Kwerfeldein
02. Dezember 2009 Lesezeit: ~ 8 Minuten

Wasserzeichen sind nicht schön – Eine Stellungnahme

Wasserzeichen Stellungnahme

Im Juli 2009 habe ich den kürstesten Artikel auf kwerfeldein.de geschrieben, der nur aus einer Überschrift bestand:

“Wasserzeichen machen Fotos kaputt”.

Daraufhin haben einige Leser ihre Meinung kundgetan, indem sie mir zugestimmt oder widersprochen haben.

Gestern Abend habe ich dann ein Status-Update auf Twitter und Facebook gepostet:

“Ich kann Wasserzeichen immer noch nicht leiden. Es gibt wenig Vergleichbares, das ein Foto so zerstören kann.”

Daraufhin entstand hier und da eine interessante und teilweise kontroverse Diskussion. Ich habe interessiert mitgelesen und die verschiedenen Argumente habe mich dazu angeregt, das Thema einmal größer aufzuziehen und aus den Grenzen der 140 Zeichen zu heben.

Ich gebe zu, beide Aussagen waren sehr deutlich und in ihrere Aussage “nicht verhandelbar” – und genau so wollte ich das auch. Denn ich habe meine Position kundgetan, die bei diesem Thema eindeutig ist. Ich finde Wasserzeichen nicht schön.

Das bedeutet aber nicht, dass ich keine andere Meinung dulde oder mir keine Gedanken zu dem Thema mache.

Und bevor ich hier nun loslege, möchte ich wie gestern etwas betonen. Meine Meinung ist nur ein Bruchteil von dem, wie man etwas sehen kann. Ich möchte hiermit weder jemanden schlechtreden noch sagen, dass ein Fotograf, der Wasserzeichen verwendet, doof ist. Jeder kann tun und lassen, was er möchte und es ist jedem freigestellt, das mit seinen Fotos zu machen, was er/sie will.

Doch ich möchte sagen, wie Wasserzeichen auf mich wirken und damit eine Diskussion anstoßen, die meiner Meinung nach sehr wichtig ist.

Ich finde Wasserzeichen nicht schön, denn sie überlagern ein Foto und verändern dessen Wirkung.

Um das zu verdeutlichen, benutze ich eine Metapher (dabei ist mir bewusst, dass jede Metapher Grenzen hat):

“Ich sitze in einem Saal und höre mir ein klassisches Konzert an. Volles Orchester am Start, der Saal dröhnt. Eigentlich ist alles so ziemlich das Beste, was ich je gehört habe. Wäre da nicht diese eine eine Geige, die fies dazuzwischensägt, weil sie verstimmt ist.

Alle anderen Instrumente können noch so schön klingen und korrekt bedient werden –  die schräge Geige macht das Stück ungenießbar.

Doch der Komponist wollte es genau so. Seine Absicht war, zu verhindern, dass das Werk aufgenommen und an anderer Stelle wiedergegeben wird, ohne ihn als Komponist zu nennen. Oder das Werk zu klauen und unter eigenem Namen zu veröffentlichen.

Dieses Ziel hat er auch erreicht. Niemand kann (und möchte) dieses Stück reproduzieren.”

So empfinde ich Wasserzeichen auf Fotos. Sie verändern alles.

Natürlich gibt es Abstufungen, was den Grad der Veränderung betrifft. Ein Wasserzeichen kann ein Bild vollständig überdecken und dermassen entfremden, dass das Foto als solches fast nicht mehr erkennbar ist.

Ein Wasserzeichen kann aber auch gefühlvoll gestaltet und an einer unauffälligen Stelle positioniert werden. Schön finde es zwar nicht, aber der Unterschied ist offensichtlich.

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Kleiner Exkurs: Welchen Sinn haben Wasserzeichen? Wofür sind sie eigentlich gut?

Nun, Wasserzeichen gibt es nicht erst seit ein paar Jahren. Sie wurden schon 1282 in Italien von Papiermachern benutzt, in dem sie ein Symbol in Form eines Abdrucks aufs Papier druckten. Das Symbol gab Auskunft über Papiermühle, Papiermacher und viele andere Dinge.

Übrigens: Wasserzeichen dienen heute noch zur Sicherung von Banknoten und Briefmarken. Prinzipiell also gar keine dumme Idee.

Auch in der digitalen Welt gibt es Wasserzeichen. Ihr habt sicher schon einmal ein Lied gehört, über das im 20-Sekunden-Takt gnadenlos eine tiefe Männerstimme posaunt und einem jeden klar ist, dass das Lied “geschützt” ist. Somit bekommt man einen Einblick in das Werk, kann (und will) es aber nicht weiterverwenden.

Wasserzeichen kennen wir ebenfalls von unzähligen Fotos im Internet. Jeder Fotograf hat eigene Intentionen, warum er seine Fotos mit Wasserzeichen versieht und somit mehr oder weniger entfremdet.

Einerseits wird dadurch ein Foto geschützt und kann nicht ohne Weiteres wiederverwendet werden. Andererseits kommuniziert ein Wasserzeichen von wem das Foto stammt und kommt einer Signatur recht nahe. In Zeiten des Internets ist das ein Weg, um sich und seine Werke vor dem “Diebstahl” zu schützen – dieses Thema werde ich weiter unten noch einmal aufgreifen.

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Doch es entsteht offensichtlich ein Dilemma, das nicht leicht zu lösen ist:

Je mehr der Fotograf sein Werk vor Mißbrauch bewahren möchte (ein breit über das Bild gelegtes Wasserzeichen schützt mehr als ein winziges “MG” am linken unteren Rand), umso stärker wird das Werk, das er eigentlich zeigen möchte entstellt.

Und umgekehrt: Je kleiner das Wasserzeichen ausfällt, umso weniger erfüllt es seinen ursprünglichen Zweck.

Hier gibt es keine einfach Antworten, sonden Grauzonen und Abstufungen. Beispielsweise kann ich jeden Hochzeitsfotografen verstehen, der seine Fotos mit Wasserzeichen überdeckt, weil er seine Kunden schützen möchte. Es wäre ja fatal, wenn ein Pärchen sich beim morgentlichen Surfen auf einer Seite wiederentdeckt, die nichts mit dem Fotografen zu tun hat.

Doch dies ist ein – meiner Meinung nach – sehr nobler Grund. Quasi die Ausnahme, die die Regel bestätigt.

Denn die Frage die hier von entscheidender Rolle ist, lautet ungefähr so:

Wie stehe ich dazu, wenn jemand etwas von mir weiterverwendet? Ist das für mich dann Diebstahl? Oder einfach nur ein Zeichen der Zeit, in der wir leben?

Selbstportrait Martin GommelNatürlich muss das jeder für sich beantworten. Ich kann da nur für mich sprechen. Meine Landschaftsfotos sind schon x-Mal weiterverwendet worden und es gibt einige Leute, die sogar ein Selbstportrait von mir als Profilbild benutzen. Wisst ihr was?

Ich freue mich darüber! Ist doch schön, wenn andere Leute ihre Webseite mit meinen Fotos schmücken wollen! Das ist ein Zeichen dafür, dass meine Fotos scheinbar gefallen. Natürlich erwarte ich unter Bloggerkollegen, dass man nachfragt, wenn man das Bild eines anderen Bloggers nutzt, um seinen Artikel aufzuhübschen. Und ich habe noch nie “nein” gesagt, wenn es sich um ein Landschaftsbild handelt. Warum auch?

Ich hatte erst einen Fall, in dem jemand mutwillig meine Fotos in seinen Flickrstream gestellt und als seine eigenen ausgegeben hat. Ich habe ihn in einem Kommentar dazu ermutigt, die Fotos von mir (und anderen) herunterzunehmen. Als er darauf nicht reagiert hat, informierte ich Flickr. Kurz darauf war der Account gelöscht.


Freie Software  & Creative Commons

Wordpress LogoWisst ihr, dieses Blog basiert auf WordPress, einer freien Software für Blogs. Meine Videos landen auf Vimeo, Youtube und in iTunes, ohne dass ich dafür einen Cent bezahlen muss. Über Lastfm und andere Anbieter kann ich jederzeit kostenlos Musik hören, die mich inspiriert. Facebook, Twitter und alle anderen Services da draussen, mit denen ich tagtäglich umgehe (und die mir sehr viel Freude bereiten) sind kostenfrei und finanzieren sich durch Werbung.

Ich für mich kann da schlecht hingehen und sagen: Das sind MEINE Fotos! MEINE! Und wehe jemand verwendet eines, ohne mich zu fragen! Irgendwie passt das nicht. Deshalb habe ich alle Landschaftsfotos auch unter eine Creative Commons Lizenz gestellt – eine Möglichkeit, die mir erlaubt, zwischen gehört mir und gehört keinem zu wählen und jedem, der mag eine Erlaubnis zu erteilen, meine Fotos weiterzuverwenden.

Wasserzeichen sind da für mich gerade aus diesen Gründen keine Option. Wie gesagt, auch ich werde mich bei jemandem melden, der ungefragt ein Foto verwendet, auf dem eine andere Person (z.B. eine Braut) abegebildet ist. Denn die Rechte dieser Person muss ich schützen – auch wenn das bisher noch nie vorkam.

Doch unter allen anderen Umständen entscheide ich mich ganz klar dafür, keine Wasserzeichen zu verwenden. Wasserzeichen sind nicht schön. Sollen sie ja auch nicht.

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83 Kommentare

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  1. Tja auf der einen Seite sind kleine Unterschriften etc auch seit Dürer bekannt und gerade auch ein Zeichen des Künstlers, auch sind Unsichtbare Wasserzeichen in den Dateien denkbar .. halt Geschmacksfrage, so wären halt die Bilder von Marions Kochbuch mit Wasserzeichen halb so schlimm. Ich sehe es so, wenn ich Lizensgebühren etc einfordern will sollte man schon Wasserzeichen setzen bevor ich Superbilder in mega Auflösung zB bei Wikipedia einbaue und dann aufeinmal die Abmahnanwälte losjage (der Fall sollte ja bekannt sein) …Meine Bilder haben bis auf die bei Deviantart keine Wasserzeichen. Nur meine Hamburgbilder haben als “Kunstaspekt” eine Unterschrift von mir ..so richtig “mit Hand” halt. Gibt halt nem Bild auch etwas meiner Meinung nach …

  2. Blogartikel dazu: Tweets die Wasserzeichen sind nicht schön – Eine Stellungnahme | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel erwähnt -- Topsy.com

  3. Ich schließe mich an. Wer das Wasserzeichen zur Beweisführung bei Bilderdieben zu brauchen glaubt, der soll es mal mit einem unsichtbaren digitalen Wasserzeichen (Stichwort: Steganographie) probieren. Je nach Verfahren überlebt sowas auch noch Größenänderungen und Beschnitt ganz gut. Die sichtbare Kennzeichnung macht nur das Bild kaputt.

    Wenn meine Bilder irgendwo weiterbenutzt werden, dann hoffe ich einfach, dass mein Name dort erwähnt wird…

    (Ich lasse allerdings meinen Webserver sichtbare Wasserzeichen in Bilder einfügen, wenn diese ohne Nachfrage auf fremden Seiten einfach “eingebunden” werden, und dadurch meine Ressourcen mitbenutzt werden.)

  4. Ich persönlich finde es sehr wichtig, dass meine Bilder geschützt sind und nicht ohne weiteres von meiner Seite geladen und verwendet werden können. Ich baue gerade meine eigene Seite und werde wahrscheinlich auch Wasserzeichen automatisiert in die Bilder integrieren. Wahrscheinlich werde ich auch Flash nutzen und dann die Bilder verschlüsselt nachladen.

    Und warum? Ich will mein Portfolio präsentieren, aber gleichzeitig auch verkaufen. Warum sollte jemand ein Bild von mir (z.B. in Fotolia als XS Version) kaufen, wenn er es kostenlos in einer ähnlichen Auflösung auf meiner Website bekommen kann? Er wird sich denken: ich verwende das Bild ja nur mal in meiner eigenen Website, das bekommt der Typ niemals mit.

    Eine andere Methode ist, die Qualität des Bildes auf der Website zu reduzieren, aber was ist schlimmer: ein Wasserzeichen oder eine schlechtere Bildqulität mit mehr JPG Artefakten?

    Der Unterschied ist wohl, wie man Geld mit den Fotos verdient. Du verdienst es pro Auftrag, Stockfotografen aber pro Bildverkauf. Daher ist die Intention warum man seine Bilder schützen will eine andere, weil auch die Sichtweise auf ein Bild eine andere ist. Bestimmte Motive sind für mich noch potentielle Kassenschlager, für Dich aber bereits verkauft.

    Du hast natürlich vollkommen Recht, was die Ästhetik des Bildes betrifft, aber wie würdest du dieses Dilemma lösen, in dem Stockfotografen stecken?

  5. du hast schon recht, wasserzeichen machen das wesen eines bildes kaputt, gerade wenn das bild durchdacht komponiert ist, und dann linien oder symbole über dem bild prangern.

    im stockfoto-bereich machen wasserzeichen allerdings absolut sinn. nicht selten ist es ja so, dass bilder selbst mit wasserzeichen (gerne istockphoto) in broschüren abgebildet sind. kleine low-res-vorschaubilder aufgeblasen auf 1/1-format nicht ausgeschlossen…

  6. Ich persönlich mag Wasserzeichen auch nicht und wenn sollten sie für mich nicht zu groß und auffällig sein. Ein kleineres in der Ecke zb. da habe ich nichts gegen, solange es nicht über das eigentliche Motiv geht

  7. Wie Du schon sagst, nicht einfach zu entscheiden. Auf der einen Seite möchte man sein Werk schützen, auf der anderen Seite das Bild so, wie man es sich gedacht hat zeigen. Letzteres geht natürlich nur ohne Wasserzeichen.
    Ich versuche ein wildes kopieren und nutzen meiner Bilder dadurch einzuschränken, in dem ich die Bilder nicht all zu groß und in niedriges Auflösung poste und nur einen, wenn auch leicht entfernbaren, Urheberhinweis anbringe.

    Gegen ein allgemeines ungefragtes kopieren und eine solche ungefragt und damit unerlaubte Nutzung würde ich aber auf jeden Fall vorgehen, da ich zu 90% People-Fotos mache und deshalb, wie auch schon angemerkt, auch die Rechte des Models schützen muss. Aber das ist wieder ein Thema für sich.

  8. Also ich find Dein Bild mit dem Wasserzeichen oben viel schöner als ohne. Aber das Grau – ich weiß nicht. Pink ist noch nicht in dem Foto. Und Rot. Rot auch nicht! Das ist doch voll langweilig. Ich könnte es mir sehr gut vorstellen, wenn der Ring zum Beispiel rot, und das c und Dein Name pink wären. Ich glaube das würde das Bild noch weiter verbessern…

    Freut mich auf jeden Fall, dass Du – auch wenn Du noch dagegen argumentierst – endlich Wasserzeichen verwendest. Ich hab mich ja auch schon bei Deinem letzten Artikel zu dem Thema im Juli dazu entschlossen: Meine Bilder bekommen alle ein dezentes Wasserzeichen – schön, oder?

  9. Stimmt, seh ich genau so!
    Es ist doch schön, wenn man gefragt wird, ob das Foto verwendet werden darf!
    Ich fühle mich geehrt, wenn man meine Fotos bei Flickr komentiert oder kritisiert,
    dann weiss ich, wie Andere über meine Arbeit denken!
    Wasserzeichen zerstören dann alles!

    LG Scharbeutzi

  10. Ich finde Wasserzeichen an sich fast immer (es sei denn es ist eine künstlerische Signatur, wie sie ucki ansprach) einfach nur hässlich und bin ein großer Fan der Creative Commons-Idee. Das Problem ist einfach nur, dass sich einfach nie jeder an die Lizenzvereinbarungen hält, die der Künstler auf sein Bild gelegt hat.
    Aber es reicht einfach die Nennung des Künstlers, wenn man sein kostenlos angebotenes Werk für eigene Zwecke verwendet, das ist einfach nur menschlich und kulturell wichtig. Außerdem sind freie Werke nunmal dazu da, sich selbst zu vermarkten und das macht ein Wasserzeichen eigentlich immer nur kaputt.

    Daher appelliere ich an alle, die diesen Artikel und vielleicht auch meinen Kommentar lesen, sich die angeprochenen Themen ernsthaft durch den Kopf gehen zu lassen und sich eine diffenrenzierte und eigene Meinung zum Thema zu bilden. Denn das Schützen von Inhalten im Web wird nur schwieriger werden und wenn wir nichts dagegen unternehmen für alle Beteiligten schlimm enden.

    Danke Martin für den Artikel,
    Lukas

  11. Find ich ne gute Einstellung, ich nutze das nur wenn ich für einen (kommerziellen) Veranstalter fotografiere, weil die a)meine Fotos überall nutzen b)kommerziell sind und c)von allein nicht auf mich verweisen. Wenn der Club selbst veranstaltet freu ich mich über die Einladung und tu was fürn Club, die verdienen dort alle nix (bis auf Djs und Barmädels) und machen das nur aus Liebe zur Musik, wie käme ich in dem Fall dazu auf das “Aushängeschild” meinen Namen zu pinseln.

  12. @Hannes: Du Scherzkeks! Haha! Die Interessanz Deine Bildes ist unglaublich. Steigerung der Wirkung um knapp 100%!

    @FoG: Ja, Stockfotografie ist auch wieder so ein gesondertes Thema. Stockfotoseiten sind ja an sich schon so gebaut, dass jedes Foto ein Wasserzeichen bekommt…

  13. @Dentaku: Steganographie? Total spannendes Thema! Gerade im Bezug auf digitale (& unsichtbare) Wasserzeichen. Magst Du dazu nicht mal nen Artikel schreiben?

    @Martin: Wär’ das nicht auch was für nen Gastartikel hier?

  14. Ohne jetzt dat janze Ding hier gelesen zu haben, hätte man das Thema ruhig auch wieder kürzer behandeln können :-)

    Eins ist auch für mich klar, Wasserzeichen (wenn man sie denn so nennen will) zerstören das Foto.

    Eins ist ebenso klar: Der Fotograf ist immer Urheber des Fotos, das er gemacht hat, es sei denn er tritt sein Recht ab. Das Ganze ist so mit und ohne Wasserzeichen (Nach § 7 UrhG ist Urheber eines Werkes dessen Schöpfer.).

    Ich persönlich habe kein Wasserzeichen, kennzeichne wohl aber dezent meine Fotos die ich öffentlich zeige mit meinem Namen und Copyrighthinweis. Ein Künstler, der ein Gemälde malt, tut das auch. Das zerstört in keinster Weise das Foto wie ich finde.

    Stockfotoseiten und die Verwendung von Wasserzeichen stehen für mich in diesem Kontext nicht zur Diskussion.

  15. Also im prizip sehe ich das wie Martin, ich mag auch keine Wasserzeichen. Trotzdem verwende ich manchmal welche. Und zwar immer dann, wenn ich davon ausgehe, dass die Leute ungefragt meine Fotos verwenden. Zum Beispiel fotografiere ich jedes Jahr auf den Deutschen Hochschulmeisterschaften, und dann tauchen hinter her meine Bilder bei zig Leuten auf dem StudiVZ und Facebook Profil auf. Damit hab ich ja auch eigentlich kein Problem, aber man wird dann halt weder gefragt noch bekommt man Credits dafür. Deswegen habe ich bei solchen Fällen (eigentlich nur bei Sportfotos) meine Webseite unten rechts als “Wasserzeichen”, weniger als Schutz (kann man ja ziemlich leicht entfernen wenn man will) sondern einfach als Werbung.
    Das ist ja das Problem mit Wasserzeichen. Wenn sie was bringen sollen, müssen sie zwangsläufig das Bild verschandeln. Das geht gar nicht anders. Oder sie sind dezent, dann kann ein “böser Dieb” (die meisten machen das ja nicht mit böser absicht, sondern aus unwissen. Da ist’s auch egal obs (C) oder CC ist) es auch ganz leicht entfernen.
    Das gleiche wie für Wasserzeichen gilt übrigens für die Briefmarkengrößen, in denen einiger ihre Fotos veröffentlichen. Da vergessen vor lauter paranoia auch viele, dass man auf so nem minibild eigentlich gar nix mehr erkennen kann.

  16. Erstmal: Ein schöner und ausführlicher Artikel! Und ich stimme Dir zu – Wasserzeichen sind nicht schön und ich mag sie ebenso wenig.

    Ausnahme: Bei Bildagenturen oder vergleichbarer Präsentation auf einer eigenen Website (wo es um direkten Bildverkauf geht und die Fotos auch als High-Res zum Download bereit stehen), finde ich es akzeptabel, wenn die Previews ein Wasserzeichen der Agentur oder des Fotografen haben.

    Ich präsentiere bei mir im Blog und auf verschiedenen eigenen Webseiten sehr viele Fotos. Alle ohne Wasserzeichen. Ich bin Fotograf und möchte, dass meine Fotos so gut wie möglich ihre Wirkung ausstrahlen. Und dass sie von mir sind, sollte dort wohl klar sein (also brauchen sie dort keinen zusätzlichen Nachweis über ein Wasserzeichen bzw. Vermerk im Bild). Sollte ich im eigenen Blog oder auf einer eigenen Website ein Foto eines anderen Fotografen verwenden, würde ich natürlich erstens bzgl. der Nutzung zuerst nachfragen und zweitens selbstverständlich einen gesonderten Fotografennachweis neben dem Bild anbringen.

    Und da gehe ich davon aus, dass andere Blog- und Websitebetreiber es genauso machen würden. Und so wäre meine “Werbung” auch dort gesichert, wenn der Fotografennachweis auch dort korrekt neben dem Bild angebracht wird.

    Dass es schwarze Schafe gibt, die ein Bild ohne zu fragen und ohne einen Nachweis hinzuzuschreiben veröffentlichen (von der Unverschämtheit es als eigenes Werk darzustellen einmal ganz abgesehen), ist leider klar. Hier geht mir die Eigenwerbung verloren, sofern ich auf diesen Missbrauch nicht aufmerksam werde und zumindest den korrekten Fotografennachweis einfordere. Damit muss ich leben – die Alternative, alle meine Bilder mit Wasserzeichen zu versehen, ist für mich kein Weg. Ich will meine Bilder frei von Eigen-“Werbung” halten und wie schon gesagt sie allein und ganz wirken lassen (wenn auch “ungeschützt”).

    Noch kurz zu Deinem letzten Punkt: Auch ich nutze freie Software wie WordPress, Twitter, etc. Dennoch gehören meine Bilder mir und dürfen ohne vorherige Absprache nicht von anderen genutzt werden. Einerseits möchte ich die Kontrolle darüber haben, wo meine Bilder erscheinen, andererseits verdiene ich nicht wie WordPress und Co durch Werbung mein Geld, sondern als Fotograf über die bezahlte Veröffentlichung/Nutzung meiner Bilder.

  17. Ich komme mit dem Gedanken nicht klar, dass irgendwo irgendjemand Fotos von mir ins Netz stellt. Ohne Verlinkung oder ähnliches. Ich weiß, dass meine Fotos nun nicht so brilliant und toll sind, dass ihnen oft solches wiederfahren würde. Aber allein der Gedanke daran, macht mich irre. Vor allem, da man ja nicht jede Seite im Internet durchsuchen kann, um auszuschließen, dass eines meiner Fotos irgendwo präsentiert wird. Deshalb mache ich Wasserzeichen auf meine Bilder, die unauffällig sind, aber trotzdem verhindern, dass der nächstbeste sagen kann “das ist von mir” http://jocosity.deviantart.com/art/baroque-dream-131329994

    Natürlich kann man das jetzt wegretuschieren, das wäre auch kein großer Aufwand. Es ist aber unwahrscheinlicher, dass das jemand gut wegretuschiert und dann benutzt, wie wenn ich es ohne ein, ich nenne es mal “minimalistisches” Wasserzeichen, hochladen würde. Auf Flickr lade ich meine Fotos oft ohne Wasserzeichen hoch, da man dort ja die “rechtsklick-grafik speichern unter” Funktion ausstellen kann.

    Im Allgemeinen finde ich schon, dass du Recht hast. Große auffällige Wasserzeichen, die sich über das gesamte Bild erstrecken, sind einfach grausam und verschandeln das Foto nicht wenig. Da hast du ein gutes Beispielfoto oben in deinem Post erstellt ^^ Es kommt, denke ich, auch ein wenig auf die persönliche Einstellung an. Ich bin (noch) ein zu ängstlicher und unsicherer Mensch. Falls es irgendwann so sein sollte, dass meine Fotografien richtig gut ankommen, sich verbreiten und ich viele “Fans” habe, die meine Fotos lieben – dann werde ich voraussichtlich das Wasserzeichen entfernen. Denn dann gibt es mehr Menschen, die mich darauf aufmerksam machen würden, falls ein Foto mal irgendwo steckt, wo es nicht hingehört.

    Ich hoffe das war jetzt nicht zu viel Text. Ich weiß, ich wiederhole mich oft, ignorier das einfach ;)

  18. Es gibt Wasserzeichen, die sind das aller aller Letzte. Ich habe erst wieder ein Portfolio eines Fotografens entdeckt, dessen Bilder voll mit Wasserzeichen geklatscht waren. Das hat so dermaßen abgelenkt, dass man das Bild kaum mehr erkannte.

    Wasserzeichen an sich finde ich ok, wenn sie so platziert und gemacht sind, dass sie nicht stören.

  19. Wer glaubt, dass sichtbare (oder hörbare) Wasserzeichen notwendig sind, um die eigenen Rechte zu wahren, lebt in der Vergangenheit ;-)

    Ich will jetzt wirklich nicht in das DRM/Geistiges Eigentum/Abmahnungen Wespennest stechen. Dieser Link soll nur zeigen, was eher dem Stand der Technik entspricht… http://www.youtube.com/watch?v=xWizsV5Le7s&feature=player_embedded

    Anderes Beispiel:
    Wer von euch verwendet z.b. diese iPhone App die dir sagt welches Musikstück gerade gespielt wird? (hab jetzt den Namen vergessen – bin kein iPhone User) Was glaubt ihr wie die das wohl hinkriegen? Entsprechende Mustererkennung und Rechenleistung vorausgesetzt, bleibt keine Kopie unentdeckt selbst wenn kein verstecktes Wasserzeichen eingebaut wurde.

    noch etwas:
    die Digimarc Funktion ist in Photoshop schon seit langem integriert. Das ist halt kostenpflichtig, aber für professionelle Anwender die mit Fotos ihr Geld verdienen auch nicht unerschwinglich. Ich kenne das nur theoretisch – verwendet das jemand von euch? https://www.digimarc.com/solutions/images.asp

  20. Ich halte nicht viel von Copyright-Vermerken direkt im Bild, meine Bilder dürfen gerne verwendet werden, insofern der Verwendungszweck nicht gegen meine persönlichen Richtlinien geht UND ES SICH NICHT UM KOMMERZIELE NUTZUNG HANDELT! Ein paar meiner Bilder stehen immerhin auch bei Agenturen zum Verkauf und da hätte ich für die Nutzung schon ganz gerne einen Obulus ;-)

    Ich habe allerdings auchs chon Vermerke gesehen, die so geschickt ins Bild integriert waren, dass sie gar nicht auffielen. WIrklich super, aber in dem Fall auch ein wenig sinnlos. Im Extremfall wird man anhand der Originaldaten immer nachweisen können, dass man der Urheber ist.

    Neuentwicklungen von im Bild integrierten Wasserzeichen sind in meinen Augen zudem auch sinnlos, da man (ist jetzt saublöd, ich weiß) im Extremfall einfach nen Screenshot macht, um das Bild zu haben. Wenn es irgendwo angezeigt wird, dann bekommt man es auch IRGENDWIE. Ob das nun geschützt ist oder nicht…

  21. So auffällige Wasserzeichen wie oben (oder wie bei eienm von Martins fellow podcasters) finde auch ich ätzend, das tut nicht Not.

    Trotzdem verwende ich immer auch ein sichtbares Wasserzeichen. Dezent, nicht mitten in bildwichtigen Teilen. Mit Name, Jahr, URL und Angaben zur Lizenz.
    Nicht ausschließlich ein unsichtbares Wasserzeichen, weil dann für die “Kopisten” und “Kopisten-Kopierer” jederzeit erkennbar ist das sie Gefahr laufen Mist zu bauen.

    “… zwischen gehört mir und gehört keinem zu wählen …”
    Oha, immer noch nicht den Unterschied zwischen Copyright und Lizenz verstanden? Sorry, aber der Glaube das ein Bild unter Creative Commons “mir nicht (mehr) gehört” ist ein Irrtum.

  22. Ich markiere meine Fotos meistens mit meinem Namen. Aber dezent an der Seite und nicht zu auffällig. Das schützt mich natürlich nicht vor absichtlichem Diebstahl, denn da kann es einfach abgeschnitten werden. Das ist mir bewusst.

    Aber ein komplettes Wasserzeichen drüberzulegen bringe ich nicht übers Herz. Außerdem gehe ich mal davon aus, dass sich die meisten “Diebe” gar nichts dabei denken.

    Da hab ich dann auch kein Problem, wenn es irgendwo gepostet wird. Am liebsten mit link zur Quelle, aber wer sich nichts dabei denkt, denkt da natürlich auch nicht dran.
    Daher schreibe ich gerne meinen Namen mit drauf, damit trotzdem klar ist, wer das Bild gemacht hat. Vielleicht gefällt es ja jemandem, der dann schauen kommt, was ich sonst so mache.

    Ums Klagen oder ähnliches geht es mir nicht. Aber ich verdiene ja auch nicht meinen Lebensunterhalt damit.

  23. Eine häufige Beobachtung von mir: Je schlechter der Fotograf, desto mehr macht er sich Gedanken über den Schutz seiner Bilder, desto pompöser ist das entworfene eigene Fotografielogo und desto größer wird es in jedes Bild geklatscht.

    Als Krönung wird von den “Besten” zum Schutz der vermeintlich so tollen Fotos dann noch richtig dummes Javascript in die Website gebastelt, um das Speichern von Bildern per Rechtsklick zu unterbinden oder man meint fälschlicherweise, seine Fotos durch eine Flash-Gallery schützen zu können.

    Den gleichen Gedankengang wie Du – mit Parallelen zu Open-Source-Software/Freeware – habe ich 2007 mal auf meiner Website formuliert und seitdem stehen alle meine Bilder folgerichtig auch unter einer CC-Lizenz.

    Zur Steganografie/unsichtbaren Wasserzeichen: Sowie das Bild minimal nachbearbeitet wird, versagt das entgegen den Versprechungen der Anbieter kläglich. Das Fraunhofer-Institut hat z.B. im letzten Jahr mit Photopatrol ein System mit unsichtbaren Wasserzeichen zum Schutz von Bildern im Internet vorgestellt. Das sollte sehr robust sein und sich auch durch Nachbearbeitung nur schwer aus dem Bild entfernen lassen. Tatsächlich war es geradezu absurd simpel, das Wasserzeichen loszuwerden.
    http://www.heise.de/foto/news/foren/S-Dumm-duemmer-Photopatrol-Ganz-peinliche-Nummer/forum-137473/msg-14917308/read/

  24. Ich sehe es immer wieder anders. Es kommt halt voll und ganz auf die jeweilige Situation an. Seit einigen Monaten mach ich auch kein Wasserzeichen auf meine Bilder und dort wo ich es vorher gemacht habe war es eher sehr dezent und ging wenn man will schnell wegzustempeln. Von daher hat es wenig Sinn gemacht da ich gemerkt habe das es eh nicht beachtet wird und das deutsche Urheberrecht greift ja sowieso auch ohne Hinweis. Wenn jemand meine Bilder in einem Forum zeigt oder bei Jappy & Co dann geht das meistens klar für mich. Allerdings wurde ich auch mal von einem Besucher meiner Seite darauf hingewiesen das ein Bild von mir gewerblich genutzt wurde und das ohne meine Erlaubnis. Und dort hört meiner Meinung nach der Spaß auf, man kann ja wenigstens mal fragen. Aber nach einem freundlichen Hinweis meiner seits war die Sache dort auch geklärt. Oftmals machen die “Diebe” das ja nicht mal mit Absicht. Die meisten wissen gar nicht das Bilder geschützt sind.

  25. Auf mich wirken Fotos mit Wasserzeichen bzw. Fotografen die ihre Fotos damit “verzieren” immer ziemlich unsympathisch und arrogant, obwohl mir klar ist, dass sie ihre Arbeiten nur schützen wollen, und genau deswegen würde ich NIE Wasserzeichen verwenden.

    Und ja, Marian hat Recht, Rechtsklick-Sperre der Bilder oder sie geschützt über Flash etc. laden nützt überhaupt nichts, denn per Screenshot kommt man auch so ganz einfach an die Bilder ;)

  26. “Ich für mich kann da schlecht hingehen und sagen: Das sind MEINE Fotos! MEINE!”

    Doch, kann ich. Und mache ich.

    Ja, ich nutze WordPress, Facebook und Youtube. Ok, z.T. “bezahle” ich durch das Ansehen der Werbung, aber lassen wir das mal außen vor.

    Die Programmierer von WordPress haben mir viel geschenkt, Zeit, Nerven und Herzblut. Aber immer noch im Rahmen des Programmes. Einem Rahmen, den sie vorher abgesteckt haben.

    Meine Fotos sind für mich “alles”, die Essenz des mir wichtigsten Hobbys überhaupt. Darum bin ich nicht bereit, mein “alles” einfach so herzugeben. Weil das einfach eine Stufe weiter ist.

    Dafür versuche ich auf anderem Weg, auch etwas Herzblut zurückzugeben. Ich beantworte alle Fragen, die mir zu Fotografie gestellt werden, und oft genug muss ich dafür erst selbst recherchieren. Wer meine Fotos auf Anfrage nutzen wollte, hat auch noch nie ein “nein” bekommen. Ich hab ein Brushset erstellt und ohne Begrenzungen zum Download bereitgestellt. Texturen ebenfalls.

    Denn ich bin durchaus bereit zu geben. Fühle mich sogar dazu verpflichtet. Aber ich möchte bestimmen, was ich gebe. Und “alles” ist mir doch etwas viel…

    Mein Wasserzeichen ist ganz dezent, kaum erkennbar. Das Bild wird davon so gut wie gar nicht beeinträchtigt. Aber es soll schon zeigen: Hey, das Bild gehört wem. Und wenn wer es klauen will, soll er wenigstens Arbeit mit dem Wegretouchieren haben ;)

  27. Bilder sollte ich im RL sogar oft noch nachträglich unterzeichnen, also mit meinem “Zeichen” versehen sollen. Daher bin ich es gewohnt, aber mache das bei Fotos eher unauffällig. Ich werde aber bei Fotos, sofern ich sie hochlade, zukünftig darauf achten, das sie noch unauffälliger unterzeichnet sind… wer dann fragt, kann sie sogar ohne haben ;)

  28. Ich bin nicht der gleicher Meinung. Du hast in deinem Blog eins nicht beachtet. Solange ein Original (ohne Wasserzeichen) vorhanden ist, wird ein Bild durch das Wasserzeichen nicht entstellt. Deine Metapher mit einem Konzert ist ebenfalls nicht richtig, da du in einem Konzert für die Musik schon bezahlt hast, deswegen wäre das in der Tat S……e wenn irgendwas noch dazwischen “Quitschen” würde. Ist ungefähr so, wenn man ein Bild mit dem Wasserzeichen kaufen würde ;)

    Als Fotograf neigt man dazu alles durch die Fotografenbrille zu sehen. Wenn ich jedoch z.B. ein Student wäre, und müsste ein Referat vorbereiten und bei der Suche im Internet nach geeigneten Bildern, auf eine Homepage treffen die bei den Bildern keine Wasserzeichen enthält – dann ist doch klar dass ich keinen Cent für die Bilder ausgeben würde… Ich kann dir tausend solche Beispiele nennen.

    Wasserzeichen schützen nicht 100%, aber das was die schützen geben mir etwas besseres Gefühl, da in jedem Meiner Bilder haufen Arbeit drinsteckt.

    Viele Grüße

    Alex

  29. @Alex: Wo ist das Problem für Dich, wenn ein Student eines Deiner Fotos in einer Präsentation verwendet?
    Erstens, interessieren solche Präsentationen eh keinen Arsch (ja, ich bin Student) und zweitens muss bei einem Bild selbstverständlich die Quelle in Textform darunter angegeben werden. Du hättest also kostenfrei Werbung!
    Geschieht dies nicht, dann sorgt der Dozent schon für die passende “Strafe” ;-)

  30. Ich bin auch der Meinung, dass zu große Wasserzeichen das Bild nur “entstellen”. Ich habe es auch schon versucht, weil ich der Meinung war meine Bilder so zu schützen. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass sich das Wasserzeichen nicht lohnt, da es die “Bildentstellung” nicht wert ist.
    Ich glaube am Ende muss es jeder für sich entscheiden. Für alle meine Fotos habe ich ja das Original und kann im Notfall beweisen, dass es mir gehört, egal wer es mal “geklaut” hat.

  31. Ich gehe den Weg, die Bilder mit Flash zumindest davor zu schützen, dass sich die Leute denken “Kann ich ja einfach speichern, darf ich dann auch benutzen.” Wer Bilder klauen will schafft das auch so oder so, dafür bedarf es keiner kriminellen Energie.
    Nur frage ich mich, wo der “Profit” liegen soll, wenn Leute meine Bilder benutzen und ich nichts für kriege? Wo ist die Ehre für mich, wenn ein Bild von mir als Avatar benutzt wird, ohne, dass es einen Hinweis gibt?

  32. Klar ist eins: Ein Wasserzeichen schützt kein Bild im Internet davor kopiert und weiterverwendet zu werden. Trotzdem lasse ich beim Export von Lightroom mein Logo mit aufs Bild bauen. Der Hintergrund ist relativ einfach: So kann sich niemand der sich des Bildes bedient sagen, er hätte von nichts gewusst. Das ist also nicht als Schutz gedacht, sondern als kleiner Wink mit dem Zaunpfahl.

    Wie gehe ich jetzt damit um, wenn ich meine Bilder an anderer Stelle sehe? Das kommt auf den Einzelfall drauf an. Im privaten Umfeld schreibe ich denjenigen an, weise ihn auf die rechtliche Lage hin und stelle denjenigen vor die Wahl, das Bild entweder zu entfernen oder auf meine Homepage zu verlinken. Punkt.

    Im kommerziellen Umfeld sehe ich das deutlich enger. Da bekommt der “Nutzer” eine angemessene Rechnung von mir geschrieben. Entweder bezahlt er die oder mein Anwalt bekommt Arbeit.

    Wie dem auch sei, Wasserzeichen bei mir ja unten in der Ecke als Erinnerungsstütze.

  33. Ich finde Wasserzeichen bei manchen Dingen echt schick, wenn diese gut aussehen. Ich habe selbst einige Zeit lang welche in meinen Fotos gehabt – irgendwann war mir das dann zu blöde, hab sie einfach weggelassen und niemand hat sich daran gestört. :)

    Wenn man natürlich Bilder verwendet, dann sollten diese auf jeden Fall drinbleiben, rein anstandshalber. :-)

    gruß hAnnes

  34. Das ist ja ne lustige Diskussion.
    Nichts ist so klar geregelt wie das Urheberrecht.
    Wenn ein Student ohne zu fragen oder Quellen anzugeben etwas wie ein Foto benutzt, ist er in meinen Augen ersten nicht fähig wissenschaftlich zu arbeiten und zweitens wenn der das Foto dann auch noch in seiner auf deine DA oder Thesis verwendet, verstösst er klar gegen das Urheberrecht.

    Anders verhält es sich, wenn der Student den Urheber vorher fragt und dieser ihm schriftlich die Nutzung genehmigt. Auch dann ist der Ersteller des Fotos weiterhin Urheber, hat dem Studenten nur quasi eine Nutzungs-Lizenz erteilt.

  35. @Martin: Mal was böswilliges :-) Du würst es auch nicht gut finden, wenn man Deine DVD illegal kopiert, oder? Da könntest Du ja sagen, och ist doch cool das Leuten meine DVD gefällt…

    Wie gesagt, sobald es kommerziell wird oder Dritte meine Fotos nutzen, hätte ich schon klar geregelt gewusst, was mit meinen Fotos passiert. Insbesondere wenn auch ein Model abgelichtet wurde und es ein Vertrag zum Shooting gab. Hier gibts dann wieder die Sache mit dem Recht am eigenen Bild, aber das ist eine andere Geschichte.

  36. DAS Bauchwehthema schlechthin, mir gefallen weder Logos noch Schriftzüge, trotzdem verwende ich sie vor allem gerne bei Personenfotos, denn gerade in diesem Bereich habe ich gegenüber meinen Modellen/Kunden doch etwas mehr Verantwortung als bei meinen ( da ist es wieder das “meine” ;-) ) Landschafts- oder Urbexfotos.
    Es wird wohl auch weiterhin ein heikles Thema bleiben, denn selbst beim Thema Geldfälschung schreckt die Gauner das Wasserzeichen nicht ab ….. ;-)
    Wie einfach und vor allem Strafrechtlich simpler ist es doch da ein paar Fotos von Kollegen als die eigenen zu präsentieren, im schlimmsten Fall damit auch noch Geld zu verdienen.
    Ich finde es prima das du das Thema mal auf dem Tisch bringst, danke dafür.

  37. Lieber Martin, sehr interessanter Standpunkt, aber ich persönlich kann mich nur zum Teil Deiner Meinung anschliessen. Wasserzeichen können natürlich zerstörend wirken…

    1.) Es kommt aber immer auf das Wasserzeichen an, ob es das “Kunstwerk” zerstört oder nicht. Ich würde mich vom allgemeinen Begriff des Wasserzeichens lösen wollen, denn es gibt auch die Signatur und die kann – so wie man es bei Profis gewöhnt ist – sehr gut aussehen und zum Foto und dessen Stil passen.

    2.) Es obliegt dem Herausgeber wie er mit seinem Gut umgehen will. Und Fotos sind ebenso Wirtschaftsgut, wie andere Güter auch. Wenn jemand die Motivation ein Foto widerrechtlich zu verwenden (Ich rede bewusst nicht von Diebstahl, weil ich diesen Unsinn nicht mehr hören / lesen kann), dadurch zerstören möchte dass ein Wasserzeichen im Foto ist .. Dann bitte schön.. Deswegen ist aber nicht automatisch das Werk zerstört!

    3.) Ich weiss nicht, was Creative Commons mit der Wasserzeichendiskussion zu tun hat! Du vermischt da meiner Ansicht zwei Themen! Trotzdem es vermischt ist, verhält sich das ebenso wie bei Punkt 2. Wenn ich als Urheber anderweitig Geld mit meinem Werk verdienen möchte, stelle ich Fotos eben nicht unter Creative Commons – PUNKT …

    4.) Alles reine Geschmacksfrage! Wenn ich keinen Sekt mag, dann trinke ich eben Champagner.. Auch wenn es bestimmte Gemüter nicht zufrieden stimmt.

    5.) Eine nicht gerade hilfreiche Diskussion, da man ohnehin zu keinem Ergebnis kommt. Kann man gleich Brennnesseltee trinken! Es gibt wichtigere Themen!

  38. also wie ich es immer wieder sage…

    … ein Wasserzeichn HAT seine Daseinsberechtigung. Denn a) man sieht auch bei externer verlinkung von wem das Bild ist. es verleit b) jedem Bild einen Wiedererkennungsfleck falls man die Bilder nicht am immer selben Stil erkennen kann und c) sollte jemand das Wasserzeichen bewusst entfernen um das Bild ungefragt weiter zu verwenden, handelt derjenige unter Vorsatz und macht sich somit bewusst strafbar…

    Ausserdem hindert es die “Gelegenheitsdiebe” (wie ich sie mal nennen mag) schonmal daran das Bild auf unkompliziertem Wege zu “missbrauchen”

    Und das was heutzutage im Netz abgeht, da möchte ich lieber nicht auf die Ehrlichkeit der Leute hoffen…

    Klar ist es toll wenn jemand meine Bilder verwenden mag. Auch ungefragt mag das teilweise i.O. sein, aber dennoch stelle ich über das Wasserzeichen sichter, in jedem Fall zumindest etwas Werbung zu bekommen.

    Aber es ist und bleibt einfach ein leidiges Thema in dem es nie zu einem Richtig oder Falsch kommen wird…

    Wie immer, nur meine Meinung! ;-)

  39. Wie wärs mal mit einer Sammlung der Wasserzeichen, die die, die hier schreiben nutzen und einer Abstimmung darüber, ob diese gehen, oder nicht?

    Meine Meinung hatte ich gestern schon bei Facebook geschrieben aber hier nochmal kurz:

    Ich bin _gegen_ Wasserzeichen.
    Ich bin _für_ eine dezente und optisch ansprechende Signatur.

    Das ist für mich der Kompromiss mit dem die Fotos einerseits voll zur Geltung kommen (danke Martin für das anschauliche Beispiel mit dem Orchester) und andererseits trotzdem der Werbeaspekt gewahrt wird. Die meisten machen sich nicht die Mühe, die Signatur wegzuschneiden. Ein Bild ohne alles (Metadaten, Signatur) würde ich nicht ins Internet stellen. Ich möchte ja, dass Menschen auf meines Seite aufmerksam werden.
    Wenn jemand eines der Bilder von gwegner.de mit meiner Signatur als Bildschirmhintergrund verwendet freue ich mich doch darüber! Werbung für mich. Wenn jemand ein Bild in seinen You-Tube Videos verwendet auch! Wir haben nunmal den großen Vorteil, wir können eine solche Kennzeichnung unaufdringlich und ästhetisch gestalten. Ein Komponist kann das z.B. nicht. Die Musik eines unbekannten Komponisten wird in einem Youtube Video i.d.R. nicht erkannt werden und jemanden auf seine Seite führen.
    Nutzen wir diese Freiheit kreativ, ohne unsere “Betrachter” abzuschrecken. Ich jedenfalls schaue mir kein Portfolio an, auf dem über jedem Foto ein riesiges Wasserzeichen liegt, oder dass nur in einer Auflösung von 400×300 vorliegt. Mach ich nicht.

  40. Wasserzeichen in der Größe des Fotos finde ich scheußlich.
    Aber ich selber mache doch ein ganz Kleines in die Ecke um auf meine Webseite hin zuweisen. Habe schon Fotos von mir auf anderen Seiten entdeckt, aber es hat sich keiner die Mühe gemacht das Wasserzeichen zu überstempeln. Somit ist es ev. doch eine kleiner Werbeefekt für meine Seite auf anderen Seiten.
    LG Fred

  41. Ich finde, dass man den Verwendungszweck klar im Blick behalten muss.

    Geht es darum die Bilder vorzuführen oder nur zur Auswahl als Vorschau zu zeigen.

    Ein Beispiel:

    Auf unserem Abiball wurden Fotos von einem Fotografen aufgenommen und später ins Internet gestellt um von dort auch Bestellungen aufgeben zu können. Diese Bilder waren durch Wassenzeichen geschützt.
    Hier sinde ich Wasserzeichen sehr sinnvoll, denn um zu sehen auf welchem Bild Mutti, Omi und der Rest der Bande am besten aussieht ist ein Wasserzeichen nicht störend.
    Der Fotograf möchte schließlich Abzüge verkaufen.
    By the way: Je mehr Bilder verkauft werden, desto billiger können sie angeboten werden um die Kosten zu decken.

    Wenn Amateure im Forum , Flickr oder dem eigenen Blog riesen Wasserzeichen einbauen finde ich es auch Sinnlos.

    Gruß Arne

  42. Wahrscheinlich werde ich auch Flash nutzen und dann die Bilder verschlüsselt nachladen.

    Und du glaubst, das hilft? Vielleicht beim DAU, aber sonst machst du deine Seite mit Flash unbenutzbar. Flash-Portfolios ist fast genauso schlimm wie Wasserzeichen.

  43. Zitat: “Natürlich erwarte ich unter Bloggerkollegen, dass man nachfragt, wenn man das Bild eines anderen Bloggers nutzt, um seinen Artikel aufzuhübschen.”

    Martin, ich erwarte es von *jedem* dass man sich kurzschliesst, bevor ein Foto von mir in welcher Weise auch immer benutzt wird. Inzwischen sollte auch jeder noch so kleine Webseiten-Betreiber wissen, dass eine illegale Nutzung ganz schön teuer werden kann. In der Presse wird genügend darüber berichtet. Eine kleine Mail mit der Bitte und dem Hinweis, wofür man das Bild nutzen möchte tut niemanden weh.

    Was die Wasserzeichen angeht, kommt es drauf an, wo die Bilder veröffentlicht werden. Will man seine Arbeiten präsentieren, ist es kontraproduktiv, die Bilder auch noch mit einem Wasserzeichen über das komplette Bild zu versehen. Aber ich finde es durchaus legitim, dass man einen kleinen Hinweis als Textzeile in das Bild mit einbaut, wenn man jemanden eine Bildauswahl digital zusendet.

    Im Bereich der Bildagenturen halte ich ein “aufdringliches” Wasserzeichen auf hochauflösenden Bildern für eine Pflicht. Will man Stockbilder beurteilen, gibt es in den meisten Agenturen die Bilder auch in geringere Auflösung, die eine Bildbeurteilung am Rechner durchaus zulassen.

    Man kann wasserzeichen sehen, wie man will. Manchmal stören sie, manchmal sind sie die einzige Möglichkeit, den Bildklau zumindest einzuschränken.

  44. Urheberrechte sind Urheberrechte. Egal ob wir Musik illegal auf Tauschbörsen runterladen oder ob wir uns bei Fotos mit fremden Federn schmücken. Dezenet Wasserzeichen find ich gut. Es gibt Fotos die mir gefallen und mir runterlade um sie als Hintergrundbild zu verwenden, für mich privat.

  45. Blogartikel dazu: Digitale Wasserzeichen « Ucki`s Fotoblog

  46. Ich habe berufsbedingt viel mit Gesetzen zu tun.
    Ich hatte beim lesen des Artikels nicht das Gefühl das es Martin um geltendes Recht geht.
    Daher möchte ich eine Grundsatz aussage machen:
    „Das Eigentum des anderen ist zu respektieren!“
    Dazu gehören nun mal auch die Bilder anderer Fotografen.
    Und es ist egal ob der das beruflich oder „nur“ als Amateur macht.
    Ich will auch kein Moralapostel sein, um Gottes Willen.
    Leider habe ich aber selbst erlebt wie das Eigentum anderer Missbraucht wurde.
    Ich bin hier im Heimatverein. Wir haben auch eine Menge alter Bilder gesammelt.
    Wir mussten alle mit einem „Stempel“ versehen bevor wir sie auf unsere Seite nahmen weil beim ersten Versuch Bilder sogar in Büchern auftauchten. Und da muss ich sagen das ist eine Sauerei. Meine Mitstreiter haben das Material ehrenamtlich in der Freizeit gesammelt und zusammengestellt. Manches wurde uns gestiftet. Und dann nimmt das einer und macht damit Geld, ohne zu Fragen. Wo ist da der Anstand.
    Auch kenne ich eine Band aus unserem Ort ganz gut, Löschzug23 Ihr seit die besten, die mit dem Thema Raubkopie echt zu kämpfen haben.
    Respekt vor dem Eigentum eines anderen und das gemischt mit etwas Anstand und dieser Artikel wäre nie erschienen, er wäre nicht nötig!!!!!
    Ich will damit sagen: Wasserzeichen haben Ihre Daseinsberechtigung auch wenn sie nicht immer vorteilhaft fürs Bild sind.

  47. @Stefan .. und gerade Hintergrundbilder sind für mich gerade das genialste wenn mich einer fragt: Hey Ucki kann ich das mal in Groß in der und der Desktopauflösung haben. Ist für mich die schönste Auszeichnung die mir nen Bekannter machen kann … Das Wissen das sich das jemand freiwillig Tag für Tag anguckt. Und gerade deshalb finde ich bei Wallpapern Fragen so wichtig ;)

  48. Hi Martin,
    gute Einstellung. Nachdem Du mich schon dazu bekehrt hast, zumindest meine zukünftigen Bilder unter Creative Commons zu veröffentlichen, muss ich Dir auch hier wieder voll Recht geben – allerdings habe ich die Phase, in der ich Wasserzeichen auf meine Bilder klatschen wollte, bereits früher in diesem Jahr hinter mir gelassen. ;-)

    Die Welt könnte ein schönerer Ort sein, wenn man auf Wasserzeichen verzichten könnte – leider haben Sie doch ihre Berechtigung, wie schon zur Genüge ausgeführt wurde.
    Schade finde ich die Paranoia halt immer dann, wenn mir beispielsweise auf Flickr ein Bild gefällt und ich es gerne für mich, ganz allein und für einen Tag, als Wallpaper haben mag – und es geht dann nicht, weil z.B. ein elefantöses Wasserzeichen drauf ist oder das Bild vor lauter Angst nur in 640×480 Pixeln hochgeladen wurde. In so einem Fall finde ich es eigentlich albern, es überhaupt ins Netz zu setzen.
    Ich meine, warum lädt man ein Bild hoch, wenn man anderen dabei nicht die Möglichkeit lässt, das Bild auch zu genießen, Feedback zu geben oder zumindest die hineingesteckte Arbeit angemessen zu würdigen?

    Ich hoffe, dass Creative Commons weiterhin so steil gehen wie in den letzten Jahren.
    Hoch lebe der digitale Kommunismus, oder so ähnlich. ;-)

    Viele Grüße
    Jan

  49. Guten morgen,

    vorweg möchte ich der Aussage von dir zustimmen, denn Wasserzeichen sollen meiner Meinung nach ein Bild kennzeichnen und dadurch wie in deiner Metapher beschreiben, soweit entfremden das eine Weiterverwendung nicht gewollt ist. Dazu kommt das ein Wasserzeichen wie du es schon beschrieben hast quer über ein Bild gehen. Alle anderen kleinen Schriftzüge, Logos und Zeichen dienen für mich als reinen Kennzeichnung des Künstlers wie es schon Maler vor 100ten Jahren gemacht haben. Einfach ein Signatur, die nicht “so stark” entfremden soll

    In der Zeit von Flickr und Co Laden wir unsere Bilder hoch und hoffen auf positive oder konstruktive Kritik. Kostenlos versteh sich. Denn diese Portale dienen nun mal auch unserem Ego und dem Willen andere Menschen an unseren kreativen Werken teilhaben zu lassen. Hierbei spreche ich nur von privaten und nicht kommerziellen Bereich.

    Wenn nun jemand meine Bilder verwendet, ob nun zugestimmt oder nicht dann ist das halt so. Ich erfreue mich daran.
    Ich für mich weiß, es ist mein Bild. Sollte mein Bild sogar so gut sein, dann wissen es auch andere. Selbst wenn ich die Mona Lisa auf meiner Seite ausstelle, würde doch niemand sagen ich habe dieses Bild gemacht.

    Entdecke ich einer meiner Werke auf anderen Seiten, dann frage ich höfflich nach ob nicht der Name mit eingefügt werden kann und schon war es das.

    Wäre die Fotografie für mich etwas Kommerzielles, dann würde ich das anders betrachten, aber so ist jedes von mir verwendete Foto eine wahre Freude mich…

    viele Grüße

  50. Ich kann beide Seiten sehr gut verstehen. Sein eigenes Werk vor Missbrauch zu schützen ist ja auch nix falsches. Bei mir ist es so das ich meine Bilder anderen Leuten einfach nur zeigen will und das ohne störendes Wasserzeichen da so das Bild nicht mehr so schön wirkt wie es soll. Meine Erfahrungen haben gezeigt das viele Leute schon den Anstand besitzen nachzufragen. Allerdings bestätigen Ausnahmen nun mal die Regel doch mit denen komme ich gut klar. Ich finde diese Diskussion bzw. den Artikel keinesfalls unnötig. Denn er zeigt klar und deutlich das es zwei klare Meinungen zu diesem Thema gibt und das der eine lockerer damit umgeht, der andere nicht.

    Einen schönen Donnerstag wünsche ich.

  51. Blogartikel dazu: Ucki`s Fotoblog

  52. schön und gut, aber wie finde ich heraus, ob meine Fotos weiterverwendet wurden? Vllt. sogar Geld damit gemacht wurde…dann fänd ich das nämlich schon etwas dreist und ärgerlich….

    • @Ucki: Du kannst mir auch gern ne Mail schreiben, wenn Du was entdeckst ;)

      @Anne: Check mal http://www.tineye.com – damit kannst Du deine Fotos quasie rückwärts suchen und schauen, ob sie auf anderen Webseiten benutzt werden. Und ich sehe das wie Du: Kommerzielle Nutzung von Fotos ist was ärgerliches – vor allem ungefragt. Deshalb hab ich das auch in meiner CC-Lizenz mit drin. Die Frage ist, wo fängt kommerziell an, wo hört es auf? Sicher, wenn jemand mein Foto verkauft, dann ist es kommerziell – aber ist es das auch, wenn jemand ein Foto von mir benutzt und auf seiner Webseite mit Werbung Geld verdient? Auch hier muss glaub ich jeder für sich einen guten Weg finden.

  53. @Ronny das ist ein Microblog wo halt SMS kurze Statements ausgetauscht wird .. trotzdem meiner Meinung nach ein schwacher Ersatz für Martins Shoutbox :) So muss ich mich jetzt in Twitter einloggen um ihm zusagen das auf der Startseite statt Dezember noch November steht :)

  54. Schwieriges Thema, ich bin da auch immer hin und her gerissen. Früher habe ich unter jedes Bild meinen Otto gesetzt. Heute ab und zu und je nach Gefühl.

    Es gibt viele Beispiel für Signaturen / Wasserzeichen die ansonsten sehr gut Bilder wirklich kaputt machen. ICh denke man muss hier auch ganz klar zwischen Signatur und Wasserzeichen unterscheiden. Lieblos drübergeklatschte Wasserzeichen sind grausam, keine Frage. Gute und dezent gesetzte Signaturen (als Beispiel von den Bloglesern hier zum Beispiel die von Sabine) sind in Ordnung, können Bilder sogar aufwerten.

    Vor Copyright Verletzungen und Bilderklau schütz beides nicht. Das müssen schon härtere Kaliber ran.

  55. Ich bin stolz auf meine Bilder. Ich mag sie und es sind meine. Sie sind Teil meiner selbst, weil sie meine Sicht auf die Welt oder einen kleinen Teil davon widerspiegeln. Deswegen wäre es mir ein Graus, wenn Dritte meine Bilder nehmen und irgendetwas damit anstellen, von dem ich nichts weiß. Also: Wasserzeichen ja!

    Andererseits will ich auch, dass meine Bilder möglichst wenig in ihrer Wirkung gestört werden, weswegen ich eine mittelgroße Signatur verwende.

    Natürlich ist das ein Kompromiss, mit dem beide Seiten meiner fotografischen Seele klarkommen müssen. Aber die Entscheidung, die eigenen Bilder nicht nur nicht zu schützen, sondern sie sogar freizugeben, verstehe ich nicht. Wenn ich so etwas lese oder sehe, verursacht das mir Bauchschmerzen. Für mich wäre das Verrat an meinen Bildern und damit auch an einem Teil von mir selbst. So weit weg, so distanziert von meinen Bildern möchte ich niemals sein – Auftragsfotografie mal ausgeschlossen… ;)

  56. Man könnte aus bildgestalterischer Sicht vermutlich auch einen größeren Absatz darüber schreiben, wie die Balance eines Bildes sich verschiebt, wenn plötzlich Text auf Bild trifft und die Komposition zerstört. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich bisher von keinem richtig guten Foto gehört habe, dass sich ein Wasserzeichen darauf befände. Bei Bildern, die sowieso nicht “durchkomponiert” sind, kann man’s dann ja machen.

  57. Ich weiß bei vielen Bilder die mit Wasserzeichen versehen sind immer nicht, ob es mich nun stört oder es so schlicht gehalten ist, dass man schnell “drüber hinweg sieht”. Aber im allgemeinen stören sie mich eher, weil sie doch immer wieder den Blick auf sich ziehen.

  58. immer wieder ein schwieriges thema. ich kann irgendwo beide seiten verstehen. gerade fotografen, die von ihren bildern leben müssen, haben durch die wasserzeichen “werbung” und zumindest ein minimalmaß an schutz.
    für mich selbst habe ich entschieden, dass ich alle bilder, egal ob bei flickr, posterous, oder auf der eigenen website, komplett unter cc veröffentlichen werde.
    selbstverständlich hindert das niemanden daran u.u. sich die bilder trotzdem einfach zu nehmen, aber ich hoffe einfach, dass eine gewisser respekt bei den meisten menschen doch vorhanden ist.

  59. Gerade sehe ich auf Photobucket zufällig, dass der User SherryWorld54321 etliche Bilder aus meinem Flickr Stream als die Seinen ausgibt. Ich versuch´s mal höflich mit einem Kommentar und bitte ihn, die Bilder zu löschen. Das ist mir jetzt das erste Mal passiert und ärgert mich schon. Grrrr…
    Original:
    http://www.flickr.com/photos/steffen_ramsaier/324685251/
    Geklaut:
    http://media.photobucket.com/image/palombaggia/SherryWorld54321/Road%20Ahead/Corsica/324685251_3bf1d4ac3c.jpg?o=9

  60. Wasserzeichen sind doch so falsch nicht, schließlich will ich ja auch mein Eigentum wahren und mein Kunst und urheberrecht ausüben. Trotzdem finde ich diese übertrieben fetten Wasserzeichen immer wieder zum kotzen, weil sie ein Bild total entstellen.
    Dann doch besser kopierschutz einbauen oder ein kleines wasserzeichen im rand unterbringen.

  61. Alles schön und gut, ich habe letztens erst aufgehört, Wasserzeichen zu verwenden, weil ich das sinnlos fand, mir macht es nicht viel aus, wenn meine Bilder weiterverwendet werden – so unwahrscheinlich das auch ist. Nett ist, wenn man fragt.
    Wo das Verständnis bei mir aber aufhört ist an dem Punkt, an dem jemand mein Bild ungefragt als Illustration eines Artikels für eine kommerzielle Website verwendet – in diesem Falle Discovery Channel. Über Einzelheiten will ich mich nicht auslassen, ich fand es dreist und überheblich, wie das Ganze abgelaufen ist. Um solche Geschichten, die mir Zeit rauben, zu vermeiden, setze ich ab jetzt halt wieder Wasserzeichen in die Fotos.

  62. Blogartikel dazu: | blog.eyespeak.de | › Weblinks vom 2010-04-02

  63. Blogartikel dazu: Warum ich keine Wasserzeichen nutze! - Wandelbar - Photography