Kwerfeldein
14. Juli 2009 Lesezeit: ~ 6 Minuten

Warum ich keine Fotozeitschriften lese

Jedes Mal, wenn ich an einem Zeitschriftenladen vorbeischlendere, versuche ich es von Neuem. 30 Sekunden später stehe ich vor dem Regal, das mit Fotomagazinen (mehr oder minder) gespickt ist. Meine Augen halten Ausschau nach einer Zeitschrift, die bisher noch nie in meinen Händen lag.

“Ah! Da! Die kenn ich noch gar nicht!” Ich zupfe an der Ecke eines Formates, das mir bislang unbekannt ist, blättere darin herum und lese den ein oder anderen Artikel.

In 99,5% aller Fälle verlasse ich nach knappen 10 Minuten den Laden wieder. Kopfschüttelnd, reglos oder gelangweilt. Mit vollem Geldbeutel und leeren Händen – ohne Zeitschrift.

Nein, ich habe es nicht vor, heute einen hau-drauf, mach-alles-kaputt und eh-alles-doof-Artikel zu schreiben. Aber ich möchte den Scheinwerfer mal auf einen Bereich in der Foto-Szene richten, der mir Sorgen macht und mich frustriert.

Immer wieder stelle ich mir die Frage, ob es an mir liegt. Ob ich zu eigenartig zicke ticke, übertriebene Erwartungen habe oder gewissermaßen voreingenommen bin. Kann sein. Aber ich frage mich auch, warum mich fotoversessenen Freak bisher noch fast kein Magazin über die Fotografie wirklich angesprochen hat. Und mit ansprechen meine ich das, was ich als Jugendlicher mit dem Metal-Hammer erlebt hatte:

Donnerstags am Ladentisch zu sein und kaum erwarten zu können, die Berichte der Bands zu lesen und zu wissen, welche Platten als Nächstes auf den Markt kommen. Sich lieber 3 Zeitschriften einzupacken (incl. Rock-Hard), um alle Berichte zu haben die Interviews mit den geliebten Bands auf keinen Fall zu verpassen. Und irgendwann zu abonnieren. Das meine ich.

Und ich würde behaupten, dass ich mich heute mindestens genauso mit der Fotografie identifiziere wie damals mit der Musik – eher noch mehr.

Fotomagazine hingegen frustrieren mich regelmäßig.  Nein, sie sind mir nicht egal und die Gleichgültigkeit hat mich bisher verschont. Denn schießlich interessiert es mich immer noch, was Menschen fotomässig kaufen, lesen und konsumieren.

Ja, die Zeiten haben sich geändert. Das Internet ist da. Blogs sind da. Zeitschriften haben nicht mehr den Stellenwert, den sie vor 10 Jahren mal hatten. Doch das ist für mich keine Begründung. Das ist entweder eine Ausrede oder ein gut gemeintes Argument. Schließlich ist der Büchermarkt zum Thema Fotografie voll. Proppenvollmit guten Werken (die ich übrigens gerne lese und kaufe). Klar, das ist ein anderer Markt. Der zeigt mir aber, dass Print nicht tot ist. Gedruckt geht noch.

“Jetzt sag doch mal, was Dich stört.”

Natürlich ist es einfach, alle Zeitschriften per se zu kritisieren. Schließlich spreche ich hier nicht über ein Magazin sondern vielmehr über die Print-Kultur auf dem Fotomarkt. Doch ich werde es versuchen, einwenig ins Detail zu gehen, ohne zu sehr zu verallgemeinern.

Einige Zeitschriften wirken auf mich zu glatt, oberflächig und irgendwie oldskool. Woran das liegt? In viele Fällen an der Ignoranz gegenüber Veränderungen. Nein, nicht die Veränderung der neuesten Kameras, Speichergeräte und sonstigen Gadgets. Die Veränderung der Fotografie-Szene, nämlich online. In Social Networks. In Blogs. In Communities (ich möchte keineswegs behaupten, dass alle Magazine das ignorieren, aber ein Großteil tut es konsequent).

Ich kann diese Haltung in gewisser Weise nachvollziehen, rauben Dinger wie Blogs und Online-Magazine den Printmagazinen einwenig das Geschäft. Klar. Doch ich sags mal so: Das ist ein weiteres Gebiet, über das man guten Journalismus betreiben kann. Denn auch die Käufer von Zeitschriften fragen sich, was Twitter ist und was das Ganze mit Creative Commons eigentlich soll.

Weiter vermisse ich einen gewissen Tiefgang und den Bezug zur Realität. Manche Magazine sehen so aus als wären sie für erfolgreiche Berufs- Fotografen geschrieben. Das hat sicher seinen Platz und ist auch wichtig. Doch ich würde mal behaupten, dass die meisten Foto-Enthusiasten Hobbyfotografen, Einsteiger und sonstige Sympathisanten sind, die nicht mit einer Hasselblad fotografieren und kein Fotostudio mit fettester Blitzanlage haben. Wo wird auf diese eingegangen? Nein, ich meine nicht das kurze Abhandeln von sogenannten “Kummerkästen”, an die man eine Email schreiben kann, wenn man mal eine Frage hat.

Ich meine doppelseitige Artikel über die Faszination Fotografie, das Handwerk und beispielsweise über die Lust an der Bildkomposition. Am Fotografieren von Kleinigkeiten im Alltag und den Fragen, die sich der Hobbyofotgraf jenseits aller Technik stellt. Dass die Fotografie nicht (aussschließlich) auf die Technik zu reduzieren und gewissermaßen eine Kunstform mit vielen Ecken und Kanten ist – das wünsche ich mir in Fotomagazinen.

Ja, Technik ist gut, wichtig und ein nicht wegzudenkender Teil der Fotografie (auch hier auf kwerfeldein.de). Aber Technik ist nicht alles.

Als letzten Punkt möchte ich Magazine erwähnen, die für 2,50 € wohl eher in die Kategorie sex sells passen und mir schon mit dem Titelblatt eine nackte leicht bekleidete Frau in Leder auf der Harley präsentieren. Nicht selten laufen solche Heftchen auch unter “Foto&Video” und spätestens da frage ich mich, ob ich im richtigen “Film” bin und ob diese Marketingstrategie (also die mit den nackigen Frauen) immer noch zieht. Auf mich wirkt das eher wie Bildzeitung und dem damit sinkenden Schiff Niveau. In vielen Fällen bezieht sich das auch auf den Inhalt solcher Blätter. Schade.

Ich habe diesen Artikel nicht geschrieben, weil ich mich als ein “besserer Journalist” sehe – keineswegs. Ich bin auch nicht auf Kriegsfuß mit Fotozeitschriften – im Gegenteil. Gerade weil mir Zeitschriften immer noch wichtig sind, habe ich meinem Frust Ausdruck verliehen. Ignorance is the killer, not critique.

Warum ich keine Fotozeitschriften lese

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98 Kommentare

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  1. Oh wie Du mir aus der Seele “schreibst”. Genau so gehts mir auch immer.
    Man geht rein, sieht dann diese Magazine mit reißerischen Titeln, Testberichten (Und ja, die entsprechenden Modelle werden auch durch Anzeigen beworben) etc.
    Nein, ich will das nicht. Testberichte, Usermeinungen all das gibt es online, da brauch ich keine Zeitschrift dazu.
    Was fehlt sind Interviews mit Fotografen, HowTo’s, Tipps und Tricks, all das vermiss ich und find es aber im Internet!

    Vielleicht trifft ja mal jemand den Zahn der Zeit… Wer weiß! Dann kauf ich mir das Magazin auch!
    Erinnert mich an das Ende meines C’t Abos. Ich war auf Mac umgestiegen und die Artikel waren a) nicht mehr so wir früher und b) hat mich einfach ein Großteil der Artikel nicht mehr betroffen, da Win only. Und nach einer Mac Zeitung mit der Qualität der C’t (Oder eben auch Fotozeitungen) suche ich bis heute vergeblich!

  2. Hundertprozent, Martin, Hundertprozent.

    Ich sage nur soviel: Die einzige “Foto-Zeitschrift”, die ich regelmäßig lese, ist… Geo! Da geht es nicht um Werbung, äh, ich meine, Testberichte zu Sachen die ich weder brauche noch haben will (jeden Monat neue SLR-Tests obwohl mir meine alte 400D immer noch reicht), sondern man bekommt zu den Fotos interessante Berichte präsentiert.

    Mag sich blöd anhören, aber mich soll eine Fotozeitschrift durch gute Fotos inspirieren, selber mehr und neue Fotos zu machen.

    PS: Ich hatte mal so eine Zeitschrift gefunden. Nennt sich NaturFoto und war ziemlich überzeugend nach den Kriterien. Leider gibt es die nur wirklich selten in den Läden wo ich kaufe und zudem ist es noch ziemlich oldskool gemacht und digitale Fotografie geschweige denn soziale Aspekte kamen dabei nicht rüber. Sie hatten nichtmal ne Webseite. Aber die Fotos waren echt gut.

  3. Volle Unterstützung. CT habe ich auch gekündigt. Ist eigentlich eine schmach für den deutschen Fachjournalismus. Blogs und “untrainierte” machen professionell ausgebildeten Journalisten Konkurrenz. Vielleicht liegt es auch daran, dass Journalisten für Geld schreiben und nicht nur aus persönlicher Motivation (wie die meisten Blogger).

    Ich bin jetzt mal provozierend uns sage: Journalisten arbeiten für Geld und Blogger (und ähnliche Lebewesen) für die Sache!

    Und selbst in technischen Belangen sind Blogs und die 2.0 Community mindestens auf dem gleichen Level wie die sgnt. Test-Magazine…

  4. Das hast Du aber gut geschrieben. Und bei einer großen Menge der angebotenen Fotozeitschriften gebe ich Dir recht. Trotzdem habe ich zwei Zeitschriften sogar aboniert. Nicht jede Ausgabe trifft meinen Geschmack – aber das liegt weniger an den Zeitschriften selbst, sondern vielmehr an meinen Fotointeressen. Die ganzen Bild-Zeitungs-like-Ausgaben mag ich auch nicht lesen. Oft geht es hier zuviel um neue Technik, neue Benchmarks, neue Testberichte und weniger um das Fotografieren selbst, neue Sichtweisen, kreative Highlights.
    Na vielleicht hast Du ja Glück – kwerfeldein ist ja nicht unbekannt – und die Redakteure nehmen sich der Kritik mal an.
    LG
    Maik

  5. Genau so ging es mir mit der c’t special “Digitale Fotografie” welche ich zum Glück nicht selber gekauft habe – selten so eine schlechte Zeitschrift gelesen. Das kommt meiner Meinung auch daher, dass oft Computerfachleute über Fotografie schreiben. Nicht selten wird dann vorwiegend über die Technik geschrieben. Ein guter Computerexperte ist nicht per se ein guter Fotograf und umgekehrt. Das sind nun einmal zwei paar verschiedene Schuhe – auch wenn sie irgendwie gemeinsame Berührungspunkte haben. Solche Artikel hinterlassen einen schalen Geschmack, denn mit ihnen wird man der Fotografie nicht gerecht. Fotografie ist eben mehr als nur Technik.

  6. Mir sind die Dinger alle zu sehr technik-orientiert, und vor allem hab ich noch kein Fotomagazin gesehen, daß Style hat.

    Das stört mich eigentlich noch am meisten. Die Dinger sehen alle aus wie die CT oder irgendwelche anderen geschmacklosen PC-Magazine, und sprechen mich deswegen nicht an. Vom Inhalt ganz zu Schweigen. Bin halt ein visuell orientierter Mensch, und wenn mich so eine Zeitschrift optisch nicht anspricht, dann hab ich schon gar keine Lust mehr zu lesen.

    Das gilt im Übrigen auch für Blogs über Fotografie

  7. Ja so ist das leider. Du sprichst auch mir aus der Seele. Ich bin schon ewig ein Zeitschriften-Narr und freu mich immer wenn ich mal etwas hochwertiges erwische. Im Fotografiebereich ist mir leider auch noch nichts brauchbares untergekommen. Das einzige was ich abonniert habe ist die Brandeins, da geht es allerdings um Wirtschaft. (Ab und zu haben die ganz nette Portraitaufnahmen drin ^^)

  8. Wie richtig! Geht mir auch jedes Mal so… Ich bin zwar noch nicht allzu lange bei der Fotografie, aber ich habe mir schon des öfteren vorgenommen, in den nächsten Presseshop zu gehen und mir eine Fachzeitschrift zuzulegen – und jedes Mal gehe ich mit leeren Händen nach Hause.
    Gerade jetzt, wo die (digitale) Fotografie populärer ist als je zuvor, sollte man doch eigentlich annehmen, auf dem Zeitschriftenmarkt gut versorgt zu sein. Jede Sparte ist super versorgt, seien es Computer(spiele)zeitschriften, Musikzeitschriften, Gärtnerzeitschriften, Ab18-Zeitschriften,… Nur die Fotografie steckt ohne Highlights im hintersten Regel unten in der Ecke. Sehr schade!

    PS.: Ich halte cih in Bezug Neuigkeiten in der Szene definitiv für einen guten Journalisten, schließlich versorgst du uns ständig mit schicken neuen Sachen, auch wenn du die nur verlinkst ;)

  9. offensichtlich geht es uns Allen gleich, wenn es um Fotozeitschriften geht.

    Ich würde ja gerne ein kaufen, aber immer wenn ich es versuche wird mir der Kaufgedanke von den Magazinen selbst wieder ausgetrieben.

    Ich will über Fotografie lesen und nicht ständig Testberichte von Kameras oder Zubehör lesen.

    Aber so bleibt alles wie es ist, es wird keine Fotozeitschrift den Weg in meine Tasche finden.

  10. Ich bekomme jeden monat die DigitalPHOTO. Aber nicht weil ich sie gern lese sondern weil ich nen jahresabo gewonnen habe, bei einem Wettbewerb. Wenn die Zeitung kommt verfahre ich so wie du, blättern und nach 10 minuten genervt in die Ecke flanken.
    Es ist einfach der Fakt das das Internet einen, täglich und immerdann wenn man etwas sucht, mit den entsprechenden oft aktuellen Infos versorgt. Ich will nicht 50 Reviews von der D3X lesen, zu mal Tests in solchen Zeitungen sehr oberflächlich sind.
    Ich lese lieber wie jemand das neuste Kameramodel in der Praxis getestet hat und Bilder zeigt, als mich mit irgendwelchen wenig sagenden Laborwerten zu beschäftigen.

  11. Mir geht es genauso- ich fotografiere “ernsthaft” seit ein paar Jahren und habe in dieser Zeit genau 2 Zeitschriften gekauft. Aber nur weil etwas über Bildbearbeitung drin stand, was mich interessiert hat. Ich finde es wirklich traurig, dass alle auf ihren alten Gäulen sitzen bleiben und nicht in der Lage sind, mal umzusatteln. Meine Hoffnung lag nun auf dem neuen Magazin der FC, aber das hat mich beim ersten Blick auch nicht überzeugt und blieb im Regal liegen.
    Da ich selbst als Herausgeberin eines Magazins im Kreativen Bereich arbeite, weiß ich dass es alles andere als einfach ist, eine Nische zu finden und diese dauerhaft zu bedienen. Aber es ist auch nicht unmöglich- und das sage ich, weil ich es selbst erfahren habe. Es braucht nicht immer einen großen Verlag, eine ausgeklügelte Werbestrategie die Millionen kostet. Es geht auch anders, man muss nur jemanden finden der sich traut ;o)
    Also hoffe ich weiterhin, dass es uns mal jemand zeigt, dass es doch geht- ein Magazin für Fotografen, dass diese dann auch lesen wollen.

  12. Den Magazinen sind halt die Anzeigenerlöse weggebrochen, jetzt zahlen (die meisten) keine Autorenhonorare mehr und für die Bildstrecken sowieso nicht. Also gibt es keine interessanten Artikel, sondern nur PR-Info und das, was der BFF oder irgendein anderer Verein gerade als Presse-Material rumschickt. Will man nicht sehen, kennt man schon aus dem Internet.
    Ich habe mehr als 10 Jahre Fotozeitschriften gemacht und für viele geschrieben. Hier sind ja von Martin nur unspezifische Klagen zu lesen. Ich würde gerne mal hören, wie die ideale Print-Fotozeitschrift heute aussehen sollte. Im Moment schreibe ich nur noch für den Fine Art Printer, da gibt es immerhin substanzielle Beiträge und keine PR-Artikel. Und bin froh, mit Fotofeinkost wieder ein Magazin zu haben, online. Wenn ich schon kein Honorar bekomme, dann wenigstens für meine eigene Seite.
    Ach ja: Noch ein Top-Knaller zum Schluss: Habe vor ein paar Tagen die digitale Version der einzigen für mich interessanten Fotozeitschrift abonniert, PDN – weil der Versand aus USA immer so lange dauert und sauteuer ist. Ich dachte natürlich, jetzt könne ich auch deren Artikel im Online-Portal lesen, die nur für Abonnenten freigegeben sind. Das Einloggen schlug fehlt. Nun wurde mir vom Service mitgeteilt, dass ich zwar genauso viel bezahle wie die Abonnenten der US-Print-Ausgabe, aber der Online-Zugang nur für die Bezieher der Print-Ausgabe ist! Ja, geht’s noch? Fotozeitschriften und Internet!

  13. Der Artikel spricht mir echt aus der Seele!
    Ich lese ab und an (vielleicht alle 4 oder 5 monate) mal die Photographie, weil da neben dem Technikkram auch mal interessante Stories drin sind. Aber eben auch nicht immer…
    Mich interessieren aber generell die Hintergründe, die Menschen, die Fotografen etc. Ob da nun ne D90 oder ne 5D verwendet wurde für ein Bild…naja.
    Alles andere hat mir bisher nicht zugesagt an Zeitschriften. Ganz übel sind echt diese Billigdinger mit den nackten Frauen. Glaube “Fotomagazin” ist da ganz weit vorne dabei. Hab ich mir einmal gekauft aber das wars dann…

    Das ist übrigens sehr schade, weil ich prinzipiell ein gedrucktes Heft dem Internet vorziehe. Es gibt nichts cooleres als ne Tasse Kaffee und ein interessantes Magazin :)

    Kann vielleicht jemand gute Sachen empfehlen, die eher bisschen Hintergründe liefern? Wenig Technik, eher Fotografenportraits, Stories zu Bildern etc. etc.?

  14. Was ich besonders schlimm finde, sind die Preise der Fachzeitschriften. im Bereich der Fotografie liegt der zwischen 1,50 und ca 10€ wenn man jedoch etwas über Photoshop oder Bildearbeitung lernen möchte, fangen die Zeitschriften bei 9€ erst an. finde ich um ehrlich zu sein unverständlich. darum werde ich weiterhin auf Blogs oder die Videosuche in Youtube und und und zurückgreifen – von mir gibbet kein geld mehr!

    lg

  15. Ich muss mal wieder in eine gut sortierte Bahnhofsbuchhandlung um das zu überprüfen. Vielleicht gibt es doch was nettes. DIN A3 Format wäre schön, mit Fotos aus allen Bereichen und gerne auch mit guten Reportagen.

    Mare soll sehr gut sein und kann man auch offline kaufen.
    http://www.mare.de/

  16. Mir geht es nicht so!

    Ich lese Magazine ich regelmäßig. 1.) Sie sind deutlich zu teuer. 2.) Es gibt inhaltlich doch recht viele Wiederholungen. Aber zwei Schriften lese ich dann doch gerne: Fotomagazin und die c’t Foto (also diese Sonderausgaben) Mal so als Beispiel: Im Fotomagazin gibt es, wenn auch kurze, Interviews mit Fotografen, die sich eigentlich immer über das Fotografieren und die Leidenschaft mit diesem Handwerk verbunden ist drehen. Im c’t Magazin gab es in der aktuellen Ausgabe super Tipps für Portraitaufnahmen mit minimalsten Mitteln.

    Was ich jedoch bei solchen Schriften überhaupt nicht haben kann, sind Tests von Kameras. Am besten noch mit nicht vergleichbaren Objektiven… wie auch immer, Zeitschriften komplett zu verteufeln oder schlecht zu finden ist nicht fair. Außerdem möchte ich zu Bedenken geben, dass sich die Branche im Umbruch befindet. In ein oder zwei Jahren gibt es vielleicht bessere Fotozeitschrifen!

    PS: Martin: Sex sells … immer noch!

  17. Ich blättere auch sehr oft, kaufen tue ich eigentlich nie. Meist sind von den X “Geschichten” pro Zeitschrift 2 oder drei interessant, die kann man sich vor ort durchlesen, oder im Web nach dem “Inhalt” forschen. Printmedien haben imho das problem, dass sie es nur schaffen einen Typen anzusprechen. Nicht jeder, der schon richtig gut fotografiert, beherrscht PS oder LR aus dem ff, andere langweilen sich bei “Wie erstelle ich eine Ebenenmaske” suchen aber Tipps nach der perfekten Bildgestaltung. Da sind die Online-Medien einfach flexibler. Einige Zeitschriften habens auch shcon verstanden, und versuchen im Web Benutzer zu greifen (ja auch mit Bezahl-Inhalten) und viele nutzen das sogar.

    Mich wird trotzdem nichts davon abhalten, regelmäßig im Zeitschriftenladen durchzublättern, vielleicht gibt es ja mal eine Ausgabe die sich dann auch lohnt zu kaufen.

  18. Da muss ich wiedersprechen!

    Als ich vor einem Jahr meine D200 gebraucht von einem Bekannten gekauft habe, war dieser so nett und hat mir ein Jahresabo einer Fotozeitung geschenkt.
    Für den Einstieg war das Klasse und ich habe viel aus den Zeitschriften gelernt. Grade für die Vermittlung der Grundlagen eignen sich solche Magazine. Was mir auch immer gut gefallen hat waren Beiträge in denn auf die besonderen Fotomöglichkeiten der jeweiligen Jahreszeiten hingewiesen haben oder die einzelnen Genres erklärt haben.
    In der ersten Zeit ging es mir wie Martin früher mit den Musik-Magazinen. Ich habe mich riesig über die nächste Ausgabe gefreut.
    Mit der Zeit hatte ich leider immer weniger das Gefühl etwas zu lernen. Viel mehr wurden die gleichen Tips nur in neuen Artikeln ‘recycled’.

    Vor allem waren mir die Artikel schnell nicht mehr detailiet genug.

    Im nachhinein würde ich sagen dass ich die Magazine mit missen möchte, aber sie haben sich einfach nicht mit mir mit entwickelt.(Und grade das schätze ich an diesem Blog, den zum glück relativ früh entdeckt habe. die beiträge entwickeln sich mit den fähigkeiten der leser)

    Ich denke Magazine stecken in dem Dielema möglichst viele verschiedene Dinge in einem Heft zu vereinen, grade Tests und Tips. Denn wer mit seiner Kamera zufrieden ist überschlägt gleich alle Tests und ärgert sich noch darüber dafür Geld ausgegeben zu haben.

    Als Inspiration für die wochenendliche Fototour finde ich Magazine aber immer noch toll, nur da reicht meist auch ein flüchtiges durchblättern im Laden.

    Die 50€ für ein Jahresabo gebe ich in zwischen lieber für ein gutes Fotobuch aus. (oder vielleicht ja bald eine DVD, aber nur wenn sie wirklich so gut ist)

    Gruß Arne

  19. Sich über (Foto)Zeitschriften beklagen – warum? Was erwartet ihr eigentlich von der erweiterten Werbung?

    @Christian:
    “Ich bin jetzt mal provozierend uns sage: Journalisten arbeiten für Geld und Blogger (und ähnliche Lebewesen) für die Sache!”

    Haha, das ist lange nicht mehr so ;-)

    @Dr. Mettner:
    Cooles Blog, einer der Wenigen, die ich regelmässig lese.

  20. Ich habe die Photographie im Abo und finde sie auch ganz gut. Besonders mag ich dort die Artikel und Interviews über Fotografen und deren Arbeiten. Ich muss Martin aber Recht geben das es jede Menge Schund auf dem Markt gibt.

    Alex

  21. Sowohl die “Photographie” als auch die “Schwarzweiß” sowie die “NaturFoto” stechen m.M. aus dem sonstigen Brei doch sehr hervor. Schlimm sind die Kandidaten a la “D3x gegen D5 MII” oder ähnlich – gemein sind Titel wie “die besten 10 Tipps für Landschaftsaufnahmen” oder “So werden ihre Fotos besser” – bin paar mal drauf reingefallen, heute weiß ich, dass in solchen Blättern kein wirklich verwertbarer Inhalt zu finden ist.
    Auf der anderen Seite: es muss schwer sein, jeden Monat nur Top-Beiträge zu produzieren..ohne das sich die Themen allzu schnell wiederholen. Hier schaufeln sich die Magazine ihr eigenes Grab.
    Hab übrigens noch nie die Webseite einer solchen Zeitschrift aufgerufen oder mich in deren Communities eingeklinkt – interessiert mich gar nicht, dafür will ich aber ausgefeilte Artikel auf Hochglanzpapier in der Hand haben und bequem auf dem Sofa flezend das lesen. Online brauche ich da nix vom Verlag…im Internet gibts eh schon endlos Zeuch dazu! Von daher emfinde ich die von Dir angesprochene “Ignoranz gegenüber Veränderungen” sogar sehr angenehm und gar nicht tragisch!
    Grüße Blue

  22. Also mir ist neulich die Leica Film International in die Hände gefallen und die fand ich sehr gut. Sicher, was Technik angeht sehr Leica bezogen, aber ich fand die Stories sehr interessant.
    Wird auf jeden Fall wieder mal gekauft wenn ich an einem Laden vorbeikomme der sie führt.

  23. hin und wieder, vor einer langen Bahnfahrt oder so, überleg ich durchaus manchmal “Ich könnte ja vielleicht ein Fotomagazin…” und sobald ich vor diesen – geschätzt – 93 komplett austauschbaren Publikationen stehe, kann ich den aufkommenden Frust schon riechen und wende mich schnell ab :)

    Besonders die schon von blue erwähnten Tipps “So werden ihre Fotos besser”. Einfach mal das Handbuch der Kamera lesen, da steht meist das gleiche drin.

    Guter “Rant”, also. Und, yeah, “Metal Hammer”!

  24. Genau so geht’s mir auch, wenn ich vor einer längeren Bahnfahrt eine Fotozeitschrift kaufen will. Es fängt bei den ganzen Tests und Gadget-Vorstellungen an. Sorry, aber ich HABE eine Kamera, ich möchte nicht über 30 Seiten über neueste Trends und Tests informiert werden.

    Und dann die Fotobeiträge. Entweder sind es sehr allgemeine Themen (z.B. “Makro”) mit allgemeinen Tipps (“probier doch mal, Alltagsgegenstände zu fotografieren” + halbseitiges Foto von Münzen). Oder es ist so abgedreht, dass ich da eh keine Chance hab. “Fotografier doch mal… Karneval in Venedig”. Ehrlich irgendwo gelesen.

    Also, liebe Verlage: Ich gehöre zu derjenigen Zielgruppe, die nicht das Geld übrig hat, sich ständig neue Kameras zu kaufen oder teure Fotoreisen zu machen. Ich möchte einfach nur ein bissel Input haben. Vielleicht auch noch ein paar gute Nachbearbeitungstipps. Dann bin ich schon glücklich.

  25. Martin mir geht es wie Dir, man geht voller Erwartungen rein ins Kiosk und danach ein wenig depremiert heraus. X-Tests und teilweise fast die gleichen in X verschiedensten Magazinen.
    Früher war die ColorFoto (mit früher meine ich so vor 10 Jahren) wirklich klasse und Ihr Geld wert, aber die Zeit hat sich geändert. Jetzt lese ich als noch noch die NaturFoto
    da ich diese als verzweifelt im Kiosk gesucht habe, hat meien Frau mir ein Jahrsabo zu Weihnachten geschenkt und ich muss sagen die lese ich immer wieder gerne.
    Dort sind auch die Testberichte nicht asu dem Labor sondern ein Fotograf schnappt sich so ein Body und testet den
    hier mal den Link
    http://www.tecklenborg-verlag.de/product_info.php/info/p374_NaturFoto-7-2009.html
    Schönen Gruss
    Marco

  26. Das, was so allgemein als Fotozeitschriften in den Regalen steht, ist wohl vor allem Werbung und Eigenwerbung der Zeitschriften (“Kauf Mich!”). Insofern stimme ich Martin zu. Aber: Was sonst soll man erwarten. Ich denke es gibt wenig wirklich interessantes zu berichten, die neueste Technik ist eigentlich unwichtig für die Fotografie. Irgendwelche Tipps kommen niemals an selbst Erlerntes heran. Einzig gute Fotostrecken können die eigene Kreativität befördern, und die findet man eher in Reportagemagazinen, die leider ihren alten Stellenwert haben verloren haben. Insofern wäre mir ein “entgegen die Zeit gehen” sehr viel lieber als ein “mit der Zeit gehen”.
    Nebenbei: Ich kann die “Photonews – Zeitung für Fotografie” empfehlen. Die hat ihren Schwerpunkt auf professioneller und künstlerischer Fotografie, Technik wird nur ganz am Rande erwähnt, dafür gibt es interesante Hinweise auf Ausstellungen. Wenn man sich nicht nur auf seine eigene Fotografie beschränken möchte, sondern auch ganz allgemein daran interessiert ist, dann ist die Zeitung ihr Geld wert. Und mit circa drei Euro (bei geschätztem DIN A3 Format) auch nicht teuer. Ich freu mich zumindest jedesmal, wenn sie ins Haus flattert.

  27. Ohne alle Kommentare gelesen zu haben muß Ich Dir teilweise wiedersprechen. Ich habe z.B. die Profifoto abonniert, da ich damals dachte endlich mal ein Magazin gefunden zu haben, daß nicht mit Objektivtests oder Kameratests vollgestopft ist. Mich interessieren keine Farbtafelergebnisse und keine Verzerrungen an irgendwelchen Scherben. Der Inhalt dieser Zeitung ist mir aber manchmal zu abgehoben und ich verstehe nicht, was dort manchmal an Förderpreisen für Fotos vergeben wird, die eher nach einem Unfall aussehen (Sorry, aber das ist meine Meinung). Auf der anderen Seite kaufe ich öfter die Fotohits, jenes Magazin, daß Du für 2.50 oben betitelt hast. In dieser Zeitung sind oft mehr Dinge zu lernen als in manch anderem Magazin. In einem Punkt muß ich dir recht geben, daß ich nicht zum 100sten mal einen Artikel brauche, wie meine Urlaubsfotos besser werden.
    -Horst

  28. Hallo Martin,

    als erstes möchte ich Dir Danken für Deine tollen und aufschlussreichen Beiträge.
    Lese deinen Blog schon seit über drei Jahren und bin bis heute immer noch begeistert. Konnte mich bis heute nicht durchringen für einen Kommentar, weil meistens schon alles gesagt wird bevor ich abends hereinschneie.

    Diesen Beitrag über die Zeitschriften kann ich nur bestätigen.
    Es ist wirklich schwierig eine passende Zeitschrift zu finden, die nicht nur Techniklastig ist, sondern sich mit der Fotografie, den Fotografen und tollen Geschichten beschäftigt.

    Habe schon etliche ausprobiert, angefangen von JPG Magazine (USA), Digital SLR (GB), ReFoto (Serbien), FOTOmag (Kroatien) und natürlich jede Menge deutscher Zeitschriften (Chip Foto/Video, Colorfoto, fotoMagazin, FOTO HITS, …)
    und doch ende ich immer wieder bei der Photographie, GEO, Leica Film International, fotoforum, National Geographic und der schon erwähnten mare. Blättere sie im Laden durch und kaufe sie dann auch meistens wenn interessante Artikel für mich drin sind. Diese Zeitschriften bieten meiner Ansicht nach eine ziemlich gute Mixtur aus faszinierenden Bilder, guten Interviews und tollen Geschichten.

    Was ich vielleicht noch empfehlen könnte wäre das TUSH magazine. Es konzentriert sich auf Fashion, Design und Lifestyle. Es beinhaltet ebenfalls klasse und inspirierende Bilder.

    Grüße Sascha

  29. Ich weiss auch nicht wer den Quatsch noch liest.

    Doch! Die Leute die auch in Internet-Foren rumhängen und sich über ISO-Werte, Rauschen, Dynamic Range und Megapixel unterhalten.

    Für dieses Publikum sind 90% der Zeitschriften, die momentan angeboten werden, eine gute Ergänzung.

    Schnell konsumieren. Bloss keine Zeit damit verschwenden über Dinge etwas genauer nachzudenken.

    ZACK! Das nächste Bild!
    ZACK! Die nächste Kamera!
    ZACK! Die nächste Zeitschrift!

    Naja, bei der ersten “Kodak” war es damals auch nicht anders.
    Aber wir haben immer noch die Wahl. Also ruhig bleiben und schöne Fotos machen ;-)

    Ich lese oder gucke an:

    – Photonews
    – GEO
    – National Geographic

    Mehr braucht man nicht ;-)

    Gruß und Lob an kwerfeldein.de
    Oliver

  30. Eine Fotozeitschrift besteht aus: Titelbild, Reklame, Fotogossip, Reklame, Testberichte, Reklame, Anfängertipps, Reklame, Fotowettbewerb, Reklame, Kleinanzeigen, Reklame, Biete/Suche, Reklame, Impressum, Reklame.

    Noch dazu wirbt die meiste Reklame für Kameras, die man nicht braucht, weil man bereits einen Fotoapparat hat, mit Superlativen, die auf jedes aktuelle Digitalkameramodell passen und fünf Jahre später zum Lachen reizen.

    Also wenn schon Fotozeitschriften, dann Zeitschriften, die noch immer größtenteils aus Fotostrecken bestehen. Vogue, BMX- und Skateboardmags, GEO, usw. kaufen.

    Aber eigentlich braucht’s auch das nicht, denn Flickr, Pixdaus, Ffffound, diverse PDF-Magazine usw. liefern massig Praxisbeispiele, während man sich auf Fotoblogs mit Tricks und Tipps – egal, ob zeitgenössisch oder zeitlos – eindecken kann.

    Und alles ist spart Geld, ist suchmaschinell aufbereitet, und beansprucht wesentlich weniger Platz Platz in der Wohnung als verstaubende Jahrgänge voll mit Canon-vs.-Nikon-Schaukämpfen.

  31. Als Enthusiast habe ich nach langer Suche doch ein Magazin gefunden, der meinen Vorstellungen entspricht: interessante Techniken, praktische Studien aber auch inspirierende Einblicke in die Profiwelt bietet Digital Camera Magazine an.

    Diese ergänze ich mit den Online Artikeln über ansprechende Themen und inspirierenden Werke von talentierten Amateuren.

    Die besten technischen Reviews gibt’s bei Camera Labs.

    Was sonst braucht ein Enthusiast ???

  32. So wie ich das hier lese hat eigentlich die Mehrheit mit Zeitungen (betreffend Fotografie) nicht viel am Hut (wer kauft die Dinger dann nun wirklich?)… und Martin ich stimme dir auch zu.

    Ich versuche es doch ab und an wiedermal eine Zeitschrift zu kaufen und lege sie alle wieder zur Seite und die Gründe sind eigentlich fast in allen Komentaren schon genannt worden.
    In den meisten Magazinen geht es sowieso nur mehr um das Equipment und was nicht alles Verglichen werden kann.

    Im Grunde sind die meisten Zeitschriften eine einzig große Werbepause – die man (ich zumindest) auch am Fernseher wegdrückt? :o)

    Dafür gehe ich jetzt immer öfter in Buchhandlungen – schaue mir Bücher über bestimmte Themen an und welches mir zusagt nehme ich mit und hier lerne ich wirklich etwas. Oder natürlich wie du ja jetzt selber die Erfahrung gemacht hast zB. DVD von Video2Brain oder Galileodesign – von denen ich mittlerweile doch einige zuhause habe.

    Bin übrigens schon gespannt auf dein Werk!
    Gruss Roland

  33. Die meisten Zeitschriften kann ich auch nicht leiden, allerdings stechen meiner Meinung aus der Masse hervor. Die Photographie, an die ich immer kostenlos komme,
    die Geo, die ich bei einem Freund lese, sobald er fertig ist,
    und die ProfiPhoto, die ich nur bei bedarf kaufe.
    Und dann betreiben wir so zu sagen Hefte Sharing, funktioniert super, wenn auch einer immer Flecken drauf macht.
    Ich hab auch nichts gegen einen oder zwei High-End Artikel, über Phase One Rückteile oder andere Weltraumforschungssachen. Ich will ja schliesslich wissen, was es so Tolles auf dem Markt gibt. Bei genannten, bekomme ich auf jeden Fall genug kreativen Input. Nur ich schraub halt die Ausführungen auf mein finanzielles Niveau (total Low-Budget) runter…

  34. Martin,

    auch von mir eine volle Zustimmung. Ich kenn das Phänomen, denn ich fliege relativ viel. Und auf Flughäfen habe ich meistens genug Zeit mich durch einen ganzen Haufen Fotozeitschriften (in diversen Sprachen) durchzuwühlen. 99% sind einfach nur stinklangweilig oder rein teschnisch. Kreativen Input gibts da leider selten. Ganz anders im Web: Here it happens!

    Stay tuned

    Henning

  35. Ohne viel Blabla: du sprichst mir aus der Seele. Wir haben ja persönlich schon über das Thema gesprochen und ich kenne deinen Standpunkt. Dickes Lob, kommt verständlich und sachlich rüber.

    Rock hard,
    M:)

  36. In Zeiten der Blogs können solche Magazine doch kaum mithalten ;-). Nee, im Ernst, ich finde es gibt Fotozeitschriften, die lesenswert sind und die ich auch gerne lese. So gesehen bin ich anderer Meinung.

    Liebe Grüße
    Julia

  37. Hallo Martin,

    mir geht es ebenso wie Dir. So oft schaue ich mir eine Fotozeitschrift am Kiosk an und finde so selten wirklich anspruchsvolle und interessante Artikel. Und manchmal kaufe ich auch eine Zeitschrift, um sie dann nach kurzen Durchblättern ins Altpapier zu werfen. Ich habe den Eindruck, dass diese Zeitschriften nur noch für Menschen gemacht werden, die kurz davor sind, sich eine neue Kamera oder ein neues Objektiv zu kaufen. Oder es werden absolute Anfänger angesprochen.

    Doch es gibt einen Lichtblick im Blätterwald: die Zeitung PhotoNews (http://www.photonews.de). Wenn es so etwas nun auch in Farbe gäbe mit anspruchsvollen Artikeln von Fotografen und ernsthaften Amateuren, mit Tiefgang, dann wären bestimmt viele, die der Fotografie verfallen sind, glücklich.

    Aber vielleicht ist das Konzept Zeitschrift auch hoffnungslos veraltet. Es lebe deinen Blog.

    Grüße aus Karlsruhe
    Frank

  38. Also ich habe folgende Zeitschriften abonniert. Fotomagazin, Colorfoto und und Digitalphoto. Eigentlich habe ich mir diese abonniert um immer zu wissen was läuft in technischer Hinsicht. Leider muss ich auch sagen, dass die Zeitschriften immer mehr mit Tests daher kommen. Und ich brauche bei Gott keine Kompaktkamera.

    Wenn ich eine Zeitschrift auf den Markt bringen würde, wäre mehr über das Leben der Fotografen, Making of und hochwertige Bilder drinnen…..

    aber das lässt sich wahrscheinlich nicht so verkaufen:-)
    Grüsse aus der Schweiz
    Peter

  39. Erstaunlich, wie dicht die meisten mit ihrer Meinung beieinander liegen.
    Ich bin bisher noch nicht auf die Idee gekommen, mir so eine Zeitschrift zu kaufen. Liegt auch an meinen Interessen, was Bilder angeht. Tests interessieren mich eigentlich gar nicht.

    Es bringt mir wesentlich mehr, wenn ich Bilder und deren Entstehung von unbekannten Fotografen im Netz finde, als den Standartkram aus Zeitschriften.

  40. Es ist leider wahr, dass die meisten Zeitschriften nicht wirklich interessante Beiträge liefern – zumindest in meinen Augen. Insofern kann ich Dir nur absolut beipflichten. Ich vermisse, wie auch Du, vor allem die faszinierenden Aspekte der Fotografie. In den Zeitschriften geht es meistens nur um Technik. Und während auch ich gerne lese, wieviele Zeilen das eine Objektiv darstellen kann und das andere eben nicht, und wie hoch die Verzeichnungen sind, so gucke ich mir solche Tests doch lieber im Internet an. Dort sind sie ausführlicher, und man kann sich oft auch gleich die RAW-Files zu den Tests herunterladen und sich ein eigenes Bild von der Sache machen.

    Ich würde mir viel lieber wünsche, dass viel mehr auf die Gestaltung und liebe zum Detail beim Fotografieren eingegangen wird! Aber darauf kann ich wohl noch lange warten…

  41. Auf die Mehrzahl der am Kiosk an der Ecke zu bekommenden Magazine über Fotografie treffen Deine Kritikpunkte genau zu. Jedoch gibt es in meinen Augen einige Ausnahmen, die größtenteils von meinen Vor-Kommentieren bereits genannt worden. Dazu zählen auf jeden Fall die Photographie (welche ich als einziges Magazin regelmäßig lese, da es wenig techniklastig ist), die Schwarzweiss und die Naturfoto.
    Alles andere liest sich in meinen Augen wie Werbeprospekte mit dem tausendsten Vergleich von Testbildern, die doch beim wirklichen Fotografieren sowieso niemanden interessieren.

  42. Hallo,
    manche zeitschriften sind so mies gemacht, das einem einfach die Lust vergeht in die Traffik zu gehen. Ich hab mir ein paar Ausgaben der CHIP-Foto gekauft, dies ganz nett. Aber wirklich berauschend auch nicht, viel zu ober flächlich. Letzte Woche ein magazin mit dem Thema Photoshop gekauft, das kam mir eher vor als hätte der Autor bei Adobe abschreiben dürfen.
    Alles in allem wiederholt sich jedes Jahr der Inhalt der Zeitschriften immer wieder. ich kenn dieses Problem aus diversen MTB-oder Radmagazinen.

  43. Hallo coolhead,
    ich kann Dich (auch wenn ich nicht ganz der Meinung bin) verstehen. Wegen der Wiederholung- das ist natürlich so. Aber wie könnte das vermieden werden? Das selbe Problem herrscht ja auch bei Blogs. Irgendwann kommt in Blog “x” ein Thema vor, dass zum Beispiel vor ein paar Monaten in Blog “y” ebenfalls behandelt wurde. Gut, würde man in den Artikeln nur von den eigenen Erfahrungen berichten, würden sich die Artikel eher unterscheiden, aber ansonsten?

    Grüße
    Julia

  44. Hallo,

    Ich bin voll und ganz deiner Meinung. Ich bekomme immer nur noch alle 3 Monate eine gute Zeitschrift in die Hände. Diese wird von den “Reprters sans frontières” (Reporter ohne Grenzen) herausgebracht. Die gibt es aber soweit ich weiss nicht für den deutschen Markt sondern eben nur in Ländern in denen man Französisch spricht. Da gibt es immer 100 Bilder eines seht bekannt Fotografen zu sehen. Als letzteres waren es die Werke von Don McCullin.

    Im deutschsprachigen Segment findet man leider immer seltener etwas Gutes. Aber trotzdem glaube ich dass dies nicht nur den deutschen Markt betrifft, sondern einfach den ganzen Zeitschriftenmarkt. Auch in anderen Bereichen wie der Fotografie. Leider muss man sagen.

    MfG
    Yann Koenig (aus Luxemburg)

  45. Blogartikel dazu: Zoomyboy

  46. Ich verstehe eure Kritik, doch sollte man überlegen warum es so ist.
    Die Zeitschriften fienanzieren sich nicht über den Kaufpreis, sondern durch Werbung.
    Werbung wird nur geschaltet wenn die Zeitschriften Produkte in einem gutem Licht darstellen, deshalb auch die Tests. Die schönen Bilder die ihr sehen wollt kosten viel Geld, nur wenige Profifotografen sind bereit kostenlos ihr Material in solch einer Zeitschrift zur verfügung zu stellen und vielleicht auch noch zu kommentieren.
    Wollt ihr eine Zeitschrift die 20€ kostet. Dann wäre es vielleicht möglich, doch das wären Ladenhüter.
    Wer Bilder sehen will sollte sich vielleich View oder Geo kaufen, wer mehr Hintergrund haben möchte sollte sich ProfiPhoto holen.
    Ich verstehe eure Kritik, doch die Verleger wollen Geld verdienen, das lässt sich aber nicht so wie ihr es euch vorstellt.

  47. Ich gestehe, ich bin Zweitverwerter von Fotozeitschriften. Mein Nachbar kauft sich jeden Monat 3 bis 4 Fotozeitschriften und in unregelmäßigen Abständen leihe ich mir die mal aus.

    Meistens bin ich ziemlich schnell mit den Magazinen durch, da mich die meisten Artikel garnicht so interessien, ist mir oft zu Technik lastig. Das hat mich die letzten Jahre schon in der Computertechnik gestört … größer, schneller, weiter

    Mich interessieren da eher Artikel über Fototechniken, wie kann ich was fotografisch umsetzen? Wie kann ich mein Auge schulen? Aber auch die Vorstellung von Fotografen und deren Portfolio finde ich immer sehr interessant. Mal einen Blick über den Tellerrand werfen und schauen was andere so machen.

    Und wenn ich mir dann noch die Preise der Maganzine ansehen 9,50 Euro für 80 bis 100 Seiten, wovon die hälfe Werbung ist und mich dann doch nur 1 oder 2 Artikel interessieren … da stimmt für mich das Preis-Leistungs-Verhältnis einfach nicht.

    Ich kaufe da doch lieber Bücher. Entweder reine Bildbände, aber auch gerade Bücher die das nötige Handwerkszeugs (Fototechnik, Fotorecht, Licht, Bildbearbeitung) vermitteln.

    LG Marco

  48. Ich habe eine Zeitschrift selbst abonniert, die ProfiFoto. Eine Zeitschrift für 2,50€, die Du in die Kategorie “sex sells” steckst (FotoHits), kaufe ich mir auch gelegentlich mal. Die zwofuffzich bringen mich nicht um.

    Ich bin nicht bereit, mehr Geld für “Fachzeitschriften” zu bezahlen, wenn die sowieso nur voll von Werbung sind und wo das mit dem Prädikat “Superspitzenmässigklasse” ver…beurteilte Objektiv in einer Doppelseite im Heft und einer Hochglanzanzeige auf der letzten Seite auch noch beworben wird.

    Auch, wenn ich viele Informationen inzwischen aus dem Web bekomme, mag ich das auf Papier gedruckte Wort auch und informiere mich über das eine oder andere darin. Ausserdem gibt es ja auch Situationen, zu denen man keinen Rechner mitnimmt… ;)

  49. Ich freue mich sehr, dass es anderen auch so ergeht! Mir gehts nämlich genauso. Immer wieder versuch ichs und immer wieder verlasse ich enttäuscht den Laden.

    Eine kleine Ausnahme kann ich allerdings empfehlen: das fotoforum. Gibt’s nur in wenigen Geschäften, dafür sind die berichte aber von Leuten geschrieben, die auch Fotografieren, die technischen Artikel halten sich in Grenzen und es gibt ne Menge praktische Sachen, mit denen auch Nicht-Profis was anfangen. Und: es gibt gute Bilder und interessante Fotografen.

  50. Ich steige mit ein und bin bei Dir: Diverse Mal versucht, eine Fotozeitschrift regelmäßig zu lesen, aber aufgrund chronischer Oberflächlichkeit, Eintönigkeit und immer wiederkehrender gleicher Artikel, habe ich’s dann aufgegeben. Es bildet so gar nicht das Verständnis von Fotografie wider, was ich erlebe, mag und auch viele andere sehen..
    Für den Beginn komprimiert Tips zu Grundlagen.. das kann eine Zeitschrift.. aber das kann das Internet auch.. :)

    M.

  51. Das kann ich voll unterschreiben. Ich selbst bin absoluter Anfänger der Fotografie und versuche so viel wie möglich zu lesen und zu lernen – allerdings bzgl. Bildkomposition, Einstellungen, Fehler etc.
    Ich habe auch mal nach Magazinen geschaut, aber die stellen ja alle nur Technik vor – neue Kameras, neues Zubehör, speziell auch im Kompakt (Consumer) Bereich. Was interessiert mich das? Ich hab mir gerade eine Kamera gekauft und will lernen, wie ich das Ding bestmöglich nutzen kann, wie ich bestmöglich Fotos damit schieße.
    Da muss man dann doch wieder zu Büchern und dem Netz greifen.
    Keine Interviews anderer Fotografen, mal High Class mal Amateur. Das macht wohl den Unterschied zur Metal-Hammer aus.

  52. Aus der Masse heraus stechen: “LFI” von Leica, “Forum Naturfotografie” der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen und meines Erachtens auch die “View”. Das reicht doch an guten Fotomagazinen. Mehr kann eh kein Mensch lesen ;-)

  53. Nochmal ich @meinen letzten Kommentar. Das ist garnichtmal so scherzhaft gemeint. Die Jungs vom http://www.webstandards-magazin.de/ habe auch so ein Projekt innerhalb eines Jahres aufgezogen. Das Webzwonullige-Design lässt zwar noch zu wünschen übrig, inhaltlich füllen Sie aber eine Marktlücke mit sehr fundierten Artikeln. Gut ich weiß, das is allein der Kosten wegen schon irre, aber ne Idee wert. ^^

  54. Volltreffer!!! Mir ergeht es jedes Mal genauso.

    Erst heute am Flughafen stand ich wieder davor und wollte eine Zeitschrift für den Flug kaufen. Nach 10 Minuten bin ich ohne Magazin wieder gegangen. 3 von 5 Zeitschriften behandeln zur Zeit Objektivtest, Warum gleich 3? Reicht nicht auch eine aus? Ich habe keine Lust 3 Zeitschriften zu kaufen nur weil ein Thema bei jedem einzelnen Magazin interessant klingt.

    Ich bin schon sehr entäuscht von den DEUTSCHEN Fotozeitschriften. Immer nur Werbung und irgendwelche sinnlosen Tests, die keiner nachvollziehen kann. Wer von Euch entziffert denn diese ganzen Testdiagramme? Also mir ist das zu Blöd.

    Eine in meinen Augen gute Zeitschrift ist die französische Résponses Photo. Darin findet man neben Buchvorstellungen(Was in deutschen Magazinen völlig untergeht)Fotografen Vorstellungen und eine Rubrik bei der Fotografen aller Erfahrungsstufen Ihre Arbeiten für Bildkritiken einreichen können.

    In diesem Sinne…

  55. Zeitschriften sind wie Fernsehen, im Endeffekt wollen sie auch nur Geld verdienen und nicht uns irgendetwas gutes tun. Ich stelle bei Zeitschriften immer nur wieder fest dass sie zum Zeitpunkt des Erscheinens nicht mehr aktuell sind aber auch der Internetauftritt derselbigen zu Wünschen übrig lässt. Die sogenannten Produkttests sind nichts anderes mehr als eine Werbeplattform und so mancher Artikel entpuppt sich nur als kopierter Pressetext.

  56. @Pietro (35)

    Stiiiimmmt! Die hab ich ja ganz vergessen!

    Von der hatte ich mal 2 Ausgaben in der Hand, die waren echt gut!

    Kann man die irgendwie auf einfachem Wege bekommen? Musste damals ein ziemliches Hin- und Hergemaile machen mit Kreditkarte etc…

  57. @bee (72)

    Digital Camera Magazine gibt es normalerweise in Flughäfen und großen Bahnhöfen, da UK Import.

    Die Workshops sind sehr interessant (obwohl mainstream), die Themen sind schon diverser Natur inkl. der Pro Welt, den technische Überblick bekommt man auch mit und die Werbung hält sich einigermaßen in Grenzen … was sich dann im Preis von über 10 EUR widerspiegelt.

    GEO finde ich schön, aber extrem bezogen auf ein einziges Thema (Reisephotographie) und zwar nur auf der PRO Ebene – sprich: mit der Ausstattung eines Enthusiasten (ohne f2.8 @300mm) kann man nicht so vieles nachmachen, die verwendete Bildbearbeitung bleibt ein Geheimnis.

    @Ronny (70) hat es richtig auf den Punkt gebracht, dass vor allem die DEUTSCHEN Fotomagazine nix nutzen. Aber auch die billigsten im Ausland sind nur voll von Werbung.

  58. Also ich lese seit zwei Jahren die oben auch schon mal genannte “PHOTOGRAPHIE”. Die hat auch ein oder zwei Testberichte, die ich meist überfliege, aber dann kommen auch zum großen Teil wirklich gute Fotostrecken u.v.m. Die eine Ausgabe im Monat lese/schaue ich in 1-2 Stunden und das wars. Aber die ein oder andere Idee oder Motivation bekomme ich schon. Dennoch: Die Infos aus der Zeitschrift sind weder von Menge noch Qualität mit dem großen Angebot im Internet vergleichbar, man denke auch an Videos etc.

    Hey, Martin: Mach Du doch mal eine Zeitschrift! Ich würde sie begeistert lesen! :-))))

  59. Hi Martin. Jetzt wo ich den Artikel gelesen habe, ist mir erstmal so richtig aufgefallen was du meinst. Ich habe jetzt seit über einem die Zeitschrift “Digital Photo” im Abo. Dort wird oft auf diese “fette” Technik eingegangen zum Beispiel Blitzanlagen usw. Aber ich finde es sehr interessant, wenn Workshops zur Bildbearbeitung und Ähnliches angeboten wird. Außerdem kommen auch oft Ausschnitte aus Fotografie Büchern aus dem Hause Galileo, das finde ich sehr gut. Der negative Punkt bei den meisten Zeitschriften ist eben der Preis. Wer gibt schon gern 8 Euro für eine Zeitung aus. Haben wir denn früher 15 DM für eine Zeitung bezahlt? Nein!!!

  60. hallo Martin,das was du meinst finde ich stimmt,aber ich empfehle dir das fotocommunity-heft zu lesen.Das finde ich super mit vielen fotos und intressant Beiträge.Es ist neu auf dem Markt und erscheind viertel jährlich.
    LG daniel

  61. Blogartikel dazu: Braucht man eine Fotozeitschrift? | Oberlehrer

  62. Blogartikel dazu: Braucht man eine Fotozeitschrift?

  63. Vor circa einem Jahr bin ich über eine Fotozeitschrift gestoßen die sich in meinen Augen wirklich positiv von den anderen Abgehoben hat. Die Zeitschrift nennt sich “Spiegelrefelx Digital” und beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, ausschließlich mit der Fotografie mit Spiegelreflexkameras. Eine komplett eigene Webseite hat das Magazin nicht, aber man arbeitet wohl der eng mit digitalkamera.de zusammen.
    Was mir an der Zeitschrift sehr gut gefällt ist, dass jede Ausgabe mehr oder weniger komplett nur einem Thema gewidmet ist und sich beispielsweise Test von Objektiven, Reportagen und Interviews mit Fotographen dann auf eben dieses Thema beziehen. Auch gibt es zu den entsprechenden Themen dann entsprechende “Howtos” auf was man beispielsweise bei Makrofotografie, Reisefotografie, Landschaftfotografie, etc. achten sollte und wie man die Sache am besten an geht. Dazu gibts dann auch immer sehr schöne Fotos die Teilweise halbe Seiten füllen.
    Da die Zeitschrift nur drei bis viel Mal im Jahr erscheint steht die Redaktion auch nicht unter alzugroßem Zeitdruck “jetzt ganz schnell für die nächste Ausgabe” noch irgendetwas fertig zu machen und ich finde das merkt man auch an der Qualität der Artikel. Und für 5 Euro pro Ausgabe kann man da definitiv auch nicht meckern. Vom Cover sollte man sich nicht abschrecken lassen, die Wahl der Farben ist, ich nenns mal vorsichtig teilweise Geschmackssache, aber der Inhalt ist wirklich gut.

  64. FOTO-Zeitschriften kaufen ich mir schon lange nicht mehr, das hab ich als “Anfänger” gemacht. Das Gros der FOTO-Zeitschriften ist mittlerweile viel zu techniklastig, viel zu viel Werbung und Blabla um irgendwelche Marken, von Kreativität kaum eine Spur!
    Techniktests bekomme ich aktueller und umfangreicher im Internet. Schöne Bilder auf 2, 3 Seiten und dafür fast 10 EUR hinblättern? Wofür? Schöne Bilder und Inspiration finde ich bei Flickr, Altphotos.com, mygall.net, fotostil.de – das sind meine Quellen, wenn ich schöne Fotos sehen will. Dafür brauche ich auch keine Zeitschrift mit nur einer Handvoll Bildern.

    Was ich da schon eher mal lese, aber auch nicht regelmäßig ist das “Advanced-Photoshop”-Magazin (http://www.advanced-photoshop.de), weil sich das wohltuend von all den anderen Photoshopzeitschriften abhebt. Entweder sind sie zu trivial mit Composingsspielereien wie bei DOCMA oder zu anfängerlastig wie das “creative photoshop” oder andere Photoshop-Heft-Ableger diverser Computerzeitschriften. Bei Advanced Photoshop hat man anspruchs- und niveauvolle Beiträge, Workshops etc., mit denen man wenigstens noch was anfangen kann und die noch nicht so ausgelutscht sind. Aber meist jedoch ziehe ich alle Infos und Tutorials & Co. aus dem Web – aktuell, schnell verfügbar und: kost nix. Geld gebe ich lieber für eine anständige Ausrüstung oder Präsentation aus als für Lesestoff.

  65. Mich stört gewaltig, dass die meisten Fotozeitungen sich weniger mit den Fotos und der Kunst beschäftigen sondern mit der Technik und neuen Modellen von Kameras und Objektiven. Weil das interessiert mich nicht … Ich will nur schöne Fotos sehen und Zeilen des Fotografen dazu lesen, was ihn bewegt hat das Foto zu machen oder die Geschichte dazu. Und eventuell noch kurz über die Vorgehensweise (je nach Kontext).
    Gruß

  66. Da ich das letzte Jahr in England verbracht habe, eine kurze Anmerkung: Dort sind die Photozeitschriften einige Schritte weiter. Sie unterhalten eigene Online-Communities mit zum Teil sehr gutem Feedback, stellen teilweise top Inhalte auch (oder exklusiv) online zur Verfügung und sind auch inhaltlich sehr gut. Allerdings – der Fairness halber – scheint mir der Markt für Photomagazine dort auch wesentlich größer: Von der schieren Bandbreite der Titel wurde ich dort anfangs förmlich erschlagen.

    Grüße,
    Thomas

  67. Blogartikel dazu: Männerfantasien, Frauen und Fotografie. | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel

  68. Blogartikel dazu: Was mich an Fotozeitschriften stört | Fotoholiker

  69. Blogartikel dazu: Forum Naturfotografie: Ein Fotomagazin, das mir (wirklich) gefällt | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel

  70. Ich habe gerade überlegt, wann ich meine letzte Fotozeitschrift gekauft habe. Es ist sehr lange her. Doch wenn es um gute Bilder geht, brauche ich an sich auch keine Fotozeitschrift. Ich habe als einzigste Zeitung den National Geographic abonniert und ich bin überwiegend richtig begeistert. In der letzten Ausgabe habe sie sogar ein Making Off gebracht, wie sie einen Redwood in den USA in seiner gesamten Höhe fotografiert habe. Das war Wahnsinn und die Technik genial aber simpel “Flaschenzug”.
    Doch nicht nur der NG bringt tolle Fotos. Ich lese als Frau gerne die Landlust und in der letzten Ausgabe waren richtig tolle Aufnahmen von Efeu-Arten enthalten, die ich in meiner Umgebung auch so fotografieren üben kann.
    Trotzdem schaue ich regelmäßig ins Fotozeitschriften Regal und blättere darin rum, auch wenn ich sie fast immer stehen lasse, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis für mich nicht stimmt. Schade, denn unser Kaufverhalten bestimmt ja auch, ob es in Zukunft überhaupt noch Zeitschriften geben wird. Und so lange wie sie mir keinen Mehrwert zum Internet liefern, wird es schwierig werden, mich zu überzeugen. Doch das ist nicht nur ein Problem der Fotozeitschriften, sondern fast aller Zeitungen und Zeitschriften…

  71. Hallo,
    eine gute Zeitschrift ist meiner Meinung nach DIGIT (erscheint 4x im Jahr). Ct finde ich nach wie vor als beste PC-Zeitschrift. Dazu NaturFotografie, Teckklenborg Verlag sowie FotoForum, Martin Breutmann Verlag.
    Gruß K.Janssen

  72. Blogartikel dazu: » Sind zeitgenössische Fotografiesachbücher irrelevant? Willshort: Das Willscheck.de-Weblog

  73. Blogartikel dazu: Die Zukunft der Fotografie: 10 Thesen | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel

  74. Hab hier ein Video gefunden, dass WEIT über den Tellerrand mit Zeitungen und damit auch Magazinen im Allgemeinen blickt.
    http://www.youtube.com/watch?v=M1ah44HNDMI
    Ob die Thesen richtig sind und eintreffen? Da mag man sich trefflich streiten. Aber die Argumente im Video sind stichhaltig. => Sehenswert!
    Ich selber habe keine Fotografie Zeitung abonniert – alles über die Jahre abbestellt. Ich komme ja nicht mal dazu, alle Dinge die mich (kostenlos) online erreichen und interessieren zu lesen…

  75. Hey,
    definitiv schreibst Du genau darüber, was ich ständig auf der Suche nach neuen Zeitschriften oder lesenswertem Stoff durchmache.

    Bücher selbst sind in der Füllte wie ich sie am liebsten anschaffen würde leider zu teuer (dazu sei gesagt, dass ich mich derzeit noch in der Findungsphase befinde, mich interessiert erstmal alles zum Thema Fotografie und wie ich meine noch nicht ausgereiften Fertigkeiten steigern kann, irgendwann werde ich mich wohl auf ein paar wenige, oder gar einen Bereich festlegen).
    Gute Zeitschriften gibt es in dem Bereich auch nicht.. alle Zeigen wie man schöne Farbige und scharfe Fotos schiest, wie man Blitzt etc. etc. doch eigentlich sagen sie viel und treffen doch kaum eine brauchbare Aussage.

    Die Suche nach einer solchen Zeitschift habe ich aufgegeben..

    PS: den Vergleich mit der MetalHammer finde ich übrigens sehr treffend :)) Aus der Zeit bin ich nämlich noch nicht herausgewachsen :)

    Liebe Grüße
    Chris

  76. Wie wahr, wie wahr.
    Ich interessiere mich zwar auch für die Technik, aber sehe nur Tests in den verschiedenen Rubriken. Wie gut ist aber eine Compakte im Vergleich zu einer SLK? Wenn ich dann noch sehe dass eine Compakte die Bestnote bekommt, weil sie soundsoviele MP hat, aber eine Anfangsbrennweite von 38 mm, wird mir schlecht.
    Jahr für Jahr die gleichen Berichte: im Juni geht’s um Reisefotografie, im September um Herbstlaub.
    Als Fotobearbeitungsprogramm kommt offensichtlich PS in Frage. Aber wer kann sich so ein teures Programm leisten. Da ich aus Prinzip keine geklaute Software auf meinen PC haben will, kann mit diesen Berichten nichts anfangen.
    Gern würde ich mir sporadisch eine Zeitschrift aufs iPad Laden, aber so lange die Qualität so schlecht bleibt, wühle ich lieber im Netz nach interessanten Beiträgen.

  77. Guter Artikel. Ich vermisse allerdings das wesentliche. Die kommerzielle Abhängigkeit. Wir können dem Fotomagazinen kein Vertrauen mehr entgegenbringen, weil sie abhängig sind uns nicht wirklich beraten sondern die Interessen ihrer Geldgeber vertreten.

  78. Ein klasse Artikel. Vielen Dank für Ihre Gedanken, die ich weitgehend teile. Besonders hinsichtlich der Zielrichtung der Fotozeitschriften oder -magazine, die ich ebenso wie Sie bloss durchblättere statt sie zu kaufen. Manchmal, irgendwo auf einem Flughafen oder einem Bahnhof.
    Die letzten Fachzeitschriften habe ich gekauft, als ich in den 1970er Jahren beim Lette-Verein in Berlin fotografieren gelernt habe.

    Und doch blättere ich auch heute gerne in Fotozeitschriften, allerdings in (für mich) besonderen, da sie im Laden nicht mehr erhältlich sind. Die müssen mindestens vierzig Jahre alt sein, dürfen aber gerne noch älter sein. Dort wird genau für die Leute geschrieben, die sie als die Hauptzielgruppe ausgemacht haben: die interessierten Amateure und Alltagsprofis. Die nicht für aufwändige Bildbände bei Taschen oder die nächste Ausstellung fotografieren.
    Menschen, für die Fotografie ein Hobby, eine kreative Kunst oder der alltägliche Broterwerb ist.

    An den Voraussetzungen der Fotografie hat sich im Prinzip seit 1910 nichts mehr geändert. Lediglich die Technik hat sich rasant weiterentwickelt. Und das Bewusstsein der Menschen, die fotografieren. Zwei Milliarden Bilder pro Jahr erscheinen derzeit im Internet. Es geht um das schnell verfügbare Bild. Jeder kann fotografieren, so scheint es jedenfalls.
    Und die Verlage reagieren darauf mit immer beliebigeren F(l)achzeitschriften. Ein Wunder, dass die überhaupt noch gekauft werden.
    Schöne Grüsse und ein schönes Wochenende.

  79. Ahm ja, die Kritik von Martin G. finde ich recht hmm ungenau formuliert. Umso konkreter sind die Kommentare… denen ich gut zustimmen kann. Fotozeitschriften versus Internet, analog gegen digital -dieser Kampf wird wohl noch länger dauern, glücklicherweise. Als ich vor einiger Zeit mal an so einem ahm Kiosk stand, auf der Suche nach einer bestimmten Fotozeitschrift, stellte ich überrascht fest, dass die dort keine einzige Fotozeitschrift hatten. Als ich fragte “warum nicht”, sagte mir die Dame: “Keine Fotozeitschriften, weil das ist zu speziell”. Ich konnte das eben gehörte kaum glauben… und noch viel weniger, als ich sah, dass in dem Regal eine ganze Reihe von diesen ab18 Porno Heftchen zu finden waren -aha, die sind also nicht zu speziell? Aber ich fand es erstaunlich dass diese Heftchen trotz riesiger Internet-Konkurrenz anscheinend weiterhin bestens verkauft werden. Ich denke, so wird es auch weiterhin mit Fotozeitschriften sein. Und dass obwohl z.B. die Testberichte nur noch zur reinen Werbung verkommen sind. (Ja, noch mehr als früher.)

    Ich persönlich kaufe keine Fotozeitschriften um etwas über’s Fotografieren zu lernen, sondern um unterhalten zu werden. (Ja, wirklich :) Gerne würde ich mehr über andere Fotografen lesen -aber nicht über Berufs / Profifotografen. (Besonders nichts über diese, die wieder mal mit ihrer fünftausend Euro Kamera im Dschungel von… und ich der Wüste von… unterwegs waren. Ich will lieber Lesen und Fotos sehen von Leuten die in ihrer Freizeit mit ihrer Kamera in der Stadt unterwegs waren!… oder so.

    Zu denken gab es mir, als ich vor einiger Zeit beim Lesen der Fotozeitschriften bemerkte: “Hey, die Leserberichte (inkl. Antworten :) sind das Interessanteste der ganzen Zeitschrift.”
    Von sowas würde ich gerne mehr lesen. AlltagsFOTOfragen (und FOTOProbleme) von normalen ;) Mitbürgern, dazu eine gute Antwort, und alles auf den Punkt gebracht. Sowas ist mir lieber als wieder mal ein gut bezahlter Fotograf der im Auftrag dieser oder jener Agentur oder weil er wieder mal ein Buch verkaufen will, durch die Welt reist. (Ja, solche persönliche Sachen ähnlich wie Leserbriefe findet man auch in InternetForen, aber da gibt es teilweise 20 seitige Threads die man durchlesen muss, auf der Suche nach der Antwort (manchmal unbefriedigend)… Und in Internet FotoForen ist mir zuviel naja zuviel Ego auf einem Haufen! ;)

    Es stimmt: Es gibt in den Zeitschriften nichts, dass man nicht auch im Internet finden würde. Dennoch kaufe ich noch manchmal ne Zeitschrift, aber 8 Euro wäre da schon meine finanzielle Schmerzgrenze… Erst recht wenn ich bedenke, dass ich das selbe Zeug aus der Zeitschrift auch gratis im Internet suchen und finden könnte. In letzter Zeit kaufe ich tatsächlich fast nur noch eine Fotozeitschrift, wenn eine “gratis” BildbearbeitungsSoftware dabei ist, von der ich glaube, dass ich sie brauchen kann. Wenn es das nicht mehr geben würde, würde es mich aber gar nicht wundern, wenn auch ich irgendwann keine einzige Fotozeitschrift mehr kaufen und lesen würde! (Dafür dann lieber wieder mehr mit der Kamera raus, und Fotos machen!)

    Gut Licht! :-)