kwerfeldein
28. September 2009 Lesezeit: ~3 Minuten

Giacomo Brunelli fotografiert Tiere – aber ganz anders

Fotograf Giacomo Brunelli

Heute möchte ich Euch einen Fotografen vorstellen, dessen Arbeiten ich seit letzter Woche immer wieder bewundere: Giacaomo Brunelli.

Es wäre zu schade gewesen, diesen Fotografen einfach in einer Zeile der gestrigen browserFruits zu nennen, denn warscheinlich wäre er mehr oder minder untergegangen. Nein, ich habe mich entschieden, einen extra Post draus zu machen, denn Giacomo Brunelli hat etwas, was wenige haben: Fotos von Tieren, die kein bissken glatt oder langweilig wirken.

Nein diese Fotos sind dunkel, düster, allesamt schwarzweiss und kein bisschen kitschig. Wohl eher das Gegenteil von all dem, was man sich unter konventioneller Tierfotografie vorstellt.

Fotograf Giacomo Brunelli

Giacomo Brunelli stammt aus Italien und ist 1977 geboren. Mit 24 Jahren begann er sich zum ersten mal für die Fotografie zu interessieren und diese Bilder sind das Ergebnis ein langen Reise mit der Kamera. Analog. Seine Fotos erinnern an alte Filme, hektische Traumsequenzen oder vielleicht sogar an Bruchteile einer unangenehmen Begegnung mit einem Tier. Brunelli hat auch keine Furcht, Tiere tot zu zeigen sondern schließt diese Thematik in sein Konzept mit ein. Und auch das ist – so unschön wie es auf den ersten Blick wirkt – in einer Linie mit seinen restlichen Fotos.

Dabei fällt auf, das bei manchen Fotos offensichtlich technische „Fehler“ nicht als Ausschlußkriterium zählen sondern vielmehr der Stimmung zuträglich sind. Warum auch immer, Brunelli lässt sich nicht davon beirren, wenn ein Foto keinen einzigen Scharfen Punkt enthält – oder so aussieht, als hätte er falsch fokussiert. Und ich muss sagen: Es passt. Zum Konzept, zu den anderen Bilden und zu dem, was seine Werke transportieren.

Wie viel davon gewollt ist und wie viel nicht, bleibt offen. Ich finde diese Tendenz zum „Unperfektionismus“ (nein das Wort gibt es noch nicht) durchaus sympatisch, zeigt sie doch, dass Technik nicht alles ist und noch lange nicht heißt, dass ein Foto gut ist, wenn es korrekt fokussiert ist. Natürlich hat diese Herangehensweise Grenzen, die Giacomo Brunelli meiner Meinung nach nicht überschreitet.

Übrigens: Brunelli’s Fotos sind auch in Form eines Buches* zu erwerben – und ist nun auf meiner Wunschliste ganz oben. 35€ ist sicherlich ein stolzer Preis, aber bei solchen Bildern lohnt es sich.

Insgesamt bin ich sehr angetan von Brunelli’s so ganz anderem Stil, Tiere aufzunehmen, auch wenn er sicher für den ein oder anderen unter Euch „etwas gewöhnungsbedürftig“ sein dürfte.

Mögt Ihr Brunelli’s Fotos?
Treffen sie Euren Geschmack oder sind sie zu düster?

*Das ist ein Affiliate Link.Wenn ihr darüber bei Amazon etwas bestellt, bekomme ich eine kleine Provision, ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.

Fotograf Giacomo Brunelli

Ähnliche Artikel