kwerfeldein
14. April 2010 Lesezeit: ~3 Minuten

Greg Schmiegel

Das mit dem Handy fotografieren ist ja so eine Sache. Laut der Umfrage vom Montag fotografieren 46% der kwerfeldein.de Leser mit dem Handy manchmal, ab und zu. Satte 41% sagen nein, damit fotografiere ich nie und süße 13% bekennen sich mit Ja klar, regelmäßig voll dazu.

Wie sich in den Kommentaren der Umfrage ebenfalls herausgestellt hat, empfinden viele das Wort fotografieren in diesem Kontext deplatziert. Knipsen passt für sie viel eher. Vielleicht liegt es daran, weil das Handy das Auslösegeräusch nur nachahmt und das Gerät ursprünglich keine Kamera ist.

Ich kann das verstehen. Fotografieren klingt nach Fotoapparat und nicht nach Multimedia-Touchscreen-Allesdrin-Telefon, das ganz nebenbei eine Kamera hat, die eher schlecht als recht ist.

Ganz anders aber wird zumindest mir zumute, wenn ich das Portfolio von Greg Schmigel {Twitter} betrachte, das mir von Saxi kürzlich empfohlen wurde. Holy Moly. Dieser Mann knipst, fotografiert, whatever. Mit was ist eigentlich egal, ich sags trotzdem: Mit einem iPhone. Das sieht man seinen Bildern an, und dem geschulten Fotografenauge fallen (nicht bei jedem Foto) die Qualitätsschwächen unweigerlich auf.

Aber! Was Grege Schmigel da mit seiner Handykamera (einigen wir uns auf das Wort Aufnehmen) aufnimmt, sieht zugegeben verdammt gut aus. Unter Berücksichtigung qualitativer Schwächen ist das Streetphotography vom Feinsten. Wer mag, kann jetzt mal einen Blick hinein werfen. Meine Empfehlung: Mal etwas weiter nach hinten durchklicken. Die Ansicht erlaubt immer 6 Fotos, rechts unten kann navigiert werden.

JUST WHAT I SEE

Nun ist jedem klar, dass diese Form der Straßenfotografie in Deutschland sehr gut überhaupt nicht so durchführbar ist. Juristisch gesehen sind da jedem die Hände gebunden, der auch nur ansatzweise ein Foto einer ungefragten Person machen, geschweige denn im Netz veröffentlichen möchte. Somit ist Greg im Vorteil, denn er kann Fotos und Situationen aufnehmen, die wir hier nicht genauso machen können.

Was man auch sieht: Der Mann versteht was von Bildkompositionen, hat Gefühl für witzige Situationen und kann mit seiner Kamera iPhone umgehen. Klar, nicht jeder hat ein iPhone und wohnt in den Staaten.

Aber für mich ist das hier gar nicht der Punkt.

Viel mehr sehe ich seine Bilder als gut gemachte Anregung für das, was mit einer Handykamera möglich ist. Inspirativ ist ja nicht nur, was ich gleich ohne Nachzudenken imitieren kann, sondern was mir die Augen öffnet. Horizonte erweitert. Möglichkeiten aufzeigt.

Nächster Punkt: Gregs Fotos sind bearbeitet. Soweit ich das beurteilen kann, macht er das aber nur direkt im iPhone. Aber er machts. Das kann man auch, selbst wenn die nativen Bearbeitungsmöglichkeiten des eigenen Handy’s beschränkt sind, wie ich schonmal versucht habe.

Kleiner Epilog: Meine Favoriten von Greg Schmigel sind dieses, das hier und klick.

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40 Kommentare

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  1. Blogartikel dazu: Tweets die JUST WHAT I SEE: iPhone Street Photography von Greg Schmigel | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel erwähnt -- Topsy.com

  2. Ich verstehe nicht, warum man (auch hier) bei der so genannte Bildqualität immer nur von den physikalischen Merkmalen spricht. Ein qualitativ gutes Bild hat mehr Factten als Rauschverhalten, Auflösung und Kontrastumfang. Du schreibst selber Martin, dass dir manche Bilder von Greg Schmigel gut gefallen (trotz sogenannter „schlechten“ Bildqualität). Spricht das nicht auch für die gute Qualität eines Bildes? Warum werden den physikalischen Merkmalen eine so übergeordnete Rolle bei gemessen?
    Außerdem kann man schon sagen, dass Greg Schmigel photographiert und nicht nur einfach aufnimmt oder knipst. Das sieht man ja auch an seinen Bildern. Es braucht keine DSLR um zu photographieren. Bzw. anders herum gibt es auch genügend Leute, die selbst mit einer DSLR nur knipsen (mich selbst manchmal mit eingeschlossen). Nur weil man sich bei der Bildgestaltung nicht gerade für eine DSLR entschieden hat oder konnte (sondern für Handy, Lochkamera, Lomo, etc.), heißt das nicht, das man des wegen nicht photographiert.
    Die Sichtweise finde ich sehr beschränkt und nicht gerade angebracht in einem Fotoblog.

  3. Hallo,

    ich finde faszinierend, was der Kerl nur mit seinem Handy erreicht. Die Bilder sind genial.
    Ich finde es schade, dass sowas hier in Deutschland rechtlich überhaupt nicht möglich ist. Man kann zwar auch nachdem man gefragt hat gute Bilder machen (siehe Markus Schwarze), aber der „Überraschungsmoment“ ist dahin…

    LG Katja

  4. Das ist wirklich eine schöne Anregung nicht nur für Gadget-Photos, sondern um auch so den Blick für die kleinen alltäglichen Situationen zu bekommen. Und in der Tat, das Recht am eigenen Bild ist etwas wunderbares, aber für die Streetphotography tatsächlich nicht förderlich ;-)

  5. Das ist auch gut so das dieser Blödsinn nicht erlaubt ist, bzw mit rechtl. Konsequenzen behaftet ist. Interessant ist der Aspekt nur aus der Sicht des Fotografen, wenn die eigene Nase dann mal im Internet ist und vielleicht noch mit einem blöden Kommentar behaftet, einfach aus dem Zusammenhang gerissen, wird es sicherlich nicht mehr so „toll“ sein.

    Ich habe mir jedes der Bilder in groß betrachtet, die Qualität hält sich in Grenzen. Es gibt interessante Aspekte von Licht und Schatten, Martins ersten Favoriten finde ich auch gut.
    Thema Bildaufbau: ich weiß ja nicht… es ist eben Streetphotography – Leute reinlaufen lassen, angeschnittene Köpfe, Menschen vor irgendwelchen Läden, Diagonal fotografieren usw. Hat für mich jetzt keinen künstlerisch durchdachten Sinn, vielmehr wirkt es wie ein hinhalten – eben ein „Knipsen“.

    @S.doubleU: es geht hier nicht um Pixelzählerei, aber man sieht den Bildern mehr als deutlich an das sie entweder a) mit einem Mobilfunkgerät oder b) mit einer älteren Kompaktkamera aufgenommen wurde. Es fehlt oft der Dynamikumfang und der Kontrast. Zum Vergleich: früher (auch heute noch) wurden diese Szenarien auf ein KB-Negativ gebannt wodurch eine Vergrößerung bis A3+ etc. möglich war. Diese „Qualität“ hat viele Fotografen zu heutigen Ikonen gemacht, eben weil sie ihre Werke auf Ausstellungsfähige Größe ausbelichten konnten… mit einem 3MP iphone sind die Grenzen eben gesetzt – das kleine Sensörchen hinter der Linse reißt auch keine Bäume aus.

    Ich bin nachwievor Kritiker von Handy“fotografie“.

  6. S.doubleU hat vollkommen Recht. Qualität beschreibt nichts anderes, als den Grad der Merkmalserfüllung einer zuvor definierten Anforderung. Da es keine allgemeingültige Anforderung an qualitative Fotografie gibt (geben kann) bleibt es eine individuelle Bewertung. Demnach kann man für den eigenen Geschmack und die für sich selbst definierte Qualität an Fotografie duchaus von qualitativ schlecht sprechen aber dies kann nicht allgemeingültig sein!

    • @S.doubleU: Zum Thema Qualität: In erster Linie meinte ich hier die technische Qualität und bin davon ausgegangen, dass jeder weiß, dass ich die meine – explizit deshalb, weil der Artikel ja eine direkte Empfehlung sein sollte. Qualität ist da ein sehr weit gefasster Begriff, wie @ichesiches (#09) auch schon aufgegriffen hat, und wahrscheinlich etwas unglücklich gewählt, da gebe ich Euch beiden recht. Ich denke mal drüber nach ;)

  7. Hallo Allerseits! IMHO sollte man das Thema nicht so dogmatisch sehen – und daher auch nicht aufgrund der verwendeten Technik das Ergebnis qualifizieren. Ob einen das Bild anspricht oder nicht – das ist ja bekanntermaßen nur sehr subjektiv zu beantworten ;-)
    Ich kann mir gut vorstellen, dass das iPhone als Kamera auch seine Vorteile hat: man wird von den Passanten vermutlich nicht als (störender) Fotograf wahrgenommen, dh. sie bewegen oder artikulieren sich daher vielleicht auf ihre Art natürlicher. Und wie man an den Bilder sieht, kommt Greg Schmigel auch sehr nah an seine Motive heran.

  8. ich möchte mich S.doubleU anschließen; das wichtigste an einem Bild, ganz generell, ist doch, was es mit dem Betrachter macht. Wirkt es? Bringt es Atmosphäre, Emotion rüber, erzählt es eine Geschichte? Viele Bilder von Henri Cartier-Bresson können das, obwohl man auf den dritten Blick bemerkt, dass das Bild nicht ganz scharf ist, dass die Körnung ziemlich brutal ist – trotzdem ein tolles Bild. Womit immer man fotografiert – wenn ein Bild herauskommt, das einfach „funktioniert“, das das Zielpublikum anspricht, dann treten doch die technischen Parameter in den Hintergrund. Ich erinnere mich an eine Ausstellung mit Fotos von der Tschernobyl-Katastrophe – das Material würde man nach qualitativen Maßstäben wohl an keine Wand hängen. Und trotzdem hatte man nach ein paar Bildern das bedrückende Gefühl, mitten drin in den Bildern zu sein, nur rein durch die Wirkung der Bilder. Das muss ein technisch perfektes Canon-1ds-Bild mit L-Glas und nem LKW voll Licht erstmal schaffen, das mit mir zu machen. Kunden erwarten Qualität, aber warum sollte ein Bild, das diese Standards nicht erfüllt, keine Fotografie mehr sein? Es wäre schade, wenn sich diese Sicht der Dinge durchsetzen würde, denn das würde viele Bilder deklassieren, die ich genial finde. Natürlich setzt man sich mit einem iPhone Grenzen. Natürlich kann man seine Bilder dann kaum in riesigen Formaten in enge Ausstellungsräume hängen. Die Präsentation folgt dann eben dem Bild, nicht das Bild der Präsentation, was der Mann macht ist Kunst, Kunst hat immer Grenzen. Ein Foto zeigt immer nur einen engen Ausschnitt, ein Video kann man nicht drucken, abstrakte Malerei braucht Vorwissen und einen Zugang, sonst sagt sie den meisten Menschen nichts. Trotzdem hat Picasso auch am Ende seiner Laufbahn noch „gemalt“, nicht „geschmiert“, obwohl es mir schwer fällt, in diese Bilder einzusteigen. Und wenn man Spaß hat, Bilder macht, die einem selbst gefallen, sie ins Netz stellt und eine Menge Leute sehen sie und staunen, und man auf großen Fotoblogs rezensiert wird – was will man mehr? Wenn die Nachwelt die Bilder für großartig befindet, wird sie Wege finden, sie zu präsentieren. Und wenn nicht – dann hat man ne Menge Spaß gehabt und jeder Menge Leute etwas gezeigt, was sie auf diese Art sonst nicht gesehen hätten. Und das wohl nie entstanden wäre, wäre man mit einer 1ds und nem 85/1.2 und acht Blitzen losgezogen.

  9. Hoppla, da war ich ne Minute zu langsam ;) Ich habe wohl die Diskussion aus der Handyfoto-Umfrage noch im Hinterkopf; ich find es prima, dass du, Martin, da den Mittelweg suchst. Ich sehe die Dinge anders, und ich hoffe, dass das nicht als Schmähkritik an deinem Artikel missverstanden wird.

  10. @Stegosaurus: Nein, keine Sorge. Ich find’s gut, dass Du hier Deine Meinung äusserst und ich verstehe das keineswegs als Schmähkritik. Dieses Thema hat viele feine Nuancen und dass man da unterschiedlicher Meinung ist, ist völlig normal. Also kein Grund zur Besorgnis ;)

  11. Interessante Diskussion, einige wenige Bilder sind auch wirklich gut, generell halte ich aber nichts davon, da es mir wirklich zu sehr ins Geknipse geht, ob man das nun „Aufnehmen“, „Knipsen“ oder „Fotografieren“ nennen will.
    Die Aufnahmen, die wirklich gute Fotos sind, sind eben kein Geknipse und sollten dann der Qualität wegen doch eher mit einer „normalen“ Kamera aufgenommen sein.
    Die Tatsache, dass sie von einem iPhone aufgenommen sind, macht die Bilder nicht besser oder interessanter für mich.

    Abgesehen davon sind viele Fotos dabei, die im Vordergrund unscharfe und abgeschnittene Gesichter/Köpfe zeigen, das sind m.E. Fotos, die man schnellstens löschen sollte und mehr nicht. Auch hier sind die Bilder dann nicht alleine deswegen plötzlich gut, nur weil sie mit einem Handy fotografiert sind.
    Ich bin kein super, vielleicht auch kein guter Hobby – Fotograf, aber diese Art Fotografie finde ich doch etwas weit hergeholt, tut mir leid.
    Meine Meinung…

    Trotzdem danke für den Artikel, Martin, die Diskussion ist trotz allem eine interessante!

  12. Ich finde es peinlich, wie hier (ich pauschalisiere jetzt bewusst, versteht mich nicht falsch) manche *Kritiker* der einen Seite (Gehalt des Bildes) und der anderen (Pixelzähler) gegeneinander antreten. Das ist genau so wie der ewige Streit „Warum Nikon besser als Canon ist“ oder umgekehrt.

    Auch wenn der Herr Gommel in seinem Artikel die Qualität anspricht, ist es doch VÖLLIG SCHEISSEGAL (pardon) ob das nun in Ordnung ist von der Qualität her, oder nicht. Deshalb ist es völlig hirnlos, in dieser Richtung hier zu kommentieren und macht diesen Blog für den ein oder anderen Leser sicher unsympathisch, weil das genau der gleiche Mist ist wie auf all den anderen Fotoseiten im Internet. Denn: Dieser Kampf wird niemals aufhören, es wird immer mehrere Sichtweisen geben. Das Ding ist nur, dass ihr IMMER AUF DEM SELBEN SHIT rumhackt und keinen Schritt weiterkommt. Spart euch doch bitte eure Kommentare die aus purer Überzeugung entstehen. Das bringt uns und vor allem die Neulinge, die hier eben „Digitale Fotografie Lernen“ sollen, nicht weiter.

  13. @David: Sei mir nicht böse, aber was genau ist denn dann aber Deine Meinung und Einstellung dazu, die uns dann in der Diskussion wirklich weiterbringt?

    @all:
    Ich finde übrigens, dass es doch nicht wirklich ein Problem darstellt, wenn wir uns hier in eine „ewige Diskussion“ über verschiedene Gesichtspunkte „reinsteigern“ (im Übrigen sollten wir uns nicht so reinsteigern ;-)). Denn das liegt doch in der Natur der Sache (der Fotografie), oder nicht?

  14. Also für mich ist das »Fotografieren«.

    Wollte aber eigentlich losweden, dass nach meinem Kenntnisstand das ungefragte Fotografieren von Personen durchaus erlaubt ist. Nur eben nicht das Veröffentlichen dieser Bilder wenn das Einverständnis des Abgebildeten fehlt.

    Links zu rechtlichen Quellen kann ich gerne nachreichen, wenn ich an meine Lesezeichen komme. Schreibe gerad auf meiner Kompaktkamera … äh, Mobiltelefon meine ich, sorry. Man kommt ja ganz durcheinander hier.

  15. @David: Ich denke nicht, dass dieses Blog Gefahr läuft, ein solcher Ort zu werden. Aber dass sich eine solche Diskussion entspinnt, wenn ein Beitrag über Streetfotografie mit dem iPhone quasi direkt auf eine Umfrage just zum Thema „Handyfotografie“ folgt, ist doch kaum ein Wunder. Ich stimme dir ja zu, Meinungs-Ping-Pong ohne einander zuzuhören ist furchtbar. Aber findet das hier wirklich statt? Ich denke doch, dass man einander bisher gut zuhört, aufeinander eingeht. Und gute Diskussionen sind doch – neben den ausgezeichneten Beiträgen Martins – das, wovon dieses Blog lebt. Nichts formt eine Meinung so sehr wie der Versuch, sie zu vertreten und in den Kommentaren hier wird das oft und meist lesenswert getan. Ich denke, daran ist nichts auszusetzen.
    Abgesehen davon – ich bin sicher Martin wird wieder Beiträge zu anderen Themen schreiben, und es werden andere Diskussionen geführt werden, gerade deswegen lese ich hier sehr gerne und im DSLR-Forum fast nie – weil es kaum eine Art gibt, Fotografie zu betrachten, die hier nicht ihren Platz fände. Ich wühle mich zur Zeit sogar durchs Archiv, und, das nur nebenbei, ist eine Premiere. Normalerweise mögen Blogs und ich uns nicht besonders.

    @Philipp Grundhuber:
    Ich stimme dir zu, ich finde die Bilder nicht besonders ästhetisch. Trotzdem haben sie einen eigenartigen Reiz, und es fällt nicht ganz leicht, herauszufinden, was ihn ausmacht. Aber ich glaube, was mich fasziniert ist die Intimität, die von den Bildern ausgeht, diese gewisse Natürlichkeit. Es ist ein wenig, als würde man für einen Augenblick mit den Augen eines Unbekannten sehen. Was man dabei sieht ist ein kleinwenig fremd, vermutlich wären der Eindruck ein anderer, wären die Bilder in Wiesbaden oder Mannheim aufgenommen. Kurzum, Meisterwerke sind sie nicht, aber dadurch, dass jemand sie aufgenommen hat, und dass er sie präsentiert, dadurch erhalten sie für mich Daseinsberechtigung, auf eine ähnliche Weise wie ich mich immer wieder freue, wenn ich etwa alte Bilder meiner Stadt oder Daguerrotypien von Gesichtern betrachten kann, die längst Asche und Staub sind – sie haben für mich mehr dokumentarischen Charakter, erlauben mir einen Blick in eine Welt, die ich nicht sehen könnte ohne sie. Das ist nur mein eigener subjektiver Eindruck, und gewiss kann man berechtigerweise anderer Ansicht sein. Ich finde es als kleinen Blick über den Tellerrand in jedem Falle schön und anregend.

  16. Das ist genau das was ich meinte! Egal mit welcher Kamera – richtige gute Bilder lassen sich mit jeder Technik gestalten. Die Ideen und die Umsetzung steht im Vordergrund und genau DAS wird auch in diesen tollen Bildern deutlich, sie transportieren Stimmungen und Emotionen, halten interessante Momente fest.

  17. Juristisch gesehen sind da jedem die Hände gebunden, der auch nur ansatzweise ein Foto einer ungefragten Person machen, geschweige denn im Netz veröffentlichen möchte.
    Und das ist gut so!
    Ich habe die Leier schon ein paar mal gedreht, aber der Schutz der Persönlichkeitsrechte ist eben kein Hindernis, sondern für uns alle staatsbürgerlicher Schutz, vor uns, vor anderen, vor der Staatsgewalt als solche.
    Ich finde es bedenklich, mit welcher Leichtigkeit Fotografen immer wieder Persönlichkeitsrechte verletzen, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, was das in der Summe bedeutet.
    Liebe Leute: Beschäftigt Euch endlich mal mit den Hintergründen des Persönlichkeitsschutzes!

  18. Gott sei es gedankt, dass die Geschmäcker verschieden sind. Trotzdem, die Feststellung „der Mann versteht was von Bildkompositionen“ lässt mich staunend zurück…

    Was genau ist da gut komponiert? Und allgemeiner: Was macht eine gute Bildkomposition aus?

    • @Jo: Ich würde sagen, gerade weil Geschmäcker so verschieden sind, ist diese Frage wohl kaum allgemein zu beantworten. Daher ist es völlig normal, dass so manchem die Fotos gefallen und anderen eben nicht. Ich finde, seine Fotos sind gut komponiert – da kannst Du aber gerne anderer Meinung sein, kein Problem. Ist halt ein Riesenthema, das sicher den Rahmen eines Kommentars sprengt. So möchte ich Dich kurz auf zwei Posts (1 + 2) hinweisen, in denen das Thema „was ist ein gutes Foto“ schonmal behandelt wurde.

      @Rickontherun: Ah, fein. Streephers hat einige Schmuckstückchen dabei.

      @JustPhotograing: Danke für den Tipp! Mir persönlich gefallen seine Einzelportraits besonders gut. Danny Santos ist jetzt in meinen Kontakten auf Flickr ;) Wäre fast ne Idee, den mal zu interviewen, gerade wegen den Einzelportraits, was hier in D-Land ja ausch schon einige verfolgen.

  19. Blogartikel dazu: Telephonographie? : [ life in a frame ]