kwerfeldein
01. Oktober 2010 Lesezeit: ~6 Minuten

Das Wacom Tablet – Bericht, Gedanken & Reflexion

Mit folgenden Bericht über das Wacom Intous4* möchte ich inhaltlich mal wieder etwas aus der Reihe tanzen. Denn Produkte als solche werden hier auf kwerfeldein.de recht selten vorgestellt, der passende Twitteraccount @fotozeug ist dabei eine Ausnahme.

Und eines gleich vorneweg: Mit diesem Artikel möchte ich niemanden davon überzeugen, dass er nur mit einem Tablet gute Fotos produzieren kann und alles andere zwecklos ist. Das Intuos4 ist halt ein Produkt, das ich mag ;)

Die längste Zeit meines Lebens habe ich Tablets über die Schulter belächelt und fand das nicht so sinnvoll für mich. Die meisten meiner Designerfreunde hatten irgendwann so ein Teil und viele Photoshopmanipulateure hatten Wacom Tablets so selbstverständlich wie Grundschüler ein Federmäppchen.

Aber warum? Für was denn eigentlich? Ich war mit der Maus grundsätzlich zufrieden – und selbst in Lightroom hatte ich nicht das Gefühl, irgendeinen Nachteil zu haben.

Insgeheim gejuckt hat es mich aber schon immer (psst). Denn irgendwie fand ich dass es intuitiv aussah, mittels Stift zu arbeiten – und komischerweise sind alle Tabletnutzer, die ich kenne, hartgesottene Fans desgleichen.


Intous4 M: Das Wacom Tablet


Beginn

Als ich dann vor Monaten im Tausch gegen das Tablet meine Maus ins hinterste Eck verbannt hatte, lies ich diese dort für… eigentlich bis heute. Ich habe mich sehr schnell an den Stift gewöhnt und nach zwei vollen Tagen im Arbeitseinsatz war der Umgang quasi drin.

Veränderung

Kommen wir zum ersten Punkt, der in der Natur der Sache liegt. Es ist einfach (trommelwirbel) anders! „Na toll, Martin, das wusste ich auch.“ Ja – aber das Navigieren mit einem anderen Gerät als der jahrelang in der Hand liegenden Maus in sich ist schon eine spannende Sache für sich allein. Wirklich.

Oben schon tangiert, möchte ich nochmal drauf eingehen, dass der Umgang mit einem Stift wesentlich intuitiver und für mich auch passender ist. Gerade im Bereich der Fotografie, die ja – wie das Zeichnen eines Bildes – ein kreativer Vorgang ist, passt ein Stift in der Hand viel besser zum Medium als so ein Klotz, den ich hin und herschiebe. Aber auch das ist mir erst im Nachhinein aufgefallen. Wie gesagt, zu Beginn fand ich die Maus auch ganz okay.

Vorteil

Wer mich einwenig kennt, der weiss, dass ich viel in Lightroom arbeite und Dogde&Burn mit dem Korrekturpinsel zu meinen Lieblingstechniken gehört, um ein Foto aufzuhübschen und fit zu machen. Und genau da macht das Arbeiten mit Stift & Tablet so richtig Laune.

Warum? Weil hier das Zeichnen im Bild wirkklich zum Tragen kommt – erst recht mit den Beiden Komponenten Fluss und Dichte. Einen Bereich (beispielsweise den Himmel oder eine helles Feld) selektiv abzudunkeln oder eine Vignettierung manuell einzuzeichnen funktioniert erst mit dem Stift richtig gut. Aus meiner Sicht jedenfalls.

Da bekommt die „Arbeit am Bild“ noch einen fast handwerklichen Beigeschmack und wird somit zu einem haptischen Erlebnis, auf das ich nicht mehr verzichten möchte. Erst recht, wenn ich in ein Foto mal 100% hineinzoome und dann sehr präzise bestimmte Bereich entsättige/aufhelle/abdunkle oder kontraste justiere.

Für jemanden wie mich, der die Bildbearbeitung als einen essentiellen Teil des fotografischen Aktes sieht, wird Letzterer mit noch einer Brise „Spaß“ bereichert. Und die Freude am Bild ist für mich eins der schönsten Dinge, die es gibt.

Für alles andere reicht auch die Maus – so ehrlich möchte ich sein. Für die anderen Module in Lightroom brauche ich keinen Stift und Photoshop nutze ich so gut wie gar nicht mehr.


Nachteile

Einen Nachteil hat das Arbeiten mit Stift und Tablet. Wenn ich beispielsweise einen Text schreibe und zwischendurch wohin klicken will, muss ich den Stift in die Hand nehmen, klicken und ihn dann wieder zurücklegen. Das fühlt sich immer etwas komisch an, vor allem, wenn der Stift mal nicht dort liegt, wo er soll.

Da ist das Arbeiten mit der Maus, die immer einen festen Platz hat, wesentlich einfacher und fühlt sich flüssiger an. Mittlerweile habe ich mich an diesen Umstand gewöhnt, finde es aber dennoch einwenig störend.

Weiter – und das nun nicht direkt ein Nachteil – hat das Intuos4 am Tablet viele Einzelbuttons, die man beliebig und belegen kann. Diese nutze ich allerdings kaum, sondern erledige den „rechten Mausklick“ direkt den dafür vorgesehenen Tasten direkt am Stift.

Aufbau

Bei mir liegt das Tablet rechts von der Tastatur, und da ich dir Größe M* habe, nimmt dies auch etwas mehr Platz ein, als ein normales Mauspad. Da ich die meiste Zeit schreibe, habe ich die Tastatur direkt vor mir – öffne ich Lightroom, schiebe ich beides einwenig nach links und nutze die Tasten hauptsächlich für die Shortcuts.

Fazit

Ich glaube jedoch nicht, dass jemand ohne Tablet irgendwelche Schwierigkeiten haben wird in der Fotografie oder sonst so’n Quark. Es geht auch ohne, so viel ist klar.

Dich ich persönlich kann mir das Arbeiten an Fotos (und auch so) nicht mehr ohne Wacom Tablet vorstellen. Und das konnte ich nur, in dem ich mich selbst davon überzeugt habe – was sich für mich auf jeden Fall gelohnt hat ;)

*Das ist ein Affiliate Link zu Amazon. Wenn ihr darüber etwas bestellt, bekomme ich eine kleine Provision, ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.

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39 Kommentare

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  1. Ich benutze seit 5 Jahren ausschließlich ein Tablett. Die Maus verstaubt und wir allerhöchstens mal zum zocken hervorgeholt. Der Wechsel vom 3er aufs 4er war auch schon nen Sprung was Ergonomie angeht. ICh habe nen, A4 also L, und meine Tastatur liegt hinter dem Tablet. Klappt gut.

    Das mit dem tippen stimmt, ist aber echt nicht wild. Oft tippe ich mit dem Stift in der Hand, oder eben mal schnell hinters Ohr gesteckt ;)

  2. Ich benutze auch seit 6 Jahren mein (recht altes aber ausreichendes :P) Wacom Tablett und kann dir nur zustimmen. Danach wieder mit der Maus ein Foto zu bearbeiten – da fuehlt man sich mehr als nur eingeschraenkt!

  3. Ich hab auch ein Wacom-Tablett. Allerdings ein anderes Modell (frag mich bloß nicht, was für eins. Hab ich gebraucht übernehmen können) und vermisse es inzwischen schmerzlich, wenn ich versuche, Bilder ohne zu bearbeiten.
    Grade Detailarbeiten wie das Erstellen feiner Masken gelingen mir mit dem Stift einfach besser.

    Wobei es definitiv Geschmackssache ist. Die Kollegen aus der Grafik (ich arbeite in einer Werbeagentur) nutzen auch überwiegend das Tablet, einige wenige verzichten aber zu Gunsten der Maus freiwillig darauf.

    Am besten ist wirklich, man hat die Chance, es mal ein, zwei Tage auszuprobieren. Vielleicht von einem Freund ausgeliehen, da es auf jeden Fall einen Moment dauert, bis man sich dran gewöhnt hat.

  4. Hey Martin,
    So kann ich das bestätigen: Man glaubt, die Maus reicht völlig. Hat man ein Tablet aber erstmal ausprobiert (und die erste kurze, aber harte Eingewöhnungsphase überwunden), kommt man davon nicht mehr los.

    Ich rate Dir aber dringend, auch die Tasten am Wacom zu benutzen (zumindest einige). Seit ich das Ändern der Pinselgröße, das Zoomen und das Wechseln von Vorder- zu Hintergrundfarbe direkt am Tablet bzw. Stift vornehmen kann, arbeite ich nochmal ein ganzes Stück produktiver und flotter.

    Aus der Wacom-Stift-Schnitzeljagd sollte man übrigens mal einen Sport machen…

  5. Ich empfehle für Fotografen statt des Intuos 4 das neue Bamboo Pen & Touch. Das hat zwar keine Erkennung des Winkels des Stifts, ist dafür aber wesentlich günstiger und kann auch wie ein Apple Magic Trackpad mit der Hand bedient werden – sogar mit Multitouch. Im Alltag sieht das dann so aus, dass ich den Stift zur Seite drehe, und mit den Fingern wie beim iPhone in das Bild reinzoome, zurückdrehe und weiterarbeite. In Sachen Präzision steht das Teil dem Intuos 4 in nichts nach.

  6. …ich habe das Tablett auf der Photokina gesehen, aber ausprobieren war bei den Mengen natürlich nicht machbar.
    Aber insgesamt gesehen würde ich sagen, dass das schon sehr praktisch ist. Ich habe ein ganz kleines von Wacom (Bamboo) und noch ein grösseres etwas älter: für meine Bedürfnisse reicht das vollkommen aus, man kann es sogar wunderbar als Maus benutzen, man kann sich dran gewöhnen:-)
    Die Grösse ist wohl bei jedem Tablett irgendwie mit Nachteilen verbunden. Das Tablett ist und bleibt starr und es wird sich immer irgendwann störend zeigen:-)

    Guten Start ins Wochenende!

  7. Alles in allem ist das mit dem Tabletts doch wie mit unterschiedlichen Schuhen. Eigene Ansprüche, Look & (vor allem) Feel sind auch da das wichtigste. Ich nutze seit ca. 9 Jahren privat und beruflich mein Tablett und bin damit zufrieden. Wäre ich nicht durch meine Ausbildung damit konfrontiert gewesen, hätte ich allerdings wahrscheinlich auch heute noch kein Tablett. Ich denke man sollte es ausprobieren.

    Doch auch genau da liegt eine andere Gefahr.
    Qualitativ minderwertige Produkte.

    Ein Tablett hat schon seinen stolzen Preis und nur für einen Probelauf zahlt keiner mal eben 300 – 400 € Allerdings weis ich auch wie sich diese 20 – 40 € Tabletts meist anfühlen. (unhandlich, kein genormtes Seitenverhältnis, noch schlimmer: Batterien im Stift )

    All das kann einem Tabletteinsteiger schnell die Laune nehmen, was ich selbst bei sehr interessierten Freunden und Bekannten gesehen habe.

    Im Endeffekt fällt mir noch nicht einmal eine andere Firma ein, von der ich ein Tablett kaufen würde, als jene oben genannte mit der Intous- Serie.

  8. Wie passend, ich hatte neulich so ein Gespräch. „Meine Maus reicht mir völlig!“ meinte mein Gesprächspartner und lies keine Argumente zu.
    Ich benutze seit über 2 Jahren wohl das preiswerteste Tablet von Wacom, das kleine Bamboo. Der Preis liegt unter 100€. Für mich ist es völlig ausreichend.

  9. Bamboo Pen&Touch medium oder Bamboo Pen&Touch small ist die Frage, die ich mir schon länger stelle. Das Medium hat eine größere Fläche und ermöglicht bei grafischen Sachen eine höhere Präzision. Wenn das Tablet auch als kompletter Mausersatz dienen soll, bedeutet eine größere Fläche aber auch größere Wege mit Stift/Hand. Um den Mauszeiger per Stift vom linken zum rechten Bildschirmrand zu verschieben, muss man über 20cm zurücklegen. Wie ergonomisch ist das auf Dauer? Hat irgendwer Erfahrungen mit beiden Größen?

  10. habe kein tablet, aber ich habe seit ein paar monaten ein macbook pro, und ich arbeite seitdem eigentlich nurnoch mit dem touchpad, weil ich mag die maus nicht, weil sie zu exponential und ungenau ist auf mac (liegt leider am os).. aber das touchpad finde ich eigentlich super zum bildbearbeiten, das raus und reinzoomen.. usw..

  11. Man muss dazu sagen, dass die neuen Wacom Bamboos ihren Vorgängern wesentlich überlegen sind und in Sachen Haptik, Ergonomie und Technik sehr überzeugen. Ein Foto-Buddy hat ein Intous und ich habe mir das vorm Kauf des Bamboos genauestens angeguckt – klar, es ist besser, aber wenn man nicht gerade zeichnet, sondern nur Masken malt, abwedelt und die sonst üblichen EBB Dinge erledigen will, sind die neuen Bamboos ideal. Zu dem hat man nicht das Problem, den Cursor mit dem Stift bedienen zu müssen.

  12. Ich habe jetzt auch schon eine ganze weile ein Tablet von Wacom…bin damit aber nie richtig warm geworden.
    Klar für Masken ist es klasse aber bei allem anderen fühle ich mich mit dem Stift in der Hand ein wenig unbeholfen…auch nach knapp einem Jahr.
    Gut ich muss dazu sagen das ich immer sehr gute und genaue Gaming Mäuse hatte und somit beim arbeiten mit der Maus auch keine Präzision fehlt.
    Es ist echte Geschmackssache…am besten vorher ausprobieren oder erst einmal mit einem Bamboo anfangen.

  13. Ich nutze seit mehr als 7 Jahren ein Wacom-Tablet und habe mir vor ein paar Monaten ein Intuos4M ‚gegönnt‘ – von daher kann ich die Begeisterung für das Teil verstehen. Aber es gibt auch Nachteile. Beim Intuos sind die Stiftspitzen durch die Tabletoberfläche doch schon sehr schnell abgenutzt…
    Und für reine Fotoretusche halte ich das Intuos schon eher überdimensioniert, da reicht ein Bamboo völlig. (Beim Zeichnen siehts natürlich ganz anders aus…)

  14. also ich habe mein Tablett (mein erstes, und ein Bamboo, also das kleinste) seit ungefähr 3 Monaten, und ich finde es sehr Praktisch liegt zwar nicht immer im Vordergrund, aber oft! Die Maus ist zwar immernoch im Einsatz. aber die Verteilung Tablett:Maus ist ebi mir 2:1

  15. Ich benutze seit vielen Jahren ein Intuos 3 A5, das ich mal bei einem Fotowettbewerb gewonnen haben. Die beigefügte Maus verwende ich gar nicht. Ich kann Martins und auch den anderen Kommentaren hier 100% beipflichten. Ich könnte mir die Photobearbeitung ohne das Tablett am PC nicht mehr vorstellen. Einzig die Eingabe von Text ist etwas schwierig, da ich meistens den Stift in der Hand behalte. Da ich an diesem PC an dem sich das Tablett befindet sowieso fast nur Fotos bearbeite fällt das wirklich nicht stark ins Gewicht.
    Ich kann es jedem nur empfehlen auch wenn es nur ein kleines und einfaches Tablett von Wacom ist.

  16. Ich kann dir da nur zustimmen! Ich habe zwar nur ein Wacom Bamboo aber ohen würde ich nicht mehr wollen. Auch meine Freundin habe ich quasi gezwungen eins zu kaufen und sie hat es bis heute nicht bereut. ;)

  17. N’abend Martin,

    willkommen im Club… Tippe mal, da haben wir beide nahezu zeitgleich zugeschlagen. In diesem Fall muss ich zugegeben war es meine bessere Hälfte die schon seit längerer Zeit nach so ein Tablet sehnte. Um es gleich vorwegzunehmen: Nun zerren wir beide um das gute Stück und es ist wieder eine neue Herausforderung zu meistern. Nach meinen bisherigen Erfahrungen gibt es einige Dinge, die mit dem Tablett auf Anhieb besser von der Hand gehen: Das Freistellen z.B., allerdings sind andere Dinge – wie so oft im Leben – zu lernen: Zeichnen z.B.
    Ach noch was gar nicht so überraschendes: Unsere Tochter hat ebenfalls direkt Gefallen an den Möglichkeiten gefunden, für sie habe ich dann den Softwaredownload genutzt und mit SketchBookExpress kommen wir beiden mit dem Zeichnen besser klar, es ist halt ein einfaches und intuitives Programm. Zwar finde ich es für die Kleine mindestens genauso wichtig ohne Monitor und Co zu zeichnen, aber es macht ihr eben auf diese Weise auch richtig Spass…

    Die Drucksensitivität muss ich für meinen Teil noch zu beherrschen lernen. Es gibt da so viele nette Tutorials und an einem werkel ich immer noch herum. Es macht eben richtig Laune :-)

    Viele Grüße
    Sascha

  18. Hi

    Besitze zwar kein intous aber dafür ein Bamboo pen&touch und kann jedem nur anraten, der sich ein Tablet zulegen möchte beide vorher genau zu testen.
    Habe mich aus Geldmangel und dem Gaget Faktor für das Bamboo entschieden, da ich dachte durch die Touch funktionen meine Maus besser ersetzen zu können.

    Das würde auch zutreffen, und finde auch schade das die grossen Modell keine Touch funktion haben, aber dafür liegen in der Bedienung mit dem Pen Welten zwischen einem Bamboo und einem Intous.

    Die Auflösung eines Bamboo ist leider zu genring, daher ist es für grobe arbeiten wunderbar für mehr kostet es dafür viel mehr Einarbeitszeit. Ausserdem funktioniert bei mir die Drucksensitivität nicht so wie sie soll, was angeblich immer noch ein Trebierproblem ist.

    Mein Fazit für ein Bamboo ist, das es als Spielerei und für jemanden der es nur ab und zu benutzt ganz nett sein kann, jedoch würde ich selbst den jenigen die es kaum benutzen ehr zu einem intous raten, den dadruch das sensibler ist kostet kaum Einarbeitszeit und macht daher mehr Spass, weshalb man es dann auch wiederum mehr benutzt.

    Neben dem arbeiten mit PS etc. nutze ich mein Tables sehr viel zu schreiben.
    Also Handschrift in OneNotes od Evernotes usw., auch hier finde ich das Bamboo ehr mittelprächtig.
    Leider hatte ich bisher noch nicht die Möglichkeit ein intous mit Handschrift zu testen.
    Vielleicht ja einer von euch ?

  19. Ich bin auch schon seit Jahren Fan von WACOM. Ich habe zwar „nur“ das alte Intous3 A4 Tablett, ist aber noch immer perfekt für Fotoretuschen. Gerade bei Beautyretuschen oder andere Feinstarbeiten ist das Arbeiten mit dem Stift einfach viel exakter und läuft besser von der Hand, als mit der Maus. Besonders liebe ich die Expresskeys. Hier habe ich mir meine am häufigst verwendete Befehle hinterlegt. Somit ist der Workflow schon mal recht ordentlich und man braucht nicht ständig irgendwelche Tastenkürzel einzuhacken.
    Wie Du schon erwähnt hast ist, wenn man zwischendurch was schreiben muss, das Ablegen und wieder aufnehmen des Stiftes schon irgendwie ein komisches Gefühl. Ich halte ihn aber hierzu meist so, dass ich noch mit dem Zweifingersystem schreiben kann :-P
    Grüße Oliver

  20. Ich besitze ein Bamboo Fun Large und kann auch noch das Intous 4 meines Mitbewohners nutzen, ich finde beiden haben ihre Vorzüge, gerade wenn man die Neigungssensitive Steuerung beim Stift nicht braucht kann man aber auf das Intous verzichten, die Auflösung ist zwar etwas geringer, aber wenn man nicht gerade Haare freistellen will reicht das Bamboo völlig… klar sind die Tasten und die dadurch steuerbaren Funktionen des Intous nützlich, aber gerade zum reinschnuppern würde ich erstmal zu einem Bamboo raten, das dank Gesten und kapazitiver Eingabe per Hand auch ganz bequem zum Mausersatz dient.

  21. Hmm, ich habe auf Messen verschiedene Tablets probiert, ein Wacom CTE-430 ausgeliehen und mich eine Woche lang (ca. 20h PS-Zeit) gezwungen es für PS zu nutzen. Vielleicht ist das Tablet einfach so schlecht, oder aber die 20h haben nicht gereicht um die Einarbeitungszeit zu überwinden, aber es geht alles 2-3 Mal langsamer damit. Mein Problem ist die Treffgenauigkeit, ich setze den Stift kurz ab, weiß dann nicht mehr wo er auftauchen wird und plötzlich werden wieder Aktionen von mir auf dem Bildschirm ausgeführt die gar nicht sein sollten.
    Ich glaube ich sollte mir mal zeigen lassen wie man den Stift am besten benutzt an einem Tablet.

  22. Größer als das Mauspad? Wer verwendet denn heutzutage noch Mauspads? Die sind aus einer Zeit, in der Mäuse noch technisch etwas weniger robust waren.

    Zum Thema: Klar, ein Tablett ist eine nette Sache. Als „Intuitiv mit dem Stift arbeiten“ würde ich so ein Ding allerdings noch nicht bezeichnet – das wäre erst gegeben, wenn das Ding ein Monitor wäre. Und erst DANN.

    Ansonsten ist eben der große Vorteil von den Dingern, dass sie drucksensitiv sind. Schade, dass es keine Mäuse gibt, deren Maustasten auch so reagieren – das wäre eine echte Marktlücke und dürfte sich zum Bruchteil des Preises eines Tabletts realisieren lassen.

  23. Auch ich benutze ein Wacom Tablet, allerdings habe ich als Linkshänder einen Vorteil. Da ich von Anfang an die Navigation mit der Maus am Computer mit der rechten Hand mache(n musste) konnte ich mir das Table links neben meine Tastatur geben.
    Heißt, navigieren im OS nach wie vor mit der Maus. Bildbearbeitung mit meiner linken Hand. Könnte, zumindest für mich, nicht besser sein.

  24. Ich nutze seit längerer Zeit schon das Intuos 4 und bin hochzufrieden. Sehe aber die gleichen Nachteile wie oben genannt. Daher liegt weiterhin meine Maus neben dem Tablett um bei verlangen eingesetzt zu werden. So verwende ich einen gezielten Mischbetrieb beider Navigationsgeräte.

  25. Ich glaube, ich beziehe hier eine ziemliche Außenseiterposition, wenn ich gestehe: Ich möchte weder Maus noch Stift missen. Die meisten Dinge, die ich am PC so erledige, tue ich mit der Maus. Da gestaltet sich gerade der Wechsel zwischen Maus und Tastatur viel einfacher – wie es dir ja auch aufgefallen ist. Dazu kommt, dass mein Tablet größer als A4 ist und entsprechend Platz wegnimmt, gleichzeitige intensive Nutzung von Tastatur und Tablet funktioniert da nicht richtig. Vor allem aber habe ich mit der Maus viel kürzere Strecken zurückzulegen und ein Klick ist ein Klick. Mit dem Stift bin ich dann auch mal zu flüchtig, schon wieder woanders und muss nochmal zurück, um richtig zu klicken.
    Ich hole das Tablet dann regelmäßig zur Fotobearbeitung und zum Zeichnen hervor, wenn ich eben die Schwünge aus dem Handgelenk und andere Bewegungen brauche, die ich mit der Maus nicht so gut realisieren kann. (Wobei auch das nur Übungssache ist, ich hab‘ früher sehr lange mangels Tablet mit der Maus digital gezeichnet – heute unvorstellbar, funktioniert aber.)

  26. Letzte Woche war ich auf einer Hausmesse eines Großhändlers …
    Am Adobe-Stand war das selbe Tablet und ich durfte damit kurz mal rumspielen … Ich war schon am überlegen mit das Teil zu bestellen.

    Nach dem Artikel hab ichs gemacht.
    Nachdem Amazon für mich die günstigste Variante war hab ich sogar deinen Link verwendet. …

    Am liebsten hätt ich das Teil jetzt schon in der Hand zum spielen …

  27. Hallo,
    toller Eintrag!
    Ich benutze seit einigen Jahren ein Graphier von Wacom, leider ist das Seitenverhältnis für die üblichen Breitbildschirme ein bisschen ungeeignet.

    Das einzige was mich eigentlich stört ist, dass man nicht mit dem Stift scrollen kann.

    Grüße,

    Dominic