Kwerfeldein
20. Oktober 2009 Lesezeit: ~ 7 Minuten

Warum Backups für Fotografen wichtig sind

Dies ist ein Gastbeitrag von Markus Dollinger. Er betreibt den Blog nachbelichtet, in dem es sich hauptsächlich um Themen rund um Fotografie und Bildbearbeitung dreht. Markus Dollinger arbeitet für eine Werbeagentur und kümmert sich dort um die Bereiche Internetlösungen, eCommerce und Redaktionssysteme, aber auch multimediale Inhalte und eLearning gehören zu seinen Einsatzgebieten.

Fotografieren ist unser aller Leidenschaft und wir produzieren mit unseren modernen Digitalkameras Massen an Digitalfotos, die dann erst einmal auf die Festplatte wandern. Wir organisieren die Bilder, verwalten Sie mit Tools wie Adobe Lightroom, bearbeiten diese aufwändig, um uns noch mehr an ihnen zu erfreuen.


Nicht jeder macht in der heutigen Zeit mehr Abzüge von den wertvollen Fotos. Viele sehen sich die Bilder heute nur noch am Rechner an, oder spielen sie als Diashow auf dem HD-Fernsehgerät ab.

Das Papierbild war jedoch das Backup schlechthin, wenn es darum ging, ein Foto auch noch nach Jahrzehnten betrachten zu können. Es konnte zwar vergilben und verblassen, Knicke bekommen oder einreißen, aber wenn man es nicht verloren hat, kann man es auch noch nach 100 Jahren ansehen.

Heute liegen diese Fotos auf unserer Festplatte oder auf CDs herum, obwohl diese Medien höchst anfällig und unzuverlässig für eine Dauerarchivierung sind. CDs und DVDs haben lange nicht die Lebenserwartung, die man versprochen bekommt und wenn doch, ist es mir schon passiert, dass mir eine CD aus der Hand fiel und ich beim Versuch sie aufzuheben, mit den Rollen meines Bürostuhls darübergefahren bin.

Ich möchte Dir mit diesem Beitrag deshalb ein paar Denkanstöße zur Datensicherung und Archivierung Deiner Fotos – aber auch anderer wichtiger Daten geben.

Datensicherung – Mythen und Fakten

In den letzten Jahren waren DVDs und CDs für viele die erste Wahl, wenn es um die Sicherung und Archivierung von Fotos ging. Schön sortierte und beschriftete Archive machten ja auch was her und zeugten von Akribie und Leidenschaft. Mit Digitalkameras jenseits der 10 Megapixel und RAW-Formaten, passen heute aber nur noch wenige hundert Fotos auf eine DVD. Auch der damit verbundene Aufwand vom Brennen, über das Katalogisieren und Beschriften stieg damit stark an.

Wie oben schon angerissen, sind optische Datenträger auch nicht sehr robust und anfällig für Beschädigungen durch Unachtsamkeit und häufige Nutzung. Zwar geben die CD-Hersteller oft mehrere Jahrzehnte Haltbarkeit der Daten an, was aber nur unter optimalen Laborbedingungen erreicht wird. Eine Stichprobe meiner alten Foto-CDs ergab, dass 70% der Silberlinge schon Lesefehler aufwiesen – trotz Markenqualität und langsamer Brenngeschwindigkeiten.

Ein echtes Backup besteht zudem zumindest aus zwei unabhängigen Backup-Sätzen, was bei optischen Medien bedeuten würde, dass man wenigstens zwei Kopien machen müsste. Dank immer günstigerer Festplattenpreise, bietet sich dieses Speichermedium als Backuplösung an. Eine externe 1 Terabyte (=1000GB) USB-Festplatte bekommt man derzeit für rund 70€. Möchte man die gleiche Datenmenge auf hochwertigen DVDs sichern, müsste man hingegen knapp 350€ in Rohlinge investieren.

Viele von Euch setzen daher auf RAID-Systeme. Beim den gängigsten RAID-Systemen 1 oder 5, werden mind. 2 oder mehr Festplatten gespiegelt betrieben. Das bedeutet, dass die gleichen Daten auf beide Festplatten gleichzeitig geschrieben werden. Fällt eine Festplatte wegen eines Defekts aus, sind die Daten nicht verloren, da sie noch auf der oder den anderen Festplatten vorhanden sind. Man tauscht die defekte Platte einfach aus, das RAID kopiert die intakten Daten automatisch zurück auf die neue Festplatte und alles ist gut. Denkste! Denn das RAID schützt nicht vor versehentlichem Löschen, Virenbefall oder Systemfehlern. RAID-Systeme erhalten in allererster Linie die Verfügbarkeit eines Systems aufrecht, sind aber keine Datensicherungslösung!

Wie sichere ich denn nun sinnvoll?

Eine sinnvolle, preiswerte und recht sichere Form der Datensicherung würde z.B. so aussehen:

In Deinem Rechner hast Du eine Festplatte, auf der du alle Deine Fotos speicherst und verwaltest. Ideal ist es, wenn sich das gesamte Archiv in einem Ordner mit entsprechenden Unterordnern befindet und nicht über die Festplatte verstreut ist. Lightroom-Nutzer sind hier fein raus, da sich Lightroom automatisch darum kümmert.

Du sicherst regelmäßig dieses Verzeichnis oder die gesamte Festplatte mit einer entsprechenden Backup-Software auf eine externe Festplatte. Was regelmäßig ist, hängt hier von Deiner Arbeitsweise ab. Wenn Du den ganzen Tag mit dem System arbeitest, würde ich täglich sichern. Arbeitest Du z.B. nur am Wochenende an Deinen Fotos, genügt auch eine wöchentliche Sicherung. Die Sicherung führst du inkrementell mit mind. 3 Backups in Folge durch.

Was bedeutet das? Inkrementelle Sicherung heißt, dass zuerst ein Vollbackup deiner Dateien gemacht wird. Danach werden zwei weitere Sicherung durchgeführt, die aber nur die Dateien enthalten, die seit der letzten Sicherung dazugekommen sind. Das spart Speicherplatz auf der Sicherungsplatte und Backupzeit. Nach der dritten Sicherung, wird das alte Vollbackup gelöscht, ein neues Erstellt und dann wieder 3 inkrementelle Sicherungen durchgeführt.

Wenn Du damit z.B. täglich sicherst, kannst Du alle Fotos der letzten 3 Tage zurückholen, falls Du versehentlich etwas gelöscht hast, oder ein Systemfehler Deine Daten zerstört hat. Die Backup-Festplatte sollte dabei etwa doppelt so viel Speicherkapazität haben, wie die Datenmenge die Du sichern möchtest.

Mit dieser Strategie bist Du schon mal auf der sicheren Seite, was Hardware-Defekte, Virenbefall oder Fehlbedienung angeht. Auf jeden Fall solltest Du aber auch regelmäßig kontrollieren, ob ein Backup-Job auch ordnungsgemäß ausgeführt wurde.

Diese Sicherung ist nun zwar schon mal besser als gar keine, aber sie ist noch keine wirklich optimale Lösung. Was ist, wenn ein Blitzschlag oder ein Brand Deinen Rechner UND Deine Sicherungsplatte zerstört?

Hier hilft nur eine weitere Festplatte, auf der Du zusätzlich z.B. jede Woche nochmal ein komplettes Backup machst. Diese Festplatte lagerst Du außerhalb Deiner Wohnung oder Deiner Arbeitsstätte. Wenn Du Geld mit Deinen Daten verdienst, kann es sinnvoll sein, ein Bankschließfach anzumieten, was nicht die Welt kostet und ein Plus an Sicherheit bringt.

Eine weitere Alternative sind Online-Backups, die mittlerweile ab ca. 4€ pro Monat und oft unbegrenzter Speicherkapazität zu haben sind. Die Dateien werden schon vor der Übertragung verschlüsselt und automatisch komprimiert, um Übertragungszeit zu sparen. Eine schnelle Internetverbindung ist dabei allerdings Pflicht.

Fazit

Wirklich sichere Backups sind bei vielen Fotografen noch immer nicht die Regel, obwohl sie dank preiswerter Festplatten für jeden erschwinglich sind. Einfach zu bedienende Backupanwendungen wie Acronis TrueImage für Windows-Anhänger machen auch die Einrichtung einfach. Mac-User können z.B. auf SuperDuper zurückgreifen.

Zwar klingen Dinge wie Blitzschlag oder Brand erst einmal paranoid, ich war allerdings sehr dankbar, dass die genannte Backupstrategie bei meinem Gewitterschaden nur zu einem unbeteiligten Achselzucken führte – zumindest was meine Daten anging …

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27 Kommentare

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  1. Die inkrementelle Sicherung war mir neu (kommt dann, sobald ich das alles mal professionell betreibe ;) ) , obwohl auch ich auf externen Festplatten sichere.
    Für DVD-Sicherung bin ich viel zu faul und den Platz habe ich auch nicht…

  2. Carbon Copy Cloner ist für Mac-User ebenfalls eine sehr sinnvolle Sache. Außerdem ist Time Machine von Apple ebenfalls eine nützliche Ergänzung.
    Bin auch der Meinung, dass Datensicherung ein enorm wichtiger Punkt der digitalen Fotografie ist.

  3. Jetzt gibt es bereits den Nachfolger vom wunderbaren Leoparden, der uns Time Machine beschert hat, und hier wird noch immer auf SuperDuper verwiesen, welches zudem im Gegensatz zu Carbon Copy Cloner kostenpflichtig ist. Was ist der Sinn davon? Time Machine aktivieren braucht genau einen Klick, am besten man hat dazu eine Time Capsule, und man braucht sich nie wieder über sowas Gedanken machen. Einfacher gehts wirklich nicht…

  4. Hi,

    ich habe meiner Schwiegermutter die Tage eine Backup-System installiert/programmiert.
    Bestehend aus 1 Externen Festplatte und einer Batch-Datei auf dieser Festplatte.
    Bei jeder Ausführung werden die in der Datei genannten Ordner inkrementell auf die externe Platte kopiert.

    Ich Stelle euch die Datei gerne zur Verfügung – alles was ihr brauch um das ganze auf Eure Bedürfnisse anzupassen ist ein Text-Editor und die Pfad-Angaben zu bearbeiten.

    Wer ein doppeltes Backup möchte, braucht eine zweite Festplatte!

    Bei Interesse gerne eine Mail an mich:
    brinke (a_mit_kreis) julianbrinke (pünktchen) de

  5. Guter Artikel, ich persönlich sichere auch alles auf einer 1TB Festplatte. Wobei ich ein Voll Backup gemacht habe und nun alle neuen Dinge einfach drauf kopiere. Die gesicherten Daten bleiben aber noch ca. 2 Monate auf meinem Laptop und verstauben da. :D Wenn die Festplatte nicht genutzt wird trenne ich sie schon immer vom Netz, ist irgend wie Angewohnheit. Von daher ist ein Blitzschaden eher schwer möglich. Für Feuer hab ich nen Rauchmelder und Feuerlöscher und für Wasser steht sie zu hoch. Und wenn sie doch mal abbrennt bedeutet dies das ich nicht vor Ort war und wenn es soweit kommt, sind die Backups zu diesem Zeitpunkt sch… egal. Mir zumindest :D

  6. Danke für den informativen Beitrag zu nem wichtigen und unterschätzten Thema.

    Nicht klar wird, warum beim inkrementelle Backup das erste Vollbackup später gelöscht werden soll, um dann erneut ein Vollbackup durchzuführen…?? Reicht es nicht, einmal alles zu sichern und dann nur das, was seit dem letzten Backup neu dazugekommen ist?

  7. Danke für den guten Beitrag!
    Zusätzlicher Denkanstoß: wenn von Sicherung über Jahre/Jahrzehnte die Rede ist (seine Fotos möchte man ja länger behalten), was ist dann mit dem Dateiformat? Kann die nächste Version meines Backup-Programms die alten Sicherungen noch lesen? Und (viel wichtiger): kann die übernächste Lightroom-Version noch meine RAWs vom letzten Jahr verarbeiten?
    Wie geht Ihr mit dem Problem um?
    DNG? JPEG?

  8. @markus: Sowohl Time Machine als auch SuperDuper sichern prinzipiell die komplette Platte. Allerdings kannst du mit SuperDuper ein bootbares Image anfertigen, was somit die einzig verbliebene Daseinsberechtigung dieses Programms ist – von so einem “hot-standby”-Backup ist im Artikel ja aber gar nicht die Rede.

  9. Es kommt natürlich immer drauf an, wei wichtig einem die Daten sind. Man kann das ganze natürlich bis ins unendliche weitertreiben (x-Backups auf x-Festplatten an x-Orten verstreut).

    Hab es bisher auch so gehalten, dass einmal die Woche ein komplettes Backup durchläuft und täglich ein inkrementelles.
    Komplette hab ich dann immer 3 aufgehoben, bevor diese gelöscht werden.
    Kleines Script und alles ist wunderbar archiviert :D

    P.S. bei Raid5 wird nix gespiegelt ;)

  10. @Michael Das Backup ist ja eine Sache, die im laufe der Jahre immer wieder auf neue Technologien umgestellt werden kann und muss. Der Vorteil einer Sammlung, die sich auf komplett auf einem oder weniger großen Datenträger befindet ist auch, dass man rel. einfach in ein zukünftiges Format konvertieren kann, sollte sich das Aussterben eines Formats ankündigen.

  11. Bei mir fangen die Probleme jetzt auch an…
    Ich kann mittlerweile nicht mehr das komplette Archim auf dem Rechner haben, musste es also auslagern.
    Und da ist schon das Problem, die ausgelagerten Dateien sind nicht mehr gesichert…

    Bei mir steht es also auch im Moment gerade aktuell an mich um einen vernünftigen Sicherungs-Mechanismus zu kümmern daher kam mir dieser Artikel gerade recht.

    Wenn das alles nur nicht so teuer wäre.
    Es macht sich halt leider erst im Schadensfall bezahlt, das ist das schlimme daran…

  12. Manchmal reicht auch schon ein Schwager, der den Mac zerschiesst (ich dachte, sowas schaffen nur Frauen) und schon sind ein paar Daten weg- Sicherung ist für mich also ein Muss. Danke für den Vergleich und den Reminder, dass ich mein System noch verbessern muss!

  13. Ich sichere meine Fotos immer auf zwei Festplatte von Trekstore. Allerdings sichere ich nur die fertigen JPEG Bilder, die RAW- Dateien nicht. Aus dem einfachen Grund, weil ich ein Foto einmal bearbeiten möchte und die Bearbeitung in zwei Jahren nicht mehr ändern möchte.

    Momentan mache ich mir aber auch mehr und mehr Gedanken zu einer zusätzlichen Backup- Lösung. Würde beispielsweise das Haus einmal brennen und wäre nichts mehr zu sichern, dann würden mir die zwei Festplatten mit meinen gesicherten Bildern reichlich wenig bringen. Bei einer Onlinebackup- Lösung wäre da kein Schaden.

  14. Backups sind das A und O in der Digitalen Welt und ich kann deinen Ausführungen nur absolut zustimmen.

    Endlich mal jemand, der richtig erkannt hat, dass ein RAID noch lange kein Backup ersetzt.

    Ich würde einen Punkt aber gerne noch etwas betonen. Das Backup alleine reicht noch nicht, auch die Wiederherstellung muss klappen.

    Jeder, der ein Backup macht (also wir alle) sollten wenigstens einmal, am besten aber regelmäßig prüfen, was denn im Fall der Fälle wäre. Kann ich das Backup vollständig wieder herstellen? Ist alles wichtige drauf? Könnte ich zur Not damit mein ganzes System rekonstruieren.

    Es nütze nämlich wenig, man zwar Daten hat, daraus aber nichts mehr herstellen kann. Wer z.B. nur seine RAW Files sichert, aber vergisst, dass er auch den Lightroom-Katalog sichern muss, hat zwar am Ende alle Bilder noch, aber alle Einstellungen und Bearbeitungsschritte verloren.

    Im Idealfall rekonstruiert man einmal von einem Backup das System. Das erfordert natürlich, dass man irgendwo eine zweite Kiste hat. Das kann ein Notebook, ein Virutelles System mit VMWare, Parallels etc sein oder zu Not der Rechner bei einem Kumpel bzw. in der Arbeit.

  15. Ich überlege auch seit einiger Zeit nicht nur wie ich meine Daten backupen kann/soll, sondern vor allem über Archivierung.
    DVDs/CDs haben eine begrenzte Haltbarkeit und meine ersten zeigen schon Ermüdungserscheinungen und müssten dringend mal erneuert werden… Ich habe (noch) nicht dieee Datenmengen und es ist alles (noch) nur Hobby, daher ist mir ein RAID-System zu teuer… 3 Festplatten gehen auch ins Geld… Online-Backup? Was sind da empfehlenswerte Anbieter? (Sidekick hat ja leider demonstriert, das selbst da die Daten nicht 100% sicher sind… hoffentlich jetzt auch als warnendes ‘Vorbild’ für alle anderen)

    Wichtig sind mir wie Julia die bearbeiteten Bilder und meistens sind die bei den ‘Touren’ nebenbei entstandenen Bilder nur zu dokumentarischen Zwecken noch da.
    Ich denke daher über eine Archivierung der bearbeiteten und Orginalversion auf einem USB-Stick nach. Die sind relativ günstig – aber ich habe noch nichts über die Haltbarkeit dieser Flash-Speicher gefunden…
    (begrenzte Schreibzyklen sind mir bekannt – aber Archivierung heißt ja: einmal beschrieben und gut ist.)
    Macht das Sinn?

  16. @derNikki: ja, Time Machine kann auch externe Festplatten, USB-Sticks & co sichern. Externe Sperichermedien werden automatisch auf die “Entfernen”-Liste gesetzt… wenn man sie da rauslöscht, werden sie mitgesichert

  17. @Paul
    USB-Sticks würde ich nur für den Transport von A nach B benutzen, für die Archivierung eher ungeeignet.
    Bei mir hats schon oft den einen oder anderen entschärft, obwohl er die Lebensdauer noch lange nicht erreicht hat ;)
    Zumal es dort erst recht ins Geld geht, im Vergleich zu Festplatten kostet das GB bei USB-Sticks Unmengen mehr.
    Muss ja nicht gleich ein RAID System sein. Erstmal eine einfache externe Festplatte reicht auch (hab ich bisher auch nicht anders) da landen alle Daten drauf.
    Wie oben schon erwähnt, kostet son TB knapp 70Euro… wenn du gerade nicht soviel Speicher brauchst, dann reicht auch ne kleinere, die werden einem ja schon hinterhergeschmissen.
    Aufrüsten geht ja immer noch… später dann.

  18. Hmm, also bei den Festplattenpreisen braucht man eigentlich nicht mehr nachdenken und ein RAID ist als Backuplaufwerk gut, aber nicht als Backup selbst. Kauf dir zwei externe Festplatten mit je TB für insgesamt 150€ und du hast eine gute Lösung. Online-Backups kann ich von Mozy.com oder Carbonite Copy empfehlen. Allerdings muss du dir darüber im Klaren sein, dass das initiale Backup Tage bis Wochen dauern kann. Beider Anbieter verschlüsseln die Daten bereits VOR dem Upload.

    Über die Haltbarkeit von Flash-Speichern ist bislang noch nichts bekannt, daher würde ich nicht unbedingt auf USB-Sticks oder SD-Karten als Backup setzen.

  19. @Paul: Die 1 TB Platten sind nicht mehr wirklich teuer und Datensicherung sollte auch für Hobbyfotografen sein. Ich habe mir ein Sharkoon Quickport gekauft, der lässt sich per USB und eSATA anschliessen. Da kommen dann einfach Festplatten ohne Gehäuse rein und ich kann mein Backup machen. Wenn ich damit fertig bin, kommt die Platte in den Tresor, in dem auch meine wichtigen Dokumente liegen. Das muss reichen.

    USB-Sticks sind verglichen mit den Preisen für Festplatten sehr teuer.

  20. Wie sieht es denn mit Erfahrungen bei NASs aus? Überlege die ganze Zeit, ob ich mir das anschaffen soll. Weil ich auch von unterschiedlichen OS zugreife und somit sehr flexibel wäre (auch auf der Couch). Was hier abschreckt sind die SAU-teuren Preise und die Ungewissheit, ob es das wirklich tut. Ist die Geschwindigkeit über Gigabit-LAN ausreichend, kann ich Linux und Windows damit bedienen (auslesen der Tags aus den XMP-Dateien), werden die User-Rechte granular setzbar sein, ist das Gerät nicht zu laut, was verbraucht es … bla!

    Solange bleib ich wohl auch bei meinen 500GB USB Platten.

  21. Guten Abend an alle Mitlesenden,

    zum Thema kann ich auch das c’t Sonderheft Fotografie 4 empfehlen, da werden ebenfalls Festplatten als die derzeit günstigsten (preislich, also auch prinzipiell) angesehen. Vom Umfang her ist dies zwar nur ein kleiner Teil des Heftes, aber es bringt schon anregungen. Diese Festplatten sollten aber gut verstaut werden und alle 2-3 Jahre geprüft werden, weil die Daten magnetisch geschrieben werden. Meist ist dann iene neue Generation auf dem Markt, günstiger und größer, so dass ein umkopieren kein Problem darstellen sollte.

    Was ebenfalls schon hier anklang, die Ausbelichtung, entweder als Foto oder Dia. Für ausgewählte Motive sicherlich wirklich nicht so schlecht.

    In http://kwerfeldein.de/index.php/2009/10/15/mit-welchen-externen-festplatten-sichert-ihr-eure-fotos/#comments im Beitrag 84 vom 16.10.2009 hatte ich bereits zwei Links zum Thema gegeben. Da wird dies noch etwas aufwändiger betrieben. Aber als vertiefende Literatur finde ich das ganz interessant (Englisch!).

    Und natürlich muß das zurückspielen auch gelingen, ansonsten nutzt das Backup nix (auch schon geschrieben und wirklich gute Idee mit dem praktischen Test!).

    Hat jemand bereits (umfangreiche) Daten mit Time Machine zurückgespielt? Alles ok, nichts verloren gegangen? Ich weiß zumindest von einem Freund, dass alle seine Adressen nach dem Zurückspielen wieder vorhanden waren.

    Ich würde es allerdings für sinnvoll halten zwei komplette Backups ständig bereit zu haben. Nicht nach dem Erstellen des zweiten kompletten Backups dieses direkt löschen. Werden die Backups überprüft? Eine Verifikation, dass die Backup Daten auch tatsächlich den Originalaten entsprechen, ist sicherlich ein zusätzliches, wenn auch zeitfressendes soll.

    Mein System (Mac, das Betriebssystem) sichere ich via Carbon Copy Cloner (erstellt bootfähige Partition, wohl sehr ähnlich wie SuperDuper). Fotodaten sollen via einem Backupprogramm (nein, hier kein Time Machine) ständig auf drei externe 1TB Platten kopiert werden, von denen zwei immer angeschlossen sind. Nach ca. 10 Tagen wird eine ausgetauscht und in andere Räumlichkeiten gebracht (außer Haus, Stichwort Brand, Erdbeben, Einsturz, Überflutung, was auch immer für einen Apokalypse denkbar).

    Und zugegeben, es ist noch nicht eingerichtet (berufliche Gründe), ich lebe also noch recht gefährlich.

    Danke für den Artikel zum Thema und die Diskussion! Immer wieder findet man kleine Hinweise in den Beiträgen, die einem zu weiterem nachdenken anregen.

    Gruß, Bernd

  22. Blogartikel dazu: Linktipps der Woche: Gefunden im Netz – KW43/2009 | myCampbell.de - Das Campbell-Zwerghamster Blog

  23. Super Sache… ich sichere meinen laufenden Betrieb meines Rechners mit TimeMaschine… zusätzlich lagere ich alte (Programme, Bilder und Videos) in ein einfach gespiegeltes NAS System aus, welches ich bei nicht Benutzung auch NICHT im Netz (Strom und LAN) habe, damit Blitzeinschlag etc. keine Probleme macht. Fahre mit dem System im Moment ganz gut… Grüße, Tim