21. Juni 2010 Lesezeit: ~ 1 Minute

Mach Film aus mir: Ilford Delta 3200

In der Reihe Mach Film aus mir stelle ich auf lens-flare.de immer mal wieder Lightroom-Vorgaben vor, die den klassischen Film-Look nachahmen. Da das neue Lightroom 3 in der Lage ist, auch Körnung zu einem Foto hinzuzufügen, dachte ich mir, ich mache mich mal an einen schicken Film mit Körnung heran: Den Ilford Delta 3200.

Perfekt für wenig Licht und schnelle Action geeignet, macht sich dieser Film allein anhand seiner Tonung sehr gut für eine Vielzahl von Fotos, finde ich. Hinter meinem Beispielfoto verbirgt sich das Original. Fahrt einfach mal mit der Maus über das Foto.

Vielen von euch werden Lightroom wahrscheinlich gar nicht nutzen, deswegen gibt es anbei noch einen Screenshot meiner Einstellungen. So könnt ihr leicht nachvollziehen, an welchen Reglern ich gedreht habe.

Um der Original-Körnung nahe zu kommen, habe ich mich für eine relativ hohe Stärke entschieden. Das sorgt dafür, dass es schön „rauscht“. Die Größe bleibt dabei klein, damit die Körnung feiner aussieht. Um dem ISO3200-Charakter aber näher zu kommen, habe ich die Unregelmäßigkeit hochgesetzt. Das sorgt für ein wildes, aber noch angenehmes Durcheinander.

Kritik und Anregungen sind immer willkommen. Ich bin gespannt auf eure Meinung.

Wer die Vorgabe selbst anwenden möchte, übernimmt entweder meine Einstellungen oder lädt sich die Vorgabe einfach runter (Rechtsklick, speichern unter):

Download Vorgabe

Weitere Film-Vorgaben findet ihr auf www.lens-flare.de/blog/lightroom.

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27 Kommentare

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  1. Irgendwie hab ich bei der Überschrift “Mach Film aus Mir” an ein Video gedacht?!
    Was mir noch gefallen hätte, wäre die gleiche Aufnahme mit ISO 3200. Zum Vergleich quasi. Persönlich bin ich kein Fan von nachgemachter ISO. Aber das ist Geschmackssache!

    Meiner Meinung nach sieht es noch zu künstlich aus. Bei solch hoher ISO rauscht es ja nicht nur, das Bild wird darüber hinaus auch unschärfer. Dieser Schritt fehlt mir bei deinem Bild. (Wenn ich mir z.B. die Fingernägel anschaue)

  2. Ich nutze zur S/W-Umwandlung Nik Silver Efex Pro als Plugin für Photoshop. Da sind die ganzen “alten” S/W-Filme ja auch als Vorgabe drin und ohnehin ist das Programm ideal. Hast Du mal verglichen, ob Deine Lightroom-Vorgaben ähnliche Ergebnisse liefern?

  3. Sehr schön!
    Mir gefällt die Funktion in Lightroom auch ausserordentlich gut.
    Es wird bestimmt wieder einige Dauernörgler geben, die jetzt aufschreien, dass man doch direkt analog in s/w fotografieren sollte…

    Mach ich aber nich. Ich experimentier da im Moment auch viel mit rum.

    Lediglich die Anpassungen, die Du bei der Helligkeit und Belichtung etc, gemacht hast, machen für mich in so einer Vorgabe wenig Sinn, da man da doch immer auch auf das Ausgangsfoto achten sollte. Wenn ich z.B. sowieso schon ein wenig überbelichtet habe, muss ich die Belichtung ja nicht in Lightroom noch höher ziehen.

  4. Coole Sache. Hab mir das auch gerade mal auf Lens-Flare angesehen.
    ABER: Was muss ich denn mit der Template Datei machen, nachdem ich sie heruntergeladen habe? Steige da nicht so ganz durch :-)
    Danke schonmal.

  5. mir fehlt da jetzt etwas die Vergleichsmöglichkeit zum Ilford Delta 3200, allerdings gefällt mir die Farbvariante auch deutlich besser, zumal rot immer recht vorteilhaft ist… ;-)

    Viele Grüße
    Sascha

  6. @Katja: Wenn ich das nicht völlig falsch verstanden habe, richtet sich dieser Artikel prinzipiell an Liebhaber analoger Filme und da hat sich der werte Besim daran gemacht, die Wirkung eines bestimmten Films, des Ilford Delta 3200 nämlich, auf die digitale Welt bestmöglich zu “übersetzen”. Ein normales, digitales Foto mit ISO3200 wird da wohl kaum als Referenz dienen können, zumal heutzutage ISO3200 auf jedem Sensor anders aussieht … :)

    Insgesamt sehr schöne Idee, v.a. wenn man das “Original” zum Vergleich hat. Allerdings scheue ich persönlich mich immer noch, pauschal mit Vorlagen zu arbeiten, u.a. aus den vom Pixelboogie genannten Gründen. Ich schaue lieber bei jedem Foto individuell, wie ich den Seheindruck unterstützen kann! ;)

  7. Grüße,

    netter Ansatz, aber ich finde auch, dass man lieber analog arbeiten sollte, wenn man den Filmlook haben möchte. Auf der anderen Seite schreckt mich dabei immer der Aufwand ab. Von daher ist es ganz praktisch “mal schnell” einen solchen Effekt in ein Foto einzufügen! Ich meine auch, dass ich auf lightroomkillertips.com schon ähnliche presets gesehen hätte.
    Ich finde es durchaus reizvoll, dass Adobe mit der Version 3 von Lightromm die Körnung anbietet. Denn plugins wie jene von Nik Software sind ganz schön teuer!

  8. Sorry, aber das ist viel zu wenig Korn. Hab den Delta 3200 früher dauernd benutzt und in Deinem Bild fehlts auch deutlich an Kontrast. Für mich ist Silver Efex Pro nach wie vor die beste Alternative zu echtem S/W.

  9. @all: Auch wenn ich mich an vielen Fotos orientiere, um diese Vorgabe zu erstellen, wird sie dem echten Film nie wirklich entsprechen. Diese Vorgabe hat ja auch nicht den Anspruch, allgemein gültig zu sein. Das Schöne an den Vorgaben ist immer, dass man sie im Nachhinein an seine Ansprüche anpassen kann. Die Nachahmung ist ein erster Schritt dorthin, nicht jedes Mal sämtliche Regler bedienen zu müssen, sondern dem Endergebnis sehr nahe zu sein und nur noch Feinarbeit leisten zu müssen.

    @Martin Hülle: Nein, das habe ich noch nie verglichen, weil ich bisher nur LR nutze.

    @Pixelboogie: Helligkeit und Belichtung sind immer die Knackpunkte bei so einer Nachahmung. Allerdings verhält sich der Film immer in eine bestimmte Richtung, die ich damit abzudecken versuche.

    @Gerd: Im Entwicklungsmodus kannst Du per Rechtsklick auf “Benutzervorgaben” Vorgaben installieren. Das sollte der einfachste Weg sein.

  10. Ich hab Dein Originalbild gerade mal in Silver Efex Pro reingeworfen und geschaut, wie es dort als Ilford Delta 3200 aussieht. Da hat es erheblich mehr Korn und eine ganz andere Tonwertverteilung. Was nun eher dem analogen Original-Film entspricht, weiß ich nicht. Hast Du Vergleichsbilder, die mit einem Ilford Delta 3200 Film gemacht worden sind, woran Du dich orientiert hast?

    • Das kann gut sein, ich kenne das Programm nicht. Ich erstelle die Vorgaben immer anhand meiner Fotos. Allerdings kann ich keine Originale posten, weil ich einen Uralt-Scanner habe, bei dem Tonung und Korn einfach nicht rüberkommen.

      Interessant ist sicherlich noch die Flickr-Gruppe Ilford Delta 3200:

      http://www.flickr.com/groups/55584695@N00/pool/

      Da sieht man schön, wie unterschiedlich sich der Film verhält und dass es kein Allgemeinrezept gibt – nicht für Lightroom und sicherlich auch nicht für Silver Efex Pro.

  11. Ich habe auch mit der Möglichkeit Bildrauschen hinzuzufügen gespielt und muss sagen, dass es mir noch etwas zu unrealistisch daher kommt. Es gibt keine Unterschiede zwischen den hellen und dunklen Bildbereichen, was dann doch sehr stark nach Filter aussieht. Das hat mich auch daran gehindert so ein Preset für meinen Blog zu erstellen. Nichts desto trotz anwendbar und kann manchem Bild den gewünschten Charakter geben. SW macht auch bei ISO 3200 out of camera Spaß. ;)

  12. Ich denke um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten sollte man mit Stativ arbeiten und jeweils ein Foto mit einer analogen und einer digitalen Kamera machen. So könnte man an 2 unter gleichen Bedingungen gemachten Bilder so ein Preset erstellen. So könnte man sicher näher an eine vergleichbare Körnung herankommen. Jedoch sind Helligkeit und Kontrast ja auch vom Entwickeln im Labor abhängig, was es schwierig macht dies im Preset für viele Bilder authentisch zu machen.

  13. Dass das Bild nicht authentisch analog wirkt, könnte man noch verschmerzen, obwohl es Dir ja genau darum ging. Ich stelle aber die Sinnfrage.

    Erstens finde ich persönlich das frische und durch die Überbelichtung schon leicht entmaterialisierte Ausgangsbild eine ganze Klasse besser als das eher matte Ergebnis. Und zweitens frage ich mich natürlich, warum ein Digitalfoto ausgerechnet eine ursprünglich als Schwäche eingestufte Eigenschaft des analogen Mediums übernehmen sollte. Ich habe großes Verständnis dafür, wenn man eine Farbcharakteristik nachempfindet, um einer Bilderserie eine gewisse Anmutung zu verpassen. Auch künstliche Vignetten sind etwas, das ich gut verstehe. Sie können Blicke lenken und Inhalte betonen. Aber wenn ich Korn statt Rauschen will, nehme ich halt einen alten Body und das passende Material, oder?

    • Die Frage ist: Muss die Frage nach dem Sinn gestellt werden? Ich glaube, dann drehen wir uns nur im Kreis, weil jeder einen anderen Standpunkt hat, was kein bisschen zynisch wirken soll.

      Ich finde die “ursprüngliche Schwäche” sehr interessant. Da nicht jeder alte Bodies und das passende Material zur Verfügung hat, die Möglichkeit aber zur Hand gegeben wird, wenn auch auf eine noch zu verbessernde Art und Weise, ist es doch nur legitim, sich daran zu versuchen. Immerhin kommt man dem Film-Look dank Lightroom ziemlich nahe. Sinn hin oder her…

    • Ich finde, dass man die Sinnfrage nicht stellen muss. Schon zu analogen Zeiten wurden hochempfindliche Filme mit ihrem Korn auch zu gestalterischen Zwecken eingesetzt. Und die “Schwäche” war nicht nur ein Übel, das akzeptiert werden musste.

      In der heutigen digitalen Zeit ist dieses Übel endlich überwunden. Die immer höhere Rauschfreiheit ist beeindruckend – doch zugleich bringt sie glattgebügelte Bilder mit sich, die häufig gehörig an Charme vermissen lassen. Da ist es nur legitim, alle gestalterischen Möglichkeiten einzusetzen und bei Bedarf auch digital Filmkorn nachzustellen. Denn was allein zählt, ist das Endergebnis, das fertige Bild.

      Ob ein möglicher Print, ein Druck in Magazin oder Zeitung, nun analog oder digital entstanden ist, ist doch völlig unerheblich. Es geht doch nur um die fertige Fotografie – ob mit oder ohne Korn, ob digital oder analog erstellt.

      Und wenn mir als früheren S/W-Analogfotografen die digitale Technik nun so tolle Möglichkeiten einer viel gezielteren und umfangreicheren Bearbeitungsmöglichkeit bietet, bin ich doch dankbar dafür.

  14. Grundsätzlich finde ich das Template gelungen, allerdings sind meine Bilder allesamt ziemlich Hell hinterher, was sich natürlich dadurch erklärt, dass in der SW-Behandlung nur Korrekturen nach oben vorgenommen werden.
    Das müsste man noch ein bisschen Anpassen, auch wenn gerade die Helligkeitsänderung in den Rottönen für Haut natürlich sehr schmeichelhaft ist.

  15. Blogartikel dazu: Lightroom Sammelsurium | Bilderarbeiten