kwerfeldein
05. Februar 2010 Lesezeit: ~6 Minuten

Lohnt sich Social Media für Fotografen?

Diese Woche wurde ich von einer geschätzten Kollegin gefragt, ob es sich aus meiner Sicht lohnen würde, als Fotograf heute in soziale Medien zu investieren. Da wurde mir bewusst, dass ich dazu hier bisweilen zurückhaltend war. Und das auch nicht ohne Grund.

Zum einen, weil das Netz sowieso schon völlig überladen ist mit Prognosen, Diagnosen und nichtssagenden Statistiken. Ausserdem wollte ich mich keinesfalls in die Liste selbsternannter „Social-Media-Experts“ einreihen, die einem das Blaue vom Himmel versprechen und mit einer weiteren 10-Punkte-Liste auffahren, wie man mehr Follower auf Twitter bekommt.

Und trotzdem möchte ich es heute wagen, mal wieder „laut zu denken“ und mal weit gefasst auf die Frage einzugehen.

Probieren geht über Studieren. Nach fünf Jahren Bloggen, drei Jahren twittern und einer Weile Facebook bin ich felsenfest überzeugt: Es „funktioniert“ nicht. Tue A rein und ziehe B heraus ist eine der größten Fehlinterpretationen von Social Media. Es ist eben keine Milchmädchenrechnung, auch wenn es sicher Tendenzen gibt.

Und trotzdem glaube ich, dass meine Kollegin mit der Frage nicht alleine ist. Misst man meiner letzten Umfrage Bedeutung bei, dann wissen wir, dass die meisten Leser dieses Blogs nicht twittern. Von 1240 Stimmen wählten 57% Nein – und das ist immer noch die Mehrheit.

Diese Mehrheit sagt NEIN zu Twitter, aber JA zu diesem Blog. Dies müssen wir bei der Auswertung berücksichtigen. Es handelt sich also nicht um Menschen, die mit dem ganzen Internetkram nichts am Hut haben wollen. Ich möchte aber keinem der 57% irgendwas aufschwätzen. In erster Linie bin ich Beobachter und kein Evangelist.

Für mich wäre es ein Leichtes, ungelogen ein „Ja, Social Media lohnt sich“ aus dem Ärmel zu schütteln und diesen Post zu schließen. Doch ganz so einfach ist es dann auch wieder nicht, wäre unfreundlich und würde keinem etwas bringen. Ausserdem gibt es weder 3-Schritte-Pläne oder Garantien für großen Erfolg, nur Anregungen und Erfahrungswerte. Deshalb wähle ich den Weg, hier vor mir zu sprechen.

Ich kann mit 100% Sicherheit sagen: Für mich hat es sich gelohnt. Und nein, ich werde hier keine Kontoauszüge zeigen, das geht nämlich niemanden etwas an, geschweige denn wäre das etwas zu kurz gedacht. Denn meine Motivation für Social Media ist ganz klar nicht in (erster Linie) die Finanzierung des nächsten Paar Ringelsocken.

Und die Leute, die schon eine Weile Web 2.0 miterleben, wissen ganz genau was passiert, wenn Firmen, Unternehmen oder Vereine Geld als alleinige Motivation mitbringen. Das endet dann in toten Accounts mit toten Inhalten, bei denen rein selbstreferenziell auf die eigene Webseite verlinkt wird und Twitter als ein weiterer Marketingzweig genutzt wird.

Von „sozial“ ist da nicht viel zu spüren und dementsprechend komisch wirkt das dann auf einen Aussenstehenden. Gleiches gilt für Blogs, in die dann eiskalt der Newsletter eingespeist wird und von denen ein niedriges Maß von „Interessanz“ ausgeht. Mir tun da meistens die Angestellten leid, die den ganzen Kram ins Netz stellen müssen und im schlimmsten Fall jeden Tweet von der Regierung des Unternehmens absegnen lassen.

Nein, das ganze Zeug macht mir in erster Linie Spaß. Ich habe weder als ich dieses Blog, noch meinen Twitter- oder Facebookaccount gegründet habe an Geld gedacht, sondern ich fand es einfach cool.

Mein erster Tweet am 1.Januar 2007, furztrocken: pennen.

Ich überlege mir nicht vor jedem Tweet oder Blogpost, ob sich das jetzt lohnt. Vielmehr habe mich mir über die letzten Jahre einen eigenen Stil angeeignet, (große & kleine) Fehler gemacht und daraus gelernt.

Ja, und so frappierend nah Leben empfinde die sozialen Netzwerke auch, obwohl ich natürlich vermeide, Nebensächlichkeiten nach aussen zu kommunizieren. Ich genieße es heute sehr, über Twitter mit über 3500 Leuten/Followern (aber hier Achtung: Mindestens die Hälfte sind Spam-Follower oder tote Accounts) und bei Facebook mit über 1000 Leuten in Kontakt zu sein, Links zu tauschen und über interessante Inhalte informiert zu werden.

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wieviele Leute sehr interessiert hier auf dem Blog mitlesen, auch wenn nur die wenigsten kommentieren (und das ist auch okay so). Das Kwerfeldein-Netzwerk reicht über Landesgrenzen bis in die Staaten und wieder zurück.

Dieses „in Kontakt sein“ – neue Inspiration finden, das gemeinsame Lernen macht für mich in erster Linie Social Media aus. Deshalb lohnt es sich für mich.

Wer sich grundsätzlich nicht für die Meinung anderer interessiert und Kommunikation mit anderen Leuten eher meidet, der wird sich auch nur schwer für die sozialen Fäden im Netz begeistern können.

Und natürlich, ja – ich freue mich auch darüber, dass Twitter mittlerweile den größten Traffic auf kwerfeldein.de bringt und ich auch über dieses und mein Hochzeitsblog Aufträge generieren kann. Ohne kwerfeldein.de und die anderen Netzwerke wäre es für mich um einiges schwerer, von der Fotografie zu leben. 80% meiner Geschäfts+Weilmannsichmag-Kontakte entstanden hier.

Ohne all das hätte ich weder eine DVD* produziert, noch irgendeinen Workshop und alle anderen tollen Sachen gestartet, die drumherum entstanden sind.

Natürlich lässt sich all das nicht einfach auf Social Media reduzieren – und nur, weil es bei mir gut funktioniert, muss es noch lange nicht bei jedem funktionieren. Hier müssen wir ganz klar differenzieren, denn bei all den tollen Tools kommt es vor allem auf eines an: die eigene Persönlichkeit mit den Stärken und Schwächen.

Ausserdem drehe ich die oben genannte Frage gerne um. Was kann ich anderen geben? Lohnt sich mein Blog/Twitterstrem/Facebook/Flickr usw. für andere?

Regelmässig versuche ich mich in die Schuhe der Leser und Freunde zu begeben. Und das ist meiner Meinung nach eine der wichtigsten Grundlagen von kwerfeldein.de und auch allen anderen Aktivitäten im Netz.

Nun möchte ich es einmal bei diesem Initium belassen, auch wenn das Thema logischerweise noch viel mehr hergeben würde. Falls Interesse eurerseits besteht werde ich die Thematik in weiteren Artikeln ausweiten. Sicher ist es eine Frage der Definition, was noch zum Thema „Fotografie Lernen“ gehört, und diesen Bogen möchte ich nicht überspannen.

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41 Kommentare

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  1. Toller Artikel, Martin!
    So etwas muss man auch mal erwähnen.

    „Dieses “in Kontakt sein” – neue Inspiration finden,
    das gemeinsame Lernen macht für mich in erster
    Linie Social Media aus.“

    Da stimme ich dir voll und ganz zu!

  2. Interessanter Artikel und sehr schön das man nicht selbst lesen muss. Für mich persönlich ist das Thema damit auch ausreichend genug behandelt und es benötigt keine weiteren Artikel mehr.

    Die Aussage das es sich für den einen Lohnen kann, bei dem anderen aber nicht unbedingt funktionieren muss in Sozialen Netzwerken aktiv zu sein sehe ich auch so. Ich tendiere aber auch dazu denen die ihr Herzensblut in Projekte wie diese Website stecken etwas zurück zu geben. Für unzählige kostenlose und interessante Artikel den entsprechenden Fotografen als Hochzeitsfotograf in Betracht zu ziehen finde ich da nur fair, auch wenn letztendlich immer die Arbeit des Fotografen entscheidend ist und nicht wie viele Tweets er versendet oder wie viele Kontakte er bei Facebook hat.

    Die Möglichkeit per Twitter oder Facebook usw. einfach Kontakt aufnehmen zu können spricht meiner Meinung nach aber auch wieder für Soziale Netze, wenn sie zum Zweck des vernetzens genutz werden und nicht um mich mit SPAM zuzumüllen.

  3. Aha – auf mich wirkt die explizite Betonung des selbstverständlich nur randläufigen finanziellen Interesses an social media (aber dann gleich wieder mit affiliate gespickt) auf einem heute kommerziell ausgerichtetem Blog sehr bemüht. Es ist keine Schande Geld zu machen / machen zu wollen. Der Artikel ist unnötig aufgebläht und mit Verlaub der Titel angesichts des Inhalts mehr als reißerisch.

    • @Michi.G85: Jupp, die haben alle schon da Abo und im Kommtarthread sind sie angekündigt worden.

      @nichtdiemamma: Hm, magst Du etwas differenzierter ausdrücken, was Du anders gemacht hättest? Kann gerade mit Deiner Kritik wenig anfangen, freu mich aber über konstruktives Feedback ;)

  4. Hm, bin zwiegespalten. Für mich ist das, was Social Media bietet, oft keine Kommunikation mehr. Ich denke, ab einer bestimmten Zahl bei Twitter oder Facebook kann es gar nicht mehr funktionieren jeden einzelnen Beitrag zu lesen (wenn man nicht gerade 24h am Tag nur vor der Kiste hockt). Irgendwann schlägt es dann eher um in eine Marketinginstrument, was ja auch nicht negativ sein muß.
    Ist wie einer Party: Lade ich 1000 Leute ein, kann ich mich nicht mit allen unterhalten. Feiere ich mit 10 kann ich mit jedem einzelnen kommunizieren.
    Aber als Quelle von Inspirationen ist Flickr, Twitter und Co. schon klasse.

  5. Generell kann ich dir inhaltlich gut zustimmen! Und so sympathisch ich deinen Akzent finde, kann ich persönlich besser selber lesen, als es mir vorlesen zu lassen ;-)
    Auch wenn ich sagen muss, dass es schon interessant ist, zu hören, wie der Verfasser selber diesen Text „vorträgt“.
    Und so seltsam es jetzt klingen mag nach meiner Kritik an der Vorlese-Sache: ich finds verdammt interessant sowas mal auszuprobieren ;-)

  6. Sehr schön geschrieben und gesprochener Artikel.

    Ist, finde ich, auch eine super Idee, die Posts vorzulesen, denn durch deine Artikulation verstehe ich meist besser, was du bei bestimmten Dingen meinst.

    Super geiler Blog! (Das musste jetzt raus :D)

  7. Ich oute mich mal, ich mag diese ganzen Seiten wie Facebook und StudiVZ nicht. Jeder möchte nur ein „Seht her wieviele Leute ich kenne!“ bekommen und von seinen 98 Freunden kann er dann nicht einmal 10 Namen nennen und was die machen. Heute sammelt man Freunde in Communities wie früher Briefmarken. Udn auf den Profilen auch nur ein Machtkampf um die schönsten Gruppen, das beste Fotoalbum und die sinnigsten Zitate.

    Twitter finde ich aber noch viel sinnloser, ein Haufen menschen postet zum größten Teil sinnfreien Mist ins Netz auf den andere reagieren. Wer vor sich hinbrabbelt der wurde früher zum Arzt geschickt, heute twittert er und andere „followen“ ihn. Was gehen mich all diese Ifnormationen an, die da täglich auf mich einprasseln? Was habe ich persönlich damit zu tun, ich könnte genauso gut beim Schwatz mit der Nachbarin bleiben und mit Freunden telefonieren. Früher oder später wird dieser digitale Sumpf zum GAU führen, man sieht es ja an Leuten die nicht mal heiraten können und es zu twittern. Hauptsache jeder weiß alles, zu jeder Zeit, an jedem Ort.

  8. Die Überschrift richtet sich an Fotografen. Damit erwarte ich eine Antwort ob sich Social Media für mich als Fotografen in technischer, künstlerischer oder kommerzieller Hinsicht lohnt. Die Antwort auf diese Fragen bleibst Du weitestgehend schuldig, indem Du lediglich offenbarst „Interessante Inhalte“ zu tauschen und den kommerziellen Aspekt mit „Traffic auf Deinem Blog und teilweise generierte Aufträge als Hochzeitsfotograf“ streifst. Nicht ohne vorher dem Thema Geld ein negatives au goût zu geben. Der Rest sind Füllsätze über Füllsätze die einer inhaltlichen Aussage im Sinne der Überschrift nicht zuträglich sind. Für mich zu wenig Aussage und zu viel Text.

    • @nichtdiemama: Okay, jetzt versteh ichs. Nun, wie oben schon gesagt gibt es darauf keine eindeutige Antwort, denn so einfach ist es eben nicht – dafür kommen zu viele unterschiedliche Faktoren zusammen. Sorry, diese Antwort kann ich Dir nicht geben. Denn es kann sein, dass es für Dich funktioniert, für einen anderen wiederum nicht.

      Das Thema Geld ist meiner Meinung nach kein Problem, die Frage ist immer die Herangehensweise & Priorität.

      Dass der Rest für Dich Füllsätze sind kann ich zwar verstehen, bin da aber anderer Meinung, weil ich explitit aus meiner Perspektive berichte, um mich nicht in Verallgemeinerungen & Pauschalisierungen zu verlieren – das wäre meiner Meinung nach das viel größere Problem. Aber wenn Du’s wirklich wissen willst, ob es für Dich funktioniert hab ich nen handfesten Tipp: Leg Dir nen Twitteraccount zu, und probiers aus ;)

  9. Hoi,

    es gibt sehr vielfältige Arten seine Zeit zu verschwenden, aber eine der „sichersten“ und sozial sinnlosesten sind Twitter und der Status auf Facebook, Studivz und skype. Wer will sich den so explizit, detailiert und zeitgenau der Welt in jedem Moment mitteilen?
    Facebook finde ich zum Kontakt halten sehr sinnvoll, aber jeden tag drauf abhängen: Nein, Danke.

    Aus kommerzieller Sicht mag das Sinn ergeben, aber „sozial“ finde ich das nicht.

    gruß Martin

  10. Ich möchte zu diesem Thema dringend den aktuellen Podcast von N@ues empfehlen. Ist eigentlich eine Computer-Sendung auf 3SAT. Ich finde sie immer recht gut schaue sie aber nur per Podcast auf dem I-Pod beim Radfahren im Sportstudio.
    Die letzte Sendung war eine Sonder-Sendung zum Thema Die Generation ab Baujahr 1980 im Internet.
    Ehrlich Leute schaut es euch mal an. Kostet nix und ist echt gut.

  11. Ich muss ehrlich sagen, dass ich Leute, die in allen möglichen und unmöglichen Social Networks ihre Spuren hinterlassen, manchmal nicht so ganz ernst nehmen kann. Wie wollen die sich um ihre Mitmenschen noch lümmern, wenn der erste Weg am Morgen zum Computer geht, um ja keine Nachricht in Twitter, Facebook oder anderen Networks zu verpassen. Dass daneben auch noch die Mails abgerufen werden, ist klar.

    Viele machen sich davon abhängig und merken es kaum noch.
    Ich habe mich entschieden, nur an einigen Networks mitzumachen – alleine, weil man sonst ja gar nicht Herr der ganzen Meldungen wird. Twitter und Facebook – das muss reichen. Gelegentlich schaue ich auch mal mein XING-Profil an – aber das eher weniger. Allerdings habe über XING bisher viele alte Freunde und Fotografenkollegen wieder gefunden. Und manche auch inzwischen mal besucht.

    Und die Netzwerke bringen in nur ganz wenigen Fällen dem Darstellenden Geschäfte, will ich mal behaupten.

  12. @Charriu: du vertrittst genau meine Meinung, das unterschreib ich!

    Ich finde die Blogeinträge über twitter und solche Scherze überflüssig, ganz ehrlich. Sowas hat in der Fotografie, meiner Meinung nach, nichts zu suchen. Auch potentielle Kunden werden sich immernoch via Telefon oder Email melden, denke nicht das dies über twitter passiert…

    Aber von mir aus kann jeder zwitschern, gruscheln oder mit seinen Kontakten einen internen Wettkampf bestreiten, wer wohl in der Gruppe mit dem dümmsten Thema ist. Solange mich diese Leute in Ruhe lassen. ;)

  13. Ein schöner Text, lässt sich auch gut lesen.

    Ich halte derweil nicht viel von solchen Netzwerken, das Kennenlernen findet auch auf vielen anderen Ebenen im Web statt – da braucht’s nicht umbedingt ein Twitteraccount o.ä.

    Werbung und Geld ist ein leidiges Thema in meinen Augen – ich würde auf meiner Site nie und nimmer unter keinen Umständen Werbung schalten… ich erachte sie als ziemlich nervige Sache und dieses teils »bunte« geleuchte ist mehr als nur störend.

    Vielleicht habe ich auch nur den Vorteil, wenn es denn einer ist, das ich mein Geld eben nicht mit der Fotografie verdienen muss, sondern einen festen Job besitze und dementsprechend bezahlt werde.

    Soviel dazu… =)

    Liebe Grüße,
    Kevin.

  14. Web 2.0 ist vieles: immer wieder neu, (hoffentlich) aktuell, themenvielfältig, komplex – und eben leider auch genau das Gegenteil der eben genannten Adjektive: sich wiederholend, doch nicht immer ganz aktuell, zu viel bla und obendrein überkomplex. Nein, nicht auf deinen Blog bezogen, das ist mein allgemeiner Web 2.0-Frust. Neben dem Blog schaff ichs auf 3 andere Communities und Networking-Seiten, wobei ich größtenteils nur „Mitleser“ und kein „Mitwirker“ mehr bin, denn das ist das größte Problem beim Web 2.0 – man kriegt dermaßen viel geboten (Interessantes sowie gleichzeitig Belangloses), dass man sich zeitweise dabei ertappt, wieder mal 2 Stunden verschleudert zu haben. „Diszipliniertes“ Webseitennutzen funktioniert da schon lange nicht mehr.
    War ich anfangs noch glücklich, auf ner einschlägigen VZ-Seite viele Ehemalige (Weggefährten, Mitschüler, etc.) wiederzufinden, ist es mittlerweile nur noch ernüchternd und erschlagend. Man regt sich auf, dass die Leute einem nicht schreiben, schaffts aber im Gegenzug selbst kaum, ne Antwort zu verfassen.
    Aber genug gejammert, lange Rede, kurzer Sinn: deinen Blog verfolge ich gern und regelmäßig, alles weitere ist für mich aber eher unerheblich.

  15. „Wer sich grundsätzlich nicht für die Meinung anderer interessiert und Kommunikation mit anderen Leuten eher meidet, der wird sich auch nur schwer für die sozialen Fäden im Netz begeistern können.“
    Und das ist gut so …

  16. „Und natürlich, ja – ich freue mich auch darüber, dass Twitter mittlerweile den größten Traffic auf kwerfeldein.de bringt und ich auch über dieses und mein Hochzeitsblog Aufträge generieren kann.“ – Denkfehler?

    Ich glaube, die meisten nutzen Twitter im Falle von Kwerfeldein v.a. als Informationsmedium, das sagt: „Oh, der neue Artikel ist online“. Spart nämlich – ganz einfach – das unnötige Vorbeisurfen vorher. So geht es zumindest mir.

    Wie dem auch sei – interessanter Artikel. Ich sehe es übrigens, anders als Rorschach, nicht als ein Problem, dass man so viel geboten bekommt. Das erfordert höchstens von den Anbietern ein auf ihre Zielgruppe abgestimmtes Engagement. Kwerfeldein z.B. lese ich, weil ich hier mit am meisten lernen kann. Gibt auch viel Kram, der mich nicht interessiert, aber das tut ja nichts. Andere Blogs dagegen bringen mir halt nix. Und deswegen hab ich mit deren übergroßen Angebot auch kein Problem.

  17. Schöner Artikel!
    Eigentlich ironisch, dass man einen Artikel auf einem Photoblog hören kann :)
    Der Artikel gibt genau wieder was auch ich unter social media verstehe, auch wenn die Quintessenz das Textes etwas anderes sagt :)

  18. Blogartikel dazu: Wie sozial sind Soziale Medien? « 2010/52

  19. Blogartikel dazu: Social Media für Fotografen ? – Fluch oder Segen ? | Photozio

  20. Blogartikel dazu: Tweets die Lohnt sich Social Media für Fotografen? | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel erwähnt -- Topsy.com

  21. Die Fragestellung ist in der aktuellen Entwicklung von Social Media völlig gerechtfertigt. Bei vielen besteht Unsicherheit darin, wieviel Zeitaufwand das Pflegen von Social Media ist und welche Wirkung das hat und möchte am liebsten Vergleichswerte haben. Nur ist Social Media kein singulärer Ersatz für Briefe oder Emails, für eine Homepage, für bestehende Saleskanäle, für Fernsehwerbung, für Unternehmenskommunikation… sondern eine Mischung und Konvergenz aus vielen verschiedenen Bereichen (vor allem abhänigig davon, wie man es nutzt).
    Nicht zuletzt ist die Fragestellung abhängig von der Entwicklung. Seinerzeit gab es auch Menschen, für die Telefon, Fax oder Internet Modeerscheinungen waren und die sich gefragt haben „Lohnt es sich?“. Die Frage wird jeder für sich beantworten und vor allem mit der Entwicklung von Social Media beantwortet werden.
    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sehr spannend ist, ich viele neue Kontakte bekomme, viele neue Impulse bekomme und an Social Media als Kommunikationsmittel und als Marketing-/Saleskanal glaube.

  22. Vieles was man im Netz antrifft ist eher Asocial-Media :-) Getrieben von Egomanie und Ich will cool sein. Muss man denn wirklich bei Facebook oder twitter alle informieren wenn man aufs Klo geht? Ich persönlich schätze sehr die persönliche „echte“ Kommunikation – dan Gegenüber riechen, fühlen, seinen Ausdruck wahrnehmen und seine Stimme. Das Netzt dient für mich gezielt zur Informationsbeschaffung – hier gibt es gezielt ein paar Seiten die ich regelmäßig besuche, alles andere ist mir grad mal egal.

    Das Phänomen „Enterprise 2.0“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Enterprise_2.0) beschreibt das aufkommende Bestreben von Firmen sich Social-Media zu Nutze zu machen.

    Für mich als (Hobby-) Fotograf gibt es ausser meinem Fotoblog (ich möchte nicht von Flickr abhängig sein) und der Model-Kartei keine anderen elektronischen Quellen. Privat nutze ich WKW da hier der überwiegende Teil früherer Schulfreunde vertreten ist – neue Kontakte (Leute die ich nicht real kenne) sind für mich hier unintesassant.

    Da der Fotograf an sich gerne seine Fotos zeigen möchte, ist das Netz die größtmögliche Spielwiese das zu tun. Hier reicht jedoch eine gute Gallerie und geeignetes Suchmaschinenmarketing. Meine Meinung.

  23. Kann mich nur anschließen – Vorlesen lassen macht schon was her.
    Da kann ich nebenbei Dinge erledigen und deine Interessanten Blogs trotzdem genießen.
    Wäre toll, sowas in Zukunft öfter von dir zu hören