kwerfeldein
21. November 2009 Lesezeit: ~4 Minuten

Wie ich das 50mm entdeckt habe

Das ist ein Gastartikel von Mario Jung. Er twittert und ihr dürft gerne auf seinem Blog signal77.de vorbeischauen.

Ich bin kein Fotograf. Wahrlich nicht. Auch wenn ich vor zig Jahren mal mit nem Stapel Schnappschüssen ein paar Euro verdient habe und eben diese Bilder nun auch im Landes- und im Staatsarchiv liegen. Nein. Ein Fotograf sieht ein Motiv, entwickelt das Bild im Kopf und kennt sein Arbeitsgerät genau um es dann auch so auf Papier oder eben digital umzusetzen.

Ich bin ein Knipser, halte drauf und hoffe, dass eins der vielen Bilder mit der sackteuren DSLR was wird. Und ab und zu kommen tatsächlich tolle Bilder zustande.

Postprocessing? Klar, in Picasa oder iPhoto. Photoshop oder Lightroom kann sich unsereins nicht wirklich leisten, wenn schon Body und ein/zwei Gläser das Vierteljahreseinkommen eines ProSieben-Praktikanten verschlingt. Und dann die Zeit das zu lernen? Und üben? Und die Zeit überhaupt?

Knipsen kann ich ja nebenbei, die Kinder, die Hunde, den Baum beim Spaziergang. Sich dann aber in Ruhe zwei/drei oder vier Stunden hin setzen, an den Computer? Wer Kinder hat und Fotos als EIN Hobby betreibt, der weiß, wie groß der Mangel an Zeit ist.

Also Picasa. Mal hier ne Linie ausrichten, hier das Bild etwas beschneiden. Dann noch ein bisserl mit diesen lustigen Schiebereglern rumspielen. So genau, was ich da mache, weiß ich eigentlich nicht, aber mir gefällt das Ergebnis. Das Problem: Ein zweites Bild wird nie so aussehen; es ist halt ein Zufallsprodukt. Wenngleich nicht übel.

Nun will ich mich nicht all zu sehr weiter entwickeln, ja ehrlich, man muss mit den Füßen auf den Boden bleiben, Zeit ist hier, wie oben schon geschrieben das limitierende Element. Aber ich möchte Ergebnisse  erzielen, die sich dann doch ein zwei Stufen von den alten RitschRatsch Bildern aus meinem Kindheitsalbum abheben. Und ich möchte Spass haben, beim Bilder machen, beim Bilder anschauen und beim Bilder zeigen.

Womit ich bisher fotografiert habe

Das Standard-Objektiv, das im Bundle meiner EOS 400D damals dabei war, genau, das EFS 18-55mm hat mir nie wirklich Freude bereitet. Das zweite Objektiv ist das EF 75-300mm III USM. Damit hatte ich dann schon wesentlich mehr schöne Bilder. Vor allem, weil ich oft mit den Kindern im Kinderwagen morgens unterwegs bin und so gerne Rehe, Hasen und  Eichhörnchen zu sehen bekomme. Und somit ein Tele doch ganz gut ankommt.

Nur, es ist knipsen! Und die Faktoren sind so groß, was ich wie und wo einstellen kann, dass ich später nicht mehr nachvollziehen kann, warum was so war und wieso diesmal nicht.

Beim Lesen auf Blogs bin ich dann immer wieder auf Festbrennweiten gestossen. Die seien so toll und so Klasse und überhaupt, man sieht ganz andere Dinge.

Das 50mm 1.8 musste ich haben.

Immer, wenn ich über irgendwelche Objektive, also die mit Festbrennweite gelesen habe, bin ich hin und habe geschaut, was die so kosten. 300€, wenn sie günstig waren. 1000€ wenn sie richtig gut waren, nach oben kein Limit. Und dann, es war hier im Gastbeitrag von Christian Bardenhorst, über das EF 50mm f1.8/II gestolpert. Ein Objektiv, dass fast nur gelobt wird und vor allem einen Preis von rund 100€ mit sich rumschleppt… Das musste ich haben. Sofort. Auf der Stelle…

Blenden und deren Auswirkung auf den Schärfebereich kannte ich so leidlich. Was 1.8 aber nun genau bedeutet und wie viel ich darüber und damit in nur einem Tag an Verständnis in meinen Kopf bringen würde, unglaublich. Die Kamera auf Av gestellt, somit ist die Blende fix und die Belichtungszeit wird angepasst, und ausprobiert. Erst im Haus, dann im Garten, erst das Playmobil meiner Tochter, dann meine Tochter, dann die Hunde und so weiter.

Bild machen, anschauen, ein bisschen was verändern, noch ein Bild machen, Unterschied sehen, nochmals etwas verändern, mit dem Wunsch, dass es nun so bzw. so aussieht und HA! Wieder ein Groschen gefallen.

Daher, meine Empfehlung. Nein, mein Befehl: Jeder der sich eine DSLR leistet und ein wenig mehr als die Chickas mit ihren Handy-Cams leisten mag, sollte sich sofort das EF 50mm f1.8/II zulegen.

Kostet nicht viel, erklärt viel, kann einiges.

Oder was ist euer Lieblingsobjektiv, das kein Vermögen kostet, aber doch brauchbar ist?

Ähnliche Artikel


70 Kommentare

Schreib’ einen Kommentar

Netiquette: Bleib freundlich, konstruktiv und beim Thema des Artikels. Mehr dazu.

  1. Ein sehr schöner Beitrag! Ich kann nur voll zustimmen, wirklich begonnen zu lernen, hab ich wirklich mit meiner Festbrennweite. Das wäre das Nikkor 35mm 1:1,8. Ganz großartige Scherbe und durch den Crop an der D60 kommt es fast auf die Brennweite eines Standardobjektivs. Meistens laufe ich nur noch mit dem 35mm herum, maximal ein weiteres Objektiv ist dabei. Auch wenn ich hauptsächlich Landschaften ablichte, mit der Festbrennweite komme ich am besten zurecht. Ich weiß mittlerweile, die das Glas „die Welt sieht“ und kann einschätzen, wie genau das Bild wird. Außerdem fordert es mich heraus, flexibel zu bleiben und aktiv zu werden, wenn mir z.B. der Bildausschnitt nicht gefällt.

  2. Ein sehr gelungener Beitrag, der sich wunderbar lesen lies :)

    Ich habe auch etwa 2 Jahre u.a. das Canon 50mm f1.8 verwendet und habe dadurch mehr von der Technik gelernt und eben auch ein bisschen mein Auge „geschult“.
    Da mich nun aber der schmale Fokusring des Objektivs irgendwann so sehr störte, weil ich oft beim Fokussieren doch das Objektiv mit festgehalten habe, bin ich vor kurzem auf das Canon 50mm f1.4 USM umgestiegen und bin damit jetzt mehr als zufrieden :) Ist natürlich schon ein finanzieller Sprung von knapp 100 auf etwa 330 Euro, aber für hat sich diese Investition auf jeden Fall gelohnt!

  3. 100% Zustimmung. Für jeden, der auch nur einen Tick an Fotografie interessiert ist, sollte das 50mm 1.8 wirklich sofort nach der SLR das erste Zubehör sein (und später, wenn’s einen gepackt hat, vielleicht das 1.4er, wenn man’s gerne etwas schneller haben möchte). Meine Frau und ich fotografieren praktisch nur mit Festbrennweiten und verwenden die Zooms nur mehr unter Ausnahmebedingungen, wenn absolute Flexibilität und Schnelligkeit gefragt ist.

  4. Ist irgendwie schon nur ein MUSS weils früher doch sowieso zu den Standard Objektiven gehört hat, wenn man eine Analoge gekauft hat.

    Hey, aber du solltest vielleicht mal versuchen zu schreiben. So richtig meine ich =) Das war echt genial zum Lesen.

  5. Ich kann mich auch noch genaustens daran erinnern als ich mein erstes 50mm gekauft habe und ich kann das nur unterschreiben.
    Man lernt sehr viel durch diese Linse und sie ist unschlagbar günstig!
    Ausserdem bietet sie einem so viele neue Möglichkeiten.

    Heute ist es wieder so das mein neues 50mm im Moment mein „immer drauf“ Objektiv ist.
    Ich liebe es!
    Ich kann die Empfehlung, nein, den „Befehl“ uneingeschränkt unterschreiben! ;-)

  6. Sehr schön geschriebener Beitrag. Dem Befehl kann ich nur zustimmen :)

    Was das 50er angeht: jepp, war auch mein erstes Zusatzobjektiv und wurde mir wärmstens ans Herz gelegt von insgesamt 3 Fotografen, die auf einer Hochzeit Bilder machten. Man kam ins Gespräch und ich direkt eines dieser tollen Objektive in die Hand – nein, auf die Kamera gedrückt… Am folgenden Montag war ich beim Händler meines Vertrauens und habe mir das Objektiv selber gekauft :)

  7. Das 50mm ist schon echt interessant. Bei mir steht grade die Entscheidung aus ob es ein 1.8 oder ein 1.4 wird. Ich fotografiere mit einer Nikon D200 und habe im Moment ein 50mm 1.4 D ausgeliehen. Die Bilder gefallen mir sehr gut, aber es gibt eine Sache die mich sehr stört und dass ist der langsame Autofocus, der auch öfters mal am Ziel vorbei rauscht.
    Weiß jemand von Euch wie sich das Nikkor 50mm 1.4 G dazu im Vergleich verhält?
    Gruß Arne

  8. Ja, dem kann ich nur zustimmen. Man lernt vor allem auch die Grenzen seiner Kamera kennen. In Sachen ISO und Geschwindigkeit. Das 50 1,8 oder 1,4 bietet die maximal mögliche Blende im erschwinglichen Rahmen. Wenn dann zb mit ISO 800 oder 1600 die Belichtungszeit immer noch zu lange ist, dann geht das Bild halt nicht ohne Blitz.

  9. Schöner Artikel!
    Ja, das 50mm 1.8 ist an sich eine tolle Sache, auch oder gerade am APS-C-Sensor. Ich besitze das wunderbare Stück und habe viel Freude daran – neben ein paar Wermutstropfen.
    Für dauerhaftes Glück würde ich persönlich zum 1.4er greifen: USM ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Vollzeiteingriff in die Fokussierung und höhere AF-Geschwindigkeit machen den Unterschied zwischen einem geglückten Portrait(-Schnappschuss) und einem unscharfen Nichts, weil der Autofokus noch am Pumpen war. Es liegen Welten zwischen den beiden Objektiven – leider auch preislich, wobei ich rund 300 bis 350 Euro für eine lichtstarke Festbrennweite dennoch für angemessen halte. Ich spare noch, hatte aber schon einmal das Vergnügen eines Tests.
    Ansonsten denke ich, dass „ein Satz Festbrennweiten“ gewissermaßen mein Lieblingsobjektiv sein könnte – eben je nach Einsatzzweck. Sei es nun das 28mm 1.8 als „Normalobjektiv“ am APS-C, besagtes 50er oder auch das 85mm 1.8 als exzellentes Portrait-Objektiv …
    Leider ist das alles nur Theorie – mein Sparschwein ist magersüchtig.

  10. Ja, das kann ich uneingeschränkt unterschreiben. Ich habe mir auch gerade das 50mm schenken lassen ;-)
    Und ich muss auch sagen, das macht jetzt mal echt Spaß, endlich die Motive mit Schärfe und Unschärfe zu fokussieren und tolle Bilder zu machen abseits von den normalen Digi Knipsen. Aber üben muss und werde ich weiterhin :)

  11. Dankeschön! Vor allem für die klaren Worten zu „Postprocessing“… Denn manchmal habe ich den Eindruck, dass viele Hobbyfotografen vor lauter technischen Manipulationsmöglichkeiten, vergessen überhaupt zu versuchen, direkt ein gutes Foto zu machen. Frei nach dem Motto: Das biege ich später am Rechner hin. Keine Frage- die Bearbeitung kann oft großartige Bilder hervorkitzeln, aber das Fotografieren an sich scheint gar nicht mehr Hauptsache zu sein. Eine Festbrennweite scheint ein guter Weg zu sein, einmal zurück zu den Wurzeln zu gehen und sich Vorgänge, Auswirkungen von Faktoren der Fotografie klar zu machen. Ich habe noch nicht lange meine erste Festbrennweite, aber auch ich habe schon gemerkt, wie spannend die Arbeit damit ist.

    Ute/Louise (die nächstes Wochenende übrigens auch einen Kurs Photoshop Elements mitmacht. Der Reiz der Fotobearbeitung ist durchaus da- aber ich hoffe, der Reiz des Fotografierens bleibt immer einen ganzen Ticken größer)

  12. Gelungene Selbstbeschreibung – „bin ein Knipser“ – find ich super, da geht man doch schon ganz anders und entspannter ans Werk.
    Auf den punkt scharfe Bilder sind mit Festbrennweite einfach wunderbar. Ich habe mich aber aufgrund meiner Crop-Kamera für die 30mm 1.4 Sigma Festbrennweite entschieden. Der Preis ist natürlich wieder eine andere Frage, aber der HSM wie bereits erwähnt ein extremer Mehrwert. Man muss sich nur daran gewöhnen, dass der Schärfebereich manchmal einfach ziemlich klein ist, getroffen aber riesig Spass bringt.

  13. Großartiger Artikel! Es hat viel Spass gemacht, diesen zu lesen!

    Ich selber habe mir vor kurzen nach dem Nikkor 50mm 1.8 nun auch noch das 35mm 1.8 von Nikon gekauft und ich möchte es nicht mehr missen und mich meinen Vorrednern anschliessen: Festbrennweiten sind neben der Kamera an sich wohl die sinnvollste Investition beim Fotografieren! :)

  14. Ich hab mir damals als erstes Objektiv das 85mm 1.8 von Canon geholt welches einfach mein Liebling ist. Allerdings habe ich schon oft überlegt ob ich mir das 50er noch hole, einfach weil es so günstig ist und es vielseitiger einsetzbar ist als das doch schon recht lange 85er. Wer von euch hat das 50er 1.8 denn an einer Crop-Kamera (400D habe ich) und benutzt es als Standardobjektiv, weil sich damit alles, was man so sieht perfekt festhalten kann?

  15. Blogartikel dazu: uberVU - social comments

  16. Erfrischende Gedanken!
    Habe die Festbrennweite jetzt auch schon seit ein paar Monaten, nachdem man fast nur Gutes darüber gehört hat. Und das Ding ist eine echte Bereicherung!

  17. Kann das bisher geschriebene nur bestätigen. Ich besitze ein 50/1.8, ein 35/2 und ein 28/2.8 (Nikkore) und habe diese eigentlich immer dabei. Ich muss mich mehr bewegen, bis ich den richtigen Bildausschnitt gefunden habe, aber ich habe auch festgestellt, dass ich mich dadurch mehr auf die Bildgestaltung konzentriere als mit den Zoomobjektiven. Und durch die im Vergleich zu meinen Zooms höhere Lichtstärke kann man schön mit Freistellung und Bokeh spielen.

  18. Wirklich schön zu lesen, danke!

    Mir ging es ganz zu Beginn als ich begonnen habe zu fotografieren genau gleich. Alle haben immer von Festbrennweiten diskutiert, doch wirklich verstanden habe ich es nicht, was soll der Vorteil einer Festbrennweite sein, wenn ich mit einem Zoom, doch viel Flexibler bin?
    Ja jedenfalls haben sich diese Fragen beim ersten Kontakt mit einer Festbrennweite (auch das 50mm 1.8) sofort geklärt. Die Beschränkung auf nur eine Brennweite macht einen so mehr kreativ, man ist gezwungen sich mehr zu Bewegen, doch genau das machen dann die guten Bilder aus.

    Heute habe ich die Festbrennweiten immer noch sehr gern. Nicht nur wegen dem anderen fotografieren, sondern auch wegen der Qualität. An ein 50mm 1,2 oder dam 85mm 1,2 kommt einfach nichts anderes heran.

  19. Deinem Befehl kann ich nur zustimmen. Ich habe mir das Canon EF 50mm/1.8 II vor mehreren Wochen gekauft und bin durchweg glücklich damit. Ein so tolles Objektiv für den Preis gibt es wirklich selten.

  20. Witzig, etwa 2 Jahre lang (vor dem ersten Kind von Dir Mario) war ich ein (relativ stiller) stammleser in deinem Blog und jetzt lese ich etwas von Dir in einem meiner aktuellen Stammlektüre. Dein Beitrag gibt mir den Anstoss nochmals zu überlegen ob ich anstelle des Stativs doch eine Festbrennweite auf meinen Wunschzettel schreiben soll.

  21. Der Artikel spricht mir aus der Seele. Jahre habe ich mit Zoom-Objektiven fotografiert. Durch einen Bekannten bin auch auf das 50mm/1.8f aufmerksam geworden. Die rund 100 Euro sind im Vergleich zur sonstigen Ausrüstungsinvestitionen gering. Das Gefühl für Blende und Zeit wird unglaublich geschärft. Hinzu kommt, dass das Objektiv auf meiner EOS50D so herrlich bescheiden aussieht. Gleichzeitig bin ich erstaunt darüber, für wie wenig Geld man überhaupt ein solch gutes Objektiv bekommt.

  22. Oh, ein Artikel ganz nach meinem Geschmack. Genauso geht es mir auch mit dem Fotografieren. Die Zeit fehlt, das Budget ist eng! So ist es schwer sich weiterzuentwickeln, weil man dann viel mehr Zeit investieren muss, die man aber mit Familie, Haus und Job eben nicht hat. Allerdings bin ich noch nicht so weit wie du, dass ich sagen könnte, ich kann mich mit dem „Knipsen – nebenher“ zufrieden geben. Mein Anspruch an mich selbst ist hoch, oft zu hoch. Dein Artikel bringt mich wirklich ein wenig auf den Boden zurück! Danke dafür!
    Zu den Festbrennweiten! Meine erste war Tamron Macro 90 mm/2,8 und die mag ich mittlerweile sehr gerne bzw. habe sie auch soweit ganz gut im Griff. Meine zweite habe ich mir in diesem Sommer gekauft: Nikkor AF 50 mm, 1,8! Und ich gebe zu, sie macht mir noch arge Schwierigkeiten. Meine Tochter Indoor bekomme ich jetzt schon gut hin, draussen tue ich mir noch sehr schwer. Und so richtig fehlen mir noch Ideen, was man ausser Menschen noch damit knipsen könnte. Aber ich arbeite dran! LG Frau Zausel

  23. Um auf die Frage am Ende des Beitrags einzugehen, dann ist es auch bei mir ganz klar das 50 mm 1.8 – allerdings von Nikon. Klein, leicht, günstig und doch mit toller Leistung. Natürlich wäre das neue 50er noch schöner und besser … 1.4er Lichtstärke, schnellerer AF und 9 Blendenlamellen (Stichwort Bokeh), aber dafür auch deutlich teurer …

    Dennoch sind Zooms meine Brot und Butter Linsen, wenn es mir auch immer sehr viel Spass bereitet, nur mit dem 50er loszuziehen. An der Nikon D300 mag ich dann auch die Brennweite, die einem 75er an einer Vollformatkamera entsprechen würde.

    Vielleicht gönne ich mir auch mal noch das 35er, um auch an der DX-Kamera ein Objektiv zu haben, welches annähernd der klassischen 50 mm Brennweite entsprechen würde.

  24. Hatte genauso auch erst das Kit mit 18-55, danach die 75-300mm III USM und dann das 1.8 50mm

    Seit ich das 1.8 habe fotografiere ich fast nur noch damit, war z.B. gestern auffem Dortmunder Weihnachtsmarkt. Wollte auch noch etwas mit dem Zoom machen, aber mit Anfangsblende 4.0 und bei etwas Zoom 5+ war da gegen Abend einfach nichts drin. Wieder zurück zum 1.8 und glücklich sein :)

    Auch für Portraits etc. finde ich ist das für jemanden mit etwas schmalerem Geldbeutel (am Anfang) wirklich toll, auch wenn ich irgendwann nochmal weiter zum 1.4er wollte.

  25. kann mich dem nur anschließen. seid ich meine nikkor 50 mm/1.4 und sigma 30 mm/1.4 habe, fotografiere ich nur noch selten mit meinen zooms.
    da ich hauptsächlich konzerte fotografiere, liegen da qualitativ welten zwischen einem 2.8er zoom oder einer festbrennweite. da verzichte ich gerne auf die flexibilität eines zooms.

  26. …und wer etwas mehr Objektiv haben möchte, der versucht ein EF 1,8/50 I (die erste Version) zu bekommen. Soll optisch besser sein (kann ich nicht vergleichen, weil ich kein IIer habe), aber hat auf alle Fälle ein Metallbajonett. Leider ist es häufig etwas teurer, als die Plastikversion.

    Aber ansonsten kann ich Dir nur zustimmen: damit lernt man erst richtig fotografieren.

  27. Hab nicht alle Kommentare gelesen und wiederhole mich bestimmt, aber egal! Sehr schön geschrieben. Manchmal finde ich mich selbst wieder in deinen Worten. Nicht jeder kann soviel Zeit aufopfern für sein Hobby. Aber das muss er ja auch nicht. Du beschreibst die Dinge da schon ganz gut! Toller Beitrag und Schreibstil! Und ich werde deinem Befehl folge leisten bzw. ihn an den Weihnachtsmann weiterleiten. Hoffentlich gehorcht er ihm! :)

  28. irgendwie kann ich mich ganz gut identifizieren mit dem Betreig ;) Hab mir vor einiger Zeit auch das 50er geholt und bin sehr angetan :)

    Derzeit liebäugle ich nach dem Sigma 30mm 1.4.

    Also (fast) das Ganze wieder von vor mit dem 50mm 1.8… Foren, Berichte und Tests lesen.

    Und dann.. wenn ich es dann irgendwann habe… (hoffentlich) Spaß damit haben :)

  29. Na das war doch mal ein sehr geil geschriebener Beitrag!

    Zu Weihnachten wird bei mir wohl das Nikkor 35mm unterm Baum liegen.

    Warum? Naja, da ich die Nikon D60 habe müsste ich bei einem 50mm Objektiv mit Autofokus Rund 400€ übrig haben. Das 35mm ist da um die Hälfte günstiger. Außerdem knipse ich viel in Studentenbuden, sodass man bei dem 35mm noch ein bisschen mehr von dem ganzen Partygewusel mit auf das Bild bekommt.

  30. Wahre Worte – erst jetzt nach dem Kauf einer sündhaft teuren Vollformatknipse merke ich wie mir das alte 50 1,4 gefehlt hat. MF wohlgemerkt. Früher war das Standart und ein Zoom unerschwinglich. Jetzt scheint sich eine Besinnung auf die Basics einzustellen.

  31. Das 50mm f/1.8 ist auch mein Lieblingsobjektiv. Mit ihm fotografiert man einfach viel bewusster. Man muss sich auf die genauen Einstellungen konzentrieren und muss überlegt handeln, sonst ist der Schärfebereich schnell völlig falsch, etc..

    Und gerade die Lichtstärke ist (fast) unschlagbar…

  32. das 50mm 1,4 USM von Canon schraub ich schon seit wochen gar nicht mehr ab, unverzichtbar geworden, und absolut geliebt :)
    ich hab dadurch auch erst das verständniss für die Blendenwerte erlernt! Toller ehrlicher Beitrag!

  33. Hat es jemand (ausser mir) gemacht? Seine DSLR mit einem 50/1.4 gekauft? Es fängt an beim Verkäufer der etwas irritiert drein schaut, auch Freunde reagierten teilweise genauso. Doch es war die richtige Entscheidung, der Befehl ist zu befolgen. Mit einer neuen Kamera wäre ich ohnehin mit einem Zoom überfordert gewesen ;-) Von mein ursprünglichen Ziel, später ein Zoom zu kaufen entferne ich mich immer mehr, Lichtstärke, Baugröße und Kosten sprechen dagegen.

  34. Zitat von Malik: „Ich verwende es viel zu selten, aber wenn es drauf ist liebe ich es.“

    So geht es mir auch. Seit ich das Canon 17-55mm 2.8 besitze, brauche ich das 50mm 1.8 eigentlich kaum mehr. Und benutzen „will“ ich es nicht mehr so gerne, u.a. wegen dem recht langsamen Autofokus und dem nicht ganz so schönen Bokeh.

    Abgesehen davon finde ich aber, dass das Fotografieren mit Festbrennweiten mehr Spaß macht als mit einem Zoom!

  35. Genialer Beiträge.
    Ich finde mich da echt wieder.
    Bilder machen als Hobby. Dazu arbeiten und Familie.
    Daraus wird = null Zeit. Aber gerade die Kinder belohnen dafür. Ich werde mir das 50er zum Fest holen.
    Kleine Frage an alle: Ist das 1.4er so viel besser als das 1.8er das sich der Mehrpreis rechtfertigt?

  36. Ich „musste“ mir nach all den Empfehlungen, die im Web zu finden sind, ebenfalls ein 50mm f/1.8 zulegen. Mein persönliches Fazit: Ist mir an meiner Crop-Kamera (1,5) in vielen Fällen zu lang. Es heißt zwar immer, Bewegung und Kreativität würde bei einer Festbrennweite gesteigert, in meinen Fällen möchte ich mich nicht in der Wupper wiederfinden, noch mögen es meine Mitmenschen, wenn ich Mauern einreiße.

  37. @Ronny:
    Wenn du die von Canon meinst, dann unterscheiden sich die, die Abbildungsqualität betreffend, nicht sehr und auch zwischen den Blenden 1.8 und 1.4 liegen jetzt keine Welten.

    Der Hauptunterschied liegt in der Verarbeitung. Das 1.8er fühlt sich ziemlich billig an, fast wie Spielzeug. Der Autofokus ist relativ laut und vor allem langsam. Der Ring für den Manuellen Fokus hat ziemlich viel Spiel.

    Das 1.4er hab ich selbst noch nicht in der Hand gehabt, aber es scheint deutlich wertiger zu sein. Es hat einen USM Autofokus, ist also schnell und leise, und man kann jederzeit manuell fokusieren, ohne auf MF umschalten zu müssen.

    Ich persönlich finde auch das Bokeh des 1.8er nicht ganz so schön wie das des 1.4er.

    Ob sich für dich der Mehrpreis dafür lohnt, musst du selbst entscheiden. Heute würde ich persönlich zum 1.4er greifen, damals als ich mir das 1.8er gekauft habe, wäre es mir zu teuer gewesen. Am besten wäre, du würdest dir, z.B. beim Fotohändler, beide Objektive mal zeigen und ausprobieren lassen. Ansonsten könntest du dir auch erst mal das 1.8er (evtl. gebraucht) kaufen und später, wenn du merkst, dass es deinen Ansprüchen nicht mehr genügt, wieder verkaufen. Damit machst du in der Regel keinen oder keinen großen Verlust, sparst dir aber im besten Fall 200 €.

    Hier kann man sich übrigens Beispielbilder verschiedener Objektive (und Kameras) anschauen: http://www.pixel-peeper.com/lenses/

  38. @Mario: Hat Spaß gemacht, Deinen Artikel zu lesen. Der Gastbeitrag von Christian Bardenhorst hat mich ebenfalls auf die 50er Festbrennweite hin orientiert.
    @Bernd: ich habe vor ein paar Wochen meine 1. DSLR (Nikon D90) mit dem 50mm/1.4 D gekauft und mir nicht den Kit-Zoom andrehen lassen. Dem voraus ging ca 1 Monat reifliche Überlegung verbunden mit zeitraubenden Web-Recherchen. Ich bin mit Kamera und Objektiv sehr zufrieden und brauche auf absehbare Zeit kein weiteres Objektiv. Es ist schon faszinierend, wie gering die Schärfentiefe bei 1.4 ist.
    @Ronny: es ist nicht schlecht, die Lichtstärke bei 1.4 in Reserve zu haben. Ich habe bei sehr schummrigen Licht draußen ein hübsches Portrait bei Blendenöffnung 1.4 machen können. Zuerst das 1.8er und dann wegen Ungenügen der 1.4er zu kaufen, wäre sicher die teuerste Lösung.

  39. Ich muß leider gestehen dass mir mein 50er am Crop oft einen Tick zu lang ist. An meiner Analogen macht es mir dafür umso mehr Spaß (an meiner Mamiya 645 nutze ich auch nur das 80er). Grundsätzlich bringen einen aber die meisten Festbrennweiten in irgendeiner Form näher an das Photographieren. Die Notwendigkeit sich im Vorfeld Gedanken machen zu müssen welcher Bildwinkel denn nun wirklich passt und dass der „Turnschuhzoom“ ein wenig körperlichen Einsatz erfordert, disziplinieren schon auf eine positive Weise. Aber es stimmt schon, Preis und Leistung für ein 50/1.8 sollten jeden amibitionierten Hobbyisten überzeugen. Und demnächst reicht es vielleicht auch für ein 35er.

  40. @Ronny D: Wenn man die Beiträge verfolgt sind einige dabei die haben sich erst das 1.8 und dann das 1.4 geholt. Ich selbst habe das 1.8 noch nicht getestet, behaupte aber das 1.4er Canon kommt in Sachen Abbildungsqualität und Focus an L-Zooms ran. Ich sehe das wie Rallef es wäre schade wenn das 1.8er die Ansprüche nicht erfüllt.

  41. Ein toller Artikel, der sicherlich den Werdegang vieler Foto-Einsteiger so oder ähnlich beschreibt. Ich habe auch mit der Bildbearbeitung so angefangen: Alles ausprobiert, vieles total übertrieben und nicht genau gewusst, was ich da eigentlich mache. MIttlerweile, nach 6 Jahren Fotografie und Bildbearbeitung, weiss ich so langsam, was ich tue und meine Ergebnisse werden nach und reproduzierbar.

    Ich selber bin vor etwa einem Jahr von dem 50/1.8 auf das 50/1.4 umgestiegen, worüber ich sehr froh bin. Wenns im Geldbeutel stimmt, würde ich (ohne das 1.8er schlecht machen zu wollen) immer wieder das 1.4er vorziehen!

  42. Ein sehr schöner Artikel der gerade für Anfänger wie mich sehr interessant ist.Hatte das 50mm 1.8 auch schon ins auge gefasst und nach diesem artikel werde ich es mir definitiv zulegen.Wenn ich spass dran habe kann ich mir später immer noch das 50mm 1.4 zulegen und das alte verhökern.Nochmals ein großes Lob an diesen super geschriebenen Artikel.

  43. Super Beitrag! Den Effekt des 50mm kenn ich sehr gut, hab mir das im Sommer zugelegt. Das Ding ist einfach Spitzenklasse. Auch das Zeitproblem kann ich nachvollziehen. Und: wer so gute Beiträge schreibt, der ist mit Sicherheit schon weiter als einfach nur zur knipsen… :)

  44. @Mario. Glückwunsch zur Entdeckung des 50 1/8.
    Dieses preiswerte Schmuckstück trage ich auch schon seit langer Zeit mit mir herum. Im Oktober waren wir eine Woche im Urlaub und ich habe mir den Spaß erlaubt nur dieses Objektiv mitzunehmen. Was soll ich sagen, es hat mir irre viel Vergnügen bereitet und meinen Blick, für die Dinge welche ich fotografiere geschärft. Das 50mm und ich war sozusagen „Liebe auf den zweiten Blick“
    Vielen Dank für Deinen Beitrag den ich voll unterstützen kann.

  45. @alle die auf meinen Kommentar reagiert haben:
    Danke für eure Äüßerungen und Hinweise.
    Ich werde mir wohl bei mal in Ruhe ansehen und dann entscheiden. Wenn nicht anders wird halt noch gespart und dann das 1.4er genommen. :-)
    Danke Leute!!

  46. schöner Artikel, auch wenn erst jetzt darauf gestoßen bin.
    Viele deiner Überlegungen kann ich so unterschreiben:
    wenig Zeit, wenig Geld, keine Ahnung vom Postprocessing…
    Da ich relativ Vorlauf zu meiner DSLR hatte, konnte ich ziemlich ausführlich Blogs, Foren, Testseiten etc. bei der Wahl nach dem richtigen Objektiv studieren, sodass ich letztendlich etwas mehr Kohle auf den Tisch gelegt und direkt das 50/1.4 genommen habe.
    Letztendlich ist es jedoch im Prinzip wie bei Dir und vielen anderen hier. Das ist seitdem mein „immerdrauf“ und ich möchte es nicht missen!

  47. Blogartikel dazu: Mit einem Fotografen trinken gehen | Signal77 Blog

  48. Blogartikel dazu: Objektivkauf – Odyssee beendet « Blogging by holg!

  49. Ich bleibe ausschließlich bei 50mm Festbrennweite, ich nehme k e I n anderes dazu es ist ideal für 90% der Aufnahmen. Ich bleibe in direktem Kontakt zum Modell bin aber nicht im empfindlichen Bereich der Person (nen) Kindern kann ich nah kommen aber kann damit auch auf Distanz fotografieren und später Ausschnitte wählen und vergrößern ohne die Situation zu stören. Mit 35mm kann ich gar nicht. Mein 50mm Fazit