28. Oktober 2010 Lesezeit: ~5 Minuten

iPhone-Foto Apps: Ein kleiner Überblick

In den letzten Wochen wurde ich vermehrt gefragt, mit welchen Apps ich meine iPhone-Fotos mache. Doch ich habe den Interessierten jedes Mal damit vertröstet, dass er/sie noch warten muss, bis ich dazu einen Artikel geschrieben habe. Das war mein Versprechen und heute löse ich es ein.

Das iPhone ist für mich das Werkzeug, um alltägliche Situationen einzufangen. Ich habe es immer dabei und es dauert keine 10 Sekunden, bis das Foto gemacht ist. Bequemer geht es nicht und so – wie ich schon einmal gesagt habe – brauche ich keine Shootings zu planen. Wenn mir etwas gefällt, wird es fest gehalten. Punkt.

Die passenden Apps sind für mich Erweiterungen, um den Effekt auf ein Foto zu bringen, den ich haben möchte. So fotografiere ich nicht nur mit einer, sondern mit Verschiedenen, wie folgt.

Styles & mehr: Picture Show

Picture Show (1,59€) ist das für mich das, was für viele Hipstamatic ist. Da ich aber gerne den Bildeffekt im Nachhinein bestimme, ist Picture Show genau das Richtige für mich.

Die App lässt es zu, dass ich diverse unterschiedliche Styles über mein Foto lege und dann entscheide, welcher gut zu meinem Foto passt. Diese Funktion ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange.

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Weiter habe ich über diverse Menüpunkte leichten Zugang zu Farbkanälen, Kontrast & Sättigung, um anhand dieser das Foto weiter anzupassen. Ausserdem kann ich die gern gesehenen Staub und Kratz, Vignettierung oder Weiteres über mein Foto legen.

Dennoch mache ich von den Zusatzeffekten nur sporadisch gebrauch – ich muss mein Foto ja nicht jedes Mal zukleistern.

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Was Picture Show nicht kann, sind grundlegende Dinge, wie Beschneiden, oder das gerade Ausrichten – dafür nutze ich Filterstorm.

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Basic Stuff & Verläufe: Filterstorm

Filterstorm (2,99€) ist ein mächtiges Tool, wenn es um Grundlegendes geht. Nachschärfen, freistellen, Spiegeln und so manch zusätzliche Spielerei wie Weichzeichnen oder gar „Störung reduzieren“ ist ebenfalls verfügbar. Inhaltlich bietet mir die App alles, was ich zum Korrigieren meines Fotos brauche.

Der entscheidende Vorteil bei Filterstorm ist für mich, dass Veränderungen auch mittels Verlauf wie in Lightroom angewendet werden können: Einen Himmel dunkler machen, Farbverläufe & mehr sind dadurch nur einen Klick weit entfernt.

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Ich habe das App noch nicht vollständig in seinen Fähigkeiten getestet, fühle mich aber in seiner Oberfläche recht wohl.

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Harte Effekte: Plastic Bullet

Plastic Bullet (1,59€) ist – was die Effekte betrifft – die bisher einzige App, die auch nutze. Dabei ist das Tool recht primitiv: Es überzieht das Foto mit ein und demselben Effekt, der verschiedenfarblich zur Vorlage präsentiert wird.


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Über den „Erneuern“-Button kann ich mir 4 neue Vorschläge zeigen lassen und das Herzchen drücke ich, um die gewählte Version in die Camera Roll zu speichern.

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Diptychon: Diptic

Um auch mal ein Diptychon zu erstellen, nutze ich – wer hätte es gedacht – Diptic (1,59€). Die App hat diverse Vorlagen, nach denen Fotos nebeneinander/untereinander angeordnet und somit in Bezug zueinander gebracht werden können.

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Einziger Wermutstropfen: 2 Fotos können nicht hochkant/quer in voller Breite nebeneinander/untereinander gesetzt werden. Eine nachvollziehbare Begründung dafür gibt es nicht – schade.

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Community: Instagram

Ein paar Worte noch zum Newcomer unter den Fotoapps: Instagram (kostenlos). Diese hat einfach die Pluspunkte bekannter Retro-Apps mit einer hoch frequentierten Community verbunden. Auch ich bin dort unter martingommel leicht auffindbar.

Aber: Trotzdem werde ich in Zukunft kein aktives Mitglied der Community werden, da die App restriktiv quadratische Fotos akzeptiert und die Vorlagen zur Bildgestaltung meiner Meinung nach äusserst dürftig sind.

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Ist aber nicht weiter schlimm, denn ich rechne damit, dass andere Größen wie Hipstamatic oder Picture Show nachziehen und ebenfalls einen kleinen Community-Anhang bilden werden. Ausserdem bin ich über Tumblr, Twitter & Facebook schon ganz gut vernetzt.

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Sicherung: native Kamera App

Ich mache alle Fotos mit der Standard-Kamera App. Warum? Damit ich – egal, was ich dran rumpfusche – immer eine „Sicherung“ des Bildes, ein Original habe. Okay, abgehakt. ✔

Upload: Email

Ebenfalls eine triviale Angelegenheit – hat sich aber bei mir durchgesetzt: Da ich bei Tumblr eine eigene Posting-Adresse habe, schicke ich meine Fotos einfach direkt dorthin. Tumblr übernimmt dann das Veröffentlichen und Einspeisen in Twitter & Facebook. Sehr angenehm, da mir das den Zwischenstop einer Uploadapp erspart.

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Hinweis: Mir ist natürlich bewusst, dass meine Auswahl  subjektiv und damit keineswegs vollständig oder gar optimal für jedermann sein kann. Selbstverständlich gibt es noch viele weitere Apps, die mehr können oder komplett andere Felder bedienen, die ich hier nicht erwähnt habe. So lade ich jeden herzlich ein, nachzufragen oder evtl. seine/ihre Apps per Kommentar mitzuteilen. Danke sehr!

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