kwerfeldein
25. Januar 2010 Lesezeit: ~2 Minuten

Ein offener Brief an die Objektivdeckel-Mafia

Sehr geehrte Objektivdeckemafiosi, sehr geehrten Objektivdeckelmafiosa,

ich gebe es ja ungern zu, aber sie haben es wieder geschafft. Und wie sie sehen, zwingt mich die Verzweiflung dazu, sie öffentlich anzuschreiben. Dieser Brief ist mein letzter Versuch, mit ihnen in Kontakt zu treten. Falls dies scheitern soll, werde ich alle meine Objektivdeckel IMMER in meiner Hosentasche tragen – völlig zweitrangig, ob ich nun fotografiere oder nicht.

Heute ist es schon zum zweiten, dritten, ach nein FÜNFTEN Mal in meiner Fotografenkarriere passiert. Ich griff zu meinem 50mm 1.4, wollte es draufschrauben und siehe da – oh schreck! Er ist weg! Der Deckel! Ich habe gesucht, gesucht (ja, verdammt, auch im Kühlschrank, aber diesmal war er da auch nicht).

Und jetzt? Können sie mir mal BITTE verraten, wie sie ihren V-Mann (oder besser O-Mann?) bei mir eingeschleust haben? War es der Postbote? Einer der Handwerker, die „nur mal kurz in den Keller“ mussten? Ja, ich glaube, es waren fünf und als sie wieder heraufkamen, waren es nur noch Viereinhalb!

Oder ist ihr V-Mann etwa eine Katze? Ja wunderbar! Herzlichen Objektivdeckelwunsch!

Und NEIN, ich werde KEIN Schutzgeld zahlen, ganz gleich wieviele Objektivdeckel sie noch abtauchen lassen. Lieber stecke ich wie oben beschrieben alle Deckel in meine Tasche oder lasse sie mir (Bing! Idee!) ANPIERCEN. Ja!

Ich warne sie. Falls ich ihren V-Mann bei offener Tat ertappe, werde ich ihn WOCHENLANG Objektivdeckel AUFESSEN lassen. Ich habe sie also gewarnt. Falls sie doch zur Besinnung kommen sollten, meine Adresse steht im Impressum. Schmerzensgeld nehme ich auch in bar an.

Bitte, danke.

Martin Grummel

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