30. Juni 2010 Lesezeit: ~2 Minuten

Das Dankeschön-Projekt

Ich habe vor, heute mit Euch ein kleines, einfaches Projekt zu starten. Dabei geht es darum, einer wichtigen Person danke zu sagen. Den Sinn dahinter und was das Ganze mit Fotografie zu tun hat, erkläre ich Euch in den folgenden Zeilen.

Heute morgen machte ich mir Gedanken darüber, welche Person mich zu Beginn meiner fotografischen Reise inspiriert und bis heute geprägt hat. Mir fielen sofort mehrere Leute ein, aber eine Person stach besonders heraus – wir hatten uns nicht oft gesehen, aber ein paar Mal trafen wir uns zum Fotografieren.

Viele Gesprächsfetzen sind mir noch in Erinnerung und tauchen auch Jahre danach immer wieder auf. Dieser Mensch (und viele andere) hat mich entscheidend geprägt und mir ein paar sehr wichtige Gedanken mitgegeben, die mich bis heute bewegen.

Ich werde dieser Person heute einen Brief schreiben und danke sagen. Wer die Person ist, spielt hier keine Rolle, denn das ist ja schließlich eine private Sache.

Wem nun auch eine Person einfgefallen ist, der ist eingeladen, das Gleiche zu tun. Es kann ein Fotograf sein, den ihr zwar nie getroffen, aber etwas tolles von ihm/ihr gelesen habt. Oder jemand, der regelmässig einen Foto-Podcast macht oder ein früherer Freund, mit dem ihr fotografieren wart…

Natürlich sind da alle Wege offen, das umzusetzen. Eine Email bietet sich genauso an – der Brief hat einfach eine persönlichere Note.

Warum?

1) Weil „Danke“ sagen etwas gutes ist.

2) Weil es die Person dahinter ehrt – ein kleines, ehrlich gemeintes Dankeschön erfeut das Gemüt. Dafür muss die Formulierung nicht übertrieben, besonders rosig oder ausgefeilt sein.

3) Weil ich mir dadurch noch mehr meiner kreativen Wurzeln bewusst werde und nochmal vor Augen führe, was meine fotografische Sicht geprägt hat. Die angeschriebene Person hat meine sog. kreative DNA beeinflusst und mir geholfen, meinen Horizont zu erweitern. Wie und auf welche Art und Weise, das bringe ich mit dem Brief/ der Email auf den Punkt.

Wem es nicht behagt, mit anderen diese Aktion zu machen, der kann den Brief ja eine Woche später schreiben. Erfahrungsgemäß ist es aber eine Hilfe, es gleich umzusetzen, weil sowas meist auf der langen Bank liegenbleibt ;)

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21 Kommentare

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  1. Hallo,

    auf was für Ideen du immer kommst :D

    Ich finde Danke-Sagen ganz wichtig und weiß auch, wem ich viel von meinem bisherigen Erfolg verdanke – wenn auch nicht im Bezug auf die kreative DNA, sondern eher im Bezug auf Mut, Kraft und Beistand.
    Danke für die Erinnerung, ich werde mich bedanken! Es ist ein verdientes Danke….

    Eine wirklich gute Aktion!

    LG Kate

  2. Lieber Martin,

    was für eine unglaublich schöne Idee! Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich den letzten „richtigen“ Brief mit Füller auf schönem Papier geschrieben habe, außer zwischendurch mal eine Glückwunschkarte…

    Und es tut so gut, unverhofft ein kleines bisschen Wertschätzung zu bekommen!

    Bei mir gibt es eine Person, die Auslöser für meine fotografische Laufbahn war und ohne die ich heute nicht da wäre, wo ich bin. Aber mir fallen noch drei, vier andere ein, bei denen ich danke sagen werde.

    Danke für den Anstupser!

    Liebe Grüße – Kerstin

  3. Leider ist es zu spät, danke zu sagen. Der Mensch, der mit seinen Fotos das Interesse an der Fotografie in mir geweckt hat, mir letztlich dieses wunderbare Hobby beschert hat und mir dem ich gern noch viel besprochen hätte, ist leider vor 5 Jahren an Krebs gestorben: Dieter W. Wehde. Ein paar Spuren von ihm findet man noch hier:
    http://www.noteworthy.de/statement.htm

  4. Sehr interessant. Und ich muss sagen das ich erst vor kurzem einem Kollegen für meinen Werdegang gedankt habe. Und dies kam unheimlich gut an, als auch das man selbst Feedback erhält und man sich danach auch richtig gut fühlt. Denn man weiß man hat jemanden eine Freude gemacht und dabei auch für sich etwas gutes getan.
    lg
    Markus

  5. ich sag hier einmal DANKE für diese MEGAKLASSE webseite. seid einiger zeit stöbere ich hier. ihr macht soviel tolles und gutes, man kann vieles mitnehmen und deshalb sage ich auf diesem wege
    DANKE SCHÖN

    lg chris

  6. Ich wure hauptsaechlich von meiner Ex-Freundin von vor vielen vielen Jahren dazu inspiriert. Sie hat in der Schule paar Schwarzweissfilme selber entwickelt und obwohl ich schon laenger damit geliebaeugelt hab, die Kamera selbst in die Hand zu nehmen, war das der Ausloeser fuer mich.

    Danke hab ich ihr nach unserer Trennung schonmal dafuer gesagt.

    Ist alles schon 10 Jahre oder so zurueck und ich wuesste nichtmal wo ich den Brief heute hinschicken sollte, aber danke dass du das wieder in mein Bewusstsein gebracht hast mit deinem Beitrag – ist irgendwie lustig.

  7. Nee, das glaub ich jetzt nicht. Ich les den Artikel heute und hatte gestern die selbe Idee, das ist mal Zufall. Aber ich schreib keinen Brief, ich mach den größten Abzug den ich kriegen kann von nem Bild, das mein Lieblingsmodell mag, und schreib ihr ein Dankeschön hinten drauf.

  8. Blogartikel dazu: linkTIME - News aus der Foto-Welt | linkTIME | bhoffmeier.de

  9. Blogartikel dazu: Readers Edition » Sag mal Danke!