29. Januar 2011 Lesezeit: ~4 Minuten

Ein paar Blogsysteme im Vergleich

Ein eigene(s)r Blog ist großartig, denn man kann nicht nur der Öffentlichkeit seine aktuellsten Fotos übersichtlich präsentieren, sondern er hat auch eine Art Tagebuchcharakter. Man sieht die Veränderungen und den Wandel seiner eigenen Arbeiten und erinnert sich beim Durchsehen alter Einträge wieder zurück.

In diesem Artikel habe ich versucht ein paar kostenlose Blogsysteme mit ihren Möglichkeiten aufzuzeigen. Die Liste ist keinesfalls vollständig und beschränkt sich auf Blogs, für die man keinen eigenen Web-Space braucht.

Tumblr

Tumblr nenne ich an erster Stelle, denn für diesen Blog habe ich mich persönlich entschieden.

Design: Das Design seines Blogs kann man aus über 600 verschiedenen Vorlagen wählen. Zudem ist es auch möglich diese Vorlagen zu verändern oder ein komplett eigenes Design zu entwerfen, wenn man sich etwas mit HTML auskennt. Die meisten Vorlagen sind schön minimalistisch, wodurch Fotos besonders gut wirken.

Handhabung: Tumblr ist sehr übersichtlich aufgebaut und kinderleicht zu bedienen. Bei Fragen gibt es auch eine gute Hilfeseite.

Besonderheiten:

  • Leser können keine Kommentare schreiben.
  • Trackbacks sind sehr leicht möglich.
  • Blogeinträge können automatisch bei Twitter und Facebook veröffentlicht werden.
  • Durch die Following-Funktion kann man auf einem Blick neue Beiträge befreundeter Tumbr-Seiten sehen.

Beispielseiten:
http://knipsolina.tumblr.com/
http://katjakemnitz.tumblr.com/

Posterous

Design: Bis vor Kurzem gab es nur ein Standard-Design. Mittlerweile ist es veränderbar.

Handhabung: Die Handhabung ist recht leicht. Durch etwas Ausprobieren, kennt man schnell alle wichtigen Funktionen. Besonders einfach ist das Erstellen eines neuen Beitrages, denn eine URL wird automatisch zu einem Link; durch einen Videolink wird das Video direkt eingebunden.

Besonderheiten:

  • Blogeinträge können problemlos bei Twitter und Facebook veröffentlicht werden.
  • Inhalte können, neben der Standard-Eingabemaske, auch per Email eingestellt werden.
  • Leser können Kommentare schreiben.

Beispielseiten:
http://picturesohnesin.posterous.com/
http://frauvogel.posterous.com/

Soup

Soup ist ein Blogsystem aus Österreich. An Einfachheit ist es kaum zu übertreffen.

Design: Das Design ist etwas veränderbar. Man benötigt keinerlei Vorkenntnisse um es anzupassen. Jedoch gibt es nur sehr wenige Vorlagen, aus denen man wählen kann.

Handhabung: Die Bedienung wird nach der Anmeldung Schritt für Schritt erklärt und ergibt sich letztlich von selbst.

Besonderheiten:

  • Blogeinträge können automatisch bei Facebook veröffentlicht werden.
  • Die Nutzer des Blogs sind noch recht überschaubar
  • Leser können Kommentare schreiben.

Beispielseiten:
http://karlzweizak.soup.io/

Blogger

Das Blogsystem von Google ist nicht ganz einfach zu bedienen, bietet aber dafür viele zusätzliche Features.

Design: Auch hier kann man sich für eine von vielen Vorlagen entscheiden und diese auch noch nach Wunsch anpassen. HTML-Kenntnisse sind dafür nicht unbedingt erforderlich aber hilfreich.

Handhabung: Man findet sich nicht auf den ersten Blick zurecht. Das liegt aber vor allem an den unzähligen Möglichkeiten, die der Blog zusätzlich bietet. Es gibt sehr gute Hilfe-Seiten, die einem bei Fragen sehr nützlich sein können.

Besonderheiten:

  • Um einen Blog anlegen zu können, muss man eine Googlemail-Adresse haben.
  • Leser können Kommentare schreiben. Man kann diese Funktion auch deaktivieren, oder einzelne Kommentare löschen.
  • Fotos und Texte können auch per Handy hochgeladen werden.

Beispielseiten:
http://calistophotoart.blogspot.com/
http://ophelias-overdose.blogspot.com/

Diese Liste ist wie erwähnt sicher nicht vollständig. Gerade momentan entstehen viele neue sogenannte Mikroblogsysteme, die sich auf dem ersten Blick kaum unterscheiden. Im Detail spezialisieren sie sich aber. Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Artikel eine kleine Hilfestellung bei der Suche nach einem geeigneten Blog bieten.

Habt ihr selbst bereits Erfahrungen mit den einzelnen Blogsystemen – oder anderen – gemacht? Was könnt ihr empfehlen, was nicht?

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47 Kommentare

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  1. Mir ist gerade bei Posterous etwas suboptimal aufgefallen, dass eine URL zu einer Bilddatei automatisch als Bild eingebunden wird.

    Rechtlich schwierig, weil man sich so recht unbedarft das Bild im eigenen Artikel zu eigen macht.

    Immerhin ist es kein verpöntes Hotlinking, aber, wie gesagt, die Bilddatei befindet sich sofort im eigenen Bestand.

  2. Seit 2009 nutze ich als Blogsystem WordPress und bin immer noch sehr zufrieden und kann es nur weiter empfehlen. Der größte Nachteil ist die eigene Domain, die dafür benötigt wird. Die Blogsysteme wie oben beschrieben haben den entscheidenden Vorteil, dass man sich um nichts weiter als die Pflege des Contents kümmern muss. Und doch würde ich immer wieder auf eine eigene Domain und WordPress zurück kehren. Die Vorteile überwiegen; eigene Mailadressen auf die Domain, meist sehr großer Speicher, der gleichzeitig auch als Onlinespeicher für Dokumente genutzt werden kann, Erweiterungen wie MySQL Datenbanken und vieles, vieles mehr. Neben den genannten Punkten ist für mich der entscheidende Punkt das Design und die Anpassbarkeit der Seite. Die obigen Blogsysteme bieten zwar eine recht große Auswahl an Themen und Designs und doch können sie nicht komplett an meine Wünsche und Anforderungen angepasst werden. Im Endeffekt läuft es immer auf die selbe Frage hinaus; Was entspricht meinen Anforderungen und was möchte ich damit tun? Wer lediglich ein paar Bilder schön präsentieren möchte und sich nicht in den überfüllten Fotocommunitys rumtreiben will, der ist mit großer Sicherheit bei tumblr, posterous u.s.w. gut aufgehoben, wer allerdings die Seiten nach seinen Ansprüchen gestallten will und sich nicht auf die Vorgaben beschränken will, der sollte sich mal WordPress und Pixelpost ansehen. LG; Kay

  3. Mich wundert etwas, dass WordPress gar nicht erwähnt wird, immerhin einer der größten Blog-Systeme (und auch ohne Webspace zu nutzen).

    Ich nutze jetzt WordPress (jedoch mit eigenem Webspace), hatte vorher aber WordPress ohne Webspace und davor Blogger, aber bei Blogger störte mich, dass sich das Layout der Fotos etc. sehr schlecht bestimmen ließ, was vor allem für einen Fotoblog etwas – nun ja – ungünstig ist.

    Grüße,
    Robert

  4. Sehr interssant. Ich bin trotzdem voll und ganz für WP, denn dafür gibt es die zuverlässigsten Plugins, der eigenen Phantasie sind wenig Grenzen gesetzt. Und man braucht keine unpassende Endung:-)

    Grüsse aus Köln!

    Luiza

  5. Hallo zusammen,

    danke für die kleine Zusammenstellung. Ich bin seit einiger Zeit bei blogspot bzw. Blogger und kann eigentlich nur sagen, dass ich sehr zufrieden bin. =)
    Auch die Handhabung empfand ich nicht als schwierig (obwohl ich gar keine Vorkenntnisse habe). Wenn man nicht viel machen will, dann bleibt es dabei, es bietet aber die Möglichkeit unendlich viel einzustellen, wenn man den will. ;-)
    Weiterer positiver Aspekt, den ich bei diesem Blogsystem finde. Sie entwickeln immer wieder neue Sachen, damit das Blogger noch toller/schneller/besser funktioniert. Zum Beispiel wurden vor 1-2 Wochen gerade 77 neue Schriftarten eingefügt, damit man seinen Blog noch schöner gestalten kann. Das finde ich klasse!

    Schöne Grüße
    Christina

  6. Ich habe schon seit ca 2 Montaen einen Tumblr-Blog und habe mit eine kleine weiterleitungsdomain dazu gekauft =)
    Ganze 3,50 Zahle ich dafürund meine Adresse ist jetzt:
    http://philspostaday.de/

    Insgesamt bin ich sehr zufrieden, vor allem mit meinem Layout, weil es sehr schlicht und ein bisschen apple mäßig ist. Die Bilder, von denen ich am meisten hochlade im Vergleich zu Texten, kommen bei meinem Layout einfach super haraus.

    Bin einfach nur zufrieden =)

  7. Zitat zu Blogger: „Um einen Blog anlegen zu können, muss man eine Googlemail-Adresse haben.“
    Dann habe ich wohl etwas falsch gemacht, bei mir ging es auch mit einer anderen Mailadresse. Oder wurde kürzlich etwas geändert?
    Gruß,
    M.

      • Das finde ich aber auch eigenartig, den ich melde mich und tue es noch immer, mit meiner „normalen“, nicht google-Mail-Adresse an.
        Erst nachträglich habe ich für den Blog noch eine gmail-Adresse erstellt, die aber nie ein Muss war.

        Das müssen sie dann wirklich erst vor kurzem geändert haben!?

      • Einen Google Account kann man mit einer beliebigen Mail Adresse anlegen. Google Account ist nicht gleichbedeutend mit Gmail Adresse.

  8. Ich habe erst seit kurzem meinen eigenen Fotoblog und nutze dafür WordPress mit einer eigenen Domain. Denke für einen Fotografen ist es letztendlich egal welches Blogsystem er oder sie verwendet, es sollte gut zu einem selbst passen und daher sind vor allem veränderbare, bzw. anpassbare Templates wichtig.

    WordPress ist einfach zu bedienen, es gibt eine ganze Menge guter und gleichzeitig kostenloser Designs die super sind.

  9. WordPress fehlt wirklich, das geht ja auch kostenlos, unter http://www.wordpress.com, und wenn mans selbst hosten möchte braucht man dafür ja nicht viel, das leisten die billigsten Homepage-Pakete für unter 5eur/monat meistens schon, inklusive de-Domain und ausreichend Traffic. Es gibt klasse Fotoblogging-Plugins dafür und einen riesigen Berg anderer, z.B. Flickr-Integration.
    Pixelpost (http://www.pixelpost.org/) wäre auch wichtig finde ich, das ist eine reine Fotoblog-Software für die es sogar einen Lightroom-Exporter gab (für LR2, bei LR3 weiß ichs nicht.) Beispiele: http://mayureshpatil.com/pixelpost/, http://alikaragoz.net/ – das ist nur zum selbst hosten, aber vielleicht möchte das ja jemand machen.
    Sollte man finde ich erwähnen, wer eine eigene Domain haben möchte bezahlt ohnehin nicht viel weniger als für ein günstiges Hostingpaket.

  10. Ich wollte mal von Blogger auf WordPress umsteigen, weil man da einzelne Postings unter Passwortschutz stellen kann. Da ich ja meinen Blog nicht nur für Fotos nutze, sondern auch mal was Privates einstelle, wäre die Funktion schön gewesen. Aber mir war WordPress zu unflexibel bei der individuellen Veränderung des Designs und für viele Erweiterungen muss man Geld zahlen, das war dann letztendlich das K.o. für WordPress. Ich bleibe Blogger und hoffe, dass das mit dem Passwortschutz auch da irgendwann kommt. LG Frau Zausel

  11. Zu Blogger:

    Hierfür benötigt man nur einen google-account.
    Hier mal der Auszug aus der Blooger-Hilfe:

    „Do I need a Gmail account to log in to Blogger?

    We do not require you to have a Gmail address to log in to Blogger or to create a Google Account. If you don’t have or want a Gmail account, you can still create a Google Account. A Google Account is made up of any email address and password of your choosing.

    However, if you already have a Gmail account, it comes with a built-in Google Account, which you can associate your Blogger account with.“

  12. Hi,

    normalerweise bin ich mit kritik eher zurückhaltend, aber dieses Posting hat mich etwas geärgert. Zunächst einmal ist es etwas schlampig recherchiert, teils faktisch falsch (die Sache mit WordPress & dem Googleaccount zum Beispiel). zum anderen ist es etwas dürftig, es fehlen wichtige Anbieter. Eine Liste der Vor- und Nachteile für die bessere Übersicht wäre auch nicht schlecht gewesen.

    Wieso schreibt man so ein Posting, wenn man nicht bereit ist, ein wenig mehr Zeit die saubere Recherche und das Schreiben des Artikels reinzustecken? Dann hätte es doch auch gereicht, den eigenen Anbieter anzupreisen.

    Gruß, Susan

  13. Danke für die vielen Kommentare.

    Zu WordPress: Wie geschrieben, ist die Auflistung nicht vollständig und es sind nur ein paar Blogsysteme im Vergleich. WordPress scheint ja auch hinreichend bekannt zu sein. ;)

  14. Also mir gefällt der Artikel. Das WP fehlt finde ich nicht so schlimm, scheint ja eh jeder schon zu kennen. So habe ich zumindest mal ein paar andere noch kennenlernen dürfen.
    Tumblr sieht gut aus, aber ohne Kommentarfunktion wäre es für mich ein KO Kriterium. Dass man sowas standardmäßig überhaupt anbietet, finde Rückmeldungen enorm wichtig (ja ich habe mittlerweile in den Kommentaren gelesen, dass es möglichkeiten für Kommentare gibt) ;)
    Wollts trotzdem mal erwähnen.

    Danke für die Übersicht..

  15. Es ist zwar schon kein ganz „aktuelles“ Thema mehr, aber ich möchte trotzdem noch etwas dazu beitragen. Dieser Artikel hat mich nämlich auch dazu bewogen, einen Blog zu starten. Der Artikel kam einfach genau zur richtigen Zeit und ich hatte in diesem Augenblick genau „dieses“ Gefühl. Mal schauen wo die Reise hingeht … Und Danke für diesen (und andere tolle) Artikel. Er mag vllt nicht vollständig sein aber hat wenigstens mal gezeigt, welche Möglichkeiten man als Leihe hat.

    PS: ich habe mich übrigens für Posterous entschieden und kann noch ergänzen, dass es mittlerweile mehrere Designs gibt. Da dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Anpassen lässt sich das Ganze auch noch per HTML.

  16. Ich habe tumblr ausprobiert, fand aber, dass es zu viele Einschränkungen betreffs Gestaltung gibt. Die vorbereiteten Möglichkeiten der sozialen Vernetzung fand ich dagegen sehr gut.
    Ich habe mich jedoch für ein WordPress Blog mit dem speziellen Theme autofocus entschieden. Das ist gut, wenn man wirklich nur(!) Fotos veröffentlichen will, schwächelt bei allen anderem Sache bspw. Textbeiträge.

  17. das WordPress fehlt ist nicht weiter schlimm. Nur weil die meisten zu WordPress rennen? Kein Grund! Die Frage ist eher, für was will ich so ein System nutzen? Wie kann ich nutzen und gibt es her was ich mir vorstelle!!

    • Hallo Chris, es ist kaum möglich, regelmäßig alle ca. 3.500 Artikel zu überprüfen, die es aktuell in diesem Magazin gibt. Ein freundlicher Hinweis reicht ja aus und dann können wir Links, deren Inhalt sich ungünstig verändert hat, einfach entfernen.