06. April 2010 Lesezeit: ~2 Minuten

Eine kleine Erinnerung.

Put the hours in, do it for long enough, and magical, life transforming things happen eventually. Sure, that means less time watching TV, Internet surfing, going out to dinner, or whatever. But who cares? ~Hugh MacLeod

Wer diese Grafik sieht, wird (wohl ich dem meisten Fällen) damit einverstanden sein. Hierzu sei angemerkt, dass sie als Beispiel dient und, wie Hannes in Kommentar #3 angemerkt hat, die „Kurve“ eher degressiv verläuft.

Denn es ist logisch und wahr, dass nur die Praxis, nur das konstante Ausprobieren und nur die Übung den Meister macht. Umso besser, wenn wir auch noch Spass dabei haben und mit Ausdauer & Eifer unserer Passion folgen, die da heißt: Fotografie.

Dem Übung-Meister-Prinzip ist an dieser Stelle nicht viel hinzuzufügen – und ein philosophisches Theoretisieren drumherum würde keinen Mehrwert bringen. In der Kürze liegt die Würze.

Und deshalb soll dieser Artikel ohne Firlefanz und Umschweife eine kleine Erinnerung daran sein, die übrigens als allererstes mir selbst gilt.

Dranbleiben.

Update zum Diskurs: Wie sich in den Kommentaren sehr gut herausgestellt hat, ist mit „viel fotografieren“ in der Grafik kein hirnloses Drauflosenknipsen gemeint, sondern setzt ein intelligentes Lernen-Wollen vorraus und umfasst (aus meiner Sicht) weit mehr, als das bloße Abdrücken. Vielmehr ist an dieser Stelle mit Fotografieren all das gemeint, was mit dem Arbeiten am Bild zusammenhängt respektive dieses optimiert, plant und finalisiert.

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43 Kommentare

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  1. Ich lese da grad ein gutes Buch. Nicht über Fotografie, sondern allgemeiner. Und das war ich gestern an einer Stellem an der es heißt, dass nicht jeder sich unendlich weiterentwickelt und zum „Meister“ wird. Manche werden einfach nur hochtrainierte Amateure.
    Das ist dann laut Aussage auf Verarbeitungen im Gehirn zurückzuführen. Bei den Amateuren schafft das Gelernte nicht den Sprung vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis.
    Fand ich persönlich ganz spannend und dein Eintrag hat mich gleich daran erinnert.

  2. Gebe ich dir 100% recht, ABER: Bei mir selber stelle ich fest, dass „viel Fotografieren“ ungleich „viele Bilder machen“ ist. Für mich trage ich mir mal auf der x-Achse „Viel Fotografieren GEHEN“ ein, denn viele Bilder an einem Abend/Tag in der gleichen Gemütslage bringen mich IMHO nicht so viel weiter, wie die gleiche Menge Bilder über mehrere Tage verteilt.
    Wie gesagt, ansonsten volle Zustimmung (Sportler Gewinnen auch keinen Wettbewerb indem sie SportForen lesen ;-) )

  3. Blogartikel dazu: Tweets die Eine kleine Erinnerung. | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel erwähnt -- Topsy.com

  4. Ja, so wie hier, oder sich einem festen Wert annähernd. Degressiv heißt einfach nur unterproportional. Heißt: Es steigt immer, am Anfang mehr, dann immer ein bisschen weniger. Aber es steigt – es stagniert niemals und wird auch niemals weniger.

    P.S. Das mit den Kosten und der Beschäftigung könnte man im Kontext der Fotografie auch sehr gut diskutieren ;-)

  5. Das Buch heißt „Wolkenspringer: Von einem genialen Autisten lernen“ und ist wirklich sehr interessant und verständlich geschrieben (bisher).

    Nochmal zu der viel-und-gut-fotografieren-Diskussion: Ich denke, es gehört mehr dazu. Auch die Beschäftigung mit den Bildern. Dass ich darüber nachdenke und nicht stur drauflos knipse.

    • Auf jeden Fall – und das seh ich als Teil des Fotografierens. Beispielsweise auch das Üben im Bild-Editor, das Ausprobieren von neuen Bildkomposition, die Planung. Alles, was mit dem Arbeiten am Bild zu tun hat. Das Wort „Fotografieren“ ist in sich halt schon schwierig, weil im Kopf halt das „Abdrücken“ ist – auch bei mir. Von daher hast Du vollkommen recht ;)

  6. @Daniel. So sehe ich das auch. Viel Fotografieren = viel Muße, Beschäftigung, Konzentration, strukturiertes Arbeiten.
    Das geht am Besten, wenn man sich etwas vornimmt, das Beste aus einem Motiv oder aus dem fertigen Foto rausholen will.

  7. @marcus: es geht auch nicht darum das DU es dir an die Wand hängst, sondern das sich die betreffende Person immerwieder aufs neue motiviert und fotografieren geht und dadurch zum ein Spaß und zum anderen auch immermehr Erfahrungen sammelt.

  8. @Einauge: Hm, interessant! Warum verbindest Du mit „viel Fotografieren“ -> Dauerfeuer?

    @Marcus: Ja – da gebe ich Dir gewissermaßen recht, und an diesem Punkt hinkt auch die Grafik, die ja schon – wie hAnnes (#14) sagt – das Prinzip sehr vereinfacht. Aber der Grundgedanke geht ja in eine andere Richtung, was ich versucht habe, um Text deutlich zu machen. Weißt, wie ich meine?

    @Josef: Hm – was meinst Du woran das liegt?

  9. Ich denke, wenn wir bewusst fotografieren oder z.B. einfach hergehen und etwas ausprobieren ( das haben vielleicht 100.000 andere vor mir schon gemacht, aber ich selber noch nie ) dann kann sich auch der Lerneffekt einstellen. Ob bis zur Meisterschaft oder zur Ambition – wer beurteilt das ?

    Beispiel gestern Nachmittag, Besuch bei den Patenkindern. Da is einfach nix mit AV, es brauchte TV und ne 80zigstel – die kleinen sind so wieselflink, der AF kommt kaum hinterher. 50 Aufnahmen, 3 gute Fotos. Und ? Was solls. Was gelernt und 3 Bilder, die „passen“ – ein schöner Nachmittag.

  10. viel fotografieren, das erinnert mich an thomas hawk. (http://thomashawk.com/) ich folge dem herrn bei google buzz…

    quote: „Sometimes I like to think of myself as a photography factory. I see my photographs mostly as raw material for projects that might be worked on at some point later on in life. (..) I’m trying to publish a library of 1,000,000 finished, processed photographs before I die.“

    sein output ist „krass“, dass einem da nicht alle bilder gefallen (können) ist klar ;) wer lust hat kann sich ja mal von seinen flickr stream berieseln lassen.

    martins grafik aus dem artikel ist gut und richtig. da die achsen ja nicht mit festen einheiten beschriftet sind, trifft sie auf jeden zu. wenn man sich mit etwas beschäftigt, bekommt man übung darin. der eine mehr, der andere weniger. mehr sagt das nicht aus.

    lg

  11. Dazu passt doch gut die 10.000-Stunden-Regel. Man muss 10.000 Stunden harte Arbeit investieren, um in einer Disziplin richtig gut zu werden. Diese schon vor x Jahren veröffentlichte Erkenntnis wurde zum Beispiel auch in dem Bestseller „Überflieger“ von Malcolm Gladwell genannt, wenn ich mich nicht irre. Talent scheint demnach weniger wichtiger für den Erfolg zu sein, als Durchhaltevermögen und die Zeit, die jemand mit einer Sache verbringt.

  12. Hallo,

    ich bin der Meinung, dass man am Anfang sehr viele nicht so gute Bilder macht und dann im Verlauf der Zeit immer besser wird, aber weniger Bilder macht. Bei einer Freundin von mir war das ganz extrem: Am Anfang hat sie 200 Bilder pro Shooting gemacht und 5 ganz passable Bilder gemacht. Heute macht sie bei einem Shooting 15 Bilder und hat 10 gute dabei.

    Ich bin aber jemand, der auch viel experimentiert, deswegen ist auf jeden Fall immer etwas Ausschuss dabei :) Etwas ist manchmal auch etwas mehr…

    LG Katja

  13. Hey Martin,

    momentan hast du in deiner Ergänzung „regressiv“ stehen, das wäre wohl ziemlich schlecht ;) Du solltest dann doch das erste r durch d ersetzen…

  14. Wegen diesem Diskussionsteil lese ich immer wieder kwerfeldein. Danke Martin fürs Diskussion anstoßen.

    @Ellen: Ich denke bei einem Talent ist die Lernkurve steiler (vor allem in der Anfangsphase).

    @Kategraphy: Ich denke auch, dass die Effizienz durch Übung steigt.

    @Martin: Selbst eine degressive Kurve wäre noch eine Approximation an die tatsächlichen Datenpunkte. Denn man „erleidet“ ja zwischendurch auch immer wieder Qualitätseinbrüche (soweit sich diese in so einer Grafik quantifizieren lassen).

    Gruß Martin

  15. Ich denke mann sollte es anders ausdrücken…

    … je länger und intensiver ich mich mit der Photographie beschäftige daesto besser wird man. Ob man in dieser Zeit nun viele oder wenig Bilder macht ist unerheblich, vorrausgesetzt man arbeitet die Bilder entsprechend auf… Wenn natürlich alles gleich auf der Festplatte im Archiv landet wirds nix…

  16. Interessante Betrachtung, der ich mich anschließen kann, wenn ich meine eigene Entwicklung betrachte. Nur würde ich genau wie ein paar Vorschreiber die Kurve nicht linear, sondern degressiv verlaufen lassen – zumindest was mich betrifft :-)

  17. Ich denke je länger man fotografiert, desto mehr ist es Routine und umso mehr beherrscht man seine Kamera. Und je mehr man seine Kamera beherrscht, desto besser kann man sich auf das Objekt und das Licht konzentrieren. Ist eigentlich genau gleich wie beim Autofahren.

  18. @Ellen & @Martant: Talent bedeutet für mich, dass die Lernkurve steiler verläuft (am Anfang, da geb ich dir Recht), zum Ende hin aber Bereiche erreicht werden, die andere in ihrem Schaffen weniger oft tangieren. Das hat auch Ausstrahlungen auf die frühe Entwicklung, wenn man das Gefühl hat, ‚da steckt jetzt was drin, was der/die doch noch gar nicht können/haben kann…?‘ – meine Meinung dazu. :)

  19. Blogartikel dazu: Morning Briefing : digirati

  20. Blogartikel dazu: Anregungen zur Fotografier-Blockade | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel

  21. Blogartikel dazu: Damien Walters 2010 {oder: wie mich ein Akrobat inspiriert hat} | KWERFELDEIN | Digitale Fotografie

  22. Blogartikel dazu: Tu es! « stefanolix