kwerfeldein
19. Februar 2010 Lesezeit: ~3 Minuten

Fotografieren in Schwarzweiss oder Farbe?

Wenn wir uns überlegen, wie lange es die Fotografie schon gibt, dann ist das Fotografieren mit Farbe (für jedermann) eigentlich noch sehr jung. Zwar wurde das erste Farbfoto 1861 gezeigt und Farbe schon in den 30ern des 20. Jahrhunderts in vielen Genres eingesetzt, doch ein künstlerisches Ansehen genoss die Farbfotografie erst in den späten 70er Jahren.

Einige Fotografen taten sich zeitweilig schwer, der Farbfotografie ihre Berechtigung zuzugestehen, da sie Jahrzehnte lang gewohnt waren, in Schwarzweiss zu fotografieren und empfanden das als echt.

Robert Frank sagte: „Schwarz und weiß sind die Farben der Fotografie“. Walker Evans meinte: „Farbe tendiert dazu, die Fotografie zu korrumpieren, und absolute Farbe korrumpiert absolut“.

Es dauerte eine ganze Weile, bis die Farbfotografie sich vollständig etabliert hatte und als gleichwertig mit der traditionellen Schwarzweissfotografie angesehen wurde.

Soweit zur Geschichte der Farbfotografie. Wir Kinder der digitalen Bohème haben heute die freie Wahl, so zu fotografieren, wie wir wollen. Einzige Ausnahme bleibt da die klare Vorgabe für einen Berufsfotografen seitens des Auftraggebers.

Wer dagegen aus reiner Lust am Bild fotografiert, kann dank RAW-Format ganz bequem im Nachhinein festlegen, ob das Bild in Schwarzweiss oder Farbe ausgegeben wird.

Und doch haben einige unter uns klare Präferenzen. Nicht selten treffe ich im Netz auf Fotografen, die quasi nicht-verhandelbar und konsequent auf Schwarzweiss pochen, andere dagegen treffsicher quotieren, dass ihnen Schwarzweiss „nicht in die Tüte“ kommt.

Doch (ich schätze) mal die Mehrheit zuckt da eher mit den Schultern: „Kommt drauf an, manchmal passt Farbe, manchmal Schwarzweiss. Ich lege mich da nicht fest.“.

Ich tendiere da zu Letzterem – müsste ich mich aber entscheiden, wäre Schwarzweiss klarer Favorit.

Und um genau diese Differenz unter uns Fotografierenden geht heute mal diese Umfrage, die ich nicht ausschließlich Kommentar, sondern per Klick auswerten möchte.

Wie fotografierst Du am liebsten?

Ergebnis ansehen

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Edit: Sepia zählt hier zu Schwarzweiss. Ausserdem ist die Frage oben auf das Endergebnis bezogen, welches wir veröffentlichen oder drucken lassen.

Wer hier nicht nur ein kleines Häckchen setzen möchte, ist eingeladen, etwas weiter auszuholen und seine Stimme mit ein paar Worten auszuführen. Ihr braucht da nicht zu sparen und ich freue mich auf eine nette Diskussion mit Euch.

Ich schätze jetzt mal das Ergebnis, welches hier am Montag stehen wird:

10% Schwarzweiss
40% Farbe
50% Kommt drauf an.

Die Umfrage beginnt in genau … jetzt.

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84 Kommentare

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  1. Es ist an sich nicht schlimm, wenn man für sich entscheidet, dass eine oder andere vorzuziehen. Aber ich finde ich fragwürdig, pauschal das „andere“ auszuschliessen. Wer ab und an einen Blick über den Tellerrand wirft hat einfach mehr vom Leben – und von der Fotografie. Egal ob beruflich oder privat.

  2. Hallo Martin,

    würde mich wundern, wenn du mit deinem Tipp recht hast.
    Ich denke die Umfrage geht wie folgt aus:

    70% unentschieden
    20% Schwarzweiß
    10% Farbe

    Die meisten werden es sicherlich vom Motiv abhängig machen. Da sind wir uns einig. Ich denke aber unter den Entschiedenen überwiegt der Anteil der Schwarzweißfotografen.

  3. Meistens fotografiere ich in Farbe. Irgendwie ziehen Bilder in Farbe mehr meinen Blick auf sich. Das heißt nicht, dass ich Bilder in Schwarzweiß oder Sepa nicht mag, meine Vorliebe gehört einfach der Farbfotografie. Ich habe beispielsweise schon bemerkt, dass ich die einzelnen schwarzweiß Bilder (wenn ich eine Serie betrachte) im Einzelnen gar nicht mehr so genau anschaue, weil sich (vermutlich) mein Auge „langweilt“.

  4. Da meine fotografischen Skills noch nicht so ausgereift sind, bevorzuge ich noch SW, ich finde es einfacher, da die Ebene der Farbe wegfällt und man sich auf Kontraste, Formen und Komposition konzentrieren kann. Für mich im Moment der bessere Weg zu Fotos, die mir gefallen.

    Allerdings sehe ich immer öfter wirklich gute Farbbilder, die mich schon sehr reizen, doch mal nen anderen Film einzulegen.

    Ach ja: Alles analog, zur Erklärung.

  5. als reiner hobbyfotograf kommt es mir manchmal unter, dass meine motive auch in s/w wirken. da ich aber kaum mit einem festen konzept losziehe, kommt der switch auf s/w meist später in lr. manche bilder wirken meiner meinung nach in s/w viel besser. aber viele fotografen arbeiten gerade bei intensiver nutzung von lr, ps & co. mit dem farbenspiel. vielleicht machst du mal eine bildvorstellung in s/w und das selbe motiv in farbe.
    mein voting also für 50/50
    anders gedacht: bei der fülle an möglichkeiten: warum nur auf das eine oder andere setzen…

  6. S/W oder Farbe hat meiner Ansicht nach nichts mit einem Prinzip, sondern Gestaltungsausdruck zu tun. Folgende Frage stellten sich dabei eher.

    Was fotografiere* ich S/W**?
    Warum fotografiere ich S/W?

    * kann mit entwickeln, prozessieren ersetzt werden
    ** mit Farbe

  7. Schwarzweiß ist für mich Farbe genug… zumindest in der Portraitfotografie. Bei Naturfotografien von Blumen und Makrozeug tendiere ich eher zu Farbe. Aber ich sehe auch immer wieder Makro-Schwarzweißfotografien, die richtig genial sind =)

  8. Ich finde auch, dass es auf das Motiv ankommt. Trotzdem würde ich sagen, dass Schwarz-Weiß-Bilder schwerer zu fotografieren sind. Denn hier kann man eben nicht mit Farben arbeiten, sondern nur mit Licht und Schatten. Und mit diesen „geringen“ Möglichkeiten ein tolles Bild zu schiessen, das eine Aussage und die gewünschte Stimmung hat… das ist für mich Kunst!
    Daher schiesse ich meine Bilder auch im RAW-Format und entscheide mich dann doch meistens für die unbunte Variante. Schwarz-Weiß sieht einfach viel edler aus.

    • @Flüge: Du, ich glaube es wäre sinnvoll, wenn Du einen anderen (Deinen richtigen?) Namen ins Kommentarfeld einträgst. Du landest hier sonst immer im Spamordner der Kommentare – was aber zu Deinen Kommentaren nicht passt, da Du meist sinnvoll schreibst.

  9. Achja: Gehört Sepia eigentlich zu Farbe oder zählt das extra? :)
    Weiß gerade keine eindeutige Antwort darauf, da viele dazu neigen, das alleinstehend zu sehen. Wurde auch schon mal gefragt „Fotografierst du in Sepia oder Schwarzweiß?“ – „ähmm…“

    Abgesehen von all dem… wäre ich froh, wenn Sepia einfach zu Farbe gehört und da auch bleibt… nutzloses Ding ;)

  10. Ich stimme dir da vollkommen zu.
    In erster Linie gucke ich erst mal, was besser passt. Müsste ich mich jedoch entscheiden, würde ich schwarzweiß bevorzugen.
    Manchmal macht diese „Farblosigkeit“ aus einem langweiligen Foto plötzlich etwas interessantes, spannendes.

  11. kommt halt echt immer drauf an, was man fotografiert

    When you photograph people in colour you photograph their clothes. But when you photograph people in B&W, you photograph their souls! ~Ted Grant

    wobei ich das zitat auch nicht 100%ig unterschreiben würde, aber es gefällt mir trotzdem

  12. Ich selber habe die Schwarz/Weiss Photographie, oder besser Bearbeitung, während des letzten Jahres für mich entdeckt und bevorzuge es in immer mehr Situationen. Es ist aber wie ich finde nicht immer, und für jedes Motiv/Foto geeignet. Während einige Fotos geradezu danach schreien in ein Schwarz/Weiss verwandelt zu werden, geht es bei einigen aber auch nicht.
    Deshalb würde ich im Poll lieber mit Klar Schwarzweiss, aber auch in Farbe wo Farbe einfach besser ist abstimmen.

  13. Interessantes Thema. Ich finde S/W hat leider für mich so einen „Kunstschalter“-Effekt. Jedes noch so dröge Farbbild sieht in S/W gleich „interessant“ aus. Sehr oft wird dieser Effekt heutzutage als Mittel zum Zweck genutzt (genauso wie offene Blende in letzter Zeit geradezu inflationär daher kommt).

    Ich persönlich nehme mich da nicht aus – oft stelle ich in Lightroom auf S/W und denke „Wow!“ – was mir in der Farbversion vielleicht fehlte. Insbesondere Portraits lassen sich mit S/W sehr leicht in kleine Möchtegernkunstwerken umwandeln – und das, obwohl das eigentliche Bild meist gar nicht so besonders ist.

    Vielleicht bin ich bei sowas zu rigide, aber ich finde gute Farb-Fotografie weit herausfordernder. Es ist halt ein zusätzlicher Reiz, die Farbe als Gestaltungsmittel richtig einzusetzen.

  14. Ich hab meinen Haken auch bei „Kommt drauf an …“ gesetzt. Ich probiere es meistens aus, was besser aussieht, was manchmal gar nicht leicht fällt. Einen zusätzlichen Punkt möchte ich noch hinzufügen weshalb oft S/W den Vorzug erhält. Das ist die Körnung bzw. das Rauschen. Mich persönlich stört oft das Rauschen in Farbbildern, welches mir im Gegensatz dazu in S/W Bildern (ähnlich der Körnung im analogen) teilweise wieder richtig gut gefällt. Deshalb werden die Bilder mit bei schwierigem Licht und hohen ISO oft von mir in S/W umgesetzt.
    Unabhängig von diesem Artikel will ich am Montag mal wieder die analoge SLR mit zu einem Konzert nehmen und einen Ilford Delta 3200 ausprobieren. Ich bin gespannt und in diesem Fall „Ganz klar. Schwarzweiss.“ ;-)

  15. Ich hätte am liebsten noch zwei Zwischenwerte gehabt: „tendenziell S/W“ und „tendenziell Farbe“. Wobei ich mich selbst da nicht eindeutig entscheiden hätte können.

    Wenn ich mir meinen Flickr-Stream und auch meine LR-Bibliothek so anschaue, sind die meisten Bilder dort (noch) in Farbe. Wenn ich Bilder anderer Fotografen betrachte, faszinieren mich jedoch am meisten die S/W-Bilder.

    Ich denke, dass ich in Zukunft mehr S/W fotografieren werde, gerade auch analog. Insgesamt wird es sich aber eher die Waage halten.

    Mein Ziel ist es, durch die Wahl zwischen S/W und Farbe, meine „künstlerische“ Fotografie stärker von der „Reportagefotografie“ abzugrenzen. Ob ich das schaffe, und ob es praktikabel ist, wird sich noch zeigen.

  16. ich schließe mich da voll dominic an. beim fotografieren selbst farbe und dann nachher überlegen / ausprobieren, ob das ein oder andere bild nicht in s/w besser wirkt.
    manchmal denke ich allerdings bereits bei der bildkomposition „das könnte ein richtig schönes s/w bild werden“ ich ändere aber nicht ständig die kamera-settings, sondern mache das, wenn überhaupt, in raw anschließend in lr.

  17. Tolle Umfrage, schätze auch dass es mit 80-10-10 ausgeht. Bei mir kommt es ebenfalls auf die Situation an. ABER: ALLE (!) Fotos mache ich ausschliesslich in Farbe, auch wenn es ein SW Bild am Schluss werden soll …..

  18. Wenn ich mit Film arbeite kommt nur Schwarz-Weiß in Frage. Farbe entwickeln ist mir zu aufwändig, und SW-Film ist einfach dermaßen schön, wenn er gut entwickelt wurde, was Kontraste und Tonwerte angeht.

    Digital sieht die Sache etwas anders aus: Ich verwende sie privat kaum, und wenn ich zu ihr greife, dann meist bei Familienfesten, etc. Da würden die meisten keine Schwarz-Weiß-Fotos sehen wollen, sind ja „nur“ Schnappschüsse. Zwar nicht meine Meinung, aber man beugt sich halt hin und wieder dem Druck des Publikums.

    Die Methodik „Ja, jetzt mach ma mal das Bild in Farbe, und vielleicht mach mas nachher schwarz-weiß, so als Effekt“ liegt mir nicht, finde ich auch falsch. Farbe ist eine zusätzliche Information, und ein Foto das in Farbe gut aussieht, sieht in schwarz-weiß noch lange nicht gut aus. Man muss bei SW einfach auf andere Dinge achten, weshalb ein mit Farbe im Kopf aufgenommenes Foto halt mehr oder weniger durch Zufall zu einem passablen oder guten SW-Foto wird.

    Gerade für Anfänge finde ich SW oft besser geeignet, als Farbe. Wieso? Stärker Fokus auf Bildkomposition, Linienführung, Lich(-qualität/ausleuchtung), Kontraste, Wegnahme einer zusätzlichen Komplexitätsebene, Konzentration auf wesentliche Bildbestandteile.

    Farbe in der Fotografie sehe ich jetzt durchaus positiv, nur sollte man sie bewusst und bedacht einsetzen. Man kann, wenn man einige Zeit nur mit SW experimentiert und Arbeitet glaube ich seine fotografischen (also, handwerkliche und künstlerischen) Fertigkeiten sehr wohl verbessern. (Analog dazu der Verzicht auf das Zoomobjektiv und der Griff zu Fixbrennweite für Anfänger).

    Prognose für die Umfrage: 60-15-25

    • @Bobschi: Sehr gute, anregende Gedanken- werde mich evtl. mal in einem weiteren Artikel drauf beziehen. Kann Dir in vielen Gedanken folgen – und gerade was Dein Tipp für die Anfänge betrifft: Durchaus interessant.

  19. @Martin: Du wirst eventuell sogar welche finden, auch in Farbe. Bei Konzertfotografie ist Farbe allerdings nicht immer gerade das schwerste Element, das zu kontrollieren ist. Ausnahme quasi :)

    Aber abseits davon – sw. Noch.

  20. Hallo Martin,
    ich denke, die Umfrage geht 10 – 10 – 80 aus. Ich denke, ein Fotograf der sich von vornherein auf „nur schwarzweiß“ oder „nur Farbe“ festlegt, hat einen eingeschränkten Horizont.

    Mag sein, dass Farbe zuerst nicht recht gelingt, wenn man nur schwarzweiß gewohnt ist (oder auch umgekehrt), aber ich finde, man sollte als „solide Grundlage“ eben beides können, damit man die Wahl hat und sich „das Beste aus beiden Welten“ heraussuchen kann.

  21. Warum sollte man sich ausschließlich für das eine oder das andere entscheiden. Das erinnert mich daran, dass man auch nur entweder Die Ärzte oder Die Toten Hosen hören darf. Alles Quatsch. Warum sollte ich mich künstlich beschränken, wenn ich doch da wählen kann, was mir für den Moment den ich abbilden (bei Film) oder darstellen (digital, da kann ich hinterher immer noch entscheiden) will am besten passt. Daher auch mein Voting „Kommt drauf an. Ich lege mich da nicht fest.“

    Sven

  22. So, wie die Klickmöglichkeiten bei der Umfrage sind, musste ich mich für „Kommt drauf an.“ entscheiden. Ich will mich nicht fest einem Lager zuordnen, da ich mir dann zu viele kreative Möglichkeiten nehmen würde. Aber dennoch finde ich s/w-Photos häufig ansprechender (auch wenn meine Photos dies nicht annehmen lassen).

  23. @Daniel: Interessantes Statement, denn ich denke da genauso.. wie bei der offenen Blende ist es mit der S/W Konvertierung so eine Sache, sie wird oft inflationär gebraucht. Dieser „S/W = Kunst“ Schalter im Hirn ist da doch irgendwie manchmal verankert……

  24. Ein sehr interessanter Artikel! Ich fotografiere zwar grundsätzlich in RAW und Farbe, entscheide mich aber gerne in der Nachbearbeitung noch für ein Graustufenbild. Für mich kommt es darauf an, ob die Farbe oder die Form des Motivs wichtiger für die Stimmung ist. OK, zugegeben, manchmal finde ich auch, dass ein Schwarzweiß-Bild verdammt gut aussieht, ohne genau zu wissen warum. Sie haben einfach ihren ganz eigenen Charme.

    Farbe finde ich aber dann störend, wenn sie vom Wesentlichen ablenkt: Ein quietschbuntes Foto kann jeder machen – die Farbe als Stilelement bewusst einsetzen und eine Stimmung damit erzeugen ist die Kunst.

  25. Es kommt auf das Motiv an, auf das, was ich eben sehe, empfinde und anderen mitteilen möchte! Wenn mir etwas eintönig erscheint, warum soll ich es dann bunt haben wollen? Wenn mir etwas bunt sehe, warum soll ich es dann seiner Aussage berauben, indem ich die Farbe weglasse? Wir entscheiden mit einem Foto, wie andere einen Moment wahrnehmen sollen/können. Wir wählen zwischen Brennweiten, Formaten … und eben auch die Farbigkeit, es ist nur Teil des Aspekte, mit denen wir bestimmen wie ein Moment wirkt.

    Sich einzuschränken, indem ich mich auf eine der beiden Varianten festlege hat sicherlich auch seinen Reiz, aber es würde mich vieler schöner Bilder berauben, denn nicht alles wirkt in s/w und nicht alles wirkt bunt.

  26. Ich persönlich fotografiere zu 99% in Farbe.
    Und von den 99% der Farbbilder sind min. 80% leicht bis stark entsättigt. Ich finde das bring des Bildern einen „das ist zu schön um wahr zu sein und ich hab angst es zu zerbrechen“ look.

    Ich kenne mit meinen 17 Jahren nicht die Zeit wo es nur s/w gab und kann mir vorstellen, dass es für jemanden der nur dies kennt, nicht umbedingt farbe die schönste Art ist zu fotografieren. Und das ist OK jedes Alter bringt verschiedene Favorieten in einen großen Pool und des gibt auch entsprechend großes Publikum die eben auch auf verschiedene sachen stehen.
    Und es ist auch klar das ein paar junge leute es toll finden in s/w zu fotografieren und alte leute in farbe.
    Ich denke die Farbe hat was gutes an sich und wenn es auch nur die Freie Möglichkeit ist zu entscheiden ob s/w oder farbe dadurch kann man sich frei entfallten und in jede richtung gehen.

    Was mir noch gerade einfällt: Ich denke die wenigsten Leute überlegen bei s/w bildern welche Farbe die Materialen wohl haben… warum eigentlich?

  27. Ich glaube das wenn man sich auf Schwarz-Weiss-Fotografie fest legt, man ganz anders an das Foto/Motiv ran geht. Ich würde (müßte) zum Beispiel viel mehr auf Licht/Schatten achten. Da sicher die Meisten digital fotografieren kann man in den entsprechenden Programmen natürlich „tricksen“. Ich glaube aber zu beobachten das die, die sich wirklich ernsthaft mit SW-Fotografie beschäftigen, eher Analog fotogtafieren … und das ist noch mal ein ganz anderes Thema.

  28. Aus einer reinen Digitalsicht würde ich sagen, in jedem Fall in Farbe. Das heisst nicht, das ich mir nicht vorher schon Gedanken machen will, welche Gestaltungsmittel ich nutzen kann, um ein S/W Bild richtig zur Geltung kommen zu lassen. Aber für die Fälle, wo ich mir nicht ganz sicher bin habe ich zumindest die Farbinformationen, um in die Entwicklung in die eine oder andere Richtung vorzunehmen. Ich denke, dass die digitale Technik da einen entscheidenden Vorteil liefert.

    Zur Auswahl oben: Farbe (mit Hinblick auf die (digitale) Aufnahme), um mich nicht von vornherein festlegen zu müssen.

  29. kommt ganz klar drauf an.
    bei einigen bildern ist farbe der aussage zuträglich bei anderen nicht. ich liebe schwarz weiß bilder, würde mich jedoch nie darauf beschränken.
    abgesehen davon bieten moderne kameras und nachbearbeitung die chance zu beidem und warum sollte man seine chancen nicht nutzen ?

  30. Dein Beispielbild zeigt ganz deutlich die Vorteile der Schwarz/Weiss-Fotografie. Die Kontraste sind ganz einfach stärker, die Details wirken besser und das ganze Bild gewinnt an Emotion.
    Ich entscheide mich häufiger (meist jedoch erst im Nachhinein) meine Bilder schwarz-weiss zu präsentieren, da sie dadurch, in meinen Augen, einfach viel kunstvoller und interessanter wirken. Ich kann nicht genau sagen, wo dran das liegt, aber wir sehen heutzutage dank der breitgefächerten Werbebranche soviele auf hochglanzpolierte, vor Farbe schrillende Fotos, dass wir das Schlichte und Ruhige, dass S/W Bilder (häufig) ausdrücken, viel zu selten erleben.
    Mich lassen diese auch eher nachdenken und reflektieren, als „bunte“ Fotografien, wo die Farben vom eigentlichen Motiv ablenken könnten.
    Trotzdem reihe ich mich keineswegs in den „Clan“ derer ein, die sich vehement der S/W-Fotografie zugeschrieben haben. In meinem Fall kommt es wirklich ganz auf mein Gemüt an, wie ich letztendlich fotografie, bzw. später bearbeite.

  31. Ich sehe Farbe bzw. S/W auch als ein Gestaltungsmittel.

    Die Wirkung von beiden Umestzungsmöglichkeiten lenkt die Konzentration des Betrachters auf unterschiedliche Art und Weise.

    Meine Fotos werden zu 80% S/W und dagegen kann ich nichts tun ;o)
    Oft vergleiche ich beide Umsetzungen und dann fällt mir auf, dass Farbe in den meisten Fällen garnicht schlechter ist, aber ich habe das Gefühl,
    dass ich in s/w Fotos besser „eintauchen“ kann. Das ist aber so eine Vorliebe von mir.

    Jeder Fotograf / Künstler sollte sich die Frage stellen: was soll mein Bild aussagen?

    Wenn man die Farbe wegnimmt, dann reduziert man das Foto auf Formen, Kontraste, Verläufe und natürlich auf das was im Bild passiert.

    Mit kräftigen Farben wird man dagegen manchmal stark abgelenkt, aber das ist auch oft gewollt.

    Ich finde man sollte sich bei jedem Bild bewusst mit diesem Thema außeinandersetzen!

  32. Es ist schwierig ein Ernst zu nehmendes Ergebnis zu erzielen.

    Ich denke wenn diese Frage an DSLR´ler gerichtet ist sollte sie anderst formuliert sein.. Was produzierst du am liebsten… würde es vermutlich mehr treffen, da wie schon angesprochen, selbst ein S/W Freak erst ma in Farbe aufnimmt und dann ein S/W draus macht. Oder sehe ich das falsch?

    Um natürlich eine Gesamtübersicht (Analog und Digital) zu erhalten ist schon eher berechtig, wobei hier ja dann wieder der verfälschende Faktor vorkommt, von denen die S/W Bilder produzieren, jedoch in Farbe fotografiert haben.

    Gruß Fabi

  33. Also egal ob man S/W oder Farb-Bilder (oder irgendeinen Look dazwischen) bevorzugt, ich denke dass ein automatischer S/W oder Sepia-Effekt in einer Digitalkamera böse ist.

    Ich hoffe, dass wir uns da einig sind, dass digital S/W fotografieren eigentlich Farbe (Raw) fotografieren und dann S/W konvertieren bedeutet.

    Übrigens stirbt jedes Mal ein kleines Baby-Kätzchen wenn jemand ein S/W-Bild über Sättigung=0 erzeugt ;-)

  34. Also ich glaube es ging Martin eher um das Endergebnis und nicht darum, dass man in der Kamera s/w einstellt ;o)
    Das ist ein anderes Thema. Außer man fotografiert analog.

    Und wie man sieht gibt es genug Fotografen, die eine Vorliebe für etwas haben, ob s/w, Farbe, HDR, … Das bedeutet noch lange nicht, dass man nicht gerne was Neues ausprobiert!

    Martin, ich finde das Titelfoto einfach Klasse!!!

  35. Also ich persönlich möchte mich nicht soweit einschränken, dass ich darauf bestehe, nur in SchwarzWeiss oder nur in Farbe zu knipsen. Im nachhinein entscheide ich mich oft für SchwarzWeiss, aber in einigen Fällen braucht´s einfach die Farbe um z.B. eine gewisse Bildaussage zu unterstreichen.

    Was ich mal gemacht habe und interessant fand:
    Ich war mal unterwegs und habe meine Kamera aus Spass einfach mal von vornherein auf SchwarzWeiss gestellt, einfach um mal zu schauen, wie mir die Aufnahme gefallen gefallen. Es waren (rein gefühlt) mehr Bilder dabei, die mir gefielen, als wenn ich zunächst in Farbe schieße. Was ich daraus schließe ist, das SchwarzWeiss Aufnahmen generell eine ganz andere Bildwirkung haben. Und noch etwas schließe ich daraus. Unter umständen, geht ein Bild, das ich in Farbe aufgenommen habe unter, weil ich mir nicht vorstellen kann, das man daraus noch etwas machen kann und es dann erst garnicht bearbeite :-)…

    Kann jedem mal empfehlen, von vorherein auf SchwarzWeiss zu setzen, vielleicht ist der ein oder andere danach überrascht…

  36. Ich liebe S/W. So habe ich angefangen zu fotografieren, so habe ich das bewusste Auseinandersetzen mit dem Motiv gelernt, mit Bildlinien, Kontrasten, Licht und Schatten. Ich mag das Puristische. Und oft fällt es leichter Geschichten in Schwarz-Weiß zu erzählen als in Farbe, einfach weil oft weniger ablenkt. Ich sehe mich in meiner Arbeit jedoch manchmal mit einem ganz anderen Problem konfrontiert: Das S/W oft Stereotype erzeugt, gewisse Vorstellungsmuster im Kopf, es eine Stimmung erzeugt, die gewollt sein kann, aber auch Dinge vereinfacht. Ich arbeite viel in Entwicklungsländern und wer hat nicht schon dunkle S/W Bilder gesehen, die im Kongo oder Sudan fotogafiert wurden, die sofort eine Stimmung des Leides erzeugen (allein schon, weil wir es so ‚gewöhnt‘ sind). Es vereinfacht die Aussage, simplifiziert. Und verschließt damit andere Interpretationsmöglichkeiten, was vielleicht sogar gar nicht so sehr ein Problem von S/W ist, sondern vielmehr, was wir damit verbinden (in dem speziellen Fall).
    Ich liebe S/W und ich setze es auch viel ein. Ich denke für mich ist es nur wichtig, sich bewusst darüber zu sein, was S/W für die Aussage des Bildes bedeutet und sich dann damit auseinanderzusetzen, ob es der Geschichte zuträglich ist oder nicht.Und danach die Entscheidung für und wider S/W zu treffen, um eben nicht in eine S/W Denkweise zu verfallen. ;-)

    • @Fabian: Hm, ich gehe mal stark davon aus, dass die meisten das hier richtig verstanden haben, da ich weiter oben im Text ja auf das Fotografieren in RAW und die Postproduktion hingewiesen habe. Aber danke für Deinen Kommentar, hab das drunter nochmal deutlicher beschrieben.

  37. 80% für kommt drauf an.
    Das hätte ich ungefähr so erwartet. Zu Zeiten wo man durch sein Labor, die Arbeitaufwände und Kosten anders begrenzt war, war die Entscheidung häufig von vornherein getroffen. Als ich mein Schwarzweiss-Fotolabor hatte lag die Diskussion eher darin welchen Schwarzweissfilm oder welches -papier mit welcher Körnung soll man nehmen.
    Digital ist das anders. Ich kann je nach Thema im vorhinein oder je nach Ergebnis im Nachhinein ein Foto in SW konvertieren.
    Frage: Wie konvertierst du bzw. ihr euer Foto zu Schwarzweiss? Da gibt es ja viele Wege.

  38. Also erstmal finde ich dieses Bild von oben superklasse. Echt ne coole Idee ein altes Schwarz-Weiß und ein neues Farbfoto zusammenschmelzen zu lassen.

    Ich persönlich fotographiere lieber in Schwarz-Weiß, weil dadurch mehr Details sichtbar werden, die sonst unter zuviel Farbe verloren gehen. Aber festlegen und darauf pochen, nur in Schwarz-Weiß zufotographieren, würde ich auch nicht, denn so ein wunderschönes Sommerblumenbeet sieht nur in Farbe richtig gut aus :-)

  39. Müßte ich mich festlegen, würde ich SW nehmen, muß ich aber Gott sei Dank nicht. Komischer Weise hab ich festgestellt, dass die Leute die ich fotografieren soll (egal ob Hochzeit, oder Portraits) ganz klar Farbe wollen. Dabei würde ich persönlich, wenn ich denn überhaupt vorhätte, irgendwann zu heiraten, was ich nicht habe, ganz klar ein ein tolles schlichtes SW Hochzeitsalbum haben wollen, weil ich finde SW ist irgendwie zeitlos. Selbst ein gewisses Grundrauschen bei hohen ISOs hat in SW seinen Reiz…

    Ich glaube zwingt man Fotografen sich zu entscheiden, ist der SW Anteil um ein vielfaches höher, als wenn man die „Endverbraucher“ der Fotos fragt… so jedenfalls mein Eindruck.

  40. Das kommt immer stark auf das Motiv an. In letzter Zeit habe ich mich viel mit Schwarzweiß-Konvertierungen beschäftigt, und festegestellt, dass es garnicht so leicht ist überzeugende Tonwerte zu treffen. Mitunter sitzt man sehr lange an einer guten Konvertierung.

    Ich habe mein Kreut bei „Kommt drauf an…“ gesetzt.

  41. Wenn ich fotografiere, dann entwerde weil ich irgendein Event einfangen möchte oder weil ich gerade ein schönes Motiv vor meinen Augen sehe, dass ich aufnehmen möchte. In beiden Fällen möchte ich etwas festhalten, am besten so nah an der Realität wie möglich. Ich möchte ein ästhetisches Werk schaffen, aber trotzdem sagen können: Das war genau so da! Und das ist am ehesten mit Farbe möglich. (Mir ist klar, dass es trotzdem keine hundertprozent realistische Abbildung ist, aber es kommt nah ran.)

  42. Für mich ist die Antwort einfach: Schwarz weiß, klassisch analog. Da gibt es auch kein nachher am RAW herumdrehen.

    Anfangs habe ich auch mit Farbe herumgespielt, das ist auch wichtig um seinen eigenen Stil zu finden. Man sollte vieles ausprobieren um zu sehen ob es passt. Aber irgenwann habe ich mich auf Schwarzweiss festgelegt. dabei will ich natürlich nicht sagen dass man sich auf eines von beiden festlegen muss. Aber man sollte schon sehen, dass man Projekte konsistent durchzieht. Es gibt nichts, was eine gute Bilderstrecke schneller zerstört, als ein dauernder Wechsel zwischen Farbe und Schwarz-Weiß. Aber ein Fotograf kann ja verschiedene Konzepte verfolgen.

  43. Ich fotografiere wann immer es angebracht ist, in schwarzweiß.

    Meine digitale Nikon liegt seit (gefühlten) 4 Monaten nahezu ungenutzt in dem Fotorucksack. Umso mehr kommt meine analoge Nikon mit möglichst ASA25 oder ASA50 efke-Filmen zum Einsatz.

    Es macht mit persönlich einfach viel mehr Spaß, die Fotos in schwarzweiß (selbst) zu entwickeln, anstatt mich in Lightroom vor die Mattscheibe zu hängen und meine NEFs zu bearbeiten.
    Mal abgesehen davon, dass das ein ganz anderer Schnack ist, wenn man sagen kann, dass man bei dem Foto selbst Hand angelegt hat – und das auch dementsprechend authentischer aussieht, auf Baryt-Papier (z.B.).

    Auch Digital wandele ich (fast) alle Fotos in schwarzweiß um.

    Ich lege mich hier auch nur fest, weil ich mit dem Fotografieren kein Geld verdiene. Wenn dem so wäre, sähe die Sache bestimmt wieder anders aus.

    Oliver

  44. @pedaa

    Ich denke, dass sind auch verschiedene Intentionen, die z.B. uns beide leiten. Du möchtest „etwas festhalten, am besten so nah an der Realität wie möglich“, etwas dass wirklich super schwierig ist. Es gab hier an der FH im Fachbereich Design mal einen Fotokurs, der sich nur damit beschäftigt hat, absolute Kopien der Realität zu machen. Eine „Abschlussprüfung“ war zum Beispiel, dass ein Student einen Feuermelder (also einen wo man die Scheibe einschlägt und dann den Knopf drückt) täuschend echt fotografiert hat, dann wurde das Foto an die Wand geklebt und von der Wand ein Foto gemacht auf dem dann nicht zu erkennen war, dass der Feuermelder nur ein Bild war.

    Ein Foto hat für mich ehr etwas damit zu tun, wie ICH etwas gesehen und empfunden habe, weniger, wie es in der Realität aussah, daher spielt es für mich nicht so sehr eine Rolle, ob SW oder Farbe, Hauptsache es zeigt meine Sicht auf etwas…

    (Die Realität 1:1 abzubilden wäre mir auch zu schwierig :-D )

  45. Ich bin auch einer, der das von Fall zu Fall entscheidet.

    Wenn man sich auf eine Sache festlegt,
    verbaut man sich viele tolle Möglichkeiten.

    Mein Motto, alles in RAW fotografieren, dann kann man sich nachher aussuchen, was man machen will.

    96dpi hat da was tolles in seinem letzten Blog-Eintrag über seine Gewohnheiten erwähnt:
    „…Direkt in Schwarz-Weiß fotografieren
    Dazu stelle ich die Kamera so ein, dass ich gleichzeitig RAW und JPEG fotografiere…“->unbedingt lesen.
    Klasse Idee!

    Farbiges Ausgangsmaterial als RAW ermöglicht außerdem vielflätige Umwandlungsmöglichkeiten mittels Auswahl der Farbkanäle.

    Bei analogeer Fotografie verhält sich das natürlich anders, hier müssen die Farbfilter bereits bei der Aufnahme auf der Linse sein. Schwarz-weiß Filme sind eine klasse Sache, siehe ein paar der letzten beiden Browserfruits.

    Grüße

  46. Das direkte s/w mache ich am liebsten analog. Dabei ist klar, welcher Film drin ist und man reagiert je nach Thema und Wetter mit dem einen oder anderen Farbfilter oder einer mehr oder weniger harten Belichtung.

    Digital freilich ist das alles viel einfacher. Selbst vom jpg lassen sich ausgezeichnete Nachbearbeitungen machen, man kann mit Filtern in unterschiedlicher ‚Farbe‘ und Stärke experimentieren, Kontraste und Mikrokontraste frei regeln usw. Nur hab ich manchmal das Gefühl, dass man dabei versucht, aus Sch**** Gold zu machen (sorry für die deutliche Ausdrucksweise). Meine besten s/w-Bilder habe ich jedenfalls analog geschossen.

    So was hier:

    http://www.derarchinaut.de/joomla/components/com_ponygallery/img_pictures/originals/20070509_2092425581_sw_000025_verkleinert.jpg

    (ähm, nochmals sorry, diesmal für den länglichen Link ;-)

  47. Kommt doch letztendlich auf’s Motiv an – es gibt welche, die sehen in Farbe nach nichts aus sind aber in Sepia/SW richtig Klasse und es gibt welche die taugen nicht wirklich für Sepia/SW sind aber genial in Farbe. Und dann gibt es noch die ganz verrückten Motive, die in Farbe aufgenommen aussehen als könnte es auch Sepia/SW sein und man fragt sich hinterher wann man eigentlich den Knipskasten umgestellt hatte nur um festzustellen war ja gar nicht, die Farben waren einfach so.
    Gerade in der digitalen Fotografie hat man ja immer beide Möglichkeiten ohne sich die gesammte Ausrüstung gleich zwei Mal kaufen zu müssen – warum also nicht beides nutzen und gucken wo paßt was am Besten? Warum sich in den Möglichkeiten beschneiden? Hätte doch wieder mal was von „wat de Bur nech kennt dat frett he nech“ (hoffentlich einigermaßen richtig geschrieben und für die Hochdeutschen übersetzt „Was der Bauer nicht kennt frißt er nicht“) – zumindest bei denen die es gleich verteufeln und gar nicht ausprobieren.
    @Martin: Jupp, ich versuch den Text dieses Wochenende endlich fertig zu bekommen.

  48. Ich Fotografiere fast nur in Farbe aber manches sieht einfach besser in Schwarz Weiss aus und dann benutzte ich auch mal SW.
    Ich würde mal sagen 95% Farbe und 5% SW

  49. Ich fotografiere meist in Farbe, manchmal aber auch gern in s/w. Ich denke die Entscheidung ist abhänging vom Motiv, manche verlangen nach Farbe um wirken zu können, bei manchen aber lenkt die Farbe vom eigentlichen Motiv ab und die gewünschte Wirkung geht verloren. Entscheidend ist zu wissen, was ich in meinen Bildern hervorheben will bzw. was das Bild ausdrücken soll.

    Wenn ich eine bestimmte Situation oder Emotion (eine lachende oder weinende Person) festhalten möchte, dann interessiert mich nicht ob die Person einen knallroten Pullover trägt oder nicht, er würde wahrscheinlich vom eigentlichen Geschehen ablenken.
    Interessieren mich hingegen nur die tollen Farben des Pullovers (weil er zur Tapete passt, lol) und nicht der langweilige Gesichtsausdruck der Person, werde ich in Farbe fotografieren.

    Außerdem läßt sich s/w gut einsetzen um Bilder zeitlos erscheinen zu lassen.

    Gut, aber dass man sich heute nicht mehr im Vorhinein festlegen muss, sondern auch im Nachhinein noch ein s/w foto daraus machen kann. Manche Bilder sprechen mich in Farbe einfach nicht an und um sie nicht gleich wieder zu „kübeln“ versuche ich doch noch etwas herauszuholen und manchmal werden wirklich die schlechtesten Farbfotos tolle s/w Bilder :-)

  50. @Carsten: Ich glaube, unsere Intentionen sind garnicht so verschieden, wie du denkst. Natürlich kann und möchte ich nicht hundertprozentige Realität in meinen Fotos haben, schließlich sollen sie immer noch ein künstlerisches Werk darstellen. Dein witziges Feuermelder-Beispiel hat mir auch nochmal deutlich gemacht, dass ich mich vielleicht falsch ausgedrückt habe. Ich möchte auf keinen Fall das Foto in die Luft halten und sagen: Hier, genau so sieht das Denkmal/Haus/Bett/whatever aus, brauchst nicht mehr selbst hingehen und dir es anschauen…
    Ich finde es sogar viel treffender, was du gesagt hast: „Ein Foto hat für mich ehr etwas damit zu tun, wie ICH etwas gesehen und empfunden habe“. Genau das möchte ich! Eine Situation, eine Szene festhalten in einem Bild mit dem Ziel, dass andere Menschen nachvollziehen können, was ich gesehen und erlebt habe. Das klappt natürlich nicht immer, Gefühle in ein Bild zu transportieren ist eine hohe Kunst, die ich noch lange nicht beherrsche. Und der Interpret spielt da auch noch eine nicht unwichtige Rolle. Was er (der Betrachter) in dem Bild erkennt, kann ich als Autor/Fotograf schwer vorbestimmen.

    Naja, jedenfalls: Danke für die Anregung. ;)

  51. Habe mich auch für die Misch-Antwort entschieden.
    Die Entscheidung wird auf jedenfall projektbezogen getroffen.
    Was passt besser in s/w, was besser in Farbe. Und selbst bei einer Entschiedung für Farbe bleibt noch soo viel Spielraum. Möchte ich eher eine leicht entsättigte Farbigkeit oder knallige Kontraste a la Martin Parr. Ein klassische Medium für s/w war ja lange die Reportage. Auch weil sich der Tri-X Film von Kodak unter widrigen Bedingungen noch gut entwickeln lässt. Mit diesen Vorbilder im Hinterkopf macht es Spass, sich daran zu orientieren oder die TRadition auch ganz bewusst zu brechen, immer mit der Frage: Was tut dem Bild gut?!

  52. Zwar nicht ganz zur Umfrage passend, aber… Ich kann leider nicht alle Posts lesen, aber die Stichwortsuche ergab keine Treffer. Das Stichwort latutet „farbenblind“. Dies ist eine pragmatische Ursache warum einige Fotografen sich für S/W Fotografie entscheiden (ich kenne einen der diesen Grund mir auch genannt hat). 2-8% Männer und 0,4% Frauen sehen die Farben anders als die Mehrheit. Denkt drüber nach…

    • Relativ einfach. Ich hab das Foto in Farbe genommen und in Lightroom von links nach rechts einen Verlauf gezogen. Da hab ich dann die Sättigung rausgenommen, bissel (ganz minimal) Sepia reingetan, fertsch ;)

  53. nunja. bei mit gilt „Kommt drauf an.“ in zweifachen sinne. wenn ich analog photographiere natürlich s/w. aber das gehört sich dann für mich auch von selbst. dadurch kommt für mich der „kern“ des bildes hervor.
    digital entscheide ich das nach bild und situation. aber auch da habe ich einen hang zum s/w.