kwerfeldein
05. Oktober 2009 Lesezeit: ~5 Minuten

Zwei schicke Tools, um Screenshots schnell und komfortabel zu teilen

Teil des kreativen Prozesses mit Fotos ist Feedback und Kritik. Meistens bekommen wir das, wenn jemand einen Abzug unseres Fotos sieht oder online auf Flickr, unserem Photoblog oder per Mail. Doch manchmal ist Kritik auch cool, wenn wir gerade ein Foto bearbeiten. Wenn man sich Fragen stellt wie „Ist die Beschneidung gut? Vielleicht ein bisschen mehr Kontrast?“ dann kann es guttun, von jemandem ein kurzes Signal zu hören, wie er das machen würde.

Situation: Ich bearbeitet gerade eins meiner neuesten Fotos am Rechner und chatte nebenher mit einem Freund. Das Foto gefällt mir schon ganz gut, doch jetzt würde ich mich gern kurz über ein Feedback freuen. Was tun? Klar! Schnell einen Screenshot machen! Und dann? Na dann irgendwo hochladen, warten, Link rauskramen, Apfel+C, Chatfenster öffnen, Apfel+V. Doch wie ihr sicher schon merkt, ist das etwas umständlich – denn eigentlich will ich doch nur, dass er andere mein Foto sieht (1).

Nun, es gibt da ein paar Tools, die uns das Erleichtern können, denn sie nehmen uns sämtliche Zwischenschritte ab. Echt? Wie das? Lest einfach weiter.

Grabup (Win+Mac)

Mit Grabup habe ich superlange gearbeitet (bis Snow Leopard, siehe weiter unten). Nach der Installation können wir mit dem Tastenkürzel Apfel+Umschalt+4 (WIN: Alt+Windows+4) eine Auswahl machen und loslassen. Der Screenshot ist erstellt. Grabup lädt jetzt sofort das Foto ins Netz und wir bekommen den Link zum Bild automatisch in die Zwischenablage kopiert. Was das bedeutet? Einfach im Chat mit Apfel + V (WIN: Strg + V) den Link pasten, fertig.

Übrigens: Das kleine Grabup-Icon wird grün, sobald der Screenshot hochgeladen ist. Je nach Größe des Screenshots und Internetverbindung variiert die Dauer des Uploads.

Cool, oder? Selbstverständlich können wir den Link dann überall hineinsetzen. In eine Email, Twitter oder einen Liebesbrief (okay, letzteres macht wirklich wenig Sinn).

In der Windows-Version von Grabup können wir zusätzlich bestimmen, in welchen Ordner die Screenshots gespeichert werden – und viele Änderungen vornehmen, die den Mac-Usern nicht zugänglich sind.

Grabup hat auch Nachteile.

1. Man sieht  in der kostenlosen Version um den Screenshot herum ständig Werbung von und für Screengrab. Das kann man zwar umgehen, in dem man mit einem Rechtsklick sich nur das Bild anzeigen lässt, die Werbung akzeptiert oder für $20 USD dat Dingen kauft. Was ich keine schlechte Idee finde, denn man bekommt die Option dazu, die Screenshots auf den eigenen Server zu laden. Könnte für diejenigen cool sein, die keine Lust drauf haben, ihre Screenshots überall im Web liegen zu haben.

2. Seit Snow Leopard läuft Grabup auf dem Mac nicht mehr. Und deshalb zeige ich Euch jetzt ein alternatives Tool:

TinyGrab (WIN+Mac – auch Snow Leo)

Meine aktuelles Tool ist TinyGrab. Es arbeitet fast genauso wie Grabup, jedoch muss man sich registrieren (kostenlos). Tinygrab lädt ebenso automatisch wie Grabup den Screenshot nach dem Erstellen ins Netz und kopiert die URL in die Zwischenablage. Wie bei Grabup einfach Strg (oder Apfel) + V  – fertig. TinyGrab kommt derzeit aber noch ohne Werbung aus – auch mit kostenlosen Account.

Die Jungs von TinyGrab haben aber auch noch einen Schritt weitergedacht: Die URL des Bildes ist kurz – in Zeiten von Twitter nicht ganz unerheblich. Aber auch im Chat sieht eine kurze URL wesentlich besser aus.

Achtung liebe Mac-Leute! Ihr müsst, um TinyGrab zum Laufen zu bringen die DEUTSCHE Version installieren.

Ausserdem ist zu beachten, dass TinyGrab am Tag auf 10 Screenshots beschränkt ist – das dürfte aber für den Otto-Normal-Webmensch reichen, denke ich. Wer mag, kann für £10 mit dem Premium Account einige Funktionen hinzugewinnen.

Nachteil: Wer mit Windows an 2 Monitoren arbeitet, kann unter Umständen Probleme mit den Screenshots bekommen, welche dann nicht mehr das abbilden, was tatsächlich auf dem Monitor war (Tipp von @Pixelboogie).


Fazit

Für Windows-Leute scheint GrabUp, für Mac-Leute TinyGrab das richtige Tool zu sein, um Screenshots schnell mit anderen zu teilen. Ich kann mir mittlerweile gar nicht mehr vorstellen, ohne TinyGrab zu arbeiten, weil es mir einfach viele Schritte erspart und zudem jede Menge Spaß macht.

(1) Grundätzlich ist beim Teilen von Screenshots bezogen auf Fotos zu beachten, dass beide Seiten einen kalibrierten Monitor haben sollten. Und natürlich kann man Screenshots nicht nur für Feedback von Fotos gut gebrauchen ;)

Übrigens: Wer mag, der kann sich den Chat zwischen mir und Pixelboogie mal genauer anschaun (Foto oben). Achtung, Ironie!

Was mich an Lightroom nervt

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