kwerfeldein
25. September 2010 Lesezeit: ~2 Minuten

Simon Christen: The Unseen Sea (Zeitraffer)

Lieber Leserschaft, mir gingen viele, viele Ideen durch den Kopf, wie ich den heutigen Artikel gestalten könnte. Jedoch wurde mir gestern ein fetter Strich durch die Rechnung gemacht, als 10mmgalore einen Tweet in die Welt schickte, der so aussah:

One of the best timelapse videos I’ve ever seen: http://vimeo.com/15069551

Nun, von Natur aus bin ich bei dieser Wortwahl etwas skeptisch, doch als der Tweet dann nicht zu verschwinden schien, schaute ich mir das besagte dann doch Video an, um mich selbst davon zu überzeugen.

Der in Bern, Schweiz gebürtige Simon Christen hat mit diesem Zeitraffer in jedem Fall ein bezauberndes Werk geliefert . Mit seiner EOS 40D und diversen Gläsern (10-22mm, 24-70mm & 70-200mm) hat er Aufnahmen gemacht, die nicht nur kompositorisch vorbildlich im wahrsten Sinne das Wortes sind. Die letzte Nebelwelle nahm der dann mit einer 5D Mk2 eines Freundes auf, weil – Zitat: „that night my shutter on the 40D crapped out“.

The Unseen Sea greift da Thema Wolken auf, strotzt nur so vor immenser Schönheit und zeigt auch, dass Simon gut geplant hat. Der Mond ist ein deutliches Beispiel dafür und ich selbst kann mich am diesem finalen im Wolkenmeer untergehenden Mond gar nicht sattsehen.

Die Musik von Nick Cave (Mary’s Song) kommt ungewohnt einfach und leise daher, ist man doch eher dicke Blech, Paukenschlag orchestral aus dem vollen schöpfendende Filmmusik zu solchen Bildern gewohnt. Vielleicht – oder gerade deshalb – kommt The Unseen Sea so sympatisch und unkonventionell daher.

Wer nun gefallen am diesem Zeitraffer gefunden hat, könnte auch das Portfolio von Simon Christen ansprechend finden. Weiter möchte ich – für all diejenigen, die sich fragen, wie man ein Zeitraffer erstellt – den dazu passenden Zweiteiler von Johannes Heuckeroth hier auf kwerfeldein.de empfehlen:

Zeitraffer-Videos: Wie funktioniert das eigentlich?

Zeitraffer-Videos: Ein Praxisbeispiel

Zeitraffer-Videos: Digitale Weiterverarbeitung

Natürlich unterliegt auch dieses Video dem persönlichen Geschmack jedes Einzelnen. Mir jedenfalls – hat es äusserst gut gefallen.

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