kwerfeldein
30. März 2010 Lesezeit: ~1 Minute

Bildwirkung: Ein Experiment

Ein Foto kann tausende unterschiedliche Wirkungen hervorrufen. Denn jeder Betrachter sieht – abgesehen von der Tagesform – aufgrund seiner Geschichte, seines familären und kulturellen Hintergrundes quasi ein anderes Foto.

Bedenken wir, dass viele Monitore farblich (und in der Helligkeit) unterschiedlich eingestellt sind – oder man ein gedrucktes Foto bei Tageslicht anders warnimmt als Abends, gibt es noch weitere Faktoren, die uns beeinflussen.

Um dies einmal konkret festzuhalten, machen wir heute ein kleines Experiment, und zwar anhand dieses Bildes. Ich möchte herausfinden, wie breit gefächert und unterschiedlich die Wirkung dieses Bildes sein kann – oder auch nicht. Deshalb werde ich keine weiteren Informationen zu diesem Foto herausgeben, sondern nur die Frage stellen:

Wie wirkt dieses Foto auf Euch?

Tipp:
Beschreibt in ein paar Zeilen, die Wirkung des Bildes auf Euch und welche Gedanken dabei entstehen. Nehmt Euch dafür genügend Zeit und notiert in aller Ruhe Eure Gefühle und Assotiationen. Versucht dabei, so konkret wie möglich zu bleiben und auf den Punkt zu kommen.

(Um dem Experiment etwas Spannung zu verleihen und Euch vor den Gedanken der anderen Kommentatoren „zu schützen“, werde ich die Kommentare erst morgen früh um 9.00 Uhr freigeben. Je nach dem, wie groß die Unterschiede sein werden, ist ein Folgeartikel mit Auswertung möglich.)

Experiment abgeschlossen, siehe Kommentare ;)

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Zusatzinfo: Inspiriert wurde dieser Artikel durch eine Umfrage bei Nicole Young.

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63 Kommentare

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Netiquette: Bleib freundlich, konstruktiv und beim Thema des Artikels. Mehr dazu.

  1. Hehe, also auf mich wirkt das Bild irgendwie „dreckig“. Ich könnte mir vorstellen, dass es sich dabei um eine Statue handelt die neben einem Gartenteich den Winter verschlummert hat (sieht ja noch ganz müde aus) und jetzt darauf wartet geputzt zu werden. ;-)

  2. sehe das Bild und denke gleich an Friedhof. einzig die Farbtöne gefallen mir. passen aber in ihrer Wärme nicht zur Figur. diese Figuren wirken auf mich sonst immer nur kalt und tot. die abgeschrammte Nase holt mich sofort wieder ins heute.
    betrachtet habe ich das Bild auf nem iPhone bei ner Tasse Kaffee an nem Tisch Stauden bei gefühlten 10 Grad.
    schönen Tach noch

  3. Auf mich wirkt das sehr entspannend und beruhigend. Das Motiv bzw. die Figur drückt Ausgeglichenheit aus. Stellte mir auch gerade vor, dass die Statue liegt (also quasi Kamera gedreht) und schläft. Allerdings wirkt das gründ/schwarz auf mich etwas bedrohlich. „Unbehaglicher Frieden“ würde ich das Foto nennen.

  4. Also bei mir löst dieses Foto erst einmal Traurigkeit aus. Dieser Eindruck entsteht für mich
    durch den nach unten gesenkten Kopf und die scheinbar geschlossenen Augen.
    Die durch die Umwelteinflüsse entstandenen grünen Bereiche,
    nehme mal an, dass das Moos ist, gewinne ich den Eindruck, dass diese Traurigkeit schon
    lange anhält. Es könnte aber auch eine Art der Unterwerfung darstellen.

  5. Blogartikel dazu: Tweets die Bildwirkung: Ein Experiment | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel erwähnt -- Topsy.com

  6. Hallo Martin,

    dieses Foto hat wo ich es erblickt habe beängstigung bei mir hervorgerufen.
    Der erste gedanke war eine „Wasserleiche“ , davon abgesehen das du uns hier keine leichen presentieren würdest dachte ich als erstes daran!
    Warum? Das blase, verschramte, dreckige. Gesicht sowie die unschärfe im haar was auf wasser deuten kann wo das haar drin herumgleidet.
    Das grünliche des Foto was ebenfalls wasser sein kann.

    Letzendlich komme ich auch auf keinen anderen gedanken!
    So gewollt?

    Ich habe dieses Foto auf meinem Milestone angeschaut… ;)

    Meine gedanken zum Foto…

    Gruss Ubbahud – David Naue

  7. Das Foto wirkt auf mich geheimnisvoll, mit Sicherheit durch die Unschärfe und das Moos, das die Statue leicht verhüllt erscheinen lässt.
    Auch das Lächeln lässt diese Wirkung weiter verfestigen, da es so wirkt, als wüsste die Statue etwas dem Betrachter bislang verborgenes bzw. unbekanntes.
    Andererseits scheint die Statue aber auch leicht melancholisch zu schauen…
    Ich für meinen Teil möchte des weiteren gerne das Gesamtbild sehen (andere Statuen vielleicht), die z.B. das Lächeln erklären könnten.

  8. Ok, ich gebe mal ganz (un)philosophisch meinen Gedankengang wieder:

    1. die Skulptur steht wahrscheinlich auf einem Friedhof bzw. Grab.
    2. Wie das wohl ist wenn man mit dem Fingernagel über den grünen Teil kratzt. Das Zeug bekommt man stundenlang nicht mehr ab.
    3. steht wahrscheinlich unter einem Baum bzw. in sehr feuchter Umgebung
    4. das Grün ist bestimmt verstärkt worden
    5. wenn man mit dem Fingernagel über so ein grünes Zeug kratzt ist das auch nach Monaten noch sichtbar und wird nie wieder gleichmäßig. (auf der Oberfläche – nicht auf den Fingern) so etwas kann mich jedes mal ärgern wenn ich es ansehe…
    6. Oh, da fehlt die Nase wie bei der Sphinx.
    7. Ob man so eine Skulptur wohl so bauen kann, dass sich die dunklen (grünen) Stellen absichtlich so entwickeln als würde die Skulptur weinen?

  9. Hallo,

    ein sehr interessantes Bild. Auf mich hat es eine sehr traurige Wirkung. Das Moos auf dem Stein weckt in mir den Eindruck, als wäre diese Trauer ein andauernder Zustand.

    Um ganz ehrlich zu sein erinnert mich dieses Bild an ein Familienmitglied, dass sehr oft niedergeschlagen ist und immer Schutz und Hilfe benötigt.

    Die Figur im Bild wirkt wirklich hilflos, traurig und weckt in mir Schutzinstinkte.

    Bin auf die anderen Eindrücke gespannt.

    Lieben Gruß,
    Katja

  10. Ich finde, es ist eine nachdenkliche Person (um nicht von „Statue“ zu sprechen). Fast schon diese typische Selbstporträt-Pose. Die Person wirkt aber nicht unglücklich. Eher entspannt, gelassen, ruhig. Die Flecken im Gesicht lassen das Bild nicht so untypisch makellos wirken, sondern eher alltäglich. Ich denke bei den Farben an ein mildes Wetter und bewölktem Himmel, wie es jetzt vorherrscht.

    Tolles Experiment, Martin! :)

  11. Die ersten Assoziationen mit dem Bild sind Trauer (Gesichtsausdruck), Tod und Friedhof (starke Vermoosung der Statue sowie die prägnanten schwarzen Flächen links und rechts des Gesichts). Einen Gegensatz bildet das eher sanfte Grauweiß, das allerdings auch wieder zum Thema Trauer und Tod passt…
    Das Foto an sich wirkt aber entspannt und keinesfalls bedrohlich oder mit Ängsten verbunden, die Verbindung zu Tod und Trauer bleibt dennoch bestehen…

    Viele Grüße
    Sascha

  12. Mich erinnert diese Aufnahme an Bilder, die man oft auch auf Trauerkarten findet. Eine Statue mit gesenktem Blick, die ihre besten Zeiten schon hinder sich hat (die grünen Stellen). Einerseits glücklich (Mundwinkel), anderer Seits zu tiefst traurig (Augen).

  13. Engel. Auf einem Friedhof vielleicht. Daher die Ruhe. Eine ansteckende Ruhe. Wäre auch mitten auf der Straßenkreuzung noch ansteckend. In-Ruhe-sein. In-sich-gekehrt-sein. Ausgeglichen. Voll Mitgefühl, auch demütig, doch innerlich unbewegt.
    Würde gern mehr von der Figur und dem Ort sehen!

  14. Schöne Idee :)

    Ich denke spontan an einen Menschen der gestorben ist, nach einer schweren Krankheit und sich nun irgendwie erlöst fühlt, ja fast zufrieden ist. Aber im Grunde auch irgendwie traurig weil er vergänglich ist…

  15. Ich verbinde in erster Linie Trauer mit diesem Bild. Der Blick einer heiligen Statue auf den Boden gesenkt wirkt ziemlich traurig. Auch verbinde ich damit einen schlimmen Todesfall in meiner Familie und den harten Kampf mit der Trauer meiner Tante, die tief religiös ist und auch ähnliche Figuen auf Gemälden in ihrem Haus hat.

  16. Hallo Martin,

    was sehe ich auf dem Bild?

    Erstmals Stille, dann das Moos, die leicht geschrammte Nase und das rechte Augenlid nicht perfekt.

    Dann stell ich mir die Frage ob vom Künstler so gewollt oder Vandalismus.

    Dann wird mein Blick auf die Kleidung gelenkt … einfacher Mann oder etwas geistliches.

    Der steinerne Haarwuchs fällt auch auf.

    Jetzt kommt auch noch der etwas breit geratene Hals in den Vordergrund, der sich links etwas mehr ausbreitet – was die nächste Frage aufkommen läßt, hast du die Mitte nicht gefunden oder ist die Figur nicht symmetrisch?

    Dann fallen mir noch die weißen Spots auf der Stirn auf.

    Alles in allem ein Bild mit viel Inhalt :-)

    lg Chris

  17. Das Foto wirkt traurig, nachdenklich und anregend zugleich.
    Diese Statue ist wahrscheinlich auf einem Friedhof gemacht worden, und soll auch zum nachdenken an die verstorbene Person anregen.

    Das Bild wäre eine Spur besser wenn die Nase bzw. Augen noch ein bisschen mittiger wären.

  18. Ich möchte gerne kurz beschreiben, was ich denke:
    Sehe ich dieses Bild, denke ich an Kinderarbeit in einem Stollen oder Ähnlichem, da die Person auf dem Bild sehr jung auf mich wirkt und der Dreck mich an Arbeit Unter Tage erinnert.

  19. Durch dn gesenkten Blick der Statue wirkt das Bild auf mich einerseits zwar etwas traurig, aber andererseits auch hoffnungsvoll und fast ein wenig fröhlich durch die hellen Farben und das Lächeln auf den Lippen der Statue.

  20. Der erste eindruck war „Oha, Friedhofsfotos“. Je länger ich das Bild betrachtet habe, desto unwohler wurde mir. Ich hab es verkleinert un vergrößert und habe irgendwie immer ein unangenehmes Gefühl beim betrachten… Am unangenehmsten finde empfinde ich die vielen unscharfen Bereiche im Bild. Ich versuche sie zu durchdringen um das Bild zu analysieren und ihm dadurch seine unangenehme Anonymität zu nehmen, aber es gelingt mir nicht. Und das verstärkt den Effekt noch.

  21. Das Bild zeigt einen Engelskopf mit sehr ruhigen, ausgeglichenen Gesichtszuegen. Es wirkt auf mich beruhigend, in die Zeit vor Ostern passend und spricht mich positiv an. Die Farben elfenbein und moosgruen bestaerken das Gefuehl der natuerlichen Darstellung.
    Der Blick des sehr jungen Gesichtes geht nach unten, es betrachtet vielleicht Blumen, vielleicht auch einen Menschen, den er mag, sogar liebt.

  22. Als erstes ist mir aufgefallen, wie gut die Figur aussieht. Augen und Mund wirken so real, dass es sich fast um eine „wirkliche“ Person handeln könnte, welche in einem Kostüm steckt.

    Im nächsten Moment ist mir die unglaubliche Wirkung, das hineinziehen meiner Gedanken in das Bild, aufgefallen. Es gibt nicht viele Bilder, die dies bei mir bewerkstelligen.

    Das eigentliche Gefühl, welches dieses Foto in mir hervorruft ist – Traurigkeit.

  23. Zuerst sehe ich in diesem Foto absolute Zerbrechlichkeit, ähnlich eines gefallenen Engels. Düster, traurig und zerfallen. Soweit ich das erkennen kann, hat er/sie die Augen noch leicht geöffnet und blickt nach unten. Nun kommen mir aber zwei Gedanken, entweder ist die Traurigkeit auf ihn/sie selbst bezogen oder auf jemanden, auf den er/sie herabblickt.
    Der Blick erinnert mich auch etwas an Maria, wie sie Jesus noch in den Armen hält. So betrachtet, sehe ich in dem Bild Hoffnung und Güte neben der traurigen Zerbrechlichkeit.

    Unterstützt ist dieses Empfinden wahrscheinlich auch ein wenig durch meine Hintergrundmusik (Ryuichi Sakamoto – forbidden colors).

    Schönes Thema :)

  24. Erster Eindruck: „Friedhofsstatue“. Genauer betrachtet kann man „nur“ einen Kopf betrachten. Das Haupt gesenkt, die Augen geschlossen, keine Muskeln im Mundbereich angespannt wirkt es sehr nachdenklich oder sogar eher bedrückt. Hinzu kommt die Vignettierung, Beschneidung & Unschärfe welche den Blick auf die Augen und die Nase richten und uns nicht mehr über den Protagonisten & seine Situation verraten, sowie ein Farbton welcher für mich eine eher düstere bedrückte Stimmung erzeugt.

    Kurzum: Das Bild wirkt auch mich „traurig & melancholisch“.

  25. Info: Ich sitze gerade am PC in meinem Zimmer, draußen bewölkter Himmel und höre ein „relativ“ trauriges Lied (Maroon 5 – She will be loved)
    Das Bild scheint mir sehr traurig, da der Blick der Statue nach unten gewandt ist und obwohl meine Lieblingsfarbe Grün ist, verstärkt das den positiven Eindruck. So gibt es bei mir den persönlichen Kontrast zwischen Trauer und Hoffnung.

  26. Das ist ja spannend, da will ich auch mitmachen.

    Sponante Assoziationen und Gedanken in zeitlicher/intensitätsmäßiger Absteigender Reihenfolge:
    Romantik – Verzaubert – Trauer – Ruhe – Stille – Friedhof

  27. Die Statue wirkt auf mich traurig und alles in allem stimmt es mich nachdenklich bis depressiv. Ich sehe eine Beerdigung, der Junge (die Statue) ist allerdings nicht direkt betroffen sondern leidet mit den Angehörigen mit…oder so…
    Gruss Mathias

  28. Spontaner Eindruck: Es sieht nach Regenwetter aus, keine Schatten, nix. Die Figur ist recht grün und verwittert, an der Nase ist scheinbar schon etwas abgebrochen, wohl in irgendeinem (Schloss-)Park vor langer Zeit von irgendwelchen Herrschenden aufgestellt worden. Es scheint so, als würde sich der Kopf traurig nach vorne neigen, aber das kann auch an der Perspektive liegen. Würde sich wirklich jemand eine derart nachdenkliche Figur hinstellen?

  29. Ich habe sofort an einen Engel gedacht, der die Augen gesenkt hat, weil er gerade andächtig im Gebet versunken ist (und das obwohl ich selber gar nicht an einen Gott glaube).
    Auf mich strahlt das Foto viel Ruhe und Gelassenheit aus. Beim betrachten des Fotos hatte ich so richtig das Gefühl, dass ich „runterkomme“, innerlich ganz ruhig werde.

  30. Sehr schönes Experiment, fast schon philosophisch:

    Meine Gefühle zum Bild: Nachdenklichkeit, Trauer, Melancholie und Schönheit, Zeitlosigkeit.

    Technisch „auffällig“: Blickwinkel von oben und Schärfenbegrenzung auf Gesicht verstärkt meinen Bildeindruck

  31. Also zuerst dachte ich relativ schnell an:
    Enttäuschung, Trauer oder auch Einsamkeit.

    Nach längerem Betrachten hat mich die Form des Mundes dann doch etwas irritiert – hat irgendwie was Spitzbübisches ;)

  32. Zu beginn dachte ich, es wäre ein bedrückendes – etwas melancholisches Bild. Doch bei näherem Betrachten wirkte es auf mich sehr friedlich. Die Statue strahlt innere Freiheit, Sicherheit und Geborgenheit aus. Sie ist getragen von einer inneren Ruhe. Daher ist das Bild auch ein Bild, welches Ruhe verbreitet.
    Die Farben sind schön dezent, sodass der Blick immer auf die Mitte des Bildes gerichtet ist – auf die Augen und den Mund der Statue (die die oben genannten Eigenschaften ausstrahlen).

  33. Hallo Martin,
    Deine Idee finde ich gut, mal die subjektive Wirkung eines Bildes zu erfragen.
    Ich weiß, dass das Bild eine Statue zeigt, sie wirkt für mich aber wie das Bild eines Jungen. Er ist in sich gekehrt, ein wenig traurig und einerseits verletzlich. Andererseits (durch die geschlossenen Augen) ruht er aber in sich selbst und drückt eine Stärke aus, die manchem Ansturm von außen Stand halten kann.
    Wenn ich das Bild betrachte, warte ich eigentlich dauernd, dass er gleich den Blick hebt, die Augen öffnet und mich intensiv mit seinen grünen Augen ansieht.

    Gruß,
    Matthias

  34. Wenn ich das Bild betrachte denke ich, die dargestellte Figur ist nachdenklich oder vielleicht traurig. Die „Verwitterung“ auf der rechten Wange sieht einer Tränenspur ähnlich.

    Das Bild berührt mich und ich finde es sehr schön. Es berührt mich deshalb, weil ich die Stimmung des Bildes gut nachempfinden kann in manchen Situationen.

    Soviel zu meiner Betrachtung…

  35. Da mich das Motiv an die Sculptur eines Brunnens oder von einem Friedhof erinnert, wirkt es auf mich im ersten Moment beruhigend und friedlich.
    Außerdem hat es eine schöne Bildgestaltung.

  36. Das Foto vermittelt Stille, Ruhe und Demut. Der Kopf ist gesenkt. Die Gesichtskonturen wirken zart in den hellen Grautönen umrahmt von moosigem Grün. Als Titel kam mir sofort in den Sinn: „Das Letzte Geleit“.
    Ich persönlich verbinde mit diesem Foto Abschied und daraus schöpfend neuen Mut, das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren.

  37. Ich finde das Bild geschickt gecroppt, ansonsten strahlt es Ruhe aus. Wirkt aber nicht sonderlich auf mich. Wahrscheinlich, weil es mich einfach nicht so anspricht. Hätte mir zu dem Thema gern ein (meiner Meinung nach) ‚anderes‘ Motiv gewünscht.
    Naja, so sind die Interessen verschieden ;)

  38. Mich stimmt das Bild traurig. Durch den gesenkten Blick wirkt die „Person“ auf mich resigniert und auch verunsichert. Vielleicht weil sie an sich selbst zweifelt? Jedenfalls scheint sie in Gedanken versunken zu sein, die an ihr zehren. Dabei empfinde ich die ausdrucksstarke Mimik aber als ein In-sich-versunken-sein, d.h. die Person scheint nicht über irgendjemanden nachzudenken, sondern über sich selbst. Die betrübten Gesichtszüge wecken in mir den Eindruck von Enttäuschung und Reue. Als wäre die Person sich bewusst darüber, etwas ‚Falsches‘ getan oder etwas ‚Richtiges‘ nicht getan zu haben. Dass sie diesen Umstand nicht rückgängig machen kann, lähmt sie völlig in ihren Gedanken. Und so verharrt sie in ihren Schuldgefühlen, weil sie mit Vergangenem nicht abschließen kann. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf sehe ich in dem Bild Machtlosigkeit gegenüber der Zeit, die ihre Spuren in den Gesichtern hinterlässt und ihre Wunden in den Seelen. Es heißt ja immer „mit der Zeit wird man hart“, aber dieses Bild sagt mir „Zeit macht verwundbar, angreifbar.“

  39. Hm, also erstmal finde ich, dass das eine sehr gute Idee ist, das solltest du wirklich des Öfteren machen… Man bekommt evtl. ein Gefühl dafür, wie die eigenen Bilder von anderen Menschen wahrgenommen werden und das kann ja nicht schaden :-)

    Ich persönlich muss bei dem Bild an eine kürzliche Beerdigung innerhalb der Familie denken. Dabei empfinde ich das Bild aber beruhigend, sanft und angenehm. Das diffuse Licht und die weichen Farbübergänge unterstützen das sicherlich. Sehr gut gelungen finde ich den Bildausschnitt, der vermittelt für mich eine gewisse Intimität und Nähe.

    So viel zu meiner Meinung :-)
    Grüsse und gute Nacht, Tom

  40. so, ich halte mich kurz, also ists auch nur eine grobe beschreibung:

    durch die einfärbung drückt es hoffnung aus, wärend das motiv gleichzeitig trauer zeigt,… ich schätze das wolltest du erreichen….

    lg peter

    ps: foto gefällt

    • Vielen Dank für Eure Gedanken & Assotiationen zum Foto. Wie erwartet gehen die meisten Kommentare in die selbe Richtung (Ruhe, Trauer, Friede) – sind aber im Detail oft sehr unterschiedlicher Natur.

      So ging Euer Feedback von Adjektiven wie beängstigend über langweilig, friedlich bis hin zu spitzbübisch (+ jede Menge mehr in alle Richtungen); das ist schon eine große Bandbreite an Beschreibungen eines Bildes dieser Art.

      Ob sich eine Auswertung hier anbietet, überlege ich aktuell noch und werde evtl. die nächsten Tage darüber etwas formulieren. Jedenfalls nochmal vielen Dank!

  41. Ich nehme eine Skulptur wahr, die in sich gekehrt einen friedfertigen Ausdruck vermittelt. Die Figur scheint schon ein wenig Geschichte erlebt zu haben. Die Nasenspitze ist abgebrochen und die Steinoberfläche verwittert und vermutlich mit Moos besetzt. Die Tiefenschärfe müsste die Aufmerksamkeit auf die Augen lenken, die Linienführung und Blickrichtung der Figur lenkt meinen Blick auf den Mund. – Stille – die Figur sagt nichts. Auch wenn ich vermute, dass die Figur auf einem Friedhof steht vermittelt sie mir dennoch keine Trauer, sondern eher ein in sich gekehrt sein und Nachdenklichkeit.

  42. Das zeigt wieder wie schwer es ist mit einem Bild eine bestimmte Aussage zu treffen (falls man sich das als Ziel gesetzt hat).
    Da schon die kleinste Nuance ausreicht um bei jemandem eine komplett andere Deutung hervorzurufen…
    Auswertung würde mich persönlich interessieren!

  43. Wenn man die gesamten Kommentare hier so liest, dann ist es schon interessant wie viel Macht solch ein Bild in sich birgt. Eine Auswertung wäre sicherlich interessesant, sicherlich allerdings auch recht aufwändig. ;-) Vielleicht ist ein Folgeprojekt ein Kompromiss bei dem bestimmte Begriffe mit der Bildintention des Fotografens zwar vorgegeben sind aber bei denen sich über eine Abstimmung die Kommentartoren spontan mit ihrer ersten Assoziation festlegen…