hast, einschrenken lassen oder mich einem Druck aussetzten und auf Knopfdruck kreativ sein müssen. Ich würde sehr gerne meine Bilder als Kunst verkaufen, so wie sie sind und ich sie gut finde und nicht wie sie andere gerne haben würden.

    Ich bin halt mehr ein Künstler .

    http://www.flickr.com/photos/49187006@N07/

  27. Um die Antwort mal zuerst zu nennen:
    NEIN.

    Warum?
    Ich bin genau wie Stefan (am Anfang der Kommentare) Architekt und bekleide somit schon einen kreativen Beruf (aber nicht als Selbständiger). Wahrscheinlich bin ich wie viele andere Architekten über das Studium und das Interesse an Gebäuden zur Fotografie gekommen, was auch im Studium gefördert und geschult wird.
    Anders als Stefan bin ich aber auch jetzt (etliche Jahre nach dem Studium) noch beim kreativen Part der Architektur geblieben – das möchte ich auch nicht missen.
    Lange Vorrede, jetzt zum Kern:
    Ich nutze die Fotografie gleichzeitig als Ausgleich und zum Ausleben meiner Kreativität und Verspieltheit. Es gibt für mich nichts schöneres als nach der Arbeit rauszugehen und wieder einmal verrückte Sachen mit der Kamera auszuprobieren. Ich liebe Experimente und Momentaufnahmen von Sachen, die man sonst nicht mit dem Auge so wahrnimmt, wie man es mit der Kamera festhalten kann. Ich glaube nicht, dass ich so frei meine Experimentierfreudigkeit ausüben könnte, wenn ich Berufsfotograf wäre.
    Nebenberuflichfotografiere ich auch Hochzeiten und mache Portraitshootings – aber vielmehr eigentlich nur, um damit dieses kostspielige Hobby zu finanzieren. Nach einer anstrengenden Hochzeit unter Hochspannung bin ich dann auch wieder froh ganz ruhig und alleine in meinem Kämmerchen vor mich hinzuknipsen und keinen Druck zu haben.
    Der Druck (Geld zu verdienen und gute Ergebnisse zu erzielen) ist meiner Meinung nach das Hauptargument, was gegen den Berufsfotografen in mir spricht. Klar, als Architekt habe ich auch Druck – aber dem bin ich gewachsen, da ich das ganze studiert und eine gewisse Routine erlangt habe.

    Ich bin echt gespannt, was hier sonst noch für Meinungen kommen. Finde das Thema echt super interessant!

    Vielen Dank für die abwechslungreichen Themen und Umfragen, liebes Kwerfeldein-Team!

  28. Nein, jetzt nicht mehr.

    Aber ich hatte vor 3 Jahren ernsthafte Pläne und war kurz davor, einen Ausbildung in einem Studio für Werbefotografie anzufangen, nachdem ich meinen Controlling-Job an den Nagel gehängt hatte. Aus finanziellen Gründen und wegen der Befürchtung, den Spaß an der kreativen Fotografie zu verlieren (wie von anderen hier schon aufgeführt), habe ich mich dann doch für Plan B entschieden. Heute bin ich selbständiger Webdesigner und bereue die Entscheidung nicht. :)

  29. Ich wäre nicht gerne Vollzeit-Berufsfotograf. Ich denke mir da nämlich auch, dass das auf Dauer meine Kreativität hemmen könnte. Eine Arbeit die einem Spaß macht ist wunderbar, aber ich finde, man sollte in seinem Hobby auch eine Auszeit von seiner Arbeit finden können. Was ich wunderbar finden würde, ist wenn ich nebenbei hin und wieder einen Auftrag bekommen würde (und sei es nur von Bekannten) …
    Kostenlos oder auch gegen ein kleines Entgelt (zur Finanzierung neuer Ausrüstung mwahahaha :D)

    Der Point.

  30. „Die Berufsbezeichnung Fotograf ist nach wie vor, wie die Berufsbezeichnungen Fototechnischer Assistent, Fotolaborant und Fotoingenieur gesetzlich geschützt.“ (wikipedia)

    Dieser Blogartikel und die Kommentare vermitteln den Eindruck, daß es genügen würde sich eine DSLR (natürlich Canon) + Laptop (natürlich Mac) zuzulegen und 1-2 Jahre zu knipsen, um befähigt zu sein seinen Lebensunterhalt mit der Fotographie zu bestreiten. Das finde ich sehr gefährlich. Und damit meine ich nicht, daß solche Amateure nicht ausgezeichnete, tolle und freie Bilder machen können. Vielleicht liefern Amateure sogar die „wahrere Kunst“.

    Der Beruf des Fotographen umfasst aber einiges mehr. Das lernt man in einer entsprechenden Ausbildung bzw. einem Studium.

    Die beiden Architekten über mir würden sich auch nicht erdreisten Brücken zu konstruieren, wenn sie nicht studiert hätten, sondern nur ein CAD-Programm (oder was man als Architekt so benutzt) am Rechner hätten und damit gut zurecht kämen….

    Viele Grüße von einer Foto-Amateurin, die froh ist, daß sich in ihrem Berufsfeld nicht so viele „Amateure“ tummeln (können) ;-)

    • Die Bezeichnung Fotograf mag geschützt sein, allerdings ist eine Ausbildung oder ein Studium nicht zwangsweise Vorraussetzung um mit der Fotografie seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Nicht umsonst gibt es sehr sehr viele Autodidakten, auch im professionellen Bereich. Weitläufig wird sogar von der Ausbildung sowieso, weil die meisten Interessanten Fotografen nicht ausbilden, und auch vom Studium (weil es meist eher künstlerisch und nicht handwerklich orientiert ist) abgeraten.

      Nach langen gesprächen mit vielen Fotografen, war die empfehlung durchweg der Weg über Assistenzen und Praktika, bis man sich alles abgeschaut hat, was man sich abschauen kann.

      Jedenfalls dann, wenn man nicht als Kleinstadtfotograf oder Künstler arbeiten möchte. Ich selbst möchte den Weg über das Studium gehen, weil ich vor dem anderen Weg zu viel Angst habe und die Erziehung meiner Eltern eindeutig sagt „Kind, du musst einen Beruf lernen“.

      Ich habe auch schon einige Vorstellungsgespräche bezüglich einer Ausbildung hinter mir und auch da wurde mir mehrfach gesagt, dass ich das lieber lassen sollte, wenn ich wirklich Fotograf werden möchte. Schließlich sind die meisten Azubis keine leidenschaftlichen Fotografen sondern wissen nur nicht was sie tun sollen und machen es daher. Jeder der schon länger Fotografiert und sich damit auseinandersetzt sei schnell unterfordert (Aussage in drei Betrieben).

      Also: Jeder Weg kann irgendwie zum Ziel führen. Man muss nur wissen, welcher der Richtige für einen selbst ist. Und nicht umsonst nennen sich viele Fotografen Fotodesigner, weil sie die Ausbildung halt nie gemacht haben, sie diesen Studiengang studiert haben oder es einfach besser klingt.

    • Da muss ich Dir in Teilen widersprechen. Zum einen vergleichst Du Äpfel mit Birnen (Fotografie und Brückenkonstruktionen), zum einen hatte ich mit einem (gelernten) Fotografen mal eine sehr interessante Diskussion um das Thema, ob die gelernten besser sind als die Autodidakten. Seine Antwort war, dass die Autodidakten und Quereinsteiger häufig besser sind. Sie bringen eine andere Motivation mit als die gelernten, oft auch andere Sichtweisen eben aus ihren bisherigen Berufen. Zudem kommt, wenn man als gelernter Fotograf nicht „sehen“ kann, dann war die Ausbildung für die Katz.

  31. Hallo,

    nachdem ich lange Zeit einfach nur nebenbei fotografiert habe und schon immer mit dem Gedanken gespielt habe, aus meinem Hobby einen Beruf zu machen, habe ich mich vor ein paar Monaten dazu entschieden das ganze erst einmal nebenberuflich anzufangen. Also brachte ich den Dachboden auf Vodermann und richtete mir dort mein „Fotostübchen“ ein. Zum 15.04. ist mein Nebengewerbe dann endlich offiziell angemeldet und ich freue mich schon auf die vielen neuen Erfahrungen!

  32. Ich finde es schön, wenn ich mit Fotografie Geld verdienen KANN und nicht MUSS. Stelle mir da oft die Fotografen vor, die „damals“ einmal im Jahr in die Schule kamen um dann Fotos von jedem zu machen – die hatten alles, außer eben Spaß an der Arbeit. Außerdem habe ich schon ein Hobby zum Beruf gemacht (Webentwicklung), wenn ich das mit jedem machen würde hätte ich bald keine Hobbys mehr :-)

  33. Kann das im Augeblick noch nicht beantworten. Mir macht es unheimlich Spaß meine Kreativität anderen zur Verfügung zu stellen. Deshalb hab ich zum 1.April ein Gewerbe in Sachen Web und Print angemeldet, das ich neben meiner Arbeit betreiben möchte.
    Mir ging es die letzten Jahre nicht wirklich optimal. Bin aber im Moment auf dem Weg mich etwas aus dem Loch raus zu graben. Vor allem hat mich das kreative Tun die letzten Jahre immer noch etwas bei Laune gehalten, damit ich meinen Selbstwert nich ganz verliere.

    Das Fotografieren mach ich zur Zeit noch als Ausgleich… Ich bin ein riesen Naturfan geworden. Mit der Kamera kann ich dann die in der Natur gesammelten Eindrücke ain Stück weit fest halten und an Tagen an denen es mir nicht so gut geht hervor holen und mich wieder daran hoch ziehn.

    Warum ich jetzt noch nicht sagen kann ob ich auch fotografisch komerziell tätig werden will – Mir fehlen einfach die Erfahrungen in der Personenfotografie. Und dieser Bereich ist wohl der wichtigste in der gewerblichen Fotografie.

  34. Ich wähle hier bei dem ganzen einen Mittelweg.
    Berufsfotograf nein, da ich auch ein Mensch bin, der sehr gerne lehrt, mit Kindern umgeht und schlichtweg gern vor der Klasse steht (ja, ich bin angehender Lehrer ;) )
    Und zum Teil auch wieder ja: Nachdem ich immer wieder Aufträge annehme und zusätzlich zu meinen privaten Arbeiten (siehe Webseite) auch Geld für meine Arbeit bekomme.

    So denke ich, ist ein ganz guter Mittelweg gefunden. Etwas Geld mit der Leidenschaft nebenher verdienen aber ebenso den zweiten Berufswunsch ausführen.
    Was will man mehr? ;)

    LG Veronika

  35. Hey,
    das ist ja cool, dass ihr das Thema ansprecht =)
    ich hab gerade neulich überlegt euch mal zu dem Thema anzuschreiben :P
    Also bei mir ist es so:
    Ich will auf jeden Fall Berufsfotografin werden.
    Am liebsten im Bereich Werbung/Fashion, aber da bin ich noch recht offen ;)
    Mein „Problem“ (wenn man das so nennen kann) ist, dass ich nächstes Jahr Abi mache und ich am überlegen bin, was der „bessere“ Weg ist.
    Klassischer Weise ja die Ausbildung…Aber es gibt ja auch an einigen wenigen Hochschulen den Studiengang zum Fotografen….
    Ich dachte halt lange, dass wenn ich Abi mache kann ich ja dann Fotografie studieren, aber dann kam mir der Gedanke ob man dann nicht vielleicht als zu theoretisch oder vielleicht sogar überqualifiziert gilt…
    Neulich war ich dann bei einer Berufsberaterin und sie sagte mir, dass diese Studiengänge eher für Leute gedacht sind, die schon eine Ausbildung hinter sich haben.. Meine Frage nun: Ist das tatsächlich so? Sollte ich besser erst eine Ausbildung machen und danach evtl. ein Studium oder ist ein Studium völlig over…oder ist ein Studium doch sinnvoll und gut in Angriff zu nehmen?
    Ich wäre echt froh wenn mir da jemand, der ein wenig Ahnung hat und sich vielleicht selbst mit dem Thema beschäftigt hat mir helfen könnte :)

    Liebe Grüße und Danke an das Kwerfeldein-Team für das Thema :P

    Melli

  36. Ich verdiene mein Geld mit Fotografie. Ja, ich liebe diesen Job! Ja, ich würde diesen Job immer wieder machen!
    Meine Erfahrung ist, dass man mit mehr Routine auch freier und kreativer arbeiten kann. Und das jeden Tag. Seit ich als selbständiger Fotograf arbeite, kann ich freie Projekte ganz anders angehen, habe Zugriff auf Recourcen (Models, Locations, Requisiten) von denen ich vor Jahren nur träumen konnte.
    Man ist übrigens auch nicht verpflichtet, jeden Job anzunehmen. Ich muss ja keine Passfotos machen oder Möbel fotografieren – weil ich da eben keine Lust drauf habe.
    Ich gehe übrigens auch nebenher noch fotografieren – weil es mir Spass macht. Manchmal fotografiere ich sogar heimlich meine Katzen;-).

    • Ich schließe mich Rolands Worten komplett an… wenn ich mir hier die Kommentare durchlese, bekomme ich den Eindruck, dass sich viele einen Job als Berufsfotograf nicht vorstellen können, weil sie der Meinung sind, dass die Kreativität flöten geht oder man auf der Stelle treten würde. Warum soll das so sein? Der Weg in die Selbständigkeit kann ebenfalls sehr spannend sein, es ist schön, immer wieder neue Menschen kennenzulernen, sie mit deinen Fotos glücklich zu machen und einfach mal ein bißchen frischen Wind in die bestehende Fotografie zu pusten. Umso schöner, wenn diese Art der Fotografie bzw DEINE Sicht der Dinge positiv angenommen und honoriert wird. Der Berufsfotograf sitzt nicht zwangsläufig in seinem Kabuff und fotografiert den ganzen Tag Passbilder und Kinder, die Engelsflügel auf den Rücken geschnallt bekommen ;))

      Und wie oben schon erwähnt… man kann das ja auch trennen. Das eine ist der Job… das andere bleibt immer noch ein „Hobby“, bei dem ich experimentieren kann. Interessante Diskussion!

  37. Ich glaube ich kann mich anschließen.. Beruflich eher nicht, wenn dann nur Hobby mäßig damit Geldverdienen, das ist eigentlich auch mein Ziel – irgendwann mal die Kamera abbezahlen ;-)

    Das mit dem Hobby zum Beruf machen ist sicher schön, für mich aber in der Fotografie undenkbar. In der Musik stand ich vor der Entscheidung und habe mich für „nebenbei damit Geld verdienen“ entschieden. Es ist sicher toll von seinem Hobby auch Leben zu können, aber ich glaube als Musiker und Fotograf ist das ähnlich – es ist schwer. Ich habe in der Musik auch die richtige Entscheidung getroffen, weil nach 20 Auftritten die ich im Jahr habe (und da nicht einmal die Orchester mitgerechnet) ist man am Ende des Jahres erschöpft und will sein Instrument für 1-2 Monate nicht mehr sehn.. was schade ist. Ich glaube so ist es auch in der Fotografie!

    lg

  38. Also für mich ist die Antwort ein klares, eindeutiges Jain. Wenn ich mir hier die Kommentare durchlese, verlangen einige ganz schön viel vom Berufsfotografen. im Grunde wird verlangt, daß der Beruf den gleichen Kick und die gleiche Entspannung bringt wie das Hobby und das ist das Argument, mit dem viele hier dagegen stimmen, das Hobby zum Beruf zu machen. Ist auch nachvollziehbar. Nur was nützt mir das tollste Hobby, wenn ich einen Beruf habe, der mich anödet?

    Ich würde ich unheimlich gerne einen Beruf ausüben, der von vornherein Spaß macht. Jeder Job hat seine ätzenden Phasen, in jedem Job finden sich Routineaufgaben und wo ist denn der Unterschied zwischen einem Chef, der langweiligen Papierkram von einem verlangt und einem Kunden, der ein Bild verlangt? Es ist doch auch nicht gesagt, daß es wirklich in jedem Fall nach einiger Zeit öde wird. Kann sein, aber muß doch nicht.

    Und wer das Glück hat, in der Liga von Thomas Struth, Candida Höfer, Dora Maar mitzuspielen, der braucht sich kaum um unzufriedene Kunden Gedanken machen…wer direkt mit dem Gedanken aufgibt, daß es ja tausend andere gibt, die das gleiche machen oder besser zu können, braucht auch gar nicht erst anzufangen.

    Ich arbeite gerade auf einen Kompromiß hin. Ich mache mich gerade als Journalistin selbständig und werde in gegebener Zeit nebenbei auch Fotografie zu bestimmten Themen anbieten. Ich brauche da noch ein bißchen. Mich macht es extrem unzufrieden, nur für das eigene Ego zu schießen, ein Hobby braucht für mich ein Ziel, ein Zweck, einen Sinn. Wie gesagt: jain.

  39. Vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten. Wie erwartet, hat jeder zur Thematik eine ganz persönliche Meinung, was ja auch wichtig ist. Sehr interessant, von Euch zu hören, wie ihr dazu steht!

  40. Ein ganz klares NEIN – eine einfache Erklärung habe ich auch dafür.

    Ich habe schon einmal mein Hobby zum Beruf gemacht und verbringe nun mind. 10 Std. täglich mit dem Coden und gestalten von Webseiten und Intranet-Anwendungen. Darüber hinaus habe ich die Lust an eigenen Projekten, die mir zuvor sehr am Herzen lagen, vollends verloren.

  41. @Tante Tilde
    Genau das ist das, was ich an den gelernten Fotografen so unsympathisch finde. Dieser „ich baue ja auch keine Brücken“ – Vergleich, der so wahnsinig sinnlos..
    Das einzige, was man für den Beruf braucht ist ein wenig Talent (gibt aber auch Bereiche, wo man das vielleicht gar nicht so in großem Maße braucht), gesunden Menschenverstand (wo braucht man den nicht?!) und Mut. Ein großer Teil der Berufsfotografen lebt nämlich gar nicht so gut davon.

    Und gerade die gelernten Fotografen haben oft ein großes Problem, weil sie nicht mitwachsen, sondern denken, dass sie schon alles können, da sie es ja gelernt haben.. Dem Trugschluß erliegen viele, glaube ich (These!). Sonst wäre jemand wie Yuri Arcurs oder z.B. Steffen Böttcher oder Marco Schwarz (google) wohl auch nicht erfolgreich, wenn Deine These stimmen würde..

    Daher ist der Vergleich mit der Brücke Schwachsinn. Als Architekt muss ich was wissen, als Fotograf muss ich nur gute Bilder machen. Ich kann keinen Schaden anrichten.. :)

    Ich bin dabei, mich als Berufsfotograf zu etablieren. Und da das Feld weit ist, auf dem man sich betätigen kann (und wohl auch muss), spielt Kreativität nicht immer eine entscheidene Rolle. Ich bin doch aber lieber Fotograf, als ne Krankenschwester, oder?

    M.

  42. Hallo…

    ich fänd es sehr spannend mal für eine Zeit lang Berufsfotografin zu sein. Allerdings würd ich mich gern dem Schwerpunkt Tier- bzw. Haustier-Fotografie widmen. Zum einen mag ich meine beiden Hoppler, nur der ein oder anderen Tip für schönere Fotos wären da schon schön. Denn Tiere machen nicht immer das, was man will und man hat oft nicht die Zeit ein Foto mehrfach zu machen.
    Außerdem glaub ich, dass sich hier nur einige wenige drauf Spezialisiert haben, viele fotografieren doch lieber Menschen oder machen Makro. Was ich auch gern tut, da ich hier in Ruhe mit den Einstellungen testen kann.

    Schönen Abend noch…

  43. Interessanter Post und für mich ist der Wechsel in die Selbstständigkeit (als Fotograf) ein Traum.
    Wenn ich allerdings nach Vorgaben arbeiten müsste würde ich wohl auch die Lust verlieren.
    Sehr interessant auf wie viele hier ihr Hobby NICHT zum Beruf machen wollen.

    lg calvin

  44. Da ich mich vor knapp fünf Jahren mit der Fotografie selbständig gemacht habe musste ich ein klares „Ja“ abgeben :-) Natürlich ist es nicht immer Zuckerschlecken, natürlich gehört zum Beruf auch alles das dazu, was mit der Fotografie nicht direkt was zu tun hat wenn man selbständig ist: Akquise, Buchhaltung, Papierkram etc. Aber ich liebe meinen Job. Denn er bringt viel Abwechslung mit sich, ist für mich ein guter Mix aus Tätigkeiten vor Ort und am Schreibtisch, eröffnet mir immer wieder neue Sichtweisen und Einblicke, bringt mich mit interessanten Menschen zusammen.

    Ja natürlich landen hier auch Anrufe „Machen Sie auch Paßbilder?“ Nee, mach ich nicht. Die verweise ich dann an unseren örtlichen Fotografen mit Ladengeschäft. Es gibt Dinge, die will ich nicht machen. Einfach weil ich sie ausprobiert habe und meine eigenen Qualitätsansprüche nicht erreicht habe. Man darf sich nicht vor einen Karren spannen lassen, den man nicht ziehen kann.

    Einschränkung der Kreativität? Nein, habe ich bislang noch nicht erlebt. Meine Kunden waren bislang immer dankbar für Vorschläge und haben mir freie Hand gelassen. Klar bringen die auch ihre eigenen Ideen und Wünsche mit ein, aber streng nach Vorschrift musste ich noch nicht fotografieren. Vielleicht ist das in Bereichen so die ich nicht abdecke.

    Würde ich mich heute wieder für diesen Beruf entscheiden? Mit dem Wissen von heute? Ja, würde ich. Ein paar Dinge würde ich anders machen (wäre ja schlimm wenn man nicht lernen würde). Aber die grundsätzliche Entscheidung war für mich die richtige.

  45. Ich bin froh, dass ich die Fotografie für mich entdeckt habe.

    Am Ziel bin ich noch laaange nicht. Ich habe meine (endlich) passende Kamera mit Objektive gefunden. Versuche mein Stilrichtung herauszufinden. Lerne mit jedem Shooting, mit jedem Ausflug ein Stück mehr an Erfahrung. Probiere vieles aus.

    Ich habe mein Nebengewerbe, mein Job im office, und meine Familie. Alles unter einem Dach zu bringen, ist schwer!

    Kann es mir nicht vorstellen bis zur Rente im Büro zu sitzen. Deswegen tut mir der Ausgleich zur Fotografie sehr gut. Es tut mir gut!

    Ich hoffe in Zukunft weiterhin in dieser Ebene noch viele Erfahrungen zu sammeln. Und meine Ideen mit der Zeit Step by step zu erfüllen.

    Ungern möchte ich in einem Fotostudio als Berufsfotograf anfangen. Um dies verwirklichen zu können, gehört mehr als nur fotografieren dazu… Organisation, Planung, Konzept, Buchhaltung, Behörden,Termine einhalten, sich auf die Kunden vorbereiten, Vorstellungen umsetzen,..Arbeit danach… Aussortieren, Bildbearbeitung, Rechnungen, Werbung, Messen,… Nicht zu vergessen von Ideen, Motivation, Tatumsetzung, etc…etc. … Daraus GELD machen..

    Ich habe gelernt keine voreiligen Entschlüsse zu ziehen.

    Wenn ich den Vergleich mache was vor 2 Jahren war, wie ich mich entwickele.. Und wo ich hinwill…

    Ich habe Zeit..5,10, 15jahre? Mir egal.Ich hoffe noch lange fotografieren zu können. Und meine Mitmenschen mit meinen Bildern glücklich zu machen. ;)

    Wünsche eine angenehm entspannte Woche.

  46. Ich hatte mir vorgenommen erst alle Beiträge hier zu lesen, bevor ich meinen schreibe UND – habe es nicht geschafft…

    Meine Bewunderung das ihr (die Redaktion) euch alle Kommentare durchlest, was (wie ich gemerkt habe) selbst dann schwer ist, wenn man die Frage interessant findet.

    Ich möchte kein Berufsfotograf werden, nicht weil man da wie auf Knopfdruck kreativ sein muss, sondern vielmehr weil man es auf Knopfdruck nicht mehr sein darf.
    Dabei ist es das was für mich die Fotografie stark ausmacht.
    Die Freiheit Regeln zu verletzen, etwas so zu fotografieren wie ich es sehe oder noch besser es sehen möchte.
    Genau deshalb behalte ich es lieber als Hobby, damit mir alles das nicht genommen wird.

    Ich habe ein anderes Hobby zum Beruf gemacht.
    Manch einer der die Thematik kennt, würde sagen das es doch einer der trockensten Berufe ist die man haben kann – das stimmt aber nur bedingt.
    Ich bin Programmierer und dort, so „abartig“ es scheint, fördert die Entscheidung zum Beruf die Kreativität.
    Denn gerade dort sind oft praktikable und schnelle Lösungen gefragt, die Kreativität erfordern.

    Ich mache also das was viele als Inbegriff der Kreativität sehen als Hobby, damit es das für mich bleiben kann und das was sich für viele wie die Matura anhört, damit mir die Kreativität im Beruf nicht verloren geht…

    Ich lese JETZT die anderen Antworten und wünsche euch (allen) noch eine gute Nacht.

  47. Hallo Martin,

    ich habe vor Jahren mein Hobby zum Beruf gemacht und gehe da auch voll und ganz auf. Zeitgleich habe ich mir ein neues Hobby gesucht die Fotografie.

    Manchmal denke ich schon, wäre nicht schlecht ein wenig Geld noch nebenberuflich zu verdienen und somit das Hobby zu finanzieren. Doch eins ist ganzklar, ich will weiterhin entscheiden was und wie ich fotografiere.

    Irgendwie sehe ich mich eigentlich mehr als Künstler. Okay dies schliesst den Berufsfotografen nicht aus. Aber ich setze nicht gerne die Vorgaben von anderen fotografisch um. Für mich ist entscheidend, dass ich von Anfang bis Ende die komplette Entscheidungsfreiheit habe.

    Diese Freiheit bedeutet aber auch, dass ich mir dann auch mal die Auszeit nehmen kann oder auch Shootinganfragen einfach ablehnen kann.

    Nebenberuflich kann ich mir das unter bestimmten Voraussetzungen vorstellen, aber hauptberuflich eher nicht.

    LG Marco

  48. Moin,
    ich hatte vor vielen Jahren – als es um meine berufliche „Laufbahn“ ging – ein Gespräch mit einem BFF-Fotografen. Er sagte mir: „Junge, überleg Dir das gut! Das Problem ist nämlich, wenn Du Dein Hobby zum Beruf machst, hast Du kein Hobby mehr. Und die Fotografie ist ein sehr schönes Hobby …“

    Nun ist es so, dass ich mein Geld mit der Fotografie verdiene und kein Hobby mehr habe, was wirklich schade ist. Privat nehme ich meine Kamera eigentlich gar nicht mehr in die Hand. Ab und an mache ich noch mal ein paar analoge Sachen, sonst aber fast nix mehr.

    Gruß aus dem Münsterland!

  49. Ich denke jeder würde am liebsten Geld damit verdienen, was er wirklich gerne macht. Insofern klingt „Berufsfotograf“ natürlich toll.

    Das Problem ist aber, dass man dann eben nicht mehr das tun kann, was man gerne tut, sondern was einem die Miete bezahlt.
    Und das wird in der Regel wohl eher das weniger spannende und kreative sein. (Stichwort Passbilder). Gerade in der heutigen Zeit, hat es ein Fotograf ja wahrlich nicht leicht. Jeder 2. hat ne DSLR, Microstocks, Print stirbt, etc.

    Hinzu kommt, dass der Zwang, jeden Tag fotografieren zu müssen, auf Dauer auch den Spaß zwangsläufig schmälert.

    Ich fotografiere daher lieber aus Spaß, und freue mich, dass ich hin und wieder mir mal was dazuverdienen kann, ich aber nicht drauf angewiesen bin.

  50. Wärst Du gerne Berufsfotograf?
    Definitiv….NEIN!

    Wenn nein: Warum ist das so?

    Fotografieren ist für mich ein reines Hobby, das ich so ab und zu betreibe weil es mir Spaß macht. Dabei soll es auch bleiben!
    Ich muß nicht ständig versuchen DAS perfekte Bild auf Kommando abzuliefern.
    Ich hab vor ein paar Wochen mal einen vergleichbaren Versuch gewagt. Also nicht als „Berufsfotograf“ aber in eine Richtung, in der erwartet wird das IMMER perfekte Bilder dabei heraus kommen, weil sie später auch u.a. im www. erscheinen sollen.
    Der Vorstoß ist gründlich daneben gegangen.
    Nach anfänglicher totaler Enttäuschung darüber bin ich mittlerweile soweit, das es wahrscheinlich auch besser so ist.

  51. Ja! Ja! und nochmals Ja!
    Ich liebe diesen Beruf. Ich lebe seit 1991 mal mehr, mal weniger davon. (heißt meist in Kombination mit einem Nebenjob, um die Miete ganz sicher zahlen zu können)
    Und “ …dieser Weg wird kein leichter sein…“(Xavier Naidoo) ist mir dabei komischerweise direkt im Ohr…
    Ich habe alle guten Ratschläge bezüglich des eingeschlagenen Weges immer wieder in den Wind geschlagen. Viele haben mich gewarnt. Und wenn ich wirklich gewußt hätte, was da auf mich zukommt, vielleicht hätte ich diesen Weg nicht gewählt. Wer weiß. Deshalb muss schon sehr viel Liebe im Spiel sein. Anders kann ich es mir nicht erklären.
    Im nächsten Leben :-) würde ich mir jedoch eine solide Ausbildung als Grundlage schaffen wollen. Dafür hatte ich leider nicht die Möglichkeit. Der Nachteil am „learning by doing“ ist definitiv der, dass er mit hohem Druck und Risiko verbunden ist. Mehr als eh schon zum Beruf gehört. Die Leute, die Verantwortung für eine Familie tragen, wissen vielleicht was ich meine. Und mit Risiko meine ich z.B. solche Dinge, dass eine schlechte Kundenmeinung oft schwerer wiegt, als 100 gute und ich ohne Ausbildung oft glaube, doppelt so viel leisten zu müssen, um zu beweisen, dass ich mein Metier beherrsche. (Ich hatte dieses Rechtfertigungsproblem bei meinem tatsächlichen Beruf nie)
    Die Vorstellung, alles in Ruhe lernen und auch Fehler machen zu dürfen, ist für mich jedenfalls verbunden mit einer Schlaraffenlandfantasie „ggg“. Wenn es eine Möglichkeit gäbe das einmal auszuprobieren, ich würde es sofort tun. Vielleicht stellt sich dann der Wunsch nach weniger Stress auch als Illusion heraus.
    Das wäre für mich ein Thema, was mich brennend interessieren würde. Burnout bei Kreativen. Die Attraktion die Medienberufe ungebrochen haben, basieren m.E. auf Illusionen. Ähnlich wie der Wunsch Superstar oder Top-model zu werden.
    Ich kenne jedenfalls einige Leute, die ähnlich wie ich, oft am Rande der Kraftgrenzen navigieren. Ist das ein persönliches Problem oder wird nur nicht offen darüber geredet?
    M. E. braucht es eine gehörige Portion Selbstvertrauen und Stressresistenz, um mit den Bedingungen dieses Berufes gut leben zu können.
    lg Lis

  52. Einerseits wäre es verlockend, Berufsfotograf zu sein, weil man dann endlich einen Grund hat, immer wieder teures Zeugs zu kaufen :-) und viel Zeit mit Fotografie verbringen kann.

    Dennoch ein ganz klares NEIN.

    Denn zum einen stehe ich noch am Anfang meiner fotografischen Reise. Meine Entwicklungen und fotografischen Interessen verändern sich noch recht schnell, auch wenn ich meine Hauptinteressen mittlerweile gefunden zu haben scheine.

    Zum anderen fürchte ich, dass das oft erwähnte „auf-Knopfdruck-kreativ-sein-müssen“ den Spaß am Hobby verdirbt.

    Für mich ist Fotografie ein kreativer Ausgleich und so soll es auch bleiben.

  53. Hallo zusammen
    Ja, ich wäre sehr gerne Berufsfotograf.
    Ich fotografiere seit 20 Jahren mit wachsender Begeisterung. Mit Menschen zu arbeiten und kreativ dabei zu sein macht mir Freude und finde es großartig etwas schönes zu erschaffen.

    Das Hobby kann ich bedenkenlos zum Beruf machen, denn Hobbies habe ich sonst noch genug. Die anderen hier oft geäußerten Bedenken was Konkurenz etc. angeht kann mir mit fast jedem Gewerbe passieren.

    Auch was die kreative Freiheit angeht, bin ich da völlig frei von Bedenken. Wenn mir ein Thema so garnicht liegt, biete ich es nicht an. Ganz einfach! Meiner Meinung nach sieht man es Bildern zum Schluss an, ob von jemanden mit Freude / Begeisterung gemacht sind oder nicht.

    Beste Grüße aus Darmstadt
    Sven

  54. Der Roland hat schon Recht. Man muss ja nicht alles machen.
    Aus diesem Grund fotografiere ich nebenberuflich – ich kann mir die Aufträge herauspicken, die Spaß machen. Und wenn mal in einem Monat nur eine Hochzeit für mich stattfindet, ist das überhaupt nicht schlimm.
    Vielleicht verdiene ich mit der Fotografie mal mehr als mit meinem jetzigen Beruf, aber bis es so weit ist, vergeht sicherlich noch ein bißchen Zeit. :-)

    Jedenfalls muss ich nicht irgendwo im Kaufhaus Babys in Blumentöpfen ablichten, sondern habe 100% Spaß am Foto-Nebenjob und bekomme auch noch Geld dafür. Besser geht es nicht.

  55. Nein, ich wäre nicht gerne Berufsfotograf.
    Das liegt zum einen daran, die ich mir nicht vorstellen kann ein Hobby zum Beruf zu machen, denn ein Hobby ist für mir eine Beschäftigung, die mir Spaß macht, der ich gegenüber keine Verpflichtungen habe, der ich nachgehen kann, wann es mir passt und um mich mit etwas anderem als dem ganz normalen Wahnsinn zu beschäftigen.
    Zum anderen gibt es mehrere Arten von Berufsfotografen. Für vieles fehlt mir das Können, für anderes die Geduld oder auch die Kontakte, vor allem fehlt es mir aber an Kreativität, die man braucht, um sich als Berufsfotograf über Wasser zu halten. Pressefotograf wäre ich auch nicht gerne, da ich jederzeit abrufbereit sein müsste.

  56. Auf keinen Fall.
    Warum: Weil ich gerade dieses Kreativsein-wenn-ICH-will (und WIE ich will) so schätze. Einserseits verlockend, der Gedanke: Nur noch zu fotografieren. Vom Fotografieren leben können. Andererseits: Davon leben MÜSSEN. Immer auf Aufträge angewiesen sein. Ich weiß aus Erfahrung, dass man in verwandten Branchen als Freiberufler auch mal Aufträge annehmen muss, die einen nicht wirklich ansprechen. Das verdirbt einem son bisschen den Spaß an der Sache.

    Mein jetziger Beruf war mal mein Hobby, jetzt ist es nur noch Beruf und ich bin eigentlich froh, wenn ich in meiner Freizeit was anderes machen kann (Ich mache diese Tätigkeit immernoch gerne, aber sie hat keinen besonderen Stellenwert mehr für mich, sondern ist eben nur Brotwerwerb. Das Fotografieren soll eigentlich immer was Besonderes für mich bleiben.)

  57. jaja, mit dem hobby-zum-beruf habe ich auch so meine probleme. allerdings gibt es auch viele beispiele, wo der start gut geklappt hat und alle happy sind. man kann sich heutzutage schwer was anderes als „studio hocken und passbilder machen“ vorstellen. leider!

    ich las einmal die bio von cartier-bresson. das schien mir ein schönes fotografenleben zu sein!
    das machte eigentlich schon lust ;)

  58. Hallo Zusammen,
    Ich finde das, das eine sehr interessante Frage ist, aber für mich ist sie leicht zu beantworten. Die Antwort lautet nein. Der Fotografie widme ich jetzt erst seit ca einem Jahr und der Grumd für dieses Hobby war hauptsächlich einen kreativen Ausgleich zum Job zu finden bei dem ich unter keinerlei Leistungsdruck stehe. Mein altes Hobby hab ich nähmloch zum Beruf gemacht und versteht mich jetzt bitte nicht falsch ich hab absoluten spaß an dem Job und ich würde mich jederzeit wieder so entscheiden, jedoch muss ich sagen das ich seitdem natürlich nicht mehr Lust habe dem auch privat nachzugehen. Man kann also sagen das ich das hobby aufgrund des Jobs verloren habe. Deshalb wäre es, nachdem ich diese Erfahrung gemacht habe nie mehr eine Option mit der Fotografie das selbe zu tun.
    Gruß Christian

  59. Ja und Nein, wobei wohl das Nein überwiegt. Ich wäre gerne Berufsfotograf, da ich dadurch mehr Zeit hätte mich mit Fotografie zu beschäftigen. Und auch mehr Druck, denn ich weiß, dass man sich zwar durch Motivation weiterentwickelt, aber hin und wieder ist auch Druck von außerhalb nötig.
    Und Nein, wegen den Gründen die hier schon so oft genannt worden sind: Das Hobby ist immer freiwillig, wann ich was mache, bis wann etwas fertiggestellt ist etc. Das ist im Beruf halt nicht so.

  60. Ich bin beruflich in der Fotografie angekommen, als Assistent (Automobilfotografie sowie alles mögliche andere) sowie als Fotograf für Kunden wie Chrysler, Hyundai, AMG sowie die Fiat Group…

    Und ich liebe es! Ich war eh nie so ein Hobbyknipser, immer sehr projektbezogen, die Kamera wurde nur gezielt für Shootings in die Hand genommen. Das hat sich nicht verändert…natürlich muss man auch mal Dreck fotografieren oder für Arschlöcher assistieren wenn gerade etwas Kohle fehlt, aber mein Gott…die positiven Seiten überwiegen!

  61. Ich finde es sehr interessant in wie sehr hier doch die Stimmung gegen den Weg des Berufsfotografen geht.

    Ich selber fotografiere seit 5 Jahren und seit 3 Jahren mit dem Ziel, die Fotografie einmal hauptberuflich ausüben zu können. Aktuell bin ich bei 30% angelangt und freue mich auf jeden weiteren Tag und Schritt der mir einmal mehr als 50% erlaubt.

    Was hier immer wieder geschrieben wird, als Berufsfotograf wird einem immer gesagt was man machen muss.. ja klar, schliesslich sind meiner Meinung nach über 90% der erfolgreichen Berufsfotografen auch Dienstleister. Und als Dienstleister liefert man seinen Kunden ab, was sie sich wünschen. Nur ganz wenige Fotografen (im Modebusiness z.B. ein Kristian Schuller) haben den kreativen Status erreicht, dass ein Kunde sagen wird, für dieses Projekt kommt nur der Schuller in Frage. Und damit voll darauf vertrauen das der Fotograf zu 100% ohne Vorgaben passendes Bildmaterial abliefert.

    Aber was ist denn daran so schlimm als Dienstleister zu arbeiten. Grundsätzlich ist der Fotograf ein Beruf wie jeder andere auch. Ein Webprogrammierer möchtet vielleicht auch lieber einen coolen Code schreiben anstatt zum x-ten mal ein Gästebuch programmieren. Trotzdem gibt es viele Leute die das gerne machen.
    Ich für meinen Teil erhebe keinen künstlerischen Anspruch an meine Arbeit. Ich möchte ein guter Dienstleister sein, weil mir das Handwerk der Fotografie sowie die abwechslungreiche Arbeit mit Menschen/Kunden sehr viel Spass bereitet. Das heisst in meinem Fall Hochzeiten, Businessreportagen, Modelbücher/Sedcards, Workshops und Schulungen etc.
    Was man nebenbei jedoch nie aus den Augen verlieren sollte, sind eigene kreative Projekte. Sie sind quasi der Ausgleich zur reinen Dienstleisterarbeit und führen über kurz oder lang (wenn man den Willen und die Energie hat) zum Erfolg. Und damit meine ich, einen Beruflichen Status/Ruf der einem immer mehr Freiraum bei der Arbeit lässt.

    Jetzt vielleicht noch die Frage wieso ich diesen Weg gehen möchte. Ich komme ursprünglich aus einem technischen Beruf in dem ich nie über eine normale Anstellung hinaus käme (ausser ich würde mal noch studieren gehen, worauf ich keinen Bock habe..). Mit der beruflichen Selbstständigkeit (und ich spreche jetzt hier nichtz explizit vom Fotograf) erhalte ich mehr Freiheit darüber zu bestimmen, wann und wo ich arbeite und bin aus dem starren Gefüge einer Anstellung raus. Dafür muss man aber auch zwangsläufig in Kauf nehmen, dass nicht komfortabel Ende Monat die Lohntüte gefüllt wird, es keine jährlichen Lohnerhöhungen/Teuerungsausgleiche gibt etc.
    Wenn man jedoch den Ehrgeiz hat und den Willen, diesen Weg zu gehen, dann wird man es auch schaffen..

  62. Hallo,

    das eigentliche Problem des Berufsfotografen ist, das die “Dienstleistung Foto“ nur noch sehr gering bis gar nicht mehr finanziell honoriert wird.
    Die Kosten explodieren und die Honorare sind im freien Fall.

    Dazu kommt die große Masse der gelegentlichen „Nebenberufler“, die durch die digitale Technik, das ganze aufwendige Laborgedöns aus Analogzeiten nicht mehr an der Backe haben, sofortige Verfügbarkeit des Bildmaterials am Rechner und digitaler Workflow das Ganze für diese Klientel attraktiv macht. Gleichzeitig werden dadurch natürlich die eigentlich erzielbaren Bildhonorare versaut, da sich die Nebenberufler oft mit 10 bis 20 Euro pro Bild zufrieden geben und sich am nächsten Tag darüber freuen, wenn ihr Foto im lokalen Käseblatt erscheint.

    Berufliches Angebot und Nachfrage stehen im krassen Widerspruch. Es gibt extrem viele Hobbyknipser, die sich zum Profifotografen berufen fühlen. Es gibt ein Überangebot an studierten Dipl.-Fotodesignern und studierten Bildjournalisten, alles real betrachtet zukünftig potenzielle Arbeitslose und Hartz IV-Empfänger, da der Markt soviele Berufsfotografen/innen einfach nicht benötigt und nicht aufnehmen kann.

    Wie Sandra oben schon schrieb, ist es harte Arbeit und vor allem viel, viel Glück, wenn man wirklich einen Fuß in die Tür gekommt, die einen als Berufsfotografen auch ernähren kann.

    Dazu gibt es ein gutes Interview mit Paul Ripke – hier:
    http://blog.paulripke.de/interview/

    Natürlich gibt es immer wieder wenige, die es schaffen – siehe Paule.
    Aber die Wahrscheinlichkeit spricht heute mehr denn je gegen eine erfolgreiche Karriere als Berufsfotograf/in.

    Ich habe zwischen 1986 bis 1997 selbst jahrelang als fester freier Fotograf für eine Tageszeitung gearbeitet.
    Trotz leidenschaftlicher Arbeit, langen Wochenend- und Feiertagsdiensten (noch mit Laborentwicklungsdiensten usw.) konnte ich über die Jahre nie ein ausreichend hohes Einkommen generieren, welches mir ein auskömmliches Leben sicherte.
    Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts habe ich dann die Tätigkeit als freier Bildjournalist von heute auf morgen beendet und seitdem auch nicht mehr in diesem Job, den ich wirklich liebte gearbeitet.
    Ökonomisch machte es einfach keinen Sinn mehr weiter auf diese Karte zu setzen. Die weitere negative Entwicklung im Medienbereich gab mir schlußendlich Recht, das diese Entscheidung richtig war.
    Viele Kollegen von damals sind mittlerweile auch ausgestiegen.
    Es macht einfach keinen Spaß mehr und es ist finanziell auf Dauer desaströs.

    Natürlich gibt es immer eine kleine „Elite“ mit besten Kontakten (jeder kennt jeden), die weiterhin gutes Einkommen generiert.
    Aber das sind in Deutschland maximal ca. 200 Fotografen, der große Rest sind freie, nebenberufliche Mitarbeiter/innen.
    Der „Normalo“ vegetiert jeden Monat am Existenzminimum dahin, oder bezieht gleich Hartz IV – das ist die Realität.

    Ich will niemandem seine Illusionen nehmen, aber jede/r der heute das Ziel „Berufsfotograf“ einschlagen will, dem sollte man rein vom gesunden Menschenverstand her abraten, diesen Schritt zu gehen.
    Und wer es immer noch nicht begriffen hat wie der Hase läuft, der muss eben konsequenterweise bereit sein, den Preis dafür zu bezahlen.

    Ich vermisse gelegentlich bei nostalgischer Rückschau die Tätigkeit als Bildjournalist, bin aber trotzdem froh und zufreiden, zum richtigen Zeitpunkt ausgestiegen zu sein. Bei mir wäre es über kurz oder lang im völligen finanziellen Ruin und im privaten Desaster geendet.
    Heute fotografiere ich nur noch zum Spaß, mal eine Hochzeit, mal ein paar Sportfotos ehrenamtlich für die ortsansässigen Vereine.
    Ohne Druck und einfach just-for-fun.

    Hier noch weitere Infos zum Thema:

    http://bildjournalisten.djv-online.de/?p=315

    http://bildjournalisten.djv-online.de/?p=458

    Viele Grüße
    Steve

  63. Ich denke, dass ihr hier auch mal differenzieren müsst. Hier wird unter „Berufsfotograf“ alles zusammengeschmissen – Fotojournalisten mit Hochzeits-, Fashion- und Stockfotografen.
    Gerade die moderne Hochzeitsfotografie, die ja endlich vom gestellten Passbildcharakter weg zum Reportage-Stil hingeht, boomt zur Zeit. Hier gibt denke ich viele, die auch ganz gut davon leben können und auch wesentlich unanbhängiger sind. Denn das, was vorgegeben wird, ist eigentlich meist nur „Fotografiere unsere Hochzeit“. So. Wie man das dann macht, muss man selbst entscheiden. So kommt dann auch immer der eigene Stil zur Geltung.

    Es wäre mal interessant, wenn sich hier einige Hochzeitsfotografen melden würden.

    • Dem Stimme ich voll zu.. das man als Bildjournalist im Pressebereich die einen abschuftet um am Schluss für ein paar wenige Euro/Franken ein Bild loszuwerden, so gegensätzlich ist das mit der Hochzeitsfotografie.

      Ich habe meine ersten Jahre primär Musik/Konzert Reportage im Pressebereich fotografiert und das sehr schnell aufgegeben auch nur irgendeine finanzielle Erwartung daran zu stellen.

      Mit den Hochzeiten sieht das völlig anders aus. Da wird man auch schonmal quer durch Europa gebucht, wenn dem Kunden die Bilder gefallen die man macht. Und gerade hier gibt es viele, sehr gute Fotografen/innen die auch gutes Geld damit verdienen.
      Ob man das wiederum ewig machen möchte ist eine andere Frage. Weiter oben hat bereits jemand geschrieben, dass er mit 50zig nicht mehr wirklich Hochzeiten fotografieren will. Sehr verständlich, schliesslich könnte man der Vater des Hochzeitspaares sein.

      Ich denke aber auch, das gerade Paul Ripke oder auch ein Oli Rust (Zürich) ein wunderbares Beispiel sind, dass man mit viel Ehrgeiz, Willen und natürlich auch ein ordentlich Glück, den Fuss ins Business bekommt.. man braucht jedoch sicher ordentlich Geduld und muss am Anfang auch erstmal unten durch..

    • Völlig richtig – der eigene Stil des Fotografen wird gebucht, zumindest wenn man das Glück hat, Brautpaare mit Stilbewusstsein, Geschmack und gewissen Ansprüchen an die eigene Hochzeit sowie – nicht zu unterschätzen – dem nötigen Kleingeld zu finden. Bis man allerdings so weit ist, vergeht einige Zeit – in meinem Falle fünf bis sechs Jahre nebenberuflicher Fotografie.

      Erst seit gut einem Jahr bin ich als Hochzeitsfotografin soweit, dass ich mir a) zutraue, jede Hochzeit fotografisch zu meistern, b) einen ausreichenden Kundenstamm, bzw. Bekanntheitsgrad habe und c) das Selbstbewusstsein, meinen Stil als eigenen, besonderen und entsprechend teuren Stil zu verkaufen. Und trotz des hart erarbeiteten Standings geht jeden Herbst die Zitterpartie wieder los, ob die Buchungen im nächsten Sommer wieder reichen, der eigene Bildstil immer noch besonders und möglichst unverwechselbar daher kommt und welche neuen Ideen, Trends und „me-first“-Markenzeichen (um-) gesetzt werden…

      Ob ich es wieder machen würde? Ja. Es ist einfach der schönste Beruf der Welt.

  64. Unser Team und ich haben in der letzten Zeit sehr sehr viele Gespräche mit den verschiedensten Fotografen geführt. Im Fokus standen dabei oft die Problemstellungen, denen Fotografen aus verschiedenen Bereichen gegenüber stehen.
    Über Probleme, korrespondierende Lösungen und Funktionen verschiedener Berufszweige konnten wir in persönlichen Gesprächen sehr viel lernen.
    Jedoch ist es oft schwer, mehr über die Motivation (persönliche Perspektive) in einer Offenheit wie auf dieser Seite zu erfahren.

    Ich danke euch vielmals!
    Markus

  65. Also ich wäre ja total gerne Berufsfotograf. Mir würde wirklich keine Arbeit was ausmachen, selbst diese Schulfotos nicht, wenn ich dafür etwas lernen kann und dann auch mal was besseres machen darf. Wovor ich aber ein Bissen Angst habe ist eventfotografie (wenn das so heißt) denn da hat man wirklich nur 1 Versuch. Wenn der nicht sitzt….

  66. Hallo,
    ich finde, es kommt sehr darauf an, in welcher Gegend man lebt. So hat ein Fotograf in einer Großstadt mit potentiell mehr Kunden eher Chancen Aufträge zu generieren als auf dem platten Land oder in einem kleinem Bundesland,zB. dem Saarland, wo die Leute eben nur das essen, was sie kennen. Auch gerade als Frau, die keinem Ehemann als „Sicherheit“ (Thema KK-Familienversicherung etc) hat, ist es sehr schwer bis unmöglich damit seinem Lebensunterhalt zu verdienen. Obwohl ich mich in der Fotografie durch Lehrgänge weitergebildet habe…bleiben die Aufträge im Saarland aus. So bleibt mir nun nur der Weg ins gelobte Hartz4 Land. Sicher hört sich der Kommentar als Jammerei an, aber …. sicher tauge ich als Fotografin nichts.