13. April 2010 Lesezeit: ~4 Minuten

5 Jahre kwerfeldein.de


Wie formuliert man einen Artikel zum Geburtstag des eigenen Blogs? Was schreibt man, wenn man unendlich stolz auf die vergangene Zeit ist und das, was hier tagtäglich passiert? Wo fängt man an, wo hört man auf?

Ich weiß es nicht.

Aber ich weiß, dass kwerfeldein.de heute 5 Jahre alt ist. 1290 Artikel sind derzeit auf kwerfeldein.de verfügbar und für jeden zugänglich. Dabei habe ich überhaupt kein Gefühl dafür, ob das nun viel oder wenig, lange oder kurz ist. Wenn man so nah dran ist, verliert man jegliche Objektivität, sofern es solch eine überhaupt gibt.

Obwohl ich nun eine Wegstrecke zurückgelegt habe, kommt es mir so vor, als sei dies erst der Anfang. Warum? Weil ich hier jeden Tag dazulerne, eigene Positionen über-denke und mit Euch gemeinsam auf neue Erkenntnisse stosse. Und weil wie so vieles im Leben das Fotografieren nie zu Ende ist. Nach dem Klick ist vor dem Klick.

Ein Mindset des Dialoges, des Zusammen-Denkens und Hinterfragens, das habe ich mich Euch zusammen hier erkundet. Kwerfeldein.de bestand noch nie nur aus Martin Gommel. Es wird immer einer Collaberation sein zwischen mir, dem Team, Gastautoren und Euch. Mehr dazu weiter unten.

Als vor 5 Jahren kwerfeldein.de an den Start ging, hatte ich überhaupt keinen Plan von dem, was hieraus werden könnte. Freunde von mir fingen mit Bloggen an und ich fand das einfach cool. Kwerfeldein.de in seiner heutigen Form war kein bisschen geplant und entstand – wenn man so will – aus Lust am Schreiben, Kommunizieren und Fotografieren.

Fehler habe ich auch gemacht, logisch. Mal war ich zu persönlich, dann zu sachlich. Mal zu kritisch, mal zu leichtfertig. Mal emotional angegriffen, mal unfair und ungerecht. Mal so, mal so. Aber: Ich erlaube mir Fehler zu machen. Ich sehe sie als Teil des Weges und nicht als Grund aufzuhören. Wie sagt Max Herre so schön?

Mit jeder Wahrheit die du erkennst
Mit jedem Zweifel gegen den du kämpfst
Mit jedem Schlag der dich taumeln lässt
Blick nach vorn

Schritt für Schritt habe ich meinen Weg gefunden, bei dem ich auch (man erinnere sich an die Zeit.de Offline-Aktion oder andere Posts ausserhalb der Reihe) gerne einmal kontrovers dem Strom entgegen geschwommen bin. Und da sage ich gern mit Raventhird, dass kwerfeldein.de ein Experiment ist.

So habe ich über die Jahre aufgehört, es jedem Recht machen zu wollen. Ich habe gelernt, dass es immer jemanden geben wird, dem das, was ich tue, nicht passen wird. Deal with it, Herr Gommel, denn das ist auch gut so.

Auf der anderen Seite habe ich unglaublich viel dazugelernt, mich und meine Gedankenkonstrukte hinterfragt und neu formiert.

Am meisten habe ich von Euch gelernt. Bitte macht so weiter. Ich bin teilweise wirklich überrascht, wie (neben Ausnahmen, aber die gibt es immer) anregend, reflektiert und respektvoll hier kommentiert und kritisiert wird. Ohne Euch wäre kwerfeldein.de nicht das, was es heute ist.

Danke.

Die Leidenschaft, Fotos zu machen und darüber mehr zu erfahren, über dieses Wunder, Momente kurz festzuhalten, das pusht mich, das feuert mich an. Der Moment, in dem ich ein Foto mache, bearbeite, veröffentliche (und das davor und dazwischen) finde ich bis heute unfassbar inspirierend.

Und es gibt noch so! Viel! Zu! Entdecken! Zu Lernen. Zu Hinterfragen. Neu zu definieren. Die Fotografie hat so viele Bereiche, die hier noch nicht mal ansatzweise gedacht noch besprochen wurden. Und damit meine ich nicht nur Genres & Fotografen, sondern auch Herangehensweisen, Tricks, Bildvorstellungen und, und, und.

Ich freue mich auf die Zukunft, denn ich lasse mich gern überraschen. Und deshalb möchte ich auch heute den Blick nach vorn richten. Das wird gut. Nicht einfach und sicher unbequem. Aber gut. Ideen habe ich schon.

Packen wir’s an.

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