kwerfeldein
16. Februar 2010 Lesezeit: ~1 Minute

Photoshop Tutorial mit Malte Pietschmann {2/2}

Der folgende Gastbeitrag & Screencast stammt von Malte Pietschmann (Flickr · Twitter). Malte studiert derzeit Medienmanagement, fotografiert und interessiert sich hauptsächlich für Reportage- und Modefotografie.

Nachdem wir im ersten Teil des Tutorials alle wesentlichen Bearbeitungsschritte bereits vorgenommen haben, werden wir uns jetzt noch um den Feinschliff des Fotos kümmern.

Zunächst werden wir an der Lichtstimmung noch etwas arbeiten, indem wir das Sonnenlicht von schräg hinten noch etwas verstärken. Danach werden wir über eine neutrale Grauebene eine Vignette erzeugen um die Blickführung noch etwas zu verbessern. Später werden wir die Sättigung noch etwas reduzieren und dem Foto über Highpass-Kontraste per „Unscharf maskieren“-Filter (Unsharp Mask) ein wenig mehr Tiefe verleihen.

Zum Schluss wird das Foto noch nachgeschärft und die Photoshopdatei zur besseren Übersicht aufgeräumt. Wie versprochen findet ihr in diesem Teil des Tutorials die Photoshop-Datei des Screencasts, damit ihr direkt in der Datei selbst sehen könnt, was genau ich gemacht habe und wie sich die einzelnen Schritte auf das Bild auswirken.

Wer mag, kann wie gestern das Tutorial hier in voller Auflösung herunterladen oder auf Vimeo in HD anschauen {Anm. d. Red.}.

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25 Kommentare

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  1. Schönes Tutorial, es ist sehr angenehm dir zuzuschauen und v.a. -zuhören.
    Die Bezeichnung „Highpass Kontraste“ finde ich etwas verwirrend, weil ich absolut keinen Zusammenhang mit dem Highpass-Filter erkennen kann, wie kommst du darauf?

  2. @Metallissimus: Wenn man die Hochpassfilterebene auf Intereinderkopieren oder weiches/hartes Licht setzt, dann kann man damit schärfen. Das geschieht mittels Kontrastverstärkung an den Kanten. Daher kann man dazu auch Highpasskontraste sagen..

    Ein sehr ausführliches Tutorial (beide).. Ich dachte erst, dass ich etwas dazu sage, aber nach den Reaktionen zu beurteilen, kommt das super an und war vielen eine Hilfe, die mit Photoshop nicht so fit sind. Daher gibt’s keine Negativkritik von mir..
    Deine Stimme kommt gut rüber, Du erklärst gut und man kann Dir folgen.

    Nur eine Anmerkung habe ich: Alle Arbeitssschritte sind auch (non-destruktiv) in Lightroom durchführbar und für alle „Anfänger“, die noch kein (echtes) Photoshop haben dadurch deutlich günstger machbar..

    M.

  3. Kleiner Hinweis zum Schärfen:
    Du sagst ja erst, dass die Einstellungsebenen teilweise auch Details rauben, schärfst dann aber vor deren Anwendung ;)
    Ich würde wirklich ganz am Ende per Command/Strg + Shift + Alt + E die Ebenenkomposition mit allen Bearbeitungen kopieren und diese dann schärfen. Ansonsten super.

  4. @DasMaddin: Genau das hatte ich bei dem Begriff auch erwartet, aber Malte bezeichnet damit ein Verfahren, dass mir als HiRaLoAm (High Radius, Low Amount) bekannt ist.
    Aber vllt. hat er auch einfach nur zwei Begriffe übern Haufen geworfen…

  5. metallissimus:
    Mir war nicht bewusst, dass „Highpass-Kontraste“ tatsächlich ein Ausdruck ist. Das ist nur meine persönliche Bezeichnung für Kontraste, die ich mit der Unsharpen Mask erzeuge. „Highpass“ deswegen, weil ich das früher tatsächlich mit dem Highpass- / Hochpassfilter gemacht habe, aber mir irgendwann aufgefallen ist, dass ich mit der Unsharpen Mask das Gleiche tun kann und dabei noch mehr Kontrolle über das Ergebnis habe.

    Phei:
    Macht es tatsächlich einen Unterschied ob ich nun vor den adjustment layern schärfe und deren Änderungen dann noch oben drauf kommen oder das Endergebnis oben drauf setze und danach schärfe? Ist aus meiner Sicht vom Ergebnis das Gleiche. ;) Je weiter unten ich in der Ebenenpalette bin, desto flexibler bin ich bei der Farbanpassung. Würde ich im Nachhinein noch etwas ändern wollen und deine Methode nehmen müsste ich die geschärfte Ebene löschen, Farbanpassung, erneut nachschärfen, speichern. Das entfällt jedoch, wenn ich vor den Adjustment Layern schärfe.

    Oder steh ich grad irgendwie auf dem Schlauch? ;)

    shorty:
    :huhu :gumbo

  6. @kosmow

    Man kann auch alles in ein Smart Object packen und das schärfen ;)
    Meiner Meinung nach verhält sich das wie mit dem Entrauschen. Am Anfang entrauschen, am Ende schärfen. Aber ich erhebe da jetzt keinen allgemeinen Gültigkeitsanspruch drauf :D

  7. Blogartikel dazu: uberVU - social comments

  8. Danke Malte, für mich einer der besten Beiträge in den letzten Monaten. Habe mir heute gleich beide Videos angeschaut und war ne knappe halbe Stunde gebannt.
    Für mich war das Niveau genau richtig. Den Erklärungen konnte ich noch gut folgen, habe aber trotzdem ne Menge gelernt. Werde mich wohl gleich mal an ein paar Bilder von mir setzten und versuchen das Gelernte anzuwenden.

    Wenn du lust hast noch weitere Tutorials zu machen, also ich würde mich sehr freuen!

    Gruß Arne

    PS: Eine Frage noch, worauf achtest du wenn du solche Aufnahmen mit leichtem Gegenlicht aufnimmst. Ich finde diese Art von Bildern sehr spannend, kriege dass aber selber noch nicht zu gut hin. Vielleicht kannst du mir da helfen.

  9. Arne:
    Es freut mich sehr, dass beide Tutorials so gut angekommen sind. Hab‘ sowas ja bisher noch nicht gemacht. :)

    Bei Aufnahmen im Gegenlicht achte ich darauf, dass ich die Person so positioniere, dass ich eher ein Streiflicht, als ein Gegenlicht bekomme. Heißt, dass das Sonnenlicht nicht direkt Frontal in die Linse eintritt, sondern leicht angewinkelt (eben wie im Foto oben beispielsweise von schräg hinten). Wichtig ist jedoch, dass noch genügend Streulicht („spill light“) auf die Linse trifft, damit sich auf einer Seite des Fotos dann ein leichter Lichtschleier, bzw. eben die Reflektionen („lens flare“) bilden können.

    Schau dir dazu mal am besten mal den folgenden Link an:
    http://bit.ly/9i1XuE

  10. Auch wenn ich davon schon einiges kenne, ist doch einiges neu bzw. sehr schön zur Auffrischung.. !

    „Highpass-Kontraste“ ist aber hier wohl eher unpassend, da stimme ich zu.. und ist wohl eher dein persönlicher Begriff für. Ich kenne das eher unter „Lokale Kontraststeigerung“ oder „Local Contrast“, da ist diese Methode mit USM und großem Radius und kleinen Wert durchaus schon länger ein Begriff. Das kann man übrigens auch sehr gut mit Masken generieren, die man teils aus den Sättigungs- oder Helligkeitswerten des Bildes automatisch generiert, so dass nur bestimmte Bereiche betroffen sind.

    Ansonsten gilt wie schon bei Teil 1: Das Tutorial geht auch gut für fast alle anderen Bildbearbeitungsprogramme, wenn man in Gedanken halt alles etwas umstellt. GIMP halt ohne Gruppen und Einstellungsebenen, aber immer noch sehr gut machbar.. Die Vignette hätte ich da eher mit einem weichgezeichneten gefüllten Auswahl gemacht, kommt aber auf das selbe raus wie das Rendern via Objektivkorrektur.

    Schönes Ding.. davon hätte ich auf Kwerfeldein gerne mehr. Aber ich bin ja auch mehr so der „Tech Guy“ (sei es postprocessing wie hier auf aufnahmetechnisch) als das grübeln über die Fotografie und das Leben als solches.. aber da ist ja halt jeder anders! ;)