kwerfeldein
26. Mai 2010 Lesezeit: ~4 Minuten

Fotoleute, seid ihr (noch) auf Facebook?

Facebook

Liebe Leser, dieser Post hat mehrere Gründe. Zum einen wollte ich schon länger eine Umfrage zu Facebook machen, vor allem, nachdem ich neulich gefragt hatte, ob ihr auf Twitter seid. Da reizt es mich schon, auchmal nachzuhaken, wie sich das bei Facebook verhält. Also reine Neugier.

Zum Anderen möchte ich heute eine Diskussion (nein, weder Hysterie noch Hype) lostreten zum Thema Sicherheitsbestimmungen, Fotos & Privatsphäre auf Facebook. Weil das alles irgendwie zusammenhängt, dachte ich, das mach ich doch als Gesamtpaket in einem Post.

Aber alles der Reihe nach. Kurz vor Weihnachten hatte ich ja in die Runde gefragt, wie viele Leute denn auf Twitter sind. Das Ergebnis sah so aus:

Seither habe ich mich des Öfteren gefragt, ob das Ergebnis anders aussehen würde, wenn da nicht Twitter sondern Facebook stehen würde. Insgeheim schätze ich, dass prozentual mehr Leute zu Facebook ja sagen, als zu Twitter.

Und somit geht’s jetzt ohne Umschweife direkt zur Klick-Umfrage:

Bist Du auf Facebook?

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Kommen wir zum zweiten Teil.
Daten, Sicherheit und Fotos.

Ich selbst bin seit letztem Jahr auch auf Facebook und fühle mich da wirklich wohl. Über Facebook habe ich Kontakt zu vielen Bekannten und Freunden bekommen. Ich bin supergerne auf der Seite und wenn ich die Zeit finde auch aktiv. Und ich sehe, wie hoch frequentiert die Seite in meinem Umfeld genutzt wird. Auch (oder insbesondere) von Hobby-Fotografen. Eigentlich alles in Butter. Facebook = supergut. Echt jetzt.

Wären da nicht die undurchsichtigen und teilweise abstrusen Sicherheitsbestimmungen, die dann und wann von Facebook geändert werden und den ein oder anderen schonmal verunsichert haben. Das bestätigt auch eine Umfrage auf Mashable, bei der 30% bezeugten, Facebook ihre persönlichen Informationen nicht mehr anzuvertrauen und deshalb planen, Facebook zu verlassen.

So wurde Facebook dabei erwischt, Daten von Nutzern weiterzugeben, hat eine superlange (und auch verwirrende) Privacy Policy, war in diesem Kontext auf dem TIME Cover, und Artikel wie dieser zum Löschen des eigenen Accounts sind keine Seltenheit mehr.

Test: Man tippe „delete“ in die Googlesuche und schaut sich die Vorschläge an.



Da geht es also nicht nur in diesem Screenshot bergab.

Auch das Thema Fotos wurde des Öfteren thematisiert. Dezember 2009 finden wir einen Artikel auf Vancouver Sun, wie neue Sicherheitseinstellungen private Fotos zu öffentlichen Fotos machen.

Natürlich wirkt sich das noch nicht auf die große Masse aus, ich glaube, soweit sind wir dann doch noch nicht, wie Nico Lumma demonstriert hat. Ich habe jedenfalls niemandem im Bekanntenkreis, der Facebook verlassen hat.

Wie viele von Euch wissen, beführworte ich Creative Commons, weshalb viele (nicht alle) meiner Landschaftsfotos auf Flickr und das Blog kwerfeldein.de auch unter dieser Lizenz stehen. Täglich twittere ich und schreibe auch hier teilweise sehr persönliche Gedanken. Ich bin also alles andere als ängstlich auf diesem Gebiet.

Trotzdem hat mich das, was Facebook da treibt, stutzig gemacht. Ein leicht ungutes Gefühl macht sich breit.

Im Datensicherheitsblubber-Schlammassel blicke mittlerweile nicht mehr durch und mir ist es zugegebenermaßen wurscht, wie und wo und was Facebook jetzt geändert hat, denn ich habe mir abgewöhnt, wichtige Fotos in größerer Auflösung hochzuladen (natürlich mache ich Ausnahmen, eine Kaffeetasse geht noch). Ich habe mich einmal kräftig durch das Häkchen-Gewusel gewühlt und die Häkchen nach bestem Wissen und Gewissen gesetzt.

Aber aufgrund der komletten Verwirrung habe ich mein Vertrauen in Facebook ein Stück weit verloren.

Nein, ich werde Facebook nicht verlassen, auch wenn das (noch) oben im Titel sich etwas provakant klingt. Facebook ist für mich ein zu wichtiger Ort, den ich nicht missen möchte.

Wie geht es Euch mit der Thematik? Ladet ihr Fotos auf Facebook? Wie geht es Euch mit den Sicherheitsvorkehrungen?

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