10. Januar 2011 Lesezeit: ~16 Minuten

Varieté 2010: Unsere Auswahl

Freunde der Fotografie, wir haben es also geschafft. 25 Fotos des Exposés 2010 wurden in der Redaktion ausgewählt, die uns persönlich besonders angesprochen haben. Wie schon versprochen, haben wir es uns diesmal verkniffen, unseren eigenen Senf dazuzugeben (ich musste mir schon auf die Lippen beißen), sondern stattdessen Eure Kommentare zum Bild eingefügt. Dadurch wird das Varietè etwas persönlicher und jedes Bild hat auch noch eine kleine Geschichte.

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Das sind nicht die Siegerbilder. Das sind lediglich die Fotos, die uns fünf Leuten gut gefallen haben. Auch aus diesem Grund haben wir keinen Wettbewerb veranstaltet oder Platzierungen vorgesehen. Es ist eine schlichte Auswahl, einen tatsächlichen Überblick bekommt man aber nur, wenn man sich alle Fotos selbst anschaut – wozu wir Euch ermutigen wollen. Das ist einwenig Arbeit, aber mit einer Tasse Tee zur Hand kann das abendfüllende Inspiration sein.

Doch nun halte ich mich wieder einmal zurück und lasse die Fotos selbst sprechen, die können das eh viel besser ;)

Auswahl Katja Kemnitz

Pellepelle schrieb:

Entstanden im März in Nicaragua. Es nennt sich Volcano Boarding, man steigt gefühlte 3 Stunden einen Vulkan mit einem Brett unter dem Arm hoch und rutscht dann mit bis zu 80Khm wieder runter. Ein leider sehr kurzer Spaß, aber dieses Foto erinnert mich immer wieder an die Lehrreichsten 2 Wochen des Jahres. Denn Ursprünglich war ich dort um Solar betriebene Pumpen für Brunnen zu aufzubauen ;) {Foto URL}

Spiegeleule schrieb:

nun es ist eigentlich ein unfall gewesen. zwei verschiedene orte und wunderbar situationen verschmelzen in dieser doppelbelichtung durch “drehen vergessen am knopf” meiner flexaret. ich selber wollte das bild zunächst nicht veröffentlichen. hab es dann doch auf meinem blog gepostet. ich bin überrascht worden vom zuspruch meiner leser. ich hab meine arbeiten dann auch angefangen anders zu sehen. und außerdem setze ich den effekt der doppelbelichtung jetzt gerne mal ein – vorzugsweise mit der ollen flexaret meiner großeltern (zu der kamera alleine gibt es schon eine fabelhafte geschichte) {Foto URL}

Maximilian schrieb:

Es heißt “Foggy morning I”. Wie der Name schon sagt, war es an dem besagten Morgen sehr nebelig. Als ich an einer großen Weide vorbeikam, viel mir diese Kuh auf, weil sie ganz allein auf der Wiese stand und sofort auf mich zukam, als ich den Zaun entlang lief. Durch den starken Nebel verschwanden die störenden Wälder im Hintergrund und ich konnte die Kuh auf der weiten Ebene ganz alleine ablichten. {Foto URL}

Anja schrieb:

Schwer, eins auszusuchen, aber ich entscheide mich mal für eins, was an einem meiner Lieblingsplätze in Berlin entstanden ist, wenn mir mal nach Ruhe ist… Diese Kopfweiden stehen an einem winzigen See im Britzer Garten. Das Bild ist eine Wasser-Spiegelung, um 180° gedreht und mit Texturen versehen. {Foto URL}

Lisa Maria schrieb:

Ich habe mir letztes Jahr nach meinem Abitur endlich eine digitale Spiegelreflex gegönnt. Zuvor hatte ich “nur” eine normale Digicam, mit der ich seit 2007 geknipst hab. Das heißt ich fange nun praktisch wieder von vorne an und bin wieder am Ausprobieren, so dass ich fast immer meine Kamera dabei hab, alles fotografiere was mir vor die Linse kommt und mich (noch) nicht auf irgendeine Richtung festlege. So auch beim winterlichen Weihnachtsspaziergang am 25.Dezember als ich Glück hatte und diese tolle Aufnahme machen konnte. Erst Pech gehabt und gedacht die Amsel versteckt sich vor mir, aber dann einfach leise zur Hecke geschlichen und abgedrückt. Volltreffer :) {Foto URL}

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Auswahl Simon Sticker

Andreas sagte:

Titel: Floating. 
Für mich ist es mein wichtigstes Foto 2010, weil ich zum ersten Mal wirklich geplant ein Foto gemacht habe, bei dem ich schon im Voraus wusste, wie es genau aussehen sollte.
Das Foto ist bei absoluter Dunkelheit mit 180 Sekunden Belichtung entstanden, Licht kam nur von einem darüber verlaufenden Autobahnzubringer. {Foto URL}

Chris sagte:

Hmm..
ich glaube am ende läuft alles, sowohl aus technischen wie auch emotionalen gründen auf dieses foto heraus:
Das Foto entstand am “schwarzen Donnerstag”, während des großangelegten Polizeieinsatzes gegen Stuttgart21-Gegner im Stuttgarter Schlossgarten. Dieses Bild bringt für mich den Tag auf den Punkt. Die Authentizität der Emotionen und Mimik dieser beiden Teilnehmerinnen der Schülerdemo, die Ungläubig und (psychisch wie physisch) fertig am mitten im Geschehen plötzlich vor mir standen und einfach kein gekünsteltes Lächeln mehr hervorbringen konnten beeindruckt mich immernoch. {Foto URL}

Hendrik sagte:

Das Genre Street reizt mich immer wieder aufs Neue.
In diesem Fall habe ich mit dem Thema “Schaufenster” gespielt. Belichtungszeiten und Spiegelungen waren die technischen Vorgaben. Aus der Idee entstanden an einem Sommerabend im Elsaß verschiedene Eindrücke – alles spontan und ungeplant.
Voilá, Mesdames et messieurs ! (Foto URL)

Manuel sagte:

Das Foto ist bei meiner Interrailtour im Sommer in Rumänien während einer abenteurlichen Zugfahrt entstanden. In dem Zug war es vollkommen normal, dass beispielsweise die Türen auch während nicht zugemacht wurden. Ein Einheimischer hat mitbekommen, wie wir uns darüber amüsiert haben und sagte nur: “this is romania”, soviel zum Titel. Für mich ist es eins der wichtigsten Bilder 2010, weil es mich an einen spannenden und abenteuerlichen Urlaub erinnert. {Foto URL}

Markus Schwarze sagte:

Heute hat mich die Geschichte zu dem Bild zum weinen gebracht. Ich möchte auch erzählen warum. Es war mittags und ich war in der Hamburger Innenstadt unterwegs, aber irgendwie wollte es nicht so richtig klappen. Also ging ich wieder zum Hauptbahnhof und versuchte dort mein Glück. Viele tolle Bilder sind dort entstanden und ich machte mich wieder auf dem Weg zurück zur Arbeit. Es gibt eine Unterführung vom Bahnhof in die Einkaufsstraße, die ich gerade lang ging als mir dieser alte Herr entgegen kam. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte einfach das Gefühl ihn ansprechen zu müssen. Da er nicht mehr so gut hörte, musste ich lauter sprechen und micht teilweise wiederholen. Auf die Frage, ob ich ein Foto machen dürfte, sagte er: “Dann machen Sie wohl das letzte Foto von mir“. Ich war durch diese Aussage wie gelähmt und wusste nicht was ich jetzt sagen bzw. machen soll. Er nahm mir die Frage ab und erzählte mir, das er gerade von Arzt kommt mit der Diagnose Krebs! Endstadium!

Sein ganzen Leben hat er sich gesund ernährt, nicht geraucht, kein Alkohol und dann vor ein paar Jahren diese Diagnose – mit Aussicht auf Heilung. Nun Heute, am 11.06.2010 wurde ihm gesagt, das man nichts mehr machen kann. Wir haben uns über 30 Minuten lang unterhalten und ich musste meine Gefühle wirklich zurückhalten. Er verabschiedete sich mit den Worten: “Die Hoffnung stirbt zuletzt”. Ich drehte mich beim weggehen noch einmal um und sah einen alten, traurigen Mann.
Ich musste mich nach diesem Gespräch erst einmal auf eine Bank setzen und das ganze verarbeiten. Auch wenn ich diesen Mann erst vor 30 Minuten kennen gelernt habe, hat mich dieses Ereignis gefühlsmäßig völlig aus dem Ruder geworfen.
Auch wenn sich das jetzt komisch anhört – genieße jeden Tag. {Foto URL}

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Auswahl Malte Pietschmann

Ben sagte:

„Das ist mein liebstes Foto vom vergangenem Jahr, weil es einfach meine Liebe zur cleanen, grafischen Architekturfotografie wie sonst kaum ein Anderes zusammenfasst: Klare Formen, Symmetrie und trotzdem zwei Menschen die das Ganze wieder durchbrechen, was die Wirkung noch weiter unterstützt. Außerdem gefällt es mir auch noch Monate später, was bei vielen meiner Bilder nicht der Fall ist“ {Foto URL}

Krätsche sagte:

„Aufgenommen am Kongresszentrum Dresden an einem kalten Wintermontag im Januar 2010. Diese Spiegelung haben sicher schon einige abgelichtet, mir fiel sie zu Beginn gar nicht so auf. Ich habe das Querformat dann zugeschnitten und die Tönung ein wenig verändert und voilà, das war es dann. Eigentlich hab ich durch dieses Bild und den Einsatz meines damals recht frischen 10-20er Sigmas erst so richtig Lust auf Architekturfotografie bekommen.“ {Foto URL}

Sebastian sagte:

„Diese Bild entstand während der Studentenstreiks. Hier zu sehen ist der Eingang zum H2, der Hörsaal in dem sich getroffen und beratschlagt wurde was unternommen werden soll.“ {Foto URL}

Tobias Ritz sagte:

„Entstanden ist es im Winterurlaub an der Nordkette in Innsbruck im schönen Tirol. Es war der dritte Urlaubstag und als ich oben aus dem Lift stieg, peitschte mir der feine Schnee um die Nase – durch den Wind da oben auf knapp 2800m fühlte es sich an wie -20°C, was das fotografieren nur mit den dicken Snowboardhandschuhen ermöglichte. Trotz der Vorraussetzungen entstand eine Reihe von Fotos, die mir sehr am Herzen liegt, weil sie die rauhe und harte Landschaft des Hochgebirges im Winter sehr gut wiederspiegelt.“ {Foto URL}

Der Stilpirat schrieb:

„Im Februar letzten Jahres hatte ich das, was man als einen klassischen “BurnOut” bezeichnet. Ich war “durch”… mochte nicht mehr… konnte nicht mehr… alle Akkus leer! – ich muß Dir (Martin) nicht sagen, was das heisst…
Ich flog alleine nach Tunesien um runterzukommen und mir ein paar Gedanken zu machen. An meinem ersten Tag in Sousse saß ich sehr früh morgens auf einem Poller im Hafen. Die Sonne war noch nicht zu sehen. Das Meer war spiegelglatt. Die Stadt schlief… Direkt vor mir lief ein Mann über einen Anleger ans andere Ende. Ich fragte mich, wozu er das tat, denn ein Schiff war genausowenig zu sehen, wie irgend etwas anderes, was es da zu tun gäbe. Der Mann lief “einfach nur so” da lang… ohne Zweck.

Er setzte sich auf die Anlegerkante und rauchte eine Zigarette. Das war alles. Dieser erste Morgen in Tunesien und vor allem dieser Moment hat mir ne Menge gegeben. Für mich war dieser Moment eine erste Erkenntnis raus aus meinem BurnOut. Und diese Erkenntnis hieß:
“Nimm dir Zeit“: Das Foto ist auf einer analogen Pentax auf irgendeinem abgelaufenen 400er Kleinbildfilm entstanden (ich hatte nichts anderes dabei). Es körnt wie Hölle, aber das ist mir egal. Ich habe das Foto mittlerweile in meinem Büro auf Leinwand hängen. Es erinnert mich immer daran, alles langsamer angehen zu lassen.“ {Foto URL}

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Auswahl Martin Gommel

Bluemello sagte:

Eigentlich war gar kein Wetter bei dem man Lust hat draußen zu fotografieren: Es war kalt, regnerisch, dichter Nebel und außerdem schon dunkel. Aber ich dachte mir ich muss nochmal los. Der Nebel reflektierte das Scheinwerferlicht der vorbeifahrenden Autos ganz wunderbar und ich wusste ich wollte “irgendwas mit Silhouette ” machen. Nach ein paar Versuchen entstand dann dieses Bild. {Foto URL}

Christian Öser sagte:

Mein wichtigstes Foto 2010 war ganz klar ein Panorama mit dem Titel “Nou Camp Stadion Barcelona”.  Es ist für mich deshalb etwas Besonderes, weil es einem Außenstehenden das Gefühl recht nahe bringt, in diesem mächtigen Stadion zu sitzen und mit fast 100.000 Anhängern mitzufiebern. Der Sonnenuntergang in den Vereinsfarben ist da nur noch Zugabe. ;-) {Foto URL}

Marc sagte:

Entstanden auf einer spontanen Fototour mit dem Singer/Songwriter September Leaves. Ich mag an dem Bild natürlich die geglückte Komposition und die Tatsache das hier der Tengelmann verewigt ist, der für den Charakter dieses Stadtteils eine wichtige Rolle spielte und inzwischen durch einen Rewe City ersetzt wurde {Foto URL}.

Oliver sagte:

Ich schätze mal, dass ihr das alle kennt: Man hat sich eine neue Kamera, oder auch Objektiv gegönnt und in den darauffolgenden Wochen wird genau dieses zu einem ständigen Begleiter. In meinem Fall, war es meine erste Spiegelreflexkamera überhaupt. Damals ging ich mit meinen Freunden zum Bowlen und immmer wenn ich gerade nicht an der Reihe war wurde nach der Kamera gegriffen. Dabei ist das folgende Foto enstanden – ganz ohne technische Rafinessen, nur Kamera und Kit-Objektiv. {Foto URL}

Sascha sagte:

Das Foto ist mir wichtig, da ich letztes Jahr meine Ausbildung als Fotograf begonnen habe und das die erste Aufgabe war (Genussmittel Emotion). Es ist zwar nicht perfekt, aber da ich damit im Grunde die Ausbildung begonnen habe ist es für mich sehr wichtig. Bin gespannt was mich noch alles erwartet. :) {Foto URL}

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Auswahl von Holger Lückerath

Ellen schrieb:

Mein bestes Bild hat den Titel “Körpersprache”. Es zeigt zwei Menschen, die auf das Meer hinausschauen. Für mich war dieses Bild im vergangenen Jahr eines der Fotos, die mich bewegt und motiviert haben. Zum einen war ich zum ersten Mal mit meiner neuen Traumlinse, einer lichtstarken 180er Brennweite unterwegs. Ich hatte mich schon sehr lange auf das Objektiv gefreut und darauf gespart. Es ist für mich ein “magisches Glas” geworden. Ich liebe es damit zu fotografieren. Das Foto mag ich besonders, weil es einen Moment einfängt, der mit Worten nur schwer zu beschreiben ist. Die zwei Menschen scheinen sehr verbunden miteinander zu sein. Das zeigt sich an ihrer Körpersprache. Vielleicht haben sie schon viel zusammen erlebt. Ich mag Bilder, die etwas Unsagbares enthalten. Das ist für mich die Magie der Fotografie. {Foto URL}

Carl Ahner schrieb:

DAS wichtigste Bild gibt es für mich nicht, da ich dann in persönlichster Wert, beste Fotografie, Moment getroffen und sowas unterscheiden müsste…jedoch hat mich dieses Foto mit dem Titel “Fallen” selbst stark beeindruckt, da ich, als der, der weiß wie es drumrum aussah, für mich feststellen muss, dass es die gesamte Atmosphäre des italienischen Olivenhains (in der Nähe von Sorrent) sehr gut wieder gibt. Die Sonne stand noch steil, doch es war schon spät, warm und feucht. Zwischen Ästen hat man immer wieder Vögel und Eidechsen gesehen, man hat die Natur praktisch gefühlt. Irgendwo hat ein Bauer Äste verbrannt und der Rauch mischte sich in den Duft nach Blumen, Olivenbäumen und dreckigem Abwasser. {Foto URL}

Christian schrieb:

Mein liebstes vom letzten Jahr?
Es gibt 2 aber je länger ich drüber nachdenke find ich das – alias meine No. 32 of 52 aus meine 52 week Project. Ich hab mit einen m&m’s Splash angefangen und war sehr begeistert über das erste Ergebnis und wollte es nocheinmal probieren und gucken ob ich mich nach sovielen Fotos & Ideen verbessert habe und es noch besser machen konnt, und im nachhinein bin ich sehr stolz auf das Endergebnis :) {Foto URL}

Daniel schrieb:

Das Bild ist in einer kleinen Polizeistation im Herzen Monrovias entstanden. Ich hatte während eines Gesprächs mit den Polizisten kurz die Gelegenheit einen Blick in Räume zu werfen und endeckte diesen Mann, der um Wasser und Essen bettelte. Es erinnert mich an die Reise nach Liberia und das Leid in diesen Land. {Foto URL}

Luisa schrieb:

Ich glaube fast, das ist ein unmögliches Unterfangen, ein einziges Bild auszuwählen. Ich habe Menschen getroffen, die ich schon jahrelang fotografieren wollte, deren Anerkennung mich besonders ehrt, die mich vor der Kamera mehr als nur begeistert haben, mit denen ich wunderbare Gespräche hatte, … Und da soll ich nun ein Bild und damit einen Menschen über alle stellen? Das kann ich nicht. Aber ich kann ein Bild auswählen von einer jungen Frau, die mit ihrer endlosen Freude einen nicht wegzudenkenden Beitrag zu den Anfängen meiner Portraitfotografie geleistet hat: Eleisa. Und so ist das vielleicht für andere nicht mein bestes Bild, aber trotzdem für mich eines der wichtigsten, im Herzen. {Foto URL}


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28 Kommentare

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  1. Eine ganz wunderbare Auswahl, jedes der Bilder zeigt seine ganz eigene Geschichte. Natürlich hat mich das Foto von Markus Schwarze am meisten beeindruckt und berührt, aber ebenso das Foto der zwei Demonstrantinnen und…und…Ich finde es ganz wunderbar, dass so viele Menschen – jeder für sich – ganz eigene Bilder machen und eine ganz persönliche Sichtweise auf die Welt und unser Leben ermöglichen. Die Fotos sind genau so einzigartig wie das Leben!!!
    Lieben Gruss und Danke -moni

  2. Eine sehr feine und abwechslungsreiche Auswahl habt ihr da getroffen.
    Hätte nicht geglaubt, dass bei so vielen Bildern meins dabei sein würde. Umso mehr freut es mich.

    Vielen Dank und behaltet diese gute Idee bei, denn das macht allen hier Laune*

  3. ui… ich bin dabei! :o)
    freut mich sehr!

    und ich kann mich nur anschließen, die Auswahl ist total schön geworden… mir persönlich gefallen natürlich die dokumentarischen, erzählenden Bilder am meisten… also z.B. „hope dies last“ (welches mich, in verbindung mit der Geschichte sehr beeindruckt hat!) oder das „arrested“-bild aus liberia.

    aber auch sonst find ich die auswahl sehr gelungen.

    dankschön und weiter so!

    .chris

  4. Die Aktion war mal richtig klasse von euch, die hat mal ein wenig frischen Wind reingeblasen TOLL.
    Mein Favorit ist dass von Markus + die Geschichte+ letzten Satz und Krätsches Fassade.

    Das Rockt mal wieder Herr Gommel ;-)
    VG Martin

  5. Die Geschichte von dem alten Herrn in Markus Schwarzes Auswahl war wirklich berührend.
    Habe diesmal nicht mitgemacht, da die Aktion mit weniger als 24h wirklich äußerst kurzfristig angesetzt war (und das für das Foto des Jahres, wirklich schade!).

    Dennoch möchte ich mich kritisch äußer. Ich finde die Auswahl ziemlich einseitig. Ich vermisse ein wenig die Gewöhnlichkeit. Entweder sind die Bilder cross-entwickelt, mit f1.2 Blende entstanden oder sonstiges. War vorgestern auf der Photo10 in Zürich und habe viele ausgefallene Bilder entdeckt, die weniger (sorry) effekthascherisch gestaltet waren und dennoch sehr beeindruckt haben. Insbesonders der Vortrag von James Nachtwey (und seine Bilder) haben mir wieder mal gezeigt, wie einfach genial eine Aufnahme sein kann. Aber wir alle lernen ja noch dazu (ganz besonders ich ;-) ).

    Nur so ein paar Gedanken. Hoffe niemanden auf den Schlips getreten zu sein.

    LG Martin

    • Sorry, wenn ich das jetzt so hart kommentieren muss, aber deine Aussage, die Auswahl wäre einseitig, kann ich so einfach nicht stehen lassen, weil:

      1. deine Aussage schlicht falsch ist, denn die Auswahl ist alles andere als einseitig geworden.
      2. es verdammt viel Arbeit war, sich durch 317 Kommentare zu wühlen!

      Trotzdem, nix für ungut :)

  6. wirklich klasse fotos – die geschichten dahinter sowie die photografen, lassen einen an besonderen augenblicken teilhaben. klasse.

    besonders gefallen mir :

    – burn out
    – bowling
    – körpersprache

    … einfach toll

  7. Ohne den Text neben den Bildern gelesen zu haben, zieht keines der Bilder mich in seinen Bann.

    Vulcano Boarding will ich unbedingt mal machen und in sw und analog könnte man das glaube ich auch alleine an eine große Wand hängen und immer wieder schön finden. So empfinde ich das grün oben links im Bild als störend.

    • Das ist der Grund, warum wir die Texte dazu gelesen, und auch hier gepostet haben.
      Um Fotos zu begreifen, sollte man sie immer auch in ihrem Kontext sehen…

      Achso. Eine Frage hab ich noch:
      In sw und digital käme das Bild sicher nicht an die große Wand, oder? ;)

      • Sehe ich so: Zieht ein Bild nicht in seinen Bann, hatte die Geschichte mindestens einen miesen Anwalt.

        „Achso. Eine Frage hab ich noch: In sw und digital käme das Bild sicher nicht an die große Wand, oder?“

        Vielleicht. Aber in analog sieht es in meiner Fantasie besser aus. Wir sind halt nicht alle gleich.

  8. Ich sehe das ähnlich, wie Du, Marcus. Ein Bild sollte mir etwas erzählen, mich in seinen Bann ziehen, wenn es ein wirklich gutes Bild ist.
    Ich finde aber gleichzeitig auch, dass fast alle der Bilder, die sich in unserer Auswahl finden genau das tun. Sie wecken bestimmte Emotionen, erzählen eine Geschichte welcher Art auch immer oder haben zumindest ein besonderes ästhetisches Element, was es besonders macht. Aber natürlich empfindet jeder das anders und vor allem betrachtet jeder Bilder anders. Ein Bild wie das von Marcus Schwarze, welches erstmal ein „normales“ Portrait ist, gewinnt durch die Geschichte dazu eine andere Bedeutung und man betrachtet es anders. Aber ist das schlecht? Manchmal ist der Kontext eben auch wichtig um ein Bild einordnen zu können.
    Und wo der Name James Nachtwey hier schon fiel: Auch seine Bilder erzählen nicht immer eine Geschichte, wenn man mal davon absieht, dass ein Bild von Elend immer von sehr starken Emotionen beim Betrachter begleitet ist. Sie gewinnen auch durch den Kontext, durch das Wissen, dass es im Krieg entstanden ist, usw.

    Aber erstmal ist es natürlich schade, dass die Bilder dich nicht so begeistern können, wie sie uns begeistert haben.

  9. die begesiterung, die ein bild in einem auslösen kann, wird doch im wesentlichen durch das „trainierte“ auge des betrachters bedingt. woher komme ich? was für bilder beeinflussen mich (durch job, alltag, eigene recherche)? etc.
    daher ist es an dieser stelle doch ein wunderschönes experiment, diese vielfalt und vielzahl zu zeigen. ich finde es außerdem schwer, die wirkung eines bildes auf mich spüren zu können, wenn es in einem kontext so vieler anderer bilder steht. da oben tauch eines meiner eigenen bilder auf – ich sehe es dadurch schon wieder ansers. das finde ich erstaunlich!
    ich danke für eure mühen, die auswahl und freue mich, dass ihr eines meiner bilder auf eurem blog zeigt.
    ich lese euch gerne (weil ich mich immer mal wieder überrascht).

  10. Schöne Auswahl, hat Spaß gemacht die Bilder zu betrachten. pellepelle und Anja’s Bilder haben mir besonders gefallen, aber die anderen sind sicherlich auch zumeist klasse.