kwerfeldein
22. August 2009 Lesezeit: ~1 Minute

Das ist ja mal schräg: Fotos von Romain Laurent

Romain Laurent

Der französische Fotograf Romain Laurent schafft es immer wieder, zu überraschen. Erst letztes Jahr hatte ich ein kurzes Feature über ihn gepostet. Doch als ich heute sein Portfolio gesehen habe und das Grinsen und Schmunzeln nicht mehr aus dem Gesicht bekam, konnte ich nicht anders.

Laurent fotografiert für große Werbeagenturen und so sehen seine Fotos auch aus. Zumindest vordergründig. Wer aber einen zweiten Blick auf so einige seiner Bilder wagt, der entdeckt Doppelbotschaften oder komische-brilliante Inszenierungen, wie diese.

Romain Laurent

Viele seiner Fotos erinnern leicht an C.M. Schmid, denn es steht in vielen Fällen trotz perfekter Technik die Situationskomik im Vordergrund. Oder er übertreibt dermaßen, dass einem schwindelig wird, wie bei seiner neuen 7-teiligen Serie Tilt.

Romain Laurent

Dabei setzt er den Fokus auf schräge Perspektiven. Die Personen darin werden stets aus der gleichen Entfernung in einer Stadtlandschaft fotografiert. Was mir hierbei gefällt ist, dass der Franzose Laurent mit einer völlig banalen, einfachen Idee Fotos zaubert, die aus dem Rahmen fallen. Und dabei ist es ihm völlig wurscht, ob der Himmel ausbrennt oder nicht – was der Bildwirkung keinerlei Abbruch tut.

Deshalb meine Empfehlung für heute, schaut einfach mal rein –

Das Portfolio von Romain Laurent

Das ist ja mal schräg: Die Fotos von Romain Laurent

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18 Kommentare

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  1. Oder sie haben sich fallen lassen und der Typ hat im richtigen Augenblick abgedrückt :)

    Sieht schon cool aus, vor allem, weil es das eigene Gleichgewicht beim Betrachten durcheinander bringt. Das mag ich!

  2. Das nenn ich mal Kreativität! So etwas kann man nun nicht mehr kopieren – da sagt dann jeder „das hat der doch von Laurent“. Also selbst Gedanken machen und umsetzen. Schönes Beispiel dafür, dass fotografieren nichts mit knipsen zu tun hat. Hut ab.

  3. @Pixelboogie, Mark: Ja, ich frag mich auch die ganze Zeit, wie er das umgesetzt hat. Ich tippe aber mal auf Besim’s Idee, dass er sie kurz vor dem Fallen fotografiert hat. Sowas kann man ja üben und ein Stück weit auch planen. Steckt jedenfalls ne Menge Arbeit dahinter – sowas macht man nicht in der Mittagspause ;)

  4. Gegen das gezielte „Umfallen“ sprechen aber die Füße, denn die sind 100% auf dem Boden. Ich denke es ist kaum machbar die Fußposition so gut zu halten wenn man sich fallen lässt.

    lg
    Carsten

  5. Die Bilder bringen das Auge (das solche Bilder nicht gewohnt ist) ganz schön durcheinander. Die Bilder haben schon etwas. Andererseits finde ich es aber doch sehr gewöhnungsbedürftig. Mir persönlich gefallen Bilder mit normaler Perspektive besser.

  6. Klasse Bilder, auch die massenhafte Hervorquellung von Menschen und Fischen. Ich denke mal, das sind alles aufwendige Photoshop-Arbeiten und nicht situativ fotografiert. Was aber nicht den Wert der Komposition mindert. Mir gefallen sie….

  7. Ob Photoshop oder nicht (man fragt ja auch einen Zauberer nicht nach seinen Tricks), die Bilder sind klasse. Immer wieder schön, wie man mit ganz einfachen optischen Mitteln was Neues machen kann.

  8. Danke dir für den Link. Klasse Arbeiten. Ich denke für die Schräglage hat er die Models auf ein schräges Brett gestellt und dann retuschiert. So würde ich es versuchen. Werde das auch irgendwann mal machen, schließlich kann man von solchen Könnern nur lernen.

  9. Blogartikel dazu: Twitter Trackbacks for Das ist ja mal schräg: Fotos von Romain Laurent | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel [kwerfeldein.de] on Topsy.com

  10. Bei der Betrachtung des Portfolios ist mir doch leicht übel in der Magengegend geworden ;)
    Aber die Fotos sind wirklich klasse, regen die Sinne an und inspirieren zugleich.

    Danke für den Tipp.

  11. Nun die Perspektive erfordert sicher auch eine gewisse Gelenkigkeit seitens des Fotographen, aber auch ich kann es mir nur mit Stützen oder Seilen erklären. Allerdings sind dann die Ankerpunkte wirklich hervoragend retuschiert.