kwerfeldein
26. Oktober 2009 Lesezeit: ~4 Minuten

Schwarz-Weiss Bearbeitung mit Silver Efex Pro

Dies ist ein Gastartikel von Sven Seebeck. Er arbeitet als Jazz-Musiker in Oulu/Finland und fotografiert, wann immer der Zeitplan es zulässt, die Landschaft um ihn herum. Seine Arbeiten können auf From 10 to 300mm besichtigt werden.

Ich möchte Euch heute in diesem Artikel ein wenig das Silver Efex Pro Photoshop/Lightroom Plug-In von NIK-Software vorstellen. Schon seit geraumer Zeit war ich an Schwarz-Weiss Fotos interessiert, war aber nie wirklich mit meinen eigenen Resultaten in Photoshop und Lightroom glücklich.

Durch einige Web-Freunde hörte ich von dem Silver Efex Pro plugin, hatte es selber aber nie benutzt bis ich durch einen guten Freund hier vor Ort darauf gestossen bin.

Eigentlich wollten wollten wir nur ein paar Drucke anfertigen und es endete damit, das alle meine Bilder dabei hatte ihre Farbe verloren und als wundervolle Schwarz-Weiss Drucke endeten. Danach habe ich mir das Plug-In selbst sofort geladen und nach der 15-tägigen Testphase gekauft und möchte es Euch nun ein wenig Vorstellen.

Nach der Installation steht das Plug-In in Photoshop (als Filter), Lightroom (im Kontextmenü) und Aperture (habe ich selber nicht, vermute aber es ist wie in Lightroom) zur Verfügung. Das Interface selbst erinnert ein wenig an Lightroom, und ich betrachte es selbst gerne als eine Art Lightroom für Schwarz-Weiss. Auf der linken Seite laden ein paar Presets mit einer kleinen Vorschau, in der Mitte das eigentliche Bild und auf der rechten Seite finden sich die Einstellungen wie in Lightroom.

Auf der linken Seite befinden die Presets jeweils mit einer kleinen Vorschau, hier einmal mit einem anderen Foto. Diese sind Teilweise an traditionelle Entwicklungsmethoden aus der Dunkelkammer angelehnt bzw. simuliert. Auf der rechten Seite befinden sich in der Sidebar die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten.

Hier finden sich Optionen wie Brightness,Contrast, Structure (vergleichbar mit dem Clarity-Regler in Lightroom), Farb-Filter, Film Typ Simulation sowie Stilisierungen wie Tönung, Vignette und das abdunkeln der Seiten.


Viele dieser Funktionen beinhalten noch weitere Untermenüs, bzw. Optionen mit denen man die jeweilige Einstellung noch weiter feintunen kann, wie zum Beispiel die Art der Körnung, die Anteile der Farbfilter etc. in der Filmtyp-Simulation.

Dazu kommt noch die Möglichkeit mit sogenannten Kontrollpunkten gezielt bestimmte Bereiche des Fotos mit Kontrast, Helligkeit und Struktur zu bearbeiten. Eine Funktion die durchaus Hilfreich ist, die ich persönlich bisher allerdings nicht sehr häufig benutzt habe.

Ausserdem stehen einem noch zwei Verschiendene vorher/nachher Ansichten zur Verfügung. Hier ist einmal eine Ansicht als Splitscreen:

Ich selbst habe mir noch nie ein Plug-In für Photoshop gekauft und hatte bisher immer versucht das gleiche Resultat in Photoshop, gewissermassen ohne Hilfe zu kreieren aber von diesem Plug-In bin ich absolut begeistert und kann es absolut empfehlen.

Dennoch bin ich aber auch der Meinung das es noch ein wenig verbessert werden könnte. Hat man mal ein Foto bearbeitet und wieder in Photoshop importiert kann man leider nicht wieder zurück gehen und evtl. eine Änderung vornehmen. Auch ein Undo/Rückgängig habe ich in dem Plugin schon öfters ein wenig vermisst.

Als kleinen Workaround hierfür speicher ich manchmal eine Einstellung als neuen Preset ab bevor ich zurück nach Photoshop gehe, dann kann ich wenigstens bei Bedarf nochmal das Farb-Original öffnen, den Preset anwenden und noch was ändern.

Das Plug-In ist mit 199$ bzw. 199€ sicherlich nicht günstig, ich habe es mir allerdings nach der 15 tägigen Testphase gerne gekauft, da ich mit Hilfe dieses Plug-Ins schnell und einfach zu den Ergebnissen komme die ich mir vorstelle.

Die Software ist als Plug-In für Photoshop, Lightroom und Aperture erhältlich und ist erhältlich von Nik Software. Auf der Webseite findet Ihr auch noch mehr Demo Videos zu dem Plug-In. Ich selbst benutze das Plug-in in englischer Sprache und bin mir daher nicht 100% sicher ob es auch auf Deutsch erhältlich ist.

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