21. Januar 2011 Lesezeit: ~ 1 Minute

Street Fashion Fotografen

Street Fahion Fotografen fotografieren Menschen auf der Straße, die durch ihren bestimmten Kleidungsstil auffallen und zeigen die Bilder meist auf eigenen Blogs. Das klingt zunächst nicht unbedingt fotografisch relevant, doch von diesen Modefotografen kann man sehr viel lernen.

Zum Beispiel bewundere ich deren Mut einfach fremde Menschen nach einem Foto zu fragen. Wie oft habe ich schon ein schönes Gesicht gesehen und mich nicht getraut die Person anzusprechen. Streetfotografen haben zudem nicht viel Zeit eine geeignete Location zu suchen. Sie müssen den Ort nutzen, an dem sie die Person finden und mit dem vorhandenen Licht arbeiten.

Einer der momentan weltweit bekanntesten Mode-Blogger ist wohl Scott Schumann mit seinem Blog „The Sartorialist“. In dem Kurzfilm „Intel Visual Life“ kann man mehr über ihn erfahren:

Ein aktuelles Videointerview von der New York Times mit Scott Schumann gibt es hier.

Modeblogger gibt es aber nicht nur in Amerika, sondern man findet sie zum Beispiel auch in Köln. Die deutsche Modebloggerin Smilla Dankert, präsentiert ihre Fotografien auf dem Blog anders-anziehen. Auch von ihr gibt es eine kleine Reportage.

Habt ihr auf der Straße schonmal jemanden angesprochen und fotografiert?

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19 Kommentare

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  1. Nicht in Deutschland, aber in Japan. Dort war das ziemlich einfach. Trotz Sprachbarriere. Aber die Leute dort waren einfach viel offener, wenn es darum geht, sich fotografieren zulassen. In Deutschland wird man ja dahingehend zunehmend paranoid…

  2. Ich habe schon häufiger Menschen auf der Straße angesprochen, das ergibt sich vor allem bei Reportagen, Städteportraits oder ähnlichen Produktionen. Die Reaktionen sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst, von totaler Ablehnung gepaart mit entsprechender Pöpelei bis zu großem Interesse und Offenheit habe ich alles erlebt. Ich könnte gar nicht sagen, dass die Ablehnung in Deutschland größer wäre als in anderen Ländern (Japan möchte ich explizit ausklammern, da war ich noch nicht).
    Wichtig ist, auch bei Desinteresse höflich bleiben, sich nicht von Sprüchen beeindrucken lassen und die Sache ausdauernd angehen.

    Eine zunehmende Sensibilisierung in der Bevölkerung bezüglich Datenmissbrauch, Persönlichkeitsrecht etc. führt aber sicher dazu, dass es für Fotografen die das konsequenter verfolgen wollen schwieriger wird.

    Walter

  3. He,

    cooler Beitrag, ich bewundere ebenso den Mut den diese Leute haben und finde es genial wie Sie mit dem vorhandenen Licht arbeiten. Es ist auch echt mutig rauszugehen ausschau zu halten und dann gezielt eine Frage nach dem Foto zu stellen.

    Uns ging es letztens auch so, wir waren im Studio und alles war bereit leider musste das Model aus verständlichen Gründen kurzfristig Absagen. Unser Ziel war es nun uns jemanden ins Studio zu holen und zwar direkt von der Straße. Gesagt, aber nicht getan. Wir gingen zwar raus, hielten Ausschau und entdeckten auch die ein oder andere aber der Schritt des Ansprechens war dann doch irgendwie komisch und ist uns nicht gelungen.

    Gelungener Artikel!

    Beste Grüße

    daVset.com

  4. Der Mut ist wirklich das bewundernswerteste für mich. Mir ging es sicherlich wie viele anderen auch schon hier das man sich einfach nicht traut den Mund auf zu machen. Egal für wie nicht-schüchtern ich vom Bekanntenkreis eingeschätzt werde. Es ist nicht leicht. Und dafür haben sie meinen Respekt verdient. Hut, ab!

  5. klasse Beitrag…!

    Street ist eh das ultimativ, entschleunigende Genre. Freue mich bereits auf die ersten langen und warmen Sommerabende wenn ich wieder auf die Pirsch gehe…!

    Ja, angesprochen habe ich schon mal jemand. Das aber zufällig und ohne weitere Konsequenz.
    Dabei “scanne” ich in letzter Zeit in jeder Fußgängerzone die Menschen und es gäbe so wahnsinnig viele gute Persönlichkeiten…!

    Danke für Diesen und die vielen anderen gehaltvollen Artikel auf diesem Blog..!

    Gruß

    Hendrik

  6. vielen Dank für die Empfehlung! Das mit dem Menschen ansprechen ist gar nicht so schwierig, man muss nur wirklich Lust dazu haben.
    Schnell den richtigen Ort vor Ort zu finden ist schon manchmal das größere Problem; mich lassen oft die schmalen, zugeparkten Strassen verzweifeln, im Hintergrund ein Schilderwald…und schnell gehen muss es ja auch in der Regel.. Ich kann trotzdem sagen; mir macht es einfach unheimlich viel Spaß loszuziehen, und einfach zu gucken was passiert…
    Mit der Bezeichnung Modebloggerin habe ich allerdings immer so meine Probleme; mir geht es in erster Linie um den Menschen, und nicht um die Mode. Deswegen schreibe ich auch kurze Texte dazu. ‘Nur schnell’ ein Foto machen (bzw zeigen) ist mir einfach zu wenig.

  7. … sehr guter Beitrag,… nein, bisher habe ich noch niemals jemanden auf der Straße angesprochen, … irgendwie war die Schwellenangst zu groß,.. weshalb auch immer. Aber ich denke das ich dieses mal ändern werde.

  8. Super Beitrag!!!!

    Ich selber bin gerne in Städten mit der Kamera unterwegs und frage ob ich sie fotografieren darf, zu letzt war ich in London und hab daraus ein kleines Projekt gemacht, hab das ganze Faces of London genannt ;) wer lust hat kanns sich gerne anschauen
    (http://www.facebook.com/album.php?aid=211125&id=638364076&l=05d9b01469)
    Ich liebe es in Städten mit der Kamera unterwegs zu sein, ich habe so viele tolle Menschen dadurch kennengelernt und immerwieder wundert man sich wie viele JA sagen ;) traut euch und freut euch ;)

    Lg

    Lucas

  9. Danke für den Beitrag.

    Hab schon mehrere Blogs der Art gesehen, die Beiden allerdings noch nicht. Sind echt super interessant.
    Ich selbst habe noch niemanden auf der Straße angesprochen für ein Foto, allerdings habe ich das Gefühl, dass ich selbst noch zu weit am Anfang stehe und vorher lieber ein bisschen üben möchte bevor ich fremde Menschen mit nicht können belästige.
    Mal schauen was die Zukunft bringt. (:

    Schönen Abend noch!

  10. hallo zusammen,

    The Sartorialist fotografiert ja oftmals auf der Straße vor großen Modenschauen, da kann man sich dann schon fragen ob daß noch das Gleiche ist wie Street-Fotografie irgendwo in Deutschland.

    Konkret: Berliner Woche, draußen vor der Tür gegen Alltag in einer mittelgroßen Stadt irgendwo in Deutschland.

    In Deutschland gibts auch noch ein paar andere erfolgreiche Fotoprojekte, die derartig arbeiten :-)

    Ich selber fotografier auch auf der Straße, aber ich frag in der Regel nicht vorher, weil ich den ungestellten Menschen bevorzuge gegenüber dem Fotografier-gesicht.

    Alles weitere kommt auf den Verwendungszweck an, dafür braucht es eben Kommunikation und für Rechtssicherheit eben auch Modelreleases.

    Liebe Grüße
    Thomas

  11. Sehr schöner und inspirierender Beitrag. Ich habe im Rahmen eines Foto Workshops mal Menschen angesprochen, es war Teil der Aufgabenstellung, die wir bekamen. Es erfordert einiges an Überwindung war aber eigentlich eine positive Erfahrung. Ich hatte vier Leute angesprochen von denen eine freundliche Absage und dreimal Zustimmung.

  12. Wie so oft ist der Anfang das schwierigste. Wenn man erst einmal damit angefangen hat, machen auch kleine Rückschläge nichts mehr aus. Und wenn man sich nach einer Absage unsicher fühlt weitere Personen anzusprechen, kann man ja immer noch das große Tele rausholen. Damit verscheucht man vielleicht ein paar potentielle Models, aber es hilft ein wenig für das selbstbewusste Auftreten ;-)
    Auch hilfreich sind Visitenkarten mit denen man zeigen kann, dass man es auch ernst meint.
    Schwieriger finde ich Menschen ungefragt zu fotografieren, um die Situation nicht durch das Fragen kaputt zu machen, was leider relativ häufig der Fall ist. Das geht wahrscheinlich mit einer unauffälligen Kamera mit “Street Objektiv” besser, als mit dem riesen DSLR Body nebst Objektiv.

  13. Also das Video macht wirklich Lust auch wieder mal auf die Strasse zu gehen. Und seine Fotos sind wirklich schön.

    Hier gucken einem die Leute schon seltsam an, wenn man mit einer etwas grösseren Kamera rumläuft. War heute mit einer älteren analogen unterwegs und gerade da sehen irgendwelche genervten Leute noch mehr Angriffsfläche. Aber zum Glück gibt es ja sowas wie iPod und man kann einfach aufhören darüber nachzudenken, was andere denken.

    Wenn ich Personen fotografieren, fürchte ich mich immer davor, dass anderen denken ich sei irgend ein Freak. Die arbeitenden Personen fühlen sich belästigt, der Supermarkt ausspioniert und die etwas hübscheren fragen sich, was man mit den Fotos eigentlich vorhat.

  14. hallo noch mal,

    nachdem ich mir jetzt eure Kommentare auch in Ruhe durchgelesen habe, möchte ich doch noch mal was zum Thema beitragen.

    Zum Equipment, daß spielt m.E keine Rolle.

    US-Fotografen springen Menschen in New York vor die Füße und schlagen ihnen eine kleine Leica mit 28er ungefragt förmlich ins Gesicht (wie hieß der noch gleich ?), und machen super Street Photography.

    Andere verwenden große Bodies mit Booster und bspw. 70-200 im Nahbereich ab 1,5 bis ca 3-5 Meter und es geht auch.

    ich selber seh mich eher bei den eher größeren Kameras, von wegen nah ran, freistellen, …

    Ohne zu fragen in meinem ersten Kommentar meinte eher ohne “verbal” zu fragen, soll im Klartext heißen, die Kommunikation und Zustimmung läuft oftmals auf einer viel subtileren Ebene ab, eher Flirt und Augenkontakt, ein Lächeln, als wirklich hingehen und anzusprechen “Entschuldigung, ich find Sie haben ganz tolle Augen, darf ich da mal ein Foto von Ihnen machen ?”

    Ansonsten erstaunt mich, wie viel Scheu und Angst gerade das Ansprechen macht. Ich selber zähl mich da eher auch zu den ruhigen scheuen Menschen aber gerade die Kamera ist doch der “Freibrief” um Kontakt aufzunehmen.

    Wer sich dann jahrelang hinter seiner Kamera “versteckt” hat, schafft dann auch irgendwann den Schritt durch eine Stadt zu laufen ohne eine Kamera aber trotzdem auf Motivsuche.

    Ich seh heutzutage fast jedem Menschen der mir entgegenkommt in die Augen, egal ob ich eine Kamera dabei hab oder nicht. Tolle Motive und Begegnungen, von denen es nie ein Bild gegeben hat kommen dabei herum.

    Ist doch gar nicht so schwer, oder ?

    Liebe Grüße
    Thomas

  15. Und die rechtliche Lage? Ich muß doch eigentlich jeden Fotografierten einen Vertrag unterschreiben lassen wenn ich die Bilder irgendwo veröffentlichen will. Wer macht das denn so mal auf die Schnelle beim Shoppen? Oder hofft ihr darauf, daß eben keiner nachträglich kommt und sich beklagt nach dem Motto “wo kein Kläger da kein Richter”?

    Alex

  16. Im Rahmen des Fotomarathons od. bei öffentlichen Events wie dem LiveBall hab ich keine Hemmschwellen. Ohne sichtlichen Grund ist es aber tatsächlich ungleich schwerer, sich zu überwinden.