12. Februar 2011 Lesezeit: ~1 Minute

Die Fotoserie „growth“ von Wilma Hurskainen

Wilma Hurskainen hat ihren Abschluß an der University of Indurtial Arts and Design in Helsinki gemacht. Die hier vorgestellte Serie ist ihre Abschlussarbeit. Weitere Fotos sind auf ihrer Homepage zu sehen.

Die Serie „growth“ entstand von 2003 bis 2005. Wilma stellte dafür Kinderbilder von sich und ihren drei jüngeren Schwestern nach. Sie hat dabei versucht die Bilder so ähnlich wie möglich zu halten. Die Geschwister nehmen die selben Positionen ein. Sie nutzten sogar die selben Orte und ähnliche Kleidung.

Die Serie ist faszinierend der einmaligen Idee wegen und auch, weil sie einen so privaten Einblick gewährt. Die vier Mädchen sind erwachsen geworden. Wilma beschreibt das Gefühl beim Vergleichen der Bilder als traurig, ja sogar tragisch. Nicht nur alles um einen herum verändert sich, sondern auch man selbst. Es gibt kein Zurück in die Vergangenheit.

Ihr Interesse an Familienfotos begründet Wilma damit, dass sie stets eine Geschichte voller Harmonie und Glück erzählen sollen. Das Zusammenleben jedoch ist nicht immer einfach. Auf den Bildern ist davon jedoch keine Spur.

In 20 Jahren würde sie das Projekt gerne weiterführen und die Bilder erneut nachstellen. Ich persönlich freue mich sehr darauf und hoffe Wilma wird diese Bilder dann ebenfalls wieder veröffentlichen.

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23 Kommentare

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  1. Schöner Artikel über ein tolles und interessantes Projekt. Es ist so schön die jeweiligen Verwandlungen anzusehen und in ihre Privatwelt einzutauchen.
    Das Thema an sich ist ja nichts neues. Es gibt unzählige Strecken in denen Menschen über Jahre begleitet werden. Hier spürt man aber dieses Persönliche und ich finde es toll, dass es nicht nur Gegenüberstellungen der Personen sind sondern die ganze Umwelt mit einbezogen wird. Es ist ein bisschen wie ein Suchspiel, finde den Fehler =)

  2. Wunderbar! Eine der schönsten Eigenschaften der Kamera ist es für mich, dass sich damit Augenblicke aus dem Strom der Zeit ausstanzen lassen.

    Noch nie habe ich diese „Zeitmaschinen“-Idee schöner umgesetzt bekommen als mit diesen „zwei Zwischenstops auf dem Zeitstreifen“.

    Super tip, vielen Dank!

  3. Ich bin auf die Fotografin über ein Zeitungsartikel, der Rheinischen Post von Dagmar Haas-Piwat am 25.08.2012, gekommen.
    Die Idee ist aussergewöhnlich und hat wirklich was vergangenes und gegewärtiges.