kwerfeldein
03. Februar 2010 Lesezeit: ~2 Minuten

Miniatur-Fotografie

Miniaturen zu fotografieren ist eine Tätigkeit, der ich, sagen wir mal, sehr selten oder nie nachkomme. Bis auf nette Spielereien mit dem Bokeh und dem Einsatz von Tilt-Shiftobjektiven in der „normalen Welt“ kann ich dem Ganzen nicht viel abgewinnen. Zu viel Gefrickel und die Märklin Eisenbahnen meines Vaters fand ich schon früher nicht ganz so spannend.

Heute morgen habe ich meine Meinung etwas korrigiert, denn ich wurde überrascht, verblüfft und sprachlos gemacht. Wie?

Über Umwege gelangte ich auf ein Set von Michael Paul Smith, genannt Photos of my models. Ich zappte die Fotos durch, dachte „naja“ und wurderte mich über die Zugriffszahlen des Sets im 7-stelligen Bereich. Erst dann las ich mir die Beschreibung durch (-> wir sehen: Es macht durchaus Sinn, auch mal Beschreibungen zu lesen) ;)

Mittendrin wurde ich auf diesen Satz aufmerksam:

NO PHOTOSHOP WAS USED IN THESE PICTURES. IT’S ALL STRAIGHT FROM THE CAMERA.

„Wie jetzt. Die Fotos sind alle mit Modellautos gemacht?“

Ich war etwas betroffen darüber, dass ich es beim ersten Mal nicht sofort gemerkt hatte. Also die Fotos nocheinmal angeschaut und bei genauerem Betrachten wurde klar, dass das keine echten Autos sind. Jetzt war ich noch mehr durcheinander als vorher.

„Warum sehen diese Fotos denn so verdammt echt aus? Die Hintergründe, die Bäume und der Himmel – das kann doch nur mit Photoshop reingemogelt werden.“

Doch irgendwann landete ich dann bei diesen Fotos, die das Geheimnis lüfteten. Offenbar nahm der gute Smith seine Miniaturen manchmal samt Unterlage raus in die Natur und fotografiert sie dann eben im Kontext. Noch ein Beispiel? Vorher, nachher.

„Käpsele“ sagt man hier im Süden.

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