kwerfeldein
17. März 2010 Lesezeit: ~3 Minuten

Einsteiger-Tipp: Schärfe am Display überprüfen

Einsteiger-Tipp: Schärfe am Display überprüfen

Ein Vorteil, den ich bei meiner Kill-Your-LCD Aktion sehr stark vermisst habe, war das nachträgliche Überprüfen der Bildschärfe am Kameradisplay. Diese Technik habe ich zum ersten Mal bei meinem Freund Matthias Pabst beobachtet und seither sporadisch gerne eingesetzt.

Es gibt Situationen, da reicht es nicht aus, mit Hilfe der eigenen Einschätzung oder der Abblendtaste zu überprüfen, ob das Foto da scharf ist, wo wir es scharf haben wollen.

Beispielsweise, wenn wir ein Portrait mit weit geöffneter Blende gemacht haben oder bei einem Landschaftsfoto einen ganz bestimmten Bereich so scharf wie möglich haben wollen. Dann reicht uns manchmal das Sucherbild nicht aus oder wir möchten nicht einfach auf den Autofokus vertrauen.

Da bietet es sich an, das Kameradisplay mit einzubeziehen, nachdem wir das Foto gemacht haben und die Kamera uns ein „Review“ zeigt (hiermit ist nicht der Live-Modus gemeint, der aber beim Videos machen mit DSLRs hilfreich sein kann, um die Schärfe zu überprüfen).

Doch bei einem Kameradisplay ist in der „normalen Ansicht“ natürlich vieles scharf. Und wie wir wissen, ist es in vielen Fällen alles andere als zuverlässig. Doch um die Schärfe im Foto zu überprüfen, können wir ins Bild hineinzoomen. Je nach Kamera müssen wir 2-3 mal (oder öfter) die Zoomtaste drücken, bis wir in der 100% Ansicht angelangt sind. Update: Bei Stefan Groenfeld gibt es eine Erklärung, wie man mit Nikon Kameras (D200 aufwärts) schnell in die 100% Ansicht gelangt.

So können wir auch im Nachhinein feststellen, ob unser Foto exakt da scharf ist, wo wir es scharf haben wollen. An dieser Stelle ist aber trotzdem Kopf einschalten angesagt – denn: Scharf muss nicht immer „Knackscharf“ sein:

Hierzu ist es wichtig, dass wir unser Objektiv gut kennen um einzuschätzen, was „scharf“ ist – das variiert je nach Qualität der Linse. Ebenfalls sollten wir unser Display kennen, um auch hier zuzuordnen, wann unser Foto scharf ist – auch da gibt es Unterschiede, was die Darstellungsqualität betrifft.

So kommt es heute vor, dass ich auf einer Hochzeit beim Fotografieren in erster Linie gar nicht auf das Display schaue um die Komposition oder sonstwas zu überprüfen, sondern in erster Linie das Histogramm und die Schärfe.

Gerade beim Outdoorshooting gehe ich mit dem Paar häufig unterschiedliche Posen durch. Und da Schärfe (dort wo ich sie haben möchte) ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist, versuche ich zwar schon beim Fotografieren exakt zu fokussieren – nutze aber im Zweifelsfall auch die Zoomfunktion meines LCDs.

Denn eine leichte Unterbelichtung kann ich hinterher bequem korrigieren. Ein schräges Foto kann gerade ausrichten oder durch Freistellen eine bessere Bildwirkung erzielen. Doch wo keine Schärfe ist, da kann ich keine „hinretuschieren“. In diesem Fall sind also meine Möglichkeiten in der Nachbearbeitung sehr begrenzt und es kommt umso mehr darauf an, dass beim Foto die Schärfe passt.

PraxisTipp: Das Display bewusst einsetzen, um darauf die Schärfe im Bild zu kontrollieren. Denn ihr wisst ja, in der Schärfe liegt die Kraft.

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67 Kommentare

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  1. Ich habe schon häufig die Erfahrung gemacht, dass Bilder selbst beim Reinzoomen auf dem LCD-Display der Kamera scharf aussehen, dann aber auf Originalgröße am Computermonitor doch nicht 100%ig scharf waren. Der Blick auf das Display hilft in der Regel für eine gute Einschätzung, für die letzten Prozente m.E. nicht mehr.

    • Ja, das kann gut sein. Das Review-Bild wird ja kameraintern gerendert, mit den Einstellungen versehen, die Du eingestellt hast und mit Sicherheit auch schon etwas nachgeschärft. Dass das dann im Raw-Editor erstmal unschärfer aussieht, macht Sinn. Wie oben beschrieben muss man da auch sein LCD gut einschätzen können – da gibt es scheinbar große Unterschiede…

  2. Eine eigentlich simple Sache, die bei mir in der Praxis manchmal echt zu selten eingesetzt wird. Klar, wenn ich Konzerte fotografiere, bleibt oftmals die Zeit nicht und man kann davon ausgehen, das bei einer Serie an Aufnahmen eine scharf genug ist.
    Kürzlich erst habe ich angefangen Fotos im RAW-Format aufzunehmen, was ich nun auch regelmäßig tun werde und habe genau dabei exakt die selben Erfahrungen gemacht: wir können im Nachhinein alles ohne viel Aufwand und Qualitätsverlust retuschieren. Unscharfe Bereiche signifikant schärfer zu gestalten? Unmöglich!

    Christian

  3. Du hast dir ja jetzt viel Mühe gemacht, aber wahnsinnig tiefsinnig ist der Beitrag leider irgendwie nicht! ;)

    Und so revolutionär ist der Tipp deines Freundes jetzt auch nicht unbedingt! ;)

    Der Kernsatz ist wohl der hier:
    „Doch wo keine Schärfe ist, da kann ich keine “hinretuschieren”.“

    Aber damit ist auch (leider) alles schon gesagt.

    Lg,
    Alex

    • @Alex: Interessant, dass Du das so siehst. Meine Absicht war jedoch nicht, einen „revolutionären“ Tipp zu geben – hier auf kwerfeldein.de muss ein Beitrag nicht zwingend neu und auch nicht unbedingt tiefsinnig sein ;) Wie kommst Du zu dieser Annahme?

  4. Mir wäre ein altbekannter und bewährter Schnittbildindikator mit Mikroprismenring um einiges lieber, als diese LCD-Krücke. Ich kann auf dem Display meiner D80 die Schärfe kaum beurteilen – wahrsagen, ja.
    Es reicht für die Aussage: Das Foto ist nicht ganz unscharf.

  5. Der Tip ist zwar nicht neu, aber in der Tat gold wert, wenn man mit der Schärfe (=offenblende) einige Variationen machen möchte. In der Tat lernt man so seine Ausrüstung besser kennen, da muss man erst mal dahinterkommen.

    Jetzt noch die „Arbeitsblende“ des entsprechenden Objektivs im Hinterkopf haben – dann passt´s ! Und zwar nicht nur zufällig, sondern immer. Ist das nicht der Punkt, den man(n) erreichen möchte ?

  6. Tja, das mit der Schärfe und dem Display ist so eine Sache…

    Wie schon geschrieben, zeigen so manche Displays „scharf“ an, wo nicht wirklich „scharf“ ist.. allerdings ist es trotzdem ein ganz guter Indikator ob man nicht ziemlich daneben liegt.

    Irritierend (gerade für den Anfänger) kann sein, dass manche RAW-Programme nur leicht vorschärfen (oder im Falle von UFRaw gar nicht!). Was eigentlich scharf aussah (und auch ist!) schockt dann im ersten moment in der 100-Prozent Ansicht des RAW-Programmes.. weil es ziemlich daneben aussieht. Erst wenn der Schärfungsalgorithmus greift der die natürliche Unschärfe des unbearbeiteten digitalen Bildes mindestens so aufarbeitet, wie die kamereinterne Aufbereitung es tut, bekommt einen passenden Schärfeeindruck…

    @Einauge:
    Tja, Schnittbildindikator und Mikroprismenring… hatte ich an meiner Kamera mit einer entsprechenden Mattscheibe nachgerüstet.. Und wieder rausgeschmissen. Unter dem Strich hat das irgendwie nicht viel geholfen. Wie schon zu alten analogen Zeiten dunkeln die Mikroprismen und der Schnittbildindikator gerne mal übel ab wenn die Lichtstärke gering ist… ausserdem bringen sie bei heutigen DSLRs gerne mal die Belichtungsmessung durcheinander (Mein Blitz ging dann nur noch nach dem Mond.).

    Und ob die Mattscheibe die gleiche Dicke hat wie die Originale steht auf einem anderen Blatt (und schon stimmt die angezeigte Schärfe nicht mehr), wenn man überhaupt das Glück hat dass der Mattscheibenhalter richtig einjustiert ist… bei lichtstarken Festbrennweiten merkt man oft schnell, dass da was nicht stimmen kann, die Hersteller legen offensichtlich auf eine außerordentliche Präzision mit Mattscheibenbereich heute nicht mehr die Priorität, im Zeitalter des Autofokus….

  7. Das Histogram hat aber erst mal nichts mit der Schärfe zu tun, oder verstehe ich oben den Satz falsch?

    An sonsten natürlich ein guter Tipp. Wobei das Display an meiner 350D schon recht klein ist, da sind die neuen Cameras wie eine 500D schon mehr im Vorteil.

    Aber das alles nützt nichts, wenn der Dioptrinregler am Sucher falsch eingestellt ist. ;)

    • @Christian (#9): Hihi, da haste recht (Dioptrinregler)! Das Histogramm hat nüschd mit der Schärfe zu tun ;)

      @Herr Olsen: Hast Du schonmal einen Schnittbildindikator und Mikroprismenring in die DSLR eingebaut und Erfahrung damit? Wäre vielleicht mal was für nen Gastartikel, you know ;)

  8. Sehr schöner Abriss zum Thema Schärfe: http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4rfe_%28Fotografie%29
    Natürlich lässt Schärfe sich nicht im nach hinein erhöhen. Der Schärfeeindruck schon. Damals(tm) hat man dafür sogar zum Pinsel gegriffen…
    Schnittbildindikator und Mikroprismenring kann man für die gängigen DSLRs nachkaufen und bieten den Vorteil schon _vor_ der Aufnahme die Schärfe beurteilen zu können und nicht erst hinterher. Sind allerdings ziemlich teuer und fummelig einzubauen.

  9. @ dogwatcher: Lustig, hab teils genau die andre Erfahrung gemacht.. Bei mir (1DMK2) sehen die Bilder auf der vorschau meist echt mies, und am Rechner dann ganz gut aus.. Denke da wird ein vorab-Jpg generiert, auf das man dann zoomt.. jedenfalls hab ich immer so das Gefühl.. ist das Kameraabhängig?

  10. Ähnliche Erfahrungen wie oben bei mir: Die Möglichkeit der Schärfebeurteilung tatsächlich sehr vom Display abhängig. Das Display meiner 450D (VGA-Auflösung) ist m.E. maximal zum Bewerten des Tiefenschärfenbereichs zu gebrauchen (da weiß ich aber idR noch nicht, ob der schärfste Bereich auch tatsächlich „scharf“ ist). Bei der 500D oder größeren Modellen mit einem Display in HD-Auflösung (ca. 1MP) sieht das schon ganz anders aus.

  11. Bei einigen Nikon Modellen ist es super nützlich den OK Button so zu konfigurieren dass er im Bildwiedergabemodus mit einem Knopfdruck die 100% Ansicht des ausgewählten Fokusmessfeldes zeigt. Bei den e“ Displays kommt es schon gut an die Schärfewiedergabe am Monitor ran…

  12. Hallo, bislang habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Aufnahmen im Display trotz zoomen scharf aussehen, aber am diese nicht sind.
    Deswegen verlasse ich mich schon lange nicht mehr auf die Displays der Kameras.

  13. Ich finde ehrlich gesagt, dass es mir manchmal anders herum geht wenn ich manchmal schnell die Schärfe auf Konzerten überprüfe kommen diese mir nicht sehr scharf vor. Wenn ich sie dann groß im Monitor sehe und auch zoome sind sie schärfer. Wäre meines Erachtens auch logischer da ja der Monitor der Kamera (bei mir 40D) keine große Auflösung mitbringt.

    Kann mich täuschen ist aber meine Erfahrung beim Fotografieren.

  14. Man kann das Display auch bereits vor dem machen des Fotos zur Schärfeüberprüfung nutzen… denn viele aktuelle Kameras können bereits im Liveview-Modus zoomen. (Tipp stammt von Scott Kelby)

  15. Auf dem Display meiner 30D kann ich die Schärfe nach Zoom nicht beurteilen. Das Bild wirkt deutlich unschärfer als vor der Entwicklung in Lightroom. Anscheinend wird die Auflösung bei der 30D nicht zu 100% für die Vorschau genutzt. Hat sonst hier jemand diese Erfahrung ?

  16. Oh, wir stehen wohl schon kurz vor der Sommerflaute, wenn das Programm mit solchen überflüssigen Auszügen aus der Bedienungsanleitung gefüllt werden muss?

    Mal ehrlich: Wer die Zoom-Taste noch nicht gefunden hat, sollte entweder analog fotografieren und die Finger gleich ganz von einer Spiegelreflex lassen, der ist da definitiv falsch. Und normale Knippskisten sind aufgrund ihres schlechten/kleinen Sensors und ihrer aggressiven Scharfzeichungsalgorithmen sowieso von vorne bis hinten scharf.

    • @Karl: Mensch, Du wirst ja langsam richtig zum Stammleser hier! Sehr spannend finde ich die Züge, die Deine Wortwahl in Deinen letzten Kommentaren angenommen hat und langsam wird es amüsant, auf welcher Erwartungshaltung so manche Äusserung basiert. Ich muss Dich leider enttäuschen, denn auch in Zukunft werde ich genau über diese Themen hier sprechen. Kannst Dich also schonmal drauf einstellen ;)

  17. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass der Display für die Tonne ist. „Outetheredoor Shooting“ sollen aber sowieso derbe hip werden.

    Wobei mir jetzt wo ich das gerade schreibe auffällt, dass es ganz geil wäre, sich das iPad so wie Flavor Flav einst seine Uhren als riesen Live-Display um den Hals zu hängen.

  18. @Martin:
    naja, es war ja auch eher die charmante art und weise zu sagen dass der beitrag recht überflüssig ist. das ist doch das allerlogischste, dass ich das display verwende um die schärfe zu kontrollieren. genau dazu haben wir doch das teil auf unserer kamerarückseite, oder?

    sorry, nix für ungut, ehrlich nicht! :)

    • @Alex: Ah okay. Nuja. Sehe ich anders ;)

      @dogwatcher: Danke für die Ausführung. Ich werde da wohl erstmal die Finger von lassen ;) Habe ich das richtig verstanden, dass Du das bei Deiner Pentax eingebaut hast und nun so fotografierst?

      @Frank + Stefan: Jupp, sehr cool. Werde das mal im Artikel vermerken.

  19. @Martin: Auch wenn die Frage an „Herrn Olsen“ gerichtet war, kann ich da bezüglich „Umrüstung der Mattscheibe gegen ein Exemplar mit Mikroprismenring und Schnittbildindikator (=“Schnibi“)“ mitreden.

    Die Mattscheiben gibt es oft auf Ebay.. günstige „China-Mattscheiben“ (müssen nicht schlecht sein, am besten in entsprechenden Kamera-Foren mal suchen oder fragen) oder die guten von „Katzeye“.. aber die nehmen halt auch etwas mehr Geld für.

    Ob der Einbau fummelig ist, hängt immer von der Kamera ab. Bei den Pentaxen ist das bei den größeren Modellen relativ leicht. Man legt die Kamera auf den Rücken, Objektiv natürlich ab und entriegelt dann das Halträhmchen welches dann im 45 Grad Winkel abklappt. Hier kann man dann die Mattscheibe an einer dafür vorgesehen Nase mit einer gepolsterten Pinzette fassen (Gängige Pinzette mit etwas Iso-Band oder so an den spitzen polstern oder gleich eine Plastik-Pinzette nehmen, die es für solche Arbeiten auch gibt) und entnimmt dann vorsichtig die originale Mattscheibe und verstaut sie (in der Regel kommen die neuen Mattscheiben in einem entsprechenden Behältnis).

    Dann einfach die neue Mattscheibe auf dieselbe Weise fassen und einlegen…. kann etwas fummelig sein dass sie ordentlich im Rahmen liegt, natürlich dabei vorsichtig sein nix zu verkratzen. Auch auf die Einbaurichtung achten (nur eine Seite ist matt).

    Einmal mit geeigneten Gerät abblasen (wegen dem unvermeidlichen Staub und Härchen), dann hochklappen und verriegeln.. noch mal abblasen, wenn man will.

    Kontrollieren (!) ob auch das Halträhmchen richtig verriegelt ist.. ansonsten klappt das Ding mitten beim Fotografieren runter und kollidiert mit dem Schwingspiegel! Das gibt Kleinholz! Man merkt aber auch, dass der Halterahmen wieder runtergeklappt ist wenn man durch den Sucher blickt und hier ein ganz komisches, irgendwie halb-geteiltes Sucherbild sieht.. dann hängt nämlich drinnen die Mattscheibe schon wieder auf Halbmast..

    Also besser alles ohne Batterie machen und die erst wieder einsetzen wenn alles ordentlich sitzt.. um ganz sicher zu gehen.

    Soweit zum Umbau. Je nach Kameramodell kann das so ablaufen, wird aber mit Sicherheit je nach Hersteller abweichen.. ob Canon/Nikon/Sony/Sigma/Olympus und wer weiß noch was auch diese praktischen „Abklapp-Halterähmchen“ haben weiß ich z.B. nicht. Wieder: Die einschlägigen Foren sind dein Freund.

    Die sagen einem auch, ob man das überhaupt bei der jeweiligen Kamera machen kann.. es wäre nicht das erstemal, dass es vom Hersteller selber heißt „geht nicht“ und es trotzdem geht… :)

    Ich weise aber nochmals auf die potentiellen Probleme hin: Andere Mattscheiben als die originale können die Belichtung eventuell verfälschen und ob die wirklich präzise sind, steht auf einem anderen Blatt.. ein Hauch andere Dicke als die Originalen und stimmt trotz Mikroprismenring und Co. die Schärfe trotzdem nicht.. wenn überhaupt „ab Werk“ überhaupt der Mattscheibenhalter je richtig präzise eingebaut war.

    Ich weiß zumindest von einigen Katzeye – Mattscheiben Nutzern, dass die ihre Kameras in die USA (!) geschickt haben, um dann die Katzeye Mattscheiben bei Katzeye selber mit Original Ersatzteilen der Kamerahersteller (Mattscheiben Abstandshaltern, „Shims“ auch genannt) die Mattscheibe auf die korrekte Position zu bringen.

    Manche Spezis besorgen sich selber einen Satz Shims auf Halde und probieren so lange mit rum, bis ihnen die Schärfe passt (..eine Beschäftigung wohl für lange Winterabende.. hatten wir ja viele… Mattscheibe raus, anderer Shim rein, Mattscheibe rein, Probefotos… Mattscheibe raus, Shim raus, anderer Shim rein.. Probefotos)

    Ganz Abenteuerlustige sollen in ihrer Verzweiflung wegen nicht beschaffbarer Shims sogar schon die Mattscheiben entweder an den Kanten abgeschliffen oder mit Klebestreifen aufgepolstert haben, bis die Schärfe stimmte…. letzteres ist aber zumindest bedenklich, denn ob sich nicht mal was vom Klebestreifen löst und dann in den Verschluß oder anderswo fällt… hmmmmm…

  20. Ich bin schon länger auf der Suche nach einem 5-6″ Display, das man in den Blitzschuh stecken kann. Notfalls würd’s auch eine App machen, die über z.B. Bluetooth das Livebild am IPhone darstellt.

  21. Bezüglich Tip von z9rn & Stefan, ja das geht, aber erst ab D200 ( 300/700/3) aufwärts.
    Zu finden im Menü unter f1 „mitteltaste“ dort mittlere Vergrößerung wählen, das entspricht 100%. ;-)

  22. ..ach ja übrigens:

    @an die Meckerer: Da steht auch „Einsteiger Tipp:“ bei Martins Beitrag vorne dran.. oder stand das heute morgen noch nicht? Da kann man jedenfalls sowas locker mal bringen, ich kenne genug die heute noch auf digital umsteigen oder einsteigen und auf diese simple Idee noch nicht gekommen sind.

    Locker bleiben!

  23. @Martin: Schau mal bei unter Kommentar 10. nach.. ;)

    Da hab ich heute schon mal geschrieben… :)

    Ja, ich HATTE eine drin.. momentan wieder die originale. Da wohl der Halter aber präzsisionsmässig nicht so ganz passt (hat Backfocus) und erst wieder justiert werden müsste, steh ich so vor dem Dilemma ob ich jetzt passend justiere auf die Mattscheibe mit Schnibi oder auf die originale ohne.. ich befürchte, bei mir schlägt nämlich das beschriebene Problem zu und Original-Mattscheibe und Schnibi-Mattscheibe sind nicht gleich dick. Und da ich den Eindruck hatte, dass die Belichtung dann auch etwas verwirrt war (gerade im Spot-Modus und auch beim Blitzen, hatte ich den Eindruck) habe ich es erst mal wieder gelassen.

    Muss mal sehen, ob ich die mit Schnibi noch mal einbaue oder eine andere bestelle… das Wechseln geht mit Übung innerhalb einer Minute oder so.

    Ist auch nicht wirklich schwierig, erfordert aber halt Sorgfalt.

    Meine Kamera ist strenggenommen übrigens eine Samsung (GX10), doch das ist nix anderes als eine Pentax K10D in einem leicht anderen Gehäuse und leicht anderer Firmware und wurde wohl auch komplett bei Pentax prodziert… alles für die Pentax gesagten Sachen gilt also auch für die GX Reihe von Samsung, zumindest für die zweistelligen (GX10, GX20).

    Ich besitze also gewissermaßen einen „Exoten“ ;)

  24. @z9rn wegen der 100%-Ansicht: Hab ich mir auch mal einprogrammiert, aber wenn man mit sehr offener Blende fotografiert und dann direkt in die 100 % Ansicht wechselt kann man mitunter aber ganz schön lange scrollen bis man am Schärfepunkt ist… :P

  25. Mit der Schärfe hab ich mit der D90 eigentlich keine Probleme.
    Was mich nervt ist, daß die Bilder so schön richtig-hell auf dem Display erscheinen, aber dann so schön falsch-hell am PC erscheinen. Sprich, zu dunkel sind. Und es ist auch nicht mein Monitor, denn der im Internet-Café zeigts ganz genau so an. Warum sind sie auf dem LCD anders als am PC??? *grummel*

  26. @ gruftigirl
    Mach im Freien ein Foto, übertrage es auf den Rechner, dann rufst du das Foto im Bildbearbeitungsprogramm auf und auf dem Kamera LCD ( sorge für eine ähnliche Raumbeleuchtung wie sie an einem hellen Tag ohne direkte Sonneneinstrahlung draussen herrscht)nun solltest du die Displayhelligkeit so ändern das sie deinem Bild am PC entspricht. ( meist 1 Stufe dunkler);-)

  27. Da das LCD an meiner 40D ausschließlich das Bild ohne reinzoomen scharf darstellt und beim zoomen nur die von der Kamera gerenderte Suppe als Brei sichtbar wird, kann ich nur davon abraten das Display zur Schärfekontrolle zu verwenden. An einer D300 sieht das schon ganz anders aus. Hängt sehr stark davon ab was die Kamera da auf dem Display eigentlich anzeigt..wäre schon fast ein Grund auf eine andere Kamera umzusteigen.

  28. ich muss mich ein paar meiner vorredner anschließen. der beitrag heute vermisst irgendwie die übliche qualität. vielleicht kommt es mir auch nur so vor, weil ich die schärfe auf diese art und weise überprüfe, seitdem ich meine kamera habe. der tipp scheint mir für einsteiger zu sein, die die funktionen ihrer kamera noch nicht einmal kennen, aber ich glaube, dass solche sich noch nicht auf photoblogs rumtreiben. die sind ja ausreichend mit ihrer kamera beschäftigt. aber die guten kommentare einiger leser hier haben den heutigen artikel gerettet ;)

    • @lodger: Joa. Das kann man so sehen. Dieser Artikel setzt wo ganz anders an, als beispielsweise der Post von gestern. Aber ich kenne viele Leute, die das Überprüfen der Schärfe am LCD gar nicht kennen/machen (ich hab das übrigens auch lange Zeit nicht gemacht). Ich finds gut, dass dass das für Dich selbstverständlich ist. Doch das ist es für viele andere nicht. Und wir dürfen die Kommentatoren nicht mit den tatsächlichen Lesern verwechseln – gerade Einsteiger kommentieren weniger, weil sie Einsteiger sind und erst noch lernen wollen. Und genau an die richtet sich mein Artikel von heute ;) – weißt, wie ich’s meine?

  29. Der Displaytrick ist nicht neu, aber für Anfänger welche dies nicht wissen hilfreich.
    Bei Nikon gibt es auch noch ein schönes Gimmick: hat man einmal reingezoomt und möchte das nächste Bild in der selben Zoomstufe beurteilen: einfach das Stellrad für die Belichtungszeit (rechts oben) drehen, dann springt die Kamera zum nächsten Bild. Ich wusste dies nicht bis ich es bei Zack Arias sah. ;-)

    Am besten ist es sich keine Gedanken über die Schärfe zu machen, sondern seine Objektive auf Qualität zu selektieren. Wenn die Linse nämlich schon bei Offenblende scharfzeichnet, kann man sich beruhigt auf die Komposition konzentrieren. So mache ich das zumindest und fahre damit super.

  30. Oh man, hier schreibt der Martin jeden Tag einen Artikel von meist sehr hoher Qualität und dann ist mal EIN echter Anfängertipp dabei. Da muss man schon gleich flamen als Könner, oder? Ich bin sicher, dass in den nächsten Tagen wieder was für die Profis dabei ist.

    An so kleinen Kameratricks, die nicht gleich aus dem Handbuch ersichtlich sind wäre ich aber auch mal interessiert (@hAnnes: den kannte ich noch nicht).

    Gruß udn easy,

    Martin

  31. Mach ich oft. Und stelle dabei viel zu oft fest, dass die Bilder komplett unscharf sind. Nicht so unschwarf, dass man vll glauben könnte, dass das Display bisschen schummelt, sondern WIRKLICH krass unscharf. Manno ._.
    Aber was soll man den machen wenn man im halbdunkeln sich bewegene Objekte scharf kriegen will?
    Da nützt ja selbst ein Stativ nichts. Entweder wirds zu dunkel oder das Objekt wischt.

    Der Point.

  32. Ich muss mich da lostriver anschließen und würde die Frage noch einmal verschärfen.
    Nicht nur was ist daran neu sondern was ist daran eine Erkenntnis. So etwas sollte einem doch von alleine klar werden wenn man eine Kamera benutzt die es einem erlaubt in das Bild hinein zu zoomen. Wo für sollte diese Funktion sonst gut sein?

  33. @hAnnes:
    „Die Linsen auf Qualität selektieren“ in Bezug auf Schärfe nützt dir aber nur was, wenn du davon implizit ausgehst, dass der AF richtig getroffen hat oder bei der manuellen Scharfeinstellung richtig eingestellt wurde.

    Gerade darum geht es ja, bei beiden kann man sich nicht wirklich sicher sein, der AF liegt gerne mal daneben, erwischt Kontrastkanten die leicht neben dem liegen, was man eigentlich anvisieren wollte…. Gerade bei Closeoup-Portraits bei Offenblende oder Fast-Offenblende dürfte das jeder schon mal erlebt haben, das alles mögliche scharf war, aber nicht das entscheidende.. weil der Autofokus einen Hauch daneben lag…

    Und dafür ist da der Tipp ja eben da.. den Leuten erklären, dass man mit dem Display zumindest versuchen kann, dass zu kontrollieren (je nach Güte des Displays und Abhängig von den Eigenheiten der Bildaufbereitung der Kamera für das Display..)

    Und das wissen, wie Martin sagt, genug Leute nicht, auch wenn das für viele Leute unfassbar ist. Mein Vater ist z.B. erst neulich auf eine digitale SLR umgestiegen.. glaubt ihr, solche Leute wissen auf Anhieb immer diese für uns so „offensichtlichen“ Tricks?

    @gruftigirl:
    Du müsstest erstmal einen Monitor haben, von dem du weißt, dass du überhaupt halbwegs Helligkeit und Gamma richtig eingestellt hast… Wenn du nicht gleich mit Kalibrationsequipment anrückst (Sypder, Huey und Co.) dann wenigstens mal für die Grobeinstellung auf eine entsprechende Seite gehen, z.B.
    http://www.lagom.nl/lcd-test/

    Das ist natürlich dann KEINE Kalibrierung, aber zumindest die Helligkeit und das Gamma bekommt man grob hin, zumindest besser als so total verstellt wie die Monitore für den Office Gebrauch in der Regel sind. Auf einen Monitor in einem Internet-Café, wie von dir beschrieben, würde ich mich schon gar nicht verlassen..

    Danach kannst du ins Auge fassen, dein Display an der Kamera so ähnlich einzustellen.. wenn möglich. Bedenke aber, dass das manchmal nur schwer möglich ist, die Dinger sind auch dafür gedacht, dass man auch im hellen noch halbwegs was erkennt, also oft auf mehr Helligkeit und Brillianz konstruiert als das Bild in „Wirklichkeit“ auf einem kalibrierten Monitor hätte…. würden sie das so flau anzeigen, wie das oft in Wirklichkeit ist, würdest du im Sonnenschein an der Kamera nix erkennen, könntest Schärfe nicht kontrollieren und würdest dich beschweren… so schließt sich der Kreis. ;)

  34. die erwähnte Belegung der Mitteltaste bei Nikon-Kameras im Wiedergabemodus kenne und nutze ich auch, aber nicht für die Vergrößerung, sondern für die schnelle Ein- / und Ausblendung des Histogramms, wo man sich ja sonst nur mühsam durch die Anzeigemodi klicken muss um dann mit vielen Klicks wiedr bei der Normal- (bzw bevorzugt Lichter-anzeigen-Ansicht) anzukommen.
    Ich finde, das schnelle Histogramm durch die Mitteltaste hat einen weitaus größeren Nutzen als sich das zwei-dreimalige Klicken auf die +-Taste zu ersparen.

  35. @Florian: Bei den Nikons ab D200 führt der Klick auf den Mittelbutton genau an die Stelle, an der der Fokuspunkt liegt. Daher muss man in der Regel eben nicht ewig scrollen.

    Diese one-click-zoom-to-the-right-point ist aus meiner Sicht eines der schlagenden Alleinstellungsmerkmale von Nikon in der Praxis. Keine Ahnung, warum Canon das so nicht implementiert. Ich würd nicht drauf verzichten wollen.

  36. Kann auch nur beipflichten!
    Man kann so vieles am Rechner korrigieren, aber Schärfe eben nicht (oder nur sehr gering).
    Wenn man auf nummer sicher gehen will, lieber mal etwas mehr Blidausschnitt nehmen um später ausrichten und cropen zu können, aber die Schärfe ist das A&O.

  37. @gwegner.de (#57): Ich hab ‚leider nur‘ die D80, kann es also nicht selbst testen. Stimmt das wirklich, dass zum fokussierten Bild-Punkt gescrollt wird oder nur zum gewählten Fokus-Messfeld-Punkt, der bei mir in der Regel im Einzel-Fokus-Feld eigentlich immer der mittlere ist? In der Regel speichere ich vor dem Auslösen den mittleren Fokus und lege dann den Bildauschnitt neu fest. Somit liegt die Schärfeebene bei mir nie in der Mitte. Ich gehe jetzt schwer davon aus, dass der Klick zum Überprüfen zum Messfeld-Punkt der Mattscheibe springt, die Schärfe liegt dann aber doch woanders.

  38. @gwegner:

    Ah ok, das wusste ich nicht, ich fotografiere fast immer mit manuellem Fokussieren, weil mein Lieblingsobjektiv schlichtweg keinen autofokus hat. Mit deiner Erklärung wird das aber in der tat plausibel. dafür hab ch die Taste auch mit dem schnellen Histogramm belebt, finde ich ebenso praktisch. :)

  39. Total unscharf der Artikel ;)

    Ne, mal Spaß bei Seite. Auch für mich war das jetzt nichts neues aber ich finde es gut wenn Martin immer wieder auch Einsteiger Tipps gibt, die Anzahl der positiven Rückmeldungen gibt ihm mehr als recht.

    Ich möchte nur mal kurz darauf hinweisen das der Artikel als „Einsteiger Tipp“ getaggt ist und der Untertitel von Martin’s blog „Digital Fotografie lernen“ ist, gelle ;)

    Wem solche Einsteiger Artikel zu schnöde sind oder wer sich zu fein / professionell dafür fühlt der braucht so einen Artikel ja auch nicht zu Ende zu lesen.

  40. irgendwie scheint sich hier in letzter Zeit die Unsitte einzuschleichen, dass manche Leser meinen, ständig mit ihren „für mich nix neues, zu einfach, bin eh der Held“- Kommentare die Arbeit anderer (und nix anderes ist das Schreiben eines Artikels) zu diskeditieren (auch wenn es oft höflicher ausgedrückt ist, aber irgendwie den beschrieben Beigeschmack hat).
    Wenn es gar nix neues gibt, dann freut euch doch, wie toll ihr seit. Ich für meinen Teil finde zumindest ganz oft eine klitzekleine Sache, die mir so nicht bekannt war – und ansonsten freu ich mich eben ;)

  41. Ich glaube Kameradisplays verleiten doch arg sich zu sehr auf Zufall zu verlassen. Zu Analogzeiten konnte man ja nicht einfach zwischendurch überprüfen ob die Fotos was geworden sind. Ich finde es sehr unprofessionell, wenn ein Fotograf bei jedem 2. Bild die Nase vom Sucher wegnimmt und kontrolliert ob es denn was geworden ist. Das Phänomen ist gar nicht mal so selten zu erleben wie mir aufgefallen ist. Ich habe zwar eine Horst II von Canon die wirklich ein sehr gutes Display hat, aber die Kontrolle der Schärfe bis ins Detail, da verlass ich mich dann doch lieber auf meinen Grafikmonitor.
    Wobei ich dir aber wieder absolut recht geben muss, man sollte seine Ausrüstung kennen, also auch das Schärfevermögen seiner Objektive bei bestimmten Blenden/Offenblende. In dem Zusammenhang würde ich auch gerade was Studiofotografie anbelangt noch erwähnen, dass gerade das Display hier sehr schnell zu einem fiesen Freund werden kann. Da wir es doch oft in der Helligkeit sehr hochregeln, wegen starken Sonnenlicht im Freien und man sich dann wundert, warum die Fotos im Studio meist unterbelichtet ausschauen, obwohl sie auf dem Display doch viel „heller“ erscheinten. Da kommt dann halt auch noch das Histogram, ins Spiel. Aber es ging hier ja nicht um die generelle Bildbeurteilung, sondern um die reine Schärfebeurteilung über das Kameradisplay.

  42. hallo also nach meiner erfahrung kann man dem display nicht trauen. Wer hatte es nicht, dass da die fotos so schön scharf waren und am pc war die freude dann schnell verflogen.
    Ich glaube da hilft nur übung übung übung beim fotografieren

    und meistens macht man von einem objekt ja sowieso mehrere fotos

  43. Displays lügen. IMMER.

    Ich verlasse mich gar nicht auf das Display. Wenn ich fotografieren gehe, vertraue ich auf mein Auge, die Abblendtaste und.. naja. Ich kenn meine Ausrüstung ja auch.. :D

  44. Blogartikel dazu: 35 Tipps für richtig scharfe Fotos