11. Januar 2010 Lesezeit: ~7 Minuten

Winterlandschaften fotografieren: 5 Tipps für Einsteiger


Tief Daisy hat Deutschland ein weißes Kleid übergestülpt. Landschaften, die sonst höchstens vom Raureif winterlich anmuten, erstrahlen nun in glänzendem Weiß. So haben wir die Gelegenheit, jetzt Landschaftsfotos zu machen, die wir vielleicht in den nächsten 10 Jahren nicht mehr machen können.

Deshalb mein erster Tipp: Diese Chance nutzen. Und wenn es nur für eine Stunde ist – es lohnt sich.

Mit vier weiteren Tipps möchte ich Euch einerseits Lust aufs Fotografieren machen und andererseits ein paar Erfahrungswerte mit auf den Weg geben. In den Punkten 2 und 3 werde ich auf Kameraeinstellungen und in 4 und 5 auf die Bildkomposition eingehen.

Wie im Titel schon erwähnt, ist dieser Artikel für Einsteiger gedacht.

2. Im M-Modus fotografieren

Winterlandschaften fotografieren: 5 Tipps für Einsteiger

Jede digitale Spiegelreflexkamera hat Belichtungsprogramme, die uns beim Fotografieren etwas Arbeit abnehmen sollen. Je nach gewähltem Programm kümmert sich die Kamera dann um eine Einstellung, beispielsweise die Blende und berechnet selbst, was in der jeweiligen Situation „optimal“ ist. Eine ausführliche Erklärung der Belichtungsprogramme findet ihr hier.

Ich selbst verzichte gerne auf diese Automatiken und stelle alles selbst ein. Dadurch habe ich volle Kontrolle über die Kamera und beim Fotografieren im Winter hat das einen ganz entscheidenden Vorteil:

Wenn wir beispielsweise mit der Blendenpriorität (Kürzel: Av oder A) fotografieren, dann wird die Kamera die Belichtungszeit festlegen – wir kümmern uns nur um die Blende. Weil der Schnee sehr hell ist, trickst der aber die Kamera aus – welche prompt das ganze Foto unterbelichtet. Das Ergebnis sind viel zu dunkle Fotos. Logisch, oder?

Nun – wer in Raw fotografiert, mag in solchen Situationen sicher noch etwas retten können. Doch auch das nachträgliche Aufhellen von Raws in Lightroom hat Grenzen. Deshalb mein Tipp: Mit „M“ fotografieren, tendenziell etwas überbelichten und dabei auf das Histogramm achten. So können wir präzise festlegen, was die Kamera macht – und Unterbelichtungen vermeiden.

Update 1: Für manche Einsteiger wird es einfacher sein, erst einmal mit Av (A) zu fotografieren – weil ihr dadurch erst mal eine Sorge weniger habt. Schaut einfach, was Euch am Besten liegt.

3. Das Histogramm nutzen

Winterlandschaften fotografieren: 5 Tipps für Einsteiger

Ob ein Foto korrekt belichtet ist, das kontrolliert man hin und wieder gerne über das kamerainterne Display. Ist ja auch praktisch. Doch draussen im Schnee ist es manchmal so hell, dass wir auf dem Display fast nichts mehr erkennen können, weil es verhältnismäßig zu dunkel ist.

In diesem Fall macht es Sinn, wenn uns das Histogramm anzeigen lassen. Daran können wir im Zweifelsfall gut erkennen, ob das Foto insgesamt eher hell oder eher dunkel ausfallen wird.

Kurze Erklärung des Histogramms: Auf der linken Seite sehen wir die dunklen Pixel des Bildes, auf der rechten die hellen. Wenn sich überwiegend auf der linken Seite Pixel ansammeln, dann können wir daraus schließen, dass das Foto dunkel ausfallen wird. Sind die meisten Pixel auf der rechten Seite, ist das Foto ein helles.

Wenn wir eine Winterlandschaft fotografieren, sollten wir lediglich darauf achten, dass das Histogramm auf keiner von beiden Seiten „ausschlägt“ – somit erhalten wir möglichst viele Details. Manchmal ist das ein Drahtseilakt – aber mit ein bisschen Übung klappt das ganz gut.

4. Was möchte ich zeigen?

Winterlandschaften fotografieren: 5 Tipps für EinsteigerWenn wir draussen mit der Kamera in der Kälte stehen, dann kann es uns manchmal gar nicht schnell genug gehen. Hier ein paar Fotos, da kurz etwas einfangen und dann gleich wieder zurück ins Auto oder gar nach Hause. Doch diese Hektik wirkt sich auch auf die Qualität des Fotos aus, und zwar in Sachen Bildkomposition.

Hingegen macht es durchaus Sinn, sich beim Fotografieren zu fragen: „Was möchte ich eigentlich zeigen?“ und sich dann voll darauf zu konzentrieren. Wenn ich gerade einen eingeschneiten, alleinstehenden Baum faszinierend finde, dann brauche ich unter Umständen die Straße im Vordergrund gar nicht mit im Bild haben – da sie den Betrachter von dem ablenken könnte, was ich zeigen möchte: Den Baum.

Das schöne an Winterlandschaften ist ja, dass sie manchmal ein Objekt völlig isolieren können. Denn wenn drum herum nur Schnee liegt, lenkt auch nichts anderes ab – ich finde das einerseits praktisch und andererseits sehr ästhetisch.

Deshalb: Zeit lassen bei der Bildkomposition. Und als Nächstes die Frage stellen: „Wie kann ich das, was ich zeigen will am besten zeigen?“ Wenn wir uns also im Klaren sind, dass wir einen eingeschneiten Baum fotografieren wollen, dann können wir beginnen, mit den Perspektiven zu spielen.

Mein Tipp für solche Situationen: Mindestens einmal drumherum laufen. Denn manchmal sieht ein Baum aus der entgegengesetzten Richtung ganz anders aus, weil er durch den Perspektivenwechsel vor einen anderen Hintergrund steht.

5. Die Drittel Regel nutzen (und brechen)

Winterlandschaften fotografieren: 5 Tipps für Einsteiger

Unter Landschaftsfotografen ist die Drittelregel sehr bekannt. Und wer jetzt gerade nicht genau weiß, wovon ich spreche: Die Drittelregel ist eine Entscheidungshilfe bei der Bildkomposition, die besagt, dass wichtige Elemente des Bildes nicht die Mitte, sondern eher nach oben, nach unten, etwas nach rechts oder links gesetzt werden.

Wenn wir also draussen in der Natur die überwältigende Weite einer Landschaft fotografieren wollen, dann können wir ganz bewusst den Horizont ins obere oder untere Bilddrittel setzen und unser Foto somit fürs Auge interessant gestalten.

Alternativ dazu: Die Drittel Regel ganz bewusst brechen und ein wichtiges Element provokant in die Mitte setzen. Je nach Situation kann das unserem Foto ein ganz eigenen Reiz verleihen. Doch dafür gibt es kein Gesetz – wir müssen selbst ausprobieren, ob es Sinn macht oder nicht.

Die Drittel Regel ist eine Entscheidungshilfe – sollte aber niemals zu einer starren Regel werden, da auch sie kein Garant für perfekte Bildkompositionen ist. Wir entscheiden, was gefällt.

Update 2: Zusätzlich möchte ich noch darauf verweisen, dass sich bei zu schnellem Erwärmen der Kamera nach dem Shooting Kondeswasser in der Kamera bilden kann. Ich lasse deshalb meine Kamera direkt nach dem Shooting in der Kameratasche (weit weg von irgendeiner Heizung in einem nicht ganz warmen Raum), damit sich die Kamera langsam aklimatisieren kann. Mehr dazu bei Martin Hülle und bei Henning Wüst.

Haben Euch die Tipps geholfen? Was war Euch neu?

Ich hoffe, dieser Eintrag war für Euch ergiebig und nicht allzu ausführlich. Über Eure Kommentare und Ergänzungen freue ich mich wie immer!


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65 Kommentare

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  1. Vielen Dank für die Tips. Ein Kritikpunkt vielleicht. Die Hinweise sind sehr allgemein und nicht unbedingt nur bei Winterlandschaften anzuwenden. Also eher nichts spezielles sondern generelle Tips die man befolgen sollte?! Lediglich die Anmerkung, dass Bilder mit Schnee tendenziell zu dunkel geraten hilft.

    • @Toby: Ja das stimmt – Sachen wie die Drittel Regel passen auch „bei sommerlichem“ Wetter – macht aber meiner Meinung nach trotzdem Sinn, dadrauf auch im Winter zu achten. Ich hab die Tipps heute deshalb etwas allgemeiner gehalten, eben weil ich damit auch Einsteiger ansprechen wollte. Ich hoffe, es war nicht zu allgemein ;)

  2. Schöner Artikel. Habeschon lange Lust raus zu gehen und Fotos zu machen. Wir haben im Moment so eine schöne verschneite Alb. Leider hat mir bisher die nötige Zeit gefehlt. Hoffentlich komme ich die Tage noch dazu.

    Noch eine Anmerkung zum Artikel: Ich hätte mir gewünscht, Du hättest genauer erklärt wo genau der Vorteil des M-Modus im Bezug auf Schnee-Landschaftsaufnahmen liegt.

    • @Martin Hülle: Danke für Deine Ergänzungen – habe Deinen Artikel schon bei Martin Wolf in den Kommentaren gefunden & gelesen. Find ich gut, zu sehen, wie unterschiedlich teilweise Herangehensweisen sind und welche Erfahrungen Du gemacht hast.

      @Steve: Für mich persönlich liegt der Vorteil darin, dass ich selbst festlege, mit welchen Werten ich das Foto mache – das ist eine persönliche Vorliebe, die für mich auch praktisch Vorteile nach sich zieht. In der Landschaftsfotografie kommt es oft vor, dass ich mit exakt den gleichen Einstellungen eine Szene fotografieren will – aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Da kann es bei Av schonmal passieren, dass die Kamera unterschiedlich misst und auch unterschiedlich belichtet. Dazukommt, dass ich – wenn ich mal Av eingestellt habe – dazu neige, mich gar nicht mehr dazum zu kümmern, was die Kamera da macht. Was dazu führen kann, dass ich ein Bild mit dem Teleobjektiv verwackle, wenn es gen Abend geht und die Kamera automatisch länger belichten muss. Um das zu vermeiden, nutze ich gerne „M“. Aber wie Martin Hülle uns zeigt, gibt es auch Fotografen, die ganz anders arbeiten – und das ist ja durchaus richtig & wichtig!

  3. Neu für mich war die Nutzung des Histogramms. Ich muss geschehen, bisher hatte ich diese Funktion ignoriert, da ich dachte, das ist eh viel zu kompliziert, wenn man unterwegs ist. Aber du hast sie sehr kurz und prägnant erläutert und ich werde sie jetzt sicher öfters mal nutzen. Daher: Danke für die Tipps! :)

  4. Zum Thema einmal drumrum laufen würd ich vielleicht noch ergänzen, dass man sich bei Schnee vorher schon ungefähr überlegen sollte, welcher Ausschnitt einem gefallen würde und dann entsprechend große Bögen schlagen.
    Außer man möchte später seine eigenen Fußtrapser auf der sonst unberührten Schneedecke im Bild haben oder hinterher mühsam rausklonen.

  5. Hm, was vielleicht deutlich mehr bringen könnte als „einfach nur den M-Modus verwenden“ wäre doch dieses nette Knöpfchen +/- zur Belichtungskorrektur. Denn wer einfach nur den M-Modus nutzt und dann mit Hilfe der „Waage“ die „richtige“ Belichtung gefunden hat belichtet ja noch lange nicht wirklich richtig weil Schnee nun mal besser reflektiert als Asphalt. Und die Belichtungskorrektur läßt sich ja auch in Av einsetzen…
    Und noch ein Tipp am Rande für diejenigen die kein warmes Auto dabei haben und trotzdem warme Finger haben wollen – was meiner Meinung nach ganz gut funktioniert sind „Laufhandschuhe“ mit Windbreaker Eigenschaften – die sind a) gummiert in der Handinnenseite, so dass man nicht notwendigerweise gleich die Kamera verliert b) einigermaßen warm c) nicht so sperrig wie Termo-Skihandschuhe und erlauben damit immernoch einigermaßen gutes Handling der Kamera. Hab meine gerade Freitag bei -14°C im Einsatz gehabt und hatte einigermaßen warme Finger.
    Und was die Anfänger problematik betrifft – wären vielleicht tip 6&7 auch noch hilfreich: Ersatzakku in die Hosentasche (oder Innentasche von der Jacke) und nicht die Kamera direkt im Haus aus der Tasche nehmen ohne ihr ausreichend Zeit zum aklimatisieren zu geben. Sonst machen deine 5 Tipps unter Umständen nur genau einmal Spaß und danach hat man dann den anderen Spaß mit dem Kondenswasser an stellen wo man noch nie Wasser haben wollte :)

    • @Wiebke: Hm, ich kann nicht sehen, dass ich „einfach nur im M-Modus fotografieren“ geschrieben habe. Habe aus den genannten Gründen geschrieben, dass man tendenziell überbelichten und sich am Histogramm orientieren soll ;) Ich denke prinzipiell hat ja jeder seine eigenen Herangehensweisen, wie er am liebsten fotografiert. Und jupp, bei Av kann man auch mit +/- korrigieren, so lange es nicht am Abend schon dunkler wird und durch Av die Kamera zu lange belichtet = verwackeltes Foto (gerade bei Brennweite 80mm aufwärts).. Und ja – das mit dem aklimatisieren ist ein wichtiger Hinweis!

  6. @Steve
    Der M-Modus hat im Bezug auf Schneeaufnahmen nicht grundsätzlich Vorteile. Ich fotografiere viel Schnee und Eis und arbeite immer im A-Modus und nutze zur Korrektur die +/- Belichtungskorrektur.

    Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass eine Korrektur im Schnee bei Sonnenschein und blauem Himmel selten nötig ist, allerdings bei bedecktem Himmel nahezu immer eine Pluskorrektur durchgeführt werden muss (ca. +0.7 oder etwas mehr).

    Oft kommt es auch zu blauen Farbstichen. Diese können z.B. durch eine selektive Farbkorrektur in den weißen Farben (und evtl. den grauen Farben) durch eine Reduzierung der Cyan- und Magentaanteile behoben werden. (In Photoshop: Menü, Bild, Korrekturen, selektive Farbkorrektur)

    Wer weitere Tipps zum Fotografieren in der Winterkälte sucht, wird hier fündig:

    http://www.freiluft-blog.de/2009/12/tipps-zur-fotografie-auf-wintertouren/

  7. Einer der wichtigsten Tipps meiner Meinung nach fehlt – und das obwohl Martin ihn am Rande angesprochen hat: Zieht Euch warm an!!! Klingt komisch? Ist aber so :-) Denn wenn Euch warm ist, dann nehmt Ihr Euch auch mehr Zeit für die Bildkomposition und aus „Schnappschüssen“ werden durchdachte Bilder. Außerdem macht es mehr Spaß, was der Qualität der Bilder mit Sicherheit auch zu Gute kommt ;-)

  8. Da mit Schnee, jeder Kamera so seine Probleme hat, und bei bedeckten Himmel (wie Martin Hülle schon schrieb) kennt sich dann der Belichtungsmesser der Kamera gar nicht mehr aus, meistens kommt da so ein komischer grauer Schnee heraus ;) deshalb ist es ratsam, auf +1 Ev zu stellen-und zu beobachten.
    Was mir nicht klar ist, was jetzt speziell die Drittelregel, mit dem Fotografieren von Winterlandschaften zu tun hat?

  9. @Martin: Stimmt das „einfach nur“ stammt von mir :D Aber einen Anfänger – möglicherweise jemand der seine erste DSLR gerade erst zu Weihnachten bekommen hat – direkt in den M-Modus zu schicken… (mit oder ohne Histogramm) fällt auch schon fast unter fieser Trick, oder? ;) (andererseits wer’s nie probiert wird’s nie lernen… und früher hatten SLRs nur M-Modi)
    Vielleicht M-Modus mit „grünem Knopf“ (ich weiß nicht ob Canons und Nikons den haben, aber bei mir holt der die Einstellungen für Zeit und Blende hervor, die die Kamera automatisch nehmen würde) und dann kann man ja darauf basierend mit Histogramm weiter probieren und hat vielleicht eine höhere Wahrscheinlichkeit gleich am ersten Tag wenigstens ein paar (halbwegs) gelungene Bilder dabei zu haben, als wenn man sich im Schnee erstmals mit M-Modus und Histogramm alleine auseinandersetzen muß…

    • @Wiebke + Martin Hülle: Der M-Modus hat uns, wa ;) Ja, ich gebe Euch recht, ein Einsteiger kanns natürlich erstmal leichter haben, wenn er mit Av (oder A) anfängt – hat beides Vor-und-Nachteile…

      @Ronny: Hast Du den Artikel zum Histogramm schon gesehen? Da wirds recht klar eklärt – auch mit Videos und so…

  10. @Martin Gommel
    Mit Deiner Ergänzung zum M-Modus hast Du grundsätzlich natürlich recht. Ich denke aber, dass gerade im Hinblick auf den Artikel, der sich ja an Einsteiger richtet, der A-Modus mit +/- Belichtungskorrektur einfacher zu bewältigen ist. Denn es geht ja erst einmal „nur“ darum, die Unterbelichtung zu bekämpfen …

    Fotografiert man mit M und ohne Korrektur, muss man bei jeder Aufnahme daran denken, die Korrektur über Zeit oder Blendenwert mit einzustellen. Wenn die Beleuchtung konstant bleibt, mag es einfacher sein, die Korrektur einmal +XX einzustellen (richtigen Wert wie im Artikel geschrieben über das Histogramm ermitteln) und den Rest die Kamera machen zu lassen.

    Denn wer möchte im Schneesturm oder bei brechenden Deichen an der Nordsee noch lange an der Kamera rumfummeln … da muss es vielleicht einfach auch mal schnell gehen :-)

  11. ich stand gestern am fenster, wollte einen ähnlichen baum fotografieren und fragte mich die ganze zeit, warum das bild so dunkel ist. hab ich mich beim nachdenken so angestrengt, dass du meine gedanken empfangen hast? haha

    danke für die tipps – wird direkt umgesetzt!

  12. Ich hätte da noch nen Tipp, aber weniger zur Photographie, als generell zum bewegen im Schnee… man sieht ja nicht so richtig wo man hin läuft, wenn alles Schnee bedeckt ist und als ich vor ein paar Tagen draußen unterwegs war bin ich irgendwann eingebrochen und Stand knietief in irgend einer Matschgrube :)
    Nja… hab mich dann entschlossen nur noch da zu laufen wo auch Tierspuren sind, damit war ich dann ganz gut unterwegs

  13. Vielen Dank! Super Tipps. Leider einen Tag zu spät.
    Aber der Schnee bleibt ja noch ein wenig und somit werde ich noch alles ausprobieren. Zum Histogramm habe ich eine Bitte: Könntest du mal ein gute bzw. gut belichtetes Bild neben dem dazugehörigem Histogramm zeigen? Das macht es mir hoffentlich leichter das endlich zu verstehen. :-)

  14. Schöner Artikel, das macht mir hier auch immer wieder sehr viel Spaß, die kleinen Tipps zu lesen. Mal sehen, ob wir noch mal dazu kommen, die Winterlandschaft zu fotografieren.
    Auf jeden Fall kannst du wieder öfters solche kleinen Mini-Lehrstunden rauskramen ;-)

  15. Man ihr habt’s aber auch gut mit eurem Schnee :) Hier in Belgien bekommen alle schon die Krise, nur weil 2cm Schnee gefallen sind… Belgier beleuchten nämlich Autobahnen, aber haben keine Räumungsdienste ;)
    Ich halte jetzt einfach mal den Schneematsch in Brüssel fest… Sehr deprimierende Fotos :D

    Ich finde deinen Artikel auch sehr allgemein gehalten, ich hätte mir ein bisschen mehr „Schnee“-Details gewünscht. Für Anfänger und Rausgehmuffel aber trotzdem gut geschrieben :)

    Viele Grüsse aus Brüssel,

    Janika

  16. @Martin Gommel: Jupp – sieht so aus. Ist allerdings auch mein Lieblingsmodus (außer auf Radgruppenreisen – braucht länger als der grüne Modus bis ich mit den Einstellungen durch bin – und wenn ich mal wieder die richtigen Handschuhe in ’nem anderen Land aufbewahre als mich selbst… wer konnte auch Weihnachten mit Schnee in Norddeutschland rechnen). Aber um den zu lernen empfehle ich auch wärmeres Wetter oder Innenaufnahmen :D

  17. Trotz der Kälte kann ich jedem nur empfehlen nicht nur mal eben aus dem Auto rauszuhüpfen und wieder rein. Also warm einpacken und los!

    Ich war gestern erst wieder 2 Stunden unterwegs und hab zwar in meinen Augen kein brauchbares Bild zustande bekommen, aber trotzdem war ich zufrieden als ich wieder daheim angekommen bin. Stattdessen hab ich die schöne verschneite Landschaft genossen und abgeschaltet. Zudem wenn man so mittem im Wald auf einem eher abgelegeneren Weg ist, um einen herum die Bäume verschneit sind und dazu die Stille – man fühlt sich wie auf einem anderen Planten. Echt toll!
    Außerdem schult man ja durchs umherlaufen und betrachten der Umgebung sein Auge. Wenn man aber nur mal eben ausm Auto hüpft und wieder rein dann geht einem das flöten.

    Also der Kälte getrotzt und los gehts! ;)

  18. Was die Belichtung anbelangt spielt es überhaupt keine Rolle, welchen Modus man nimmt.
    Solange ich mich am eingebauten Belichtungsmesser orientiere (i.d.R. dargestellt durch die sogenannte „Belichtungswaage“) wird mir die Kamera immer genau dann auf die „0“ zeigen, wenn das von mir angemessene Objekt 18% grau ist.
    Wenn ich also möchte, dass die von mir geknipste, jungfräuliche Weide auf meinen Bildern genau so weiß ist wie Clementines Schürzenzipfel muss ich überbelichten. Und das kann ich in M, Av, Tv und sogar in P.

  19. Super Artikel erstmal!
    Dem Zeit lassen kann ich nur zustimmen, zieht euch warm an und nehmt euch dann in der Landschaft Zeit für Komposition!
    Aber wenn man erstmal richtig drin ist, vergisst man regelrecht die Kälte. Ich war letzte Woche ohne Handschuhe oder Mütze knapp 3 Stunden in der Kälte am Fotografieren. Die Möglichkeiten fallen bei Schnee einfach so vielseitig aus… da möchte man garnicht mehr aufhören. ;)

  20. Wow! Vorhin dachte ich mir noch: „Dina..eigentlich könntest du Morgen ein wenig raus gehen und die schöne Winterlandschaft fotografieren..“ und da ich ein totaler Anfänger bin, dachte ich mir ich schaue ein wenig im Internet nach Tipps. Und siehe da! Auf meiner lieblings Internetseite sind gleich welche da!
    Danke Martin! :)))
    Jetzt freue ich mich schon riesig auf Morgen und hoffe das die Sonne auch mal ein wenig hinter den Wolken hervorspitzen wird.

    gruß

    dina

  21. Ich finde ja solche Bilder, weiß in weiß wo das Motiv fast nur durch einen leichten Kontrast gezeichnet wird, sehr cool!
    Ich hätte auch Lust solche Bilder zu machen, aber irgendwie kann ich mich bei dem Wetter echt nicht durchringen rauszugehen.
    Meist ist es, wenn ich da Heim bin, schon wieder zu dunkel und wenns mal passt mim Licht, dann schneits und da hab ich, ehrlich gesagt, angst um meine Cam…

    Wobei man diesen „jahrhundert“ Schneeeinbruch doch, wie du sagst, ausnutzen sollte… muss mal schauen ob ich mich nicht doch durchringen kann!

  22. Hallo Martin, was würdest du zur bevorzugten Tageszeit in Bezug auf die Beleuchtung meinen? Eher früh zeitig oder eher nachmittags? Dies ist ja gerade wenn es nicht vollkommen bedeckt ist sehr unterschiedlich!

    Ansonsten super Artikel. Ich zweifel nur manchmal ob ich die Kamera rausholen soll insbesondere wenn das Thermometer sehr weit runter geht und z.B. die -10° Marke knackt.

    • @Logder: Dann hat sichs schon gelohnt ;) Viel Spaß morgen!

      @Aliforfreedom: Jup, das ist Nebel…

      @Elektroloeffel: Je nach dem, was Du machen willst – probiers einfach mal aus. Ich selbst bevorzuge normales Tagelicht – aber auch die Abendstimmung mit eher warmem Licht kann tolle Athmosphäre entstehen lassen (wenn die Sonne durchkommt)…

      @Dina: Super- freut mich! Viel Spaß und Erfolg auf Deiner Fototour morgen!

      @t0m: Ja – es lohnt sich sehr (finde ich)… Ich habe selten so einen Winter erlebt wie gerade – und es ist nicht sicher, wie schnell sowas wieder kommt… Vermutlich eher selten…

  23. Gerade Gestern war ich draußen und hab ein paar Bilder im Schnee gemacht. Wie sie geworden sind kann ich leider noch nicht sagen, da die Bilder noch bis Mittwoch auf der SD-Karte reifen müssen. (hab am Mittwoch Prüfung und will mich vorerst darauf konzentrieren) Wenn bei uns der Schnee noch ein paar Tage durchhält, dann versuche ich mal die Tipps umzusetzen.

  24. Würde mir noch so einen Artikel auf etwas höherem Niveau wünschen. Für die alle die schon länger dabei sind.

    EIN TIPP FÜR FORTGESCHRITTENE(oder alle 1/3-Regel-Kenner) :

    Dies ist eine Erweiterung (eigentlich die Herleitung) der Drittel-Regel: Die Fibonacci-Spirale

    hier ein Artikel mit Beispielbildern:

    http://jakegarn.com/the-rule-of-thirds/

    Gruß Arne

  25. Normalerweise habe ich ja mit Landschaften nichts am Hut. Ich war jedoch vor kurzem schon einmal unterwegs, um etwas schönes einzufangen. Leider sind bei uns die schönen, einzigartigen Dinge sehr rar. Ich werde denke ich dennoch bald wieder losziehen – auf gut Glück – und da kommt mir dieser Beitrag gerade recht =) Danke

  26. Danke für die Motivations Hilfe in Sachen Schnee Fotografie. Für heute Abend etwas zu späht, aber morgen werde ich mir eine Stunde „stehlen“, unbedingt.
    Im Moment sorgt Frau Holle in Karlsruhe für reichlich Schnee.

    Bin mehr im AV Modus aktiv, gelegentlich M Modus. Fühle mich allerdings durch den Artikel ermutigt mich noch mehr dem M Modus zu widmen.

  27. Danke für diesen tollen Artikel! Darauf habe ich gewartet. Was kann ich am besten tun, um die Kamera vor Schäden auf Grund des intensiven Warm/Kalt- bzw. Kalt/Warm-Wechsels zu schützen? Kondeswasser etc.? Freue mich über Ratschläge!
    Liebe Grüße,
    Andi

    • @Andreas: Ich habe darüber schon bei Martin Hülle und bei Henning Wüst gelesen, und schließe mich ihren Empfehlungen an. Ich selbst lasse die Kamera nach dem Shooting mindestens ein paar Stunden in der verschlossenen Kameratasche, damit sich die Kamera so langsam aklimatisiert – dabei stelle ich sie nicht in Reichweite einer Heizung.. So mache es zumindest ich…

  28. Hallo Martin,

    für mich waren das eher weniger neue Tips, aber Weihnachten ist ja noch nicht lange her und es tummeln sich hier bestimmt einige Einsteiger.
    Für jene sind glaub ich in dem Artikel ein paar schöne Tips zusammen gefasst, die man einfach anwenden kann. Nicht kompliziert, man nimmt einfach die Kamera, geht raus und probierts aus!

    Gruß
    Samuel

  29. Endlich mal eine kurze, aber deutliche Erklärung zu diesem Histogramm. War bisher zu faul, mich mit diesem „Theoriekram“ abzugeben. Aber kann echt hilfreich sein, hab nämlich auch schon die Erfahrung gemacht, bei hellem Tageslicht null aufm Display sehen zu können – die Fotos aber später echt schön geworden sind. (Glück gehabt!)
    Durch unzählige Try-&-Errors hab ich inzwischen den M-Modus gut im Griff und fotografiere fast ausschließlich damit. Aber ich muß mich einigen Vor-Postern anschließen mit der Meinung, M sei nix für Anfänger. Man muß schon einige Erkenntnisse/Erfahrungen mitbringen, um mit der Kamera manuell arbeiten zu können!

    Einmal hatte ich mich für eine Foto-Reportage bei minus 14 Grad auf den Christkindlesmarkt begeben, dick eingemümmelt in mehrere Lagen Pullis und Hosen, Winterjacke, Schal, Mütze und fingerlosen Handschuhen, hatte mit der Aklimatisierung des Equipments null Probleme, wohl aber mit Händen und Füßen ;-) Aber es war eine schöne Erfahrung. Fotografieren, kommunizieren und danach eine positive Resonanz zu den Bildern.
    Aber… solche Landschaften wie oben gezeigt, die genieße ich lieber OHNE Kamera!

  30. Schöner Beitrag! Magst Du jetzt nicht noch einen kurzen Beitrag über das Kamerahandling bei tiefen Temperaturen machen? ;-)
    Sonst kommt nach dem langen Winterspaziergang der große Schreck wenn die Kamera wieder ins warme Wohnzimmer kommt…

  31. Kleiner Tip dazu: Die Kamera noch in der kalten Umgebung (trockene Luft) luftdickt in eine Plastiktüte packen und ab in die Kameratasche. Und dann zu Hause langsam aufwärmen. Die Luft in der Tüte ist dann trocken und es kondensiert nix! :P

  32. Beitrag 9 von Wiebke ist für mich die perfekte Ergänzung zum Artikel.

    Vielleicht nochwas: Eine Belichtungskorrektur um ca. plus 1EV ist bei Schnee häufig ein guter Anhaltspunkt.

  33. Wieder mal ein schöner Artikel. Leider bin ich nun einbischen verwirrt. Hier und auch aus anderen Quellen wird gesagt, dass man überbelichten soll. In meinem ersten Buch über das Fotografieren wurde es genau andersherum dargestellt: ist die zu Fotografierende Fläche überwiegend hell, dann unterbelichten, ist die Fläche überwiegend dunkel dann überbelichte. In jedem der Fälle soll sichergestellt werden, dass maximal viele Details erkennbar bleiben.

    Gruß

  34. Supii Artikel – ich hatte das mit dem M-Modus wieder vergessen! Ich werde mal ausprobieren damit zu fotografieren – ich denke das ich etwas Zeit brauche um es zu verstehen!
    Und danke für die weiteren Tipps! Gruss cagi

  35. @steff: Vielleicht hast du das falsch in Erinnerung? Oder es steht da tatsächlich falsch drin.

    Tatsache ist: Die Kamera versucht i.d.R. immer ein neutral graues (18%) Bild zu erzeugen. Ermittelt deine Mehrfeldmessung eine durchschnittlich höhere Helligkeit, regelt sie die Belichtung runter. Ermittelt sie eine geringere Helligkeit, regelt sie die Belichtung höher. Du willst deinen Schnee aber nicht neutral grau, sondern weiß abbilden. Also musst du den Wert, um den die Kamera die auf den Sensor treffende Lichtmenge reduziert, wieder erhöhen. Bei Schnee gilt die Faustregel, dass man um ca. 1EV reichlicher belichtet.

  36. @steff: war das vielleicht ein Buch aus analogen Zeiten? Ich erinnere mich dunkel, daß man bei Film etwas unterbelichten soll und bei digital wiederum überbelichten, weil die beiden Medien unterschiedlich arbeiten beim Detailverlust. Irgendwie. Es war dann aber so gedacht, daß man hinterher in der Dunkelkammer das wieder aufhellt, dabei aber keine überbelichteten Hoghlights hat, bei denen alle Zeichnung verloren geht. Bei digital soll’s genau umgekehrt sein.
    Es hat wohl irgendwas mit dem „Zonensystem“ zu tun.

  37. Blogartikel dazu: Winterlandschaften fotografieren « Bad Kreuznach Blog

  38. Blogartikel dazu: Fotowettbewerb #Winterbilder startet demnächst | Cirquent Blog

  39. Blogartikel dazu: Tweets die Winterlandschaften fotografieren: 5 Tipps für Einsteiger | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel erwähnt -- Topsy.com

  40. Blogartikel dazu: Winter-Inspiration: 10 Fotos, die mir gefallen haben | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel