kwerfeldein
28. Juli 2009 Lesezeit: ~4 Minuten

Wie ich meine Fotos sichere

Wie ich meine Fotos sichere

Zugegegeben, ich bin kein Festplatten-Experte. Warscheinlich würde ich rot werden – und schlagartig das Thema wechseln – wenn mich jemand nach mechanischen Spitzfindigkeiten fragen würde. Ausserdem habe ich keine Ahnung, mit welcher Software irgendwelche Daten am schnellsten gesichert werden. Ich will eigentlich nur eins: Das es passiert. Doch Festplatten und ich, wir haben eine ganz eigene Geschichte und ich möchte Euch begründen, warum und wie ich heute sichere.

Nachdem ich durch irgendeinen doofen Festplatten-Crash darauf aufmerksam gemacht wurde, dass mein PC auch nur ein Mensch Rechner ist, der mal den Geist aufgibt war ich schockiert. Als ich die rosa Brille abgenommen hatte, suchte ich wie ein aufgescheuchtes Huhn nach den Dingern, auf die ich irgendwie meine Fotos sichern konnte.

Die flache, runde Scheibe war es, die als erstes meine Fotos aufgebrannt bekam: Eine DVD. Fotos, die ich auf gar keinen Fall verlieren wollte, wurden gebrannt. Nachdem mir dann einfiel, dass ich schlauerweise alle Fotos sichern sollte, war dass Medium DVD engültig passè.

Ich stürzte mich also in den Media Markt, besorgte mir eine externe Festplatte.“Und jetzt bin ich für die nächsten 10 Jahre abgesichert“. Ein bisschen naiv war ich schon immer.

Somit hatte ich meine Fotos nicht nur auf der internen Rechnerplatte sondern auch auf der Externen. Alles wunderbar – bis mein Rechner sein 120 GB Maximum erreicht hatte und somit nicht mehr der Schnellste war.

In irgendeinem Gespräch über Gadgets, Elektrokram und Rechnerinfarkte schnappte ich auf, dass „die großen Designer“ auf mindestens zwei externen Festplatten sicherten. „Die spinnen, die Designer“ kicherte ich in meinen Bart hinein. Einen Monat später stand ich wieder vor dem Regal mit den Festplatten.

Zwei Maxtor Platten landeten auf meinem Schreibtisch mit jeweils 500 saftigen Gigabyte. Dementsprechend abgesichert für die nächsten hundert… nein. Warscheinlich nicht.


Heute landet keine einzige RAW Datei mehr auf meinem Arbeitsrechner sondern flattert schnurstracks auf die erste Platte und dann auch auf die Zweite. Nach einer Weile ging mir es auf die Nerven, alles doppelt zu kopieren und deshalb habe ich mich nach einem Programm für den Mac umgeschaut. Traum war: Auf Klick beide Ziegelsteine Platten miteinander zu synchronisieren und nur die neuen Dateien von Platte A auf Platte B zu schieben. Ohne komisches Herumgefusel.

Fündig geworden bin ich dann bei arRsync. Man munkelt, es wäre langsamer als andere – für meine Bedürfnisse reicht es. Jedenfalls gibt es da die „Bidirektionalen Synchronisation“. Immer diese Fremdwörter (ich bin ja froh, dass ich das korrekt abschreiben konnte). Ich habe Wochen gebraucht, um zu kapieren, dass diese Funktion das tut, was ich schon immer wollte: Bei der Synchronisation Platte A mit B vergleichen und wenn etwas Neues auf A liegt, das dann auf B zu kopieren.

Es gibt ja Unternehmen Leute, die sagen, man müsste seine Fotos unbedingt online sichern. Denn es könnte ja sein, dass das Haus abfackelt und somit auch die doppelte Festplatte ausgeräuchert wird. Da ich darüber schon x-Mal nachgedacht habe bin ich zu dem Schluß gekommen, dass ich so etwas nicht möchte, weil ich es (noch) für unnötig und übertrieben halte*. Schließlich wird es mir niemals möglich sein, mich gegen jeden erdenklichen Unglücksfall abzusichern.

Das Sichern von Fotos ist für mich (auf der letzten Hochzeit habe ich ca. 3000 Fotos gemacht) unerlässlich und bis hierhin reicht mein Weg mit der Kamera. Mal schaun, was die Zukunft bringt ;)

Wie ist das bei Euch mit den Sichern?
Habt Ihr Fragen zu meiner Vorgehensweise?

*Ich halte mir natürlich offen, meine Meinung zu ändern.