kwerfeldein
15. September 2010 Lesezeit: ~3 Minuten

Kuckuck!

Schönen guten Tag. Wenn man so lange weg war und keinen Piep gemacht hat und dann langsam sein Gefieder ausbreitet und loszuschnattern will, überlegt man sich drei mal, was, wie und wo man den Schnabel öffnet, um einen uneleganten Segelflug zu vermeiden.

Ich habe mich dazu entschieden, hier einen kurzen Artikel zu schreiben, um wieder „Hi!“, „Tach!“ oder einfach „Hallo, bin wieder da“ zu sagen. Und dabei kann man sich diese Worte in freundlicher Euphorie vorstellen, denn ich bin superfroh, wieder am Start zu sein.

Doch wo fing das alles nochmal an? Genau. Vor ein paar Wochen, als meine freundlichen Teamkollegen die Krankheitsvertretung angekündigt haben. Und dabei – für mich perfekt – nichts über den Grund der Sache haben verlauten lassen.

Der da war: Burnout.

Sturzflug. Peng.

Da bekommt man nicht mal mehr den Schnabel auf, um in der obigen Metapher zu bleiben. Burnout ist hässlich, und diejenigen, die sowas schonmal erlebt haben, wissen, von was ich rede.

So habe ich mich kurzer Hand entschieden, radikal aus dem System kwerfeldein.de auszusteigen, runterzukommen und mich ordentlich auszukurieren. Damit das auch funktioniert, wurde um alles, das nur annähernd mit dem Social Web zu tun hat, ein großer Bogen gemacht.

Es war dringend an der Zeit, Vergangenes zu reflektieren und einfach mal nicht zu arbeiten. 5 Wochen lang die Federn anlegen und stillhalten. Ausruhen. Das hat mir gut getan, und so konnte ich langsam aber sicher wieder auf die Beine kommen.

In der Zwischenzeit sind wir Gommels umgezogen und ich habe mein externes Büro in Karlsruhe bezogen, das mir hilft, die Arbeit vom Privatleben zu trennen und in einen neuen Rhythmus zu kommen. Denn eins ist sicher: So wie bisher kann ich nicht weitermachen und ich bin gerade in diversen Planungsphasen, die Zukunft, meine Arbeitsweise (und damit auch kwerfeldein.de) neu zu gestalten.

Fürs erste übernehme ich den vom Team eingeschlagenen 2-Tagesrythmus, um langsam und nicht überstürzt wieder einzusteigen. Gastartikel sind natürlich auch in Zukunft sehr willkommen und falls jemand eine Idee hat – einfach melden.

Zum Schluss ein mir sehr wichtiger Punkt:

Als ich am Montag nach Wochen zum ersten mal wieder kwerfeldein.de aufgerufen habe, da staunte ich nicht schlecht. Obwohl, nein, das ist untertrieben. Ich bin fast vom Hocker gefallen, denn das, was Holger, Hannes & Steffen währen meine Abwesenheit hier an den Start gebracht haben ist wirklich „der Burner“. Und das in einer Selbstverständlichkeit, wie ich sie nie und nimmer erwartet hätte.

Dazu die Gastartikel, ohne deren Autoren das hier ebenfalls nicht funktioniert hätte. Da bleibt einem glatt der Schnabel offen und DANKE, DANKE, DANKE ist noch das Mindeste, was ich dazu sagen kann. Ihr seid der Hammer.

Weiter die vielen supernetten Grüße und Besserungswünsche in den Kommentaren (und anderswo). Stellt Euch einen Martin vor, der lächelt, grinst und knallrot anläuft. Echt jetzt.

Mir geht es derzeit besser denn je. Jetzt es gibt viel zu tun. Packen wir’s an, aber gaaaaanz easy…

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