kwerfeldein
16. Oktober 2009 Lesezeit: ~3 Minuten

Emails, die ich nicht beantworte

Update: Auf Wunsch habe ich die zitierte Email (1) aus diesem Artikel genommen. Ich bin immer noch der Meinung, dass eine gewisse Form, Vorbereitung und Höflichkeit in Emails wichtig sind, gerade dann, wenn man sich von einer Person Rat & Tipps einholen möchte. Doch ich denke auch, dass es einen anderen Weg gegben hätte, diese Situation anszusprechen – was ich ggf. in naher Zukunft nachholen werde.

Seitdem ich eine Emailadresse habe, versuche ich jede Email zu lesen und ggf. darauf zu antworten. Ausgenommen Spam, nervige Newsletter (was eigentlich das Gleiche ist) oder sonstigen Quark.

Verständlicherweise bekomme ich recht häufig Fragen zur Fotografie geschickt, die ich meistens zu beantworten pflege. Selbst wenn ich keinen adäquaten Tipp habe oder zu beschäftigt bin, versuche ich einigermaßen passend zu antworten – indem ich die Frage an einen Kollegen weiterleite oder den Besuch unseres Forums empfehle.

Doch seit über einem Jahr erreichen mich auch Anfragen, bei denen ich nur den Kopf schütteln kann. Und als Paradebeispiel dient dazu die gestern eingetroffene Mail (als erstes der Betreff).

(1) Email nachträglich entfernt.

Solche Emails sind leider kein Einzelfall. Und das ist auch der Grund, warum ich das Thema hier einmal anschneide.

Als mir gestern der Betreff förmlich ins Gesicht sprang, dachte ich zuerst, dass der Spamfilter von Gmail wohl etwas locker sitzt. Millisekunden später dämmerte mir, dass das durchaus ernst gemeint war. Aus irgendeinem Grund (warum wohl?) konnte ich mir ein lautes Auflachen nicht verkneifen, weil das mal wieder so dreist ist, dass sich ein Ärgern gar nicht lohnt.

Und Leute, bitte versteht mich nicht falsch: Ich habe absolutes Verständnis dafür, wenn jemand gerade eine Frage zur Fotografie hat und keinen Ausweg mehr weiß. Sonst würde kwerfeldein.de auch keinen Sinn ergeben. Doch was mich an solchen Emails wirklich stört, sind Dinge, die eigentlich klar sein sollten.

a) Der Absender hat sich nicht im Geringsten damit beschäftigt, WEM er eine Email schickt. Das ist unfreundlich.

b) Keine Anrede, keine Vorstellung, nix. Einfach nur: MEIN PROBLEM – DU ORAKEL. ANTWORTEN. JETZT.

c) Rechtschreibung. Die „alten Hasen“ hier wissen, dass ich selbst von mir nicht behaupten kann, ein Rechtschreibexperte zu sein. Doch mit einigermaßen aufmerksamem Augen diesbezüglich eine solchen Anschrieb zu lesen – Leute, da wird mir kalt. Wenn schon im Betreff mit Großbuchstaben herumgeschrien wird, dann bitte richtig.

Es gibt noch weitere Punkte, die ich hier aufführen könnte, doch ich möchte es dabei belassen. Wie gesagt – wenn ihr Fragen habt, schreibt mir ruhig – ich möchte hier niemanden vergraulen. Aber es gibt Sachen, die gehen einfach zu weit. Und sowas gehört dazu.

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