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24. Juni 2009 Lesezeit: ~2 Minuten

Marc Adamus: Ein beeindruckender Fotograf

Heute möchte ich Euch den Landschaftsfotografen Marc Adamus vorstellen. Er war einer der ersten Fotografen, die mich inspiriert, gepusht und motiviert haben, die Natur zu fotografieren. Auch heute – wenn ich nach langer Zeit wieder sein Portfolio betrachte – überkommt mich ein leiser Schauer. Denn ich habe großen Respekt vor den Werken dieses Fotografen.

Marc Adamus: Ein beeindruckender Landschaftsfotograf

Marc Adamus ist für meine Begriffe ein klassischer Landschaftsfotograf. Klassisch mag an dieser Stelle wie „durchschnittlich“ klingen, dem ich aber sofort wiedersprechen möchte. Denn Adamus reizt das, was er fotografiert bis zum Maximum aus. Und das ist etwas, was nur die wenigsten „klassischen“ Fotografen wirklich beherrschen.

Marc Adamus: Ein beeindruckender Landschaftsfotograf

Schon an diesen zwei Bildern können wir sehen, welches Auge für Farben, Bildkomposition, Zeitpunkt und Stimmung der Fotograf hat. Diese Bilder hat er nicht nebenher gemacht. Ich kann mir gut vorstellen, wieviele Fotos (und Misserfolge) Marc gemacht haben muss, um diese Bilder zu erhaschen.

Hier ein kleine Ausschnitt aus Adamus‘ Artist Statement:

„Even in the hands of a master, a camera alone will never capture Nature as we can observe it with all of our senses. My goal is to illustrate the rich experiences I have had in this multi- dimensional world as best as I can within the limits of this two-dimensional medium….I believe the most important quality of a photograph, as in all of art, is to evoke an emotional response.“

Und jetzt wünsche ich Euch viel Spass beim Betrachten des Porfolios von

Marc Adamus


Frage an Euch:
Gefallen Euch diese Fotos? Was genau gefällt Euch daran?
Oder sind die Bilder von Marc Adamus zu perfekt, sauber und deshalb unereichbar?

Marc Adamus: Ein beeindruckender Landschaftsfotograf

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33 Kommentare

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  1. Mir fällt’s bei derart ‚perfekten‘ Landschaftsaufnahmen immer schwer zu sagen: die gefallen mir.
    Dass hier ein Meister am Werk ist, steht außer Diskussion. Was mir aber als Betrachter, nicht mal als Fotograf, durch den Kopf geht, ist, dass ich dieses Bild nicht erleben kann.

    Ich kann es nicht nachempfinden, weil die Situation zu einzigartige und fast schon surreal ist. Ich persönlich schätze den ‚realen‘ Charakter an Bildern sehr udn mag es, wenn man in die gezeigte Situation hineindenken kann. Es miterlebt.
    Nichts desto trotz: Chapeau für Leistung.

  2. Stimme mit Katja voellig ueberein. Ich wuerde weiterhin sagen, dass die Bilder schon so nachbearbeitet sind, dass die bereits wie Gemaelde aussehen. Wir koennen halt staunen, was man alles aus Photoshop so rausholen kann. Lustig waere dann ein Vorher und Nacher Vergleich der Bilder.Mehr ist es dann aber eher nicht. Und das ist mehr ein Grafikdesinger Ding.
    Ich finds nicht gut. Hat mit Fotografie nicht mehr allzuviel zu tun.

  3. Die Bilder sind richtig gut, da brauch man ja fast kein Buch mehr, es sind ja bei Ihm genügend Beispiele zu sehen :-D.
    Man kann immer eine fürhende Linie, die Drittelregel finden oder der Fokus liegt auf der Mitte des Bildes.
    Die Farben sind aussergewöhlich. Entweder musse er zu den Bildern sehr sehr früh aufstehen ;-) oder eben viel EBV (was ich dann wieder schade fände).

  4. Oh Andreas, das ist aber eine sehr gewagte These!
    Fotografie hört nicht mit dem Klicken des Auslösers auf.
    Die beiden obenstehenden Fotografien sind wirklich sehr gut gelungen. Ein Vergleich mit den unbearbeiteten Originalen sagt überhaupt nichts über den Bezug zur Realität aus, da z.B. ein RAW so neutral wie möglich ist und ebenso absolut nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat. Mit Grafikdesign, wie du sagts, hat das wirklich nichts zu tun. Es gibt eben unterschiedliche Arten zu Fotografieren, für den einen muss das Bild schon in der Kamera endgültig sein, für einen anderen ist es normal so zu fotografieren, dass man in der Nachbearbeitung noch möglichst viele Optimierungsmöglichkeiten hat. Beides ist Fotografie.

  5. Für mich persönlich sind das absolut fantastische Fotos, die mich persönlich sehr geflasht haben.
    Klar ist bestimmt nicht jedermanns geschmack, aber die Bilder sind auch von der Aufteilung, Kompostion, Blickführung etc. handwerklich einfach nur top.

    Jetzt fängt auch wieder die übliche Diskussion bzgl. digitaler Nachbearbeitung an… Finde ich persönlich total müssig. Wir sind nun mal mittlerweile im digitalem Zeitalter, wo es solche Möglichkeiten gibt und die kann ja jeder auch nutzen. Außerdem bedeutet für mich Fotografie nicht nur Bilder zu schießen, sondern sie auch hinter (nach) zu bearbeiten. Das Gesamtpaket ist für mich der Faktor und nicht nur das „knipsen“. Auch in Zeiten der analogen Fotografie hat man ja nicht nur Foto gemacht und schwupps hing´s in der Wohnung. Nein, auch hier wieder wurden die Bilder in Dunkelkammern entwickelt und es gab auch dort einige Tricks und Kniffe, um die Bilder zu pimpen!

    Gruß

  6. Wie Andreas schon schrieb, bei derartig eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen würde mich immer ein vorher/nachher-Bild interessieren – also ein Original RAW aus der Kamera und dann die Endlösung nach der EBV. Ist meistens immer sehr ernüchternd.

    Nichts desto trotz sind seine Werke genial!

  7. Ich stimme Katja zu – mir fehlt auch die „Realität“ in diesen Bildern. Die meiste Freude beim Anschauen entdecke ich bei Bildern, welche meist überhaupt nicht perfekt sind, aber dafür den „magischen Moment“ einer Situation/Landschaft/Person eingefangen haben – out of cam :) Diesen Effekt hatte ich merkwürdigerweise im Analogzeitalter sogar öfter. Aber vielleicht liegt es auch an der Bilderflut heutzutage…

  8. @Alle: Ich denke: Jeder hat in gewisser Weise Recht. Ehrlich gesagt finde ich es gut, wenn Ihr hier u.a. reinschreibt, wenn Euch die Bilder überhaupt nicht ansprechen – oder eben doch. Ich finde gerade diesen Dialog wichtig, weil er mir ein Gefühl dafür gibt, wie die Fotos auf unterschiedliche Leute wirken. Wie ich zu den Fotos stehe, habe ich ja schon gesagt ;)

  9. Mein Eindruck ist: Diese Bilder wecken Gefühle. Fernsucht, Wanderlust, was auch immer. Ich weiß, dass es dort nicht so aussieht, wie auf dem Foto. Das ist aber nicht wichtig, sondern das geweckte Gefühl im Moment des Betrachtens.

    Fotografieren heißt „mit Licht malen“. Und der Typ ist mal ein richtig guter Maler!

  10. digital hin oder her – manchmal muss ich schmunzeln, wenn kräftige farben immer sofort mit ebv verbunden werden.
    schau sich mal einer die grossformatbilder aus analogen zeiten von marc muench und anderen großen landschaftsfotografen amerikas an – velvia 50 – megabunt! warum? weil bei 30 fototouren einmal dieser wahnsinns himmel da war, weil einmal alles gestimmt hat und man zur richtigen zeit am richtigen ort war. jetzt mal ehrlich, habt ihr das noch nie erlebt, dass ihr zum sonnenauf- oder untergang draußen wart und selbst nicht glauben konntet, dass diese stimmung um euch herum gerade passiert? was ist realität oder realistisch? ist es nicht realistisch, nur weil solche situationen in der natur nicht 24/7 vorkommen?
    so wie martin schreibt, marc wird hunderte male draußen unterwegs gewesen sein um zwei handvoll genialer bilder in seinen portfolio zeigen zu können. klar sind manche menschen auch wahre virtuosen am pc – aber aus eigener erfahrung kann ich nur sagen, dass mir die sofortige verbindung bunt=ebv überhaupt nicht gefällt, weil oft nicht wahr.
    das man die stilrichtung „klassische landschaftsfotografie“ nicht mag, ist another cup of tea. :)

    die bilder von marc adamus sprechen mich extrem an, weil sie so unglaublich perfekt und dramatisch sind.
    unerreichbar? das kann man sehen wie man will. die amerikanische landschaft ist natürlich von der diversität her einmalig – ein zweiwöchiger besuch wird es da kaum machen – aber grundsätzlich zählt, je öfter man draußen unterwegs ist, egal wo, desto größer ist die chance solche stimmungen zu erleben und einzufangen – und dann muss man nur noch komposition üben. :)

  11. @Sandra: EBV hin oder her, die Waldbilder auf seiner Seite haben jedenfalls mit einem echten Wald sehr wenig zu tun. Die künstlerischen Fähigkeiten (Komposition, Gespür für das Motiv und dessen Nachbearbeitung etc.) bei Herrn Adamus sind jedoch sicherlich bemerkenswert. Der Mann hat seinen Stil – das ist doch die Hauptsache.

  12. @ daniel
    after rain/snow + polarizer + maybe double exposures.

    fotografie hat meist wenig mit „echt“ zu tun, echt wie wir es täglich wahrnehmen.
    ich denke nur immer, was wir täglich wahrnehmen, braucht man auch nicht unbedingt abzubilden (es gibt allerdings genres in denen natürlich genau das genial ist), denn das langweilt andere, da sie es ja genauso sehen.

    fotografie ist immer interpretation – gefühlte emotion, dem betrachter erfahrbar machen – und das geht mit rein fotografischen mitteln genauso wie mit hilfe von ebv. aber ebv in der landschaftsfotografie wird meist verurteilt, d.h. bilder per ebv sind in den augen der meisten meist weniger wert. und dann wird zu schnell über vorhandene oder nicht vorhandene ebv geurteilt – dahingehend ging meine kritik. :)

    daher ist dein fazit vollkommen richtig – der mann hat stil. :)

  13. Wie schon vor mir sehr richtig gesagt wurde hört Fotografie nicht in der Kamera an.
    Ich bin mir sicher, dass man für ein solches Ergebnis nicht viel mehr als eine geniale und vor allem gut geplante Aufnahme mit einigem Equipment und die daraus entstandene RAW-Datei braucht.

    Auch ist meiner Meinung nach die Nachbearbeitung seiner eigenen Bilder schlichtweg notwendig, wenn man einen künstlerischen Anspruch daran hat und eine Reaktion hervorrufen möchte.
    Was das angeht ist es heute in vielerlei Hinsicht leichter geworden, weil man Dank der Digitalen Fotografie zig Aufnahmen machen kann und so sehr gut nach dem „Trial and Error“ Prinzip vorgehen kann. Etwas das sich vorher nur die Profis mit exorbitantem Budget leisten konnten.
    Diese Möglichkeit, viele Aufnahmen machen zu können und das „Labor“ zu Hause zu haben, muss man einfach nutzen, wenn man ein super Ergebnis erreichen will und vor allem Menschen erreichen will.

    Sähen die Bilder aus wie „direkt aus der Kamera“, wären sie vermutlich „nur“ gute, professionelle Landschaftsaufnahmen aber meist langweilig. So sind es Kunstwerke und dass Kunst nicht jedem gleich gut gefällt ist kein Geheimnis.

    Abschließend möchte ich also festhalten: Es muss niemandem gefallen, was er tut, aber man MUSS die Arbeit dahinter einfach zu schätzen wissen (und die war sicher nicht gering).

    Achja und mir gefallen die Aufnahmen unheimlich gut, deshalb war es mir ein Anliegen diesen Post zu schreiben. Ich wünschte ich wäre schon so weit wie er, aber ich bin ja auch noch Schüler, vielleicht komme ich mal so weit :D

  14. hab mir das portfolio jetzt extra nochmal angesehen und finde die photos vom stil her immer noch schrecklich.
    technisch und kompositorisch (gibt’s das wort eigentlich?) aber natürlich von höchster qualität, keine frage.

  15. Blogartikel dazu: Fantastische Landschaftsfotographie… | Allesfundus.de

  16. Ich finde die Fotos super, mir gefallen so mystische Bilder. Mag aber auch sein, dass ich sie eben nicht nur als Foto sehe (bin eh blutiger Anfänger), sondern auch für Grafiken viel übrig habe und es ist eine Mischung aus beidem und hat für mich einen künstlerischen Aspekt.

  17. Ich habe mir das Portfolio jetzt auch nochmal in Ruhe angesehen. Die Bilder sind einfach nur perfekt – höchste Fotokunst, feinste Landschaftsfotografie – genau mein Ding.

    Brennend würde ich mehr zu den Bildern und deren Entstehung erfahren wollen. Male mir im Kopf zusammen, welch Aufwand und Zeit hinter den meisten seiner Werke steckt.. Motiv schon Tage zuvor ins Auge gefasst. Jeden Morgen vor dem Sonnenaufgang aufstehen… bis der perfekte Moment da ist… Windstille, tolle Wolkenformationen, bestes Licht… Klick. Bei solch einem Foto braucht es nicht mehr viel EBV.

  18. Teilweise hast du Recht yashin, die Wald-Fotos find ich zum größten Teil auch eher schrecklich. Seine persönlichen Favoriten dagegen sind zum großen Teil allererste Sahne.

  19. super “ Kunstwerke“, die sicherlich enorm viel Zeit beanspruchen, oftmals meiner Meinung nach aber nichts mehr mit der original-Situation, oder Stimmung welche vor Ort zu erleben war, zu tun haben.Fast schon zu perfekt (und kitschig) fuer meinen Geschmack, an den Locations waere ich aber trotzdem auch gerne gewesen :-)

  20. Unglaublich beeindruckende Fotos. Auch dem Auszug, den du aus seinem Artist Statement gepostet hast, kann ich nur beipflichten.

    Werde mir sein Portfolio nochmal in Ruhe anschauen. Aber auch schon bei einem schnellen Blick ist mir klar, dass ist Fotografie wie ich sie liebe und die mich anfangs dazu brachte überhaupt mit der Fotografie zu beginnen.

  21. Blogartikel dazu: Marc Adamus - Photography | BlogTimes - Der Fotografieblog

  22. Tja. Dann schreibe ich wohl mal etwas anderes:

    Was ich bemerkens- und bewundernswert finde, ist die Geduld und Hingabe, die hinter der Produktion dieser Aufnahmen stecken muss. Das ist sogar ziemlich toll. Die Orte aufzusuchen, wahrscheinlich mehrfach, die Lichtbegebenheiten zu studieren und ich denke, man sieht, dass das Photo schon weit vor Druck auf den Auslöser visualisiert wurde. Da muss ich mir beizeiten mal mehr als nur eine Scheibe von abschneiden.
    Und dass ich meinen Allerwertesten darauf verwette, dass hier auch kräftig nachvisualisiert wurde, macht dabei nichts, denn…

    …das ist die halt Art von Photographie, die über Kalender gedruckt wird, die einfach mal gar! nix! ausser „hübsch“ ist. Die „emotional response“, die das bei mir „evoked“, ist Langeweile, gähnende.
    Weil, Leute, Photographie kann Kunst sein. Das hier ist Bob Ross.

  23. Hallo erstmal Martin Gommel,

    die zwei Bilder von Mark Adamus haben mich wirklich sehr fasziniert. (Ich benutze eins jetzt als Desktop Hintergrund)
    Zu deinen Fragen:
    Du hast Recht seine Bilder sind perfekt und sauber. Wirklich gut gelungen. Aber das sie ‚zu‘ perfekt sind, finde ich nicht. Die Bilder sind genau richig.
    Mir gefällt besonders die Idee so etwas zu fotografieren, da muss man erstmal drauf kommen.
    In dem ersten Bild, gefällt mir besonders, wie die Sonne hinter den Bergen so wundervoll heraussticht. In dem zweiten Bild bin ich Sprachlos. Wie geht das? Es ist ein Wunder der Natur =)

    Ich bin erst 13 Jahre alt, aber später möchte ich auch mal Landschaftsfotografin werden, doch ich habe gehört das man in diesem Beruf nicht viel Geld verdient. Meinst du es stimmt? Sonst möchte ich nämlich Modefotografin werden.

    Bis bald,
    Franziska

    PS: Weißt du welche Kamera er dort benutzt hat? Und wo er diese Fotos geschossen hat?