26. Juli 2010

Hier & jetzt.

Dieses Bild ist eine kleine Erinnerung an mich selbst. Wenn ich es mir zukünftig anschaue, soll es mich daran erinnern, dass auch in den unscheinbaren Momenten des Alltags interessante Foto-Gelegenheiten entstehen können.

Damit möchte ich keineswegs behaupten, dass das Foto oben etwas Besonderes ist oder gar für jeden Betrachter eine Offenbarung sein muss. Viel wichtiger ist für mich hier die Enstehungsgeschichte:

Vorgestern Abend stand ich bei uns in der Einsgangstür. Ich machte gerade eine Pause, hatte einen Kaffee in der Hand und dachte über ein paar Fotoprojekte nach. Ganz versunken in meinen Gedanken blickte auf und bemerkte, was da am Himmel passierte. Mir gefielen die subtilen Farben und….

„Warum denn eigentlich nicht?“ Schnell die Treppe runter in mein Büro gerannt, Teleobjektiv aufgesetzt, wieder hochgerannt und ein paar mal abgedrückt. Weil der schöne Lichteinfall und der Ballon etwas weiter auseinanderlagen, habe ich sie getrennt von einander aufgenommen und dann heute Abend in Photoshop zusammengefügt (und daran gefeilt). Und ich für mich muss sagen: Es hat sich gelohnt.

Gerade in den letzten Wochen lerne ich, angeregt durch Mal so, mal so bewusster im Alltag Fotogelegenheiten zu nutzen. Ganz ohne Kontext, ohne bestimmtes Ziel oder sicheren Rahmen eines festgelegten Projektes. Denn ich bin zwar jemand, der sich gerne extra Zeit für ein Shooting einplant, in Projekten denkt oder im Rahmen eines Auftrags voll ins Fotografieren hineingibt. Doch ausserhalb dessen möchte mehr sehen – und natürlich die Kamera griffbereit haben.

Dabei habe ich keine riesen Erwartungen, dass mir nun auf einmal die derbsten Fotos entgegenspringen und PowWow alles supereasy läuft. Aber eine gewisse Achtsamkeit entwickeln; ein Gespür für den besonderen Moment – das lohnt sich.

Und daran soll mich dieses Foto erinnerrn.

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