kwerfeldein
08. September 2009 Lesezeit: ~3 Minuten

Ein Objektiv, eine Kamera und viele gute Fotos

Heute morgen habe ich das Telefon in die Hand genommen und mit einem Fotografen telefoniert. Ich habe ihm gesagt, dass mir sein Portfolio ausgezeichnet gefällt und ich über ihn schreiben werde. Sein Name ist Siebe Warmoeskerken (21), er ist Schreiner lebt in den Niederlanden.

Als ich mir zum ersten Mal Siebe’s Fotos angeschaut habe, war ich sehr beeindruckt von der farblichen Vielfalt und der kreativen Umsetzung einfachster Thematiken. Ich konnte gar nicht aufhören, seine Fotos immer wieder zu begutachten, zu reflektieren und der Frage auf den Grund zu gehen, wie er das wohl gemacht habe.

Nach einer kurzen Weile hatte ich einen Verdacht. „Kann es sein, dass er nur mit einem Objektiv fotografiert?“ Meine Vermutung wurde bestätigt, als ich mir sein Equiment ansah. Siebe fotografiert ausschließlich mit dem 50mm 1.4* an der Nikon D700*.

Jetzt waren mir seine Fotos gleich noch sympatischer, denn wie jeder weiß sind Festbrennweiten für mich eine wahre Delikatesse. Und ich meine, ja klar, für eine Weile mal nur Objektiv benutzen, sicher. Aber überhaupt nur mit einem zu fotografieren?

„Ich hole das beste aus dem Objektiv, weil ich mich nur darauf beschränke“, meint Siebe heute morgen am Telefon. „Wenn ich ein weitwinkliges Foto haben will, dann mache ich mit dem 50mm eben drei nebeneinander und setze sie hinterher zusammen.“

Auch wenn ich es mir niemals vorstellen könnte, mich nur auf ein Objektiv zu beschränken, beneide ich Siebe ein bisschen. Sein einfach gehaltener Ansatz zu arbeiten ist für mich vorbildhaft und die Qualität seiner Fotos unterstreicht sein Können.

Seine Fotos sind jedefalls alles andere als einfach, schaut man sich einmal sein Projekt Cookie Splash etwas genauer an. Hier mal das „Making of“ vom voherigen Foto.

„Ich habe das Foto im Highspeed-Modus geschossen. Dann habe ich das beste genommen“. Die D700 macht (mit Batteriegriff) 8 Fotos in der Sekunde.



An Siebe’s Portfolio gefällt mir, dass seine Arbeiten in Projekte aufgeteilt sind. So nimmt er sich einem Thema an und zeigt die besten Fotos dieser Serie, wie z.B. Frosty Ice. Auf die Frage, ob er Lightroom benutzt, antwortet Siebe: „Photoshop. Nein, kein Lightroom. Alle meine Fotos werden in Photoshop bearbeitet.“

Seinem Twitterprofil kann man entnehmen: Loves shooting with massive bokeh, just call me a BokehLover“ – und das sieht man seinen Fotos auch an. Zumindest habe ich den Eindruck, dass es ihm gar nicht offenblendig genug sein kann.

Fazit: Mich hat Siebe Warmoeskerken’s Portfolio (und das Gespräch mit ihm) sehr inspiriert und bestätigt, dass es sich lohnt, auch auf die kleinen, nicht offensichtlichen Dinge zu achten. Daumen hoch.

Hier mal noch ein paar Links zu Siebe’s Social Media Networks und seinem Portfolio:

Siebe’s Flickr Stream
Siebe auf Facebook
Siebe bei Twitter

Siebe Warmoeskerken: Das Portfolio

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