kwerfeldein
08. Dezember 2009 Lesezeit: ~6 Minuten

Wie ich Menschen fotografiere: Bei vorhandenem Licht

Wie ich Menschen fotografiere: Bei vorhandenem Licht

„Wie ich Menschen fotografiere“ – das ist eine Reihe, die ich letzte Woche begonnen habe. „So, wie sie sind“ war der Prolog, in dem beschrieben habe, dass ich Menschen gerne unberührt und möglichst natürlich fotografiere. Heute setze ich da an, wo ich letztes Mal aufgehört habe und spreche mit Euch darüber, welche Rolle das Thema Licht für mich hat.

Ich habe eine immense Zuneigung natürlichem Licht gegenüber. Wenn die Sonne an einem wolkenbedecktem Tag Menschen in ein weiches Licht hüllt, sehe ich ständig potentielle Fotogelegenheiten. Oder am späten Abend, wenn die untergehende Sonne alles in ihr rotes Licht taucht und alle Menschen sozusagen anwärmt.

Doch das hat auch eine Kehrseite: Ich habe eine latente Abneigung gegen Blitzlicht, obwohl ich nicht in Worte fassen kann, warum. Künstlich erzeugtes Licht gefällt mir nur in ganz wenigen Ausnahmen: Wenn ich es gar nicht bemerke oder überrascht der Bildbeschreibung entnehme, dass ein Blitz eingesetzt wurde.

Folglich fotografiere ich Menschen besonders gern bei vorhandenem Licht. Doch das war bisher nicht immer so und hat eine kleine Vorgeschichte.

Wie ich Menschen fotografiere: Bei vorhandenem Licht Wie ich Menschen fotografiere: Bei vorhandenem Licht

2008 habe ich mir große Softboxen, Aufsteckblitze, Fernauslöser und lange Galgenstative gekauft, da ich Fotos mit entfesseltem Blitz irgendwie beeindruckend fand. Das Herumspielen mit der Technik ebenso. Also habe ich viel herumexperiemtiert und alle Menschen mit fertgesteuertem Blitz fotografiert.

Wie ich Menschen fotografiere: Bei vorhandenem Licht

Doch die Euphorie lies – aus welchen Gründen auch immer – relativ schnell nach. Denn langsam aber sicher leuchtete mir ein, dass ich für gute Portraits nicht zwingend eine große Blitzkonstruktion brauchte. Das sparte Zeit, Energie und das zwanghafte Herumfummeln an 1000 Knöpfchen.

Ausserdem hatte ich mich bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht damit beschäftigt, das vorhandene Licht einzusetzen.

Warum also wild drauflosblitzen, wenn ich nicht einmal weiß, was ich das Licht ohne Blitz nutzen kann?

Kurzum habe ich (unbewusst, aber irgendwann auch sehr entschieden) erst einmal 3 Schritte zurückgemacht. Gesamte Blitzausrüstung in die Abstellkammer, voller Fokus auf das, was eh schon da war und keinen Cent kostete: Vorhandenes Licht.

Wie ich Menschen fotografiere: Bei vorhandenem Licht Wie ich Menschen fotografiere: Bei vorhandenem Licht

Ich gebe zu: Das rechte Foto mit den Händen der alten Frau hat meine *Frau* gemacht.

Diese Rückwärtsbewegung oder auch back to the roots genannt war für mich ein kreativer Anschub nach vorne – weil ich nun umso konzentrierter auf natürliches Licht achtete und es einsetzen lernte. Das praktiziere ich heute noch.

Eine ganz simple, aber wirkungsvolle Frage, die ich mir beim Fotografieren ständig stelle ist: Schaut die Person zur Lichtquelle oder von ihr weg?

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Diese Frage klingt erst einmal etwas banal – kann aber in der Praxis einen gewaltigen Unterschied machen. Denn wenn die Person ins Licht hinein schaut, wird ihr Gesicht immer meistens optimal ausgeleuchtet.

Manchmal bin ich etwas begriffsstutzig, aber es hat mich mindestens 6 Monate gekostet, bis ich das nicht nur begriffen hatte, sondern auch praktisch einsetzen konnte.

Wie ich Menschen fotografiere: Bei vorhandenem Licht

Es ist relativ leicht, eine Person zu fotografieren, die am Fester sitzt und das Licht ganz fein ihre Konturen zeichnet – übrigens: Ich liebe dieses Licht. Habe ich das schonmal gesagt?

Doch wesentlich schwieriger ist es, wenn ich Kinder oder Hochzeitspaare fotografiere. Die halten nämlich fast nie still und das bedeutet für mich: Bewegung und abwarten können, bis eine Person im günstigen Licht steht. Da ich selbst eher ungern eingreife, muss ich an der Kamera sehr konzentriert und wachsam sein.

Die Hälfte der Fotos, die ich vor 2 Jahren noch gemacht hätte, mache ich heute nicht mehr. Ich verkneife mir, auf den Auslöser zu drücken, wenn eine Person nicht zum Licht hinschaut. Das spart u.U. einige Fotos und somit Zeit vor dem Rechner.

Doch auch hier gibt es Ausnahmen – schließlich ist diese Methode ist ein Hilfsmittel und keine Regel die ich akribisch umzusetzen verfolge.. Ich fotografiere auch, wenn das Licht nicht perfekt ist, sich aber vor meinen Augen ein interessanter Moment anbahnt. Im alltäglichen Leben sind die Lichtsituationen auch nicht immer perfekt. Und manchmal hat „Gegenlicht“ auch etwas Spannendes.

Wie ich Menschen fotografiere: Bei vorhandenem Licht

Doch es gibt Situationen, da komme ich nicht drumherum, einen Blitz einzusetzen. Ich tue das dann nicht mit Zähneknirschen, allerdings sehr bedacht und vorsichtig, weil ich Blitzlicht als einen Eingriff in die Situation sehe, die ich doch so unberührt wie möglich fotografieren will. Ein Beispiel?

Hochzeit. 20 Uhr. Draussen wird es langsam dunkel und das Hochzeitspaar leitet die Party ein. Der Saal füllt sicht, Gäste beginnen zu tanzen die Szene wird mit gedimmtem, meist orangefarbigem Licht eingefärbt. Dieses Licht ist zwar für das romantische Ambiente optimal – für den Kamerasensor aber eher der ultimative Ab-turn. Denn das rot/orange/gelbe Licht saugt so ziemlich alles ab, was einem Bild Farbe verleiht.

Klarer Fall für einen Blitz. Den stecke ich auf die Kamera und richte ihn gegen die Decke. Somit fällt das Licht von oben auf die Leute – dadurch werden sie in ein weiches Licht getaucht. Hier bin ich aber sehr vorsichtig, denn wenn ich hier den Blitz voll aufdrehe, frägt sich das Hochzeitspaar bei der Bildbesichtigung, ob sie nicht doch am helllichten Nachmittag getanzt haben.

Wie ich Menschen fotografiere: Bei vorhandenem Licht

Alternativ habe ich meine Blitze immer dabei und drücke sie auch mal jemandem in die Hand, um ein sanftes Fülllicht zu bekommen. Genaus so häufig setze ich auch meinen Faltreflektor* ein, um bei zu hartem Licht eine Szene etwas aufzuhübschen.

Aktuell versuche ich, jede Form von Blitzen ganz gezielt einzusetzen – wenn es wirklich drauf ankommt. In allen anderen Fällen setze ich auf vorhandenes Licht. Dabei fühle ich mich wesentlich wohler und komme meinem Ziel, Menschen „so, wie sie sind“ zu fotografieren schon relativ nahe.

Auch in diesem Beitrag möchte ich hervorheben, dass ich keinesweg Anspruch auf Allgemeingültigkeit meiner Thesen und Herangehensweisen beanspruche. Ich möchte Euch einfach Einblick in meine Arbeitsweise geben – und es ist völlig in Ordnung, wenn Ihr anderer Meinung seid oder ganz anders fotografiert. Ich selbst sehe mich noch lange nicht am Ende des Lernprozesses.

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44 Kommentare

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  1. Blogartikel dazu: Tweets die Wie ich Menschen fotografiere: Bei vorhandenem Licht | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel erwähnt -- Topsy.com

  2. Tja, was soll ich sagen … richtig, Blitzlicht ist der Abturner. Schön, dass das mal jemand sagt, wo doch gerade alle Welt sich „Strobist“ nennt. Und wenn man noch dazu ein Faible für Available Light hat, muss man unheimlich aufpassen, um kein fieses Mischlicht zu produzieren, das man dann höchstens noch in s/w verwenden kann.
    Danke für den Artikel!

  3. Wenn ich sehe, was manche „berühmte“ Fotografen und Fotografinnen für einen lichttechnischen Aufwand betreiben, kann ich meistens nur den Kopf schütteln. Warum nicht das vorhandene Licht ausnutzen? Die Ergebnisse sind mindestens ebenso gut.

    Ich fotografiere auch sehr gerne mit Available Light – schon seit meiner Lehre. Einen Aufsteckblitz habe ich immer dabei und nutze ihn auch gerne, wenn ich merke, dass die Stimmung doch nicht so rüber kommt. Der erste Versuch ist aber immer ohne Blitz.

  4. Schöner Artikel! Finde die „Reihe“ auch sehr intressant!
    Da das Licht in der Fotografie sowieso das wichtigste („Medium“) ist denk ich lernt man hier auch nie aus.
    Was mich intressieren würde, was machst du z.B. in so einem Fall:
    „Du fotografierst eine Hochzeit. Besser gesagt die Feier, unter freiem Himmel. Ein Sommer Tag und wie könnte es anders sein.. Es scheint die Sonne und zwar richtig. Die Leute die du gerne Fotografieren möchtest haben gerade rießigen Spaß und GENAU DAS willst du nun festhalten. Das Problem ist sie stehen denkbar ungünstig, nämlich alle mit dem Rücken zur Sonne. Also Blitz drauf und „dagegenhalten“ ?! oder einfach „überbelichten“ oder “ Hey..mal alle schnell umdrehn ;-)“

    Ich finde es gibt nichts stimmungsvolleres als Tages/Sonnenlicht. Allerdings ist es denk ich schon an sehr viel Erfahrung nötig diese immer gekonnt einzusetzen. Deswegen faszinieren mich solche Fotos auch meist sehr viel mehr als „geblitzte“.

  5. Ich bin da zweigeteilt (ok, ich fotografiere hauptsächlich entfesselt ^^). Solange das Licht ausreichend vorhanden ist, ist die Welt in Ordnung. Wenn zuviel Licht auftritt, entstehen in der Regel ausgefressene Gesichter oder zu unterbelichtete Bereiche… aber den Tip mit dem Reflektor kann ich nur empfehlen – es lohnt auch sich einmal bei Sunbounce umzusehen, preislich zwar ein teures Zubehör, aber dafür bekommt man auch perfekte Leistung.

    Es wäre doch eine Idee einen Beitrag über Reflektoren zu machen? Mitsamt praktischen Tips bzw. Aufbauten.

    lg hannes

  6. Ich fotografiere momentan fast nur mit vorhandenem Licht. Was zugegebenermaßen auch damit zusammenhängt, dass ich keinen Aufsteckblitz habe.

    Gelegentlich benutze ich mal einen Aufhellblitz, wenn das Licht wirklich gar nicht ausreicht, wenn möglich aber so schwach bzw, mit der Belichtungszeit angepasst, dass die Originalfarben noch erkennbar sind.
    Das finde ich vor allem auch bei Konzertbildern wichtig. Die leben ja oft auch von der speziellen Beleuchtung. Da brauche und will ich keine voll ausgeleuchteten Bilder.

  7. Ich bin auch ein Fan von natürlichem Licht. Wohl auch, da ich (noch) nicht wirklich mit meinem Blitz umgehen kann. (Um mal ehrlich zu sein)
    Trotzdem haben Blitze auch ihre Existensberechtigung! Spätestens bei völliger Dunkelheit!

    Noch eine Frage: Das dritte Bild sieht irgendwie gefaked aus?! Oder ist das einer dieser Blitz-Effekte?

  8. Ich habe im Oktober das Experiment gewagt, meine Japanreise extrem minimalistisch zu fotografieren. Um Gwicht im Gepäck zu sparen, habe ich meine EOS 5D Mark II „abgespeckt“. Akkugriff und Blitz sind ebenso daheim geblieben, wie Wechselobjektive. Somit blieb mir gar nichts anderes übrig, als in jeder Situation ausschließlich mit vorhandenem Licht zu fotografieren. Ich habe dabei bewusst auch die hohen ISO-Einstellungen der Kamera ausgereizt. Einen Blitz benötige ich eigentlich nur noch, bei Gesellschaftsfotografie.

  9. netter beitrag und wahre worte!

    Ich sehe das wie Anette, bzw besitze auch keinen aufsteckblitz, gerade deswegen habe von anfang an viel „ohne“ blitz fotografiert. den internen könnte ich ebenfalls „festkleben“ ;) dennoch denke ich darüber nach mir einen kleinen dazu-zu kaufen um irgendwann mal zu blitzen.

    lg

    m.

  10. Ich fotografiere auch fast nur mit vorhandenem Licht – im wesentlichen aus Bequemlichkeit. Trotz Dirk Wächter’s „Heute schon geblitzt“ werde ich nicht recht warm mit dem Teil (habe sogar zwei). Ich nehme sie nur im Notfall her, um wenigstens etwas scharfes hinzukriegen, wenn es gar zu dunkel ist.

    Wenn ich dann man mit dem Blitz rummache verbrauche ich unmengen Aufnahmen bis das Bild so ist, wie ich es will. Meist drehe ich den Blitz ziemlich zurück.

    Meine besten Blitzbilder waren bei einem Rockkonzert wo ich verschiedene Farbfolien eingesetzt habe und auch den Blitz um zwei Stufen gedämpft.

    Deshalb wünsche ich mir noch viel mehr nutzbare Empfindlichkeit 12800 ohne Rauschen …

  11. Tja manchmal stellt sich die Frage: Wieviel Geld und Zeit muss man investiern (auch doppelt Gemeint, weil irgendwo her muss ja das Geld kommen) um dann zu so Zen artigen Weisheiten zu kommen. Hast du dir mal durchgerechnet wieviel dich deine Weisheit gekostet hat (vulgo wieviele Euro da an Blitzkram stehen) ?

  12. Ich finde es sehr interessant wie deine Artikel einen zum Nachdenken anregen. Ich mag ja entfesselte Blitz. Das ist aber eine Frage des Geschmaks und wie hier auch dargestellt eine Frage der Situation. Aber das heist ja auch, das du recht viel mit offener Blende arbeiten musst?!? Oder? Und dann ist Tiefenschärfe etwas selten. Oder? Wie findest du da deinen Kompromis und mit welchen Objektiven?

  13. Im Prinzip hast du recht mit der Blickrichtung zur Lichtquelle, aber gerade bei Sonnenlicht gibt es dann oft die geliebten Kniepaugen. ;-)
    Andererseits ist dies auch ein sehr flächiges Licht, was unter Umständen ein sowieso schon breites Gesicht eben noch breiter erscheinen läßt, dann doch lieber ein wenig mit Streiflicht probieren und mit dem berühmten Rembrandt-Dreieck unter dem Auge arbeiten. :D

  14. Blogartikel dazu: uberVU - social comments

  15. Ich bin auch eher der „Nicht-Blitzer“. Und auch ich habe mich dahingehend entwickelt – früher konnte ich nicht ohne Blitz :)

    Deine beschriebene Abneigung schreibe ich dem „flachblitzen“ oder „kaputtblitzen“ eines Bildes zu – so würde ich es umschreiben.

    Und: Mist, Du warst mit dem Post schneller, ich bastel an einem ähnlichen Thema :)

  16. ich bin auch eher der „available-light“ typ… ich werde mir aber demnächst einen blitz zulegen, da zB skateboard-fotos ohne blitz nur sehr eingeschränkt „funktionieren“. danke für den artikel, sehr schön geschrieben! lg

  17. wieder ein sehr schöner artikel, der mir auch ein wenig balsam ist. momentan bin ich, wie annette, gezwungenermaßen ohne aufsteckblitz zugange, da ich noch im aufbau meiner ausrüstung bin und zunächst mal in objektive investieren werde, denke ich…
    wenn ich manche bilder sehe, überlege ich dennoch immer wieder, ob ich nicht unbedingt einen systemblitz brauche.
    der bereits angesprochene dirk wächter ist eines der paradebeispiele für richtigen blitzeinsatz. er hat es imho perfekt raus, den blitz genauso zu dosieren, dass ein tolle bild herauskommt.

  18. also erst mal danke für den artikel.
    sehr intressant und auch plausibel.

    aber ich wollte meinen sb-600 nicht mehr missen ;)
    gerade auch deshalb, weil man das licht so setzen kann wie man es gerne hätte ….

  19. fällt mir gerade noch auf: ist bei dem herrn auf dem acker ein aufhellblitz eingesetzt worden? siehr irgendwie danach aus – oder umfangreiche nachbearbeitung?
    ein gedanke, der mir auch noch gekommen ist: wenn ich AL machen will, bin ich doch eigentlich gezwungen, in lichtstarke und damit teure optiken zu investieren, oder?

  20. Sehr schöner Artikel! :-) Hmm, da muss ich auch mal drauf achten, mit dem „ins Licht schauen“. Habe keinen Aufsteckblitz und benutze den internen ganz selten zum Aufhellen. Finde es grundlegend auch schöner, wenn das Licht natürlich ist.

  21. Ich kann das nachvollziehen was du schreibst.
    Vor allem bei den Arbeiten die du machst, ist das, denke ich, genau der richtige weg. Denn eine Hochzeit bekommt gleich mehr stimmung auf den Bildern, wenn du auch die Lichtverhältnisse so einfängst wie sie gegeben waren.
    Es kommt halt mMn immer darauf an was für Bilder man machen will bzw was gefordert ist.

    Ich z.B. setze fast immer Blitze ein, versuche damit aber oft Lichtsituationen hervorzurufen die nicht gleich nach x-Blitzen aussehen. Man sieht denen Bildern aber dennoch den Einsatz von künstlichem Licht an, denke ich.
    Oftmals ist es einfach nicht möglich mit available Light die gewünschte Szene richtig ausgeleuchtet zu haben.
    Aber wiederum, es kommt halt immer darauf an was man für ein Ergebniss im Kopf hat…

    Dennoch hast du sicher recht, man konzentriert sich viel zu wenig auf das vorhandene. Man kauft lieber gleich 2-3 Blitze und fängt damit an und kann noch nicht mal das vorhandene Licht richtig einsetzten.
    Regt auf jeden Fall zum Denke an! ;-)

  22. Danke für diesen Artikel. Es gibt sicherlich viele Fotografen, die viel Geld für Blitze und Zubehör ausgeben und dann riesige Lichtaufbauten herzaubern. Ob das immer das Gelbe vom Ei ist, ist fraglich.

    Aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Blitze bzw. entfesselte Blitze auch ihr Einsatzgebiet haben und das Repertoire eines jeden Fotografen erweitern. Deswegen muss es nicht heißen, „Available Light“ oder „Blitz“ sondern „Available Light“ UND „Blitz“. Manche Sachen kann man eben nur mit Blitz machen und manchmal ist Available Light eben doch schöner und vor allem natürlicher. Wenn man beides beherrscht, ist man m.E. nach
    der bessere Fotograf.

    Aber, Martin, Du hast Recht: Ich war auch fasziniert von den Möglichkieten des Blitzens und habe – ganau wie Du – erst später im Nachhinein so richtig die Möglichkeiten des Available Light entdeckt. Aber genau das ist ein wirklich kreativer Prozess im Leben eines Fotografen :-)

  23. Also für mich hat beides seine Berechtigung: AL und Blitz …
    allerdings verwende ich gern den Blitz wenn viel Licht vorhanden ist (wenn man halt mal nicht in den schönen lichtstunden morgens und spätnachmittags fotographieren kann)
    und dann sogar mal als führungslicht (also kam 2 blenden unterbelichten, blitzlicht richtige Belichtung – und meist entfesselt)
    erst wenns Dunkel wird mag ich den Blitz nicht so gern (da ist dann High ISO angeagt)

  24. Naja gut, ich für meinen Teil werde wahrscheinlich nie externe Blitze verwenden. Da habe ich denselben Geschmack wie du jetzt. Wenn ich Fotos außerhalb vom Studio schieße – die Natur gibt uns schon wunderbar (natürliches) Licht, wieso denn immer mehr wollen ;)

  25. > Bewegung und abwarten können, bis eine Person im günstigen Licht steht. Da ich selbst eher ungern eingreife, muss ich an der Kamera sehr konzentriert und wachsam sein.<

    Ja, kenne ich auch sehr gut.
    In Discotheken und bei Konzerten muß man IMMER auf der Lauer liegen und den richtigen Moment abwarten. Bei ersterer ist aber externer Blitz unentbehrlich, sonst sieht man nicht mehr viel von den Gesichtern oder alles verwischt bis zur Unerkenntlichkeit. Aber man kann wunderbar mit dem 2. Verschluß spielen und bekommt wunderschöne Effekte, wenn Discobeleuchtung und Rauch dazukommen. Bei Konzerten ist Blitzen ohnehin unerwünscht, aber mit hoher ISO kann mans gut ausgleichen, solange die Musiker nicht allzu wild herumhüpfen… Auf dem Christkindlesmarkt war das ein Hin- und Her, mal mit Blitz, mal ohne, je nachdem wo die Leute standen und wieviel "Budenbeleuchtung" vorhanden war. Ganz praktisch, wenn man seine Funktionstaste mit "Blitz aus" belegt hat :-)
    Die oben gezeigten S/W-Bilder sind sehr schön geworden, das kann ich ja auch mal probieren. Gerade der Schatten erzeugt einen interessanten Effekt, es muß nicht immer ALLES sichtbar sein!

  26. @birne: weil es in bestimmten Situationen (wenn das natürliche Licht „gute Nacht“ sagt) nicht anders geht. Und da kommt dann meine Zeit wo ich die Blitze auspacke und meine künstliche Sonne aufbaue. :D

  27. Faltreflektor Größe ?
    Ich denke immer wieder mich ein Faltreflektor zu kaufen. Ich weiß nur nicht welche Größe. Unabhängig vom Preis welche sind der „beste“ Kompromiss zwischen Händlichkeit und Wirkung ?

    Wie groß sind diese Teile, wenn die gefaltet wurden ?

  28. Blogartikel dazu: qnterbunte.info(s)- Lightroom, iPhone … » Blitzen – ja oder nein!?