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12. September 2009 Lesezeit: ~6 Minuten

5 Dinge, die ich immer im Fotorucksack habe

Dies ist ein Gastbeitrag von Markus Dollinger. Er betreibt den Blog nachbelichtet, in dem es sich hauptsächlich um Themen rund um Fotografie und Bildbearbeitung dreht. Markus Dollinger arbeitet für eine Werbeagentur und kümmert sich dort um die Bereiche Internetlösungen, eCommerce und Redaktionssysteme, aber auch multimediale Inhalte und eLearning gehören zu seinen Einsatzgebieten.

Es gibt ja so einiges an Zubehör und Gadgets, wenn man gerne fotografiert. Die Einen Dingen sind essenziell wichtig, die Anderen eher „nice to haves“. Was ich, neben meiner Kamera immer in meinem Fotorucksack mitnehme, möchte ich Dir hier einmal zeigen:

1. Leere Speicherkarten und volle Akkus

Das hört sich mal wieder so richtig langweilig an, dabei gehören geladene Akkus und leere Speicherkarten wohl zu den wichtigsten Dingen, die man in einem Fotorucksack haben kann, denn ohne diese geht gar nichts. Noch wichtiger ist es, diese auch auseinanderhalten zu können. Ich habe mir angewöhnt volle Akkus und leere Speicherkarten im linken Zubehörfach meines Fotorucksacks zu verstauen. Wenn Akkus leer und die Karten voll sind, wandern sie in die rechte Zubehörtasche. Damit lege ich nicht versehentlich wieder die leeren Akkus ein und weiß, welche Karten ich auf den Rechner kopieren muss. Tipp für SD-Speicherkarten: Aktiviere zusätzlich den Schreibschutzschalter seitlich an der Karte, dann kannst Du diese nicht versehentlich löschen oder formatieren.

2. Ein Blitzgerät gehört zu meiner Grundausstattung

Zum wichtigsten Fotozubehör gehört zweifelsohne das Blitzgerät. Der eingebaute Kamerablitz kann zwar ein Helfer in der Not sein, richtig gute Ergebnisse erzielst Du aber nur mit einem leistungsfähigen, externen Blitzgerät, das Dir dann auch weitere Möglichkeiten wie indirektes Blitzen ermöglicht. Gerade Einsteiger sehen das Blitzgerät nur als Aufhelllicht in dunkler Umgebung, dabei ist es auch bei guter Lichtsituation sehr hilfreich und führt zu besseren Fotos und eignet sich auch zum schnellen Aufhellblitzen (siehe mein letzter Eintrag zu den Kamerafunkionen beim Unterpunkt „Aufhellblitzen“)

3. Ein universelles Ersatzobjektiv als letzte Rettung

Nach Murphys Law geht immer dann etwas schief, wenn man es am wenigsten brauchen kann. Du gönnst Dir einmal im Leben eine Safari in Kenia und auf einmal macht Dein Objektiv schlapp, oder es ist Dir beim Objektivwechsel und nach dem Genuss einiger Caipis an der Hotelbar aus der Hand geglitten …

Wenn das nun das einzige Objektiv in der Fototasche war, kannst Du die Fotos von Löwen, Giraffen und Elefanten wohl vergessen. Aber auch wenn Du noch eine Festbrennweite und ein Weitwinkel mit dabei hast, werden einige Fotos wohl nicht realisierbar sein. Deshalb habe ich immer ein universelles Ersatzobjektiv mit dabei und das ist einfach eines der verpönten „Superzoom“ oder „Reiseobjektive“. Ich sehe es so: Ein Foto mit einem „Suppenzoom“ ist allemal besser, als gar keines!

4. Ein Blaseblag zur Kamerareinigung

Auch der lästige Sensorstaub ist immer dann ein Problem, wenn man gerade unterwegs ist. Plötzlich sieht man im Display einen riesigen schwarzen Punkt auf jedem Bild. Da der größte Teil des Sensorstaubs meist lose liegt, aber die Reinigungsfunktionen der Kamera oft nur wenig dagegen ausrichten können, ist ein Blasebalg sehr hilfreich.

So gehst Du vor: Objektiv von der Kamera abschrauben, Kamera in den Wartungsmodus bringen, damit der Spiegel hochklappt und der Verschlussvorhang öffnet. Dann hältst Du die Kamera mit dem Objektivanschluss nach unten, damit nicht noch mehr Staub hinein fällt und reinigst mit ein paar gezielten Luftstößen den Sensor vom Staub. Dabei musst Du die Spitze des Blasebalgs nicht tief ins Kameragehäuse stecken. Es genügt, ein paar Millimeter ins Kamerainnere zu gehen. Wenn Du fertig bist, schaltest Du die Kamera wieder aus und setzt das Objektiv wieder auf. Ein Testfoto einer hellen und glatten Fläche (oder des wolkenfreien Himmels) zeigt Dir, ob der Sensor sauber ist.

Hinweis: Du solltest nie versuchen, mit dem Mund in die Kamera zu pusten um damit den Staub zu entfernen. Kleine Speicheltropfen machen sich dabei hartnäckig auf dem Sensor breit und sind dann nur noch sehr aufwendig entfernbar.

Eine umfangreiche Video-Anleitung, wie Du den Sensor Deiner Kamera professionell und sicher reinigen kannst, findest Du in diesem Beitrag von mir.

5. Ein kleines Stativ

Was ich auch immer mit in meinem Fotorucksack dabei habe, ist ein kleines Stativ. Für mich hat sich das schon oft als sehr hilfreich erwiesen und man hat ja auch nicht immer das große Stativ mit dabei. Besonders im Urlaub möchte man mit leichtem Gepäck reisen, und da ist ein ausgewachsenes Kamerastativ meist zu sperrig und schwer. Ich habe darum immer ein stabiles kleines Tischstativ oder den Gorillapod SLR von Joby mit dabei. Damit hat man auch unterwegs den Komfort eines Stativs zur Hand. Zudem lässt sich auf einem solchen kleinen Stativ auch einmal ein Blitzgerät zum entfesselten Blitzen aufschrauben.

Abschluß: Ein Wörtchen zum Fotorucksack

Ich habe ja mittlerweile einige unterschiedliche Behältnisse für meine Kamera(s) und das Zubehör. Ich packe meine Ausrüstung immer in eine Tasche, welche für den Einsatzzweck richtig ist.

Der große Fotorucksack geht immer dann mit, wenn ich wirklich meine komplette Ausrüstung brauche oder es keine Belastung ist, diesen mitzuschleppen. Er ist dabei auch meine „Lagerlösung“, in der ich meine komplette Ausstattung aufbewahre, wenn ich diese nicht benötige.

Dazu gesellen sich eine Gürteltasche, die gerade bei Wanderungen, Städtetrips oder Veranstaltungen sehr praktisch ist. Hier passt die SLR mit einem kleineren Objektiv hinein, zudem lässt sich die Kamera hier schnell einmal ablegen, da sie einfach von oben in die Tasche gesteckt wird.

Und dann habe ich noch einen kleinen Fotorucksack, der wirklich ganz kompakt ist. Dieser ist meine Lösung, wenns mit dem Flieger wohin geht. Hier passt die Kamera mit zwei Objektiven, sowie ein Blitzgerät und das ganze Zubehör wie Akkus, Ladegerät etc. hinein.

Übrigens: Deinen zukünftigen Kamerarucksack bzw. die Tasche, solltest Du lieber immer etwas größer dimensionieren, auch wenn Deine Ausrüstung noch nicht so üppig ist, denn es kommt immer noch etwas hinzu.

Habe ich etwas vergessen? Was gehört Deiner Ansicht nach auf jeden Fall in den Fotorucksack? Ich freue mich auf Deine Meinung!

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