kwerfeldein
29. September 2010 Lesezeit: ~10 Minuten

Kritik an der Kritik



Hobbyfotografie passiert nicht nur vor Ort an der Kamera – sondern auch am Rechner und in diversen Communities: Foren, Blogs, Flickr, FC, Ipernity und so weiter. Viele ambitionierte, junge Fotoleute melden sich dort an, zeigen ihre Fotos und kommentieren die anderer Leute. So auch hier – ein im Grunde alltäglicher Vorgang, um den man sich eigentlich viel zu selten Gedanken macht.

Meisst passiert es dann, wenn einem Blogger mal wieder das Fass überläuft und er in den Kommentaren oder per Artikel „Jetzt reichts!“ zu verlauten gibt oder in Magazinen einzelne Wortmeldungen schlichtweg mit der Bemerkung: „Bitte äußern sie sich sachlich und konstruktiv“ gelöscht werden. Oder sich jemand aus einer Community mit „Nein, Danke“ verabschiedet. Passiert nicht selten.

Dann fragt sich so mancher, was ein guter Weg sein kann, sich miteinander über ein Bild auszutauschen bzw. sich gegenseitig zu unterstützen und die Lust am Fotografieren zu teilen vs. auszubremsen.

Auch hier auf kwerfeldein.de wurde dieses Thema schon von vielen verschiedenen Seiten beleuchtet. Mal sarkastisch, mal direkt, mal etwas analytischer. Der heutige Anlass ist der, dass ich schon länger einige Beobachtungen anstelle und selbstverständlich auf diesem meinen Blog auch meine Meinung kundtun möchte.

Dies geschieht nicht aus einem Zorn auf Einzelne heraus – denn, was das Kommentarverhalten auf kwerfeldein.de im Allmeinen betrifft, habe ich eigentlich keinen Grund zu meckern. Denn wir haben es geschafft, hier in einem freundlichen Spirit miteinander umzugehen.

Und trotzdem gibt es immer wieder Einzelfälle – wie gesagt nicht nur hier – bei denen mir der Gedanke kommt, das erneut aufzugreifen.

Denn die Situation ist meist folgende – und der Ablauf häufig überraschend gleich:

Person A stellt ein Bild vor und schreibt ein paar Gedanken dazu. Sie umreisst ihre Beweggründe, und warum sie sich für diese Perspektive, Brennweite, Verschlusszeit oder anderes entschieden hat. Manchmal wird das durch eine Information über die Bildbearbeitung ergänzt – manchmal fällt sogar beides weg und es ist nur ein Bild zu sehen. Ort der Veranstaltung: Beispielsweise hier, auf Flickr oder im eigenen Photoblog.

Person B sieht das Bild und schreibt folgenden Kommentar dazu:

„Pah! Was für ein schwaches Bild. Das macht ja gar keinen Sinn. Ich finde, Du hättest wesentlich länger belichten müssen und die Blende hätte ich an Deiner Stelle nicht so aufgerissen. Komisches Foto. Wäre bei mir allenfalls schnell im Mülleimer gelandet“.

Hätte, hätte, Fahrradkette.

Mancher möchte da antworten: Hey, kann es sein, dass Du diesen Artikel mit dem „Sag mir, was Du an meinem Bild doof findest – Thread verwechselt hast“?

Wie wirkt das wohl auf Person A? Wir werden es nicht wissen, denn jeder nimmt solche Kommentare individuell auf. Doch weitere Fragen lassen sich stellen, die wir evtl. beantworten können.

  • Möchte die Person Feedback auf ihr Bild? Ja, sonst hätte sie es nicht auf eine Seite gestellt, die über Kommentare verfügt.
  • Hat die Person um eine Kritik gebeten? Nein.
  • Hat die Person A direkt Person B aufgefordert, eine möglichst harte Stellungnahme abzugeben? Auch nicht.
  • Ist es denkbar, dass Person A mit dem Foto abgeschlossen hat und damit zufrieden ist? Ja.

Ungebetene Kritik dieser Art hat – zumindest auf mich – meist einen faden Beigeschmack und überschreitet eine gewisse Grenze der Achtung und des Respektes voreinander.

Übrigens ist es völlig egal, in welchem Kontext ungebetene Kritik dieser Art vollzogen wird; sie wird immer deplatziert und destruktiv wirken. Auch ausserhalb der Kunstkritik.

Es gibt in der Hardcoreszene einige Leute, die unter Hardcore „Support, support, support“ verstehen und das auch so leben. Da wird gegenseitig geholfen und unterstützt, wo es nur geht. So lernte ich jemanden kennen, der mich lange Zeit mit kwerfeldein.de so gut unterstützt hat, wie es in sein Handlungsspielraum zulies. Als ich gefragt habe, warum er das mache, meinte er: „Hey, Support, support, support. Das ist doch das Normalste, oder?“

Vieles im Leben hat mich geprägt – aber dieses wohlwollende Haltung des gegenseitigen Unterstützens ist etwas, was ich mir schon immer für kwerfeldein.de gewünscht habe. Support, support, support. Gegenseitig unter die Arme greifen, fragen, wo man helfen kann und nicht nur sein eigenes Ding machen.

Letzteres heisst für mich nicht, dass  Kritik verboten ist. Nein, es ist für mich eine Frage der Haltung. Und schon mein Vater hat mir zu seinen Lebzeiten immer wieder gesagt: Der Ton macht die Musik. Gerade weil wir übers Internet ausschließlich Worte haben – und eben keinen Tonfall des Gesagten hören, keine Gestik und keine Mimik sehen gibt das Konstrukt eines Kommentares in seiner Ganzheit eine Stimmungsbild ab, das wie im oberen Beispiel kaum zu übersehen ist.

Hingegen wäre es ja auch mal interessant, zu fragen: „Hey, ich sehe, dass Du Dir Gedanken um Dein Foto gemacht hast und habe ein paar kritische Gedanken dazu. Wärst Du daran interessiert, dass ich sie mit Dir teile?“

Klingt erstmal ganz anders, oder? Warum? Weil der Kommentar den Bildautor in seiner Rolle respektiert und nicht völlig überfährt. Er lässt Raum, die Kritik anzunehmen oder nicht. Und wenn der Autor die Einladung sie annimmt, dann ist die Kritik eben nicht mehr ungebeten, sondern gewollt. Was gleichzeitig auch die Chance um ein Mehrfaches erhöht, dass die Kritik auch gehört wird und ankommt- was ganz im Interesse des Kritisierenden liegt.

Natürlich muss eine Kritik nicht genau so klingen – aber eine verlustfreie Formulierung wird ganz andere Reaktionen auslösen und mit hoher Warscheinlichkeit auf offenere Ohren treffen als eine „Ach scheißegal, ich sag halt was ich denk, mir doch wurschd“-Pfeife.

~

Ich habe oft mitbekommen, dass Leute hohen Wert auf  „meine ehrliche Meinung sagen“ legen. Es sei dann nicht mehr echt, wenn sie irgendwelche Floskeln vorschieben würden.

Ein kurzer Satz dazu: Ich bin froh, dass nicht jeder von uns immer und jederzeit 100% ehrlich sagt, was er denkt. Gut, dass wir auch noch ein Hirn haben, das uns reflektieren lässt, ob das jetzt gerade ein guter Zeitpunkt ist und wie wir das, was wir denken, passend ausdrücken können. Alles andere nenne ich jetzt mal doof, den vor lauter „ich ich ich“ vergisst man gerne vor lauter Authenitizität, dass man auch mit einer anderen Person spricht.

Sich in die Schuhe des Anderen begeben, die Frage stellen: „Wie könnte das beim anderen ankommen“ kann dabei hilfreich sein, eine Bildkritik zu schreiben, wenn man nicht direkt gefragt wurde. Ist gleich: Empathie. Ich finde das wichtig.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich bin nicht der Meinung, dass man sich beim Betrachten eines Fotos nur mit Wattebäuschchen bewerfen und in Seide packen sollte. Auch ich bin jemand, der Kritik von anderen braucht. Direkt und unverblümt, so, wie es die Person sieht. Doch diese Person(en) suche ich mir explizit aus und bitte sie um ein Feedback. Dann hat alles seinen Rahmen und die Kritik ist sehr gewollt.

Und ich glaube auch, dass jeder, der weiterkommen möchte, solche Kritiker braucht – und auch einiges aushalten muss. Kritik ist nicht gleich Lob.  Doch jeder wird sich diese Kritiker selbst raussuchen. Vom Social Web zu erwarten, diese Rolle zu erfüllen, ist meiner Meinung nach verständlich, aber kaum erfüllbar. Denn im Netz gibt es jede Meinung zu jedem Thema.

Da macht es wesentlich mehr Sinn, sich jemanden herauszusuchen, der auf dem betätigten Gebiet kompetent ist und auf eine gewisse Erfahrung zurückgreifen kann. DAS ist nämlich für eine gute Kritik ein wichtiger Punkt.

Um das wieder auf unserer Situation anzuwenden: Person A wird sich vielleicht den Link zur Webseite des Kommentators (wenn einer da ist und nicht anonym kommentiert wurde) anschauen und überprüfen, ob die Person B auch auf diesem Gebiet etwas zeigen kann. In kurz: Wer so weit den Mund aufmacht, sollte auch darüber nachdenken, worauf er selbst sein Häusschen gebaut hat. Kann jedenfalls nicht schaden.

~

Natürlich kann jeder zu jedem Bild eine eigene Meinung haben. Sicher. Manchmal kann das Feedback eines unbekümmerten Neueinsteigers wertvoller sein, als eines sogenannten Profifotografen mit X-Jahren Erfahrung, weil der Einsteiger weniger betriebsblind ist. Doch auch da macht der Ton die Musik.

Zum Schluss noch eine Sache:

Es gibt Situationen, in denen jemand ein Foto ins Netz stellt und mit dem Prozess des Schaffens fertig ist. Heisst: Zufrieden ist, mit dem, was er gemacht hat und keinerlei Absicht hat, jetzt irgendwas zu erreichen, sondern einfach das Foto zeigen will. Wenn das Foto Leuten gefällt, schön. Wenn nicht, auch gut. Ich kenne genügend Leute, die das so machen.

Wenn dann ein jovialer Sprücheklopfender daherkommt, und das Bild wie oben buchstäblich auseinandernimmt, könnte das dem Fotografen herzlich „egal“ sein, weshalb er auch nicht auf die Kritik reagieren wird.

Ich glaube auch, dass diese Haltung ein gewisses Level von Reife vorweisst. Jemand, der weiß, was er will, der wird nicht jedem dahergeflogenem Vogel recht geben, nur weil dem ein Bild nicht in den Kram passt oder irgendein Schönheitsfehler auffällt.

Vor allem nicht dann, wenn die Kritik wie oben ausfällt. Auch deshalb plädiere ich dafür, rücksichts- und respektvolle Worte zu wählen, die beim Anderen nicht gleich verletzend oder beleidigend wirken.

Support, support, support.

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79 Kommentare

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Netiquette: Bleib freundlich, konstruktiv und beim Thema des Artikels. Mehr dazu.

  1. danke martin. hier bei querfeldein ist mir sowas noch nicht oft aufgefallen, aber bei flickr zum beispiel schon oft. gut, dass du es mal sagst, man sollte mal drüber nachdenken. ;)

  2. Ok, ich spiel mal den Kritiker:

    Sicherlich Hast Du recht in der Behauptung, dass Person B sich eindeutig im Ton vergriffen hat.

    Trotzdem finde ich „Kritik auf abruf“ doch etwas verfremdlich. „Doch diese Person(en) suche ich mir explizit aus und bitte sie um ein Feedback“ – für mich klingt das nach gefiltetert Kritik.

    Wie Du schon sagtest, wer keine ungewollte Kritik haben möchte, sollte seine Fotos auch nicht in´s Internet stellen sondern im Freundeskreis vorzeigen.

    Ich persönlich finde Kritik in angemessener Form sehr hilfreich. Schlimm genug, dass wir in einer unkritischen bzw. unkritisierbaren Zeit leben.

    • Ja, da stimme ich dir auch zu.
      Für mich gibt jemand, der seine Fotos auf Flickr oder eine andere Plattform mit Kommentarfunktion hochlädt das stillschweigende Einverständniss/ die Aufforderung seine Meinung zu den Fotos abzugeben.
      Dass diese Kritik freundlich und konstruktiv sein muss ist selbstverständlich, schließlich hat man ja auch kein Interesse daran als Klugscheißer dazustehen, sondern der Fotograf soll sich über die Meinung des anderen freuen.
      Deshalb versuche ich bei Bildkommentaren grundsätzlich auch die Dinge hervorzuheben, die mir gefallen, wenn ich ein Bild kommentiere an dem es aus meiner Sicht Kritikpunkte gibt.

    • So sehe ich das auch, aber trotzdem ein Klasse Artikel. Ich bin froh, über jegliche Kritik die ich bekomme, solange sie in angemessener Form rüber kommt und nicht ein lustloses: „doofes bild, gefällt mir nicht“ weil das hilft mir ja nicht wirklich weiter.

  3. Hallo Martin,

    vielen Dank für den guten Artikel, den man natürlich auch auf das ganze Miteinander im www. beziehen kann.
    Dein letzter Satz (rücksichts- und respektvolle Worte) trifft den Nagel auf den Kopf.
    Einfach, nachdem der Text geschrieben wurde, nochmal drüberlesen und sich selbst die Frage stellen, ob man so ein Feedback gern erhalten möchte. Dazu bedenken, dass am anderen Ende immer auch ein Mensch sitzt und kein „Kritikamboss“, auf den man mit harten Worten „einschlagen“ kann, und erst dann absenden oder den Kommentar löschen und mal nichts dazu sagen.

    Alles in allem, ein sehr schöner Artikel!

  4. Irr ich mich oder gab’s sowas hier schonmal?

    Irgendwo hatte ich vor einem halben Jahr oder so (Ich mein hier…) einen Eintrag gelesen, der sich schonmal mit sowas auseinandergesetzt hat.

    Aber eine gewisse Wiederholung kann sicher nicht schaden, da es immer noch ein aktuelles Thema ist.

  5. Super Artikel! Interessant wird´s wenn Kritik an der Kritik geübt wird. Habe ich neulich in einem, uns allseits bekannten Forum mal wieder erlebt. Der Fotograf veröffentlicht in einem Thread seine Bilder, bittet um „Kritik“ und Verbesserungsvorschläge und wird mit einem „Schärfe fehlt“ und „Sorry, nur Schnappschüsse“, abgefertigt. Wenn man dann kritisch anmerkt, warum denn ein Schnappschuss grundsätzlich negativ zu werten sei und der Schnappschuss in diesem Fall (für mich als Betrachter), dass rüberbringt, was er rüberbringen soll und die Schärfe des zweiten Bildes zwar fehlt, Motiv & Ausdruck aber ansonsten (für mich als Betrachter) stimmig sind, gerät man selbst auch wieder in die Schusslinie, weil man Kritik, kritisch hinterfragt.

    So ist es, unser www. ;)

  6. Hallo Martin,

    Im großen und ganzen stimme ich Dir zu und teilweise sprichst du mir aus dem Herzen. Nur, wie Weit-Winkliger, hab ich ein Problem mit der „Kritik auf Abruf“, wie er so schön schreibt. Was heißt das nun konkret auf deine bei Flickr eingestellten Bilder. Ich habe ja bei deinem letzten Bild meine Gedanken zu den Punkten, die mir nicht so gefallen, geäußert. Heißt das nun, dass ich in Zukunft nur einen Kommentar abgeben soll, wenn mir das Bild voll und ganz zusagt, oder einfach nur das Positive erwähnen? Denn in die Kategorie „Profi-Photograph mit X Jahren Erfahrung“ bin ich definitiv nicht einzuordnen.
    Versteh mich nicht falsch, wenn du einfach nur positive Kommentare auf Flickr haben willst finde ich das voll und ganz in Ordnung. Ich kann es nur nach diesem Artikel nicht wirklich einschätzen und würde daher gerne wissen, wie ich in Zukunft damit umgehen soll.

    Viele Grüße,
    Stephan

  7. Cool, dass du das Thema ansprichst. Ich denke, das ist in vielen Internetportalen ein großes Problem und es ist definitiv gut, darüber nachzudenken und sich dessen bewusst zu werden, was Kommentare beim „Autor“ auslösen.
    Das Herbstfoto ist total schön. Freu mich schon wieder auf die Farbvielfalt =)

  8. Ich sehe das Kommentieren von Arbeiten anderer zwiespältig. Viele stellen ihre Fotos zur Diskussion und bitten um Feedback. Wollen diese Menschen das wirklich? Meine Fotos z.B. entstehen oft in speziellen Momenten, bei speziellen Stimmungen, bei besonderen Gefühlen oder Emotionen, die ich gerade in diesem Moment habe. Wie kann ein Dritter dies nachvollziehen? Und so kann es sein, dass ich ein Foto mit einer sehr starken Emotion verbinde, dass aber möglicherweise technisch völlig daneben ist. Für mich ist dieses Foto einfach gut. Wenn dann eine, möglicherweise gar nicht bös gemeinte Kritik kommt, bin ich sauer, traurig oder wie auch immer. Klar, wenn es rein ums Technische geht, sind Diskussionen gut und sinnvoll. Da ist Feedback willkommen.

    Ich persönlich habe vor Kurzem meine DSLR Ausrüstung komplett abgestoßen und mir eine CANON G11 zugelegt. Die habe ich IMMER dabei und seit dem habe ich tierisch Freude am Fotografieren. Mir gefallen meine Fotos plötzlich super und ich habe tolle Ideen Dinge/Situationen einzufangen.

    Konnte ich mit der DSLR nicht umgehen? War die 400D zu einfach? Ich denke nichts von beiden. Ich bin gerade dabei mein Leben zu vereinfachen, Prioritäten neu zu ordnen, einen Schritt langsamer zu gehen und alles bewußter zu machen.

    Ich will euch nicht mit meinen privaten Dingen langweilen, aber ich will damit sagen, die eigene Wahrnehmung ist für die Sicht der Dinge verantwortlich und Außenstehende können oft nicht die Hintergründe verstehen, warum jemand gerade so reagiert, warum er so handelt oder warum er so ein Foto macht.

    Letztendlich gebe ich dir Recht Martin, dass wir achtsamer im Umgang mit unserer Sprache sein müssen. Einen guten Ansatz dazu findet man, z.B. im Klassiker: Gewaltfreie Kommunikation von Marshall B. Rosenberg. Alt, aber immer aktuell.

  9. Ich tummel mich ab und zu in der FC rum. Wenn ich dann ein Bild konstruktiv kritisiere, wie „das Baby ist ja süß, aber der Kopf ist unscharf, beim nächsten mal darauf achten, auf die Augen zu fokussieren“, dann ist das Foto binnen kurzer Zeit wieder gelöscht. Ich habe dann stark den Eindruck, die Fotos sollen nicht begutachtet werden und wenn doch, dann bitte nur mit dem Wattebausch werfen. Dafür sind solche Foren nicht gedacht und z.B. FC vekommt dahin gehend immer mehr.
    Mit Kritik soll nicht gespart werden, wenn diese angbracht werden, aber dann bitte mit Verbesserungsvorschlägen.
    Aber ich denke, die meisten Kommentatoren halten sich an die Netikette. Es ist aber so, dass man 100 netten Leuten begegnen kann, wenn nur ein Kotzbrocken unseren Weg kreuzt, dann ist der Tag gelaufen
    Danke für den Artikel

  10. Ich will mir die Personen gar nicht explizit aussuchen und um Feedback bitten. Wenn ich das machen würde, würde ich a) viele Leute nerven (Ich will ja viel Feedback, soll ich dann alle einzelnd anschreiben?) und b) unbewusst wahrscheinlich sogar nach dem Prinzip gehen „hey… der findet meine Bilder bestimmt ganz gut, wenn ich dem meine Bilder zeige bekomme ich Lob und freundlich vermittelte Verbesserungsvorschläge“

    Das ist ja aber garnicht mein Ziel. Wenn ich meine Bilder bei Flickr reinstelle möchte ich Kritik. Auch gerne harte. Ohne dass ich immer darum betteln muss. Und es ärgert mich immer wenn ich nur „Mag ich“ geschrieben bekomme … In einer Gruppe habe ich extra ein Thema aufgemacht, weil ich Kritik möchte und irgendwie so wirklich nur gaaaaanz sporadisch mal was bekomme.. habe geschrieben „constructive criticism“ und sogar ein paar Thumbnails gezeigt, damit das Kommentieren leichter fällt, niemand meinen gesamten Stream durch wühlen muss. Und der erste Kommentar lautet „Das Bild mag ich“ …. argh!

    Natürlich sage ich damit nicht, dass jemand mich oder mein Bild gefälligst fertig machen soll. Ich bin für freundliche, aber harte Kritik. Für „begründet die Meinung sagen“ – sprich „Hallo, das Bild finde ich ehrlich gesagt ziemlich blöd. Die Bildaufteilung ist suboptimal, vielleicht hättest du zwei Schritte nach links gehen müssen. Und die Farben finde ich viel zu unnatürlich .. würde das nicht so stark bearbeiten.“ usw. Und wenn dann noch ein kleines Lob kommt wie „Aber ansonsten ist das eine wirklich schöne Idee und mit einem anderen Crop und ne andere Bearbeitung wirkt es bestimmt auch gleich ganz anders“ dann ist das cool =)

    Ich will ja besser werden. Dass ich meine Kamera packe und neu losziehe um BlumeXY noch mal zu finden und nach der Kritik entsprechend zu fotografieren, ist denkbar unwahrscheinlich, aber Kritik kann man ja auch für die Zukunft nutzen, sofern ich denn entschieden habe, dass ich die Kritik sinnvoll finde und nutzen will (es bleibt einem ja immernoch selbst überlassen zu sagen: „Hm, find ich nicht“)

    Mag bei anderen sein, dass sie immer wenn sie Bilder hochladen damit abgeschlossen haben. Aber ich nicht. Ich bin ja noch mitten drin. Ich will noch viel lernen. Sicher lade ich Bilder hoch mit denen ich einigermaßen zufrieden bin (sonst würde ich mich das kaum trauen), aber trotzdem heiße ich Tipps fürs Nächste mal sehr willkommen ^^

    Also falls jemand gerne meine Bilder kritisieren will ^^:
    http://www.flickr.com/photos/pimthida/

    Der Point.

    PS: Sorry, hab jetzt bisschen arg wirr geschrieben xD

  11. Du magst recht haben. Kritik sollte mit auf jeden Fall so geäußert werden das sie niemanden Beleidigt.
    Ich finde allerdings das ein Veröffentlichen eines Fotos in z.B. einem Forum keine bitte um Kritik braucht.

    * Möchte die Person Feedback auf ihr Bild? Ja, sonst hätte sie es nicht auf eine Seite gestellt, die über Kommentare verfügt.

    * Hat die Person um eine Kritik gebeten? Nein.

    Ich finde wer Feedback zu einem Bild haben will muss auch mit Kritik leben ohne das er um die gebeten hat.
    Ein Feedback ist IST eine Kritik.
    Eine Kritik (wenn sie denn mit vernüftigen Worten geschrieben ist) ist sehr viel besser also ein stumpfes Hintergrund loses „gefällt mir“ oder „Tolles Bild“
    Eine Kritik zeigt nur, da hat sich jemand mein Foto angesehen und sich Gedanken darüber gemacht. Er hat sich mit meinem Foto beschäftigt und sich die Mühe gemacht mir seine Meinung zu sagen. Denn die Meinung will ich ja. Das zeige ich ja damit das ich ein Foto in einer Community hochlade bei der über Fotografie gesprochen wird. Und ich will auch auf Fehler oder Schwächen meines Bildes hingewiesen werden. Nur so lerne ich. Ob ich die Sachen dann berücksichtige bleibt meine Sache. Es ist mir dabei auch total egal ob der andere es besser kann oder viel Erfahrung damit hat..

    Auch ein „hey tolles Foto“ ist eine Kritik. Kritik ist nicht immer etwas schlechtes. zwar ist „hey tolles Foto “ eine bedeutungslose Kritik. Aber es bleibt eine Art Kritik.

    Mit ihr wird man nichts anfangen können weil man nicht erfährt was für den Kritiker das tolle ausmacht.

    Ein „Hey Tolles Foto, ich finde es schön wie die Spitzlichter hinten im Wald dem Foto tiefe geben“ ist da schon sehr viel Hilfreicher.

    Ein „das Foto gefällt mir nicht, weil ich finde das die Brücke im Hintergrund noch hätte scharf sein können“ ist also auch sehr viel besser als ein „Hey tolles Foto“

    Wer keine Kritik haben will braucht auch kein Feedback. Lob und Blumen sind wohl die größte Gefahr für Künstler. Kritik ist aber ein Freund auch wenn es offt ein Ungeliebter Freund ist.

    Wer also keine Feedback und keine Kritik haben will muss sein Foto auch nicht Veröffentlichen. Denn er wird immer Kritik geben, jedenfalls wenn das Foto mindestens so gut oder so schlecht ist das sich jemand damit beschäftigt. Ein 0815 Foto welches nur langweilig aber technisch korrekt ist wird wahrscheinlich weder positive noch negative Kritik bekommen.

    Viele Grüße JohannesK

  12. Ich halte den gesamten Ansatz für problematisch. Ich bin ebenso gegen persönliche Beleidigungen aber jede Kritik ist erst mal eine Meinungsäusserung. Und das Banner freie Meinungsäusserung halten wir doch alle ganz hoch. Und die Aussage „ist gar nicht meins und wär bei mir in der Mülltonne gelandet“ ist zwar nicht diplomatisch, aber ehrlich und noch keine Beleidigung. Wer das nicht aushält sollte nicht ausstellen oder die Kommentarfunktion besser deaktivieren.

    Der Standpunkt nur wer von der Sache was versteht und selbst was zu bieten hat darf kritisch kommentieren ist ganz fatal. Dann sollte die Mehrheit von uns keine Aussagen mehr über unfähige Politiker machen, weil wir mehrheitlich von dem Business nichts verstehen und es noch nicht probiert haben…

    Und support, support, support kann eben auch das:“ sach mal was hast Du Dir denn bei dem Scheiss gedacht“ sein.

  13. Nette Motivation das Miteinander im WWW zu kultivieren ;) es wird sicherlich immer ein heisses Eisen bleiben. Und wenn man ein Stück von sich ( für mich ist das was der Mensch kreativ erstellt immer ein Stück seines Selbst ) der breiten, unbekannten und bekannten Öffentlichkeit zeigt, trifft es auch immer auf Menschen, die alles schlichtweg anders sehen. Das ist einfach eine Tatsache. Ich finde derjenige der Werke zeigt, sollte sich das annehmen, was ihn seiner Meinung nach in seiner Arbeit weiterbringt und was ihn nicht weiterbringt, muss er gedanklich ausgrenzen und auf der anderen Seite: Kritik sollte auch als Kritik (mit Begründung ) ausgeübt werden und kein Blitzableiter für Kacklaune sein oder ein Zeichen darstellen, dass man jemanden nicht mag oder nicht ernst nimmt. Und Kritik sollte die Motivation beinhalten, dass man den zu kritisierenden weiterbringen möchte-dann erledigt sich verbale Entgleisung von alleine.
    LG Petra

  14. Hallo,
    Erstmal möchte ich meinem Vorposter zustimmten.
    Dennoch würde ich gerne Kritik äußern:
    Wenn hier jemand auf Kwerfeldein.de ein Bild vorstellt, sollte diese Person auch bereit sein negative(!) Kritik einzustecken, bei der man eh meist mehr lernt.
    Bei dem Bild „Glow“ habe ich einen etwas längeren Beitrag geschrieben und BEGRÜNDET warum mir das Bild so nicht gefällt und was ich anders gemacht hätte. Leider wurde dieser Kommentar schlichtweg ignoriert und nicht freigeschaltet.

    Bei aller Liebe. Wenn eine Kritik ohne Begründung kommt („Ist scheiße.“) kann ich es durch aus verstehen. Aber nicht wenn sich jemand die Mühe gemacht hat eine Begründete Kritik zu schreiben. Ich schreibe hier nicht oft, und werde es wohl dadurch ganz sein lassen.

    • Hallo Kwerulant,

      ich hab ehrlich gesagt mit einem solchen Kommentar von dir gerechnet, und ich möchte gerne mal die Gelegenheit ergreifen und begründen, warum dein Kommentar nicht frei geschaltet wurde.
      Ich würde das übrigens gerne bei vielen Kommentaren, die nicht freigeschaltet werden, machen. Aber dazu fehlt leider die Zeit.

      Dein Kommentar als solcher war durchaus in Ordnung, und letztlich findest Du das Bild ja sogar gut.

      Was uns im Team wirklich gestört hat, war die Tatsache, dass Du dir das Original lokal gespeichert hast (was als Solches nicht dramatisch ist), es nach deinen Vorstellungen bearbeitet hast, und es dann hochgeladen hast um den Link in deinen Kommentar zu schreiben.

      Sorry, aber das geht echt zu weit. Das hat für uns nichts mehr mit Kritik zu tun, sondern zeugt von mangelndem Respekt dem Fotograf gegenüber.
      Ich hoffe Du verstehst, was wir meinen.
      Wir würden ins freuen weiterhin Kommentare von Dir freischalten zu können :)

      • Habe ich mir fast gedacht, dass es daran liegt. Aber:
        a) Hätte man es nicht einfach rauslöschen können und gegebenfalls ein Kommentar dazu hinterlassen?
        b) Zudem habe ich lediglich versucht meine Worte durch das Bild zu verdeutlichen.

        „mangelndem Respekt dem Fotograf gegenüber“
        Dies würde ich nur so sehen wenn ich dieses Bild als „meins“ veröffentlichen würde oder sonst wo klauen würde. Hier war es aber definitiv ersichtlich, dass es lediglich meine Worte verdeutlichen sollte.

        Besonders „komisch“ finde ich, dass nicht der Author entscheidet ob ein Kommentar veröffentlich wird, oder nicht. Mich würde es als Author eher stören sowas gar nicht erst lesen zu dürfen.

        Gruß,
        Kwerulant

      • Hallo Holger,

        ich versteh nicht, warum das Hochladen eines veränderten Bildes zur Unterstützung des eigenen Kommentars „zu weit geht“ und „mangelnden Respekt dem Fotografen gegenüber“ bedeutet. Dies ist in vielen Communities gängige Praxis und wird zum Beispiel bei fokussiert.com in der Kritik der „Profis“ sehr oft angewendet. Wenn es einen sachlichen Kommentar unterstützt, können beide Seiten durch diese Vorgehensweise nur lernen.

        Grüße,
        Ralf

  15. wenn ich ehrlich bin, wird mal wieder viel wind um nichts gemacht. das netz ist ein spiegel der gesellschaft. der unterschied ist nur, dass die milieus verschwimmen. und ich finde den letzten absatz einfach nur treffend. wenn ich mein bild gut finde und dieses dann öffentlich zeige, muss ich mit „allem“ rechnen. klar sind einige kommentare unqualifiziert und nicht grade niveauvoll. so sieht nun mal aber auch der querschnitt der menschen aus, die sich im netz bewegen. also: „who cares „, wenn mal einer daneben schießt ?!

    bei lob ist es nicht anderes. wenn jemand sagt: “ boh geiles bild“, dann sagt auch keiner was. oder sollte man dann lieber schreiben: “ also ein paar aspekte an deinem bild finde ich überdurchschnittlich interessant, willst du wissen welche?“

    versteht mich nicht falsch aber langsam muss man sich daran doch gewöhnt ( nein, akzeptiert ) haben oder? man kann sowieso nur etwas daran ändern indem man mit gutem beispiel voran geht.

    trotzdem, schön zu sehen das sich noch jemand gedanken um die qualität und der art des umgangs macht. sehr löblich.

  16. „Weit-Winkliger“ hat es bereits treffend gesagt, Kritik sozusagen auf Abruf halte ich ebenfalls für eher kontraproduktiv.
    Ich teile schon lange die Meinung, wer Kritik generell nicht möchte, wer Angst vor einem kritischen Auge hat, der sollte sich überlegen ob es nicht die falsche Entscheidung ist, Bilder im Internet auf Plattformen auszustellen die eine Kommentarfunktion besitzen. Gerade im Internet können viele Dinge schnell an Eigendynamik gewinnen, so auch das Verhalten in Kommentar-Threads.

    Ich persönlich schwöre auf „konstruktive“ Kritik. Soll heißen:
    Wenn jemand mein Bild schon „für die Tonne“ findet, dann würde ich es gerne begründet haben, ich möchte wissen weshalb mein Bild beim Betrachter nicht ankommt. Habe ich mit meiner Bildidee überhaupt ins Ziel getroffen ?
    Sauber in angemessenem Ton kann ich auch eine negative Kritik durchaus gut wegstecken, im Gegenteil, oftmals lernt man durch die konstruktive Art noch etwas hinzu. Klar freue ich mich dennoch über Lob :)
    Natürlich versuche ich als Kritiker schon ein wenig Rücksicht darauf zu nehmen ob ich es mit einem blutigen Anfänger zu tun habe dem die Kamera noch nicht gut liegt, er eben noch viele Fehler macht, oder ob ich es mit einem „alten Hasen“ zu tun habe, der eigentlich weiß was er da aufs Foto bannt.
    Einem Anfänger das Bild brutal zu zerreißen kann soweit führen dass dieser Mensch sein junges Hobby schnell frustriert aufgibt, daran sollte jeder denken der zu schnell voreilig in die Tasten haut.
    Nur loben schadet dann allerdings auch wieder, wie soll der Anfänger dann für sein Werk hinzulernen ?
    Also, immer schön ein Mittelmaß finden, bei angemessenem Ton, dann klappts auch miteinander :)

    • Ja – das kann ich auch so sehen, Björn. Wie gesagt – für mich macht der Ton die Musik und konstruktive Kritik ist da ein sehr guter Weg. Finde ich gut, wie Du das angehst ich denke auch, dass jeder, der sein Bild ins Netz stellt, auch mit kritischen Worten rechnen muss. Nur für mich stellt sich eben immer wieder die Frage, wie diese Kritik gestaltet wird ;)

  17. Hallo Martin,
    hallo miteinander,

    ich habe eine Vermutung, wieso das Thema genau jetzt aufschlägt…
    Grundsätzlich muss ich dir zustimmen, jedoch habe ich ein paar ergänzende Anmerkungen.(…wenn erwünscht…)
    Ich behaupte es gibt (nicht nur im Internet) mehrere Typen von Leuten, die entweder eine Rückmeldung (zu ihren Bildern) haben wollen, oder Rückmeldung geben.
    (Der Begriff Rückmeldung ist allgemein gehalten, weil darin noch keine Wertung in irgendeine Richtung abgegeben wird.)

    (Die nachfolgende Aufstellung ist bei weitem nicht vollständig!)

    I.) Personen die Rückmeldung haben wollen:

    1. Person ist von seiner Arbeit überzeugt
    2. Person ist sich unschlüssig über seine Arbeit

    A. Person zweifelt an sich selbst
    B. Person ist von sich selbst überzeugt

    II.) Personen die Rückmeldung geben:

    1. Person gibt Rückmeldung egal ob positiv oder negativ
    2. Person gibt nur positive Rückmeldung
    3. Person gibt nur negative Rückmeldung

    A. Person verteilt konstruktive Rückmeldung
    B. Person verteilt irgendeine Rückmeldung

    Trifft jetzt eine beliebe Kombination von I) und II) aufeinander ist es abzusehen, dass sich hier ungünstige Paarungen ergeben.
    So verwundert es nicht, dass es unzufriedene und falsch verstandene auf beiden Seiten gibt.

    Fazit: Wenn man nicht weiß, welcher Typ da am anderen Ende der „langen Leitung“ sitzt sollte man lieber „leise“ machen.

    Grüße
    Christian

  18. Da sich dieser Beitrag auch an mich richtet, möchte ich gerne dazu Stellung nehmen, wenn ich darf.

    Mein kritischer Kommentar auf die Bildbearbeitung „Glow“ wurde, wie mir auf Anfrage mitgeteilt wurde, nicht veröffentlicht, weil ich mich (ich sage zunächst mal ‚angeblich‘) im Ton vergriffen habe. Wenn dem so gewesen sein sollte, dann sorry, manchmal ist man auch selbst etwas betriebsblind und ein für einen selbst gut klingender Beitrag kommt beim Gegenüber völlig anders an. Ich kann das jetzt so jetzt nicht nachvollziehen, weil ich den Wortlaut leider nicht mehr parat habe.

    Dennoch, ich bin seit vielen Jahren im Netz unterwegs und kenne die „Regeln“ der Kommunikation im Netz untereinander. Einen Hinweis, man möge mal die Verhaltensregeln des Blogs im Umgang miteinander mal lesen, empfinde ich manchmal schon als etwas befremdlich, wenn man als derjenige, der einen Kommentar nicht frei gibt, nicht mal eine nachvollziehbare Begründung liefern kann. Da hoffe ich in meinem Fall aber noch auf Klärung.

    Wie gesagt, ich fand meinen Beitrag nicht so schlimm, akzeptiere die Nichtveröffentlichung aber, wenn sich andere möglicherweise damit nicht anfreunden können. Schade finde ich es dennoch und es bleibt für mich ein etwas fader Beigeschmack.

    Ich hätte mich gefreut, wenn derjenige, der den Beitrag gesperrt hat, mich zumindest mal kurz angeschrieben und auf den (möglicherweise tatsächlich vorhandenen) daneben liegenden Ton hingewiesen hätte. Immerhin bin ich nun wirklich nicht bekannt durch irgendwelche böse Kommentare oder Beleidigungen und ich hätte den Beitrag sicherlich auch umgeschrieben.

    Wer in einem Forum ein Bild veröffentlicht, der muss auch damit rechnen, das es nicht jedem gefällt – wie mir in diesem Fall. Und wenn dann jemand auch seine Meinung äussert, dann muss derjenige eben auch damit leben. Was nützt es denn, wenn man von allen Seiten nur ein „tolles Bild“ bekommt, aber die Kritiker lieber schweigen?

  19. Ein typischer Martin-Gommel-Artikel. Es soll eigentlich eine bestimmte Kern-Aussage kommuniziert werden. Um niemandem auf die Füße zu treten und nirgends anzuecken, wird die Kernaussage dann aber gleich wieder relativiert und abgeschwächt. Man soll nicht direkt und offen kritisieren, aber mit Wattebällchen werfen, muss man nun auch wieder nicht. Hmm

  20. Kritik!? Danke für den Artikel und an die Kommentare.
    1. Matt schrieb: „das netz ist ein spiegel der gesellschaft. der unterschied ist nur, dass die milieus verschwimmen.“ Stimmt.: Dementsprechend haben einige Kritikfähigkeit (Kritik geben und Kritik annehmen) und andere nicht. Schwierig, da man das an einem Foto nicht erkennen kann.
    2. (vielleicht etwas überspitzt) Viele geben doch ihre Kritik/Kommentare nur ab, um auf sich aufmerksam zu machen. Mehr positive Kritik, mehr Besucher, mehr Besucher = mehr positive Kritik für eigene Bilder = Eitelkeit bezüglich eigener Fotos.
    3. Um vernünftige Kritik geben zu können, sollte man sich länger als zwei Sekunden mit einem Foto beschäftigen. a. Diese Zeit hat kaum noch einer und b. es warten in Internet noch Milliarden toller Fotos um gesehen zu werden.
    4. Jetzt habe ich mich schon zu lange mit einem Gedanken beschäftigt…

  21. Noch ein kleiner Nachsatz, quasi als Kritik an dem Artikel: bei Twitter schreibt ihr ja euer Kürzel hinter den Tweet. Könntet ihr das nicht auch bei den Artikeln hier im Blog machen? So weiß man zumindest, wen man ansprechen kann.

  22. Schöner Artikel. Motiviert einem selbst die eigene Einstellungen zu Kritik von anderen, aber auch wie man selbst Kritik gibt, zu überdenken.

    Das angesprochene hin und her von „tu dies, aber nicht das – und andersrum“ sollte eigentlich negativen Kommentaren vorbeugen, aber das wird es nicht – wie man eindeutig sieht. Versuch nicht alles immer relativieren zu wollen, sag einfach wie es ist. Trotzdem kann ich dich verstehen – und hey, ich mache diesen – nennen wir es einmal „Fehler“ – auch tagtäglich. Egal, weiter!

  23. Hallo Martin, ich stimme dir absolut zu. Es gibt immer wieder Menschen, die anscheinende an Allem und Jedem etwas zu meckern haben oder aber einfach nur, teilweise respektlos, ihre Meiung kundtun. Ich bin ebenfalls für ein respektvolles Miteinander. Sehr guter Artikel und super geschrieben.
    Weiter so.
    Gruss Alex

  24. Wenn ich mir die Kommentare so durchlese, meine ich behaupten zu können, die meisten haben nicht verstanden was Martin stört.
    Es geht um den Ton. Der Ton macht ja bekanntlich die Musik und dieser ist in vielen deutschen Blogs, Communities etc. teilweise relativ hart, harsch, nicht supportiv.
    Mir, für meinen Teil ist aufgefallen das auf vielen/den meisten amerikanischen/australischen/englischsprachigen Blogs etc. ein viel unterstützender,freundlicher nicht so oberlehrerhafter/besserwissender Ton herrscht.
    Deshalb kann ich das was Martin schreibt völlig unterschreiben:
    Support, Support, Support! … Warum nicht unterstützen& nett zueinander
    sein?.
    Kritik ist richtig, wichtig und legitim, kann aber auf jedenfall charmanter
    formuliert werden. Keine Angst, mann kommt dadurch nicht weniger kompetent rüber….

    Cheers

  25. Nachdem ich mich jetzt über meinen gestrichenen Beitrag „Glow“ ausgelassen habe, möchte ich auch noch einige Anmerkungen zu Deinem Artikel, Martin, loswerden. (Die Glow-Diskussion ist übrigens für mich beendet. Ich hatte sogar mit Andreas, dem Autor des Beitrags, noch eine nette Mailunterhaltung.)

    Du schreibst:
    Zitat: „Möchte die Person Feedback auf ihr Bild? Ja, sonst hätte sie es nicht auf eine Seite gestellt, die über Kommentare verfügt.“

    und weiter

    Zitat:“Hat die Person um eine Kritik gebeten? Nein.“

    Sorry, Martin, aber was erwartest Du hier in Deinem Blog? Du möchtest Bilder, zu denen man ein Feedback geben soll, aber keine Kritik äussern darf? Wie soll das denn gehen? Jedes Feedback ist eine Kritik. Kritik kann ja auch positiv sein.

    Zitat: „Hat die Person A direkt Person B aufgefordert, eine möglichst harte Stellungnahme abzugeben? Auch nicht.“

    Warum das denn nicht nicht? Sie hat ja auch niemanden aufgefordert, nur wohl wollende Kommentare zu schreiben. Ich verstehe nicht, wie man (siehe Punkt 1) ein Feedback erwartet, aber keine harte Stellungnahme schreiben darf. Und bei „harte Stellungnahme“ kommt es auch immer darauf an, wie es beim Adressaten selbst ankommt. Harte Kritik muss ehrlich sein, aber nie beleidigend.

    Zitat: „Ist es denkbar, dass Person A mit dem Foto abgeschlossen hat und damit zufrieden ist? Ja.“

    Da stimme ich auch nicht mit Dir überein. Wer ein – bleiben wir bei dem Wort – Feedback zu seinen Bildern erwartet, der möchte sich vielleicht verbessern. Er hat mitnichten mit dem Bild abgeschlossen, denn sonst hätte er es nicht zur Diskussion frei gegeben.

    Wo ich mit Dir übereinstimme ist, dass man bei Bildkommentaren fair miteinander umgehen muss. Und das ist hier normalerweise immer so gewesen. Zumindest hatte ich bisher den Eindruck.

    • Hallo Ralf, sehe ich anders ;)

      Wie gesagt, natürlich kann Kritik geäussert werden (hab ich oben ja auch beschrieben), aber der Ton spielt für mich die entscheidende Rolle. Wenn der respektvoll ist, dann passt auch der Rest für mich.

      Zum letzten Punkt: Also ich kenne genügend Leute, die sich über Feedback freuen (auch über konstruktive Kritik), aber manchmal – nicht immer – auch schon zufrieden sind mit ihrem Werk. Wüsste nicht, was daran falsch sein sollte ;)

      Und ja – ich finde den Umgamg hier auch ingesamt sehr gut, auf jeden Fall, da hast Du recht.

  26. Ich halte es wie Matt, das Netz ist nunmal sehr anonym und mag manche Menschen dazu verleiten sich keine Gedanken über ihren Ton zu machen. Aber eine Kritik wie diese:

    “Pah! Was für ein schwaches Bild. Das macht ja gar keinen Sinn. Ich finde, Du hättest wesentlich länger belichten müssen und die Blende hätte ich an Deiner Stelle nicht so aufgerissen. Komisches Foto. Wäre bei mir allenfalls schnell im Mülleimer gelandet”.

    ist doch erstmal nicht schlecht:
    – war die eigene gewählte Belichtungszeit wirklich so gewollt oder war es die Automatik die hier die Entscheidung traf?
    – Habe ich bewusst die Blende ganz aufgemacht, oder nur vergessen das ich nicht mehr im dunklen Keller fotografiere?
    – Das Bild war so schwach, das es den Kritiker veranlasst hat diese Kritik zu schreiben es hat ihn in irgend einer Form angesprochen, man muss nicht alles negativ sehen

    Wenn das von einen hergelaufenen Torsten kommt – ist mir das mit Sicherheit egal,
    Wenn Paul das so schreibt – denke ich ggf. darüber nach, weil Paul kenne ich von anderen Kommentaren
    Wenn mein bester Kumpel Franz das so sagt – verkauf ich meine Ausrüstung und beginne mit dem Spitzenklöppeln.

    Für mich ist es nicht nur der Ton der die Musik macht, sondern auch WER

  27. Dieser Artikel spricht mir zu 100 % aus der Seele, Respekt und Achtung vor der Leistung des anderen ist für mich eine Grundlage, auf der überhaupt erst eine Kritik geäußert werden kann, die der andere annehmen kann. Alles andere ist nur Gepolter.
    Vielen Dank für den tollen Artikel. Und das Zitat „Hey, kann es sein, dass Du diesen Artikel mit dem “Sag mir, was Du an meinem Bild doof findest – Thread verwechselt hast”?“ ist so genial, dass ich es mir am liebsten als Shortcut abspeichern möchte.

  28. Moin zusammen,

    sich einer Kritik oder eines Kommentars zu stellen ist ein kniffliger Schritt, weil man damit rechnen muss, abgelehnt zu werden. Der Kritiker sollte also immer versuchen, den Anderen nicht zu verletzen. Aber das eigentliche Problem ist das geschriebene Wort. Es fehlt das zwinkernde Auge, der Gesichtsausdruck des Anderen, das ein gesprochenes Wort erklärt.
    Eigentlich müsste man einer Kritik ein Gesichtsausdruck an die Seite stellen oder die Kritik sollte als Film ablaufen, wodurch das geschriebene Wort durch Sprache ersetzt wird.
    Natürlich gibts immer Idioten, die meinen im eigenen Größenwahn draufhauen zu müssen. Aber auch diese würden sich durch einen Film gleich rausmendeln.

    Unsere Gesellschaft lässt an vielen Stellen das Feingefühl vermissen. Leider.

    Aber Kommunikation geht auch vom Empfänger aus. Wenn der einen sensiblen, traurigen Tag erwischt hat, kann auch dadurch vieles schief laufen, was der Kritiker nicht beabsichtigt hat.

    Beide Seiten sind in der Pflicht!

    Gruß Mat

  29. Denke, wenn sich jeder ein wenig mehr an die Nettiquette halten würde, wäre diese Diskussion hier gar nicht notwendig.

    Finde, man kann Kritik auch dazu nutzen, um mit anderen ins Gespräch zu kommen, eine Diskussion anzuregen oder einfach mit seinem Input weiterzuhelfen.

    Zur Formulierung von Worten zu Sätzen (auch auf Kritik anwendbar) empfehle ich das hier: http://www.huehner-info.de/infos/humor_strasse_ge.htm

    lg Chris

  30. …gang und gebe in der Fotocommunity. Da gönnt der einem dem anderen die Luft zum Atmen nicht. Wer interessiert an Streitkultur ist, darf sich gern die Kommentare auf http://www.fotocommunity.de, der aus dem Galerievorting rausgeflogenen Natur-, Kinder- und Modellbildchen ansehen. Zum Teil köstlich wie die Damen und Herren sich dort belegen. Unterste Schublade…

  31. Lieber Martin,

    das war m.E. ein sehr kluger Artikel. Auch mich stört schon lange der Ton in manchen Foren oder Blogs. Ich glaube auch, dass die Anonymität im Netz manchen dazu verleitet einen Ton anzuschlagen, den er in der „echten“ Welt nicht verwenden würde, wenn ihm der Kritisierte direkt gegenüber stände. Insofern vollste Zustimmung. Und die Kommentatoren hier, die sich jetzt beschweren, dass man dann ja gar nichts mehr kritisieren dürfte, haben deinen Artikel leider nicht verstanden.

  32. Hallo Martin,

    diese Art Artikel und vor allem auch die Reaktionen daruaf sind es, die mich immer wieder lange hier lesen lassen.
    ich gestehe -> ich bin ein Sauger und halte mich mit Kommentaren sehr zurück. Warum? ich bin kein großer Redner und meist wurde das, was ich zu sagen hätte schon von jemanden anderen gesagt… wieso dann noch wiederholen.
    In diesem Fall kann ich mich eigentlich auch wieder nur anschließen:
    – wenn ich ein Bild ins Netz stelle, muß ich mit Kritik rechnen, ob ich nun danach gefragt habe oder nicht. ob sie mir nun gefällt oder nicht – ich habe sie mit der Veröffentlichung herausgefordert
    – das die Art der Kritik nicht immer konstrutiv ist (meist muß man diese suchen) – das „ist nun mal so“ :-( es gibt leider viele „Komentatoren“ die einfach „super Foto“ schreiben, um des Schreibens willen…
    – dann aber nur ausgewählten Leute Kritik „abverlangen“ – auch nicht das wahre, da kommt mir spontan der Begriff „Betriebsblindheit“ in den Sinn (weit her geholt, aber …)

    Aber was ich eigentlich sagen will :-)
    Es ist immer wieder erfrischend anders, morgens Deinen Block zu öffnen und dann sowas zu lesen. Gibt zwischendurch die Anregung zum Nachdenken…
    Danke

  33. Bildkritik: ich verteile sie mittlerweile nur noch auf Abruf. Meine Meinung bekommt, wer sie wissen möchte. Direkt darum gebeten.

    Aber ich denke meine Intention dahinter ist eine andere. Ich bin einfach nur gelangweilt und finde es müßig meistens wildfremden Menschen meine Gedanken und Sicht mitzuteilen. Entweder die Kritik, vorallem wenn es eine konstruktive oder negative ist, wird in den meisten Fällen, obwohl ich des höflichen Miteinanders durchaus mächtig bin, einfach ignoriert – denn: wie du schreibst, der Urheber ist fertig mit seinem Werk. Bin ich auch wenn ich Bilder von mir ins Netz stelle. Weswegen ich meine Bilder bevorzugt NICHT auf Plattformen wie Deviantart, fc, flickr usw. stelle. Ich bin in dem Moment an Kritik nicht mehr interessiert. Das war ich vor Veröffentlichung und da habe ich sie mir von Freunden und gleichzeitig meinen größten Kritikern persönlich eingeholt. Von Menschen, bei denen ich mir sicher sein kann, dass sie mir respektvoll, aber dennoch ungeschönt, ihre Meinung sagen. Darunter sind Laien, darunten sind auch Profis.
    Ein weiterer Grund warum ich zB. ganz speziell deviantart meide ist der Kuschelkurs der dort gefahren wird. Eine kleine Community, ähnlich eines Freundeskreises, wo jeder jedes Bild geradezu abgöttisch liebt und toll findet – das langweilt mich. Ich habe es bei deviantart einmal gewagt ein Bild eines realen(!) Freundes zu kritisieren inzwischen von unzähligen „Ach ist das toll“-Kommentaren. Ich wurde zerrissen, auf sehr persönlicher Ebene von wildfremden Menschen, mir wurde unterstellt keine Ahnung zu haben: von allen unbekannten und anonymen anderen, nur nicht von meinem Freund. Den ich nämlich, leicht verunsichert, in privaterem Rahmen fragte ob meine Kritik ok war oder ob sie unwissentlich doch zu unhöflich war. Er fand meine Kritik ok und war sogar dankbar über den völlig anderen Gesichtspunkt. Aber sie passte halt nicht in der Kuschelklima von deviantart.
    Kritik von mir ist heute rar: direkt darum gebeten bekommt sie jeder. Aber in Communitys gibt es sie nur noch wenn mich entweder ein Bild wirklich beeindruckt, was ziemlich selten ist, oder aber, wenn ich das Gefühl habe dass der Urheber in seinem Kommentar zu dem Bild wirklich kenntlich macht, dass er dankbar um neue Ansätze und Anregungen wäre. Ein kommentarlos ins Netz gestellte Bild bekommt von mir kein Kommentar. Warum auch?
    Ich bin es auch einfach leid mir Mühe mit einer Kritik zu geben und diese Mühe nicht anerkannt zu bekommen. Denn ein sachliches, höfliches Kommentar mit nachvollziehbaren, wohl überlegten Argumenten ist auch durchaus zeit- und auch kraftaufwendig. Immer geht es nur um den Empfänger der Botschaft der sich ja angepisst fühlen könnte, der Sender kann allerdings auch sehr oft enttäuscht werden.

  34. was mir bei besonders bei der fc immer aufgefallen ist: je konstruktiver ein kommentar zu meinem bild war, desto „hochwertiger“ (wenn man das so sagen kann) waren die bilder, derjenigen person, die kommentiert hat. und je persönlicher, unsachlicher und unfreundlicher ein kommentar war, desto schlechter war auch oftmals (nicht immer) die fotografische leistung der kommentierenden person. ganz ehrlich: die leute, die richtig gut fotografieren können, haben sich auch oftmals die mühe gemacht, aufwendige, konstruktive kommentare abzulassen und haben mir dadurch sehr geholfen. dafür bin ich sehr dankbar, darüber freue ich mich wirklich. man sollte sich mehr auf diese guten und gut gesinnten leute konzentrieren und die ganzen trolle, flamer und -pardon- dummschwaller einfach ignorieren *g* ;)

  35. Das ist einer der Gründe warum ich keinen Flickr Stream unterhalte und meine Bilder nur auf meiner Hommpage zufinden sind. Es ist halt so das ich lieber die Leute kenne mit denen ich mich über meine Bilder unterhalte. Ein Kommentar von einer Person deren Stil man zB mag oder bewundert (ich nenne hier jetzt mal keine Namen) ist mir mehr Wert als 300 *Daumen hoch* oder das hätte ich besser gekonnt bei flickr etc. Gerade bei manchen Fotosites sieht man ja ganz deutlich das Bilder mit nakter Haut und hübschen Damen gute Bewertungen kriegen, ein gutes S/W Porträt einer reifen Dame zB aber nicht .. also warum da den noch Bilder Uppen ?
    Was ich zB nicht mag sind expliziet Deviantart, Fotocommunity und ganz schlimm sind die Leute von naturfoto, wer da nicht zum inneren Zirkel gehöhrt und sich erdreistet mal nen Bild nachzuschärfen oder so .. Ohaua Ha .. ne sowas brauche ich nicht mehr. Ein echter Martinkommentar oder von wem anderem ist doch mehr Wert als 100 Trolle .. Btw ;) Bin auch mal nach langer Zeit wieder da .. schön das du die Krise hinter dir hast. Grüße Sven

  36. Das Thema scheint dir ja sehr wichtig zu sein, so oft, wie das hier angerissen wird.

    Mutwillige Fäkalsprache, Beleidigungen und schlicht dumme Kommentare mal außen vor. Für die gilt sowieso nichts und da helfen auch keine Anstandsregeln, wenn der andere diese ohnehin verletzen will. Ich denke, das ist klar.

    Ansonsten einfach ein paar meiner Gedanken dazu in den Raum geworfen:

    Gerade an dem ersten Punkt „Ja, sonst hätte sie es nicht auf eine Seite gestellt, die über Kommentare verfügt.“ ist meines Empfindens nach sehr viel dran.
    So lange auf der Seite mit dem Foto und Kommentarfunktion keine expliziten Regeln stehen, wie dieses Feedback aussehen darf, muss man schlicht damit rechnen, das alles, was ein potentieller Kommentator nicht als sittenwidrig erachtet, auch kommentiert werden darf. Da diese Ansicht, was die Grenze überschreitet, aber von Person zu Person verschieden ist, wird es immer Grenzfälle geben, in denen Mißverstanden wird oder andere Dissonanzen entstehen können.

    Dann nochmal nachzufragen, wie du es vorschlägst, empfinde ich persönlich als unhöflich. Ich habs doch zum Kommentieren veröffentlicht. Naja, mein Problem. Aber jemanden, der mich erst fragt, ob er was kritisieren darf, den werde ich schon mal weniger ernst nehmen, als den, der selbstsicher kritisiert.

    Menschen sind halt verschieden.

    Wirklich anstrengend finde ich Mimosen, die schon, wenn der andere zu ihren mediokren Blümchenfotos nicht nur „Aww, super“ und ähnliches kommentiert, sofort sauer reagieren, löschen, sperren oder das Forum verlassen. Ja, denen sollte an sich bei ihrem psychischen Problem geholfen werden, aber das kann man nicht aus der Position und nicht einfach so über dieses Medium.

    Nervige Kommentare umfassen noch solche mit animierten Gifs, bling-bling. Einfach widerlich. Aber die Blinkebildchen kommen dann in den AdBlocker, und werden zumindest bei mir nie wieder angezeigt. Ggf. auch das Kommentar gelöscht, weil das a) vom Bild ablenkt und b) das Bild in den Augen vieler Betrachter entwertet.

    Und einer, der dann gezielt kritisiert und ggf. über die Stränge schlägt, muss er halt mit dem Echo zurechtkommen. So ist das eben.

    • Blink-Gifs in Kommentaren?! Krass! Endgeil! Was für ein Stilmittel sich da anbietet… Lob ist ja immer etwas weniger spektakulär oder mindestens näher am peinlichen als so ein richtiger Verriss, und der mittels Gif. Uiuiuiuiui!!

      Ein Glück dass meine Leitung aufm Dorf zu langsam für sowas ist :-)

  37. Hallo zusammen,

    genauso kontovers wie das Thema hier diskutiert wird, fühle ich mich manchmal auch damit.

    Jeder kennt sicher das unangenehme Gefühl, kritisert zu werden, egal wie freundlich es formuliert ist. Schnell beschleicht einen das Gefühl der Ablehnung, selbst wenn der Kritiker vielleicht nur eine Kleinigkeit bemängelt und das Bild sonst gut findet. Eine diffizile Angelegenheit, vor allem für den wohlmeinenden Kommentator eines Fotos. Andererseits kann eine konstruktive Kritik mehr helfen als hundert Lobhudeleien per copy & paste.

    Ich denke, eine begründete, freundliche Kritik, hoffentlich mit einer Hilfestellung wie es besser (oder anders) ginge, ist nie fehlplaziert. Wer seine Fotografien der Öffentlichkeit präsentiert, der sollte auch mit der Reaktion seines ‚Publikums‘ rechnen, deswegen macht er sie ja öffentlich. Außerdem gibt es in vielen Communities eine Funktion, um Kommentare zu deaktivieren, wer also keinen Wert drauf legt oder Angst davor hat, kann sie ja abschalten.

    Aber genauso wie es oft an Sensibiltät der Kritiker fehlt, genauso oft finde ich unter technisch schlechten Bildern die unglaublichsten Lobeshymnen, die mich am Augenlicht des Betrachters zweifeln lassen. Das hilft dem Fotgrafierenden auch nicht weiter. Im Gegenteil! Wenn dann eine ernstgemeinte Kritik zwischen dutzenden „Tolles Bild!“ – Kommentaren auftaucht, wird sie nicht mehr ernstgenommen oder als Meckerei, teilweise auch Neid, abgetan.

    Ich habe es mir deshalb zur Angewohnheit gemacht, mir zum einen Kommentare und die Arbeiten meiner Kritiker anzusehen und setze mich dann mit ihren Kritiken auseinander. Ich persönlich bin eher die nichtssagenden ‚Schönes Bild!‘ – Kommentare leid als eine ehrliche, konstruktive Meinung zu meinen Arbeiten, von denen es im Vergleich einfach zu wenige gibt.
    Zum anderen nutze ich die Möglichkeiten einer PN und ich schreibe niemals einfach nur was mir nicht gefällt, sondern vor allem auch, warum ich überhaupt bei dem Bild hängengeblieben bin. Ein Bild, an dem mir gar nichts gefällt, verdient auch keinen Kommentar. Nicht mal einen negativen.

    Gruß
    Dirk

    • Zum Thema „technisch schlechte Bildern“ fand ich etwas Altes, aber nicht minder Aktuelles:

      Die Tatsache, dass eine (im konventionellen Sinn) technisch fehlerhafte Fotografie gefühlsmäßig wirksamer sein kann als ein technisch fehlerloses Bild, wird auf jene schockierend wirken, die naiv genug sind, zu glauben, dass technische Perfektion den wahren Wert eines Fotos ausmacht.

      Andreas Feininger

  38. Lieber Martin,

    Zivilisation gut und schön: aber wie, bitte schön, soll man sich bitte Luft verschaffen wenn unter den schlimmsten HDRs, Colorkey-Stringtangapos und belanglosesten Knipsereien sich die Lobeshymnen stapeln?!

    Wenn ich dem Autoren dann schreibe „aaaaaaaaaaaaarrrrgh. kkann ttttttsten nicgt mekr sehem da augem geplatut!!!!“ ist das doch wohl meine christliche Pflicht, oder nicht?!

    Meine Meinung: Sollte man nicht so eng sehen. Ein schön zertrümmertes Ego ist doch auch etwas, hat nicht jeder.

    Im Ernst: Natürlich sollte man sich zivilisiert benehmen, auch im Netz, aber deshalb muss das ganze nicht gleich zur Selbsthilfegruppe mit Kuschelumgang gezwungen werden.
    Ein unverkrampfter Umgang mit der Selbstdarstellung und den Antworten darauf ist auch ein mögliches Ziel.

  39. Martin!

    Beim lesen all der Kommentare wird ja immer wieder auf recht Aussätzige Bilder mit Lobhudeleien dazu hingewiesen. Oder sogar blinkende Gifs. Bin schon ganz hibbelig, sowas will ich auch mal sehen!

    Da ich nicht soooo viel Zeit im Netz verbringe ist da anscheinend einiges an mir vorbeigegangen, was mich durchaus auf eine gewisse gruselige Art fasziniert.

    Rege daher an, mal zu den faszinierenden Browser-Fruits eine „Grauser-Fruits“-Sammlung für Unbedarfte wie mich zusammenzustellen:
    – Grauselige Bilder mit Lobeshymnen darunter
    – Schreckliche Gif-Blink-Kommentare

    Aber bitte nur ernst Gemeintes, nicht gezielt Schlechtes.
    Biete den Gegenwert eines Kasten Bier als Preis für den beeindruckendsten Link.

    Martin, wäre das mal was oder ist so eine Exkursion in’s Entsetzliche zu niederträchtig für Kwerfeldein?

  40. Hi Martin,

    wunderbares Stateement – Danke.

    Meine Bemerkung:

    „Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters“

    Schönheit wird verschieden interpretiert; jeder hat seinen eigenen Geschmack; jeder empfindet Schönheit anders.

  41. Unangemessene Kritik. Was ist unangemessen? Die Formulierung, die du in deinem Beispiel erwähntest war unangemessen. Man kann Kritik auch konstruktiv und freundlich äußern.

    Was ich deinem Post aber auch entnehme ist eine Mode, die sich in den letzten Jahren immer weiter fortgesetzt hat. „Auch, wenn ich mit meinen Ergüssen, egal welcher Art (Foto, Text, was auch immer), an die Öffentlichkeit gehe, möchte ich nur positives dazu lesen, nie aber negatives.“

    Korrigiere ich beispielsweise öffentlich die Rechtschreibung eines öffentlich ausgestellten Textes höre ich nur selten ein Dankeschön, zumeist kommt ein Klugscheisser, Besserwisser oder unfreundlicheres. Jeder, der sich mit dem, was er tut in der Öffentlichkeit zeigt, muss mit Kritik rechnen. Und Kritik ist bei weitem nicht immer positiv. Wenn wir unsere Poltiker kritisieren, negativ, beschwert sich doch auch niemand, oder? Sicherlich, ist nicht direkt vergleichbar, aber trotzdem. Wer etwas von sich öffentlich publiziert, muss auch mit negativem Feedback rechnen. Dieses negative Feedback sollte aber immer so aufgebaut sein, dass der Kritisierte auch einen gewissen Nutzen daraus zieht, beleidigend sollte es schon gar nicht sein.

    Ich stelle sehr häufig fest, dass die Menschen heutzutage absolut nicht kritikfähig sind und jede noch so kleine Kritik sofort als persönlichen Angriff werten, nicht als Verbesserungsvorschlag. Mag vielleicht auch daran liegen, dass viele heutzutage nicht in der Lage sind, Kritik freundlich und sachlich zu äußern. Den Teufelskreis sehe ich schon. Ich für mich persönlich äußere Kritik aber nicht, um den anderen zu diffamieren, sondern um ihm zu helfen, diesen oder ähnliche Fehler in Zukunft zu vermeiden. Natürlich sollte man so was nur tun, wenn man ausreichendes Fachwissen im entsprechenden Gebiet hat. Auf dem Sektor der Fotografie bspw. würde ich mich nur ungern mit dir anlegen, da du mir da einfach deutlich überlegen bist.

  42. Blogartikel dazu: linkTIME - 07/2010: Twitter, SEO-Guide und Auswirkungen hoher ISO-Zahlen | linkTIME | bhoffmeier.de

  43. Ich bin da ganz anderer Meinung. Wer sich seine Kritiker aussucht, bekommt wirklich nur Watte zugeworfen. Das läuft dann, wie auf flickr auf Kommentare wie: so cute; wow, I love your colors, wonderful usw.usf. hinaus.
    Verständlich, dass die eigenen Werke, in die man sehr viel Zeit und Energie gesteckt hat, nicht so einfach in Grund und Boden kritisiert werden sollen. Das mag frustrierend sein. Wer aber seine Fotos im Internet ausstellt, muss allerdings mit allen Formen von Kritik rechnen (oder die Kommentarfunktion deaktivieren).
    Aber diese Dünnhäutigkeit ist nur bei Amateuren bzw. Semiprofessionellen anzutreffen.
    Wer Architektur, Design, Fotografie studiert oder eine ähnliche künstlerischen Ausbildungen genossen hat, weiß wovon ich rede. Professoren, die alles in Grund und Boden reißen, das einem zum heulen ist, dies aber auch begründen, lassen einem zwar erst einmal durch die Hölle gehen. Der Nutzen für seine eigene Arbeit geht einem da erst später auf…..
    Daher ist die og. Bspl.kritik aus meiner Sicht auch in Ordnung.
    Nützlicher Nebeneffekt für Dich: Je kontroverser die Diskussion, umso mehr Kommentare und damit auch Traffic für Deine Seite ist garantiert (Bspl. die Zeitung derstandard.at, auf jeder posten kann, was er will – die Leute lesen tw. nur noch die Postings, weil die tw. viel interessanter als der Artikel sind).

  44. Hallo Martin, ich denke, grundsätzlich macht der Ton die
    Musik. Ich finde es durchaus nicht unangebracht, wenn den Feedback
    gewünscht ist, auch negative Kritik anzubringen. Wenn man nur
    Zucker in den A***** geblasen bekommt, ist das genau so wenig
    hilfreich wie der Kommentar von Person B. Die Sachlichkeit ist, was
    entscheidet, ob die Kritik wertvoll ist oder nicht. Es ist mir
    lieber, wenn jemand mein Bild sachlich zerlegt und mir aufzeigt,
    was ich besser machen kann, als wenn er gar nichts schreibt. Wie
    gesagt, wer die Nettiquette befolgen kann, kann m.M.n. auch mal
    negative Kritik ablassen, ohne gleich als A*******ch da zu stehen.
    LG … Lars

  45. Support,..support,..support. Appalus,..Applaus,..Applaus!!
    Vielen Dank,.. du hast mir aus der Seele gesprochen!
    Kritik,..ist grundsätzlich immer was positives,..in beide Richtungen.
    Um mir konstruktive Kritik zu reichen,..muß mein „Gegenüber“,..mich schon ein bissl kennen!
    Wenn mir jemand Fachjargon an den Kopf“wirft“,..kann ich nicht so viel damit anfangen,…in einem Austauschgespräch,..sich auf MICH einlassen,.. dann lerne ich dazu:-))
    Herzlichen Dank und Grüße Ele :-)