kwerfeldein
24. Oktober 2009 Lesezeit: ~2 Minuten

Werde ich Berufsfotograf?

Dies ist ein Gastartikel von Steffen Göthling. Er ist Webentwickler, Hobbyfotograf und bloggt auf lens-flare.de.

steffen

Wenn sich die Leidenschaft zum Fotografieren intensiviert, kommen viele Hobbyisten ins Grübeln, ob sie aus dem Freizeitspaß einen Beruf machen sollen. Zu verführerisch sind die Vorstellungen vom Fotografenleben, dass man sich in den buntesten Farben ausmalt. Ist man erst Profi, dann kann man:

•    bis zum Nachmittag im Bett liegen bleiben
•    regelmäßig Reisen in die schönsten Ecken der Erde unternehmen
•    tagtäglich hübsche Models ablichten
•    besitzt die beste Ausrüstung, die Kamerahersteller zu bieten haben
•    muss nur einen geringen Teil des Monats arbeiten, da man ja eine fantastische Gage bekommt und nebenbei noch jede Menge Fotos verkauft
•    bekommt regelmäßig verrückte Aufträge die unheimlich viel Spaß machen
•    lernt immer wieder prominente Leute kennen, die supernett zu einem sind

Aber Leute, in der Realität sieht das alles ganz anders aus. Ich bin eigentlich ganz froh, dass die Fotografie mein Hobby bleibt, denn sonst müsste ich:

•    Überstunden machen und auch oft am Wochenende arbeiten
•    dürfte ich nur fotografieren, was die Kunden vorgeben,
•    tagtäglich schwere Ausrüstung mit mir herumschleppen
•    regelmäßig in teures Zubehör investieren, für dass ich eigentlich gar kein Geld habe
•    auf Befehl kreativ sein
•    immer eine Ausrede für Bilder parat haben, die nichts geworden sind
•    neben der anstrengenden Fotografiererei auch noch den nervtötenden Papierkrieg erledigen

Neeeeeee. ist natürlich alles Übertrieben und die eigentliche Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Oder liebe hauptberufliche Fotografen??? Auf jeden Fall ist es das Thema wert, einmal ein wenig durchdacht zu werden und wahrscheinlich entdeckt man dann auch schnell, wie schön es eigentlich ist, wenn die Fotografie einfach ein Hobby bleibt.

Wie seht ihr das?

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