04. Januar 2010 Lesezeit: ~6 Minuten

Bildvorstellung: Sheds

Heute möchte ich Euch eins meiner neuesten Fotos vorstellen. Ich habe es vor fast exakt 2 Jahren geschossen und kurz nach Weihnachten 2009 wiederentdeckt. Es ist ein Bild, das genau so lange reifen musste – auch wenn es zwischenzeitlich in Vergessenheit geraten ist.

Vorgeschichte
An einem frostig-nebligen Mittag war ich mit einem Freund auf Fototour gegangen. Wir kutschierten durch den Schwarzwald und hielten Ausschau nach attraktiven Stellen. Nach ein paar Stunden war der Tag eigentlich schon gelaufen und ich hatte mehrere hundert (hoffentlich) gute Fotos im Kasten.

Foto Vorstellung: Sheds

Als es zu dämmern begann, fuhren wir an einem Dutzend nebelumschlungener Hütten vorbei. „Komm, wir drehen um“ meinte einer von uns beiden. Am Seitenrand geparkt, Stativ und Fotorucksack umgehängt liefen wir schnurstracks auf diese beiden Hütten zu.

In alter Manier habe ich provisorisch eine Aufnahme mit dem Superweitwinkelobjektiv gemacht. Hier einmal das Foto – wer genau hinschaut, sieht im Hintergrund die zweite Hütte, die in der finalen Version rechts platziert ist.

Doch irgendwie schien das nicht recht zu funktionieren. Zu viel freier Himmel. Und das Hüttendach durchkreuzte den Horizont. Schlechte Vorraussetzungen für ein gutes Foto. Beim Umherlaufen sah ich die beiden Hütten aus größerer Entfernung nebeneinanderstehen – obwohl sie ja eigentlich meterweit auseinander waren. „Schon viel besser“.

Also steckte ich das Teleobjektiv auf die Kamera und diese aufs Stativ. Mit dem Fernauslöser entstand dann dieses Foto.

Ich akzeptierte den minimal ins Bild ragenden Horizont – den würde ich später (sehr viel später, nämlich 2 Jahre) einfach weglassen. Ausserdem schnitten hier nun die Dächer nicht mehr in die Baumkronen hinein. Sehr gut.

EXIFS

Belichtung: 1/8 Sek. bei f/8,0
ISO: 100
Brennweite: 190mm
Aufnahmezeit: 10.01.08 17:52 Uhr
Belichtungsprogramm: Zeitautomatik

Bildbearbeitung

Auf den ersten Blick sehen wir einen klaren Unterschied zwischen Original und Endfassung, denn ich habe in Lightroom stark in das Bild eingegriffen. Das musste sein, denn das Original hätte ich so unter keinen Umständen in die freie Laufbahn gelassen. Folgend ein kleiner Einblick in mein Protokoll. Warum ich Euch das ganze Protokoll zeige, erkläre ich Euch gleich.

Ihr seht – auch bei mir verläuft eine Bildbearbeitung nicht gradlinig zum Ziel. Zwar habe ich schon einwenig Erfahrung in Lightroom und hatte eine wage Vorstellung, wohin es gehen soll. Aber auch bei mir ist das viel mehr ein vorsichtiges Herantasten und Ausprobieren als ein zielstrebiges Erledigen einer Hausaufgabe mit Blick auf die Feierabenduhr.

Deshalb ging die Bearbeitung des Bildes nicht fünf, nicht zehn, sondern über 45 Minuten. Ich werde versuchen, Euch im Groben zu erklären, wie ich das Bild bearbeitet habe und lasse ein paar Zwischenschritte raus.

Beschneidung
Jedes Mal, wenn ich ein Landschaftsfoto bearbeite, nehme ich mir zu allererst den Beschnitt des Bildes vor. So ich konnte das Foto um den störenden Horizont erleichtern und auf das Wesentliche reduzieren.

Verläufe
In der finalen Fassung des Bildes habe ich insgesamt vier Verläufe. Zwei davon stelle Euch kurz mal vor.

Mit Verlauf a) habe ich von unten nach oben das Bild aufgehellt. Warum? Um den Effekt des Nebels deutlicher zu machen.

Mit Verlauf b) habe ich dann einen schmalen Streifen von unten nach oben wieder abgedunkelt, um die Details, die durch Verlauf a) im Vordergrund verloren gingen, wieder hineinzuholen. Ich hoffe, das klingt nicht allzu kompliziert.

Grundeinstellungen

Da das Foto in sich doch recht flach (kontrastlos) war, habe ich immer wieder kräftig an den Kontrasten gedreht. Die stehen hier nun bei 100%, was die komplette Präsenz des Bildes verstärkt hat. Im Nachhinein bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich da nicht etwas übertrieben habe – aber jetzt ist das Foto, wie es ist. Punkt.

Wie ihr der Grafik entnehmen könnt, habe ich die Farbtemperatur ordentlich aufgezogen und die Lebendigkeit herabgesetzt. Das lief aber in engem Zusammenspiel mit der …

Teiltonung

Ich mag es, ursprüngliche Farbinformationen in einem Bild abzuschwächen, und die dadurch entstandene Leere durch Einfärben (über die Teiltonung) auszufüllen. Ihr seht hier, dass ich den Lichtern einen Gelbton und den Schatten einen Blauton gegeben habe. Das hat die geheimnisvolle Stimmung hier verstärkt – und das Blau passt super zur vorhandenen Abendstimmung.

Kleine Korrekturen

Den Maulwurfshügel im Vordergrund habe ich weggestempelt – so wirkt das Bild etwas „sauberer“. Das Wegstempeln setze ich bei Landschaftsbildern selten ein, aber hier tut es meiner Meinung dem Foto keinen Abbruch.

Zusätzlich habe ich mit dem Korrekturpinsel die Kontraste auf der linken Hütte verstärkt. Dadurch fällt sie noch mehr ins Auge, und das wollte ich auch, denn …

… die rechte Hütte wurde bei einer Blende von f/8.0 nicht so scharf wir die linke. Da hätte ich beim Fotografieren schon drauf achten sollen, das weiß ich. Deshalb habe ich mit dem Korrekturpinsel den Hintergrund und die rechte Hütte etwas unscharf gezeichnet, um das Augenmerk noch mehr auf die linke zu setzen.

In der kleinen Fassung des Bildes fällt das fast nicht auf. In der Großen allerdings schon.

Schärfen

Abschließend habe ich das Foto in die Lightroom 3 Beta importiert, um es dort nachzuschärfen. Das Schärfen-Modul von Lightroom 3 lässt mich auch in der kleinen Ansicht des Bildes erkennen, was passiert, wenn ich es nachschärfe.

Exportieren, hochladen, fertig.

Foto Vorstellung: Sheds

Fazit
Mit der Bildvorstellung wollte ich Euch einen kleinen Einblick in meine Arbeitsweise geben, da ich weiß, dass viele unter den Lesern daraus etwas lernen können. Ich hoffe, es war nicht allzu ausführlich.

Habt Ihr Fragen dazu? Habe ich eine Sache kompliziert ausgedrückt? Natürlich freue ich mich wie immer über Euer Feedback und bin gespannt auf Eure Kommentare!

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57 Kommentare

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  1. Was mich mal interessieren würde, da ich Lightroom noch nie benutzt habe und auch noch nie live in Aktion gesehen habe, bekommt man ähnliche Effekte auch mit Photoshop CS4 hin oder macht Lightroom als Zusatzprogramm Sinn?

    • @Stiller: Ja, für mich macht Lightroom sehr viel Sinn, weil es neben den vielen Funktionen der Bildbearbeitung auch eine Bilddatenbank Organisationsmöglichkeiten ist. Weitere Funktionen wie das Erstellen von Slideshows oder Onlinegallerien sind zusätzliche „nice-to-haves“. Ich habe auch Photoshop CS4, nutze es aber mittlerweile eher selten, was sich auch mit meiner Art zu fotografieren zusammenhängt. Als Hochzeitsfotograf komme ich mittlerweile fast 100% mit Lightroom aus. Wenn Du magst, und LR mal live in Action sehen willst, werf doch mal einen Blick in die Lightroom-Ecke.

  2. Teiltonung rockt sehr!
    Und das Bild auch – wobei ich Dir Recht geben muss, was den Kontrast angeht. Kommt mir auch n bißchen zu arg rüber.

    Faszinierend find ich echt, dass Du nach 2 Jahren n Foto „ausgräbst“ und es fertig stellst. Also das mit dem Reifen seh ich ja ähnlich. Aber 2 Jahre sind echt ne lange Zeit…

    Vielleicht guck ich mir meine „alten Sachen“ auch nochmal an

  3. Blogartikel dazu: Tweets die Bildvorstellung: Sheds | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel erwähnt -- Topsy.com

  4. Danke für den gewährten Einblick in Deinen Arbeitsfluss. Und ich dachte, dass der Profifotograf nur seine sündhaft teure Kamera und die 50mm f/1.4 Festbrennweite nutzt. Wieder was gelernt.

  5. Das Bild ist etwas übergereift. Oder überarbeitet?

    Ich erlaube eine kurze Kritik am Bild, Du hast reichlich Kopfnicker unter Deiner Leserschaft, darum mal aus der anderen Ecke kommentiert.

    Die Diskussion, ob dieses Bild nun ein Gebäudeporträt ist oder ein Landschaftsbild lass ich dahingestellt. Wichtig ist aber zu berücksichtigen, dass diese Gebäude einen direkten Zusammenhang mit der Landschaft haben. Diese wurde kultiviert und dabei entstanden nicht nur die Fluren sondern auch die Gebäude die zur Bewirtschaftung notwendig waren. Somit zum ersten Punkt. Wo stehen diese Gebäude? Die Gebäude stehen im Mittelpunkt des Bildes, der Bezug zur Landschaft müsste stärker gewichtet sein.

    Dann zur Bearbeitung. Wie oben erwähnt, überarbeitet. Die extremen Kontraste und die nahezu ausgefressenen Weisstöne im Tor (die jetzt gelb sind), sowie die abgedunkelten Ränder verleihen dem Bild einen fast aggressiven Sog. Die Ruhe die an diesem Ort zu erfahren sein könnte ist wegretouchiert. Schade, es ist nämlich sicher ein sehr ruhiger, sanfter Ort. So wie das Bild eben auch bearbeitet sein sollte.

    Mein Fazit: Nach dem Entwickeln muss das Bild die Stimmung wiedergeben die am Ort zu spüren war. Gelingt es nicht, dann reicht auch die Gärung auf den Festplatten nix.

    Gegenstimmen? Ich hoffe!

    • @DerBebilderer: Interessante Sichtweise! Sehe ich aber anders.

      „Die Diskussion, ob dieses Bild nun ein Gebäudeporträt ist oder ein Landschaftsbild lass ich dahingestellt.“

      Ich auch – muß für mich in keine Kiste passen. Es ist, was es ist.

      „Die Gebäude stehen im Mittelpunkt des Bildes, der Bezug zur Landschaft müsste stärker gewichtet sein.“

      Ist sicher Geschmacksache – sehe ich nicht so. Mir war es vor allem wichtig, die beiden Hütten im Nebel zu zeigen. Aber mir ist auch klar, dass es andere Leute anders machen würden – wäre ja schlimm, wenn wir alle die gleichen Herangehensweisen hätten.

      „Mein Fazit: Nach dem Entwickeln muss das Bild die Stimmung wiedergeben die am Ort zu spüren war. Gelingt es nicht, dann reicht auch die Gärung auf den Festplatten nix.“

      Interessant – das ist eigentlich auch meine Herangehensweise. Aber ich sehe die Bildbearbeitung als einen weiteren kreativen Part, der Veränderung zulässt – und selbstverständlich die Stimmung so verstärkt, wie ich es wahrgenommen habe, und das ist sicherlich ganz anders, als es jemand anders es gesehen hat ;)

  6. Hallo Martin,

    finde das Foto echt super und bin dir sehr dankbar für die Erklärung deiner Arbeitsschritte. Da ich als Fotografie-Neuling auch noch ziemliche Schwierigkeiten mit der Nachbearbeitung habe, kommt mir das sehr entgegen.
    Vielen Dank dafür!

    Gruß
    Philipp

  7. Wow, ich glaub nach 2 Jahren hab ich schon wieder total vergessen was ich damals überhaupt fotografiert habe. Aber so ein Blick ins Archiv lohnt sich sicher sehr oft, da man die Bilder nach langer Zeit ganz anders betrachtet, find ich.

    Vielen Dank für die so detailreiche Beschreibung der Bearbeitung. Ich nutze Lightroom inzwischen auch immer häufiger :)

  8. Hm, ich schwanke noch ein wenig. Was die Nachbearbeitung angeht finde ich den Einwand des Bebilderers gerechtfertigt. Aufgrund meiner eigenen Neigung solche überstrapazierten Bilder zu erzeugen würde ich persönlich die Klappe nicht ganz so weit aufreissen… aber wo er recht hat … naja.
    Den Bildausschnitt finde ich zwar recht eng, aber ob dadurch wirklich der Bezug zur Umgebung verloren geht bezweifle ich jetzt mal.
    Was hältst Du davon eine zartere Version anzugehen und sie dagegen zu stellen?

    • @Michael: Hm, Du ich bin aktuell sehr mit dem Ergebnis zufrieden – genau so wollte ich es haben (etwas weniger Kontrast wäre sicherlich gutgewesen, aber jetzt ist es eben so). Auch mir ist im Nachhinein da einiges aufgefallen, was ich hätte anders machen können, aber ich bin jemand, der die Sachen dann auch stehen lässt und nach vorne schaut. Und wie gesagt – mir ist klar, dass andere das anders machen würden, aber für mich ist das sehr in Ordnung so. Was mir auch klar ist: Dadurch, dass ich hier das Original gezeigt habe, fällt es viel mehr auf, was ich mit/an dem Bild gedreht habe – das ist eben die andere Seite der Medallie, wenn ich hier zeige, wie ich etwas gemacht habe. Aber das ist okay für mich ;)

  9. Würdest du jetzt eher sagen, dass das Foto wirklich reifen musste oder, dass dein Wissen in Bildbearbeitung noch nicht reif genug war, um das Foto so zu bearbeiten wie du es dir eigentlich schon vor Augen hattest beim fotografieren?

    Wie ich es ab und an mir selber Merke, sehe ich zwar das Motiv schon und weiß genau wie es aussehen soll, doch leider muss man zu Hause oftmals enttäuschend feststellen, dass das Foto durch die DSLR Technik zu flau ist und irgendwie das gewisse etwas noch fehlt.
    Nun versucht man es doch meist mit der Bildbearbeitung das Foto zu seinen Vorstellungen zu bearbeiten. Oftmals fehlt einen die richtige Vorgehensweise in LR & PS, besonders wenn man noch am Anfang steht.
    Nach einer gewissen Zeit kennt man die entsprechende Techniken zb in LR um genau wie das obrige Bild so nun bearbeiten zu können wie man sich das Endergebnis eigentlich schon vor „2 Jahren“ vorgestellt hatte.

    Oder war das bei dir doch nicht der Fall?

    • @Tamer: Auf jeden Fall. Wie ich in dem Artikel zum Thema „Alles hat seine Zeit“ schon gemeint habe, reift ja nicht das Foto, sondern immer der Fotograf. Und genau so ist es – damals war ich selbst einfach zu unsicher, mich an das Foto ranzumachen / bzw. hab ich das Potential noch gar nicht richtig wargenommen, das in dem Bild lag. Nach 2 Jahren war ich da wesentlich unverfrorener und hab ich mich einfach drangesetzt. Da fließen einige Sachen zusammen…

  10. Das finde ich ja gerade das schöne an der Hobby-Digitalfotografie. Nämlich dass man jederzeit die „alten“ Fotos raussuchen, sich inspirieren lassen und neu erlerntes mit den Fotos anstellen kann. Meine Dias und Negative „vergammeln“ leider in diversen Magazinen und Ordnern.

    • @Einauge: Sowas hab ich schon ne Weile vor, aber nicht mit dem Bild ;) Ich schreibs mir mal in meinen Ideen-Pool auf, aber sone Aktion ist immer ganz interessant. Ich hab selbst bei solchen Aktionen schon mitgemacht, und fand es sehr spannend, was andre draus gemacht haben….

  11. @Martin und Michael: Danke der Rückkommentare. Richtig Falsch gibt’s nicht. Aber Kritik ist die Essenz der Fotografie. Nur der stete Diskurs erlaubt die Perfektion zu erreichen. Die akribische Auseinandersetzung mit der Bildaussage erlaubt erst die Möglichkeit mit Bilder zu kommunizieren.
    Meine Beobachtung, als einer der schon ne Weile fotografiert, ist jene, dass Schärfe und Kontraste immer mehr über die Inhalte wegtäuschen. Und dies ist in meinen Augen ein Verbrechen, wenn nicht gar desrespektierlich den Urgrossvätern der Fotografie gegenüber.

  12. Hallo!

    Also, wie du schon gesagt hast, die Kontraste sind schon n tick zu hoch. Ansonsten gefällts mit sehr gut. Die Teiltönung ist schon was feines, hab sie aber eigentlich noch nie benutzt.
    Ich überlege auch immer wie weit die Bildbearbeitung gehen darf/soll. Aber ich glaube man, es gehört a) zum kreativen Schaffensprozess eines Bildes im Digitalen Zeitalter und b) man kann doch auch die wahrgenommene Stimmung verstärken. Ausßerdem wenn man nicht selber dort war kann man nicht sagen, wie die Stimmung wirklich war. Unser Auge hat ja einen enormen „Dynamikumfang“ und da kann schon so manches Bild out of camera ziemlich flau wirken, obwohl es gar nicht so war.

    Also nochmal: Sehr schönes Bild :), nur einen tick zu viel Kontrast.

    Beste Grüße
    FLo

  13. @Bebilderer und Martin
    Ich habe sowieso die meisten Probleme mit Nachbearbeitung wenns um Prints geht. Fehlende Monitorkalibrierung und enttäuschende Printanbieter (ich sage nur Pixum, lasst bloss die Finger von weg) haben mich da zum Teil in den Trübsinn getrieben. Sah am Bildschirm so toll aus, auf Papier dann eher was für die Kiste.
    Und da gilt für mich: Immer gaaanz zärtlich zu den Bildern sein sonst sieht der Abzug nur noch künstlich aus.

  14. erstmal danke für den interessanten artikel! finde die nachbearbeitung gelungen. für mich erzeugt sie eine leicht dramatische stimmung, und wer weiß was in den scheunen mal passiert ist? ;)

    jeder sieht das anders.

    die sicht auf ein (bearbeitetes) bild ändert sich drastisch, wenn man das original zu gesicht bekommt. auch die fragen ändern sich, sowohl beim laien als auch beim „profi“. (warum hat er das gemacht, wie hat er das gemacht, hätte ich es „anders/besser“ bearbeitet, etc.)

    in diesesm sinne: it is, what it is.

    meine kritik am bild: mich stört, dass der dunkle verlauf am oberen rand auch den linken giebel erfasst… das wirkt irgendwie unnatürlich und vermittelt den eindruck, er wäre „einfach nur drübergeklatscht“ (der verlauf). ich würde ihn an dieser stelle gerne „hinter“ dem geibel sehen. ich finde so nimmt das dem bild seine tiefendynamik, zumal der rechte giebel nicht in diesem dunkeln verlauf „steckt“.
    diese stelle am bild „irritiert“ mich. ;)

    lg

  15. So, dann will ich auch mal.

    Erstens: Von Artikeln dieser Art bitte mehr! Punkt!

    Die habe ich in letzter Zeit nämlich ein bißchen vermisst.. ist so ein bißchen wie Michael Jordans Buch „Vom Alltäglichen zum Besonderen“.

    (Das Buch ist übrigens meiner Meinung nach empfehlenswert…)

    Es ist wichtig, dass man öfter mal das zeigt, was ich als „Auffindesituation“ bezeichne.. wie ist dir das Motiv denn begegnet als Fotograf? Und was hast du daraus gemacht?

    Das ist für mich phänomenal wichtig und wird leider viel zu wenig gemacht.. wenn man ein Foto sieht und sich denkt „WOW! Das ist aber grandios.. so tolle Motive hab ich nie!“ .. und dann holt dein Gegenüber ein weiteres Foto raus mit den Worten „.. und so mies sah die Gegend aus, wo ich das aufgenommen habe, und so mies war das Licht..“

    Und du denkst dir.. „..oh-mein-gott…. genau da bin ich x-mal dran vorbeigelaufen.. und ich habe nie gesehen, dass man DAS daraus machen kann!“.

    Und kriecht demütig aber klüger geworden von dannen. :D

    So, jetzt zu der Bildkritik von DerBebilderer.. ehrlich gesagt, ich bin kein Kopfnicker hier oder ich empfinde mich nicht als solchen.. aber ich muss mich Martins Entgegnungen zum Großteil anschließen. Dieses mal. ;)

    Bezug Landschaft-Gebäude: Finde ich überhaupt nicht, dass da die Landschaft stärker gewichtet werden müsste.. zumal diese eventuell (wenn ich das Weitwinkel – Foto richtig deute) nicht so der Bringer war. Die Hütten und der Nebel tragen das Bild schon alleine, jedes „mehr“ wäre da zuviel. Und einen „Diskurs“ über Hütten und Landschaft anzustellen und die Kultivierung der Flure… Ich meine das jetzt NICHT böse, aber für mich ist das dann immer schon etwas übertrieben.

    Es gibt Motive, die brauchen und verdienen eine tiefgreifende Überlegung und ein längeres Nachgrübeln. Aber ob die Hütten jetzt dazugehören.. das kann uns nur Martin sagen, ICH hätte mir halt bei den Hütten gedacht, wenn sie mir vor die Linse gelaufen wären „Hmm… die haben was.. lass uns das in Szene setzen!“. Aber das wäre es dann auch gewesen, tiefschürfendere Gedanken…. nun ja. Die Atmosphäre halt noch. Und die empfindet halt jeder anders. DerBebilderer sieht da halt Ruhe… und will eine entsprechende Bearbeitung.. Zitat: „So wie das Bild eben auch bearbeitet sein sollte.“ Sollte??

    Martin sah da halt was anderes.. vielleicht die herbe Schönheit eines nebligen, etwas kühlen Tages, verbunden mit dem herben Charme der Hütten, und so fand er auch zu einer „harten, herben“ Bearbeitung.. wer weiß… Ja, das „sollte“ kratzt mich irgendwie.

    Genau wie Martin bezüglich

    “Die Diskussion, ob dieses Bild nun ein Gebäudeporträt ist oder ein Landschaftsbild lass ich dahingestellt.”

    entgegnete:

    „Ich auch – muß für mich in keine Kiste passen. Es ist, was es ist.“

    Und da muss ich ihm zustimmen. Schon wieder. Ist wahrlich nicht immer so. ;) Wieso muss sich das Bild „entscheiden“, was es ist.. oder der Fotograf? „Es ist SO“ Und hier reicht das auch.

    Und ob man nun etwas weniger Kontrast macht.. oder die eine Ecke den Verlauf besser macht…. gut, darüber kann man diskutieren.

    Martin, mehr von diesen Beiträgen, mehr „vorher – nachher“, mehr „Das habe ich daraus gemacht“. DAS ist interessant. Mach mal öfter Fotos wie das mit dem Weitwinkel wo die Stromkabel den Himmel durchkreuzen und man geneigt ist die Kamera erst gar nicht auszupacken! Und dann hau uns ein Foto um den Latz wo du uns mit dreckigem Grinsen sagst „Und das kam am Ende dabei raus!“

  16. @Michael: Drum hab ich für meine Bilder die Abgezogen werden einen Mann des Vertrauens. Damals arbeitete er als Positivretoucheur (den Beruf soll man sich mal auf der Zunge zergehen lassen). Heute wäre dies ein Lithograf, ein Beruf der dank der Zeitnot immer seltener hochgelobt wird. Mein Mann des Vertrauens korrigiert meine Bilder und macht die Abzüge. Für schnellen Aufträge lohnt sich mindestens einen kalibrierten Monitor zu besitzen. Für alles Andere lohnt sich der Gang zum Profi. Und die Kosten …

  17. Soll ich auch mal ins Archiv schauen? :)
    Weißt du, was mich an diesem Bild am meisten fasziniert? Nicht die Bearbeitung, Kontraste, Schnitt blabla … nee. Die Teleperspektive. Da sind locker 100m Abstand zwischen den Hütten aber die 190mm lassen sie aussehen, als stünden sie fast nebeneinander. Cool. Ich mag Tele!
    Ich habe fertig. :)

  18. Danke für die Erläuterung! Immer wieder interessant, was Du wie aus Deinen Fotos machst. Wieso eigentlich kein Video – Turotial? *g*

    Ist ein tolles Bild geworden, das man so nicht im Schwarzwald vermutet hätte. Ich mag es für mich nicht, wenn ein Foto so viel anders rüberkommt, als ich es in Natura fotografiert habe, aber das ist natürlich der persönliche Geschmack!

    Glückwunsch zu einem toll gelungenen, mystischen Bild!

  19. Ich finde die Bearbeitung ist dir sehr gut gelungen, wie du den Nebel noch derart hervorgebracht und intensiviert hast. Wirkt so geheimnisvoll :) Allerdings finde ich, dass die Holzhütten einen klein Tick zu Grün sind. Ist aber wie bei so vielen Dingen eher Geschmackssache :)

  20. Mal eben meine 2 cents zum Thema „Was das Bild wiedergeben muss“: Schon durch die Perspektive und den Zoom hat Martin ja die 2 Hütten, wenn man so will, „nebeneinander“ gestellt und so die Realität „verzerrt“. Dazu kommen die zwei Jahre Zeit zwischen Aufnahme und Bearbeitung. Nach diesen zwei Jahren ist einem die Stimmung vielleicht nicht mehr so gewähr. Meiner Ansicht nach hat das Bild durch diesen „Abstand von der Realität“ eher gewonnen. Die Hütten stehen nun an einem „magischeren Platz“, als sie es vielleicht wirklich taten. Man kann darüber diskutieren, ob der Finger an dem einen oder anderen Regler vielleicht zu hoch rutschte, aber ich persönlich finde, das Endergebnis spricht für sich und ich fand es sehr interessant, Deinen Weg durch LR zu verfolgen und habe einiges gelernt.
    Vielen Dank und Gruss aus Tübingen,
    Chris

  21. @Dogwatcher: DANKE! Deine Antwort ist genau die die ich hier immer öfters vermisse. Hierzu schenke ich Dir ein „könnte“, dies darfst an der besagten Stelle meines Kommentars einbetten, dann bin ich auch zufriedener mit meiner Schreibe. Es liegt nicht an mir zu urteilen, sondern zu hinterfragen. Danke für den Wink!

    Martin hat einen wirklich genialen Blog aufgezogen, die Kritik meinerseits sollte zur Diskussion anregen und tut es auch. So werde ich mir erlauben dies hie und da zu tun, solange sie erwünscht und zugelassen ist. Retourkutschen sind auf meinem Blog jederzeit willkommen!

    Jetzt bleibt dem Martin zu danken und ich mach mich wieder an meine Bilder. Die viel zu blauen aus dem Schneegestöber.

  22. @Der Bebilderer: Ich muss da dogwatcher zustimmen. Hab die ganze Zeit überlegt, warum mich Deine Kritik an dem Bild so gestört hat.
    Es ist nicht die Kritik als solche. Ist ja vollkommen in Ordnung, eine andere Meinung zu haben. Mir sind die Kontraste ja auch ein wenig zu krass…

    Als ich dann dogwatchers Kommentar gelesen hab, wurde es auch mir klar.
    Ich mag das „sollte“ nicht. Der Ton macht die Musik :)

  23. @Alle: Danke für die Diskussionen, Anregungen und Kritiken. Find ich gut, dass hier so ein offener Dialog entstanden ist und ich bin sehr dafür, dass hier in diesem Stil Gedanken und Meinungen ausgetauscht werden.

    @Mace: Hehe – ja, der Tele-Effekt ist schon gut. Mag ich auch.

  24. Also ich finde eigentlich nicht dass ein Bild die Stimmung vor Ort wiedergeben muss. Das Bild als Ergebnis der Bearbeitung kann auch eine völlig neue Welt sein. Und wenn diese Welt in dem Kopf des Fotografen bereits existierte, dann ist das Bild eben ein Ausdruck einer anderen Realität.

    Ich finde dass es keine „Regeln“ geben sollte, vor allem nicht wenn man Stimmungen erzeugen will. Wenn das Bild Emotionen hervorruft, dann funktioniert es. Punkt. Und dann ist es auch gut.

    Ich sträube mich auch gegen die „sollte“s. Die Gedanken die sich manche zu einer Szene machen sind manchmal so grundverschieden. Ich hab zum Beispiel nicht einmal dran gedacht, dass es dort um den Zusammenhang zwischen Landwirtschaft und Gebäuden gehen „sollte“. Für mich drückt dieses Bild eine mystische Stimmung aus einer anderen Zeit aus. Eine Art Märchenwelt.

    Würde ein Uli Staiger unter der Prämisse „sollte“ und „müsste“ arbeiten, gäbe es seine eindrucksvollen Composings nicht. Es muss nicht immer alles die Realität abbilden, das ist jetzt mal das „muss“, dass ich mir nicht nehmen lasse ;-)

  25. Genau soche Artikel finde ich klasse, da lernt man doch richtig was.

    Würde mich freuen wenn in Zukunft mal wieder so einen Vorstellung dabei ist.

    Gruß Arne

  26. Hi Martin,
    zwei Dinge habe ich verstanden: welchen krassen Effekt man mit Telebrennweiten erzielen kann (wenn man sich klarmacht, wie weit die beiden Schuppen auf dem UWW-Bild auseinander stehen …) und zweitens: ich muss mir Lightroom 3 wieder anschauen, wenn es rauskommt. Im Moment bin ich mit Aperture unterwegs, aber was Du da mit Lightroom auf die Beine stellst … Klasse!
    Viele Grüße
    Jan

  27. Hallo Martin,
    1. Artikel dieser Art gefallen mir sehr gut. Ich kenne mich leider nicht so gut mit der Nachbearbeitung in LR aus und es macht mir auch nicht sehr viel Spaß. Mit solchen Artikeln finde ich mich ein bisschen besser zurecht.
    2. Ich habe das Bild schon vor ein paar Tagen auf Flickr gesehen und es hat mir sehr gut gefallen. Nachdem ich das Originalbild gesehen habe, fand ich es ein bisschen zu stark bearbeitet. Meiner Meinung nach sollte, der „Charakter“ des Bildes erhalten bleiben. Ich hatte mir die Gegebenheiten ganz anders vorgestellt. Mit grauen Wolken hätte ich viel eher gerechnet als mit einem blauen Himmel. Nach wie vor gefällt mir das Bild sehr gut:) Ich wünschte ich könnte es auch so gut:)

    Gruß Alexander

  28. Also ich sitze gerade an Bildforensik und bastele gerade daran und stelle gerade fest das Lightroom für die meisten Forensiktools nicht zu erkennen ist das es ja erst zum Ende das „OrginalJpeg“ ausgibt und nicht zwischendrin. Habe dein Orginal und die „gedockterte“ Endversdion verglichen und per Analyse ist nicht feststellbar welche das Orginal ist…. Strange aber interessant. Grüße Sven

  29. Hey Martin,

    ich wollte dir nur mal sagen, dass DAS zu der Art Fotos gehört, die mich damals (seit ich deinen Blog las) immer wieder dazu gebracht haben mich weiter mit Fotografie zu beschäftigen. Immer wenn du damals solche Sachen gepostet hast, hab ich mir gedacht: Wahnsinn, wie macht der Typ das ;-)

    Und ich glaube, seit ich deinen Blog lese hab ich mich auch echt dank dir ziemlich weiter entwickelt. Also: „Danke, Alter“ ;-)
    Und dieses „alte“ Foto von dir hat mich da eben nun daran wieder erinnert, daher dieser Kommentar.
    Hau rein :)

    • @Gerd: Vielen Dank für Dein Feedback – es freut mich natürlich sehr, wenn meine Fotos und das Drumrum Dich auf Deinen Wegen weitergebracht haben. Denn das ist eins der wichtigsten Ziele, die ich mit kwerfeldein.de verfolge. Dann mal „gut Licht“!

  30. Klasse Diskussion hier.
    Da kommt der „Anfänger“ aus dem staunen und lesen richtig ins schwärmen.

    Bei solchen überwiegend qualifizierten Kommentaren, kann man viel lernen, DANKE.

    Gruß Klaus

  31. Ich arbeite ja nun mit Aperture 2.1. Doch wenn ich immer sehe, was man nur mit Lightroom alles reißen kann, bin ich wirklich geneigt, Aperture den Rücken zuzuwenden, was mit aber in der Seele weh tun würde, weil die Verwaltung einfach mal unschlagbar ist. Doch rein Bildbearbeitungs-technisch ist Lightroom der absolute Knaller!
    Ich dachte, dass hier eindeutig Photoshop am Werk war. Damit ist das Foto für mich noch sehr viel spektakulärer, als so schon…
    Danke für das Tutorial!

  32. Zum Artikel: Ich finde diese Bildbearbeitungsartikel immer sehr spannend. Da ich selbst Aperture nutze wäre es herrlich jemanden zu kennen der solche Artikel schreibt und ebenfalls Aperture verwendet. Vieles ist zwar gleich aber eben nicht alles. Trotzdem bitte immer mal wieder solche Artikel, der Lerneffekt ist rießig.

    Offtopic: wie kommt es eigentlich das bei einigen Kommentatoren hier ein Foto angezeigt wird und bei mir z.B. nicht?

  33. Nun, es ist zunächst ein Foto von zwei Hütten. Das Auge schaut ein wenig drauf herum, erkennt das eine oder andere Detail in der Holzstruktur..und…viel weiter geht es für mich dabei nicht. Die Kontraste und Farben machen es immerhin interessant, aber für mich leider auch nicht mehr. Ich bemerke, dass ich gerne mehr sehen würde. Ungerne springe ich auf fahrende Züge auf, aber es ist für mich tatsächlich so, dass ich gerne mehr vom der Umgebung sehen würde und je länger ich das Bild ansehe, um so mehr kommen mir die Hütten durch den kleinen Ausschnitt eingesperrt vor – es ist zu wenig Luft drum herum. Wie gesagt, ich finde das Bild interessant, aber bei weitem nicht großartig. Dafür fehlt noch etwas, was mich fesselt und begeistert. Den Artikel dazu finde ich sehr interessant, hätte aber gerne erfahren, welche die beiden anderen Verläufe sind, die Du reingezogen hast, die Du nicht erwähnst. Welche Gründe hat für Dich diese selektive Erläuterung?
    Was ich mich auch immer beschäftigt ist die Frage, mit welchem Blick wir als Fotografen eigentlich rumlaufen sollten. Immer wieder ertappe ich mich dabei, dass ich mir bei „sind zwar gerade nicht ideale Bedingungen aber mit PS kann ich was draus machen“ nicht gut fühle. Für mich gehört das Postprocessing auch dazu, aber wenn ein Foto erst nach der Bearbeitung sehens- und zeigenswert wird, dann bin ich doch im tiefsten Inneren unglücklich darüber und nicht zufrieden mit mir selbst. Vielleicht kann ich mir diesen Idealismus auch nur leisten, weil ich von meinen Fotos nicht leben muss, so wie Du. Vielleicht liegt hier einer der größten Unterschiede zwischen Profi und Amateuer: beim Profi „muss“ etwas entstehen, sonst gibts nichts zu Essen auf dem Tisch. Bei dem Amateur „kann“ etwas entstehen. Das war jetzt leider nicht ganz auf der Spur des Artikels aber dennoch tangiert dieser Gedanke Artikel und Diskussion schon wie ich meine. Nichts desto Trotz finde ich gerade diese „Making Ofs“ sehr sehr lehrreich!!! Gerne noch mehr davon!!!
    Grüße Blue
    PS: ich finde das Bild mit dem Strommasten drin übrigens besser als das der beiden Hütten. Es ist durch die vielen Linien drin dynamisch und man kann wesentlich mehr drauf entdecken!

  34. Super Beitrag mal wieder und wieder eine neue Technik gelernt. Das Bild ist klasse und vermittelt eine realistisches Feeling. Zudem dachte ich bei dem Bild und der Überschrift sofort an den „Arthur ‚Two Sheds‘ Jackson“ Sketch von den Monthy „The holy grail of comedy“ Pythons (kann auf Youtube nachgesehen werden werden). Geschaut und mich vor lachen gekugelt.

    @Blue: Ich bin blutiger Fotoamateur und finde beide Aspekte sehr interessant. Ein Freund sagte einmal „Die Magie kommt aus Photoshop“. Das kann ich einerseits bestätigen, da Fotografie nun mal nicht gleich „sehendes Auge“ ist und man die Effekte, die man wirklich gesehen hat, oft nur mit ein bisschen Drehlegergeschiebe hinbekommt. Ausserdem kann man bestimmte „Gefühle“ die man beim Knipsen hatte ebenfalls mit bestimmten Effekten näher bringen. (z.B. ein eher bläuliches Weiss im Schnee lässt den Betrachter die Kälte spüren, oder ein wärmerer Rotton in ienem Sonnenuntergang im Sommer die Wärme widerspiegelt. Das alles kann das „Glasauge“ nicht abbilden. Andererseits würde ich m ich auch niemals darauf verlassen, dass Photoshop oder Gimp alles rausreissen werden. Eine gute Basis muss das geschossene Bild schaffen. Wenn es perfekt ist, braucht man auch nicht nachbearbeiten. Ich bin mal gespannt, was Sonys und Toshibas BSI-Chip (Back Side Illumination) der Fotografie bringt und wann die Kameras endlich in der Lage sein werden die Bilder so einzufangen, wie sie auch in der Wirklichkeit aussehen. HDR kommt ja schon annähernd heran, wenn man es nicht übertreibt. Gut dass unsere Augen analog sind und so ein riesiges Farbspektrum aufnehmen können.

  35. @MArkusW: Danke für die Reaktion. Interessant, gut beschrieben und nachvollziehbar – wenngleich… Da könnte ich jetzt weiter ausholen, da könnten sich viele Gedanken anschließen, aber ich will hier lieber keine eigene Diskussion starten, die sich vom Beitragsinhalt doch ein wenig entfernt!
    Grüße!

  36. @Martin Gommel:
    da ich gerade das Problem habe: mich würde interessieren mit welchem Rechner und Monitor du arbeitest? Standard oder kalibriert? Falls kalibriert, welcher?
    Ich mache hauptsächlich Panoramen und habe immer mehr das Problem, dass das was ich am Bildschirm sehe, auf anderen PC’s und vor allem nach dem Druck am Plotter ganz anders aussieht.

    Gruss
    Mario

  37. Tolles Foto übrigens. Ich finde die Farbkomposition sehr gut. Es soll ja nicht unbedingt der Wirklichkeit entsprechen, sondern schöner und ansprechender sein. Irgendwie sollen es ja doch immer kleine Kunstwerke werden.

  38. Blogartikel dazu: Wunderschönes Bild « Willkommen auf dem Foto-Blog "Thorstens-Ecke.de"

  39. entschuldige die frage, aber mich würde die diskrepanz zwischen den technischen angaben (Blende 8, ISO 100 und 10.JANUAR.08 17:52 Uhr) und dem ergebnis interessieren, selbst VOR der bearbeitung.
    Ist es um diese jahreszeit nicht abends um 18:00 stockdunkel? und dann ne ISO 100 und ne blende 8? bitte klär einen armen amateur auf.

    starkes bild btw! ;)

    gruß
    jens