24. November 2010 Lesezeit: ~5 Minuten

Wir werden ein Magazin

Oder sind wir es schon? Oder waren wir das schon vor zwei Jahren?

Liebe Leser, es wird höchste Zeit, dass ich ein Update veröffentliche. Seit Monaten ändert sich hier ja einiges und ich möchte ein bisschen Info dazugeben, einen roten Faden.

Vor ca. einem Jahr hatte ich eine Idee. Diese Idee werde ich heute nicht in aller Form ausbreiten, aber einen kleinen Teil davon. Nämlich: Eine Umstrukturierung von kwerfeldein.de dahingehend, viel mehr Leute hier auf die „Bühne“ zu lassen und somit der Abwechslung Raum zu verschaffen.

Das Blog war ganze lange „mein Ding“ – und das wird es insofern auch immer bleiben, dass ich Herausgeber der Sache bin, und quasi das Ruder in der Hand habe.

Doch lange Zeit habe ich hier jeden Tag Artikel geschrieben, was zum Einen kwerfeldein.de sehr persönlich gemacht hat, zum Anderen aber eine gewisse Einseitigkeit mitbrachte. Es war schön kuschelig, aber spätestens wenn sich die Inhalte wiederholen, fangen die ersten zu Gähnen an. Zu Recht will ich meinen.

Ausserdem habe ich vor längerer Zeit das Ding in „digitale Fotografie“ getauft und ich sehe mich nicht als Meister der Fotografie, der alles und jedes Genre abdecken kann. Und auch nicht will. Und auch nicht muss.

Alles andere macht krank und ein Ergebnis davon war mein Burnout diesen Sommer, was für mich unter Anderem der (Verzeihung, *knicks*) Arschtritt  dafür war, endlich den Traum anzuschieben und umzusetzen. Nicht mehr länger zu warten, sondern zügig damit zu beginnen.

Erste Schritte

Die Moderation der Kommentare war der erste Schritt. Ein wichtiger, denn für mich ist das eine große Entlastung und Hilfe im täglichen Arbeitsleben, das ich komplett umstrukturiert habe.

Weiter hat es den ein oder anderen gewundert, warum hier „nur“ Gastartikel kamen. Eins dazu: Wir werden schon bald die Kategorie Gastartikel umkübeln respektive löschen.

Kwerfeldein.de wird ein Magazin mit vielen qualitativ hochwertigen, spannenden, tollen, inspirierenden, machchmal auch zum Nachdenken anregenden Inhalten. Wir wollen aufrütteln, zum lachen bringen und mit vielen anderen Leuten den Leser auf seinen Weg mit der Kamera bereichern.

Nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe. Nicht predigend, sondern subjektiv aus unserer Sicht. Unterstützend. Fragend und ehrlich. So, wie wir sind, aber stets respektvoll dem Leser gegenüber.

Ich werde mich weiterhin im Hintergrund halten, was – um Missverständnissen vorzubeugen – nicht weniger Arbeit bedeutet, sondern andere.

Diese möchte ich hier inhaltlich nicht ausbreiten sondern voller Enthusiasmus darauf hinweisen, dass ich das nicht alleine tue. Ein weiteres Zeichen dafür, dass wir ein Magazin sind ist, dass wir eine Redaktion betreiben. Nicht, wie man sich das so vorstellt mit einer zentralen Räumlichkeit und Schreibmaschinen, sondern dezentral. Übers Netz.

Die Redaktion

Und eine Redaktion hat, wie das Wort vorgibt: Redakteure. Einer davon ist Holger Lückerath, Simon Sticker ist auch im Boot und ganz frisch dabei ist Katja Kemnitz. Freier Redakteur ist Malte Pietschmann – weitere werden folgen. Ihr seht: Hier ist grad eine Menge Bewegung drin.

Gemeinsam werden wir nach Fotografen Ausschau halten, die wir featuren wollen, die interviewt werden könnten oder mit einem Gastartikel hier zeigen, wer sie sind und was sie machen.

Und ich gebe zu: Redakteur klingt erstmal komisch. Hochgestochen. Unpassend und vielleicht ungewohnt. Daneben. Nicht ganz das, was wir machen.

Und manch einer wird mit Sicherheit die Nase rümpfen und auf diesem Worte herumhacken, dass es nicht angebracht sei und wir nun zum Höhenflug ansetzen würden. Bittesehr. Aber für uns ist das das einzigste Wort, das annähernd dem nahekommt, was wir tun.

Neue Wege

So wird die Zukunft für kwerfeldein.de einen neuen Knick machen, wie im Bild oben. Es wird also anders und damit für manche unbequem. Nicht so, wie man das gewohnt ist, nicht so, wie man sich das so vorstellt oder „wie man das macht“.

Vielleicht weniger persönlich, was mich betrifft. Klar, ich bin ja weniger präsent. Aber das ist okay für mich, ich muss das Ding nicht alleine durchboxen, um am Schluss der Rockstar zu sein. Das ist Bullshit und macht vor allem eines: Kaputt. Und nochmal einen Burnout will ich nicht. Um keinen Preis.

Natürlich werde ich auch in Zukunft Artikel schreiben. Dann, wenn es passt. Dann, wenn mir ein Thema so unter den Nägeln brennt, dass es raus muss. Dann, wenn ich die Zeit dafür finde und es in den Kontext passt. Darauf werde ich nicht verzichten, logisch.

Es wird also bunter. Obwohl – ist es ja schon. Aber jetzt ist es offiziell. Jetzt weiss jeder Bescheid und darum ging es mir.

Ich freue mich auf 2011, denn dann wird ein kleiner Teil des großen Traumes real. Und den Rest des Traumes erzähl ich Euch ein andermal ;)

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