06. Januar 2010 Lesezeit: ~6 Minuten

Drei signifikante Erkenntnisse über die Fotografie

Seitdem ich begonnen habe, mit dem Fotoapparat die Welt zu dokumentieren, befinde ich mich in einem kontinuierlichen Lernprozess. Der wird auch nicht abreissen – und wenn ich will, mein ganzes Leben lang. Mit jeden Shooting lerne ich dazu.

Dementsprechend hat sich in den letzten Jahren einiges in meinem Umgang mit der Kamera verändert. Ist ja klar – ich fotografiere heute nicht mehr so, wie ganz am Anfang. Unter anderem habe ich in der Zwischenzeit ein paar Sachen dazugelenrt. Und drei „Erkenntnisse“ möchte ich Euch jetzt kurz und knackig (1) vorstellen.

(1) Hat nicht gekappt. Wurde doch etwas länger ;)

Weniger abdrücken

Im direkten Vergleich zu den Klickraten im den Jahren 2008 und zuvor, liege ich pro Shooting gefühlt 30% darunter. Denn wenn ich eine Sache 2009 gelernt habe dann das: Mehr Zeit nehmen für die Bildkomposition und weniger darauf verlassen, das schon irgendein Glückstreffer dabei sein wird.

Natürlich ist das abhängig vom Ziel meines Fotografierens: Wenn das Brautpaar samt Blumenmädchen an der gesamten Sippschaft vorbei aus der Kirche trabt, werde ich nicht zögern, soviele Fotos zu machen, wie ich nur kann – die Kunst dabei ist, die Bildkomposition nicht aus den Augen zu verlieren.

Doch wenn ich in der Landschaft stehe und alle Zeit der Welt habe – warum soll ich dann um Himmels willen alle 5 Sekunden ein Bild machen?

Dauerfeuer macht mich selbst nur nervös und irgendwann leidet dann auch der Spaß am Fotografieren darunter. Willkürliches drauflosballern ist eine Weile ganz witzig, streichelt den Technik-Nerd in mir, wird aber auf Dauer langweilig und verliert allmälig seinen Reiz.

So richtig Reizen hingegen tut mich das filigrane Suchen nach dem optimalsten Winkel und der brilliantesten Brennweite für diese eine Situation. Dann abzudrücken ist die Sahnehaube auf dem Kuchen, aber nicht der Kuchen selbst.

Fotografieren ist nicht nur „The Moment it clicks“ – nein, es sind die vielen kleinen Details davor und danach.

Kontinuität ist der Shit: Dranbleiben, dranbleiben, dranbleiben.

2007/2008 kam ich nach meinen Shootings in der Natur häufig mit einem komischen Gefühl  nach Hause. „Das war nix heute“ oder „Irgendwie fehlt mir grad die Inspiration“ und die Frage „Warum klappt das bei mir nicht so wie bei allen anderen?“ nisteten sich in meinem Unterbewusstsein ein.

Ich dachte immer, dass es doch nicht so schwer sein könnte, ein gutes Bild zu machen. Ich könnte es ja einfach genauso machen, wie meine großen Vorbilder. Doch eines kann man eben nicht „machen“ – und das ist Erfahrung. Und die zählt einiges, wenn es um Motivauswahl und Bildkomposition geht.

Denn mit jedem Shooting, jeder vollen Speicherkarte und jedem Tropfen Schweiss habe ich dazugelernt. Ich habe vor allem begonnen zu erkennen (und lerne immer noch), wann es sich lohnt, die Kamera auspacken und abzudrücken. Und wann nicht. Dafür gibt es keine Anleitung, und keinen 10-Punkte Leitfaden. „In einer Woche zum Profi-Fotografen“ – ist nicht.

Hingegen hat es sich ausgezahlt, weiterzumachen. Auch dann, wenn ich nicht immer sicher war, ob das jetzt ein gutes Bild wird oder nicht. Ob es sich lohnt, die Sachen zu packen und aus der kuschligen Wohnung raus in die Kälte zu ziehen. Es hat sich gelohnt.

Fotografiere, was Du liebst

Klingt erstmal wie ein Werbespruch aus den 90ern. Flach, oberflächlich und nicht alltagstauglich. Denn das Schwierige daran ist: Woher weiß ich, was ich liebe? Manch einer ist sich darüber sofort im klaren, ich wusste das erstmal nicht.

Ich gebe zu – an dieser stelle wird der Artikel sehr theoretisch. Aber die Frage nach der Liebe ist ganz schön wichtig, wenn ich entscheiden muss, wohin ich beim nächsten Shooting gehe. In die Stadt oder raus in die Landschaft? Freunde fotografieren oder doch zu Hause Alltagssituatinen einfangen? Fashionfotografie oder doch die Kuh auf dem Felde?

Mir hat da nur eins geholfen – fotografieren. So komisch da auch klingt, aber es ist so.

Ich habe Gebäude fotografiert, um zu schauen, ob die Architekturfotografie was für mich wäre. Nach dem dritten Shooting wurde mir das zu langweilig.

Ich habe Landschaften fotografiert und .. aaaah, da ist was.. Diese Dramatik.. Okay, mal festhalten.

Ich habe mich in der Studiofotografie versucht und… uh, nee zu viel Technik, zu künstlich alles.. Also streichen…

Ich habe mich an der Stockfotografie versucht und.. nach ein paar mal hatte ich ebenfalls keine Lust mehr….

Ich habe Kinder fotografiert und … oh – auch gut. Spannend. Lebendig. Macht irgendwie Sinn…

Ich habe meine Freunde fotografiert und.. ja, das macht Spaß! Gemütlich um die Ecke stellen und meine Freunde beim Lachen oder Nachdenken ablichten und die fertigen Fotos dann in eine Email packen.. Hm.. cool…

Ich habe Business-Portraits gemacht und.. nee, zu klassisch-werbemäßig…

Ich habe Hochzeiten.. Hochzeiten! Leute sind gut drauf, 2 Menschen kommen sich nahe, Party ohne Ende, alle schick und ich mittendrin. Yea. Das rockt. Dann noch viel Schwarzweiss und… geil.

Ich habe Bäume, Wälder, Gebirge und Wege in der Natur fotografiert und jaaaa. da ist was. Rockt.

Ihr seht – bei mir war das keine lineare Entwicklung. Ich habe ganze 4 Jahre gebraucht, um herauszufinden, was mir eigentlich gefällt. Die Suche war teilweise mühevoll und frustrierend – doch heute bin ich einen großen Schritt weiter. Ich fotografiere, was mich fasziniert. Und darin bin ich am effektivsten.

Frage an Euch: Welche Dinge habt ihr in der letzten Zeit dazugelernt?

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53 Kommentare

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  1. Blogartikel dazu: Tweets die Drei signifikante Erkenntnisse über die Fotografie | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel erwähnt -- Topsy.com

  2. Was ich vor allem gelernt habe ist, man muss, trotz dem man vielleicht meint seine Gebiete gefunden zu haben, immer wieder was neues probieren. Denn manchmal kann ein Thema, was noch vor einer Weile uninteressant erschien, auf einmal doch interessant sein. Weil man vielleicht einfach dazu gelernt hat oder andere Ausrüstung besitzt als beim letzten Annäherungsversuch.
    Nie stehen bleiben, nicht versteifen, offen sein.

    Dennoch denke ich man sollte sich nicht verzetteln.
    d.h. nicht 10000 Dinge auf einmal machen. Nicht jedes Bild was man gut findet als „die neue Bestimmung“ sehen und unbedingt auch so ein Bild machen wollen.

    Kurzum: offen sein für Neues aber aus der ganzen Flut an Möglichkeiten immer noch bewusst für sich die perfekte Mischung finden.

  3. Oh wie wahr, da hast Du mir aus der Seele gesprochen, nur bin ich noch ziemlich am Anfang und weiss wohl was ich zur Zeit gerne fotografieren möchte, lass mich aber immer wieder von Fotos die ich toll finde anstecken. Dann wird so lange probiert, bis es mir gelungen ist etwas ähnliches zu produzieren und ganz oft, bin ich dann wieder bei meiner Sichtweise gelandet. Aber ich habe auch noch viel technisches dazu zu lernen. Packen wir’s an :-) und Danke Martin.

  4. Das deckt sich mit meinen Erfahrungen.

    Irgendwann sollte sich jeder die Frage stellen, was einem liegt und was man in den Jahren gelernt hat. Das ist gut und produktiv.
    Ich experimentiere sehr gern. Mit Linsen, mit Film, mit Brennweiten.
    Und so habe ich versucht, bestimmten Motiven auch ein bestimmtes Objektiv zuzuordnen. Oder ein Format.
    Z. B. finde ich Architektur unerträglich. So für mich selbst. Mit dem Lensbaby macht es mir allerdings Spaß.
    Reise funzt für mich vor allem mit der Holga und im Mittelformat.
    Stills gehen für mich nur mit Offenblende.

    Also nur, um das mal kurz zu umreissen.

    Aber ich stimme dir zu, dass der Lernprozess nie abreisst. Jedes noch so kleine Shooting wird zu einer Herausforderung und anschließend ist man wieder schlauer.

    Schöner Artikel.
    Vielen Dank. :)

  5. Meine Haupterkenntnis der jüngeren Vergangenheit:
    (Leider) liegt für ein gutes Ergebnis ein großes Gewicht auf der Nachbearbeitung!

    Auch wenn die Vorschaubildchen auf dem Kameradisplay grandios aussahen, fast immer stellt sich beim Lightroom-Import der RAW-Files erst mal Ernüchterung ein.
    Also erst mal auf den Level eines durchschnittlichen Point&Shoot-JPGs bringen.

    Und dann ist doch bei sehr vielen Bildern eine bildverstärkende Nachbearbeitung möglich oder erforderlich (um ein tolles Bild zu bekommen).
    Wenn man mal die Chance hat, das Original eines grandiosen Bildes sehen zu dürfen, wird diese Ansicht bestärkt: 50% der Bildwirkung entsteht im Post.

    Für mich keine positive Erkenntnis – ich fotografiere eigentlich lieber.
    Bislang habe ich rudimentäre Entwicklungsschrite in LR vorgenommen und damit fertig. Seit ein paar Wochen nutze ich mehr und mehr auch mal die nicht globalen Editiertools in LR (Verlauf, Pinsel). Ich muss aber zukünftig öfter mal den Sprung in PS auf mich nehmen.

    Wie seht ihr das?
    VG Thomas
    http://www.flickr.com/photos/tschloss/

  6. Ja, das mit der Abdrückrate hat sich bei mir auch verändert.
    Ein Freund gab mir mal vor ner Zeit den Tipp, für jedes Motiv was man fotografiert nur 3 mal abzudrücken.
    Dadurch überlegt man es sich natürlich viel mehr wie man rangeht.
    (bei ner hochzeit natürlich nicht… )

    Guter artikel!

  7. Ja Genau! Ich versuche auch gerade herauszufinden, was mir am besten gefällt und liegt. Dafür will ich dieses Jahr so viele Fotos wie möglich machen. Vorgenommen habe ich mir, jeden Tag die Kamera in die Hand zu nehmen und ein tolles Foto von was auch immer zu schießen. In wiefern ich das durchziehen kann und was dabei rauskommt steht auf einem anderen Blatt.

    Aber ich Versuche mich auf alle Fälle weiterzuentwickeln.

    Toller Artikel. Dein Blog hilft mir oft weiter…

    Mach weiter so

  8. @Sergej:
    So einfach wie der Tipp auch ist, das ist ne gute Idee…
    Wenn man sich für sich selber einfach als „Richtwert“ setzt, das man pro Motiv einfach nur 3 Bilder macht (soweit Möglich natürlich) so hat man für sich doch einen Anhaltspunkt.
    Die Idee ist gut. Muss ich mal beachten.

  9. :) Erstmal halte ich es mit Mambozart:

    „Kontinuität ist der Shit“

    Ist der… was? Mist, ich werde alt. Du sprichst echt manchmal in fremden Zungen. :)

    An das „..das rockt“ konnte ich mich ja noch gewöhnen, aber das etwas jetzt voll „shit“ ist, wenn es gerade eben nicht „shit“ ist… ist schon irgendwie „shit“.. ähhhhh… oder so. Mist. Ich muss meine Pillen nehmen. Jetzt geht’s los. ich verstehe die „Jugend“ nicht mehr und bin gerade mal 6 Jahre älter als du.

    Aber mach ruhig weiter so. :) Ich erkenne deine Texte dann wenigstens auf dem ersten Blick. Hat ja auch was! ;)

    Ansonsten: Ja, das mit dem „Fotografiere das, was du liebst“ ist wichtig. Und nicht so einfach. Denn dazu gehört auch die Erkenntnis, dass das, was man liebt, andere noch lange nicht lieben müssen. Was für einen selbst DAS Motiv, DAS Foto ist, ist für die Betrachter, egal ob Freunde, Familie, Fremde oder eine Fotojury noch lange nicht DAS Ding.

    Wie ein altgedienter, bekannter Fotograf mal meinte:

    „Wenn sie gerne Klappstühle fotografieren, und der Juror hat sich mal in einem Klappstuhl die Finger eingeklemmt und hasst jetzt Klappstühle, dann ist beim Betrachten des Bildes sein Empfinden ein anderes als das ihrige….“

    Wunderschön auf den Punkt gebracht.

    Ich hab neulich ein Foto gesehen. Boeing 747.. ein frühes Exemplar aus den 60ern. In der Montagehalle, wenn ich mich recht entsinne.. Frontal aufgenommen. Schwarz-weiß.. ich glaube, etwas weitwinkelige Aufnahme. Scharf wie hulle, wahrscheinlich großes Negativ. Mächtig, drückt die Größe der Maschine toll aus.

    Ich dachte mir „Geil! Das Ding könnste dir übers Bett hängen!“

    Ich brauch nicht lange zu überlegen um zu realisieren, das vieeele andere bei dem Motiv alleine schon das große Gähnen anfangen. Aber so ist das. Nicht jeder liebt das gleiche. Also: Fotografiere, was du liebst. Oder fotografiere, was andere lieben.. aber du wirst eventuell unglücklich dabei, weil du dich verbiegen musst…

    Just my 2 Euro-Cents. :)

  10. Schöner Artikel, ich bin ja noch eher in der Findungsphase und das würde ich dieses Jahr gerne stark fortführen. Ich denke aber mal, dass es bei mir auch die Landschaft sein wird, da mich die Fotos schon sehr faszinieren. Schauen wir mal.

    Übrigens: „optimalsten“ gibt es nicht. Es kann nichts besser als optimal sein ;-)

  11. @Thomas S.: Finde ich eigentlich okay. Was mich stört ist, dass die ganze Welt scheinbar Bock hat Adobe richtig viel Geld zu geben und man kaum Profis findet, die mit GIMP arbeiten. (Die meisten Tutorials für GIMP sind von Leuten, die noch nie ’ne Mark verdient haben mit Post. Der komplette Volllame.)

    Mein YongNuo und F2S sind heute gekommen. Yeah!

    Shittige Grüße.

  12. Ging mir ähnlich.
    Bei mir fing es auch mit Landschaften an, und das mach ich auch immer noch gerne, weil es mir da mitlerweile gar nicht mehr „nur“ ums Fotografieren geht, sondern auch um das „Natur bewusst sehen und erleben“, und das entspannt mich.

    Dazu kam dann nach ner Weile, wohl auch weil ich ne kleine Tochter habe, die Kinderfotografie, und dadurch hab ich entdeckt, wie spannend es ist Menschen „einzufangen“.

    Wobei mich Architektur-Fotografie immer noch reizt. Das liegt sicherlich daran, dass mich Architektur sowieso interessiert. Allerdings ist das mit meiner Ausrüstung noch schwer umzusetzen, bzw. hab ich mich auf der technischen Seite noch nicht damit befasst…mal gucken was kommt :)

  13. Meine Erkenntnis der letzten Zeit. Hmm ich glaube, dass es nicht möglich ist aus jeder Szene, jedem Objekt und jeder Situation tolle Bilder zu machen. Manchmal gibt es einfach Grenzen an die höchstwahrscheinlich auch andere stoßen würden.

  14. Meine Leidenschaften liegen in der Natur und Portraitfotografie. Ganz Am Anfang, als ich meine ersten paar Naturfotos gemacht habe (Macro, Bokeh usw.) waren das schon recht viel und 90 % davon war untauglich. Inzwischen lasse ich mir länger Zeit und fotografiere nur Dinge, die richtiges Potenzial haben. Ich denke nicht mehr „das wird schon ein gutes Foto werden“ sondern „das wird ein gutes Foto“. Grausam ist es für mich in den kalten Monaten, in denen es nciht viel zu fotografieren gibt. In letzter Zeit versuche ich mich jedoch etwas in der Landschaftsfotografie. Mal sehen, was da noch zustande kommt.
    Bei der Portraitfotografie (Studio) habe ich viel gelernt, was das Lichtspiel angeht, am Meisten in den letzten paar Monaten, weil ich einfach mehr ausprobiert habe/nicht stehen geblieben bin.

  15. Hallo Martin,

    ja, kann ich in fast jeder Hinsicht so bestätigen. Sowohl bzgl meiner eigenen Neigungen als auch bzgl. des darüber Nachdenkens, das irgendwie nicht dazu führt, dass man irgendwann „weiß“, was man will. Wie bei so vielen Dingen muss man ‚raus‘ gehen. Im wörtlichen und übertragenen Sinne. Ich glaube (und hoffe), dass ich auch nach gut 25 Jahren des Kamera-in-der-Hand-und-los noch nicht ausgelernt oder „mich auf etwas eingeschossen“ habe. Vielmehr genieße ich nach einigen digitalen Jahren und meinem leidenschaftlichen Hang zur Natur- und Tierfotografie die Momente, in denen ich nicht mehr so angestrengt durch den Sucher schaue, sonderen tatsächlich für diese kurzen Momente eins sein kann mit der Situation. Mehr als einmal habe ich mich auch schon flüsternd bei meinem jeweiligen Fotomotiv bedankt. Das hilft und gibt ein gutes Karma. ;)

    Ja, ich mache weniger Fotos als früher, habe gelernt zu raffinieren, trotzdem bestätigt sich bei mir oft die 10%-Regel: 90% sind bei meinem kritischen Blick einfach Ausschuss. Und maximal 1% ist auch Jahre später noch der Hammer. :)

    In diesem Sinne…schöner Artikel mit Hand auf’s Herz, weiter so!

    Viele Grüße!

    Stefan aka @Zcottie

  16. Ich habe defintiv gelernt, dass es sich immer lohnt, die Kamera dabei zu haben und verlasse seither nur noch selten das Haus ohne meine Canon.
    Ebenfalls habe ich gelernt, dass es mir persönlich garnichts gibt, gezielt loszuziehen, um an bestimmter Stelle etwas Bestimmtes zu fotografieren (am Ende bin ich meist unzufrieden mit den Resultaten).
    Eine wichtige Erkenntnis ist auch, das Fotos zeit brauchen. Einerseits Zeit zur Nachbearbeitung, keine Frage, aber oftmals ist es doch das Foto, welches ein halbes Jahr unbeachtet in unserem Archiv liegt, man aber nach der langen Zeit aus irgendeinem Grund mit einer ganz anderen Sicht dieses Foto ansieht und es dann als eines seiner Lieblingsfotos des vergangenen Jahres oder so stolz seinen Freunden und der Community präsentiert.
    Vielleicht auch eine wichtige Erkenntnis für mich: fotografieren bedeutet kommunizieren. Und das auf jeder Ebene.

  17. Also ich finde die Überschrift „Kontinuität ist der Shit“ klasse! Schließlich ist Fotografie mein Rock’n Roll.

    Ich habe vor kurzen die Erkenntnis gehabt, dass andere Menschen meine Fotos anders sehen als ich. Das ist ein entscheidender Punkt. Es ist mich schon häufiger passiert, dass ich jemandem ein Foto gezeigt habe, von dem ich dachte, es sei eher mittelmäßig. Aber die Reaktion des Gegenüber war große Begeisterung. Man sollte also öfters mal „unbeteiligte Dritte“ hinzuziehen und nicht nur Hobbyfotografen über seine Bilder urteilen lassen. Die Begeisterung, die ich von anderen für meine Bilder bekomme, ist immer wieder eine riesen Motivation für mich.

  18. Erstmal wieder ein Artikel der Kategorie, Höchstklasse :)
    Ich beginn ja gerade mit meiner 2ten Fotografischen Jahr und da kommen alle diese Dinge zusammen also Step by Step.

    Weniger abdrücken

    Ist mir in den letzen Shootings immer wichtiger geworden. Davor hab ich einfach draufgehalten und dabei die Kamera bewegt. Jetzt, Stativ aufstellen, einfach einmal bisschen umherlaufen und mögliche Standorte suchen. Dann gezielt ‚komponieren‘ und dann erst KLICK!

    Kontinuität ist der Shit: Dranbleiben, dranbleiben, dranbleiben.

    Lass ich einfach einmal so stehen! Ist einfach so.

    Fotografiere, was Du liebst

    Mache ich gerade. Ich finde es echt sehr wichtig dasman am Anfang alles ausprobiert.

    Ich habe auch schon viele Dinge durch.

    Menschen. Cool, hab aber irgendwie keine Models. Ich habs einfach mal so stehen lassen und werde mich später wieder diesem Thema widmen.

    Natur. Yea! Sehr geil! Einfach raus und, mein Motto, die kleinen, unscheinbaren Dinge im Leben fotografieren.

    Gebäude. Noch nicht so wirklich ausprobiert. Wird nachgeholt.

    Ich kann einfach nur jedem, der anfängt zu fotografieren den Tipp geben, wirklich alles mögliche und unmögliche zu fotografieren. Nach einer Zeit weiß man dann was einen am Meisten zusagt.

    Viele Grüße
    Flo

  19. 1. Letztes Jahr habe ich es endlich gelernt auch mal ein nicht gelungenes Foto zu Löschen nachdem ich analysiert habe was ich da falsch gemacht habe.

    2. Drucke ich meine Fotos hin und wieder mal selber aus und hänge sie in der Wohnung auf. (Ist ein schönes gefühl seine eigene Bilder hängen zu sehen)

    3. Verschenke ausgedruckte Fotos von dir an andere! Es ist gut zu sehen wie es ankommt.

    4. Licht, Licht, Licht, ich lieb meine 50mm 1.8.

    5. nur Blogs lesen hilft nicht. Mann muss auch das gelernte umsetzen. Also Kamera auspacken und los auch wen es nur Alltagsgegenstände sind die du jeden Tag benutzt.

  20. Hoi zsame,

    ich finde es immer klasse wie persönlich und entwaffnend ehrlich Deine Posts sind, Martin.

    Für mich hat sich im letzten Jahr einiges verändert, da sich durch die Anschaffung einer DSLR natürlich meine Herangehensweise & Erwartung ans Fotografieren und die resultierenden Bilder erhöht hat. Vorher mit den Kompakten war halt immer so „dokumentieren was gerade vor die Linse kommt“ angesagt. So habe ich mit der DSLR dieses Jahr viel über Bildkomposition & -Wirkung gelernt, aber auch über die Themen Licht, flache Schärfentiefe und „Knackscharf“.

    Gefragt habe ich mich allerdings schon warum ich überhalb fotografiere… Einerseits macht es einfach nur Spass. Ich liebe es vor allem Menschen/Tiere und Landschaften abzulichten. Allerdings finde ich keine Zeit für große Nachbearbeitung und tagelange Fotosessions. Es ist halt nur „ein“ Hobby, und eben nur eines von mehreren.
    Außerdem wohin mit dem fertige „Werk“? Ausdrucken und an die Wand? Allen zeigen was für tolle Fotos man gemacht hat? Archivieren und nie mehr ansehen? Geld verdienen ist auch nicht mit dem geringen Engagement ;-)
    Also kam ich für mich letztes Jahr zu dem Schluss: „back to the roots“. Einfach den Spass am Fotografieren genießen, sich nicht stressen um die Superbilder zu haben und Menschen mit deren Aufnahmen eine Freude machen.

    Gruss,

    Martin

  21. Es ist wirklich so, dass man im Lauf der Zeit einfach mal alles ausprobiert. Das hast Du sehr gut erkannt!
    Auch wenn meine Verlobte & ich natürlich nur Hobbyfotografen sind, so gibt es auch bei uns Bereiche, die beide mögen oder nur einer von beiden mag oder eben keiner mag.

    Wir schiessen auch nicht mehr so viel „drauf los“, sondern überlegen zuerst.

    Meine Verlobte liebt Stadtfotos und somit auch Architektur.
    Ich liebe Portraits aller Art.
    Und Hochzeiten sind wirklich immer am besten – nur leider heiraten im Moment so wenige bei uns :-(

    Vielleicht machen wir es ja wirklich irgendwann auch beruflich – aber der Schritt vom bequemen Schreibtischjob hin zum unbequemen und oft auch anstrengenden Fotografenjob ist groß… Ich finde es gut, dass Du diesen Schritt gewagt hast! Ich hätte viel zu viel Angst, bei einem Auftrag zu versagen..

  22. Ich bin ein Technik-Junkie und Festbrennweitenliebhaber. Seit dem letzten Sommer bin ich fanatisch auf entfesseltes Blitzen – es vereint Kreativität, Technik und Lernen. Man kann dadurch einfach alles ins rechte Licht rücken und die Ergebnisse wirken nicht so klinisch rein wie in einem Studio. Ich finde es auch schade das viele Reportage- und Zeitungsfotografen nicht am Blitz festhalten – alleine ein gezielt indirekter Blitz kann Person und Raum zugleich ausleuchten… dadurch wirken die Bilder nicht wie von der Stange, David Hobby hat dies immer schön aufgeschlüsselt.

    Meine Dslr habe erst seit vorletztdem Herbst, also jetzt etwas über ein Jahr, ich habe wegen der Makrofotografie in dieses Regime gewechselt. Eine feste Linie habe ich bisher noch nicht, bis eben auf das entfesselte Blitzen und dadurch mehr oder weniger Portraits, Menschen….
    Zudem probiere ich relativ viel aus, werde gespannt sein wie sich dies und das noch entwickelt.

  23. „Hat nicht gekappt. Wurde doch etwas länger“
    och, das sei dir mal verziehn. war trotzdem ein kurzweiliges lesevergnügen.

    ich denke, das wichtigste was ich gelernt habe ist, dass ich mit meiner kamera noch lange nicht an meine grenzen gestoßen bin, wie ich bis vor kurzem noch dachte. eigentlich ist der gedanke aus der not geboren, da ich mir schlicht keine andere leisten kann. trotzdem steckt viel wahrheit drin, da ich zwar grundlegende gestaltungsregeln sehr wohl kenne und anwenden kann, aber jetzt soweit bin, sie wieder zu brechen. und wie ich sie breche ohne das bild zu verunstalten ist eine kunst, die erstmal erlernt werden will. und davon bin ich noch weit entfernt. so pfeiff ich vorerst auf bildrauschen und co. und widme mich meinem auge. für diese erkenntnis habe ich sehr lang gebraucht.

  24. Als Anfänger in der Findungsphase ein sehr beruhigender und gleichzeitig auch motivierender Beitrag.
    Stelle gerade fest, dass man einerseits zu oft abdrückt, allerdings nur mit reichlichem Bildmaterial versehen kann man lernen, bzw. seinen Stil finden. Wenn es den überhaupt gibt „seinen Stil“
    Ich denke fotografieren heißt permanentes lernen und verändern. Wie im richtigen Leben.
    Schwierig ist für mich auch zum fotografieren mich zusätzlich mit der Bildbearbeitung zu befassen.
    Aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen.

  25. Ich habe in letzter Zeit vor allem eines dazu gelernt: Als Fotograf muss man das Licht beherrschen können. Denn das macht in der Fotografie so viel aus. Schließlich ist ja fotografieren nichts anderes als Malen mit Licht. Ich habe in letzter Zeit mehr und mehr festgestellt, dass ein Bild oftmals auch deshalb schlecht ist, weil das Licht einfach nicht stimmig ist (falsche Tageszeit- harter Schatten, etc..).

  26. Dein Blog ist echt immer wieder lesenswert. Vielen Dank erstmal für die Mühe, die du dir machst.

    Dein Beitrag spiegelt gut wieder, wie ich momentan empfinde. Und, es macht mir Mut, dass meine Ergebnisse auch iiiiiirgendwann mal besser werden.

    Da ich vor gut 8 Monaten erst mit der DSLR Fotografie begonnen habe, bin ich auch noch in der Findungsphase…. hab noch keine Ahnung was mich am meisten Interessiert, da ich auf allen Gebieten noch nicht wirklich viel Ahnung habe.

    Am liebsten, soviel steht fest, fotografiere ich unbewegliche Motive *g*. Aber aus der Zeit des „dauerfeuers“ bin ich weg. Lieber nur durch den Sucher schauen und sich etwas „bewegen“ (dabei hilft eine Festbrennweite) als wahllos drauflos zu schiessen. Das macht das Bilder auswerten nachher auch nicht so langwierig (und deprimierend).

    Deine und viele andere Blogbeiträge sauge ich momentan förmlich auf und versuche das gelernte auch umzusetzen. Was nicht immer gelingt,aber ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg.

    Freue mich schon, wenn das Wetter angenehmer wird und ich mehr raussgehe zum Fotografieren.

    Heike

  27. Blogartikel dazu: Link Sammlung #3 « sometimes

  28. sehr schöne artikel.
    was ich dazu gelernt habe, ist das nicht sofort abdrücken. genau wie du es auch beschrieben hast. das war für mich die größte erkenntnis. auch der umgang mit entfesselten blitzen ist für mich eine riesen fortschritt gewesen, was sich für mich sogar als lieblingsgestaltungsmittel herausgefiltert hat. (wobei mir da kwerfeldein auf die sprünge geholfen hat).

  29. Zu „Weniger abdrücken“
    Dauerfeuer ist auch ein Konzentrationskiller, wenn man gerade ein wenig in der Materie eingetaucht ist und man plötzlich durch das zweite, nicht gewollte Bild, rausgerissen wird.

    Zu „Kontinuität“
    Ich habe mir vorgenommen, in diesem Jahr nicht mehr so viele Bilder von anderen Fotografen zu intensiv zu betrachten. Ich habe gemerkt, dass es ein klein wenig meine eigene Kreativität bremst, wenn ich beim Fotografieren immer wieder ein bestimmtes Bild eines anderen Fotografen im Kopf habe. Auch wenn ich es mir manchmal nicht eingestehen will – es lenkt doch im Unterbewusstsein ab.

    Zu „Fotografiere, was Du liebst“
    Richtig! Aber nie den Blick neben den eigenen Weg vergessen. Mal rechts und links zu schauen, etwas anderes zu probieren, das kann ganz spannend werden, auch wenn man anschliessend erkennt, dass das Thema nichts für einen ist.

  30. Kontinuität? Einerseits sicherlich. Sie gibt einem Sicherheit, aber sie kann einem in gewisserweise auch die Leichtigkeit nehmen.
    Wenn ich z.b. heute rausgehe auf die Strasse und mir überlege, was ich alles dazu gelernt habe…Wie sehr ich mir deswegen Steine zwischen die Füsse werfe und denke: Nein, es gibt dieses Verbot und jenes Verbot und ein Bild gehört so und die Blende müsste jetzt so und nein, das Licht…! Vieles geht da auch verloren und so mancher Schatz bleibt unentdeckt. Kaum mehr ein Hipshot, immer diese Ansprüche an einen selbst…es muss sitzen und möglichst perfekt werden.
    Ich möchte eigentlich wieder lernen, meine Bilder mit meinen eigenen Augen zu sehen. Erst recht die, die die ich noch nicht gemacht habe. Dem Unerwarteten begegnen können, ohne irgendwelche Vorbehalte: Stimmt das jetzt alles…Geht das denn, darf ich das? Alles zu verkopft, zu verkrampft, zu wenig intuitiv, zu wenig ich.

    So viel zum Thema Kontinuität.

    • @Sylvie: Da kann ich Dir zustimmen. Die Erfahrung kann einem manchmal auch ein Bein stellen – ich kenne das auch von mir. Dann höre ich auf „zu spielen“ und werde quasie zum Konservativen. Aber auch nicht zwingend. Aber es ist sicher gut, sich dessen bewusst zu sein und darauf zu achten.

  31. yeah!
    wunderbar, da finde ich mich aber 100% wieder! und das war mir nichtmal bewußt, bis ich es gelesen habe!

    ich kann dem eigentlich nichts zufügen was du nicht schon geschrieben hast, bis auf die hochzeiten sind dies auch meine „lieben“ und auch ich hab gelernt das es nicht die häufigkeit des auslösens ausmacht, sondern die entscheidung es zu tun.

    danke, you made my day!

  32. 1. Fotos von Leuten auch an diese weitergeben (ist analog besonders cool, weil es einfach bei mir ein paar Wochen braucht)

    2. Nur weil man ein lichtstarkes Objektiv hat, muss man nicht immer offenblendig fotografieren.

    3. Sei sicher, dass es ein gutes Bild wird, wenn nicht lass‘ die Kamera im Rucksack.

    4. Man (ich!) kann keine Lichtwerte (Zeit-Blenden Kombinationen) raten. Verdammmmmmmmmmt!

  33. Hellole,

    sehr schöner Artikel.

    Ich finde es auch wichtig, „seinen Bereich“ zu finden. Denn genau der motiviert immer und immer wieder, weiterzumachen.

    Allerdings befürchte ich auch manchmal dass es „doof“ ist, immer die gleichen Bilder zu machen. Man versteift sich da auch recht schnell. Trotzdem merkt man dann, dass einem aber genau dieses Motiv auch gut liegt, wenn man wieder positives Feedback bekommt. Es gibt ja so viele schöne Sachen, die fotografiert werden wollen.

    Ich habe vor einigen Monaten auch mehr bei Shootings geknipst, als ich das heute tue. Und: ich mache die Vorauswahl direkt am Display – damit der unnötige Müll gleich wegkommt. Ich seh meine Favoriten nämlich immer gleich – ist das bei euch auch so?

  34. Ein sehr guter und wichtiger Artikel. Ich selber fotografiere seit 2003 und muss sagen, dass ich mich immer noch in der „Selbstfindungsphase“ befinde. Ich habe auch viel ausprobiert (Landschaft gut, Architektur langweilig, Menschen sehr gut, Blitz gut, Studio gut, Makro neee, Festbrennweiten ja, Zooms nööö, Bokeh toll, Nachbearbeitung mittlerweile eher weniger als mehr…) und habe aus ALLEM etwas gelernt. Meine Blidkompositionsrate nimmt auch ständig zu und meine Auslöserate kontinuierlich ab :-) So langsam kristallisiert sich heraus, das es bei mir wohl in die Richtig Fashion, Glamour gehen wird, dass ist „fotografieren, was ich liebe“ für mich. Aber offen bleiben für alles andere ist natürlich auch wichtig. Und wer weiß, was ich in 10 Jahren fotografiere?

    Vielleicht ist beim Fotogrfieren „der Weg das Ziel“? ;-)

  35. Mein Kollege muß sich in allen Dingen beweisen, Events+Clubs, Konzerte, People, Studio, Makro, Tieraufnahmen, HDR, Landschaften… und ist sehr streng zu sich selber. Und ohne Bildbearbeitung geht da garnix!
    Zu Beginn hatte ich mich auch versucht an diversen Motiven, schöne alte Friedhöfe haben schon was… Gestellte Fotos mit Models aus der Gothic-Szene, kommt immer geil, aber…
    Ich liebe das Authentische, Spontane, Lebendige. Ich liebe es vor allem, Menschen abzulichten. Foto-Reportagen über gelungene Parties, Festivals, Straßenfeste und Märkte, ich mittendrin mit meiner Kamera, und so wie sie sind, werden sie auch auf unsere Webseite hochgeladen. Pressefotografie im Allgemeinen find ich sehr faszinierend, mach das in der Richtung momentan leider nur nebenberuflich, aber diese „Jagd“ auf ausdrucksstarkes Bildmaterial ist Adrenalin, Spaß und Befriedigung in Einem. Die Bilder müssen fototechnisch nicht perfekt oder künstlerisch anspruchsvoll sein, sondern eine Message rüberbringen!

  36. Grüß Dich,

    ich habe mir deinen Beitrag durchgelesen, und finde es hoechstinteressant was du schreibst, jedoch finde ich es etwas zu gefestigt.
    Ein Sportfotograf benötigt dieses von dir erwähnte „Dauerfeuer“. Ich selbst wende es sehr haeufig an. Ich suche mir gezielt bestimmte Szenen aus, und mache einige Serienbilder, und nur aeusserst selten komme ich dabei ueberhaupt auf die 10B/sek welche der Hersteller meines Kamerabodys verspricht. Meist sind es nur 3 oder 4 aufnahmen, aber genau in diesen 3 oder 4 Aufnahmen steckt diese eine, die ich mit gezieltem Abdrücken nie erreicht hätte, weil es technisch und körperlich unmöglich wäre (zB bei Eishockeyspielen).
    Ich werde dabei nicht nervös wenn ich „draufhalte“. Vielmehr ist es für mich ein einziges Bild, eine Momentaufnahme, bei der ich mir das Detail selbst aussuchen kann, weil ich es muss, und weil ich wert darauf lege.

    In der Landschaft hingegen, oder beim Fotografieren einer Person hingegen unter gestellten Bedienungen, benötige ich kein Dauerfeuer. Das ist aber zB etwas, dass mir rein gar nicht liegt.

    Ich finde daher gruftgirls Beitrag ebenso treffend. Und das ist einer der Gründe warum ich sehr gerne in der Pressefotografie arbeite und auch warum ich in meiner Freizeit sehr gerne bei Konzerten fotografiere. Es ist für mich mit einem gewissen Druck, einer Prise Spannung und einem Hauch Adrenalin verbunden, etwas zu fotografieren, dass ich nicht kontrollieren kann, etwas nicht wiederkehrendes, etwas bei dem sich andauernd das Licht ändert, unvorhergesehene Spielzüge und dergleichen.

    Es gibt durchaus auch Tage, da habe ich es satt, wenn es zB draussen grau in grau ist, der Himmel bewölkt, das Licht diffus und so schlecht, dass der Blitz zum aufhellen egal wie immer zu stark ist, und ohne Blitz jegliche Kontraste absaufen. Aber meistens ist es doch genau das was mir gefaellt. Zu einer Szene zu kommen und genau das so festzuhalten wie ich es vorfinde oder eben auch wie ich es sehen will.
    Aber ohne dabei die Dame vor den König zu schieben und mir mit dem Turm irgendwelche Traumszenarien zu schaffen :)

    Gruß,
    Micha

  37. Echt super Artikel! Kann mich darin echt wiedererkennen… Stehe noch eher in der Anfangsphase der Fotografie… Momentan mache ich hauptsächlich Landschaftsfotografie und Konzertfotografie, bin aber immer noch auf der Suche nach den besten Techniken, aber auch auf der Suche nach neuen Herausforderungen… Vielleicht gibt es ja auch noch andere Gebiete, die mir besser liegen…
    Hab seit kurzem angefangen Fotokurse zu machen und hoffe, dass die mir bei der Suche und auch bei der Verbesserung meiner Technik weiterhelfen werden und mir Anreiz für neue Ideen geben…

  38. Blogartikel dazu: Bildvorstellung: timeless « myhecke – Blog über Fotografie, iPad, iPhone und mehr…