kwerfeldein
09. Dezember 2010 Lesezeit: ~8 Minuten

Die Schönheit des Verfalls

Das ist ein Artikel von Matthias Haker (Website | Facebook | Flickr). Im echten Leben studiert er Medieninformatik und beschäftigt sich seit zweieinhalb intensiv Jahren mit der digitalen Fotografie.

Vor ca. zwei Jahren, kurz nachdem ich begann mich überhaupt mit der digitalen Fotografie zu beschäftigen, beschloss ich den Beelitzer Heilstätten (einem großen, sehr bekannten, verlassenen Krankenhauskomplex bei Berlin) einen Besuch abzustatten. Ich war absolut fasziniert von dem maroden Charme dieser traumhaft schönen Location und von da an begeistert von Ruinen, verlassenen und verfallenden Gebäuden.

In den vergangenen zwei Jahren habe ich nun eine Menge Locations im In- und Ausland besucht und einiges an Erfahrung sammeln können. Als ich von Martin gefragt wurde, ob ich vielleicht einen Beitrag schreiben würde, dachte ich mir ich könnte euch ja an meinen Erfahrungen teilhaben lassen, da ich mir vorstellen kann, dass sich durchaus einige Leute für das Thema interessieren.

Bevor ihr beschließt, in einem verlassenen Gebäude zu fotografieren, solltet ihr euch einiger Risiken bewusst sein: Wer ohne Erlaubnis des Eigentümers in ein Gebäude eindringt, macht sich unter Umständen des Hausfriedensbruchs strafbar (und dazu will ich natürlich niemanden anstiften). Aber abgesehen von der drohenden Gefahr einer Anzeige stellt jede Tour eine manchmal nicht unerhebliche Gefahr für die eigene Gesundheit (unter Umständen auch für das eigene Leben) und für das oftmals nicht ganz billige Equipment dar.

Dass ihr nicht unbedingt eure besten Sachen anziehen solltet, wenn ihr durch staubige Ruinen stolziert, sollte euch eigentlich klar sein – zerrissene Klamotten sowie kleine Kratzer und Wunden gehören zur Tagesordnung. Eine Tetanus Impfung ist also auch durchaus von Vorteil. Meine klare Empfehlung ist auch niemals alleine auf Tour zu gehen, denn solltet ihr doch einmal durch einen morschen Holzfußboden krachen oder in ein Loch fallen, ist es immer gut, wenn jemand Hilfe holen kann!

Mal davon abgesehen, dass ihr nie sicher sein könnt, auf was für komische Gestalten ihr treffen könntet, ist es für einen wie auch immer gearteten Zwischenfall durchaus von Vorteil, nicht alleine unterwegs zu sein.

Um nicht durch Holzfußböden zu krachen ist es übrigens durchaus von Vorteil, seinen gesunden Menschenverstand zu benutzen. Wenn ich bereits große Löcher im Fußboden sehe und merke, dass dieser bedrohlich bei jedem Schritt nachgibt, überlege ich mir auch, ob es nicht sinnvoller ist lieber umzukehren…

Wenn ihr euch von all der Panikmache nicht habt einschüchtern lassen und nun bereit seid, furchtlos die nächste Bruchbude zu stürmen, sollte ihr euch eventuell zunächst noch Gedanken um die passende Ausrüstung machen. Auf jeden Fall Pflicht ist ein Stativ, da es im Normalfall weit und breit keinen funktionierenden Lichtschalter geben wird. Aus dem gleichen Grund ist eine Taschenlampe oftmals unverzichtbar, insbesondere wenn der Eingang durch einen Keller führt oder die Fenster in den Untergeschossen Lichtdicht zugemauert wurden.

Schnittfeste Handschuhe könnten bestimmt auch manchmal von Vorteil sein – ich habe zwar noch nie welche benutzt, aber es gab schon Situationen, wo ich mir welche gewünscht hätte. Und sollte jemand ein günstiges Jetpack im Baumarkt um die Ecke entdecken, schreibt mir bitte eine Mail, damit wäre auch meine Ausrüstung endlich komplett!

Wenn ihr nun voll ausgerüstet mit der Kamera im Anschlag bereit zum Starten seid, bleibt nur noch ein Problem:

Wie findet ihr eine geeignete Location?

Das ist in jedem Fall gerade als Anfänger auf dem Gebiet das vermutlich größte Problem. Die erfahrenen Urbexer werden jemandem, der selber keine Fotos von ähnlichen Orten vorweisen kann nur sehr selten Tipps bezüglich der genauen Standorte geben. Aus dem einfachen Grund, dass viele von uns einfach zu oft gesehen haben, wie schnell diese Plätze völlig zerstört wurden nachdem deren Standort bekannt geworden ist.

Bis vor kurzem hättet ihr zwar (zumindest wenn ihr aus dem Berliner Raum kommt) nach Beelitz fahren können, aber damit ist jetzt leider auch Schluss. Demzufolge hilft nur eins: selber suchen! Je nachdem wo ihr wohnt gibt es oft einige oder jede Menge möglicher Locations – ihr müsst nur eure Augen offen halten. Auch Google Maps oder Ähnliches kann durchaus hilfreich bei der Suche sein. Aber Vorsicht: die Bilder sind zum Teil 5 Jahre alt! Nicht zwingend stehen die Gebäude überhaupt noch!

Ihr solltet euch aber bewusst sein, dass die Suche durchaus frustrierend sein kann.

Ich stand schon vor unzähligen Objekten, bei denen ein Eindringen leider schlicht unmöglich war! Außerdem ist in Deutschland oftmals nicht viel in den Gebäuden verblieben, wirklich gute Funde sind daher leider nicht unbedingt an der Tagesordnung. Aber all das macht das ganze natürlich auch spannender, und eine leere Lagerhalle kann durchaus auch ihren Charme haben.

Wenn ihr nun eine geeignete Location gefunden habt empfehle ich euch, in jedem Fall erstmal um das gesamte Objekt herumzulaufen (wenn es nicht gerade ein riesengroßer Komplex bei dem eine Umrundung in einem halben Tagesauflug endet), um den besten Eingangspunkt zu finden und sich nach neugierigen Nachbarn oder Vor Ort ansässigen Sicherheitsdiensten umzuschauen. Ich bin schon oft genug über Mauern, Zäune oder ähnliches geklettert um am Ende festzustellen, dass der Zaun ein paar Meter weiter einfach aufgehört hätte.

Das gleiche gilt für das Klettern durch Fenster, Schächte oder dergleichen. Wenn ihr dann im Gebäude angekommen seid (auf welchem Weg auch immer), könnt ihr fröhlich drauflos fotografieren. Ich persönlich bevorzuge übrigens meist ein Ultraweitwinkelobjektiv – in meinem Fall ein Sigma 12-24mm am KB-Format, aber je nach Location bieten sich auch genügend Gelegenheiten, andere Objektive einzusetzen (z.B. das 50er, Makroobjektive oder auch mal ein Tele für Details).

Ich entscheide mich ziemlich oft für HDRs aus 2 verschiedenen Gründen:

  1. Die Kontrastverhältnisse sind zum Teil so extrem, dass Über- und Unterbelichtungen in einem Bild regelrecht um die Aufmerksamkeit des Betrachters wetteifern, und
  2. mag ich die Möglichkeit, die maroden Strukturen extra herauszuarbeiten und dem Bild ein leicht surreales Feeling zu geben. Aber all das ist natürlich reine Geschmackssache.

Ich würde euch zur Benutzung eines Kabel- oder Funkauslösers bzw. zur Verwendung der Spiegelvorauslösung raten, da sich gerade bei sehr langen Belichtungszeiten (die oftmals unvermeidbar sind) auch das Drücken des Auslösers leider schon deutlich negativ auf die Schärfe des Bildes auswirken kann. Um die Belichtungszeiten gerade in sehr dunklen Räumen zu verkürzen, ist es oft hilfreich den Raum mit einer Taschenlampe auszuleuchten (einfach hin und her schwingen).

Ich persönlich mag einen leicht bewölkten Himmel für ein weiches diffuses Licht oder aber das shooten mit tiefstehender Sonne für lange Schatten and den zerbrochenen Fenstern. Allerdings nehmen die Belichtungszeiten bei starker Bewölkung oder kurz vor Sonnenuntergang natürlich auch wieder rapide zu, aber irgendwas ist ja immer…

Solltet ihr, wie ich des Öfteren auf HDR gesetzt haben, empfehle ich euch die Verwendung von Photomatix zur HDR Generierung. Alternativ habe ich vor Kurzem eine Demoversion des neuen Nik HDR Efex Pro getestet und war davon auch sehr angetan. Ich persönlich bearbeite die Bilder anschließend in Photoshop CS5 unter Verwendung mehrerer Plugins von Nik Software.

Aber auch mit kostenloser Software wie Gimp sind gute Resultate sicherlich möglich, schließlich hat ja nicht jeder wie ich die Möglichkeit, Photoshop als Student zum verhältnismäßigen Schnäppchenpreis zu bekommen.

Ich hoffe ich konnte zumindest einigen von Euch ein Paar hilfreiche Tipps geben und möchte meinen Gastbeitrag mit dem Motto aller Urban Explorer beschließen: Take nothing but pictures, leave nothing but footprints!

Ähnliche Artikel


55 Kommentare

Schreib’ einen Kommentar

Netiquette: Bleib freundlich, konstruktiv und beim Thema des Artikels. Mehr dazu.

  1. sehr interessant. ich beobachte deine werke schon länger auf DA und war immer erstaunt über das setting deiner urbex-aufnahmen. es ist wirklich schön, auch mal ein paar hintergrundinformationen bezüglich der entstehungsweise zu bekommen. für jeden der selbst mal den schritt wagen möchte, sind die tipps zur ausstattung und location sicher eine gute hilfestellung.

  2. Wirklich gelungener Artikel, kenne deine Fotos mittlerweile von Flickr bzw. von dem Buch „Beauts in Decay“. Da sind immer wieder gelungene Aufnahmen dabei. Ein Teil der Bilder hier im Beitrag erinnern mich ein wenig an meine bzw. an die Touren zu den Locations. Urban Exploring ist echt fasizinierend aber stellenweise sehr gefährlich (Wachschutz / morsche Turnhallenböden ;) ) Ich hoffe es war nicht dein letzter Beitrag.

  3. Ich verfolge die „Verlassene Gebäude Fotografie“ schon eine ganze Weile mit großem Interesse.

    Eine Frage hätte ich da: Was ist dir denn alles schon passiert? Verletzungen, aggressive Obdachlose, Wachdienst, Anzeige? Man ließt ja die abenteuerlichsten Geschichten mit Obdachlosen die nur mit Übergabe der Ausrüstung zu besänftigen waren…

    Was wären deine Tips um legal in solche Gebäude zu kommen? Hast du bestimmte „Gesprächsstrategien“ um Eigentümer/Verwalter zu überreden? Wie findet man überhaupt heraus wer Eigentümer eines Gebäudes ist?

    Liebe Grüße

    FC

    • Also ich persönlich bin bis jetzt immer glimpflich davon gekommen.
      Ich wurde zwar schon vom Wachschutz vom Gelände geführt, aber mehr auch nicht… Keine Anzeigen, keine Verletzungen…
      Aber ein guter Freund von mir ist ein (ziemlich tiefes) Loch gefallen und hat sich (neben der zum Teil zerstörten Ausrüstung) die Hüfte ge- und den Halswirberl angebrochen.
      Die Anzeige wegen Hausfriedensbruch wurde im Endeffekt aber auch eingestellt…
      Ein anderer Freund hat es geschafft insgesamt 15 Objektive bei Stürzen in soclhen Locations zu zerstören…

      Mit den Besitzern reden wird wohl oft schwierig sein, da man diese nicht heraus bekommt, aber wenn man fragt, habe ich gehört, dass diese zum Teil sehr aufgeschlossen sind.

      Ich will mich ja selber keiner Straftaten bezichtigen, aber ich kann dir auf dem Gebiet überhaupt keine Tips geben (warum kannst du dir dann ja vermutlich denken)….

      • Na dann drück ich dir mal beide Daumen, dass es weiterhin so glimpflich ausgeht und du weiter mit so guten Fotos heil heimkommst!

        Bei der Hüft- und Wirbel-Anbruch Geschichte hab ich tatsächlich mal ganz kurz tief durchgeatmet.

        Ich denke ich überlasse dieses Gebiet dann doch eher den Mutigeren Fotografen, ich bin da wohl ein zu großer Schisser ;)

  4. So gut ich die Bilder finde (und ich finde sie wirklich sehr gut), komme ich als Jurist doch nicht drum herum, nochmals auf den Hausfriedensbruch hinzuweisen. Der ist nämlich erfüllt, sobald um das Gebäude ein Zaun ist, auch wenn dieser nicht durchgängig ist. Oder sobald man eine Tür öffnet, auch, wenn diese nicht verschlossen ist. Auch spielt es praktisch keine Rolle, wie verfallen das Haus ist. Also ist er in den hier geschilderten Fällen praktisch immer verwirklicht. Und dann kommt es nur noch drauf an, ob der Hausrechtsinhaber, der nichtmal der Eigentümer sein muss (sondern z.B. eine beauftragte Wachfirma, einen Strafantrag stellt. Also passt wirklich auf, dass ihr nicht erwischt werdet ;-)

    • Das kann ich auch nur Unterstreichen!
      #Ich will niemanden zu irgend einer Straftat anstiften, des Risikos muss man sich immer bewusst sein.
      Obwohl ich noch anmerken will, dass der Wachschutz oft relativ gelassen ist, da wir als Fotografen ja nichts kaputt machen!
      Aber trotzdem, ein SEHR WICHTIGER Punkt, den man nicht außer Acht lassen sollte!

  5. Wer sich mehr für die Schönheit des Verfalls interessiert (als Thema, das zwar mit Fotos erfassbar ist, aber über Fotografie deutlich hinausgeht), dem empfehle ich das Buch, das ich gerade lese:
    „An allem nagt der Zahn der Zeit“ von Midas Dekkers. Der Stil des Autors ist von Sachlichkeit und trockenem Humor geprägt, und er schreibt erstaunlich vielseitig.

  6. Echt sehr geile Bilder! Mich interessiert dieses Thema auch schon seit dem ich begonnen habe – hat irgendwas von Abenteuer. Leider habe ich bis jetzt davor zurück geschreckt da etwas zu versuchen – aber durch diesen Artikel wurde meine Neugierde wieder mehr als geweckt! ;-)

  7. Wow. Das sind super Bilder (und ich kannte sie noch nicht). Riesen Respekt! Und ich seh das ähnlich wie du: Für Texturen und Strukturen in solchen Umgebungen ist HDR ein super Werkzeug. Du zeigst welches Potential in der Technik steckt und das HDR auch sehr gut aussehen kann. Bin wirklich begeistert. Das war grad ne spannende Entdeckung…

  8. Sehr, sehr beeindruckend…. das wäre was für mich gewesen, als ich noch jünger war (… na ja, ALT bin ich auch noch nicht) aber vor allem mehr Zeit hatte.

    Ich bin als Junge gerne mit meinen Vater in verlassenen Fabriken rumgestiefelt.. da haben die Transformatoren noch gebrummt… das weiß ich bis heute noch. ;) Kindheitserinnerungen….

    Heute würde ich sowas gerne fotografisch erkunden, aber in der Regel leider keine Gelegenheit und keine Zeit.

    Trotzdem sehr schön, über sowas zu lesen und die Bilder zu sehen!

  9. Danke für den schönen Artikel und vor allem die Bilder!

    Ich spiel auch schon seit längerer Zeit mit dem Gedanken, mal diese Richtung auszuprobieren. Was mich nur etwas beunruhigt sind Leute die u.U. schon vor Ort sind. Hast Du schon schlechte Erfahrung gemacht in dieser Richtung?

  10. … ich war auf Anhieb gefesselt von diesen Bildern (als ich sie bereits vor einigen Monaten im Netz entdeckte). Umso mehr begeistert war ich, als ich den Gastbeitrag hier lesen durfte. Wertvolle Tipps vor allem bzgl. Thema Sicherheit und Location-Suche. Ich bin von je her fasziniert von alten, maroden Gebäuden, Villen und Industrie-Ruinen, die Fotos haben immer einen ganz eigenen und besonderen Charme! Bitte mehr von sochen Themen!

  11. Ich kann mich den anderen nur anschließen, super Fotos!

    Vor einigen Jahren habe ich ein altes Haus im Wald entdeckt, mit uralten Wandmalereien, ich hatte aber keine Kamera dabei. Als ich nach ein paar Monaten mit meiner Ausrüstung wiederkam, war alles verrammelt und verriegelt.

  12. Ein interessanter Artikel.
    Viel Vorbereitung steckt in der Planung so einer Fototour. Erst die aufwändige Recherche, dann die Anreise zu Orten die nicht immer gleich um die Ecke zu finden sind.
    In der Nachbearbeitung könnte man noch etwas mehr Zeit investieren bei der Korrektur der Verzeichnungen und der stürzenden Linien.

  13. Hi Matthias, schön auch mal ausserhalb von flickr was von dir zu lesen. ;-)
    Als leidenschaftlicher Urbexer verfolge ich schon seit einigen Monaten dein werkeln und kann nur sagen Hut ab!
    Gut das du den Aspekt des „gefährlichen“ noch mal extra ansprichst, denn ich habe mir selber schon eine ordentliche Verletzung in einer alten Tonfabrik zugezogen.
    Den Aspekt des „erwischt“ werdens hatte ich erst Anfang des Jahres, wobei wir ( meine Urbexkumpels von urban-aix) Glück hatten das unter den Polizisten ein uns bekannter Geocacher und eine Urbex interessierte Polizisten waren, sonst hätte die Sache eine Verwarnung oder anderes nach sich gezogen. :D
    Ein Paradies für Urbexer ist im übrigen Belgien, die lieben Nachbarn lassen megageile Locations gerne mal Jahrzehnte verfallen …… da sabbert der Urbexer.
    Und wie du schon erwähnst das suchen per GE usw, kommt oft einer mehrwöchigen Detektivarbeit gleich, macht aber meines Erachtens nach auch einen großen Teil des urbexens aus, wenn man dann erst mal in der Location steht und die Kamera auf’s Stativ packt, sind die strapazen eines unter Umständen schwiereigen Zugangs vergessen.
    Thx für deinen schönen Artikel.

    Gruß Frank

  14. hi matthias,
    wahnsinns bilder von einst (oder jetzt erst recht) schönen orten.

    habe mir vor kurzem photomatix gekauft um erste versuche mit hdr zu starten. nur irgendwie komme ich damit nicht zurecht.

    könntest du dir vorstellen ein tutorial zu erstellen? grundeinstellungen, basics zum programm, zum besseren verständnis.
    würde auch gut hier in das blog passen!?

    grüsse

    • Hallo Ingo,

      ich empfehle dir, einfach ein wenig zu experimentieren.

      Da jedes Bild verschieden ist, gibt es nicht DIE Einstellung, sondern jedes Bild erfordert individuelle Parameter.
      Auf jeden Fall empfehle ich dir, den Wert für Smoothing (bin mir nicht sicher wie das in der deutschen Version heißt) ziemlich hoch einzustelllen, da es sonst starke Halos gibt und die Bilder sehr eigenartig aussehen….

      Ich hoffe, das hilft dir zumindest ein wenig…

  15. Hallo.

    Ich muss schon sagen, die Fotos sind echt unfassbar. Schon das erste hat eine eigenartige Wirkung. Zum einen ist das praktisch nur ein alter Zahnarztsessel und die Beleuchtung ist ja allein für sich auch nicht ungewöhnlich. Die ganze Fotografie jedoch hat echt was an sich. Man fragt sich nur, was dort wohl für Foltermaßnahmen ausgeführt wurden. :)
    Das Foto mit dem Sarg ist aber gestellt, oder? Ich meine, da stand doch nicht ehrlich ein Sarg mittem in einem mit Marmor verlegtem Zimmer, wie in Frankenstein. Das Foto, auf welchem nur ein Stuhl abgebildet ist und die Fenster offen stehen, ist auch sehr unheimlich. Da fragt man sich nur, wann ein Dämon aus der Ecke gesprungen kommt. ;)

    Tolle Sache, diese Art der Fotografie. Ich komme auch aus Berlin, kenne ebenfalls einige verlassene Gebäude und Ruinen, habe jedoch nie überlegt darin mal Fotos zu schießen.

    Eins würde mich noch interessieren: Die verwendeten Motive und Gegenstände waren tatsächlich allesamt bereits in den Gebäuden und Zimmer? Hast Du sie nur dort in Szene gesetzt? Ich kann mir das gar nicht vorstellen, ein solch uralter Flügel, der einfach so in einer Ruine gelassen wurde. Das ist ja eine Antiquität. :D

    Sehr schöner Beitrag zu Kwerfeldein.
    Gefällt mir wirklich gut. :)

    Gruß

    • Hallo Philip,

      alles was auf den Bildern zu sehen ist, war auch wirklich vor Ort, es handelt sich um keine Montagen und ich habe auch keine Requisiten mitgebracht. Der Flügel zum Beispiel steht noch immer da (und funktioniert auch ncoh, müsste nur mal wieder gestimmt werden).

      Zu dem Sarg: An dem Tag wurde dort scheinbar ein Film oder ein Musikvideo gedreht, das war also einfach Glück und der steht da nicht immer herum. Aber alles andere kan man noch immer so vorfinden!

  16. Mich würde so etwas auch total reizen. Aber ich fürchte dazu hab ich zu viel Angst von irgendjemandem erwischt zu werden.
    Die Bilder sehen im Prinzip genial aus. Allerdings stört mich die sehr starke HDR-Bearbeitung. Das ist in meinen Augen ein bisschen zu viel. Aber das ist ja, wie schon im Artikel steht Geschmackssache.

    • Sorry, dass ich jetzt erst antworte, ich bin erst gestern Abend wieder nach Hause gekommen…
      Der Sarg stand genau so da (wäre mir auch etwas zu unhandlich um ihn immer mitzunehmen ;))
      An dem Tag hat da anscheinend eine Firma ein Musikvideo gedreht, der Sarg diente ihnen wohl als Requisite… In dem Fall war das also einfach sehr glückliches Timing!

  17. Die Bilder sind einfach atemberaubend, sie berühren mich total.

    Ich wäre vor Kurzem bei einem Städtetrip nach Dresden fast in eine alte, komplett verfallene Villa „eingestiegen“ – vor allem, nachdem das improvisierte Gartentürchen aus Holz wie von Geisterhand einladend vor mir auf ging (der Wind…). Ich habe mich dann aber wegen der „Vorsicht Lebensgefahr“-Schilder doch nicht reingetraut…

  18. Wunderschöne Fotos, sowas fasziniert mich.

    Ist irgendwie wie Reise in die Vergangenheit, oder nicht?

    Was ich auch mag sind Bilder von Tschernobyl, eigentlich so ziemlich alles was alt und verlassen ist. :)