Kwerfeldein
24. September 2009 Lesezeit: ~ 2 Minuten

Handyfotos in Schwarzweiss

Handyfotos in Schwarzweiss

Vorgestern war ich Abends bei meinem Freund Markus zu Besuch. Nachdem wir uns gut unterhalten hatten zeigte er mir seine Urlaubsfoto am Rechner. Fünf Tag hatte er in Hamburg verbracht, u. A. einen Abstecher nach St. Peter Ording gemacht und immer wieder mit seinem Handy (5 MP, 4-fach Digitalzoom) Szenen eingefangen.

Beim Durchschauen der Bilder fielen mir ein paar Fotos auf, die mich interessierten und ich fragte ihn, ob er mir nicht einfach mal seine Urlaubsbilder zuschicken würde – ich hatte Lust, einwenig dran zu drehen.

Markus meinte, das wäre kein Problem und stellte mir die Fotos gestern in die Dropbox. Als ich dann aus 120 Fotos in Lightrooom 8 Stück herausgesucht hatte, ging es los. Hier ein bissken beschnitten, da einwenig Verlauf reingezogen, abgewedelt, nachbelichtet – kein großer Act.

Ich habe ihm die Fotos geschickt, er hat sich gefreut und da kam die Idee auf: Warum nicht auch mal hier zeigen, was man mit einer Handykamera & bissken Lightroom erreichen kann? Ich habe Markus gefragt und er fand die Idee cool. Also dann mal los.

Empfehlung: Beim Klick auf jedes Foto in diesem Post kannst Du Dir dasselbe in 1000er Breite anschauen.

Handyfotos in Schwarzweiss

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Handyfotos in Schwarzweiss

Ich denke, man kann an diesen Fotos sehr schön sehen, dass auch mit einer Handykamera fotografiert werden kann. Und das nicht mal übel – für Internetzwecke und kleine Abzüge reicht das allemal. Mit ein bisschen Lightroom lassen sich die Bilder dann noch etwas aufhübschen, was mir in diesem Fall sehr viel Spass gemacht hat.

Natürlich hat das auch Grenzen, klar. Solange man tagsüber fotografiert klappt das ganz gut aber wenn’s mal gegen Abend geht, verwackeln die Fotos. Bildrauschen und andere Sachen (wie ein komischer Weißabgleich) kommen bei den meisten Handys in unterschiedlicher Ausprägung noch dazu.

Trotzem: Es lohnt sich zu fotografieren, auch mit einem Handy.

Was mich an Lightroom nervt

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40 Kommentare

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  1. Wow! Tolle Bilder, bzw. toll, was Du daraus gemacht hast! Ich bin manchmal aber auch überrascht, welche brauchbaren Fotos mein N95 8GB machen kann. Deine Arbeit zeigt aber auch, was sich aus zunächst mittelmäßigen Bildern noch raus holen lässt. Und das gilt eben nicht nur für Handybilder.

  2. Blogartikel dazu: Tweets die X erwähnen Handyfotos in Schwarzweiss | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel -- Topsy.com

  3. wenn man weis, wie man technische grenzen einer kamera kreativ einfließen lassen kann in ein bild, dann ist das immer super. gute fotos haben nicht immer den anspruch technisch perfekt zu sein. man denke nur an polaroid, unschärfe, körnung, “langzeitbelichtungen”, etc…

  4. Hab ich ja immer schon gesagt, dass Nachbearbeitung genauso wichtig ist, wie das Fotografieren an sich.

    Man muss allerdings den wesentlich Trick erkennen, den der feine Herr Gommel da angewendet hat: ;)
    Durch die Umwandlung in S/W geht das eklige Rauschen fast weg, bzw. wird zum Stilmittel. Wenn man die Farbe drin läßt, wirds schon schwieriger.
    Aber genau darum gehts ja bei der Sache. Man muss halt aus der Not ne Tugend machen, was hier sehr schön gelungen ist!

  5. Ich predige schon länger, dass man Handys nicht unterschätzen solle.. aber die “Puristen” springen einem da ja gerne an den Hals.

    Es ist schon irgendwie seltsam, dass das fotografieren mit billig-Analog-Knipsen als “Stilmittel” gilt, aber das fotografieren mit Handys dann oft als “unakzeptabel”.

    Die Umwandlung in schwarz-weiß ist oft auch mein Mittel der wahl.. momentan haben die Handies, wie Martin ja schreibt, einen teilweise seltsamen Weißabgleich und überhaupt komische Farben. Das Rauschen ist bei den überzüchteten, winzigen Chips auch brutal. Aber immerhin, manchmal kommt was interessantes bei raus.

    Ich hab auf

    http://www.flickr.com/photos/dogwatcher/sets/72157607104230349/

    ein Set mit Fotos von einem Sony-Ericsson K850i.. in der Regel auch nachbearbeitet. Okay, ein paar davon müsste ich mittlerweile mal rausschmeißen, aber sie zeigen immerhin, dass man die eine oder andere Sache durchaus damit verewigen kann.

    Ach ja: Man sollte die Handy-Fotografie meines Erachtens viel stärker dazu nutzen, “Jung-Fotografen” anzuwerben.. wenn die Jugend eines hat, sind es Handys.. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Idee bei den ganzen Fotoclubs und Verbänden schon angekommen ist, aber die erscheinen mir hin- und wieder sowieso ein bißchen “behäbig”… ;)

  6. @pixelboogie:
    Hmm, nicht, dass ich wüsste.. aber zum einen hab ich in der Makro-Stellung (die gibt es) tatsächlich sowas wie einen Ansatz von Tiefenunschärfe und Freistellung, und ich glaube, ich habe da auch nachher per EBV noch ein bißchen freigestellt…. bin mir ziemlich sicher.

    Wo ich die Bilder gerade wieder sehe… die Schmetterlingsfotos waren sogar ausbelichtet “ganz nett”, in 10×15. Zumindest in brauchbarer Qualität, für einen Schnappschuss des gefühlt 3 Millionsten Schmetterlings…. na ja, ist ja auch mehr so “Proof-of-concept”, also ein “seht her, sowas geht auch durchaus mit einem Handy!”.

    ..aber ganz ehrlich, es gab Fotos zu Analogzeiten mit einer Kompaktknipse, die sahen schlechter aus… selbst eine Pentax Efina T (APS-Kamera.. jetzt wirklich Film, ich rede nicht vom APS-C Formfaktor bei Digitalkameras), also damals schon durchaus Markenkompakte, hat deutlich schlimmere Fotos produziert

    Das Korn der APS-Filme war teilweise aber auch wirklich übel, das zusammen mit höherempfindlichen Filmen und lichtschwächen Zoomobjektiven war der Super-Gau. Man konnte schon damals neuwertigen Mist bauen. Sah gut aus, und meine Frau stand auch auf das Aussehen (die ersten Ixus von Canon, noch analog, waren damals schwer angesagt.. und die Efina von Pentax ritt so ein bißchen auf der Design-Welle) aber merkte selbst, dass das Ding fotomäßig nicht viel taugte. Oder wir haben nie verstanden, korrekt damit umzugehen, ich weiß es nicht.. :D

    Hier mal allgemeine Tipps zur Handy-Fotografie:

    – Es gibt durchaus bessere und schlechtere Handy-Cams.. vorher informieren! Als “Immer-Dabei-Kamera” sind sie nicht zu verachten!

    – Auch (oder gerade) bei der Aufnahme mit einem Handy schadet es nicht,sich abzustützen oder das Handy gegen Verwacklung irgendwo anzulehnen! Nur weil es ein Handy ist, muss man es bei der Aufnahme nicht nachlässig halten!

    – Soll das Foto farbig bleiben, sollte man bei lohnenden Fotos nachher noch etwas Zeit in der EBV verbringen, für Farbabgleich und entrauschen, gerade Handy-Fotos sind dafür sehr dankbar!

    – Schwarz-Weiß ist immer eine Option, das kaschiert viele Schwächen, siehe die Beispiele von Martin!

    – Benutz dein Handy, um Fotos von Sachen und in Orten zu machen, wo du sonst nie eine Kamera dabei haben würdest.. manchmal entdeckt Motive, wo man es gar nicht glaubt. Und es schult das Auge! Denn man kann jederzeit “mal eben” was fotografieren.

    Wie gesagt, ich halte die Handy-Fotografierei fast für unterschätzt… man kann das auch als eigene Spielart der Fotografie verstehen. Aber vielleicht wird das erst in Jahren gewürdigt werden. Aber vielleicht sind die bis dahin so gut, dass die Handys die heutigen ganz billigen Kompakten verdrängt haben, meines Wissens verlautete aus Händlerkreisen schon was das jetzt schon genau sowas zu beobachten sei.

  7. Blogartikel dazu: Die Beste Kamera ist die, die du dabei hast || PixelGalerie Weblog

  8. Gefallen mir sehr gut die Fotos.
    Jetzt muss ich mal allgemein fragen: Benutzt du nur Lightroom oder auch Photoshop? Jetzt nicht nur auf diesen Blogeintrag bezogen.

    PS. Heute hab ich mir auf dein Anraten (alter Blogeintrag) hin, Scott Kelbys Lightroom 2 Buch gegönnt.

  9. Weil ich deine Bilder sehr mag und es beeindruckend finde was du mit Lightroom zustande bringst und in dem Programm steckt. Da hab ich mich gefragt ob du deine Fotos nur in Lightroom für Photoshop vorbereitest oder ob sie direkt so aus Lightroom kommen.

  10. Die heutigen Handys liefern ja megapixelmässig schon ordentlich was ab. Mit meinem alten Knochen kann ich zwar auch fotografieren doch mit 640×400 Pixeln mag das nicht so richtig Spass machen. Aber ist schon erstaunlich sich aus den Fotos dieser modernen “Lochkameras” so alles rausholen lässt ;-)

  11. Es gibt auch ein cooles Projekte vom Fotografen Robert Clark. Der reiste für American Photo quer durch die USA und stellte jeden Tag die Fotos, die er mit seiner Handykamera geschossen hatte ins Netz. Sind echt schöne Fotos dabei rausgekommen.
    Wer sichs anschauen möchte auf
    http://www.robertclarkphoto.com/
    in der Rubrik “projects” –> Image America

  12. Cooler Bericht zu einem interessanten Thema.
    Ich denke auch, dass man davon noch viel hoeren wird.
    Es gibt ne ganze Menge Projekte in dieser Richtung.
    Recht faszinierend ist auch das von GUIDO KARP in diesem Zusammenhang, der aus einer spontanen Provokation heraus Aktfotos mit dem Handy machte. Bei ihm wurde letztendlich ein ganzes Buch daraus: http://www.amazon.de/Nudes-Photography-Cyber-shot-Mobile/dp/3896027832/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=books&qid=1253871936&sr=8-2

  13. Blogartikel dazu: JUST WHAT I SEE: iPhone Street Photography von Greg Schmigel | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel

  14. Wirklich schöne BEA!
    Ich muss die nächsten Wochen auch mit einer kleinen Knippse vorlieb nehmen, da meine DSLR zu Sony geschickt werden muss!
    Schauen wir mal wie die Ergebnise so sind! :-)