Kwerfeldein
28. Juni 2010 Lesezeit: ~2 Minuten

Wann ist ein Foto fertig?

Bilderrahmen

Mit Martina Mettner’s Beitrag Die Entwertung der Fotografie aufhalten wurde kürzlich ein Thema ins Gespräch gebracht, das mich schon länger beschäftigt: Die Relevanz des Drucks auf Papier im Zeitalter im digitalen Zeitalter. Doch ich möchte die Thematik heute von einer anderen Seite aufziehen und den Dialog für die Frage öffnen, wann für uns (Euch, mich) ein Foto in seinem finalen Zustand, ergo „fertig“ ist.

Denn wer heute mit dem Fotografieren beginnt und – wie ich – einen digitalen Weg einschlägt, dem stehen viele Wege offen, seine Bilder zu betrachten. Nach dem Klick auf dem Kameradisplay, über den Monitor, Mobiltelefon und iPad bis hin zum … Ausdruck.

Und da liegt für mich schon die Frage im Wort selbst: Ist der Ausdruck heute noch Ausdruck meiner fotografischen Arbeit? Oder klingt Ausdruck nach Arbeit? Ähm, oder: Hat das damit gar nichts zu tun und wir setzen uns unnötig unter „Druck“?

Als Mensch neugieriger Natur möchte da gar nichts kaschieren – und bin zwiegespalten. Einerseits glaube ich, dass es ein Zeichen der Zeit ist, dass ich meine Fotos vorrangig am Bildschirm betrachte, bearbeite und anderen zeige. Ganz ohne schlechtes Gewissen. Andererseits bin ich jedes Mal völlig platt, wenn ich eins meiner Bilder in der Hand halte und wortwörtlich „fühle“. Dieses Erlebnis ist einzigartig.

Ich weiß, dass es auf diese Fragen nie eine für alle Lebewesen haltbare Antwort geben wird – richtig oder falsch gibt es hier kaum, darum geht es auch gar nicht. Dafür sind die Bedürfnisse und das Erleben jedes Einzelnen in vielen Fällen zu unterschiedlich, wenn nicht sogar divergent.

Nein, mir geht es heute darum, hineinzufühlen, in welche Richtung sich die Fotografie – zumindest hier unter uns – entwickelt. Und genau aus diesem Grund spiele ich Euch Lesern gern den Ball zu. So vielseitig das Thema ist, werden sicher Eure Meinungen, Argumente und Überzeugungen sein.

Somit rolle ich die Frage mal vor Euch aus, damit sie klar erkennbar ist:

Wann ist (für Euch) ein Foto fertig?


Nach dem Klick? Nach der Bearbeitung mit dem Exportieren in ein JPEG? Nach der Veröffentlichung – egal, wie, wo, wann? Erst dann, wenn es als Print an der Wand hängt?

Ich bin gespannt!

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61 Kommentare

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  1. Dieses Gefühl eines Ausdrucks in der Hand kann ich nur bestätigen. Als ich kürzlich das erste mal das Gefühl hatte, dass Fotos von mit druckwürdig sind ([werbung]http://www.flickr.com/photos/hynek/sets/72157624000309525/[/werbung]) und dann das Ergebnis tatsächlich in den Händen hielt…es war überwältigend. Dagegen sind tausend flickr-faves gar nichts.

    Andereseits…was soll ich mit den Ausdrucken? Ich hatte alle Fotos ausgedruckt und meinen „Models“ nach Borneo geschickt und letztlich nur zwei für mich ausgedruckt…und weiß bis heute nicht was ich damit anstellen soll. Für mich ist das irgendwie bloß ein Andenken an mein erstes Erfolgserlebnis – wenn ich mir ein Album dafür anlege, bedeutet das letztendlich nur wieder, dass es irgendwo einstaubt.

    Endgültig fertig ist ein digitales Bild eh nie, was die vielen Re-Edits bei flickr eindrucksvoll beweisen.

    • @Hynek: Schon richtig, der Ausdruck in der Hand….

      Manchmal stimmt uns jedoch selbst dieser Ausdruck noch nicht zufrieden, sei’s weil Farben oder die Qualität nicht stimmt oder weil man erst anhand des Prints noch eine Kleinigkeit entdeckt und das Spiel beginnt von Neuem. ;-)

      Aber eigen wir uns doch darauf: Der Print beinhaltet zumindest immer den Wunsch des finalen Endes und der Zufriedenheit… :-)

      Viele Grüße
      Sascha

    • Felix‘ Aussage trifft es für mich sehr gut, bis auf das flickr z.B. auch mit Blog ausgetauscht werden kann. Die Bilder, die ich ausdrucken werde, die würde ich mir an die Wand hängen. Ein noch nicht realisierter Gedankengang.

  2. nie. ich schau immer kritisch auf jedes bild und selbst nach erfüllung der anforderungen eines kunden oder der veröffentlichung (auch einer freien arbeit) bin ich noch immer damit beschäftigt, fehler zu finden, optimierungsmöglichkeiten zu analysieren oder mich zu fragen, ob ich alles herausgeholt hab. ich glaube, so muss es sein um zu lernen und besser zu werden.

    viele grüße,
    roman

  3. ich denke, meine bilder sind fertig wenn sie bearbeitet und hochgeladen sind. wobei ich sie auch danach ewig anstarre und überlege, ob ich nicht doch noch mehr hätte rauskitzeln können.
    LG, chris

  4. Für mich ist ein Foto fertig, wenn es mir gefällt und ich es anderen zeigen möchte weil ich mit dem Foto zufrieden bin, in diesem Fall lade ich es dann auf meine Seite. Es spielt keine Rolle ob das zeigen nun digital oder in ausbelichteter Form stattfindet. Natürlich halte ich meine Fotos gern in den Händen um sie anzusehen, doch digital ist es auch sehr schön.

    Ich muss allerdings sagen das ich meine Bilder extrem selbstkritisch sehe. Darum bin ich nie zu vollen 100% zufrieden, denn verbessern kann man meistens immer etwas und ich nehme Kritik auch dankend an. Und so sollte es meiner Meinung nach auch sein, denn dann lerne ich immer mehr und kann Fehler die mir aufgefallen sind das nächste mal vermeiden.

  5. unterschiedlich. Bei den digitalen Bildern dann, wenn ich sie an jemanden weitergegeben, d.h. sie gezeigt, habe. In manchen Fällen geht es dann damit weiter, dass der/diejenige auch gerne einen großen Print für die Wand möchte.

    Bei den analogen Fotos sind es die großen Abzüge, die je nach dem wofür sie bestimmt sind, entweder selbst vergrößert oder über ein Labor geprintet werden.

    Genauer betrachtet, ist das Bild für mich aber „fertig“, wenn ich es aufgenommen habe.

    Grüßle

  6. Hallo zusammen,

    für mich ist ein Foto fertig wenn es an der Wand hängt oder im Album (herkömmlich eingeklebt oder im digitalen Fotobuch) ist.
    Alles andere sind nur Zwischenstadien auf dem Weg zum fertigen Bild.

    Claus

  7. Ich finde das muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Einen mögen es als Print an der Wand, die anderen stellen das Bild nur auf den Blog oder z.B. Flickr rein.
    Ich persönlich drucke sehr wenig auf Papier, nur die Fotos die mir wirklich gut gefallen und es mir den Ausdruck Wert sind kommen auf Papier.

    Ein Foto ist für mich wirklich dann „fertig“ nachdem es durch die Bildbearbeitung ist.

  8. Für mich ist ein Bild fertig wenn ich es fühle. Ich fotografiere auch Analog, und es kommt vor das ich bei diesen Bildern mehr fühle als bei einem Digitalen was dann in PS noch einmal so richtig bearbeitet wird. Ich habe gestern einen Satz gelsen der hier sehr gut passt “ Was nützt mir ein technisch perfektes Bild, wenn es keine Aussage hat“

  9. Wenn fertig meint, dass ich das Foto nie wieder anfasse, nachdem die „erste“ Idee – egal ob analog oder digital – verwirklicht ist, ist ein Foto niemals fertig, nur eben das oben genannte. Und ich muss einräumen, dass ein relativ grossformatiger Print nach Möglichkeit auf edlem Papier, gerahmt und überwiegend mit Passepartout durchaus meinen Vorstellungen von fertig entspricht. Grüsse Mitch

  10. für mich ist ein bild fertig.. wenn ich ich es nachbearbeitet habe und hochgeladen habe. allerdings ist es etwas besonders ein bild auszudrucken und vergrössern zu lassen… ich habe demnächst eine ausstellung und das hat schon nochmal einen ganz anderen reiz für mich.
    lg
    moni

  11. Selbst nach der Veröffentlichung im Web, und da muss ich schon ziemlich zufrieden sein, ist ein Foto für mich nocht nicht in diesem sinne fertig. Ich frage mich gerade, ob ein Foto überhaupt fertig werden kann, denn es gibt so viele verschiedene Aufnahme- und Nachbearbeitungstechniken. Bei manchen Bildern fragt man sich dann schon auch oft im nachinein noch, ob man es nicht anders hätte bearbeiten, oder schon bei der Aufnahme anders gestalten hätte können. „Geht da nicht doch noch mehr?“

    Entwickelte Fotos sehen zwar um einiges, nein, um Welten besser aus als auf einem Bildschirm, jedoch sehe ich auch diese nur sehr sehr selten als „fertig“. Eben wegen oben genannten Möglichkeiten, die mir jedes mal einfallen, wenn ich ein Foto erneut anschaue.

  12. Fertig sind Bilder eigentlich nie – es sei den, es ist irgendeine Sache, die speziell gefordert wurden (Einladungen, Bilder für Videos, Geschenke oder dergleichen)
    Ansonsten sind alle Fotos immer irgendwie in der Entwicklung und bleiben in der jeweiligen Form (meist im Original liegen) bis ich wieder drauf zurückgreife…

  13. Bei mir kommt es auch auf den Verwendungszweck an. Ist das Bild für mich privat, ist meinstens nach der Bearbeitung + JPEG Konvertierung Ende.

    Ist es ein ganz spezielles Exemplar, kommt es an die Wand. Aber wie viele Wände hat man denn schon, um sie zu behängen? Insofern passiert das selten.

    Ansonsten landen die restlichen auf der Externen. Ob sie nun ausgedruckt im Regal verstauben oder auf der Platte…

  14. Für mich stellt sich gerade die Frage welches fertig ist gemeint?
    Das fertig, wenn ein Bild von meiner Kamera erfasst wird. Oder..
    Das fertig, wenn ich ein Bild am Computer weiter „verbessere“.
    Ich würde sagen ein Bild ist dann fertig, wenn es auf meiner Speicherkarte gespeichert wird. Dann ist das Bild fertig, das dannach, das ist nicht mehr das Bild, natürlich, ich bearbeite auch viel. Aber das ist nach dem Bild.

    Meine meinung, sieht jeder anders :)

    Gruß Yanik

  15. Zum Zeitpunkt der digitalen oder analogen Veröffentlichung ist das Bild ja bereits vorhanden und daher ist für mich das Bild dann fertig, nachdem ich den Auslöser gedrückt habe – unabhängig davon, ob ich es veröffentliche.
    Denn genau in diesem Moment wird das, was der Sensor (bzw. der Fotograf durch den Sucher) gesehen hat in digitaler Form festgehalten.

    Was danach kommt, also die Nachbearbeitung, stellt für mich eine „Optimierung“ dar, denn grundlegende Dinge wie z.B. der Bildaufbau bleibt ja – trotz Nachbearbeitung (lassen wir mal das Croppen aussen vor …) – weitestgehend erhalten.

    ACHTUNG OFF TOPIC ;-)
    Ich stelle mir jedoch häufig die Frage, ob ich ein digital erstelltes Foto nachbearbeiten MUSS? Ich denke, dass nur wenige Fotografen, die analog fotografieren, anschließend auf dem Negativ herumretuschieren – Warum soll also ein digitales Bild erst nach der Bearbeitung „fertig“ sein? Nur weil es, im Gegensatz zur analogen Fotografie, so einfach ist digitale Bilder nachzubearbeiten? Oder, weil es uns hochglanz Fotomagazine „eintrichtern“ und einem doch sehr häufig das Gefühl vermitteln, dass nur ein nachbearbeitetes Bild ein gutes Bild ist?

  16. Es kommt auf den Verwendungszweck an. Wenn ich für jemanden fotografiere gebe ich oft die (vorher aussortierten) Bilder auf CD / DVD in digitaler Form ab (meist JPEG). Auf Wunsch lasse ich drucken oder mache noch die eine oder andere Nachbearbeitung.

    Für mich persönlich (Urlaub, Party, etc.) kommen nur hochwertige Drucke auf Profipapier in Frage. Digitale Kopien, auch nachbearbeitet, kommen in den Blog oder werden per Email an die Verwandschaft im Ausland geschickt.

    Ich finde es immer wieder schön Bilder in der Hand halten zu können oder sie im Rahmen an der Wand hängen zu sehen. Das wirkt auf mich dann beständiger und nicht so vergänglich.

  17. Bei mir kommt es auch auf den Verwendungszweck an. Die meisten Bilder von mir sind für meine Webseite. Da verkleinere ich das Ganze und binde es mit Bridge CS5 ein.

    Ist das Bild aber für irgendein Layout oder ähnliches kann es sein, dass ich auch nach der ersten Bearbeitung noch einmal ran muss bis es mir gefällt. Da ist es unterschiedlich, bis ich sagen kann: „Jetzt bin ich fertig!“

  18. Als alter Dia-Fotograf war ein Bild fertig, wenn’s im Kasten war und die anschliessende Aussortier-Runde als bestmögliches Bild überstand. Es war dann etwas besonderes. Seit der Einführung der Digitalfotografie muss ich zugeben, hat ein Foto an Wert verloren, warum weiss ich nicht. Vielleicht, weil ich dauernd daran herumschrauben kann. Wann ist ein Bild bei einem Maler fertig?

    Generell denke ich, das Bild ist fertig, wenn die beabsichtigte Aussage stimmt.

  19. – Sobald sie an der Wand / Tür hängen. Das ist meine kleine, wechselnde Privarausstellung. Von analogen 10×10 Abzügen bis ca. DIN A4, aber auch Passphotogröße. Größer wäre bei meinen ,,Skills“ größenwahnsinnig ;-)

    – sobald der Portraitierte ein Photo von sich in der Hand hat.

  20. Ich denk da eher in Projekten … ist ein Projekt abgeschlossen, sind die brauchbaren Bilder rausgefiltert und optimiert, d.h. die darin enthaltenen Bilder sind fertig. Prinzipiell gilt aber, ist ein Bild im Sucher nicht fertig komponiert, wird es eigentlich nie fertig, weil man immer etwas verbessern könnte. So ist ein Bild nur ein Teil eines Weges, der einem zum Ziel führt.

  21. Warum muss es den „fertig“ werden?
    So was kann sich doch entwickeln!
    Insbesondere bei Anfängern wie mir.
    Ich finde das immer wie cool auch mal alte Aufnahmen neu durch die RAW-Entwicklung zu drehen.
    Davon ab finde ich es auch unverzichtbar ein Bild in den Händen zu halten.
    Besonders die Fotobücher meiner Frau finde ich immer super.
    Es muss aber nicht das „Ende“ des Bildes bedeuten.

  22. Hallo,

    meine Bilder sind für mich fertig, wenn ich sie fertiggestellt habe, also digital. Aber so richtig fertig anfühlen tut es sich erst, wenn ich von irgendwem eine Meinung habe – egal ob auf meinem Blog oder anderswo…

    Drucken tue ich nur selten, aber das Gefühl einen Druck von seinen Bildern in der Hand zu haben ist toll!

    LG Kate

  23. Hallo,

    tolle Frage – und eine harte Nuss zu knacken :-)

    Fertig ist ein digitales Foto wohl nie wirklich, den zumindest solange ich die RAW-Datei noch habe, kann ich es ja immer wieder neu und anders entwicklen und bearbeiten. Am nächsten dran ist wohl der Meilenstein „Veröffentlichung auf flickr“ – aber wenn ich mich selber daran messe, habe ich fast nur unfertige Bilder auf der Platte liegen.

    Der Ausdruck auf Papier ist es für mich jedenfalls nicht, zumal ich solche Ausdrucke durhaus auch als „Rohmaterial“ für die weitere Bearbeitung mit Acrylfarben etc. hernehme. Da ist die Fertigstellung dann eindeutiger: Bild signiert = fertig!

    Das Pendant dazu könnte beim Foto nur sein: ausdrucken, signieren, dann alle digitalen Daten unwiderruflich löschen. Dann ist die weitere Bearbeitung unmöglich und somit das Resultat endgültig „fertig“. Aber würdet Ihr das fertigbringen?

    • Hm, stimmt. Ich würde das nicht fertigbringen – bzw. nicht wollen. Denn die digitalen Daten sind ja auch dafür gut, das Foto immer wieder reproduzieren zu können… Auch in 50 Jahren… Weißte?

  24. Das kommt zu erst einmal darauf an, ob ich nur für mich oder im Auftrag, also zb eine Hochzeit, fotografiere. Bei den Auftragsarbeiten kommt nach dem Shooting der normale Workflow, Import in LR, Sichtung und Vorauswahl, Beschnitt und Entwicklung. Eventuell noch einige Retuschen in PS oder ein wenig Effektspielerei, je nachdem, was der Kunde sich halt so wünscht, bzw. welche kreativen Freiheiten ich mir da selbst erlaube. Fertig sind die Bilder in diesem Falle nicht, sobald sie auf DVD gebrannt sind, sondern erst dann, wenn der Kunde mit dem Ergebnis zufrieden ist (und mich das auch spüren läßt ;-) )

    Arbeite ich rein für mich, spüre ich irgendwann, dass das Bild jetzt fertig ist. Das kann Minuten dauern, aber auch Tage oder gar Monate. Aber es kommt irgendwann der Moment, in dem ich mich zurück lehne, mir das Ergebnis anschaue und mir selbst sage: „Ja, genau so wollte ich das haben !“ Dann ist das Bild für mich fertig.

    Ach so, und bei den reinen Schnappschüssen zb für den Blog ist ein Bild dann fertig, sobald es online steht. Aber hier geht es dann auch wirklich nur um ganz banale Schnappschüsse ohne jeglichen künstlerischen Anspruch ;-)

  25. Fertig – ist ein Foto für mich je nach Verwendungszweck.

    Kundenauftrag – dann mit Übergabe des finalen Produktes
    Ausstellung/Projekt – nach dem Ausbelichten / Rahmen
    privat – teilweise nachdem es auf Keilrahmen in der Wohnung/Studio hängt oder einfach nur auf der Platte dahin vegetiert.

    Im Bearbeitungsstadium ist das FERTIG also der Abschluss der Bearbeitung das schwierigste. Oft sieht man nach Tagen, Wochen oder Monaten wieder Fehler oder Verbesserungen. Von Uli Staiger habe ich auf der Tion gelernt, dass man einen Punkt zum Abschliessen finden muss, sonst reibt man sich selbst auf.

    Verbesserungen und Korrekturen die man später sieht, werden einfach im nächsten Foto/Projekt besser gemacht.

    • … und das finde ich einen sehr guten Ansatz, mit Verbesserungsideen umzugehen. Und gerade bei Uli’s komplexen Composings ist das glaube ich auch wichtig, denn sonst haste ja immer was zum verbessern.

  26. Also, bei mir kommt es darauf an was ich mitdem Bild vorhabe, fotografiere ich für ein Projekt, meinen Blog, Freunde, oder einfach nur so?!
    Bilder die ich auf einer Party mache sind fertig wenn ich sie Online stelle, oder sie auf CD brenne und abgeben…. das glitt auch für „Blogbilder“, wobei ich davon auch schon einige gedruckt habe, natürlich nach der Bearbeitung.
    Aber ein Bild kann immer gedruckt werden, oder an einem anderen Ort gezeigt werden, also ist zwar das Bild, aber nicht die Arbeit mit dem Bild zu ende. Es gibt da verschiedene Geschichten von Bildern bei mir…. kommt vllt auch einwenig darauf an wie gut es geworden ist.

  27. Also für mich ist ein Foto dann fertig, wenn ich es für Flickr fertiggemacht hab, sprich es in Jpg im Ordner „Flickr“ vorliegt.
    Ist das Foto aus irgendeinem Auftrag heraus entstanden, dann ist es für mich dann fertig, wenn es fertig zur Überreichung ist, bzw. die Überreichung vollendet ist :)

  28. Diese Frage stelle ich mir auch öfters und ich mache das vom Bild abhängig. Es gibt Fotos, die sind fertig, wenn ich sie in der Endfassung in JPG abgespeichert habe. Andere lass ich ausbelichten und „verschenke“ sie an die Models oder „spende“ sie dem Kindergarten. Manche Fotos finde ich gut genug, um sie evtl. an die Wand zu hängen, die sind abgespeichert dann eben noch nicht fertig. Doch leider haben wir nicht so viele Wände zum Foto aufhängen, deswegen werden sie wohl auch nie vollendet werden. Einfach nur ausbelichten und irgendwo verstauben lassen, das mag ich nicht. Die Fotos meiner Tochter, unserer Urlaube sind dann fertig, wenn sie im Fotobuch verarbeitet wurden. Und nicht wenige Fotos landen auf einer selbstgebastelten Karte, um Geschenke zu begleiten oder als Gratulationen für bestimmte Anlässe. 12 Fotos pro Jahr landen sicher auf einem Kalender, 12 weitere haben gute Chancen auf einem weiteren Kalender zu landen, wenn ich es schaffe ein einheitliches Thema für diesen zu finden. Und dann gibt es Fotos, die krame ich nach 2 Jahren wieder heraus. Aber war das jetzt eine Antwort auf deine Frage? LG Frau Zausel

  29. also fertig ist es für mich eigentlich, nachdem ich es exportiere, um es online zu veröffentlichen.

    ich muss aber auch sagen, dass ein gedrucktes bild viel besser zur geltung kommt. besonders, wenn man es noch mit einem schönen rahmen aufhängt.
    das ist aber leider auch immer ne geldfrage, denn wenn man die bilder in groß in guter qualität haben möchte, dann kommt schonmal ein nettes sümmchen zusammen.

    es ist aber auch schon öfters vorgekommen, dass ich ein bereits veröffentlichtes foto nochmal weiter, bzw. anders bearbeitet habe, deswegen schliess ich mich da @zzipp an und sage als antwort: nie!

    • … was ich zum Teil nachvollziehen kann, aber auch die Frage dazu aufkommt, ob es nicht irgendwie unzufriedenstellend ist, wenn ein Foto „nie“ fertig ist… Klar, kann man immer was besser machen (ich bin ja auch so ein Tüftler) – aber irgendwann (so ist das bei mir) ist auch mal gut, sonst wird’s ein Fass ohne Boden. Wie siehst Du das?

      • Haste Recht. Ich guck mir die Sachen ja auch nicht alle 2 Wochen an, und bastel dran rum. Meinte das eher philosophisch (fotosophisch?) So der Weg ist das Ziel und so, weisste? ;)

        Quote: „also fertig ist es für mich eigentlich, nachdem ich es exportiere, um es online zu veröffentlichen.“

  30. Ein Foto ist nach dem Druck auf den Auslöser (bzw. eigentlich mit dem Schließen des Verschlusses/Speichern auf der Karte) fertig. Anschließend kann man das nun nicht mehr veränderbare Foto durch Bearbeitung, Ausdruck auf Leinwand oder Upload zu Flickr oder sonst wo noch aufwerten/verbreiten.

  31. Also ein Foto ist bei mir „fertig“, wenn der Auslöser gedrückt wurde.
    Auf welchem Medium es entsteht (digital oder auf Film), und auf welchem Medium es später präsentiert wird – die eigentliche Bildidee hat man im Kopf.
    Nachträgliche Retuschen und Optimierungen empfinde ich eher als das berühmte Tüpfelchen auf dem i und weniger als „fertigstellende“ Maßnahmen – zumal sie sich bei mir meistens weniger auf das Bild an sich als eher auf das Ausgabemedium beziehen.

    Cheers
    Kai

  32. Papier gegen die digitale Amnesie!

    Ich bin ein großer Anhänger des ausbelichteten Bildes. Selbst ’simple‘ Familienfotos erhalten – ganz unabhängig von der fotografischen Qualität – eine andere Wertigkeit, ein anderes Gewicht wenn man sie belichtet in Händen hält. Mit zehntausenden von Bilddateien, die meine Festplatten belagern, scheint es mir auch gegen das Vergessen und gegen das Vorlorengehen nur den einen sinnvollen Weg zu geben,

    zu selektieren und zu drucken.

    Sei der Druck nun thematisch zusammenfassend als Buch, sei er als loses Bündel einiger Dutzend Abzüge pro Quartal, sei er (temporär) für Rahmen und Wand.

    Natürlich sind Bilder auch dann fertig, wenn ich sie an einer beliebigenm Stelle des Internets hochlade. Dennoch ist die Bedeutung für mich geringer. Ein Papierbild wird (hoffentlich) mal ein Nachkomme in die Hand nehmen und ein Gefühl damit verbinden. Mehr kann ich nicht erwarten, mehr mag ich nicht erhoffen. Wenn ich stattdessen nur Festplatten hinterlasse, glaube ich eher, dass das Material ungesichtet in die Tonne wandern wird.

  33. Sobald ich das Bild jemanden anderes zeige, in welcher Form auch immer… dann hat es den Status „fertig“ erreicht. Das kann nach dem Klick sein, das kann nach einer längeren Bearbeitung sein,… Was nicht bedeutet, dass es sich danach auch nicht mehr weiterentwickelt…

  34. @Matthias
    du glaubst gar nicht, wie viele Stunden ich der Duka damit verbracht habe, Abzüge wirklich wunschgemäss herzustellen. 3 oder auch 4 Abzüge pro Negativ waren da schon drin.
    Grüsse Mitch

  35. Wann ist (für Euch) ein Foto fertig?
    Das ist ganz unterschiedlich.
    Manche sind fertig…
    …wenn ich sie in meiner Fotogalerie online habe
    ….andere sind fertig, wenn ich sie per Link weiter gegeben hab (wenn ich z.B. Fotos bei einem besonderen Ereignis gemacht habe)
    ….und wieder andere – solche die ich ganz besonders schätze – sind auch erst dann fertig, wenn ich sie gedruckt zu Hause habe.

    Nun habe ich fertich!

  36. „Fertig“ ist so ein komisches Wort in digitalen Zeiten.
    Es kann „Ideal“ sein, in den eigenen Augen „perfekt“, aber „fertig“?
    Für mich ist ein Bild zur Veröffentlichung „ideal“ wenn ich dieses finde.
    „Perfekt“ ist es, für mich, wenn ich finde es kann Ausgedruckt werden.
    Es ist einfach was anderes, ein Bild (am besten ab Format 20×30), in den Händen zu halten.
    Im Endeffekt zählt der eigene Geschmack bzw. der eigene Anspruch.

  37. bei mir isses so:

    Erst nachdem ich sorgfälltig ausgewählt habe und auf alle Dinge geachtet hab die MICH „stören“ und mir ganz sicher bin ,dass das Bild sein soll das entstehen soll, geht es an das Fertigstellen.
    In meinem Fall ist es nach dem Zuscheniden fertig.
    Erst „fertige“ Bilder werden bei mir nach dem Wässern und dem chemischen Trallala zugeschnitten

    blöde frage noch am ende:

    Ist ein Bild nicht schon nach dem Auslösen der Kamera fertig?

  38. Fertig ist für mich ein Bild oft schon vor dem Druck auf den Auslöser. Es ist eine Idee da, oder ich sehe etwas, und dieses soll dann als Bild festgehalten werden. Die weiteren Schritte sind dann nur noch die handwerkliche Umsetzung einer dieser Idee.

    Heinrich

  39. Hallo Martin,

    ich selber begnüge mich meist mit dem Bild in digitaler Form. Aber wenn ich dann mal eins ausbelichten lasse, bin ich immer wieder fasziniert über die Wirkung und Ausstrahlung der Bilder.

    Ich habe jetzt mal ein paar 50×75 cm Prints machen lassen, dass ist schonmal wieder ganz etwas anderes und langsam bekomme ich das Gefühl, erst gedruckt, gerahmt und aufgehangen sind die Bilder fertig.

    Je länger ich jetzt darüber nachdenke und scheibe, merke ich doch wie wichtig mir die Ausdrucke sind. Meine Wertschätzung meiner eigenen Arbeit, sehe ich in gedruckter Form viel höher an.

    Ich glaube ich muss meine Antwort vom Anfang revidieren … ein Bild ist für mich fertig, wenn es gedruckt an der Wand hängt.

    LG Marco

  40. Hi Martin,

    ja das ist wahrlich bewegende Frage die uns sicher alle umtreibt. Für mich ist ein Foto fertig, wenn ich es nicht mehr weiter verändern kann um seine Bildaussage positiv zu verändern. Doch auch das ist noch vage, denn dieses Ändern können ist an meinen gegenwärtigen Wissensstand und meine momentane Betrachtungsweise gebunden.

    Insofern quasi ein nicht endender Zustand – Aber halt, so dramatisch ist es natürlich nicht ;-) Vielmehr ist ein Foto dann fertig, wenn ich eben keinen weiteren Gedanken an eine solche Frage verschwende…

    ….vorerst natürlich… ;-)

    Viele Grüße aus dem Norden
    Sascha

  41. Da wir uns ja mittlerweile im digitalen Zeitalter befinden, ist ein Foto sicherlich erst nach der Bearbeitung fertig. Ich stelle aber hier die Frage, ob das Bild an sich nicht mit dem Klick auf den Auslöser fertig sein müsste. In analogen Zeiten konnte ja lange nicht so viel „manipuliert“ werden wie die digitalen Daten.
    Ich versuche mich immer wieder daran zu erinnern, dass das Bild als Werk beim Auslösen entsteht. Vor allem im Kopf. Ein schlechtes Bild kann man noch so lange mit den zahllosen Tools bearbeiten, es wird nicht gut werden.
    Also sollte das Bild meiner Meinung nach eigentlich fertig aus der Kamera kommen und nur noch „angeschönt“ werden in der Bildbearbeitung.
    Würde mich interessieren, was ihr dazu meint!

    Grüsse, Julian

  42. OT-Frage:
    Hallo zusammen. Ich bin noch ziemlich unerfahren in der digitalen Bildbearbeitung und habe mir jetzt gerade Lightroom 3 zugelegt. Lightroom 2 kannte ich aber nicht. Jetzt bin ich auf der Suche nach Büchern über Lightroom 3. Die erscheinen aber alle erst im September oder Oktober. Soll ich nun solange mit der Anschaffung warten oder komme ich mit einem Lightroom 2-Buch auch klar? Mit anderen Worten: sind die Unterschiede zwischen den beiden Versionen groß?
    LG Nina

  43. Hallo Martin,

    ich finde für den grösstenteil meinerselbst, dass ein Foto dann fertig ist, wenn es andere anschauen.

    Natürlich wirkt ein Foto in Wandgrösse auf Leinwand gedruckt viel besser, als ein Bild (unter vielen) auf Flickr, denn dort hängt (?) es alleine, will in Ruhe betrachtet werden und man (der Betrachter) kann sehr gut auf einzelne Details eingehen.

    Es dauert halt länger (mal hochgestochen), den Ausstellungsraum zu wechseln, als auf „Next Photo“ o.ä. zu klicken.

    Ich finde Fotos gehören auf jeden Fall ausgedruckt. Erst dann kann man Sie endgültig als „Werk“ bezeichnen, wenn man tatsächlich etwas zum Anfassen hat. Hier hat das „Begreifen“ eines Bildes auch zwei Bedeutungen.

    Leider ist es nicht jedermann möglich, immer alle Fotos auszudrucken, geschweige denn auf Leinwand bannen zu lassen.

    gruß,

    Markus

  44. Ich denke, ein Foto ist dann fertig, wenn es mir gefällt. Es muss nicht veröffentlicht gedruckt oder exportiert werden. Wenn ich den Lichtraum schließe und sagen kann: „Das Foto vom ……… ist echt geil geworden“ dann kann ich auch zu anderen sagen, dass das Foto fertig ist. Dann kann ich es natürlich exportieren, veröffentlichen oder sonstwas.

  45. Meine eigenen, privaten Fotos sind fertig, wenn sie als JPEG auf der Festplatte liegen und die Rohdaten gelöscht sind. Was will ich es länger aufheben, warten doch schon die nächsten Motive darauf fotografiert zu werden.

    Veröffentlichung, Ausbelichtung… das kommt dann alles zu späterer Zeit, wenn ich den Ordner wieder sichte. Manchmal landet dann gar eine Kopie im Ordner der ganz besonders gelungenen Aufnahmen. Der soll in naher Zukunft sogar zu einer schönen Papiermappe werden.

  46. Für mich ist ein Foto derzeitig schon fertig, wenn ich es nach meinen Wünschen bearbeitet und auf der Festplatte archiviert habe. Das digitale Zeitalter bringt dies leider mit sich, dass man die Bilder auf dem Chip speichert und z.B. auf einem digitalen Bilderrahmen abspielen lässt. Viel lieber habe ich es natürlich, wenn ich das Foto ausgedruckt in der Hand halte.

    Gruß
    Andy

  47. Ich denke, ein Foto ist „fertig“, wenn ich es so bearbeitet habe, dass ich es ausdrucken kann und mit dem Druck so zufrieden bin, dass ich es auch in einer Ausstellung zeigen würde, entsprechend mit Passpartout versehen und gerahmt natürlich. Ist das der Fall, wird es auch für alle andern Präsentationszwecke fertig sein mit der Einschränkung, dass es, ausgehend von dieser finalen Version, noch entsprechend skaliert werden muss.
    Eine Gewissensfrage bleibt aber: „Soll, kann, ich nun die originale RAW-Datei löschen“? Nein, wenn ich das Bild immer wieder, z.B. aus Lightroom, exportiere und kein Tif abspeichere und mir sicher bin, dass die Einstellungsdatei xmp unverändert dabei bleibt! Ja, wenn ich ein finales Tiff abspeichere. Doch eine RAW-Datei ist platzsparender. Die sicherste Lösung: RAW und Tiff abspeichern und BackUps machen.

    Gruss
    Roland