kwerfeldein
04. Februar 2010 Lesezeit: ~1 Minute

Was mir Fotografie bedeutet

Was mir Fotografie bedeutet: Auf Vimeo

Gestern Abend habe ich die Slideshowfunktion meines Flickr-Streams aufgenommen und dazu ein bisschen erzählt, was ich mit der Fotografie verbinde. Daraus resultiert nun ein Video mit ein paar persönlichen Gedanken und Perspektiven.

Das Video ist nicht unbedingt dafür gedacht, in Fullscreen angeschaut zu werden und ein paar Sachen sind nicht so, wie ich es gerne hätte. Jetzt belasse ichs aber dabei, perfekt wird es eh nie sein ;)

Falls ihr das Video nicht sehen könnt, hier geht’s zum Download.

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33 Kommentare

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  1. ich finds gut…mir gefällts….
    was ich witzig fand: die sache mit dem „auslöser drücken macht spass“
    mir geht es genauso und als mein bruder an weihnachten meine kamera in der hand hatte und bilder machte meinte er „Hey das macht ja voll spass mit der“ :D

  2. Ein tolles Video mit ganz viel Transparents und Ehrlichkeit.
    Ich schätze das an dir/ kwerfeldein.de sehr, dass du dich so zeigst, wie du bist! In einigen Punkten habe ich mich auch selbst entdeckt…
    Danke für diesen wirklich schönen Beitrag!
    LG, Chris

  3. Sehr schönes Video, ein paar Gedanken habe ich dazu:
    Vieles was du sagtest, war mir nicht neu. Entweder weil ich diese Erfahrung selber gemacht habe, oder weil du es schonmal erwähntest. Neu, interessant und sehr gut fand ich den Gedanken, dass man nicht immer all zu hohe Ansprüche an sich selbst haben sollte. Schon, ein gewisser Ehrgeiz bringt einen voran, aber ich glaube, dass man sich selbst unterbewusst schon stark mit anderen Fotografen (bzw. die eigenen Fotos mit fremden) vergleicht. Sogar bevor man abdrückt.
    Noch was Allgemeines zum Video: Am Anfang fiel mir auf, dass ich Dir gar nicht mehr richtig zuhörte, da ich zu sehr auf die Bilder achtete.
    War schön deine Bilder zu sehen und dazu die Meinung eines recht unkonventionellen Fotografen zu hören.

    Grüße

  4. Hervorragend! 9:48 min genau das, was ich empfinde, wenn ich durch den Sucher schau! Ich habe mir in letzter Zeit oft darüber Gedanken gemacht, was MIR die Photographie bedeutet. Aus denselben Gründen, die Du hier beschreibst, hat das Photographieren mein Leben und meine Prioritäten erheblich verändert! Irgendwie ein komisches, aber vor allem ein schönes Gefühl, Gemeinsamkeiten zu entdecken!

    Lieben Gruß aus dem Kölner Umland
    Daniel

  5. Blogartikel dazu: Links des Tages vom 04.02.2010 » Film, Flammenkuchen, fotografie, Lesetipps, magazin, Medien, schnee, Winter » Lifestyle & Medien

  6. Tolles Video! Gerade dir ruhige Art des ‚Vortrags‘ gefällt mir gut, regt zum Nachdenken an. Finde mich in vielen Themen wieder, gerade was das Abtauchen bzw. Abschalten betrifft, aber auch die Frage des Anspruchs an sich selber.
    Ergänzt gut deine ‚Brandrede‘ von vorgestern!

    LG aus Rostock, Thomas

  7. Toller Inhalt, und ja – mit viel Pathos und Philosophie (Fotosophie?) ;) Aber gerade das gefällt mir!

    Ein kleiner Tipp: Benutz doch die LR Slideshow Funktion mit ausgewählten Fotos :) Wäre glaub ich nicht viel mehr Arbeit gewesen

  8. wow.
    da waren viele gedanken die mir in letzter zeit durch den kopf schwirrten und mich auch zu meiner entscheidung gebracht haben fotograph zu werden genau auf den punkt gebracht.
    zwischen durch kam einfach der gedanke „hallo ich!“ auf.
    super. ich fands auch recht gelungen vom video her, die bilder und deine ruhige erzählweise.
    sehr gelungen.

  9. Also ich fand es sehr interessant…
    einfach schön mal zu hören, was andere FotografInnen in dieses Medium Fotografie hineininterpreitieren…

    Ich weiß nicht ob du das schon gesehen hast, aber während dem Video fiel es mir wieder ein. Auf Smash&Peas gab es vor kurzem einen sehr interessanten Beitrag über minimalismus in der Fotografie, und wie er allen helfen kann… Vielleicht gerade für dich interessant, da du ja einen, in diese Richtung gehenden Ansatz hast:
    http://www.smashandpeas.com/20-examples-of-minimalist-photography/

    Ich hab mir den Beitrag zumindest zu Herzen genommen und will den Tipp mal ausprobieren…:
    „Find something or somewhere with one main focal point, no background clutter, no distractions, just the subject you’re going to photograph. When you’ve found it, shoot the **** out of it!“

    achso, und es lohnt sich ein bisschen unter die „lonely water“-photos drunterzuschauen, falls die einem nicht so zusagen…

    lg,
    chris

  10. Generell habe ich Schwierigkeiten, mich auf solche „Vorträge“ einzulassen, aber dieser hat es geschafft, dass ich tatsächlich zugehört habe :-). Ich finde die ruhige und langsame Art des Sprechens sehr gut. So können die formulierten Gedanken wirken.
    Ich habe mich darin wiedergefunden. Auch für mich hat Fotografieren, durch die Konzentration auf das Sehen und das völlige Sein im Hier und Jetzt, fast meditativen Charakter.

    „Malen mit Licht“ bedeutet m. E. nichts weiter, als durch einen bestimmten Einsatz an Materialien (Kamera, Film, Sensor, Blitz, Stativ, Lichtformer etc.), ein Bild durch „BeLICHTung“ zu gestalten. Insofern „malen“ wir mit Licht, poetisch ausgedrückt ;-). Maler gestalten ihre Bilder ebenfalls mit bestimmten Materialien und erschaffen auch nicht zwingend etwas Neues vor ihrem Auge, sondern malen eine Landschaft, ein Portrait o. a. Es dauert nur viel länger ;-) .
    Wenn du am Abend die fahrenden Autos auf einer Straße fotografierst, „malst“ du mit Licht und schaffst etwas, was unser Auge so nicht sehen kann…..

  11. Blogartikel dazu: uberVU - social comments

  12. Hast du eigentlich auch, bevor du mit der Fotografie angefangen hast, die Welt etwas mit anderen Augen gesehen, als andere um dich herum? Bist du mit deinen Augen mehr ins Detail gegangen bzw. hast du die Welt um dich herum „wacher“ wahrgenommen?

    Die Frage geht auch an alle anderen hier =)

    Das interessiert mich gerade sehr. Wie ich jetzt darauf kam weiß ich nicht, aber ich denke mal, dass dein Video „schuld“ daran ist ;)

  13. Hallo Martin,

    Vielen Dank für das Teilen Deiner Gedanken und Ansichten! Dein Video hat mich (positiv) zum Denken angeregt.

    Ich „renne“ wohl noch zu oft durch die Gegend, ohne „Fotografier-Reife“ Details zu sehen.

    Auch das „sich Zeit nehmen“ kommt oft noch zu kurz bei mir. Das gibt auf jeden Fall noch einiges an Verbesserungspotential. :-)

  14. Habe mir Deinen Beitrag angehört und um den Überblick zu wahren ein paar Stichworte in die Tasten gehauen, grad ins Kommentarfeld, ist ja „Social Network“ was wir hier tun. Es sind sehr spannende Themen drin die Du am Rande erwähnst, aber Bücher füllen könnten.

    Nachfolgend einige Headlines, die ich gerne mal noch auf Deinem Blog lesen möchte.

    „Der Fotograf der Beobachter“

    „Malen / Fotografieren“ vs. „Sammeln / Abschiessen“

    „Reduktion aufs Wesentliche – Zensur oder Manipulation?“

    „Puls 180 bei 1/8s“

    „Was ist Realität?“

    Beste Grüsse
    Yves / Der Bebilderer

    ***

    Knopf drücken
    Knöpfchen drücken
    Wieder zu tun
    Bewusst sein
    Schauen Beobachten
    Sehen
    Taste drücken
    Nicht das perfekte Bild
    Gute Einstellung finden
    Blende öffnen / So sieht nur das Objektiv
    Mitgestalter von dem was passiert
    Hinter der Kamera
    Bedeutet mir sehr viel – würde auch reichen
    Meditation – Sehen genau anschauen
    Hektisches Abdrücken Negativ – Kein Spass Kehrseite von gutem Fotografieren – Hektik
    Schnell Zügig Gas geben möglich
    Hektik innnere Angelegenheit
    Schnell hier und da ein paar Fotos mache – stört
    Abschalten beim Fotografieren
    Bin bei der Sache – Vergesse den Alltag – Eintauchen in andere „Realität“. Wie Flucht aber weglaufen, Stehenlassen.

    Stadien durchlebt
    Ruhige Bildkompositionen
    Wesentliche Details
    Einfacher Fotografiere (reduzieren?)

    Rauszustellen des was ich zeigen will
    Menschliuches Auge sieht zu viel auf’s Mal
    Wahrnehmen
    Mit Kamera Dinge Fixieren
    Tür, Berg, Baum -> Ruhe Zeigen

    Keine Entzückung
    Ein Arbeiten
    Liebe
    Ziel ist einzufange was Du siehst?

    Erwartungen nach Unten gesetzt
    Stress, Hektik für gute Bilder

    Zur richtigen Zeit die richtigen Einstellungen zu haben
    Puls auf 180 – Leisten musst

    Angespanntheit finde ich die Ruhe durch Spass
    Schön finden neuen Situationen zu finden

    Fotografie keine Malerei
    Nichts kreire
    Was da ist aufnehmen
    Kein Zeichner

    Vorlage ist die Realität

    „Nie ganz allein arbeit – zusmmen mit Realität – die versuchen einzufangen.“

    • Hehe, nee. Einfach so, Du hast ja Deinen Stil hier zu kommentieren auch etwas angepasst. DAS macht Dich mir vor allem sympatisch. Zeigt mir, dass Du bereit bist, nicht nur Dein Ding durchzuziehen und ein sehr freundlicher Kollege sein kannst ;)

  15. Hallo Martin.

    Ich fotografiere noch nicht lang genug, um sagen zu können: „Coole Sache, er bringts auf den Punkt! Klar nachvollziehbar. Ich empfinde das selbe!“

    Außerdem bin ich mir sicher, es wird noch einige Zeit dauern, bis ich das selbe sagen könnte, was Du in diesem Videobeitrag bereits formuliert hast:
    Erstens bin ich nicht so weit, was Theorie und Praxis anbelangt und außerdem könnte ich es vielleicht noch nicht ganz in Worte fassen.

    Jedoch kann ich meinen, dass Du mit deinen Videobeiträgen sehr viel von deinen Empfindungen, was Fotografie angeht, an mich (ich denke auch an andere Leser) übermittelst.
    Abgesehen davon glaube ich, dass Du uns (Leser) stark motivierst.

    Meiner Meinung nach ist es wichtig nicht zu vergessen, dass Fotografie nicht nur „Knopf drücken“ ist (wie Du so schön gesagt hast), sondern tatsächlich etwas, dem man sich hingeben muss.

    Gut zu fotografieren heißt nicht, die beste Kamera und Ausrüstung zu haben und alles mit herumzuschleppen.
    Dadurch vergisst man die Tätigkeit, in die man sich meiner Meinung nach hinein fühlen muss. (Da bin ich derselben Meinung wie Du)

    Was mich an Deinem Videobeitrag besonders angesprochen hat, ist der „Moment, in dem man abdrückt“ und „Das fotografierte lange und genau anzuschauen“.
    Da kann ich sagen, dass ich schon nachempfinden kann, was Fotografie ausmacht.

    Ich hoffe ich bin nicht zu philosophisch geworden.
    Klasse Video! Ich kann es nur empfehlen.

    Gruß Philip.

  16. @MG: Danke, Danke!
    Ich will’s mal so sagen. Dein Blog fasziniert. Als einer der halt u.A. sein täglich Brot mit Bilder verdient und die Schattenseiten durchaus sehr gut kennt, versuche ich auch hier die harten Bandagen des Gewerbes spüren zu lassen.

    Dein Blog spricht viele Menschen an. Und die sind allesamt wirklich ambitionierte Fotografen, Menschen die das Bild leben und auch die Fotografie. Da Material selten vorangestellt wird ist mir Dein Blog per se sehr sympathisch. Du vertrittst in populärer Art und Weise die nächste Generation Fotografie – mit Herz und Seele. Mein Job sehe ich dabei immer wieder den Finger zu heben und (fast ein bisschen mahnend) an das klassische Handwerk zu erinnern, jenes Handwerk das ich selbst nur Peripher kenne, von meinen Meistern aber gelernt habe. Ja, auch als Autodidakt kann man Meister haben.

    Wie dem auch sei. Ich bin gerne Kritisch. Ein Werk ist dann vollendet, wenn der Künstler keine Fragen mehr hat. Der Prozess des Bildes, der Auswahl der Reportage, des Editierens oder Bearbeitens ist eine grosse Kunst.

    Im Zeitalter des Web 2.0 ist die Welt superschnell und opportun geworden. Bilderfluten stürzen auf uns Konsumenten ein, plakativ wird der Informationsgesellschaft gezeigt, was nicht mehr zum denken anstösst, nein es wird konsumiert.

    Ich erlaube mir eine Frage in den Raum zu werfen. Wer hat die Bilder aus Haiti schon mal kritisch betrachtet? Sind wir nicht Ekelhaft?

    Bilder lösen Faszinosien aus – damit muss aber sorgfältig umgegangen werden. Und das ist der Grund weshalb ich manchmal auch etwas hart am Limit befinde mit meinen Aussagen und in der Folge wenig Kollege bin. Zumindest gefühlt.

    So, ich werde wiederkommen, danke für die Arbeit und den Raum meine Gedanken zu platzieren!

    Yves / „Der Bebilderer“

  17. Mir
    gefiel Dein Vortrag, in vielem konnte ich mich wiederfinden. In manchen hast Du auf den Punkt gebracht, was mir so noch nicht in das Bewußtsein gerückt ist.
    Oft wurde ich an einen Satz von Henri Catier – Bresson erinnert, vorallem bei Deinen Gedanken zu „Malen mit Licht“

    „Photographieren und Zeichnen“
    Ein Vergleich

    Die Photographie ist für mich der freie Antrieb zu stetiger, seherischer Achtsamkeit, die den Augenblick und seine Ewigkeit festhält.
    Das Zeichnen erarbeitet sich durch seinen Strich, was unser Bewußtsein von diesem Augenblick verstanden hat.
    Das Photo ist eine unmittelbare Tat, die Zeichnung eine Meditation.
    (Henri Catier – Bresson 27.04.1992)

  18. Also zunächst zum Film: Der hat mir sehr gut gefallen. Ruhige Bilder-Präsentation mit einer sehr ruhigen, gut verständlichen Stimme.

    Inhaltlich folge ich dir in gewissen Teilen. Ich persönlich, wenn ich unterwegs bin um bewusst zu fotografieren, empfinde diese Momente auch als Meditation. Oft habe ich meinen MP3-Player in den Ohren und höre Musik (hatten wir nicht mal dieses Thema: Musik und Fotografie?) Ich werde immer entspannter und lasse die Umgebung auf mich wirken. Das beste daran ist, dass die Gebiete, die ich immer wieder besuche, einfach jedes Mal anders aussehen und irgendwie immer ein Foto wert sind. So sind im Laufe der Jahre immer wieder neue Bilder von den selben Orten entstanden.

    Bei dir gefallen mir die Portraits am besten, da Du, und das sagst Du ja auch, dich auf die Situation einlässt. Dies scheint Dir bei Menschen am besten zu gelingen. Die Bilder sind spannend, bieten viel für das Auge und heben Details und Stimmung hervor.

  19. Ein „Video“, das mir sehr gut gefallen hat.

    Auch deshalb, weil es mich als „ambitionierten (Wieder-)Einsteiger“ von der Vorstellung entlastet, jedes Foto müsse das perfekte Foto sein.

    Dieser „Wahn“ hat mich vor Jahren dazu gebracht, frustriert mit der Fotografie aufzuhören. Anfang 2010 habe ich wieder damit angefangen. Unter anderem auch deshalb, weil mich Deine Blogartikel und Deine (Video-)Podcast dazu anmieren. Vielen Dank dafür!